Masshine zur Herstellung von Röhren aus einer Mischung von Asbest und Zement.
EMI0001.0001
I>ie <SEP> Erfindung <SEP> bezieht <SEP> sich <SEP> auf <SEP> eine <SEP> -Ia schine <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> von <SEP> Röhren <SEP> aus <SEP> einer
<tb> Mischun- <SEP> voll <SEP> Asbest <SEP> ui..d <SEP> Zement.
<tb> Bei <SEP> der <SEP> IIerstelhing- <SEP> von <SEP> Asbest-Zement riihren. <SEP> ob <SEP> als <SEP> sell,stän < li-es <SEP> Rohr <SEP> oder <SEP> als
<tb> Cberzug <SEP> für <SEP> ein <SEP> Gebänsc <SEP> oder <SEP> ein <SEP> Rolir, <SEP> i>t <SEP> es
<tb> üblicb, <SEP> anfeinanderfolgende <SEP> Lagen <SEP> von <SEP> mit
<tb> Wasser <SEP> befeuchteten <SEP> oder <SEP> gelösten <SEP> -Asbest zeinentmischun-en <SEP> auf <SEP> einen <SEP> Dorn <SEP> zti <SEP> bringen,
<tb> bis <SEP> die <SEP> gewünschte <SEP> Dicke <SEP> erreicht <SEP> ist.
<SEP> L <SEP> m
<tb> ein <SEP> einwandfreie-, <SEP> Zusammenhalten <SEP> der <SEP> Mi sclinng <SEP> < nif <SEP> dem <SEP> Dorn <SEP> zu <SEP> erhalten, <SEP> wird <SEP> vor züglich <SEP> lull <SEP> Druckwalzen <SEP> an <SEP> ge-enuberlieg'en den <SEP> feiten <SEP> des <SEP> Dornes <SEP> eine <SEP> kräftige <SEP> Pressung
<tb> aus,eführt, <SEP> ui:
d <SEP> zwar <SEP> so, <SEP> dass <SEP> jede <SEP> neue <SEP> Lao-e
<tb> auf <SEP> die <SEP> vorhergrhende <SEP> aufgepi-esst <SEP> wird, <SEP> so
<tb> dass <SEP> ein <SEP> festes <SEP> (',eilige <SEP> erhalten <SEP> wird.
<tb> Die <SEP> Erfindung <SEP> besteht <SEP> nun <SEP> darin, <SEP> dass <SEP> ver stellbaret\ <SEP> alzeni-i11tenierBefenelitln7-'Svorrieh tilng <SEP> vorgesehen <SEP> sind., <SEP> die <SEP> das <SEP> röhrenbildende
<tb> -Material <SEP> , <SEP> ,-gen <SEP> einen <SEP> für <SEP> die <SEP> Materialauf nahme <SEP> ausgebildeten, <SEP> drehbar <SEP> und <SEP> verschieb bar <SEP> gelagerten <SEP> Dorn <SEP> pressen, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Wal zen <SEP> derart <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Einstellvorrichtung, <SEP> in
<tb> Wirkungsverbindung <SEP> stehen, <SEP> dass <SEP> sie <SEP> relativ
<tb> zum <SEP> Dorn <SEP> verstellt <SEP> werden <SEP> können,
<SEP> ferner
<tb> daf <SEP> die <SEP> Maschine <SEP> Or;-ane <SEP> zur <SEP> Lieferung- <SEP> des
<tb> r <SEP> (Mii <SEP> -enbildenden <SEP> -Materials <SEP> über <SEP> Lieferwerhe
<tb> aufweist.
