CH268009A - Verfahren zur Herstellung geschichteter Materialien und nach diesem Verfahren erhaltenes Material. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geschichteter Materialien und nach diesem Verfahren erhaltenes Material.

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CH268009A
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Limited Imperial Ch Industries
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C39/00Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor
    • B29C39/003Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor characterised by the choice of material
    • B29C39/006Monomers or prepolymers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard
    • D21J1/16Special fibreboard

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  • Laminated Bodies (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung geschichteter Materialien und nach diesem Verfahren erhaltenes Material.



   Die   vorliegende      Erfindung    bezieht sich auf ein   Verfahren    zur   Herstellullg    geschichteter   Alaterialien.   



   Ein bekanntes Verfahren zur Vereinigung von   Materialien,    wie Karton, Papier oder Stoffen, einschliesslich Baumwoll-,   Seiden-und      Wollstolfen,    besteht darin, dass zwischen die zu vereinigenden Flächen eine Schicht eines Materials, das aus einer Vinylverbindung besteht oder eine solche enthält, gelegt und die genannte   Vinylverbindung    hierauf polvmerisiert wird. Das verkittende   Material    kann teilweise polymerisierte Vinylverbindungen enthalten, und die   Härtungs- oder      Polymer    sationsoperation lässt sieh sehr gut vollständig durch Erhitzen der Artikel mit oder ohne Druckanwendung vollziehen.

   Dieses Verfahren lässt sich   zum    Vereinigen von Glasflächen und zur Herstellung von geschichteten Glas- blättern anwenden, wobei zwischen Glasblättern Blätter aus   Zellilosederivaten    befestigt werden, indem zwischen die Blätter aus Zellulosederivaten und die Glasblätter eine Schicht gelegt wird, welche eine Vinylverbindung enthält und indem die Vinylverbindung hierauf polymerisiert wird. Geschichtete faserige Produkte wurden früher auch durch Imprägnieren einer faserigen Unterlage mit   llarnstoff-oder    Phenol-Formaldehydharzen erzeugt.

   Ein anderes für die Behandlung von porösem Material vorgesehlagenes Verfahren, welches sieh insbesondere für die Herstellung geschichteter Blätter aus faserigem   Material    anwenden lässt, besteht darin, dass ein schmelz- bares Polymer einer organisehen Sauerstoffverbindung, die mindestens zwei CH2   C4rnppen    oder substituierte CH2 =   C < -Grup-    pen enthält, in die Zwischenräume des porösen Materials eingeführt wird, dass mehrere Lagen des behandelten   Materials    übereinandergelegt werden, und dass das Polymer durch weiteres Polymerisieren in einen praktisch umschmelzbaren Zustand übergeführt wird.

   Ein   bekanntes    Verfahren zum Überziehen der Oberflächen von Stoff oder andern faserigen Materialien besteht darin, dass Partikel, Körnchen oder Floeken eines synthetischen, thermoplastischen Harzes auf einem Träger verteilt werden, dass das Harz   durch    Erhitzen plastisch gemacht wird, dass der Stoff oder anderes faseriges   Material    auf das erhitzte Harz oder zwischen Schichten desselben gebracht wird und dass   zwecks    Vereinigung des Harzes und des Stoffes bzw. des andern Materials Druck angewendet wird, wobei der Stoff oder das andere Material einoder beidseitig überzogen wird.

   Es ist vorgeschlagen worden, diese Methode in einem sogenannten kontinuierlichen Verfahren mit Hilfe einer Apparatur anzuwenden, die einen oder mehrere Träger, die dazu bestimmt sind, hin  terehiander    an einer   Heizvorriehtung    vorbeibewegt zu werden, eine Harzpartikel, -körnehen oder -flocken verteilende Vorrichtung,  eine Druckvorrichtung und eine Kühlvorrichtung aufweist. Die in einer solchen Apparatur verwendeten Träger können endlose Bänder sein. Nach einem ähnlichen Verfahren zur Herstellung von   lamelliertem    Glas wird ein geschichtetes Gebilde aus Glasblättern und einem Bindemittel für dieselben zwischen zwei endlosen Transportbändern einem Druck unterworfen.

