CH272311A - Verfahren und Einrichtung zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien. Die Qualität von Transiormatoren-nntl Dynamoblechen wird üblicherweise durch die sogenannte Verlustzahl bestimmt, welche die Grosse der Verluste in einem Kilogramm Blech bei einer maximalen Induktion von 10 000 Gau¯ bei Erregung durch einen sinusförmigen Wechselstrom von 50 Hz in Watt angibt. Znr Messung dieser Verlustzahl werden versehiedene Vorrichtungen benützt, die grösstenteils ziemlich kompliziert sind und in der Regel ein Wattmeter oder ein anderes auf die Wirkleistung des Wechselstromes reagierendes GerÏt enthalten, wobei meistens eine ziemlich bedeutende Menge des zu prüfenden Eisens notwendig ist, das nicht mehr verwendbar ist (bis zu 4 Tafeln und bis zu einem Gewieht von 10 kg, da das Blech in Bänder zerschnitten werden muss, welche infolge ihrer meist ungünstigen Abmessungen nicht mehr weiter verwendbar r sind). Diese Prüfungsverfahren sind verhältnismässig kostspielig und ihre Durchführung erfordert eine verhältnismässig lange Zeit. Oft w rde es f r versehiedene Zwecke gen gen, z. B. zur Kontrolle der Gleichmässigkeit der Herstellung der Bleche, zur groben Feststellung der G te der Bleche oder zur Sor tierung gemischter Blechtafeln, mit einer etwas kleineren Genauigkeit zu arbeiten und so die teueren Geräte zu vermeiden. Die Erfindung bezweekt daher, ein solches vereinfachtes Verfahren und ein GerÏt zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien, insbesondere von Transformatoren-und Dy namoblechen, ist dadurch gekennzeichnet, dass man das zu prüfende Material in einen weehselstromgespeisten magnetischen Kreis einschaltet, bei dem die Reluktanz des Prüflings gr¯¯er als die des übrigen Teils des erwähnten magnetischen Kreises ist und die Grosse des Erregerstromes derart gewählt wird, dass die von ihm erzeugte Magnetisierung stets klein in bezug auf die Sättigung ist, und wobei bei fest eingestellter Speisespannung der von ihr erzeugte Erregerstrom ein Mass für die Verlustzahl des geprüften Materials bildet. Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemϯ dadurch gekennzeichnet, dal3 der Prüfstromkreis eine Wechselspannungsquelle, ein Milliamperemeter und eine auf einem ferromagnetischen Joch angebrachte Erregerspule aufweist. Das neue Messverfahren beruht auf der versuchsmässig festgestellten Erkenntnis, dass bei den gebräuchlichen Transformatoren-und Dynamoblechen eine bestimmte Beziehung zwischen Anfangs-Permeabilität und Verlust- zahl besteht. Wird also auf eine Transforma torenblechtafel gegebener Dicke ein derart ausgebildetes Eisenjoch mit Erregerspule angeordnet, dass seine Reluktanz gegenüber der Reluktanz des durch die Blechtafel gebildeten Eisenweges vernachlässigbar klein ist und wird die Erregerspule mit einem Weeh- selstrom soleher Amplitude gespeist, dass die Magnetisierung stets weit unter der Sätti- gung bleibt, so ist der die Erregerspule durchfliessende Strom praktisch nur von der Reluktanz des Transformatorenblechs, d. h. bei gegebener Blechdicke und bei bestimmten Abmesslmgen des Joches von der Permea bilität des Blechs im Bereiche kleiner Werte der Magnetisierung abhängig. Aus dem Ausschlag des Milliamperemeters im Stromkreis der Erregerspule kann also die Permeabilität des Blechs bestimmt werden und bei den bekannten Beziehungen zwischen Permeabilität und den spezifisehen Eisenverlusten kann auch die Verlustzahl des Blechs festgestellt werden. Das Milliamperemeter kann also mit einer Skala versehen werden, die unmittel- bar die Verlustzahl der zu untersuchenden Bleche in Watt pro Kilogramm angibt. Wenn das magnetische Joch mit der Erregerspule nicht angelegt und an die Tafel des Transformatorenbleehs nicht angepresst ist, so ist der magnetische Kreis offen und der Strom in der Erregerspule ist bedeutend grosser als bei geschlossenem magnetischem Kreis. Damit das Milliamperemeter nicht i dadurch