CH269483A - Verfahren zur Herstellung eines Aufhellungsmittels für proteinische Fasern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Aufhellungsmittels für proteinische Fasern.

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CH269483A
CH269483A CH269483DA CH269483A CH 269483 A CH269483 A CH 269483A CH 269483D A CH269483D A CH 269483DA CH 269483 A CH269483 A CH 269483A
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Ag J R Geigy
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  Verfahren zur Herstellung eines     Aufhellungsmittels    für     proteinisehe    Fasern.    Die vorliegende Erfindung bezweckt die       Ilerstellung    von     Aufhelhingsmitteln    für     pro-          teinische    Fasern, insbesondere für Wolle. Die  neuen     Aufhellungsmittel    oder optischen  Bleichmittel sind besonders für chemisch vor  gebleichte Wolle verwendbar, die noch ein       schwaeli    gelbliches     Aussehen    besitzt.

   Sie zeich  nen sich im     Ver--leich    mit     bekannten    opti  schen     Wollbleichmitteln    durch bessere Echt  heitseigenschaften aus.  



  Verbindungen aus den verschiedensten  chemischen Körperklassen sind schon zur Ver  wendung als optische Bleichmittel     vorgesehla-          gen    worden, unter andern auch Derivate der       4,4'-Dianiinostilbeii        2,2'-disulfonsäui@e,        die    zum  Teil     beträelitliclie    Bedeutung erlangt haben.

    So wurden durch     Umsetzung    mit ?     lIol          Cyanurhalogenid        und    Ersetzen der restlichen       Halogenatome    durch     Aminogruppen    optische  Bleichmittel erhalten, die sich durch inten  sive blaue Fluoreszenz und ausgeprägten Sub  stantiven Charakter auszeichnen und darum  sehr     -ut        zuin        Aufhellen.    von     Cellulosefasern       geeignet sind.

   Für Wolle sind diese Erzeug  nisse jedoch wenig geeignet, weil sie als stark       substantive    Verbindungen eine ausgesprochen  geringe     Wollaffinität    aufweisen. Ferner ist  auch schon für einen nicht genau beschrie  benenVerwendungszweck eine     4'-Acetylamino-          2,2'-disulfo-stilbenylammelinverbindung    be  kanntgeworden, die, wie unsere Untersuchun  gen gezeigt haben, eine ungenügende Woll  affinität aufweist.

   Infolge des ungenügenden  Ziehvermögens ist es nicht möglich, mit dieser  Verbindung einen befriedigenden     Aufhel-          lungseffekt    zu erreichen, denn auch eine Er  höhung der Konzentration wirkt sieh nicht. in  einer     Verbesserun-    des     Auflielhulgseffektes     aus.     Überdies    weisen die damit. erhaltenen  Färbungen eine derartig     rotstichige    Nuance  auf, dass eine     Ver@@#endung    zum Aufhellen von  Wolle praktisch nicht in Frage     kommt.     



  Es wurde nun die überraschende Beobach  tung gemacht, dass     Melaminderivate    der all  gemeinen Formel  
EMI0001.0042     
    worin A einen niederen     Alkyl-    oder     Alkoxy-          rest,        N1    und     N_    die primäre     Aminogruppe     oder durch niedere     aliphatische,        alicyclische,          aralipliatiselie    Reste oder aromatische Reste    der     Benzolreihe    substituierte sekundäre oder  tertiäre     Aminogruppen    bedeuten,

   eine viel  bessere Affinität zu     proteinisehen    Fasern auf  weisen, so     da.ss    sie teilweise soar aus neu  <B>Z,</B>           tralem    oder schwach     saurem        tad    gefärbt wer  den können, und dass sich die Färbungen  durch guten     Aufhellungseffekt,    gute Säure-,  Wasch- und     Seewasserechtheit    auszeichnen.

    Die neuen     Produkte    sind in ihren Eigenschaf  ten auch den bisher     einzig    als     Wollaufhel-          lungsmittel    praktisch verwendeten, chemisch  aber vollständig verschiedenen,     sidfierten        4,5-          Diphenyl-imid-azolonen    in der     Alkaliechtheit          und    im Ziehvermögen aus neutralem Färbe  bad überlegen, so dass sie eine wertvolle     Berei-          eherimg    der Technik darstellen.  



