CH270056A - Graphisch-analytische Kartei. - Google Patents

Graphisch-analytische Kartei.

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CH270056A
CH270056A CH270056DA CH270056A CH 270056 A CH270056 A CH 270056A CH 270056D A CH270056D A CH 270056DA CH 270056 A CH270056 A CH 270056A
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Patella Luis
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Description


      Graphisch-analytische    Kartei.    Die Erfindung betrifft eine Kartei, die  zur Aufzeichnung von Zahlenangaben und  dergleichen eine Vielzahl von     Auskunftskar-          ten    aufweist, welche, ausgefüllt und in einem  Karteikasten vereinigt, Auskunft über vor  bestimmte     Zusammenhänge    der     einzelnen        Auf-          zeichnungen        geben.     



  Die     erfiridungsgenläl)e    Kartei kann für  pädagogische, wissenschaftliche, statistische  oder andere Zwecke verwendet werden.  



  Die     erfindungsgelwisse    Kartei ist dadurch  gekennzeichnet, dass sie aus einer Vielzahl  von Auskunftskarten besteht, welche minde  stens einen Sichtstreifen besitzen, der von  einem der Ränder der Karte     vorstellt    und des  sen Länge und Lage im direkten und     un-          veränderbaren        Zusammenhang    mit einem auf  der Karte angebrachten     Massstab    steht, wobei  die Auskunftskarten ferner einen Platz f     iir     Notizen haben.  



  Nachfolgend sind zwei     Ausführungsbei-          spiele    der     erfindungsgemässen    Kartei be  schrieben.  



       Fig.1    ist eine ausgefüllte Karte.  



       Fig.    2 stellt zwei     hintereinandergereihte     Karten dar, wie sie in einem Karteikasten er  sichtlich sind.  



       Fig.3    und 4 sind zwei ausgefüllte Kar  ten, die zusammen einer hypothetischen Karte  entsprechen.  



       Fig.    5 ist ein Karteikasten in Perspektive,  mit. den dazugehörigen Karten.  



       Fig.6    zeigt einen     Massstab.            Fig.    7 ist derselbe Mal     )stab    wie in     Fig.    6,  aber bereits für eine bestimmte Karte     züi-          recht        ,ese        hnitten.     



  stellt zwei Karten dar, jeweils mit  einem     -#1al;')stab        äellläl@        Fif-.    6 und 7 versehen.       Fig-.9    ist die     Rückseite    eines     geöffneten          h:ckhalters.     



       Fi-.    10 ist die     Vorderseite    des     Eckhalters          laut        Fig.    9, fertig     hergestellt.     



       Fig.   <B>11</B> stellt zwei Karten in     Seitenansicht     dar, mit     Eckhalter    versehen und ineinander  gereiht, um ein     Diagramm    herzustellen.  



       Fig.12    und 13 sind zwei Karten mit je  drei     Sichtstreifen.     



  In den verschiedenen     Figuren    sind ent  sprechende Teile     durch    gleiche     L        berweisungs-          zeiehen        bezeichnet.     



  Die Kartei bestellt aus     einer    Vielzahl von       Karten    1 in einem Karteikasten 2, wie aus       Fif-.5    ersichtlich ist.  



  Eine dieser Karten ist in     Fig,.1        dar-e-          stelli.    Die     quadratiselle    Karte 3, welche mit  Eintragungen über das Leben Gerhard Ger  hards     (Desiderius        Erasmus        1.166-1536)    ver  sehen ist, ist.     reehteekir    und weist längs ihres       obern    Randes 4 einen Massstab 5 auf, der  einen     Zeitraum    von 200     Jahren    umfasst.

   Die  Einheit des     ?4lassstabes    1 ist ein     Jahrzehnt.     Um die Lektüre des     Massstabes        zii    verein  fachen, sind die     Jahrhundertwenden    einge  tragen. Die Karte weist ferner einen Sicht  streifen 6 auf, dessen Länge in     Verbindung          rnit    dem     Massstab    5 die Lebensdauer von       Erasmus    angibt, welche nach dem     Massstab         70 Jahre beträgt.