   Ein weiteres Verfahren zur Herstellung geschichteten, faserigen Materials besteht darin, dass das Gebilde aus faserigem Material und Klebemittel durch ein elektri  sches      Hoehfrequenzfeld    und durch eine Presse geführt wird. Die Anwendung von Methoden der oben beschriebenen Art für die Erzeugung von geschichteten Materialien, die aus verklebten Blättern aus biegsamen, faserigen Materialien zusammengesetzt sind, war bis jetzt ein schwieriges Problem, da kein einfaches Verfahren bestand, mittels welchem solche Methoden in industriellem Massstab angewendet werden konnten. Es besteht deshalb seit langer Zeit die Nachfrage nach einem derartigen Verfahren.



   Dieser Mangel soll nun durch das erfin  dungsgemässc    Verfahren behoben werden, wel  ches    sich dadurch kennzeichnet, dass man eine Mehrzahl von Blättern aus biegsamem verarbeitetem Fasermaterial mit einer Substanz behandelt, welche eine Flüssigkeit enthält, die eine eine CH2 =   (J < -Gruppe    pro   Molekül    aufweisende Verbindung enthält und durch Polymerisation in den festen Zustand   überführbar    ist, die behandelten Blätter an einer Walze vorbeibewegt und gegen diese anpresst, um die genannte Substanz gleichmässig in den auf diese Weise zu einem geschichteten Gebilde vereinigten Blätter zu verteilen, und das geschichtete Gebilde durch eine Zone führt, in   welcher    die Polymerisation herbeiführende Bedingungen herrsehen,

   während das geschichtete Gebilde derart zusammengehalten wird, dass die einzelnen Blätter zueinander in paralleler Lage verbleiben, bis die genannte Substanz infolge Polymerisation ihrer polymerisierbaren Bestandteile in den festen Zustand übergegangen ist, wobei die Polymerisation bei einer Temperatur durchgeführt wird, die unter dem zur   Foly-    merisation angewendeten Druck unterhalb der Siedepunkte der einzelnen Bestandteile der genannten Substanz liegt. Dieses   Verfali-    ren kann in kontinuierlicher Weise durchgeführt werden.



   Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sind diejenigen biegsamen Fasermaterialien geeignet, die z. B. durch Weben, Verfilzen oder Flechten erzeugt worden sind. Natürlich vorkommende Fasermaterialien sind ungeeignet, sofern sie nicht in einer von ihrer natürliehen Form verschiedenen Form verwendet werden. So eignet sieh beispielsweise Holz nicht für die   Durehiüh-    rung der vorliegenden Erfindung. Hingegen eignen sieh Papier und Karton, die durch Verfilzen von   Holzfascrstoff    erhalten werden. Glasgewebe, Asbestpapier, Leinen- und   Baumwolltuch    sind Beispiele anderer geeig  nester    biegsamer verarbeiteter   Faserinateria-    lien.



   Die Behandlung der Blätter kann aus einem Überziehen und/oder Imprägnieren der Blätter mit der   genannten    Substanz bestehen. Die Blätter werden gewöhnlich   z'vecks    Bildung eines Gefüges zusammengepresst, indem sie zwischen Walzen hindurchgeführt werden. Es kann jedoch jede andere, mit der Erfindung in Einklang befindliche   Mc-    thode der   Druekerzeug mg    angewandt werden.



  So können die vereinigten Blätter   hunter    einem Zug über die Oberfläche einer rotierenden Trommel geführt werden.



   Bevorzugt wird ferner, dass während dieses Pressvorganges aus allen Teilen der   Blattluan-    ten etwas Flüssigkeit   ausgesehieden    wird.



   Das vorliegende Verfahren   wird      vorzngs-    weise bei Atmosphärendruck   durchgeführt    um die Verwendung von teuren   Druekvol-    richtungen zu umgehen.



