CH272331A - Verfahren zum Lichtbogen-Zusammenschweissen von aus härtbarem Metall, insbesondere Stahl, bestehenden Stücken. - Google Patents
Verfahren zum Lichtbogen-Zusammenschweissen von aus härtbarem Metall, insbesondere Stahl, bestehenden Stücken.Info
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Description
Verfahren zum Lichtbogen-Zusammenschweissen von aus hartbarem Metall, insbesondere Stahl, bestehenden Stücken. Es ist bekannt, härtbare Metalle mit dem Lichtbogen nach Vorwärmung zu schweissen. Diese Vorwärmung war nach den bekannten Verfahren nötig, weil sich sonst. infolge zu grosser Temperaturunterschiede ein brüchiges Metallgefüge bildete oder gar Risse in der Schweissstelle oder ihrer unmittelbaren Um gebung entstanden.
Besonders für Stähle, z. B. solche mit mehr als 44 kg/mm2 Festigkeit, und speziell solche, die mehr als 0,2 % Kohlenstoff enthalten, musste vor Beginn der Lichtbogenschweissung eine Vorwärmung des ganzen Werkstückes oder eines grossen Teils desselben vorgenom men werden. Diese -Methode besitzt aber ver schiedene Nachteile. So ist es kostspielig, grosse Werkstücke vorzuwärmen, insbesondere aber ist es unmöglich, den die Schweissung durchführenden Arbeiter wegen der in der Umgebung grosser, auf 250" C und darüber erhitzter Werkstücke herrschenden grossen Wärmestrahlung- arbeiten zu lassen, z. B. im Innern eines so vorgewärmten Rohres oder Kessels.
Dadurch, dass man so gezwungen ist, das zu bearbeitende, vorgewärmte Werkstück zur manuellen Durchführung der Schweisseng auf eine für den Arbeiter erträgliche Tem peratur abkühlen zu lassen, ist das Gelingen der Schweissung oft in Frage gestellt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile bekannter Schweissverfahren zu vermeiden Lind insbesondere eine Vorwär- mung des ganzen Werkstückes zu umgehen. Sie hat ein Verfahren zum Lichtbogen-Zu sammenschweissen von aus härtbarem Metall, insbesondere Stahl, bestehenden Stücken zum Gegenstand.
Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass die Auffüllung des zwischen Iden Stücken vorhandenen Schweissspaltes durch Schweissgrit mittels mindestens einer Elektrode in Schweissnahtteilen vorgenommen wird, wel che kürzer als die Schweissspaltlänge sind und bis an den obern Rand des Schweissspaltes rei chen, das Ganze zum Zwecke, dass sieh die Schweissstelle weniger rasch abkühlt und die Bildung eines harten und brüchigen Gefüges vermieden wird.
Dieses Verfahren ermöglicht eine langsame Abkühlung der Schweissstelle, weshalb die zu verbindenden Metallstücke, wie sich ergeben hat, nicht vorgewärmt zu werden brauchen, oder höchstens an der Stelle, wo man die Ar beit beginnt. Bei der praktischen Ausfüh rung des Verfahrens ist es von Vorteil, statt in der üblichen Weise längere, relativ dünne Raupen von Schweissgut den ganzen Spalt entlang zu ziehen, kurze, vorteilhaft sehr dicke Lagen übereinander anzubringen und den ganzen Spalt in kurzen Schweissnahtteilen auf-, zufüllen, und zwar so schnell, dass dem be treffenden Teil des Werkstückes durch die Erhitzung des Lichtbogens so viel Wärme zu geführt wird, dass sieh die Schweissnaht und ihre Umgebung so langsam abkühlen,
dass die i Bildung von Rissen und hartem CTefüge ver- mieden wird. Zweckmässig wird dabei nur die unmittelbare Nachbarschaft des Schweissnaht teils vorgewärmt. Da aber dann immer nur die Zone heiss ist, in der man gerade schweisst, wird der die Schweissung durchführende Ar beiter durch die Wärmestrahlung nicht mehr belästigt.
An Hand der beigefügten Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren beispiels weise erläutert.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch zwei mit einander verschweisste Metallstücke, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1; Fig. 3 ist ein Schnitt, der Fig. 2 analog, durch die Schweissnaht, der eine andere Aus führungsform der Erfindung erläutert; Fig. 4 zeigt schematisch eine weitere Aus- führungsform des erfindungsgemässen Ver fahrens.
In den Figuren bezeichnet 1 eine Unterlag platte aus Kupfer, Graphit oder feuerfestem Material; 2 und 3 sind die zu verbindenden Metallstücke, 4 ist der mit. Schweissgut ausge füllte Spalt zwischen den Metallstücken. Aus Fig. 2 ist folgender Gang der Schweissung ersichtlich: Zuerst wird die Partie 5 mit Schweissgut schnell aufgefüllt, wobei man vor zugsweise Elektroden verwendet, die gestatten, ohne Entfernung der Schlacke mehrere Lagen übereinander aufzutragen. Bei der Schwei ssung der Partie 5 werden die Metallstücke durch die zugeführte Wärme stark erhitzt.
Unmittelbar nachher wird die störende Schlacke entfernt und sofort eine Schicht von der Form des Schweissnahtteils 6 aufge bracht und die Schlacke wieder entfernt und dann in gleicher Weise die bis zum obern Rand des Schweissspaltes reichenden Schweiss nahtteile 7, 8, 9, 10, 11 usw. eingeschweisst, bis die ganze Naht fertig ist. Wie man aus der Fig. 2 ersieht, verlaufen die gegenseitigen Berührungsflächen zwischen den Schweiss nahtteilen unter sich parallel und bilden mit dem Grund des Spaltes einen spitzen Winkel und sind die Schweissnahtteile kürzer als die Schweissnahtlänge.