   Zweitens zeigt der Sicht  streifen 6 an, wann     Erasmus    zwischen Beginn  des     XV.    und Ende des     XVII.    Jahrhunderts  gelebt hat. Der Teilungsstrich 7 erlaubt so  fort festzustellen, dass     Erasmus    um die Jahr  hundertwende des     XVI.    Jahrhunderts unge  fähr in der Mitte seines Lebens stand.  



  Die waagrechten Linien des     Siehtstreifens     6     sind    zur Unterscheidung der Berufsgrup  pen farbig; zum Beispiel kennzeichnet blau  Schriftsteller, wobei ferner weiss für Religion,  grün für Malerei, gelb für Technik, braun  für Geographie, rot für Politik und     Geschiehte     usw. vorgesehen ist.  



  Der restliche freie Platz auf der Vorder  seite der Karte dient zur Eintragung weiterer       Notizen.    So zum Beispiel im Falle     Erasmus:           Holländischer    Schriftsteller, geboren  in Rotterdam, und Autor von ,Lob der Tor  heit\, bekannt als der grösste Humanist der  Renaissance, gestorben in Basel.   Die Rückseite der Karte 3 dient zur Auf  zeichnung bibliographischer (z. B. ein beson  deres Zitat aus einem seiner Bücher) und       ykonographischer    Angaben. Für     Einrei-          hungszwecke    ist es zweckmässig, auf der Rück  seite des Sichtstreifens 6 das Geburtsdatum  anzugeben.  



  Aus     Fig.    5 ist ersichtlich, dass die Vielzahl  der Karten 1 mittels Teilungskarten 8 in  Gruppen untergeteilt ist. Diese Teilungskarten  8 zeigen den Beginn und das Ende von je  weils zwei Jahrhunderten an. In     Fig.    5 sind  drei solcher Teilungskarten 8 sichtbar, welche  folgende Jahrhunderte angeben:     XII.    bis  XIV., XIV. bis     XVI.    und     XVI.    bis     XVIII.     



       Fig.    2 zeigt zwei     hintereinandergereihte     Karten, wie dieselben in dem Karteikasten  sichtbar sind.  



  Die Karte 3', die Eintragungen über das  Leben Hans Holbeins des     Jüngeren    enthält,  welcher ja     bekannterweise    das obengenannte  Buch von     Erasmus    illustrierte, zeigt sofort an,  dass Hans Holbein viel später als     Erasmus     geboren wurde, dessen Karte hinter Holbeins  Karte eingereiht ist. Die punktierte Linie       6ca    des Sichtstreifens 6 der Karte 3     (Eras-          mus)    zeigt an, dass     Erasmus    kurz vor Holbein    starb. Es ist ferner zu ersehen, dass Holbein  die Zeichnungen für das     Werk    von     Erasmus     in seiner Jugend vollbrachte.  



  Falls das Leben einer Persönlichkeit, wie  z. B. Galileo Galilei (1564-1642) nicht in  nerhalb der zwei     Jahrhunderte    einer Karte  fällt, so werden zwei Karten benützt, wie aus       Fig.3    und 4 ersichtlich ist. Die Karte nach       Fig.    3 wird in die Gruppe der     Jahrhunderte          XVI-XVIII    eingereiht und hat einen Sicht  streifen 9, auf dem angezeigt ist., dass Galilei  erst 1642 starb. Ein Pfeil zeigt an, dass in  der Gruppe der zwei Jahrhunderte     XVII    bis       XIX    eine zweite Karte (siehe     Fig.4)    vor  zufinden ist.

   Diese Karte weist einen Sicht  streifen 9' auf, der die Fortsetzung des Sicht  streifens 9 der Karte nach     Fig.    3 bildet. Durch       Aneinanderreihen    der zwei Karten entsteht  so eine hypothetische Karte, wobei die Länge  ihres Sichtstreifens 9, 9' der ganzen Lebens  dauer Galileis entspricht. Dabei ist es zweck  mässig, auf jeder Karte die sich auf den  betreffenden Lebensabschnitt, beziehenden Ein  tragungen anzubringen. Es ist jedoch nicht  unbedingt nötig, beide Karten zu benützen.  



  Die genannten Auskunftskarten können  Karten sein, die statt der bereits     fertigen     Sichtstreifen 6 einen farbigen Streifen haben,  dessen Länge der Länge der z. B. rechtecki  gen Karte entspricht. Es ist daher nötig, eine       Sammlung    von Leerkarten mit den verschie  denen Farben zu besitzen.  



