CH270851A - Verfahren zur Herstellung von Dosenrümpfen, Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens und nach dem Verfahren hergestelltes Erzeugnis. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dosenrümpfen, Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens und nach dem Verfahren hergestelltes Erzeugnis.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Dosenrümpfen, Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens und nach dem Verfahren hergestelltes Erzeugnis. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Dosen- rümp f en.
Nichtmetallische Dosenrümpfe wurden bis her in der Weise hergestellt, dass Schrenz von Vorratsrollen abgewickelt, und auf einen Wik- keldorn aufgewiekelt wurde. Die einzelnen Wickellagen wurden durch Pflanzenleim an- einandergeklebt. Dieser Leim durchnässte den Wiekel aber dermassen, dass er ohne Ofen oder lange Lufttrocknung nicht weiterverarbeitet werden konnte.
Vor der vollständigen Trock nung war eine geichzeitige Innen- und Aussen- kasehierung mit einer feuchtigkeitsdichten Folie unmöglich. Nachteilig war auch, dass sich auf diese Weise hergestellte Rümpfe beim Übergang vom feuchten in den trockenen Zu stand zusammenzogen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist. nun ein Verfahren zur Herstellung von Dosen rümpfen, welches dadurch gekennzeichnet ist, class man ein mit Thermop-lastlack versehenes, aus einem mindestens einseitig mit. einer Folie kaschierten Nichtmetallband bestehendes Band auf einen Dorn aufwickelt. und die aufgewik- kelten Lagen mit.
Hilfe des erwärmten Thermo- plastlackes aufeinanderklebt. Bei diesem Ver fahren fällt jede Trocknungsarbeit nach dem Aufwickelvorgang weg. Die Folie kann eine Metall- oder Kunstharzfolie sein. Als -.Nlateria- lien des Nichtmetallbandes können z. B. Schrenz, Papier oder Karton verwendet wer den. Anstatt das Nichtmetallband nur ein- seitig mit. einer Folie, kann man es beidseitig mit. einer solchen kaschieren.
In letzterem Falle ist' die Dichtigkeit des hergestellten Rumpfes angenähert gleich derjenigen einer Metallzarge.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Ausübung des Verfahrens ist. gekennzeichnet durch einen Heizkörper, der ausserhalb der Nickelrolle und unmittelbar vor der Stelle angeordnet ist, an welcher das Material auf die Wickelrolle aufläuft.
Beiliegende Zeichnung zeigt in schemati scher Weise ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtüng zur Ausübung des Verfahrens.
Fig. 1 isst ein Querschnitt durch die Wik- kelrolle und eine Ansicht des Heizkörpers, während Fig. ? schematisch eine Vorrichtung für die Auftragung von flüssigem Thermoplast lack zeigt.
Die drehbar gelagerte und auf nicht. dar gestellte Weise angetriebene Wickelrolle 1 hat einen oder mehrere Zähne oder Zangen 2, mittels welcher das vordere Ende des auf- zuwiekelnden Materials während des Aufw-ik- kelvorgangeS festgehalten wird.
Diese Zähne oder Zangen 2 sind in einer durch die Achse der Wickelrolle 1. und eine Mantellinie der selben. gehenden Ebene auf nicht. dargestellte Weise rüekziehbar oder kippbar angeordnet, so dass sie nach Fertigstellung des Rumpfes mit. diesem ausser Eingriff gebracht werden können und der Rumpf hierauf seitlich von der Wickelrolle abgezogen werden kann. Ausserhalb der Wickelrolle 1 ist ein Heizkör per 3 in Form eines Schuhes vorgesehen.
Er liegt unmittelbar vor der Stelle 4, an welcher das Material auf die Wickelrolle 1 aufläuft. Dieser Schuh 3, der beispielsweise ein elektri scher Heizkörper sein kann, ist mittels der Feder 5 an einem festen Teil der Maschine be festigt. Er ist. so gegenüber der äussern Man telfläche der Wickelrolle 1 angeordnet, dass er diese zwar nicht berührt, aber nur in einem solchen Abstand von dieser Mantelfläche liegt, class er schon die erste aufgewickelte Lage des Rumpfmaterials berührt.
Im Innern der Wik- kelrolle 1, beispielsweise konzentrisch zu die ser, kann ein nicht dargestellter Kühlkörper vorgesehen sein.
Fig.2 zeigt rein schematisch eine Vor richtung, mittels welcher flüssiger Thermo- plastlack auf die der Wickelralle 1 zugekehrte Folie des aufzuwickelnden Materials aufgetra gen werden kann. Diese Vorrichtung weist einen Behälter 6 auf, in welchem sich sehr hei sser, flüssiger Thermoplastlack 7 befindet.