   Als Flüssigkeiten, die durch   Polynierisa-    tion in den festen Zustand überführbar sind, eignen sieh für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens solche Flüssigkeiten, die durch Polymerisation in bei   Raumtemperatur    feste Materialien übergeführt werden können und aus ungesättigten, organischen, eine oder  mehrere CH2 =   C # -    Gruppen pro Molekül enthaltenden Verbindungen bestehen. Diese Verbindungen werden im folgenden als Monomere bezeichnet. Die Imprägnier-bzw. überzugbildende Substanz kann ausser einem oder mehreren der genannten   Monomere    eine oder mehrerer ungesättigte organische   Verbindung    gen, die mit dem bzw. den genannten Monomeren unter Bildung von Heteropolymeren reagieren, enthalten, z.

   B.   Alaleinsäureanhy-      drid    oder das Veresterungsprodukt von Malein- säure oder Fumarsäure mit einem zweibasisehen Alkohol. Die Viskosität der Imprägnier- oder   Deckflüssigkeit    kann erhöht und deren   Sehrumpfung    oder Polymerisation vermindert werden, indem polymere Substanzen in der Flüssigkeit gelöst und/oder suspendiert werden. Es werden polymere Substanzen bevorzugt, die sich mit dem Polymer oder   lleteropolymer    der   polymerisierbaren,    ungesättigten, organischen Verbindungen vertragen.

   Die polymerisierbare Flüssigkeit kann auch Hilfsstoffe, beispielsweise Plastifiziermittel, färbende Materialien, die in der Flüs  sigkeit    gelöst oder suspendiert werden, und Polymerisationskatalysatoren und polymerisationshemmende   Mittel    enthalten. Die Im-   prägnier- bzw.    überzugbildende Substanz   kann    von beweglicher, sirupartiger oder pa  stenähnlieher    Konsistenz sein.



   Die Imprägnier- bzw. überzugbildende Substanz sollte vorzugsweise eine kleine   Menge    eines Polymerisationskatalysators, beispielsweise 0,01 bis 5 % desselben, bezogen auf das Gewicht der polymerisierbaren Bestandteile der Substanz, enthalten. Als Beispiele geeigneter Katalysatoren sind organische Peroxide, wie   Benzoyl-und    Laurylperoxyd, und N Nitrosoacrylaryl - amine, wie N - Nitrosoacetanilid und N-Nitrosobenzanilid, zu nennen.



  Organische Peroxyde sind für die Be  sehlennigung    der Polymerisation bei er  höhten    Temperaturen, wie 30 bis   100  C !,    besonders brauchbar. Die   Imprägnier-bzw.    überzugbildende Substanz   kann    mit Hilfe irgendwelcher im Fach bekannter   Mittel    auf das Fasermaterial aufgetragen werden.



  So können Decksubstanzen mittels Bürsten aufgetragen werden oder zuerst durch   Wal-    zen aufgenommen und hierauf auf die Oberfläche des Materials aufgetragen werden. Ge  wünsehtenfalls    kann durch das biegsame Material ein   Überschuss    der   Dceksubstanz    aufgenormen werden, worauf ein Teil der Substanz mittels Abstreiehmesser entfernt wird.



     Man    kann die genannte Substanz auf die einzelnen biegsamen Blätter auftragen und diese hierauf zusammenbringen, oder aber die Blätter zwecks Erzeugung eines geschichteten Gebildes   zusammenbringen    und hierauf überziehen oder imprägnieren. Günstig ist, dass bei der Operation des Überziehens der Blätter mit der überzugbildenden Substanz nicht   not-    wendigerweise beide Seiten eines jeden Blattes überzogen werden müssen, vorausgesetzt, dass nachträglich, wenn die überzogenen Blätter zusammengefügt und gepresst werden, die Substanz sieh praktisch gleichmässig im geschichteten Gebilde verteilt.



