CH271431A - Verfahren zur Herstellung von Turbinenrotoren und nach diesem Verfahren hergestellter Rotor. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Turbinenrotoren und nach diesem Verfahren hergestellter Rotor.Info
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- B22D13/107—Means for feeding molten metal
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Description
Verfahren zur Herstellung von Turbinenrotoren und nach diesem Verfahren hergestellter Rotor. (iegenstand der vorliegenden Erfindung- ist ein Verfahren zur Herstellung von Roto ren für Turbinen, wie sie z. B. in Gasturbinen Verwendung finden., Lind ein nach diesem Verfahren hergestellter Rotor.
In solchen Maschinen -weist bei den im Betrieb vorherrschenden Bedin-uncen der .:iussere Kranz der Turbinenseheibe in der Zone, wo die Schaufeln an der Scheibe be festigt sind, eine ziemlich hohe Temperatur auf, die bei modernen Maschinen<B>700' C</B> und mehr erreichen kann. Anderseits ist der Mit telteil der >Scheibe verhältnismässig kühl und weLst eine Temperatur im Bereich von etwa <B>100' C</B> auf, so dass in der Scheibe in radia ler Rivlitun- ein grosses Temperaturgefälle herrscht.
Infolge der hohen Beanspruchung, der solche Rotoren im Betrieb ausgesetzt sind, war es bisher erforderlich, die Scheiben aus einem Material mit hoher Krieehfestigkeit hermistel- len. Da die Temperiitur des -Mittelteils der Scheibe niedriger, die Beanspruchung aber grösser ist als am Kranz, Ist es anderseibs erforderlich, dass der Mittelteil eine hohe Zug festigkeit aufweist, ohne notwendigerweise eine hohe Krieehfestigkeit aufweisen zu müs sen.
Bisher war es notwendig, zur Erreiehung einer maximalen Krieehfestigkeit im Kranz teil der Scheibe, die ganze Scheibe aus dem teuren hoebkrieehfesten Material herzustellen, das seinenseits wiederum eine unerwünscht niedrige Zugfestigkeit des mittleren Scheiben teils verursachen kann.
Zur Vermeidung der oben erwähnten Nachteile wird beim erfindun-s--emässen Ver fahren zur Ilerstellun-- eines Turbinenrotors für den Kranzteil der Rotorseheibe ein Mate rial. verwendet, das in bezug auf das Material cles Rotormittelteils eine höhere Krieehiestig- k.eit aufweist, und für den Rotormittelteil ein Material, da-s in bezug auf das Material des Kranzteils eine höhere Zugfestigkeit aufweist,
-wobei der eine Teil gegossen wird, wenn der andere, bereits gegossene Teil sich noch teil weise in flüssi-gem Zustand befindet, -um eine Verehweissun- zwischen den beiden Teilen herzustellen.
Unter Rotormittelteil ist jener Teil der Rotorseheibe züi verstehen, der sich vom Rotor- zentrum nach aussen bis in eine Zone zwischen cinem Drittel. Lind vier Fünfteln des Scheiben radius erstreckt; der verbleibende Teil der Rotorseheiben bildet den Kranztell.
Die Scheibe und die Schaufeln können nach dem Schleudergussverfahren oder als Gravit,ations,-1,Iss oder nach einer Kombination dieser beiden Verfahren erzeugt werden. Man kann z. B. die Schaufeln. und den Kranzteil der Scheibe durch Schleuderguss herstellen und den Mittelteil der Seheibe durch Gravi- tationsguss. Ein Ausführungsbeispiel des nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Rotors ist in der beiliegenden Zeichnung dar gestellt, die eine Vorderansicht einer mit Schaufeln versehenen Turbinenscheibe zeigt.
Der in der Zeichnung dargestellte Turbi nenrotor besitzt einen Mittelteil<B>1</B> aus Mate rial, das in bezug auf das Material des Kranz teils 2 eine höhere Zugfestigkeit aufweist, während der äussere Kranztei,1 2, der mit den Schaufeln<B>3</B> ein Stück bildet, aus einem an dern Material besteht, das in bezug auf das Material des Mittelteils<B>1</B> eine höhere Kriech festigkeit besitzt, wobei das Ganze zu einein Stück gegossen ist.
Bei einer Ausführungsart des erfindungs gemässen Verfahrens wird eine Legierung von hoher Kriechfestigkeit in geschmolzenem Zu- ,stand in eine geeignet, ausgebildete Form ein geführt, um durch Schleuderguss die Schau feln und den äussern Kranzteil der Scheibe herzustellen. Die Form wird dann so lange rotieren gelassen, dass der innerste Teil des Kranzteils (der sich zuletzt verfestigt) noch flüssig ist. In diesem Stadium wird nun eine andere Legierung mit hoher mechanischer Zugfastigkeit, die den Rest der Turbinen scheibe bilden soll, in geschmolzenem Zustand in die Form eingeführt.