Im Behälter 6 ist drehbar eine auf nicht dar gestellte Weise angetriebene Schöpfrolle 8 ge lagert, die in den Thermoplastlack teilweise eintaLicht. Sie steht, in Berührung mit einer Auftragsrolle 9, die an der .Oberseite durch einen Schlitz 10 des Behälters 6 hindurchtritt, um dort mit der Folie, auf welche der Thermo- plastlack aufgetragen werden soll, in Kontakt zu kommen. Die Rolle 9 übernimmt Thermo- plastlack von der Schöpfrolle 8 und trägt ihn nach oben an die Stelle, wo die Folie die Rolle 9 berührt.
Der Behälter 6 mit heissem Lack kann gleichzeitig den Heizkörper 3 der Fig. 1 ersetzen. Seine gekrümmte Aussenfläche 15 ist dann gegenüber der Wickelrolle 1 so an geordnet wie die entsprechende Fläche des Heizschuhes 3. Vorzugsweise wird man den Behälter 6 zum gleichen Zwecke federnd an ordnen wie den Schuh 3. Der Behälter 6 könnte aber auch dem Schuh 3 vorgelagert sein.
Das Verfahren kann mit Hilfe der in Fig.1 dargestellten Vorrichtung beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Von einer in der Zeichnung nicht dar gestellten Vorratsrolle wird Wickelmaterial zogen und der @\' ickelrolle 1 zugeführt.
<B>i</B> ,lbge Dieses Wickelmaterial besteht aus einem mitt leren Nichtmeta@llband 11 (beispielsweise aus Schrenz, .Papier, Karton), einer äussern Folie 12, die am Band 11 befestigt ist, und einer innern Folie 13, die an der dem Band 11 ab gekehrten Seite, also auf der der Wickelrolle zugekehrten Seite mit einer Thermoplast- schiebt 16 belegt ist.
Das Wickelmaterial ist also bereits in oben geschilderter Zusammen setzung (Nichtmetallband 1.1, Folien 12 und 13, Thermoplastlaekschicht) auf der Vorrats rolle aufgewickelt.
Thermoplastlack ist bekanntlich ein Pro dukt der Gattung der synthetischen Harze, das sehr verschiedene Zusammensetzungen ha ben kann, aber die Eigenschaft besitzt, in einem verdLmstbaren Solvent lösbar zu sein und nach bekannten Verfahren sehr dünn auf Aluminium und andere Folien aufgewalzt werden kann. Dieser Lack kann durch Wärme erweicht werden und klebt beim Erkalten gut und rasch an anliegenden Flächen an.
Die äussere Folie 12 kann in Abständen so bedruckt sein, dass jeder Druck 14 immer auf den letzten Wickelumgang eines Dosenrump fes zu liegen kommt.
Dieses Material wird an seinem vordern Ende in die Zähne oder Zangen 2 der Wickel rolle 1 eingedrückt und wird nun von dieser mitgenommen und dabei von der Vorratsrolle abgewickelt. Sobald das sich auf der Rolle 1 aufwickelnde Material in den Bereich des Heizkörpers 3 gelangt, berührt es diesen und wird von ihm erwärmt.
Es wird also in erster Linie die äussere Folie 12, die keinen Thermo- plastlack aufweist, erwärmt. Vom Heizkörper weg gelangt nun das erwärmte Material an die Stelle 4, wo es mit dem weiter aufzuwik- kelnden Material in Berührung kommt, und zwar berührt jetzt das aufgewickelte erwärmte 1Haterial die Thermoplastlackschicht des noch aufzuwickelnden Materials. Der Thermoplast lack wird also erwärmt und erweicht Lund so mit klebfähig gemacht.
Er verbindet somit die beiden sich berührenden Materiallagen miteinander. erden Aluminiumfolien ver wendet, so erstarrt der Thermoplastlack in folge der guten Wä.rmeleitfähigkeit des Alu miniums sehr rasch, so dass die Abbindung t asch erfolgt. Eine besondere Trocknung ist nicht mehr notwendig. Damit der Thermo- plastlaek unter gewissen Umständen nicht un erwünscht lange enveieht bleibt, könnte man im Innern des Wickeldornes eine Kühlvorrich tung vorsehen.