<tb> Die <SEP> lIasehine <SEP> bann <SEP> für <SEP> \ass- <SEP> oder <SEP> Halb nassverfahren <SEP> vertvendet <SEP> werden. <SEP> ,luf <SEP> den
<tb> beilieg-en < len <SEP> Zeichnungen <SEP> werden <SEP> llusfüh runrsbeispie@e <SEP> des <SEP> Erfindnn-s-egenstandes
<tb> dargestellt, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> zeigen:
EMI0001.0002
Fig.1 <SEP> einen <SEP> Seitenriss <SEP> einer <SEP> Maschine <SEP> für
<tb> das <SEP> Massverfahren,
<tb> Fi-. <SEP> '' <SEP> eine <SEP> Vorderansieht <SEP> derselben <SEP> Ma schine, <SEP> teilweise <SEP> im <SEP> Schnitt,
<tb> Fig.3 <SEP> einen <SEP> Detail-Längssclinit.t <SEP> der <SEP> -Ma schine, <SEP> teilweise <SEP> im <SEP> Schnitt, <SEP> den <SEP> -Mechanis mus <SEP> für <SEP> das <SEP> einsetzen <SEP> und <SEP> Herausnehmen
<tb> des <SEP> Dornes <SEP> darstellend,
<tb> Fig. <SEP> 4 <SEP> einen <SEP> Querschnitt <SEP> längs <SEP> der <SEP> Linie
<tb> -1-.1 <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 3,
<tb> Fig>. <SEP> ö <SEP> einen <SEP> Detailschnitt <SEP> durch <SEP> eine <SEP> Be feuchterwalze <SEP> für <SEP> die <SEP> Presswalze,
<tb> Fig.
<SEP> 6 <SEP> einen <SEP> Seitenriss <SEP> der <SEP> -Maschine <SEP> wie
<tb> Fic.1, <SEP> aber <SEP> für <SEP> das <SEP> Halbnassverfahren.
<tb> Fig. <SEP> 7 <SEP> eine <SEP> Seitenansicht <SEP> einer <SEP> Presswalze
<tb> und <SEP> des <SEP> Dornes, <SEP> der, <SEP> im <SEP> Sehnut <SEP> gezeichnet,
<tb> eine <SEP> Stahlbiichse <SEP> trägt,
<tb> Fig.
<SEP> 8 <SEP> eine <SEP> Seitenansicht <SEP> einer <SEP> Presswalze
<tb> und <SEP> des <SEP> Dornes <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Kra-en <SEP> auf <SEP> der
<tb> Büelise, <SEP> um <SEP> ein <SEP> Rohr <SEP> mit <SEP> glochenförinig
<tb> Ende <SEP> zu <SEP> formen <SEP> und
<tb> Fig.9 <SEP> eine <SEP> Seitenansicht <SEP> einer <SEP> Presswalze
<tb> und <SEP> des <SEP> Dornes <SEP> mit <SEP> kurzen, <SEP> aufgezogenen
<tb> Düclisen <SEP> an <SEP> beiden <SEP> Enden <SEP> des <SEP> Dornes, <SEP> uln
<tb> Rohre <SEP> mit <SEP> Stahlführungen <SEP> zu <SEP> formen.
<tb> Das <SEP> Massverfahren, <SEP> das <SEP> in <SEP> den <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 5
<tb> dargestellt <SEP> ist, <SEP> benützt.
<SEP> eine <SEP> -Mischung <SEP> von
<tb> -Isbest <SEP> und <SEP> Zement, <SEP> mit <SEP> -enü-end <SEP> Wasser, <SEP> um
<tb> eine <SEP> Suspension <SEP> der <SEP> festen <SEP> Teile <SEP> zu <SEP> bilden.
<tb> Eine <SEP> passende <SEP> Menge <SEP> dieses <SEP> flüssigen <SEP> CTe tiüsches <SEP> ist <SEP> im- <SEP> Becher <SEP> 1 <SEP> enthalten <SEP> und <SEP> wird
<tb> durch <SEP> Rührer <SEP> ? <SEP> in <SEP> eimvandfreier <SEP> -Mischung
<tb> und <SEP> Lösung <SEP> gehalten. <SEP> Die <SEP> Menge <SEP> im <SEP> Becher <SEP> 1
<tb> kann <SEP> darell <SEP> einen <SEP> einstellbaren <SEP> Überlauf <SEP> 3 reguliert werden. Das Gemisch wird durch ein Eingussrohr 1' auf der Seite dem Becher 1 zugeführt.
Im Becher 1 ist eine Rastertrommel 4, in Pfeilrichtung drehbar montiert, mit einem zu diesem Zwecke üblichen Filter.
Diese Rastertrommel 4 hat eine aufge- rauhte Oberfläche und kann am Umfang eine Lage nasses, faseriges Material mitnehmen, welches aus der Lösung entnommen und auf die darüberliegende Transportwalze 6 der Ma schine übertragen wird.