Die Rotation der Form kann fortgesetzt werden, so dass auch der Rest der Scheibe durch Schleuderg-Liss ge bildet wird, oder man kann auch in Ruhe- ,stell-ung giessen, so dass für den restlichen Teil der Scheibe der Gravitationsg-Liss An wendung findet.
Die Legierung mit hoher Zugfestigkeit verbindetsich am innern Umfang des Kranz teils mit der hochkriechfesten Legierung, und da diese Verbindung in einem Zeitpunkt er folgt, in. welchem der innere Kranzteil noch flüssig ist, entsteht über den ganzen Umfang der Turbinenscheibe eine solide Verschwei- Bung, welche die beiden Teile fest zusammen hält.
Es ist wichtig, dass die beiden Materialien oder Legierungen, die für die beiden Scheiben teile gewählt werden, miteinander verträglich -ind, das heisst, dass sie längs der Verbin- dungsfläehe keine schädlichen Bestandteile bilden, welche die Festigkeit der Verbindung berabsetzen könnten. Zu diesem Zwecke kann man z.
B. für den Seheibenkranz eäne austeni- t*Sche Stahllegierung oder eine Nichteisen- legierung verwenden, deren hohe Kriechlestig- keit durch eine Alterungshärtung mit Hitze- behandl-Lmg erreicht wurde;
für die Scheiben mitte kann ein ferritischer Stahl oder ein entsprechend niedrig legierter Stahl bzw. eine andere Legierung verwendet werden, bei der die oben genannte Hitzebehandlung im Tem peraturbereich bis ni <B>500'C</B> hohe Zugfestig,- keitsel-enschaften hervorruft.
<B>0</B> Als Beispiel für eine kriechfeste Legierung wird folgende Zusammensetzung angeführt.
EMI0002.0046
Chrom <SEP> <B>10-9200/0</B>
<tb> Nickel <SEP> <B>15-200/0</B>
<tb> Titan <SEP> bis <SEP> zu <SEP> <B>30/,</B>
<tb> Molybdän <SEP> <B> <SEP> <SEP> 5 <SEP> Oh</B>
<tb> Kupfer <SEP> <B> <SEP> <SEP> 5</B> <SEP> %
<tb> Kobalt <SEP> <B> <SEP> </B> <SEP> 20%
<tb> Kohlenstoff <SEP> <B> <SEP> </B> <SEP> 0,5%
<tb> Rest <SEP> Eisen Eine geeignete Legierung kann wie<B>f</B> olgt zusammengesetzt sein:
Chrom 181/o, Nickel 181/o, Titan 2,25%, 11,lolybdän 0,2()/o, Kupfer 0,21/o, Kobalt 811/o, Kohlenstoff 0,2 11/o, Rest Eisen.
Für den Mittelteil der Scheibe ist folgende Legierung geeignet:
EMI0002.0059
Chrom <SEP> bis <SEP> zu <SEP> 141/o
<tb> Molybdän <SEP> <B> <SEP> <SEP> 1,5 <SEP> 0/0</B>
<tb> Vanadin <SEP> <B> <SEP> <SEP> 1,5 <SEP> 0/0</B>
<tb> Wolfram <SEP> <B> <SEP> <SEP> 1,51/0</B>
<tb> Silicium <SEP> <B> <SEP> <SEP> 8 <SEP> 0/0</B>
<tb> Kohlenstoff <SEP> <B> <SEP> </B> <SEP> 0,61/o
<tb> Rest <SEP> Eisen Eine typische Legierung besteht z.
B. aus Chrom 2,8 1.7o, Molybdän 0,4 Oh, Vanadin 0,8 1/o, Wolfram 0,4 %, Silicium 0,4 1/o, Koh- lenstoff 0,2 1/o, Rest Eisen.
Auf diese Weise ist es möglich, einen Tur binenrotor herzustellen, der den erforderli- ehen Festigkeitseigenschaften entspricht und sieh gleichzeitig wesentlich billiger stellt als die zur Zeit bekannten Rotoren.
Durch Wärmebehandlung der zusammen gesetzten Scheibe im Temperaturbereieh von <B>1000</B> bis<B>11501 C</B> und anschliessende Kühluno- in der Luft oder Abschrerkung oder eine Kombination der beiden Massnahmen, und Wiedererhitzung auf<B>500</B> bis<B>800' C</B> können in beiden Te#ilen der Scheibe die erforderlichen Eigenschaften erreicht werden.