   Nähert sich die   Polynierisationsteiiiperatur    dem Siedepunkt eines Bestandteils der Deck- oder Imprägnierflüssigkeit, welcher Fall beispielsweise eintritt, wenn die genannte Flüssig  keit    Methylmethacrylat enthält und die Polymerisationstemperatur   80     C beträgt, so sollte die Verdampfung dieses Bestandteils durch   Auftragen    biegsamer Blätter aus Material, welches für den Dampf des flüchtigen Bestandteils   undurchlässig    ist, auf beiden Seiten der geschichteten   Gebilde    möglichst vermindert werden, mindestens während der letzten Phasen der Polymerisationsreaktion.

   Bevorzugt werden biegsame, undurehlässige Blätter, die breiter sind als die Blätter aus biegsamem   Fasermaterial,    so dass zu beiden Seiten des Gefüges eine Überlappung der genannten undurchlässigen Blätter entsteht, derart, dass die   überlappenden    Teile zu beiden Seiten des geschichteten Gebildes zusammengsbracht werden können, damit sie einander an ihren Rändern berühren und so die   Verdampfung    aus den Rändern des geschichteten Gebildes vermindern. Die biegsamen,   nndurchlässigen    Blätter können in ihre die Blätter aus biegsamem, verarbeitetem Fasermaterial abdekkende Lage verbracht werden, bevor die let-z  teren gegen die Walze   zusammengepresst    werden, oder auch nachher.

   Gegebenenfalls ist es notwendig, diese biegsamen, undurehlässigen Blätter mit einem Abstreifmittel, wie z. B.   Äthylpalmftat,    zu überziehen, um die Klebwirkung zwischen diesen Blättern und den erzeugten geschichteten   Materialien    zu verringern.



   Die Natur des undurchlässigen   Materials    ist bezüglich der Tragweite der vorliegenden   Erfindung    nicht wichtig, vorausgesetzt, dass sich dieses zu Blättern verarbeiten lässt und die Polymerisation der polymerisierbaren Bestandteile der   Imprägnier-bzw.    überzugbildenden Substanz nicht hemmt.   Normalerweise    kann dieses undurchlässige   Material    ohne Schweierigkeit auf   Grand    der im Fach bereits gesammelten Erfahrungen ausgewählt werden.



  Gewünschtenfalls kann das ausgewählte   Ma-    terial durch eine einfache Prüfung auf seine   Velsvendbarkeit      untersucht    werden. Als Materialien, die sich in Verbindung mit den meisten   Monomeren    verwenden lassen, eignen sieh Blattgummi und Metallfolien, die mit Gelatine überzogen sind. Ein speziell bevorzuges undurchlässiges Material ist regenerierte Zellulose.



   Die letzte Phase der Polymerisation im erfindungsgemässen Verfahren wird vorzugsweise bei höherer Temperatur vollzogen als die Anfangsphasen der Polymerisation. Dies erlaubt, restliche Ionomere aus dem   gesehieh-    teten   Material    zu eliminieren, entweder durch   Polymerisation    oder Verdampfung.   Enthält    ein verwendetes   Monomer    zwei oder mehrere nicht konjugierte CH2 =   C#-Gruppen    pro Molekül, so können im Harz Querverbindungen entstehen, wobei dieses erhärtet.



   Eines der für allgemeine Zwecke am meisten geschätzten erfindungsgemässen Produkte wird dann erhalten, wenn das biegsame Fa  sermaterial    aus Papier oder   Baumwollstoff    besteht und die   Imprägnier-bzw.    überzugbildende Substanz in der Hauptsache monomeres oder teilweise polymerisiertes   Methylmetha-      erylat    enthält.

   Derartige geschichtete Materialien besitzen gute elektrische Eigenschaften und eine gute   Oberfläehenbeschaffenheit.    Sie eignen sich zur Anfertigung verschiedenartiger Bestandteile, wie Tafeln, Tisehplatten, Lampenschirme, Seitenwände und Oberteile von   Koffern.    Die geschichteten   Materialien      können    für Träger in verschiedenartigen Bestandteilen elektrischer Ausrüstungen verwen- det werden und lassen sich, wenn auf die Erweichungstemperatur des Harzes erhitzt, in einem   Ausmass    verformen, das von der Elastizität des faserigen Blattmaterials abhängt.



