CH270675A - Verfahren und Einrichtung zur Beeinflussung eines magnetischen Flusses. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Beeinflussung eines magnetischen Flusses.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Beeinflussung eines magnetischen Flusses.
Es ist bekannt, dem magnetischen Wech selfluss im Lisenkern eines Transformai : ors einen zeitlich konstanten magnetischen Fluss zu überlagern und dadurch die Eigenschaften eines Übertragers zu verändern. Anordnungen dieser Art werden für Messzwecke und als Verstärker vielfach verwendet.
Kennzeichnend ist für sie, da# die Kraftlinien der beiden überlagerten Magnetfelder mindestens auf einem Teil ihres Weges im Eisenkern des Transformators gemeinsam und parallel verlaufen. Einrichtungen solcher Art erfordern denn auch die saubere Trennung der steuernden Stromkreise von den zu beeinflussenden Stromkreisen durch elektrische Weichen oder durch Kompensation der magnetischen Flüsse bzw. elektri schen Strome.
Die vorliegende Erfindung bezieht sieh ebenfalls auf ein Verfahren zur Beein flussung eines magnetischen Feldes. Im (regensatz zum Vorbekannten wird aber der eine magnetische Fluss vom zweiten magnetischen Flu# im l erromagnetisehen Material gekreuzt, so dass an der Kreu- zungsstelle die beiden F] üsse einander gegenseitig beeinflussen. Dadurch erübrigt sich die Anwendung elektriseher oder magnetischer Weichen. Ausserdem wird auf diese Weise eine andersartige Steuerwirkung erzielt als bei den erwähnten bekannten Verfahren.
Die Erfindung betrifft ferner eine Ein richtun zur Durchführung des erfindungs- gemä#en Verfahrens, bei welcher zwei Eisenkerne kreuzweise zusammengebaut sind, von denen jeder einen der beiden Flüsse fiihrt.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele von Einrichtungen zur Durchfiihrung des erfindungs- gemässen Verfahrens dargestellt.
In Fig. 1 ist mit 1 ein geschlossener Eisenmantel bezeichnet, auf welches sich eine Wicklung 2 befindet. 3 und 4 sind Joche, die unten kreuzartig an den Mantel 1 angeschlossen sind und oben einen Luftspalt 5 besitzen, so dass diese Joche einen zweiten Eisenkern bilden, der sich mit dem Mantel 1 kreuzt. Die Joche 3, 4 tragen Wicklungen 6, 7. Wenn die Wieklung 1 an eine Stromquelle angeschlossen wird und in derselben ein Strom fliesst, so entsteht im Mantel 1 ein magnetischer Fluss, mit welchein sich ein durch die Joche 3, 4 hindurehgehender magnetischer Fluss an der Kreuzungsstelle der Eisenkerne kreuzt.
Beim Beispiel nach Fig. 2 soll eine solehe Einrichtung zur Bestimmung der Stärke eines Permanentmagneten 8 angewendet werden. Die Kraftlinien des Feldes dieses Magne- ten verlaufen dabei durch die Joche 3, 4 und damit durch die Spulen 6, 7 hindureh. Wird die Wicklung des Mantels 1 an eine Netzwechselspannung von 50 Hz angeschlossen, so dass durch dieselbe ein Strom fliesst, durch den die Kreuzungsstelle des Mantels 1 gesättigt wird, dann entsteht. an der Kreu zungsstelle der beiden magnetischen Kreise eine periodische Störung des stationären Magnetfeldes des Pemnanentmagneten 8, wodurch an den Spulen 6, 7 eine Spannung mit einer Frequenz von 100 IIz erzeugt wird.
Wenn die beiden Spulen 6, 7 in Reihe direkt oder iiber einen Verstärker an ein Mess- instrument angeschlossen werden, so kann an diesem Instrument ein Ma. für die Stärke des Permanentmagneten abgelesen werden.
Auf diese Weise kann statt der Stärke eines Permanentmagneten irgendein stationäres 5fagnetfeld gemessen werden. So können auch magnetische Tonaufzeichnungen auf bandförmigen oder drahtförmigen Tonträgern ausgemessen werden. Dies ist z. B. in einem Tonfilmatelier sehr erwünseht, wo es darauf ankommt, Aufzeichnungen an einer genau definierten Stelle zu trennen oder zu verbinden. Der Tonträger wird z. B. durch den Luftspalt 5 hindurchgeführt, und dabei wird in der beschriebenen Weise die Veränderung des magnetischen Feldes gemessen.
Die Einrichtung kann bei geeigneter Ausbildung des Luftspaltes auch zur Wiedergabe von Magnettonaufzeichnungen über den Hochfrequenzteil eines Rundfunkapparates gebraucht werden. Das magnetisehe Tonba. nd läuft in der üblichen Weise über den Luit- spalt 5 und erzeugt dabei im Eisenkern 3, 4 einen magnetischen Plus, der in Grösse und Richtung den aufgenommenen Tonwechsel- spannungen entspricht. Wird nun die Spule 2 des Mantels 1 mit einer Hoehfrequenzspan nung von z. B. 100 kHz betrieben, dann wird der niederfrequente Pluss mit einer Frequenz von 200 kHz periodiseh geschwächt.
Der an den Spulen 6, 7 auftretenden Spannung ist noch eine konstante Wechselspannung von 200 kHz in passender Phasenlage zu überla- gern, damit eine amplitudenmodulierte Trä- gerfrequenz von 200 kHz entsteht, die dann über einen auf 200 kHz abgestimmten Rundflmkempfänger hörbar gemacht werden kann.