Statt die Schlacke nach Fertigstellung der einzelnen Schweissnahtteile zu entfernen, kann man sie auch konti nuierlich entfernen, wodurch ein pausenloses Schweissen ermöglicht wird. Infolge der re lativ grossen Masse des pro Schweissnahtteil verwendeten Schweissgutes, verglichen mit sei ner Oberfläche, findet eine verhältnismässig langsame Abkühlung durch Wärmeableitung und Strahlung statt, und die Bildung spröder und brüchiger Gefüge wird so verhindert. Es muss ohne Unterbrechung geschweisst werden, weil sonst die Umgebung des Werkstückes zu stark abkühlen würde. Das beschriebene Ver fahren ist besonders für dicke Stücke geeig net, z. B. dickwandige Kessel oder Rohre.
Es hat ausser dem schnellen Arbeitsfortschritt den Vorteil, dass die Schweissnähte nicht be sonders sorgfältig vorbereitet werden müssen. Ein gewöhnlicher gerader Schnitt der Blech kanten genügt.
Um die Arbeit zu erleichtern, kann man die zu verbindenden Metallstücke etwas neigen, so dass die aneinandergrenzenden Schweissnahtschichten im Spalt fast horizon tale Berührungsflächen haben, was eine be quemere Schweissung ermöglicht. Bei Werk stücken, die etwas weniger härteempfindlich sind, kann man die Folge der Einbringung der einzelnen Lagen Schweissgift in den Spalt auch so wählen, wie in Fig. 3 ersichtlich ist: Man bringt zuerst die Schicht 12 ein und legt die Schichten 13, 14 und 15 nacheinander bis zum obern Rand des Schweissspaltes dar über, wonach die Schlacke entfernt wird. Der erste Schweissnahtteil ist nun fertigge schweisst. Darauf bringt man den zweiten Schweissnahtteil 16 bis 18 ein, wobei man wieder mit der untersten Schicht 16 beginnt.
Anschliessend wird wieder die Schlacke ent fernt. Der dritte Schweissnahtteil umfasst die Schichten 20 bis 23 usw., bis schliesslich der Spalt in seiner ganzen Länge mit Schweiss gut aufgefüllt ist. Schnelle Schweissung ist. auch hierbei Bedingung für das Gelingen der Arbeit.
Hat man relativ dünne Bleche aus härt- barem Stahl zu schweissen, so kann man bei spielsweise wie in Fig.4 gezeigt verfahren, wobei man mit der Elektrode in Pfeilrichtung wenigstens zwei Lagen 24 und 25 übereinan der bis zum obern Rand des Schweissspaltes macht. Die Länge eines Schweissnahtteils be trägt jeweils beispielsweise 6 bis 15 cm und ist kürzer als die Schweissspaltlänge. Bei die ser Ausführung der Schweissung darf man sich nicht die Zeit nehmen, die Schlacke nach dem Einbringen der ersten Lage zu entfer nen, sondern man muss ohne Unterbrechung nach der ersteh die zweite und eventuell dritte Lage auftragen.
Die Wahl der :Elektrode muss natürlich so getroffen werden, dass die be schriebene Arbeitsweise ohne Bildung von Schlackeneinschlüssen möglich ist..
Die Auffüllung des Schweissspaltes kann mit mehreren Elektroden vorgenommen wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Lichtbogen - Zusammen schweissen von aus härtbarem Metall, insbe sondere Stahl, bestehenden Stücken, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffüllung des zwi schen den Stücken vorhandenen Schweissspal tes durch Schweissgut mittels mindestens einer Elektrode in Schweissnahtteilen vorgenommen wird, welche kürzer als die Schweissspaltlänge sind und bis an den obern Rand des Schweiss spaltes reichen, das Ganze zum Zwecke, dass sich die Schweissstelle weniger rasch abkühlt und die Bildung eines harten und brüchigen Gefüges vermieden wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Auffüllung der ganzen Schweissnaht ohne Unterbrechung er folgt. 2.Verfahren gemäss Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schweissnahtteile zum Teil übereinanderlie gen. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schweissnaht teile durch teilweises Übereinanderlegen meh rerer Schweissgutschichten hergestellt werden. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Herstellung jedes einzelnen Schweiss nahtteils die Schlacke entfernt wird. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man so verfährt, dass gegenseitige Berührungsflächen der ein zelnen Schweissnahtteile entstehen, die unter sich parallel verlaufen und mit dem Grund des Spaltes einen spitzen Winkel bilden. 6.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Auffüllung des Schweiss spaltes mit Schweissgut in geneigter Lage der zusammenzuschweissenden Metallstücke vornimmt. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, zum Zusammenschweissen dünner Bleche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schweissgut pro Schweissnahtteil in mindestens zwei überein anderliegenden Lagen in den Schweissspalt eingeführt wird, wobei die Länge eines Schweissnahtteils zwischen 6 und 15 cm ge wählt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH272331T | 1948-07-16 |
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| CH (1) | CH272331A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0012962A1 (de) * | 1978-12-22 | 1980-07-09 | Ansaldo Componenti S.p.A. D.G.V. | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Schweissen von Verbindungen auf Blechen grosser Stärke |
-
1948
- 1948-07-16 CH CH272331D patent/CH272331A/de unknown
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