  Wertvolle feuerbeständige   Materialien      wer-    den verhalten, wenn als   Fasermaterial    Asbest zusammen mit einem Monomer, welches ein   unbrennbares      Polymer    bildet, beispielsweise   Mofliyl-a-chloracrylat,      verwendet    wird.



   Gewünsehtenfalls kann man zwischen Schichten des überzogenen oder   imprägnier-    ten,   biegsamen    Fasermaterials Lagen ans Drahtgeflecht einlegen und das geschichtete Gebilde erfindungsgemäss zusammenpressen, vorausgesetzt, dass das Drahtgeflecht nicht derart angewendet wird, dass beim Zusammen- pressen der Blätter eine gleichmässige   Ver-    teilung der Imprägnier- bzw.   überzugbilelen-    den Substanz in diesen   Blättern    verhindert wird.



   Für gewisse Anwendungszweeke ist es   zweekmässig,    verstärkte biegsame Blätter aus   : Fasermaterialien,      beispielsweise    solche Blätter zu   verwenden,    die mit entweder aufs Geratewohl angeordneten oder in die Blätter aus Fasermaterial   eingewobonen    Drahtlizen verstärkt sind.



   Besteht die Imprägnier- bzw. überzugbildende Substanz in der Hauptsache aus mono  innerem    oder teilweise polymerisiertem Styrol, so werden Produkte erhalten, die für elektrische Ausrüstungen besonders nützlich sind.



  So werden Tafeln von   geringen    Verlustfaktor und hohem spezifisehem elektrischen   ANTider-    stand erhalten, wenn das Fasermaterial aus Asbest und   Glas    besteht und die Flüssigkeit bei der Polymerisation in Polystyrol verwandelt wird.



   Tafeln mit matter   Oberfläehellbesehaffen-    heit werden erhalten, wenn die äussere Seite der äussern Blattes aus Fasermaterial mit der genannten Substanz nicht überzogen wird  und wenn der auf das geschichtete Gebilde ausgeübte Druck ungenügend hoch und die Viskosität der Substanz nicht genügend tief ist, unl die letztere durch das Gefüge dieser  äussern Schicht zu treiben.

   Tafeln   mit    harter,   kratzfestor    Oberfläche können erhalten werden, wenn das äussere Blatt bzw. die äussern Blätter mit einer Substanz überzogen oder imprägniert werden, welche eine beträcht    liche    Menge einer   mehr    als eine nicht konjugierte CH2 =   C#-Gruppe    pro Molekül enthaltenden Verbindung   enthält.    Substanzen, die mehr als eine CH2 =   C#-Gruppe    im Molekül enthalten, sind für die Herstellung dieser harten   äussern    Schicht besonders geeignet, da ihre festen Polymere einen Grad von   Thermoplastizität    aufweisen, der es er  möglichst,    die daraus   erzeugten    Platten zu formen.

   Tafeln, die nicht leicht brennen oder   ansdörrcn,    werden erhalten,   wenn    vor der   Pressoperation    des Verfahrens auf dem   einell    oder den beiden äussern Blättern des Gefü ges ein Blatt aus Drahtgeflecht angebracht wird. Es können auch dekorative Effekte erzielt werden,   indem    das   äussere    Blatt ans faserigem Material   mit    einem gefärbten, beispielsweise aufgedruckten Muster versehen wird. Die   Wahl    der färbenden Materialien muss jedoch vorsichtig getroffen werden, da gewisse färbende Materialien während der Polymerisationsoperation entfärbt werden.



   Es können auch gewellte Blätter aus ge  schichtet ein      Material    hergestellt werden, indem ein geschichtetes Material über den Erweichungspunkt des darin enthaltenen Harzes erhitzt wird.   Gewellte    Blätter, die entweder   thermoplastische    Harze oder Harze mit
Querverbindungen enthalten, können aber auch erhalten werden, wenn das geschichtete    Gebilde    ein   Material,    welches biegsam ist, nach   dem    Biegen jedoch seine Gestalt beibehält,   beispielsweise    Drahtgeflecht, enthält, und wenn dem   Schichtgebilde,    naehdem es mittels der obgenannten Walzen zusammengepresst worden ist, eine gewellte Gestalt verliehen wird,

   bevor die   Imprägnier-bzw.    überzugbildende Substanz durch Polymerisation in den festen Zustand übergeführt wird.