  Man erhält die neuen     Melaminderivate     der obigen Formel nach verschiedenen Dar  stellungsmethoden: So kann man 1     Mol        4-          Nitro-4'-anünostilben-2,2'-disulfonsäure        zuerst     mit 1     Mol    einer     reaktionsfähigen        2,4,6-Tri-          halogen    -1,3,5 -     triazinverbindung,    also mit       Cyanurchlorid    oder     Cyanurbromid,

      nach be  kannten Methoden kondensieren     und    im Kon  densationsprodukt die verbleibenden Halogen  atome stufenweise durch die Reste des Ammo  niaks, von primären oder     sekundären    niederen       aliphatischen        Aminen,    die im     Alkylrest    auch  gebräuchliche     Substituenten    enthalten können,  wie beispielsweise     Hydroxylgruppen,    von       Cycloalkylaminen,        Aralkylaminen    und von  primären oder sekundären aromatischen Ami  nen der     Benzolreihe,

      die im     Phenylrest    die  in     Azofarbstoffen    üblichen, nicht     farbverlei-          henden        Substituenten    enthalten können, wie  beispielsweise Halogen,     Methyl-,        Methoxy-,          Äthoxy-,        Acylamino-,        Carboxyl-,        Sulfonsäure-,          Sulfonsäureamidgruppen,    und die am Stick  stoff     alkyliert,        aralkyliert    oder     cycloalkyliert     sein können, ersetzen.  



  Zu denselben     Nitrostilbenyltriazinverbin-          dungen    kann man jedoch auch gelangen,  wenn man zuerst ein wasserlösliches aroma  tisches Amin der     Benzolreihe,    beispielsweise       Sulfanilsäure    oder     Metanilsäure    mit     Cyanur-          chlorid    bzw.

       -bromid    kondensiert, dann mit  1     Mol4-Nitro-4'-aminostilben-2,2'-disiilfonsäilre     reagieren lässt und das verbleibende Halogen  atom mit einem der oben definierten     Amine          umsetzt.    Die so erhaltenen     Nitrostilbenyl-          melaminderivate    werden dann     zu    den entspre-         chendenAminostilbenylmelaminderivaten    nach  üblichen Methoden reduziert, beispielsweise  mit Eisenspänen     Lind    Säure,

   und die     Amino-          verbindung    schliesslich mit reaktionsfähigen  Derivaten niederer Fettsäuren oder mit nie  deren     Halogenameisensäure-estern        acyliert.     



  Eine andere Methode, ausgehend von mit  niederen Fettsäuren oder mit niederen     Ha-          logenameisensäure-estern        monoacylierten        4,4'-          Diaminostilben-2,2'-disulfonsäuren,    besteht in  der     Kondensation    mit 1     Mol        Cyanurhalogenid     und im Ersatz der verbleibenden Halogen  atome durch die Reste der oben     aufgezählten          Aminoverbindungen.    Selbstverständlich kann  man auch die     Monoacyl-4,4'-diaminostilben-          2,

  2'-disulfonsäure    mit einem     Mol    eines wasser  löslichen     Kondensationsproduktes    eines aro  matischen Amins mit     Cyanurhalogenid    kon  densieren und dann das verbleibende Halogen  atom durch eine der oben definierten     Amino-          verbindungen    ersetzen.  



  Wie aus obigen Ausführungen hervorgeht,  kann das erfindungsgemässe     Melaminderivat     an den Stellen     N1    und     N,    gleiche oder ver  schiedene     Aminoreste    enthalten.  



  Des weiteren können die Reste     aliphati-          scher    Amine im     Alkylrest    substituiert sein,  vorzugsweise durch die     Hy        droxylgruppe.          Monoäthanolamin,        Diäthanolamin,        2,3-Dioxy-          propylamin    usw. können     zur    Kondensation ver  wendet werden.

   Man kann aber     Oxyalkylgrup-          pen    auch erst nachträglich einführen durch  Kondensation der primären     Aminogruppe    nach  bekannten Methoden mit niederen Aldehyden,  vorzugsweise mit Formaldehyd unter Bildung  von     Methylolaminogruppen.     



