CH290033A - Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln. - Google Patents

Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln.

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CH290033A
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/12Measuring magnetic properties of articles or specimens of solids or fluids

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Description


  



  Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln.



   Zur Alessung der Verlustziffer von Transiormatoren und   Dynamoblechtafeln    sind ausser dem   Epsteinapparat    noch andere GerÏte in Gebrauch, bei welchen stets aus den   Bleeiitafeln    Streifen   geschnitten und unter-    sucht werden müssen. Gegen die Messung : der Verlustziffer an Blechstreifen sind aber   folgende Einwände zu machen    :
1. Durch das Zerschneiden der Blechtafeln wird die Verlustziffer des Bleehes   in unkon-      trollierbarer    Weise   beeinflusst, nnd    zwar durch   die Anderung    der mechanischen Spannung im Blech, welche bekanntlich starken Einflu¯ auf die Koerzitivkraft und damit auf die Verluste hat.

   Dieser Einfluss tritt nieht nur an den Schnittstellen selbst auf ; vielmehr kann der   mechanische Spannungs-    stand auf der ganzen Flache des Bleches beeinflu¯t werden. Dies hat zur Folge, dass man je nach der Breite und Länge der aus den Tafeln   heransgeschnittenen Menge ver.    schiedene Verlustziffern misst.



     2.    Das Schneiden und Zubereiten der   Bleehstreifen    erfordert, besonders wenn, wie beim Epsteinapparat, grosse Probemengen be  notigt    werden, einen unerwünschten   Arbeits-    und   Rlaterialaufwand.   



   Aus diesen Gründen   erseheint    es   zweck-    mässig, ein Gerät   ZU    schaffen, welches   gestat-    tet, die Verlustziffer der Blechtafeln im   gan-    zen zu messen.



   Eine bekannte Anordnung dieser Art arbeitet mit einem sogenannten   Anlegejoch,    das aus   U-förmig    gestanzten Blechen besteht und mittels eines Handgriffes auf verschiedene Stellen der zu untersuchenden Blechtafel aufgesetzt werden kann. Das   Anlegejoch    ist mit einer von einer Wechselspannung erregten   Magnetisierungswicklung    versehen und trägt ausserdem eine Induktionswicklung, die m¯g  lichst    nahe an der Stelle liegt, an der der Fluss vom   Anlegejoch    in die Bleehtafel übergeht.

   Der bei einer bestimmten Magnetisierung durch die   Induktionswieklung    in die   Blech-    tafel übertretende Fluss wird durch Messung der in der   Induktionswicklung    auftretenden Spannung mittels eines Vektormessers   ermit-    telt und bildet ein Mass für die Verlustziffer der Blechtafel an dieser Stelle. Das Anlegejoch bedeekt auf der Blechtafel eine Fläche von etwa 175 X   145    mm und kann leicht an verschiedene Stellen geschoben werden, um   dort Messungen vorzunehmen. Dureh    den   un-      vermeidlichen Streufluss    wird nicht nur diejenige Fläche der Blechtafel magnetisiert, die unmittelbar unter dem   Anlegejoch    liegt, sondern auch angrenzende Teile.

   Demgemäss werden sich abweichende Messergebnisse einstellen, je nachdem, ob die Blechtafel homogen ist oder nicht, je nachdem ob das   Anlegejoch    in der Mitte der Tafel oder an ihrem Rand aufgesetzt wird usw. Um einen für die ganze  Blechtafel gültigen Mittelwert der Verlustziffer zu finden, müssen daher mehrere   3les-    sungen an   versehiedenen    Stellen vorgenommen werden. Das Anlegejoch in der beschriebenen Form wird daher vor allem f r   überschlägige      Näherungsmessungen    angewendet werden, weil es leicht zu handhaben ist. Die Messung kann in dieser Weise beispielsweise unmittelbar nach dem Walzgang vorgenommen werden, um beim Stapeln der Bleche eine gewisse Klassifizierung nach der Verlustziffer vornehmen zu können.

   Zu diesem Zweek genügi es meist, mittels des sehr handlichen Anlegejoches eine einzige Messung an jeder Blech tafel vorzunehmen.



   Will man aber solehe Bleche f r bestimmte Zwecke beispielsweise im   Maschinen-oder      Transformatorenbau    verwenden, so ist es not  wendig,    die Verlustziffer der   Bleehtafel    im ganzen m¯glichst genau mit einem einzigen Messvorgang zu ermitteln.