   Eine für die Herstellung eines mehrschich- tigen Materials gemäss der vorliegenden Erfindung   geeignete    Apparatur ist in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt.



     # bezeichnet    ein Gestell, welches eingerichtet ist, um 12 Stoffrollen eines maximalen Durchmessers von   20,3    cm zu tragen (wobei jede Rolle einer auf einem Zylinder des Durchmessers von 3,8   cnl    aufgewickelten Stoffmenge von   91,4    m à 113,5 g entspricht). Der Stoff wird auf Kartonzylindern aufgewickelt, die auf Stahlwellen mittels geschlitzten Holzkegeln starr befestigt sind.



   B stellt eine Führung dar, die aus glatten Stahlstäben des Durchmessers von 1,3 cm besteht. Jedes   Stoffblatt    läuft durch ein Paar dieser Stäbe hilidurch. Es sind senkrechte Stahlstreifen eingebaut, so dass die Führung der Stoffe verschiedener Breite verwendet werden kann.



   C stellt eine Zugvorrichtung dar, die aus zwei Stahlstäben besteht, welche verstellbar angeordnet werden können, so dass auf das geschichtete   Stoffgefüge    der gewünschte Zug ausgeübt werden kann.



   D ist ein galvanisierter Stahltrog, weleher die Imprägniersubstanz in Form eines Sirups enthält. Man hält den Stoff unter der Oberfläche des Sirups, indem man ihn unter sechs   Stahhvalzen    des Durehmessers von   2,86    cm laufen lässt.



   E und E1 sind zwei aus Blättern regenerierter Zellulose bestehende Walzen, die derart angeordnet sind, dass ein Klemmorgan entsteht, durch welches die geschichteten Stoffstapel hindurehgeführt worden.



   F ist eine Polymerisationskammer, die in Achsenabständen von 15,2 cm mit Walzen eines Durchmessers von   2,86      ein    ausgerüstet sind. Die obern Walzen liegen auf dem obern   Zelluloseblatt    auf, wobei kein zusätzlicher Druck angewendet wird. Eine Länge von 7,2 m und eine Breite von 1,2   m    sind typische   Masse    für diese Kammer. Die Kammer ist mit einem   Umlaufsystem    für Heissluft ausgerüstet, wobei die Luft über mit Rippen versehene Dampfschlangen und dann quer durch die   Rammer geleitet wird.

   Dadurch, dass die Luft in der Querrichtung statt in der Längsrichtung durch die Kammer geleitet wird, kann die Ablenkung des Luftstromes durch die Walzen in beträchtlichem Ausmass vermieden werden, wobei die Unregelmässigkeiten in der Erhitzung des Schichtgebildes stark vermindert werden.



     G    ist eine Hochtemperaturkammer der Länge von   6,1 m    und einer Breite von 1,2 m, die mit 5,1 cm dicken, in einem Achsenabstand von 30,5 cm angeordneten Walzen ausgerüstet ist. Die Kammer wird gewöhnlich bei einer Temperatur von 1000 C mittels Dampfschlangen erhitzt. In dieser   Kammer    wird die   Potymerisation    des in der Substanz enthaltenen Monomers zu Ende geführt. Die schwereren Walzen bewirken infolge des von ihnen ausgeübten zusätzlichen Druckes eine Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit des geschichteten Blattes.



   H ist ein Paar mit Gummi überzogener Walzen von 10,2 cm Durchmesser, die   mit    tels eines Motors durch ein Reduktionsgetriebe angetrieben werden.



   Die vorliegende Erfindung ist im folgenden Beispiel   eräutert.   