Die Klinge 5 ist auf einer Seite des Be- ehers 1 parallel zur Trommel 4 montiert und dient dazu, die Dicke des auf der Rastertrom mel 4 liegenden Belages zu regulieren und überschüssiges Material abzustreifen. Durch Einstellen dieser Klinge 5 gegen die Trommel 4 zu oder von ihr weg wird die Dicke des dar auf klebenden Belages reguliert; damit verän dert sich die auf den Rohrdorn gebrachte Schicht und folglich die Gefügedichte des Rohres.
Die Klinge 5 grenzt an das Eingussrohr 1', wo das hereinfliessende Gemisch direkt auf die Klinge fliesst und darüber auf die Raster trommel. Diese Anordnung gestattet, weniger Wasser und Gemisch im Becken zu belassen.
Um das Gemisch, das in einer Ecke des Bechers 1 zugeführt wird, über die ganze Länge der Klinge 5 zu verteilen, damit sich auf der Rastertrommel 4 ein gleichmässiger Belag bildet, ist ein Rührer 5', der sich über die Länge des Beckens 1 erstreckt, eingebaut. Durch diesen wird das Material über die ganze Länge verteilt.
Die Transportwalze 6 nimmt den nassen, faserigen Belag von der Rastertrommel 4 ab und führt ihn dem mit ihr in Berührung ste henden Dorn 22 zu. Diese Transportwalze 6 besteht aus einem hohlen Walzenkörper 7 mit radialen Durchbrüchen 8 und ist überspannt mit einem Gewebe oder Filz 9, das mit der Walze rotiert.
Die Form der Transportwalze ist abhän gig von der Form des zu formenden Pro duktes, das heisst sie ist entweder mit vollen Enden oder mit weiten Kragen oder mit einem Flansch für das Zusammenfiigen ver schiedener Röhren ausgebildet. Ein Rohr letz terer Art zeigt Fig. 2, wobei der Walzenkör per 7 an beiden Enden Naben 10 trägt, die frei auf der ruhenden Welle 11 drehen. Diese Welle 11 ist in einem Teil 13 des Rahmens in Lagern 12 gehalten, die in Form von Büch sen auf die Welle 11 geschoben und bis zum Walzenkörper 7, mit dem sie verbunden sind, reichen. Der Teil des Lagers 12, der in die durchbohrte Nabe 10 hineinreicht, ist auch durchbohrt, um die Wasserzufuhr zur Welle 11 zu gestatten, die weiter unten beschrieben wird.
Die Büchsen 12 sind durch ein Zahn rad 12' direkt mit der Welle 4' der Raster trommel 4 verbunden, so dass die beiden Teile synchron laufen. Durch die durchbohrten Naben 10 wird das Wasser der Welle 11 zu geführt. Die Naben 10 haben, einen kleineren Aussendurchmesser als der Walzenkörper 7 und besitzen wie dieser einen Gewebe- oder Filzbelag. Die Naben 10 arbeiten mnit Ringen mit grösserem Durchmesser auf der Raster trommel 4 zusammen. Sie sitzen lose, damit die durch die verschiedenen Durchmesser be dingten Umfangsgeschwindigkeiten kompen siert werden können.
Die Welle 11 mit Röhrenquerschnitt reicht. axial durch den radial durchbohrten Walzen körper 7 hindurch und hat. eine öffnun# 14, indem auf einer gewissen Strecke die halbe Rohrwandung entfernt ist. Dieses im In nern des Walzenkörpers 7 geöffnete Rohr bil det eine Abflussrinne.
Die gegenüberliegenden Ränder dieser Öff nung 14 tragen im Punkt 16 schwenkbare Flügel 15, um die Weite der Abflussöffnun@ zu regulieren. Arbeitet die Maschine, so sind die Flügel offen, wie in Fig.1 dargestellt;
sie verbreitern die Öffnung 1.1, vergrössern ihr Sammelvermögen, verhindern eine Über- sättigung des Gewebes 9 und führen über schüssige Flüssigkeit. aus dem transportierten Rohmaterial weg-. Die Flüssigkeit. wird auf einer oder beiden Seiten der Hohlwelle 11 durch irgendein Aggregat abgesogen.