   Die   Erfindung be-    trifft eine   solehe    Anordnung zur Messung der Verlustziffer und   Magnetisierbarkeit    von Blechbändern oder Blechtafeln und ist gekennzeichnet durch eine offene Flachspule ohne Schlussjoch, in welche das zu prüfende Blech als Ganzes einschiebbar ist, und Mittel, um die   Wirk-und      Blindkomponente    des aufgenommenen Magnetisierungsstromes zu messen und hieraus die Verlustziffer   bu    die Magnetisierbarkeit zu ermitteln.

   Zur Messung des   Magnetisierungsstromes, seines Augen-       bliekswertes oder seiner Wirk-und Blind-    komponente wird ein mit einem mechanischen Kontakt ausgerüsteter   Vektormesser    benutzt, der gleichzeitig zur Messung der Induktion im   Prüfling    verwendet wird. Das an Hand eines Ausführungsbeispiels im folgenden besehriebene Gerät löst die gestellte Aufgabe, und zwar ist bei seiner Konstruktion zunäehst nicht besonderes Gewicht darauf gelegt, die Verluste im Absolutwert genau zu messen, sondern darauf, Unterschiede in der   Verlust-    ziffer, welche bekanntlich bei einer Lieferung von Tafel zu Tafel bis zu 50 % betragen k¯nnen, festzustellen, um auf diese Weise die Tafeln in Gruppen mit verschieden grosser Verlustziffer zu sortieren.

   Das Gerät ist anderseits so konstruiert, da¯ die Messung sehnell und einfach, gegebenenfalls auch im Walzwerk oder Lagerraum von einem angelernten Arbeiter vorgenommen werden kann.



   Die Zeichnung zeigt das Ausf hrungsbeispiel einer Messanordnung gemäss der Erfin  dung.    In der Zeichnung bedeutet 1 eine Blechtafel, zum Beispiel von der   Grouse      11500    X   750    X 0, 35 mm. Die   Magnetisierungs-      wieklung      2    besteht aus isoliertem   Iiupfer-    band und bildet eine flache Spule, welche die Blechtafel umgibt und sieh nahezu über die ganze LÏnge der Bleehtafel erstreekt. Die   Induktionswicklung    3 aus isoliertem Drabt hat die gleiche Windungszahl und die gleiche über die Länge der Tafel gleichmässige Verteilung   wie die Magnetisierungswieklung 2.   



  Die Magnetisierungswicklung   2    wird  ber die Primärwicklung eines eisenlosen ¯bertra   gers M aus einem Transformator 4 gespeist,    der eine Sekundärspannung von wenigen Volt liefert. Die Primärseite des Transfor  mators 4 wird über einen regelbaren    Spartransformator 5 aus dem   Weeliselstromnetz    6 gespeist. Die Spannung   r auf    der PrimÏrseite des Transformators 4 wird mit einem Weicheisenspannungsmesser 7 gemessen.

   Der Spannungsmesser 7 ist   in Kilogrammgewicht    der   Bleehtafel    geeicht und der Vorwiderstand 8 so   abgegliehen,    da¯ die mittlere Induktion über die LÏnge der   Bleehtafel    gerade 10 000   gauss    beträgt, wenn der   Spannungsmesser i    das Gewicht der Blechtafel in Kilogramm anzeigt. Au¯erdem enthÏlt die Schaltung an der Sekundärseite des ¯bertragers   1T    einen    Vektormesser 13. einen Umschalter 9 sowie    ein   Galvanometer. Der Vektormesser ist, ein    bekanntes GerÏt, das in der Hauptsache einen von   einem Synchronmotor periodisch betätig-    ten   Messkontakt    enthält.

   Die Dauer des Kontaktsehlusses   (Kontaktzeit) und ihre Phasen-    lage gegenüber der Netzwechselspannung ist einstellbar. Mit diesem Gerät ist es möglich, beliebige Teile aus der We chselspannungskurve herauszuschneiden und dem Me¯instrument zuzuführen.



   An der SekundÏrwicklung des   iibertra      gers    M wird mit dem Vektormesser 13 in  Stellung 1 des Umschalters 9 mit dem Drehspulinstrument 10 der Augenblickswert des   Alagnetisierungsstromes    J gemessen. Stellt man in Stellung II des Schalters die Phasenlage des Kontaktes des Vektormessers 13 so ein, dass das   Galvanometer    11 Null anzeigt, so misst man nach Umschalten des Schalters 9 auf Stellung I mit dem Instrument 10 den   Strom (Io)    in dem Augenblick, in dem die Induktion in der   Bleehtafel    Null ist.

   Der Strom   7O    ist also ein Mass für die Wechselstrom-Koerzitivkraft der untersuchten Tafel und damit, da die Koerzitivkraft (Breite der Hystereseschleife) bei gegebener Induktion ein Mass für die Verlust ist, im wesentlichen proportional der Verlustziffer der Blechtafel.