Sobald nun die zweite aufgewickelte Lage in den Bereich des Heizkörpers 3 gelangt, wird dieser von der äussern Lage entgegen der Wir kung der Feder 5 etwas nach aussen gedrückt. Es wächst also mit wachsender Anzahl auf gewickelter Lagen der Druck des Heizkörpers 3 auf diese Lagen. Durch geeignete Wahl der Feder .5 kann man den Druck nach Wunsch bemessen.
Sind für die Herstellung eines Dosenrump fes genügend Lagen aufgewickelt, so wird das Material vor der Stelle 4 durchschnitten und der fertige Rumpf, der keiner Trocknung be darf, seitwärts vom Wickeldorn 1 abgezogen. Dabei legen sich, wie weiter oben erwähnt, die Zähne oder Zangen 2 in axialer Richtung- des Dornes 1 um.
Man könnte auch die äussere Folie 12 weg lassen. An Stelle von Aluminiumfolien könn ten Kunstharzfolien verwendet werden.
Man könnte aber auch von einer Vorrats rolle Material abwickeln, das noch nicht mit Thermoplastlack belegt, ist und diesen nach der Vorratsrolle, beispielsweise vor der Stelle 4, mittels der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung applizieren, wobei dann also die Rolle 9 den Lack an die sie berührende Folie 13 abgeben würde.
Man könnte aber auch den Lack dadurch dem Wickelmaterial beigeben, class man Lack pulver aufstreut.
Anstatt die Wärmequelle aussen, könnte man sie auch innerhalb des Dornes 1 anbrin gen. Die Anordnung der Wärmequelle ausser halb des Dornes hat aber unbestreitbare Vor teile, indem das Material nur dort erwärmt wird, wo dies zur Erweichung des Lackes not- wendi- ist. Man könnte auch eckige oder ovale oder andere Rumpfformen herstellen. Der Dorn müsste dann lediglich die entsprechende Form haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellun- von Dosen rümpfen, dadurch gekennzeichnet., dass man ein mit Thermoplastlaek versehenes, aus einem mindestens einseitig mit. einer Folie kaschier ten Niehtmetallband bestehendes Band auf einen Dorn aufwickelt und die aufgewickelten Lagen mit Hilfe des erwärmten Thermoplast- laekes aufeinanderklebt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet. dass man die äussere, be- reitis auf den Dorn aufgewickelte Schicht un mittelbar vor ihrem Zusammentreffen mit der Lackschicht des noch aufzuwickelnden Mate rials erwärmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ein Nicht metallband verwendet, das mit einer mit Thermoplastlaek bedeckten Metallfolie ka schiert ist. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man ein Nicht metallband verwendet, das mit einer mit. Thermoplastlack bedeckten Metallfolie ka schiert ist. 4.Verfahren nach Patentansprtieh I, da durch gekennzeichnet, dass man ein Nicht metallband verwendet, das mit einer mit Thermoplastlaek bedeckten Kunstharzfolie ka schiert ist. 5. Verfahren nach Unteran:sprueh 1, da durch gekennzeichnet, dass man ein Nicht nietallband verwendet, das mit einer mit Thermoplastlaek bedeckten Kunstharzfolie ka schiert ist. 6.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ein Nicht mettallband verwendet, das einerseits mit einer mit Thermoplastlack bedeckten Folie, ander seits mit einer Folie kaschiert ist., welche in Abständen je auf die Länge des letzten Wik- kelumganges eines Rumpfes bedruckt ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch @ I, da durch gekennzeichnet; dass man vor der Auf wickelstelle, aber nach einer Vorratsrolle Thermoplastlack in flüssigem Zustand auf die Folie des Bandes appliziert. B.Verfahren nach Patentansprnuch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Band nach Applizierung des Thermoplastlackes ailf eine Vorratsrolle und erst von dieser zur Wickel rolle führt,. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Heizkörper, der ausserhalb der Wickel rolle und unmittelbar vor der Stelle angeord net ist, an welcher das Material auf die Wik- kelrolle aufläuft.UNTERANSPRÜCHE 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper federnd in einem Abstand von der Wickel rolle an dieser befestigt ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Innern der Wickelrolle ein Kühlkörper befindet. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper als Behälter für heissen, zu applizierenden Thermoplast#lack ausgebildet ist.12. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper als Behälter für heissen, zu applizierenden Thermoplastlack ausgebildet ist. PATENTANSPRUCH III: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Dosenrumpf.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2434104A1 (fr) * | 1978-06-21 | 1980-03-21 | Ahlstroem Oy | Mandrin pour l'enroulement de bandes de papier, et ses procede et dispositif de fabrication |
-
1949
- 1949-01-13 CH CH270851D patent/CH270851A/de unknown
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