Indem man das Wasser ins Innere der Transportwalze hineinsaugt, wird seine Stau- ung an der Berührungslinie von Transport walze und Dorn respektive Rohr verhindert, so dass es den Belag weder zerstören noeh wegschwemmen kann. Vielmehr bewahrt die ses Verfahren die Oberfläche der Transport walze vor übermässiger Feuehtigkeit an der Berührungslinie mit der Rastertrommel, so dass somit die Fähigkeit, den Belag von der Rastertrommel zu übernehmen, vergrössert wird.
Die Flügel 15 können so stark einge klappt werden, dass sie vollständig innerhalb des Rohrumfanges liegen, womit es ermög licht wird, die Hohlwelle 11 dureh die Lager 12 herauszuziehen.
Umn den Gewebebelag 9 sauber und frei von Fasern zu halten, ist ein Spülrohr 17 vorge sehen, welches die Überreste wegwischt, nach dem das Rohrmaterial von der Transport walze 6 auf den Dorn 22 gebraeht worden ist. Das Spülrohr 17 besitzt eine Verschalung 18, die ebenfalls die Gummirolle 19 umgibt, welch letztere gegen den Gewebebelag 9 der Trans portwalze drückt und das überschüssige Was ser herauspresst. Damit wird der Feuchtig keitsgehalt im Belag 9 reguliert. Die Ver schalung 18 kann mit einer Saugpumpe oder mit einem Vakuum verbunden werden, die das Reinigen des Gewebebelages 9 erleichtert und ihm so viel Feuchtigkeit entzieht, date das durch die Rastertrommel, hergebrachte Material feste Haftmöglichkeit erhält.
Der Dorn 22 ist in seinen Zapfenenden 23 leicht aufliegend geführt und in die Ma schine in Pfeilrichtung hineingebracht, an den Punkt, an demn er mit der Transportwalze 6 Kontakt erhält, so dass sieh der gewünschte Belag bilden kann. Die fertige Röhre tritt auf der andern Seite der Maschine aus, wie es die Pfeile in Fig. 1 und 3 angeben. Der Dorn wird bei dieser Bewegung an seinen beiden Enden durch zwei endlose Ketten 24 geführt (Fig.1 bis 3).
Die Ketten 24 tragen in passenden Abstän den gabelförmnige Mitnehmer 25, in welche der Dorn mit seinen Zapfenenden 23 eingelegt wird, um ihn in horizontaler Richtung vor wärtszubewegen, während er in der Verti- kalen relativ zur Kette frei beweglich ist, leas ein schnelles Einsetzen und Herausnehmen gestattet. Die Ketten 24 werden über Ketten zahnräder 26 auf beiden Seiten des Arbeits- tisehes geführt (Fig. 3 und 4).
Das obere Trumm jeder Kette 24 ist durch einen kanalartigen Sehleppweg 27 gestützt, der sieh quer durch die Maschine über die ganze Länge des obern Trumms zieht. Die Kettenräder 26 sitzen auf Wellen, die unten an den Schleppwegen gelagert sind, wie Fig. 3 und 4 im Detail zeigen. Der Schleppweg wird durch Schienen in U-Profil gebildet und ist auf Stützen 28 festgeschraubt, die, in ihrem untern Teil als Zalnstangen ausgebildet, in einen Support 29 geführt sind und durch synchron laufende Zahnräder 29' vertikal ver schoben werden können.
Die Supporte 29 sind an Teilen des Masehi- nenrahmens 30 befestigt. Die Sehienen 27 wer den mit Ketten und Dorn zusammen vertikal bewegt, wie im weiteren beschrieben ist.
Die Zahnräder 29', auf Wellen 31' sitzend, werden dureh eine Kurbel 31 von Hand ange trieben.
Eine solche Hebevorriehtung befindet sieh an jedem Ende der Schienen 27, so dass, wenn nötig, eine Sehrägstellung des Schleppweges möglieh ist, was aber nietet die Regel sein soll. _ An beiden Enden des Schleppweges ist eine mit einer Handkurbel 26e versehene Welle 26b, die über zwei Kettentriebe 26a die Kettenräder 26 der Schleppwege antreibt und somit eine Längsbeweung der Ketten 24 be- wirkt.