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Aufhel-          lungsmittels    für     proteinische    Fasern. Das Ver  fahren ist dadurch gekennzeichnet,     da.ss    man  1     Mol        4-Nitro-4'-amino-stilben-2,2'-disulfon-          säure,    1     Mol        Cyanurhalogenid,    1     Mol    einer  den     Acetylrest    abgebenden Verbindung,

   1     Mol     Anilin und 1     Mol    Ammoniak unter Reduk  tion der     Nitrogruppe    zur     Aminogruppe    derart  aufeinander einwirken lässt, dass ein     Stilben-          derivat    der Formel    
EMI0003.0001     
    entsteht.  Die erhaltene neue Verbindung ist ein  schwach     gelbstiehiges    Pulver, welches in Was  ser     gilt    löslich ist und aus saurem oder neu  tralem Bade zum Aufhellen von Wolle und  Seide geeignet ist.

           Beispiel:     <B>18,5</B> Teile     Cy        anurehlorid    werden bei 0 bis  4" mit einer     wässrigen        LöAung    von 41,2 Teilen  4 -     Ain        ino    -     4'-        acety        lamino    -     stilben-2,2'-disulf        on-          säure,    erhalten aus     4-Nitro-4'-amino-stilben-          2,

  2'-disttlfonsäui-e    durch     Acylieren    in     wäss-          riger    Lösung mit     Essigsäureanh5        drid    und Re  duktion     naeli        Wehamp,    kondensiert.  



  56,0 Teile dieses primären     Kondensations.-          prodnktes    werden erst mit     9,3    Teilen Anilin  und dann mit 14 Teilen     25o/oigem        Ammoniak     umgesetzt. In reinem. Zustand ist das erhal  tene Endprodukt. ein schwach.     gelbstiehiges     Pulver, das zum Aufbellen von Wolle ge  eignet ist. Dieser     Aufhellungseffekt    zeigt.    ausser guter Wasser- und     Waseheelitheit,    guter       Liehteehtheit,    eine vorzügliche     Seewassereeht-          heit,    dazu eine gute Alkali- und Säureechtheit.  



  Diese Verbindung lässt sieh auch wie folgt  erhalten: Man setzt unter den obigen Bedin  gungen     Cyanurehlorid    mit     4,4'-Nitro-amino-          stilben-2,2'-disulfonsäure,    dann mit Anilin und  Ammoniak um, reduziert mit Eisen und Salz  säure nach dem Verfahren von     Beehainp    und       acetyliert    das Reduktionsprodukt in wässriger  Lösung mit     Essigsäureanhy        drid.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Aufhel- lungsmittels für proteinisehe Fasern, dadurch gekennzeielinet, dass man 1 31o1 4-Nit.ro-4'- amino-stilben-2,2'-disulfonsäure,13Io1 Cy a.nur- halogenid, 1 3lol einer den Acetylrest abge benden Verbindung,
    1 31o1 Anilin und 1 3Io1 Ammoniak unter Reduktion der Nitrogruppe zur Aininogruppe derart aufeinander einwir ken lässt, dass ein Stilbenderivat der Formel EMI0003.0060 Die erhaltene neue Verbindung ist ein schwa.eli gelbstiehiges Pulver, welches in Was ser gut löslich ist und aus saurem oder neu tralem. Bade zum Aufhellen von \Volle und. Seide geeignet ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- diii-eli gekennzeichnet, dass man<B>1</B> lflol 4-Nitro- 4'-amino-stilbeii 2,2'-disulfonsäure mit 1 31o1 Cy anurlialogenid umsetzt, auf das Konden sationsprodukt 1 3lol Anilin und 1.
    Mol Am moniak einwirken lässt, die Nitrogruppe zur Aminogruppe reduziert und mit einer den Aeetylrest abgebenden Verbindung acyliert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeielinet, dass man 1 Mol 4- Nitro-4'-amino-stil.ben-2,2'-disulfonsäure mit einer den Acetylrest abgebenden Verbindung acyliert, die Nitrogruppe zur Aminogruppe reduziert,
    mit 1 Mol Cyanurhalogenid kon densiert und auf das Kondensationsprodukt 1 14o1 Anilin und 1 i 4o1 Ammoniak einwirken lässt.
CH269483D 1948-06-04 1948-06-04 Verfahren zur Herstellung eines Aufhellungsmittels für proteinische Fasern. CH269483A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931704C (de) * 1952-10-15 1955-08-16 Hermann Massmann Gaskochbrenner mit katalytischer Zuendvorrichtung
DE937822C (de) * 1952-05-28 1956-01-19 Bayer Ag Optische Bleichmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937822C (de) * 1952-05-28 1956-01-19 Bayer Ag Optische Bleichmittel
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