  Man kann jedoch auch gewöhnliche Karten  ohne Massstab und ohne farbige Sichtstreifen  verwenden. In diesem Fall ist ein Vorrat  von     Massstabstreifen    10 in allen Farben  notwendig. In diesem Falle besteht ein Mass  stabstreifen 10 aus einem Streifen, dessen  oberer Teil 11 farbig ist und dessen unterer  Teil den Massstab 5 anzeigt.     Fig.    7 zeigt den  ersten Schritt zur Herstellung einer Karte.  Angenommen, die Person, deren Karte herge  stellt werden soll, wurde im Jahr 1682 ge  boren und starb im Jahr 1754, so ist es nötig,       zwei    Schnitte nach punktierten Linien 12 in  den farbigen Teil 11 zu machen, so dass der  Sichtstreifen 6 entsteht.

   Die beiden seitlichen      Teile 13 werden auf der Höhe des -Masssta  bes 5 umgebogen, bis ihre Flächen parallel  den Flächen des     Massstabes    liegen,     und    so ein  <B>U</B> bilden, worauf die sieh gegenüberliegenden  Flächen mit     einem    Klebmittel bestrichen wer  den. Dann wird der so hergestellte     llassstab-          streifen    10 auf die     Auskunftkarte    aufgeklebt,  wie     Fig.    8 anzeigt.  



  Um ein Diagramm mittels der Karten her  stellen zu können, werden die untern Ecken  der Karten mit     Eckhaltern    versehen, wie aus       Fig.8    bis 11 ersichtlich ist. Diese     Eehhalter     bestehen aus     gleiehsehenkligen        Dreieckflächen     14, deren Schenkelseiten 16 mit Lappen 17  versehen sind. Ein halbkreisförmiger Schnitt  <B>15</B> in der Fläche 14 ermöglicht, durch Auf  klappen einen Halter 18 herzustellen, dessen  Basis 19 (siehe     Fig.11)    von der Fläche 14  so weit entfernt ist, dass im Halter 18 eine  zweite Karte eingesetzt werden kann.

   Aus       Fig.    8 ist ersichtlich, dass die Lappen 17 die  Ränder der Karte einklemmen     -Lind    auf diese  Weise den Eckhalter halten. Es ist darauf  zu achten, dass die Höhe der Basis 18 vom  untern Rande der Karte gleich der Summe  der Höhe des Sichtstreifens 6 und der Höhe  des Massstabes 5 ist, damit bei Aufeinander  reihen der Karten, wie in     Fig.    8 gezeigt, ein  Diagramm entsteht, das heisst, dass jeweils  von jeder Karte, mit Ausnahme der ersten,  nur der Sichtstreifen sowie der Massstab mit  seinen dazugehörigen Ziffern, sichtbar ist.

    Auf diese Weise kann rasch ein     Diagramm     hergestellt werden, welches besonders vorteil  haft für     Wiederholung        -Lind    Vergleiche von  bereits Gelerntem ist.  



  Diese Diagramme schliessen die so oft       vorkommenden    Fehler infolge     Verwendung          voll    falschen     Grössen    aus. Der einzig mögliche  Fehler wäre, dass eine Karte von einer an  dern     Unterabteihnig    sieh unter ein Diagramm  mischt, jedoch kann dieser Fehler sofort aus  findig gemacht werden, da ja die     Ziffern     der Massstäbe in dem     Diagraniin    sichtbar  sind, wie     Fig.8    zeigt.  



  Ein     anderes    Beispiel ist in den     Fig.l2     und 13 gezeigt. In der Astronomie zum Bei-    spiel ist es vorteilhaft, wenn man mehrere  Veränderliche auf einer einzigen Karte ein  tragen kann.  



  In     Fig.12    ist eine Karte mit     Eintraguin-          gen    betreffend den Planeten Venus darge  stellt, und zwar zeigt der Massstab ?0 den  Radius der Erde mit 1 an, und die Länge  des Sichtstreifens 20' zeigt den Radius der  Venus an, woraus zu ersehen ist, dass die  Venus einen kleineren Durchmesser hat als  die Erde. Der Massstab 21 zeigt in Verbin  dung mit dem dazugehörigen Sichtstreifen 21'  die     Maximaltemperaturunterschiede    auf der  Venus an. Der Massstab 22 zeigt in Verbin  dung mit dem dazugehörigen Sichtstreifen  22' die Fliehgeschwindigkeit der Venus an.