C m den Druek auf den Dorn 22 zu ver stärken, sind hydraulisehe Zylinder 36 vorge sehen, die mit einem Schwinghebel 33 verbun den sind, die ihrerseits durch Zapfen 34 am Gestell 30 schwenkbar befestigt sind. Die livclrauliselien Zylinder gestatten der am Schivhiliebel befestigten Presswalze 32 oder dein auf ihr gebildeten Behag, den g ewünsch- ten Druel-1 auszuüben,
und zwar ungefähr 2 7 5 kg/em W aizenlänge, ein Druck, der va riiert werden kann, je nach -Material und Dicke der Rohrwandung. Diese hydraulischen Zylinder 36 sind von üblicher Bauart mit Kolben und Kolbenstangen, die in 37 schwenk bar mit dem Schwinghebel 33 verbunden sind. Der Zylinder 36 ist ebenfalls an seinem un tern Ende in 36' drehbar gelagert, damit die Bewegung des Schwinghebels gestattend. Die Presswalzen erstrecken sich über die ganze Länge des Dornes, um eine Presswirkung auf die ganze Länge des Dornes auszuüben.
Der Kolben ist doppeltwirkend, das heisst, durch ein Steuerventil kann er sowohl zum Heben als auch zum Senken unter Druck ge setzt werden. Das Druckaggregat dient nicht nur dazu, die Presswalzen gegen den Dorn zu drücken, sondern auch dazu, sie so stark zu heben und nach auswärts zu drücken, dass ein Heben und Ausfahren des Dornes unter den Presswalzen hindurch möglich ist.
Die Presswalzen 32, aus Stahl oder einem andern Metall gefertigt, sollen eine glatte Oberfläche haben, die befeuchtet werden kann. Es wurde herausgefunden, dass die Resultate besser sind, wenn die Presswalzen mit einem Belag aus Filz oder Gewebe überzogen werden, was grössere Arbeitsgeschwindigkeiten erlaubt, da trotz der grösseren Drehzahl der Walzen und Trommeln das Material in einwandfreier Art und Weise transportiert wird.
Die Presswalzen 32 besitzen eine Vorrich tung zur Befeuchtung der Oberfläche, da eine feinere Homogenität erzielt wird, wenn die Oberfläche der Presswalzen gleichmässig be netzt wird, was durch Verwendung einer Be- netzerrolle geschehen kann (Fig.5). Diese Rolle besitzt eine radial durchbrochene Hülse 42, die mit Filz oder Gewebe 43 bedeckt ist. Der Belag wird durch Spritzdüsen 44 inner halb der Hülse 42 feucht oder gesättigt ge halten. Die Hülsen 42 sind an den Enden durch Hebel 45 geführt, die ihrerseits an den Schwinghebeln 33 angeklinkt sind, so dass die Rollen in Berühruig mit den Presswalzen 32 stehen und von diesen mitgedreht werden.
Das Spülrohr 44 kann durch einen der Hebel 45 hindurchgeführt und durch einen flexiblen Schlauch mit einer passenden Wasserquelle verbunden werden. Die zwei Presswalzen drehen in gleicher Richtung, da sie auf entgegengesetzten Seiten des dazwisehenliegenden Dornes 22 hegen und auf ihrer nassen Oberfläche eine Schicht Bindemittel aufzunehmen vermögen, die mit der Feuchtigkeit zusammen einen Belag bildet, der mitgenommen und mit dem Dorn 22 oder dem darauf befindliehen Belag in Kontakt ge bracht wird. Die in Fig. 1 rechte Walze 32 trägt eine Pressrolle 46', die gegen den auf jener gebildeten Belag drüekt und so verhin dert, dass sich dieser trotz des längeren Weges von der untern Seite der Presswalze löst.
Jede Presswalze 32 besitzt einen Sehaber 46, der ihre Oberfläche von Faserne und andern un- erwünsehten Materialien, die sich darauf an sammeln können, freihält. Der Schaber 46 ist gelenkig am Schwinghebel 33 befestigt und wird durch nicht gezeichnete Organe elastiseh gegen die Oberfläche der Presswalze gedrückt.