Wenn aber die Zusammensetzung der beiden Legierungen so gewählt wird, dass die -"-],eiche Hitzehehandlung nicht in beiden Le-ierungen die erwünschten Eig -ensehaften entwickelt, kann man den Kranzteil der Scheibe für sieh einer getrenn ten Ilitzebehandlung unterwerfen, z. B. durch Hoehfrequenz-Induktionserhitzung oder durch Erhitzung mit der Flamme, unter geeigneter Küh-lung des Mittelteils.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zür Herstelluno- eines Turbinen rotors, dadurch gekennzeichnet, dass zur Her stellung des Kranzteils der Rotorseheibe ein Material verwendet wird, das in bezu'n, auf das Material des Rotormittelteils eine höhere Krieehfestigkeit aufweist" und für den Rotor- mittelteil ein Material, das in bezug auf das T -ial des Kranzteils eine höhere Zugfesti- keit aufweist,wobei der eine Teil gegossen wird, wenn der andere, bereits gegossene Teil sieh noch teilweise in flüssigem Zustand be findet, um eine Versehweissung zwischen den beiden Teilen herzustellen. UNTERAN-SPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentansprueh <B>1,</B> da- durch (), ge kennzeichnet, dass der Kranzteil vor alem Rotormittelteil gegossen wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch<B>1,</B> da# durch ekennzeiehnet, dass der Kranzteil nach dem Sehleudergussverfahren hergestellt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Unteransprueh 2, da durch gekennzeichnet.. dass der Rotormittelteil als, Gravitationsguss hergestellt wird. <B>PATENTANSPRUCH</B> II: Turbinenrotor, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentangpruch <B>1.</B> UNTERANSPRüCHE: 4.Turbinenrotor nach Patentansprueh II, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unter- ansprueh <B>1.</B> <B>5.</B> Turbinenrotor nach Pat-entansprueh II, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unter- ansprueh 2. <B>6.</B> Turbinenrotor nach Patentanspruch<B>11,</B> hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unter- an"-,pr-uieh a'.<B>7.</B> Turbinenrotor nach Unteransprueh <B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Kranzteil und die Schaufeln aus einer Legierung beste hen, die 10--2011/o Chrom, 15-201/o Niekel, bis zu<B>3</B> 14 Titan, bis zu<B>5</B> % Molybdän, bis zu<B>5</B> % Kupfer und bis zu 20 % Kohalt ent hält. <B>8.</B> Turbinenrotor nach Unteransprueh <B>7,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Kranzteil und die Sehaufeln aus einer Legierung fol gender Zusammensetzung bestehen.Chrom 18 '/o, Niekel 18 "/o, Kobalt <B>8</B> %, Titan 2,25 %, Molybdän 0,22 %, Kupfer 0,2 1/o, Kohlenstoff 0,2 1/o, Rest Eisen.<B>9.</B> Turbinenrotor naeh Untera-nspruch <B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Rotormittel- teil aus einer Legierung besteht, die bis zu 14 1/o Chrom, bis zu<B>1-,5</B> D/o Molybdän, bis zu <B>1,5</B> % Vanadium, bis zu<B>1,5</B> % Wolfram, bis zu<B>8</B> Oio Silieium, bis zu<B>0,6</B> % Kohlenstoff, Rest Eisen aufweist.<B>10.</B> Turbinenrotor nach Unteransprueli <B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Rotormittel- teil aus einer Legierung folgender Zusammen- set7ung besteht:Chrom 2,8 %, Molybdän 0,4 1/o, Vanacli-Lim 0,8 %, 'Wolfram 0,4 O/o, Sili- eium 0,4 %, Kohlenstoff 0,2 Oh, Rest Eisen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2620446A GB616432A (en) | 1946-08-30 | 1946-08-30 | Improvements relating to turbine rotors and the like bladed structures |
| GB677647A GB630798A (en) | 1947-03-11 | 1947-03-11 | Improvements in or relating to the casting of rotary discs or wheels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH271431A true CH271431A (de) | 1950-10-31 |
Family
ID=38169460
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH271431D CH271431A (de) | 1946-08-30 | 1947-08-27 | Verfahren zur Herstellung von Turbinenrotoren und nach diesem Verfahren hergestellter Rotor. |
| CH271435D CH271435A (de) | 1946-08-30 | 1947-08-27 | Verfahren zur Herstellung von mit Schaufeln versehenen Rotorscheiben von Axial-Strömungsmaschinen. |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH271435D CH271435A (de) | 1946-08-30 | 1947-08-27 | Verfahren zur Herstellung von mit Schaufeln versehenen Rotorscheiben von Axial-Strömungsmaschinen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (2) | CH271431A (de) |
| NL (1) | NL134472B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4536932A (en) * | 1982-11-22 | 1985-08-27 | United Technologies Corporation | Method for eliminating low cycle fatigue cracking in integrally bladed disks |
-
1947
- 1947-08-27 CH CH271431D patent/CH271431A/de unknown
- 1947-08-27 CH CH271435D patent/CH271435A/de unknown
- 1947-08-28 NL NL134472A patent/NL134472B/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4536932A (en) * | 1982-11-22 | 1985-08-27 | United Technologies Corporation | Method for eliminating low cycle fatigue cracking in integrally bladed disks |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH271435A (de) | 1950-10-31 |
| NL134472B (de) | 1955-07-15 |
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