    Die Fliehgeschwindigkeit eines Himmelskör  pers ist     dieGeschwindigkeit,        mitwelcher    eine  Masse von dessen Oberfläche abgeschossen wer  den müsste, damit sie aus     seinein,Anzugsbereicb     gelangt.     (F=   <I>_ ? G</I>     _lIIci,    worin Z' =     Fliehge-          schwindigkeit,    G = Gravitationskonstante,     1I    =  Masse und     a    = Radius des betreffenden Him  melskörpers ist.

   Um ein sofortiges Verhält  nis zwischen der     Fliehgesehwindilkeit    der  Venus und der Erde zu ersehen, ist. auch die  Fliehgeschwindigkeit der Erde     angegeben.     



       Fig.    13 zeigt: eine ähnliche Karte, aber  eines     Sateliten    an, und zwar stellt die Karte  der     Fig.13    den Mond dar. Es ist aus der  Karte sofort festzustellen, dass der Radius  des Mondes viel kleiner als der Radius der  Venus oder der Erde ist. Ebenso verhält es  sich mit seiner Fliehgeschwindigkeit, jedoch  sind seine Temperaturunterschiede viel grösser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Graphisch-analytische Kartei, dadurch ge kennzeichnet, dass sie aus einer Vielzahl von Auskunftskarten besteht, welche mindestens einen Sichtstreifen besitzen, der von einem der Ränder der Karte vorsteht und dessen Länge und Lage im direkten und unveränder- baren Zusammenhang mit einem auf der Karte angebrachten Massstab steht, wobei die Auskunftskarten ferner einen Platz für No tizen haben. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kartei nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Auskunftskar ten dieselbe höhe und Breite haben. 2.
    Kartei nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Auskunftskar ten in einem Karteikasten untergebracht sind. 3. Kartei nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskunftskarten mit tels Teilungskarten in Gruppen unterteilt sind. 4. Kartei nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Auskunftskarte nur einen Sichtstreifen aufweist, der vom obern Rand der Karte absteht und ferner einen Jahresmassstab besitzt, welcher sich ebenfalls am obern Rand der Karte befindet, wobei die beiden Enden des Sichtstreifens in Ver bindung mit dem Massstab Anfang und Ende eines Zeitraumes anzeigen. 5. Kartei nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sichtstreifen farbig ist. 6.
    Kartei nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Karten derart ausge bildet sind, dass sie im Karteikasten angeord net einen Überblick über das Verhältnis der. durch die Sichtstreifen dargestellten Grössen vermitteln. 7. Kartei nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Karte mindestens zwei Sichtstreifen aufweist. B. Kartei nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sichtstreifen an einen andern Rand der Karte grenzt und je mit einem andern Massstab zusammenwirkt. 9. Kartei nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Karte drei Sicht streifen aufweist. 10. Kartei nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Karte rechteckig ist und auf ihrem obern Rand ein Massstabstrei- fen aufgesetzt ist. 11.
    Kartei nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass der Massstabstrei- fen aus einem rechteckigen Streifen besteht, dessen Länge gleich der Länge der Karte ist und welcher auf einer seiner Längshälften eine Masseinteilung aufweist. 12. Kartei nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Karte rechteckig ist und an ihren untern Ecken je einen Eckhalter aufweist. 13. Kartei nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass der Eckhalter mit tels Lappen am Rande der Karte befestigt ist und auf der Rückseite der Karte einen Halter aufweist. 14. Kartei nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand des Eckhalters vom untern Kartenrand minde stens gleich der Summe der Höhen des Sicht streifens und des Massstabes ist. 15.
    Kartei nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass der Eckhalter ein gleichschenkliges Dreieck bildet.
CH270056D 1950-02-13 1950-02-13 Graphisch-analytische Kartei. CH270056A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1075965A3 (de) * 1999-08-13 2001-10-17 Folders Galore Limited Ordnerregister

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