Die verschiedenen Walzen werden moto risch angetrieben, wie die gestriehelten Linien in Fig. 1 andeuten, und zwar von einer Welle 50 verschiedener Geschwindigkeitsstufen, die über einen Kettentrieb die 51 Transportwalze 6 antreibt. Diese wiederum treibt die Raster trommel 4 über einen Trieb auf der gegen überliegenden Seite an.
Die Rührer 2 und 5' werden von einer Kette 52 von der Rastertrommel 4 ans ge dreht. Die Transportwalze 6 treibt ferner mit einer Kette 53 die in der Drehachse der Schwinghebel 33 gelagerten Kettenräder 34 und durch diese mit einer zweiten Kette 54, die längs des Schwinghebels 33 gespannt ist, die Presswalzen 32 in der durch den Pfeil an gegebenen Richtung an (Feg. 1).
Es sind Vorriehtungen vorgesehen, un einen Belag oder Beläge voll halbtrockenem Asbest und Zementmischung auf die Ober fläche des Dornes \?? zu bringen, dadureh, dass solche halbtroekene oder nasse Beläge an der Oberfläche der Presswalzen 32 gebildet werden.
Da diese Oberfläehen dureli die Be netzenolle 42 befeuchtet werden, ist. es nur nötig, einen Belag des troekenen Ceinisehes mit der nassen Oberfläche in Kontakt zut brin- gen, der dabei wassergesättigt und damit zurrt Auftragen auf den Dorn 22 geeignet wird.
Zu diesem Zwecke sind eine Anzahl Müh len von zwei verschiedenen Arten (58 und 59) übereinander angeordnet vorgesehen, die in einem Fachwerkrahmen 60 montiert und auf passende Weise erhöht angeordnet sind. Diese Mühlen empfangen und mischen die Material komposition, die nach unten in für den Ar beitsprozel3 benötigtem Zustand ausgeschüttet wird. Jede dieser Mühlen 58 ist mnit einem Spezialrührer 61 ausgerüstet, der das Ma terial durchknetet und mischt, während die Mühlen 59 einen Rüttler 62 besitzen, der das von der Mühle 58 kommende Material auf eine rotierende Bürste 63 oder eine geriffelte Rolle am Grunde der Mühle gleichmässig ver teilt.
Die ans den Mühlen 58 und 59 ausflie ssende Menge wird durch die Bürste 63 regu liert. Der Zufluss an Material ist so bemessen, dass die Mühle 59 annähernd leer bleibt und um dlas, was ausfliesst, gerade ergänzt wird, während die Mühle 58 möglichst voll gehalten wird. Die bewegten Teile der Mühlen 58 und 59 werden über dlas Reduziergetriebe 64 motorisch angetrieben. Von den Mühlen 58 und 59 aus führen feste Kanäle 66 in Kanäle 67 hinein, die an Querschienen des Rahmens 68 befestigt sind. Die Kanäle 67 stehen lose in zusätzlichen Kanälen 69, mit denen sie in 70 gelenkig verbunden sind, so dass sie seit wärts dazu ausschwingen können. Das untere Ende dleg Kanäle 69 ist so gerichtet, dass sie das Material von den Müblen 59 aus auf die obere Seite dleg Presswalzen 32 ausschütten.
Die Kanäle 69 sind mit den Scharnieren 70 so an die Kanäle 67 angelenkt, dass sie den hebe- und Senklbewegungen der Schwing hebel 33 folgen können.
Weiter können sie seitlich verstellt wer den durch Stifte 69', die in verschiedenen Stellungen auf den Querschienen 68' filiert werden, so dass das Material bei den verschie densten Arbeitsstellungen der Presswalzen 32 auf ihre höchste Stelle ausfliesst.
Eine weitere Mühle 72 befindet sich zwi schen dleg Mühlen 59 und wird durch einen Kanal 73, der seinerseits in einem an deni Schienen 68 und 68' befestigten Kanal 74 steckt, entleert. Das untere Ende des Kanals 74 ist direkt auf den Dorn 22 gerichtet.
Die Mühle 7 2 ist dazu vorgesehen, ein Quantum Zement aufzunehmen, das direkt auf die gebildete Röhre ausfliesst. Das ergibt eine Zementhaut an der fertig geformten Röhre und damit eine glattere Oberfläche und ein besseres Aussehen.