der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt wird, kann das Joch mit der Erregerspule und sein Handgriff mit einem elektrischen Kontakt versehen werden, der mit dem Joch und dem Handgriff konstruktiv so verbunden wird, dass er in der Lage, in welcher das Joch nieht andas zu prüfende Blech angedrückt ist, den elektrischen Kreis der Erregerspule und des Milliamperemeters unterbricht oder in diesem Kreis einen geeigneten Widerstand einschaltet. Wird dann das Joch auf das Blech gelegt und auf dem Handgriff mit einer bestimmten Kraft gedrückt, welche einen genügend kleinen Zwischenraum zwischen den Polschuhen und dem zll prüfenden Blech ge währleistet, so verbindet der Schutzkontakt den elektrischen Stromkreis mit dem Milliamperemeter bzw. schaltet er den Schutzwiderstand dieses Kreises aus und der Zeiger des Milliamperemeters zeigt auf der Skala die Grosse der Verlustzahl des zu prüfenden Bleches. Wenn das Joch nicht an das Blech angelegt ist und wenn in den elektrischen Kreis der Erregerspule und des Milliamperemeters der Schutzwiderstand eingeschaltet ist bzw. wenn durch den geeignet ausgebildeten Kontakt die Spule aus dem elektrischen Kreis gänzlich ausgeschaltet ist und anstatt ihr nur der Schutzwiderstand eingeschaltet ist, so ist der Aussehlag des Milliamperemeters nur von der Grösse der angelegten Wechselspannung abhängig. Dies kann zur Einstellung der richtigen Spannung ausgenützt werden, für welche das GerÏt geeignet ist. Die Skala des Milliamperemeters ist daher mit einem auffälligen Zeichen (z. B. einem roten Strich) versehen, welches den Strom bei richtiger Spannung der Speisequelle angibt. Mittels eines Spannungsreglers, z. B. eines Regeltransformators oder eines Potentiometers mit kleinem Gesamtwiderstand (um die durch Stromabnahmeänderungen verursachten Schwankungen der abgegriffenen Spannung in vernachlässigbar kleinen Grenzen einzuhalten), kann dann bei Abweichungen der Speisespannung vom Nennwert der richtige Spannungswert eingestellt werden, bei welchem der Zeiger des Milliamperemeters auf das Zeichen zeigt. Die in W/kg der Verlustzahl geeiehte Skala des Milliamperemeters gilt bei gege- bener Speisespannung nur für eine bestimmte Blechdicke. Damit es moglich ist, versehiedene Blechdicken zu messen, kann das GerÏt mit einem Spanungsumschalter versehen sein, der an Abzweigungen eines Transformators oder eines Widerstands-Spannungsteilers mit klei- nem Gesamtwiderstand angeschlossen ist, so dass für jede gewählte Blechdicke die geeignete Speisespannung eingestellt wird. Der Spannungsumschalter kann dann mit einem Umschalter der Schutzwiderstände kombiniert werden, die so gewählt werden, dass bei jeder Lage des Umschalters und geöffnetem Joch und bei richtiger Spannung der Zeiger des Milliamperemeters auf das erwähnte Zeichen der Skala zeigt. Die Anpassung des Ge rÏtes an versehiedene Bleehdicken kann auch durch Änderung der Windungsanzahl der Erregerspule durchgeführt werden, wobei gleichzeitig mit dem Umschalten der Win dungszahl eine Umschaltung des Schutzwiderstandes erfolgen kann. PATENTANSPR¯CHE : I. Verfahren zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien, insbesondere von Transformator-und Dynamoblechen, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu prüfende Alaterial in einen weehselstromgespeisten magnetischen Kreis einschaltet, bei dem die Reluktanz des Prüflings grosser als die des übrigen Teils des erwähnten magnetischen Kreises ist, und die Grösse des Erregerstromes derart gewählt wird, dass die von ihm erzeugte Magnetisierung stets klein in bezug auf die Sättigung ist, und wobei bei fest eingestellter Speisespannung der von ihr erzeugte Erregerstrom ein Mass für die Verlustzahl des geprüften Materials bildet. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Prüfstrom- kreis eine Wechselspannungsquelle, ein Milli- amperemeter und eine auf einem ferromagnetischen Joeh angebrachte Erregerspule aufweist.