   Beispiel:
Unter   Anwendung    der im vorangehenden in Verbindung mit der Zeichnung beschriebenen Apparatur wird ein aus sieben mittels Polymethylmethacrylat verklebten Stofflagen bestehendes geschichtetes Material hergestellt.



   Sieben Rollen aus 1,14 m breitem Stoff, welcher von der Borte befreit worden ist, werden am Gestell A angebracht. Zwei 1,18   m    breite Rollen regenerierter Zellulose werden bei E und   E1    eingebaut.



   Der Trog D wird durch einen   Zustrom    von Polymethylmethacrylatsirup fortwährend nachgefüllt. Dieser wird erhalten, indem monomeres Methylmethacrylat in Gegenwart von   0,2 0/o    Benzoylperoxyd, bezogen auf das Gewicht des Monomers,   liter    Einwirkung von Hitze polymerisiert wird, bis das Produkt eine bei 200 C gemessene Viskosität von 5 Poisen aufweist. 0,42 % Benzoylperoxyd wird dem Sirup zugesetzt, bevor er verwendet wird.



   Die   Polymerisafionskammer    wird bei einer Temperatur von   600 C    gehalten. Die   Hoeh-    temperaturkammer wird mittels Dampfschlangen auf eine   Temperatur    von 100  C erhitzt.



   Die sieben bei C vereinigten Stoffblätter werden bei Raumtemperatur durch den Sirup geführt. Der imprägnierte Stoff wird direkt zwischen die beiden Rollen von regenerierter Zellulose in Folienform geleitet, wobei je eine Lage   Zellulosefolie    auf die beiden äussern Oberflächen des Stoffschiehtgebildes abgewickelt wird. Der infolge der   lilemmwir-    kung zwischen den Rollen ausgeübte Druck genügt, um den Sirup im Stoffschichtgebilde zu verteilen und das Ausstossen kleiner Mengen des Sirups an den   Rändern    des Stoffes zu verursachen. Der Stoff wird zwischen den Rollen aus regenerierter Zellulosefolie   hin-    durchgeführt, derart, dass zu beiden Seiten des Stoffschichtgebildes eine Überlappung ans   Zeilulosefolie    entstehen kann.

   Der ausgeschiedene Sirup bildet an beiden Seiten zwischen den überlappenden Teilen einen Verschluss, der während der Polymerisation die Verdampfung übermässiger Mengen des   Mothylmethaerylatmonomers    aus dem Stoffschichtgebilde wirksam verhindert.



   Man lässt das Stoffgefüge mittels der mit Gummi überzogenen Walzen H mit einer Geschwindigkeit von   1,46      m    pro Stunde durch die Polymerisationskammer und die   Hoehtem-    peraturkammer laufen, wobei das Gefüge während   2lA    Stunden in der Polymerisationskammer erhitzt wird.



   Das Produkt wird in Stücke passender Länge zersägt. Die   überzüge    aus regenerierter Zellulose werden nötigenfalls vor dem   Ge-    brauch des Produktes abgestreift. Das Produkt weist eine Dicke von   2      mm    auf. Es besitzt ein gefälliges Aussehen und eine gute Oberflächenbeschaffenheit und ist nicht durch Falten im Stoff verunstaltet. Die physikalischen Eigenschaften des Blattes sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.  