  Der Vorwiderstand 12 vor dem   Drehspul-    millivoltmeter 10 wird so abgeglichen, dass das Instrument 10 direkt die Verlustziffer des Bleches anzeigt. Dieser Abgleich wird durch Einschieben von Blechen bekannter Verlustziffer in die   Prüfspule vorgenommen.   



   Da die Verteilung der Induktion über die Länge der Bleche nicht konstant ist, wird genau genommen nicht die Verlustziffer   Vio,    sondern ein Mittelwert der Verlustziffer   zwi-    schen 0 und etwa   12 000 Gauss    gemessen. Da ferner   der Ayenblickswert Ip    des Magnetisierungsstromes, das heisst die Breite der   Hystereseschleife (einschl.    Wirbelstromverluste) im wesentlichen ein Mass für die Ver  inste    ist, müsste bei einer exakten   Messung    auch die Breite der Schleife bei andern, von Null verschiedenen Induktionen   berücksich-      tigt    werden.



   Der Spannungsmesser 7 misst den Span  nnngsabfall    des Magnetisierungsstromes I an der Gegeninduktivität M und an dem   Ohm-    sehen und induktiven Widerstand der Magne  tisierungswicklung      2    mit. Bei Blechen mit grossem Strom   1,    das heisst kleiner Permeabilität, wird also eine kleinere mittlere   Indult-    ion eingestellt als bei Blechen mit grosser Permeabilität.



   Beschränkt man sich aber darauf, angenähert gleichartige Bleche zu messen, wie das dem eingangs angegebenen Zweek entspricht, so können die angegebenen Fehler im Mittel   eingeeicht    werden. Der verbleibende Fehler ist dann, wie die Messungen ergeben, nur von der Grössenordnung einiger Prozente. Das Verfahren hat in der angegebenen Form aber den wesentlichen Vorteil, dass die VerlusLziffer am Instrument 10, das ein robustes Sehalttafelinstrument mit grossen   Aussehlä-    gen sein kann, direkt abgelesen werden kann.



  Der Einfluss der ungleichmässigen Verteilung der Induktion auf die Blechlänge, welche die grösste Unsicherheit in die Messung bringt, ist aber verhältnismässig gering. Genaue   Nachmessungen haben    gezeigt, dass die gesamten Verluste der ungleichmässig magnetisierten Tafel (Maximalwert 12 000 Gauss) nur um wenige Prozente von dem Wert abweichen, den man bei gleichmässiger Magnetisierung mit 10 000 Gauss erhalten würde. Da der Absolutwert der Anzeige des   Sortierge-    rätes empirisch   geeicht    ist, wird also durch ungleichmässige Magnetisierung kein grösserer Fehler als schätzungsweise 3  /o entstehen können.



   Wenn man statt der Wirkkomponente des Stromes die   Blindkomponente    misst, lässt sicll in analoger Weise die   Magnetisierbarkeit    der Bleche ermitteln. Erregt man die Spule nur sehr wenig, so lässt sich das Gebiet der Anfangspermeabilität ausmessen. Bei nicht genauer sinusförmiger Induktion kann man auch aus dem Augenblickswert von   Strorn    und Spannung die Gesamtverluste in   bekann-    ter Weise durch ein   Integrationsverfahren    ermitteln,   ähnlieh    wie man die Verluste aus dem   Flächeninhalt    der Hystereseschleife ermittelt. Statt einer einzigen Tafel kann man auch mehrere in das Gerät einlegen und statt Blechtafeln auch ein endloses Band in die Spule einschieben.

   In allen diesen Fällen kann man die   Anzeigeinstrumente durch Einschie-    ben von Prüflingen bekannter Qualität in die Spule empirisch eichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln, gekennzeichnet durch eine offene Flachspule ohne Schlu¯joch, in welche das zu prüfende Blech als Ganzes einschieb- bar ist, und Mittel, um die Wirk-und Blindkomponente des aufgenommenen Magnetisierungsstromes zu messen und hieraus die Ver lustziffer bzw. die Magnetisierbarkeit zu ermitteln.
    UNTERANSPBÜCHE : 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Magnetisierungsstromes, seiner Augenblicks- werte sowie seiner Wirk-und Blindkomponente ein einen mechanischen Kontakt aus- weisender Vektormesser vorgesehen ist, weS- cher gleichzeitig die Messung der Induktion im Prüfling erlaubt.
    2. Anordnung nach Patentansprueh und Unteranspmch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetisierungsstrom sowie seine Komponenten mit Hilfe eines in den n Magnetisierungsstromkreiseingeschalteten eisenlosen Übertragers gemessen werden.
CH290033D 1950-04-28 1951-04-24 Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln. CH290033A (de)

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