Die Amplitude der Hörfrequenzspannung entspricht direkt der magnetischen Amplitude der Aufzeichnung.
Beim Beispiel nach Fig. 3 werden die beiden Joche 3, 4 durch ein drittes halb kreisförmiges Eisen j och 9 ergänzt, so du# ein geschlossener magnetiselier Messkreis ent- steht. Wenn durch diesen Kreis ein Stromleiter 10 hindurchgeht, so kann ein eleli- tricher Gleichstrom in diesem Leiter in der beschriebenen Weise gemessen werden, olme dass es notwendig ist, den Stromleiter zu unterbrechen.
In Fig. 4 ist ein Beispiel einer Einrich- tung dargestellt, bei der an Stelle der Joche 3, 4 ein einziges Joch 11 vorhanden ist, auf dem sich ausser den Spulen 6, 7 nach zwei weitere Spulen 13, 14 befinden. Die Spulen 6, 7 sind in Serie an ein Messinstrument 12 und die Spulen 13, 14 sind ebenfalls in Serie an ein Thermoelement 15 angeschlossen. Die Einrichtung wirkt dadurch als Messumformer für den Thermostrom, indem der Thermostrom des Elementes 15 eine entsprechende Magnetisierung des Joches 11 bewirkt, welche durch den Einfluss des Flusses der mit Wechselstrom gespeisten Spule 2 periodisch verändert wird, wodurch an den Spulen 6, 7 eine Wechselspannung induziert wird, die am Instrument 12 abgelesen werden kann.
Die Einrichtung nach Fig. 4 kann auch als regelbarer Streutransformator benutzt werden. Zu diesem Zweek werden z. B. die Spulen 7, 14 mit einer Wechselstromquelle verbunden, während an die Spulen 6, 13 ein mit variabler Spannung zu beliefernder Ver braucher angeschlossen wird. Diese Einrieh- tung wirkt als normaler Transformator, solange durch die Spule 2 kein Strom fliesst und damit der zugehörige Eisenkern 1 nicht magnetisiert wird.
Fliesst dagegen durch die Spule 2 ein Gleichstrom oder ein Wechsel- strom von passender Phasenlage, so wird je nach der Stärke dieses Stromes die magnetische Leitfähigkeit des Ubertragerkernes an der Kreuzungsstelle der magnetischen Flüsse mehr oder weniger geschwächt, so dass an dieser Stelle eine erhöhte Streuung der Kraftlinien auftritt, die eine Verminderung der Spannung an den Spulen 6, 13 zur Folge hat.
Für die Eisenkerne können zur Ver bessertmg der magnetischen Leitfähigkeit hochlegierte Bleche angewendet werden.
Ferner kann zur Erhöhung der Sättigung an der Kreuzungsstelle eine Querschnittsver- engung in einem oder beiden magnetischen Kreisen vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Beeinflussung eines in einem ferromagnetischen Material verlau fenden magnetischen Flusses, dadurch gekennzeichnet, da# man an einer Stelle des Ferromagnetikums den. genannten Fluss mit einem zweiten magnetischen Fluss, der ebenfalls in einem ferromagnetischen Material verläuft, kreuzt, wodurch der erste Fluss vom zweiten beeinflusst wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch zwei Eisenkerne, die kreuzweise zusammengebaut sind und von denen jeder einen der beiden Flüsse führt.UNTERANSPRVCIIE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Eisen- kern als geschlossener Mantel ausgebildet und mit einer Spule versehen ist, während der zweite Eisenkern Messspulen trägt und einen Luftspalt aufweist, zum Zweeke, die Grouse hzw. Veränderung eines von einem magnetischen Feld durch den zweiten Kern getrie- benen Flusses dadurch messen zu können, dass dieser FluB mittels eines durch die Spule des ersten Kernes geschickten Wechselstromes beeinflusst wird.2. Einrichtung nach Patentansprucli II, dadurch gekennzeichnet, da# der eine Eisen- kern als gesehlossener : Nlantel ansgebildet und mit einer Spule versehen ist und der zweite Eisenkern Messspulen trägt und aus ringförmigen Joehteilen zusammengesetzt ist, zum Zweck, den Strom in einein durch den ringförmigen zweiten Kern hindurchgehen- d en Leiter olne Unterbreehung desselben messen zu können, wenn die Spule des ersten Kernes von einem Wechselstrom gespiesen wird.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass beide Eisenkerne geschlossen sind, wobei der eine Eisen- kern eine Spule trägt, während der andere Eisenkern mehrere Spulen aufweist, von welchen die einen an ein Thermoelement und die andern an ein Messinstrument angeschlossen sind, so dass die Einrichtung als Mess- umformer zur Messung cles Thermostromes wirkt, wenn die Spule des ersten Kernes von einem Wechselstrom gespiesen wird.4. Einrichtung naeh Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, da# beide Eisenkerne geschlossen sind, wobei der eine Eisen- kern als Transformator wirkende Wicklungen und der andere Eisenkern eine Spule trägt, zum Zweck, eine Streuung der Kraftlinien des ersten Kernes und damit eine Ver änderung der übertragenen Spannung dadurch hervorzurufen, dass durch die Spule des zweiten Kernes ein Strom wählbarer Stärke geschickt wird.
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2830130A (en) * | 1951-06-12 | 1958-04-08 | James H Greenwood | Means for reproducing magnetic recordings |
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-
1949
- 1949-02-10 CH CH270675D patent/CH270675A/de unknown
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| DE102012209782B4 (de) * | 2012-06-12 | 2017-10-19 | Bender Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur allstromsensitiven Strommessung |
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