Die Querschienen 68, 68' sind am Rahmen 60 verstellbar montiert. und durch Winkel stützen 7 5 miteinander verbunden, die ihrer seits verstellbar mnit demn Rahmen 60 verbun den sind, und zwar durch Schlitze 76, in denen Führungszapfen 77 stecken, die mit den Winkelstützen 75 verbunden sind. So kann dieser Querrahmen vertikal verstellt und damit die Lage der Ausfliessöffnungen der Mühlen der Stellung der Presswalzen 32 angepasst werden.
Die Schiene 68' liebt lose auf Rollen 78 auf, die an den obern Enden der Schwing- hebel 33 angebracht sind. So bewirkt ein Heben oder Senken dleg Schwinghebel 33 zwangläufig ein Mitgehen der Schienen 68 und 68', damit die Ausflussöffnung in die ge wünsclite Relation mit den Presswalzen 32 bringend.
Fib. 7 bis 9 zeihen verschiedene Ausfüh- rungsbeispiele von Dornen.
In Fig. 7 ist der Dorn 22a zylindrisch auf der ganzen Länge und arbeitet mit ebenfalls zylindrischen Presswalzen 32(c zusammen.
Der Dorn 2'2a ist von einem Stahlmantel um- schlossen, der aufschiebbar ist und dazu ver- -endet wird, der Röhre Halt. beim Trocknen zu geben oder als Büchse in ihr zii verbleiben. In letzterem Falle bleibt die Büchse 80 mit der Röhre verbunden und kann nicht weher verwendet werden.
In Fib.8 trägt der Dorn 22a einen Man tel 81, auf dem an einem Ende ein profilier ter Ring 82 aufgezogen ist, was gestattet, Rohr und Kragen als ein zusammenhängendes Stück zu formen. In diesem Fall erhält die Presswalze 32b an Stelle des Eiabes 82 eine Eindrehung. Ein anderes Beispiel zeigt Fig. 9, wo der Dorn 22e eine Büchse 83 trägt, die bestimmt ist, in der Röhre zu bleiben, und auf der an beiden Enden furze Büchsen 84 aufgeschweisst oder warm aufgezogen sind, was gestattet, die einzelnen Rohre besser miteinander zu verbin den. Die Presswalze 32e ist als dazupassende abgesetzte Welle ausgeführt.
Beim Arbeitsprozess wird die flüssige Mi schung dem Becken 1 wie oben beschrieben zugeführt, während ein trockenes Gemisch von Asbest und Zement den Mühlen 58 zuge führt wird, wie aus den Zeichnungen hervor geht.
Mit dem Dorn in der in Fig.1 gezeich neten Lage und den unter gewünschtem Druck gegen ihn drückenden Presswalzen 32 auf ge genüberliegenden Seiten ist die Maschine ar beitsbereit. Läuft der Motor, so drehen sich die Rastertrommel 4, die Transportwalze 6 und die Presswalzen 32 in der in Fig.1 durch Pfeile angegebenen Richtung. Auf der Ra stertrommel bildet sich ein nasser Belag von Asbest und Zement, der entweder aus dem Becken 1 geschöpft ist oder über die Klinge 5 fliesst oder eine Kombination dieser beiden Möglichkeiten ist, wobei die Dicke des Be lages durch die Stellung der Klinge 5 be stimmt werden kann.
Die auf diese Weise an der Oberfläche der Rastertrommel gebildete Schicht wird vom Gewebe- oder Filzbelag 9 der Transportwalze übernommen und in die Spalte zwischen Trans portwalze und Dorn geleitet und auf den letz teren übertragen. Ein Teil der im Belag befind lichen Flüssigkeit wird auf der Transportwalze 6 weggeleitet, und die überschüssige Feuchtig keit, die durch das Gewebe 9 aufgenommen werden kann, tropft in die geöffnete Hohl welle 11 mit ihren Klappen 15 an beiden Sei ten, worauf die Flüssigkeit durch eine üb liche Anlage weggesaugt wird.
