CH268001A - Stahl, insbesondere für Werkzeuge hoher Härte und Verschleissfestigkeit. - Google Patents

Stahl, insbesondere für Werkzeuge hoher Härte und Verschleissfestigkeit.

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CH268001A
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Aktiengesellschaft Gebr Boe Co
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Boehler & Co Ag Geb
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Description


  Stahl, insbesondere für Werkzeuge hoher Härte und     Versehleiifestigkeit.       Es sind bereits Stahllegierungen bekannt,  die bei     Masserhärtung    die Erreichung einer       Rockwell-C-Härte    von 70 ermöglichen.

   Diese  Art von     Riffelstählen    enthalten bei einem       über        1%        gelegenen        Kohlenstoffgehalt,        neben          Chrommengen        ini        1.%        einen        Wolframgehalt          zweckmässig        bis        zu        etwa        20%        und        einen        Vana-          

  dingehalt        bis        zu        1%,        mit        oder        ohne        Kobalt-          zusatz,    und werden bei etwa 8000 in Wasser ge  härtet. Bei nachfolgender kurzzeitiger Erwär  mung auf 6000 geht jedoch ihre Härte auf 48  bis 50     RC    zurück. Werden höhere Härtetem  peraturen bei diesen Stählen angewendet, so  werden nurmehr Härten zwischen 66 und  69     RC    erreicht.

   Enthält ein solcher Stahl     bei-          spielsweise    5     %        Kobalt,        so        lässt        sich        wohl        auch     noch eine Härte von 70 bis 71     RC    erzielen,  doch die     Anlassbeständigkeit    bei 6000 steigt  nur unwesentlich auf 51 bis 53     RC.    Ein Nach  teil dieser     Stahllegierungen    ist, vor allem darin  gelegen, dass sie bei starker Verschleissbean  spruchung, bei welcher auch höhere Tempera  turen auftreten können, versagen.  



  Erfindungsgemäss wurde nun ein Stahl,  insbesondere für Werkzeuge hoher     Ilärte    und  Verschleissfestigkeit, gefunden, der diese Ei  genschaften in hervorragendem Masse besitzt  und somit den an solche Werkzeuge gestellten  Anforderungen voll entspricht. Es wurde fest  gestellt, dass die Bestwerte dieser Eigenschaf  ten dann erreicht werden,

   wenn bei Stählen       mit    2     bis        8%        Vanadin        und    1     bis        15%        Wolf-          ram    der Wolfram- und der     Vanadingehalt     nach einer bestimmten Regel aufeinander ab-    gestimmt sind und gleichzeitig der     Kohlen-          stoffgehalt        zwischen        1,3        und        2,4%,

          vorzugs-          weise        zwischen    1.,55 und     2,151/o,    liegt.  



  Die Summe des prozentualen Gehaltes an       Vanadin    und des halben prozentualen Gehal  tes an Wolfram soll den Wert 8,25 mit einer  Toleranz von 1,25 nach oben     oder    unten be  tragen; formelgemäss     ausgedrückt    lautet diese  Regel       Vanadingehalt        in        %        plus        0,5        mal        Wolfram-          gehalt        in        %        =        8,

  25        plus        oder        minus        1,25        oder     7 bis 9,5.  



  Diese Regel gilt für den Bereich von 2 bis       8%        Vanadin        und    1     bis        15%        Wolfram.     



  Der Gehalt an Kobalt kann bis zu     151/o     betragen. Der Stahl kann ausserdem noch bis  zu     2,50/9    Chrom enthalten.     Zweckmässig        be-          trägt        der        Chromgehalt        etwa        0,5%.     



  Stähle, deren Zusammensetzung den an  gegebenen Bedingungen entspricht, lassen       Rockwellhärten    von 70 bis 72     RC    erreichen,  wobei die Härtung nicht mehr bei niederen  Temperaturen in Wasser erfolgen muss, son  dern bei Temperaturen von 1000 bis 13000     C"     in Öl erfolgen kann. Auch ergeben diese Stähle  nach kurzzeitigem Anlassen bei 6000 C noch  Härten von 61 bis 65     RC.    Die bisher bekann  ten Stähle mit Härten von 70     RC    verlieren  schon bei Temperaturen von 2000 C merklich  ihre hohe Härte. Bei den erfindungsgemässen  Stahllegierungen wird der merkliche Härte  abfall zu wesentlich höheren Temperaturen  verschoben.

        Besonders bewährt haben sich zum Bei  spiel folgende     Zusammensetzungen:          1,63%        C;        11,4%        W,        3,2%        V,        6,4%        Co        oder          1,78        %        C,        5,9        %        W,        4,8        %        V,        6,

  3        %        Co.     



  Diese     Legierrmgen    liessen in ölgehärtetem  Zustand Härten von 70 bis 72     RC    erzielen.    Die Stahllegierungen gemäss vorliegender  Erfindung eignen sich besonders für Werk  zeuge höchster Härte und Verschleissfestig  keit für Beanspruchungen bei Temperaturen  bis 3000 C.  



  Die     Anlassbeständigkeit    und die Warm  härte sind dabei wohl geringer als bei Schnell  drehstählen, aber die hohe Härte beeinflusst  den Verschleisswiderstand sehr günstig. Diese  Stahllegierungen sind daher insbesondere zur  Herstellung von Werkzeugen mit sehr feinen  Schneiden geeignet, wie z. B. für Ziehmesser  zum Einschneiden der Züge in Gewehrläufen,  für Werkzeuge für Automaten sowie für die  Uhrenindustrie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Stahl, insbesondere für Werkzeuge hoher Härte und Verschleissfestigkeit, dadurch ge- kennzeichnet, dass er 1,3 bis 2,4% Kohlenstoff, 2 bis 81/o Vanadin,
    1 bis 151/o Wolfram ent hält und dass der Gehalt an Vanadin plus die Hälfte des Wolframgehaltes 7 bis 9,5% be- trägt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Stahl nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass er 1,55 bis 2,15% C ent- hält und dass der Gehalt, an Vanadin plus die Hälfte des Wolframgehalt.es 8,?5% beträgt. 2. Stahl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass er zusätzlich bis zu 2,511/o Chrom enthält. 3.
    Stahl nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass er zusätzlich bis zu 15% Kobalt enthält. 4. Stahl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass er zusätzlich bis zu 2,51/o Chrom bis zu 151/o Kobalt enthält.
CH268001D 1948-01-08 1948-01-08 Stahl, insbesondere für Werkzeuge hoher Härte und Verschleissfestigkeit. CH268001A (de)

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