Claims (1)
- UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren naeh Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grosse des magnetischen Flusses im Prüfling in AbhÏn gigkeit von dessen Dicke eingestellt wird.2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass im Erreger stromkreis zur richtigen Spannungseinstel- Inng clienende, bei der Prüfung automatisch ausgeschaltete EichwiderstÏnde f r jede Priiflingsdicke vorgesehen sind.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Joch ein elektrischer Kontakt angeordnet ist, der im Falle, dass das Joch nicht angelegt und an das Material angedrüekt ist, den Prüfstromkreis derart beeinflusst, dass eine ¯berlastung der Erregerspule vermieden wird.4. Einrichtung'nach Unteranspruch 3, da dureh gekennzeichnet, dass der genannte Kontakt in den Prüfstromkreis einen Schutzwiderstand einschaltet.5. Einrichtung nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Kontakt einen Widerstand geeigneter Grösse an Stelle der Erregerspule einschaltet.6. Einrichtung nach Unteransprneh 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Kontakt einen Eichwiderstand an Stelle der Erregerspule einschaltet, welcher derart bemessen ist, da¯ es möglich ist, nach dem Aussehlag des Milliamperemeters beim Einschalten dieses Widerstandes die Speisewechselspannung zu korrigieren.7. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Kontakt einen Eichwiderstand in den Stromkreis in Reihe mit dem Milliamperemeter und der Erregerspule einschaltet, welcher derart bemessen ist, dass es möglich ist, nach dem Ausschlag des Alilliamperemeters beiin Ein- schalten dieses Widerstandes die Speiseweehselspannung zu korrigieren.8. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Einstel- lung der Speisewechselspannung die Skala des Milliamperemeters mit einer Eichmarke versehen ist.9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur stufenweisen Umsehaltung der Speisewechselspan- nung vorgesehen sind, zum Zwecke, die Magnetisierung bei jeder Blechdicke innerhalb vor- bestimmter Grenzen zu halten.10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur wahl- weisen Einschaltung verschiedener Win- dungszahlen der Erregerspule vorgesehen sind.11. Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Um- schalten der Speisespannung ein Umschalten des Wertes des Hilfswiderstandes verbunden ist.12. Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Anderung Windungszahl der Erregerspule ein Umschalten des Wertes des Hilfswiderstandes verbunden ist.13. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala des Milliamperemeters unmittelbar in W/kg der Verlustzahl geeicht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS272311X | 1947-11-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH272311A true CH272311A (de) | 1950-12-15 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH272311D CH272311A (de) | 1947-11-03 | 1948-10-29 | Verfahren und Einrichtung zur Prüfung von ferromagnetischen Materialien. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH272311A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216985B (de) * | 1955-04-23 | 1966-05-18 | Siemens Ag | Pruefanordnung zur Messung der magnetischen Kennwerte von Elektroblechen |
-
1948
- 1948-10-29 CH CH272311D patent/CH272311A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216985B (de) * | 1955-04-23 | 1966-05-18 | Siemens Ag | Pruefanordnung zur Messung der magnetischen Kennwerte von Elektroblechen |
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