Die Drehung der Presswalzen in Berüh rung mit dem nassen, auf dem Dorn befind lichen Belag dient nicht nur zur Pressung des Belages, sondern auch, um eine Binde schicht oder mehrere solche hinzuzufügen, sie aufeinander zu pressen und eine weitgehend homogene Mlasse zu bilden. Die nasse Ober fläche der Presswalzen 32 erhält aus den Müh len 59 durch die Kanäle 66 bis 69 relativ trockenes Material zugeführt, das heilt gerade feucht genug, um fest an der Oberfläche der Presswalzen 32 zu haften. Dieser halbtrockene Belag wird dann an der Spalte zwischen Dorn und Presswalze mit demn nassen vermengt un ter einem beträchtlichen linearen Druck von ungefähr 275 kg/cm. Solche halbtrockene Schichten können je nach Bedarf durch eine oder beide Presswalzen 32 zugeführt werden.
Der Arbeitsprozess läuft, bis die gewünsehte Wandstärke auf demn Dorn oder auf der dar auf geschobenen Büchse erreicht ist.
Sobald diese Dicke erreicht ist, wird die Transportwalze 6 ausser Berührung mit der Rastertrommel 4 gebracht, und die Zufuhr vorrichtung der Mühle 72 wird eingeschaltet, so dass durch die Kanäle 73 und 74 eine ge nügende Menge Zement auf die Oberfläche der frisch geformten Röhren gestreut wird, ohne einen nassen oder einen halbnassen Bela beizufügen, da der Zement genügend Feuch tigkeit aus den vorhergehenden Lagen zieht, um eine glatte Haut um die Röhre herum zu bilden.
Dann werden durch die hydraulischen Druckzylinder 36 die Sehwinghebel 33 ge hoben; dabei werden die Presswalzen 32 vom Dorn 22 gelöst. Sind die Presswalzen 32 hoch genug abgehoben, dass sie Dorn und geformte Röhre freigeben, wird der Kettentrieb 24 von Hand oder mechanisch in Gang gebracht. Die Ketten bringen einen leeren Dorn in Ar beitsposition, während die Röhre mitsamt denn Dorn nach rechts aus der Maschine austritt, wie in P in Fig. 1 und 3 dargestellt ist. Nun kann der Arbeitsprozess wieder aufgenommen werden.
Es ist festzuhalten, dass die Gabeln 25, die die Zapfenenden des Dornes lose auf nehmen, diesen volles Spiel in der Vertikalen lassen, und das nicht nur beim Ein- -Lund Aus fahren, sondern auch während des Röhrenfor- m-Lungsprozesses, auf jedem beliebigen Dorn, -wie leicht. aus Fig.3 zu ersehen ist.
Wenn erwünselit, kann die Röhre auch vollständig im Halbnassverfahreri hergestellt werden, entweder durch Lösen der Transport walze 6 von der Rastertrommel 4 oder durch Auslassen derselben, wobei die Beläge gänz lich auf den Presswalzen vorgeformt und di rekt von diesen auf den Dorn transportiert werden, wie Fig. 6 zeigt.
In dieser Form erhält der Dorn 122 die Lagen von den durch Schwinghebel 133 ge führten Presswalzen 132. Diese Schwinghebel üben an gegenüberliegenden Seiten auf den Dorn 122 einen beträchtlichen Druck aus, wie schon weiter oben beschrieben wurde, der durch die doppeltwirkenden hydraulisehen Druckzylinder 136 erzeugt wird.
Eine an Stelle der Transportwalze 6 mon tierte Walze 106 dient als Stützwalze, um den Druck der Presswalzen 132 auf den Dorn aufzunehmen. Die Walze 106 wird vorteilhaft mit einem Filz- oder Gewebeüberzug ausge stattet, der durch ein Spülrohr 101 und dar- auffolgencle Behandlung durch eine zylin drische Bürste 102 gereinigt wird, während die Rolle 103 dazu dient, die überschüssige Feuchtigkeit herauszupressen. Diese Walze ist durch eine feste Verschalung 104 teilweise einbeschlossen. So zeigt denn das in Fig.6 im Prinzip dargestellte Halbnassverfahren ähn liche Wirkungsweise wie das in Fig. 1 und 2 gezeigte, mit der Ausnahme, dass dabei der Nassbelag weggelassen wird.