      Eigenschaft Richtung der Bestimmter Wert
Prüfungsbeanspruchung    Harzgehalt - 41 %
Kette 910   kg/em2      Reissfestigkeit    in   kg/em2    Schuss 735 kg/cm2 50
Diagonale 665   kg/cm   
Kette 56 000 kg/cm2 Elastizitätsmodul in kg/cm2 Schuss 49 000   kg/cm   
Diagonale 38 500 kg/cm2   XVasserabsorption    in Gew.-Proz. (24 Stunden) - 1,09   o/o    55 Wasserabsorption in Gew.-Proz., nachdem die
Oberfläche   durch    Hammerschläge stark   -    1,22   o/o    beschädigt worden ist (24 Stunden)   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von gesehieh- teten Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mehrzahl von Blättern aus biegsamem verarbeitetem Fasermaterial mit einer Substanz behandelt, welche eine Flüssigkeit enthält, die eine eine CH2 = C#-Gruppe pro Molekül aufweisende Verbindung enthält und durch Polymerisation in den festen Zustand überführbar ist, die behandelten Blätter an einer Walze vorbeibewegt und gegen diese anpresst, um die genannte Substanz gleichmässig in den auf diese Weise zu einem ge schichteten Gebilde vereinigten Blätter zu verteilen und das geschichtete Gebilde durch eine Zone führt, in welcher die Poiymerisa- tion herbeiführende Bedingungen herrschen,
    während das geschichtete Gebilde derart zusammengehalten wird, dass die einzelnen Blätter zueinander in paralleler Lage verbleiben, bis die genannte Substanz infolge Po]ymeri- sation ihrer polymerisierbaren Bestandteile in den festen Zustand übergegangen ist, wobei die Polymerisation bei einer Temperatur durchgeführt wird, die unter dem zur Polymerisation angewendeten Druck unterhalb der Siedepunkte der einzelnen Bestandteile der genannten Substanz liegt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Pateutansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass die Blätter aus biegsamem verarbeitetem Fasermaterial mindestens während der letzten Phasen der Pols. merisation mit biegsamen Blättern aus einem Material, welches für die Dämpfe der Flüs sigkeit undurchlässig ist und die Polymerisation der polymerisierbaren Verbindung nicht hemmt, bedeckt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsamen, undurchlässigen Blätter, die breiter sind als das geschichtete Gebilde, auf das letztere aufgetragen werden, um an beiden Seiten des geschichteten Gebildes eine Überlappung der genannten undurchlässigen Blätter zu erhalten, wobei die überlappenden Teile an beiden Seiten des geschichteten Gebildes zusammengebracht werden, so dass sie sich an ihren Rändern berühren, wodurch die Verdampfung von Flüssigkeit während der Potymerisation vermindert wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das biegsame undurchlässige Blatt aus regenerierter Zellulose besteht.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I lmd Itutoransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation bei Atmo sphärendruck durchgeführt wird.
    5. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Polvmerisation in den festen Zustand überführbare Flüssigkeit eine organische Verbindung enthält, die eine und nur eine CH.. = C < -Gruppe pro Molekül aufweist.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekeml- zeichnet, dass die polymerisierbare Flüssigkeit monomeres Methylmethacrylat enthält.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Polymerisation in den festen Zustand überführbare Flüssigkeit eine organische Verbindung enthält, die mehrere CH2 = C#-Gruppen pro Molekül aufweist.
    8. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüehen 1 bis 4, dadurch gekennzeiehnet, dass die durch Polymerisation in den festen Zustand überführbare Flüssigkeit einen Polymerisationskatalysator enthält.
    9. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 1 bis 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des Polymerisa- tionskatalysators, bezogen auf das Gewicht der durch Polymerisation in den festen Zustand üborführbaren Flüssigkeit, 0,01 bis 5 % beträgt.
    10. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz eine Lösung von polymerem Material in polymerisierbarer Flüssigkeit ist.
    11. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als biegsames Fasermatelial Papierblätter verwendet werden.
    12. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als biegsames Fasermaterial Baumwollgewebe verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Geschichtetes Material, erhalten nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
CH268009D 1945-03-28 1947-12-30 Verfahren zur Herstellung geschichteter Materialien und nach diesem Verfahren erhaltenes Material. CH268009A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE886074C (de) * 1951-09-15 1953-08-10 Schrupp & Co G M B H Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer wasserdichten Schutz-haut aus thermoplastischen Kunststoffen auf eine Zuendschnur
DE1129680B (de) * 1956-04-06 1962-05-17 Pegulan Werke Ag Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Transportbaendern

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DE886074C (de) * 1951-09-15 1953-08-10 Schrupp & Co G M B H Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer wasserdichten Schutz-haut aus thermoplastischen Kunststoffen auf eine Zuendschnur
DE1129680B (de) * 1956-04-06 1962-05-17 Pegulan Werke Ag Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Transportbaendern

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