CH272835A - Bituminöse Schmelzmasse und Verfahren zur Herstellung einer solchen. - Google Patents

Bituminöse Schmelzmasse und Verfahren zur Herstellung einer solchen.

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CH272835A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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Description


  Bituminöse Schmelzmasse und Verfahren zur Herstellung einer solchen.    Bituminöse     Selimelzmassen,    wie sie zur     A.b-          diehtung,    zum     Fugenverguss    usw. Verwendung       finden,    bestehen aus einer bituminösen     Grund-          iiiasse,    welcher je     naeli    Bedarf Harze, Öle und       Füllmittel        beigegeben    werden.

   Diese Kompo  nenten      -erden    bis jetzt im     Schmelzverfahren          vereinigt,    und das     Geiniseh    wird in heissem  Zustand in     Bleeligefä.sse    oder Eisenfässer ab  gefüllt, in denen sie erstarren.  



  Am Ort ihrer Verwendung, also auf der  Baustelle, muss dann die Schmelzmasse den       (iefiissen    entnommen werden, damit sie auf  gese     liniolzen    werden kann. Dabei muss mei  stens     das    Gefäss zerstört werden, da auf andere  Weise die Schmelzmasse nur unter grossem  Zeitaufwand zur Verwendung freigelegt     wer-          den    kann, und dies hat zur Folge,     dass    das  Gefäss nicht mehr verwendungsfähig ist.

         Ausserdem    muss die erstarrte Schmelzmasse       ineehaniseli    in kleine Stücke zerlegt werden,  was bei der Beschaffenheit der Masse einen  grossen Zeitaufwand     und    eine starke Abnüt  zung der dazu erforderlichen Werkzeuge er  fordert.  



  Das Aufschmelzen der Masse in. den üb  licherweise verwendeten offenen Kesseln hat  den weiteren     Naeliteil,    dass die Masse erst  dann     unigerührt    werden kann, wenn sie weit  Iehend geschmolzen ist; bis dann ist sie aber       cft        schon    am Kesselboden und an den Kessel  wänden infolge der     örtlielien        I\berliitzung    ver  brannt oder doch so überhitzt,     da.ss    sie in ihren  physikalischen und     eliemischen        Eigenschaften     geändert und in ihrer Verwendbarkeit un-    günstig beeinflusst ist.

   Insbesondere     entwei-          ehen    bei dieser teilweise übermässigen Erhit  zung wertvolle Stoffe, wie öle, Harze und       Waehse,        wodureli        ursprünglich    vorhandene  Eigenschaften verloren oder     doeli    vermindert  werden.  



  Es wurde auch     selion    vorgeschlagen, die       bituminöse    Grundmasse allein unverpackt auf  die Baustelle zu liefern und die Zuschlag- und  Füllstoffe erst beim Aufschmelzen der Grund  inase zuzufügen; die Gefahr des     Anbrennens     beim Aufschmelzen bleibt aber doch bestehen.  



  Es     wurde    ferner schon v     ersuelit,    alle ein  zelne Komponenten, das heisst Grundmasse,  Zuschlag- und Füllstoffe in Körner- oder  Pulverform an den     Verbrauelisort    zu liefern.  Da. die verwendungsfähige, fertig zubereitete  Schmelzmasse einen relativ niedrigen     Erwei-          ehungspunkt,    nämlich etwa 600, besitzen muss,       uni    den praktischen Anforderungen zu     genü-          ,-en,    muss die     Grundmasse,    welche den     Erwei-          ehungspttnkt    der fertigen Masse bestimmt,

    ebenfalls ungefähr den gleichen     Erweiehungs-          punkt    besitzen, und dies führt zu einem Zu  sammenkleben der körnigen oder pulverför  migen Masse beider Lagerung und dem Trans  port. Die Verwendung von Grundmassen mit.  höherem     Erweichungspunkt        würde    zwar den       uenannten        Naeliteil    beseitigen, liefert aber       ,Schmelzmassen    mit. ungeeigneten Eigen  schaften.  



  Diese Nachteile sind durch die vorliegende  Erfindung vermieden. Die     Schmelzmasse    ge  mäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch      eine schüttfähige bituminöse Grundmasse und  schüttfähige Zuschlagstoffe, welche einen       Weichmacher    enthalten, wobei der     Erwei-          chungspunkt    der Grundmasse so hoch ist, dass  bei normaler Temperatur kein Zusammenkle  ben der schüttfähigen Teile erfolgen kann. Die  schüttfähige Grundmasse kann pulverförmig,  feinkörnig oder     grobkörnig,    sein.  



  Als bituminöse Grundmasse kommt, ein so  genannter hochschmelzender Stoff in Frage,  dessen     Ercveichungspunkt        zweckmässigerweise     über<B>1000</B> (R     +    K) liegt, beispielsweise 1100  bis 1300 beträgt. Eine solche hochschmelzende  Grundmasse kann erstens relativ leicht in  Körner- oder Pulverform gebracht werden, das  heisst, sie kann infolge ihrer Sprödigkeit leicht  mechanisch zerkleinert werden. Damit aber  die fertige Schmelzmasse doch den erforder  lichen, relativ tiefen     Eweichungspunkt,    bei  spielsweise 600, besitzt, muss ein Weichmacher       vorgesehen    sein, welcher aber seinen Einfluss  erst beim Aufschmelzen der Komponenten gel  tend machen darf.

   Dies wird dadurch er  reicht, dass der Weichmacher bis     zum    Auf  schmelzen an Zuschlagstoffe gebunden ist, so  dass trotz des Kontaktes von Grundmasse und  Zuschlagstoff keine Erniedrigung des     Erwei-          ehungspunkteswährend    der Lagerung     und    des  Transportes erfolgen kann.  



  Als geeignete Zuschlagstoffe haben sieh  saugfähige, schüttfähige Stoffe, zum Beispiel  Sägemehl, poröse Faserstoffe, wie     Asbest-          fasern,        Silikagel    und andere Stoffe erwiesen,  welche die     -Weichmacher,    als welche beispiels  weise Mineralöle, Teeröle, hochmolekulare  Ester, chlorierte Paraffine und     substituierte          Aromate    in Betracht kommen, aufnehmen  und sie beim Aufschmelzen in der erforder  lichen Weise abgeben.

   Die mit dem Weich  macher     zweckmässigerweise    im     Kollerga.ng    ge  tränkten Zuschlagstoffe behalten ihre     schütt-          fähige    Form, zum Beispiel Pulver-, Korn- oder  Faserform, bei, so dass auch die     Mischung    von  schüttfähiger, zum Beispiel pulverisierter oder  körniger Grundmasse mit getränkten Füll  stoffen ihre     Schüttfähigkeit.    nicht verliert.  



  Als     -Veiehmaeher    können zum Beispiel für  hartes     Steinkohlenteerpeeh    Teeröle (Anthra.-         cenöl)    und für     Petroleum-Bitumen    schwere  Mineralöle verwendet. werden.  



  Durch geeignete Wahl der bituminösen.       Grundmasse    und ihres     Erweiehungspunktes     und der Qualität und Quantität des Weich  machers hat man es in der Hand, die Eigen  schaften des aufgeschmolzenen Endproduktes       weitgehend    zu beeinflussen; nach     Bedarf    kön  nen der Mischung noch Füllstoffe, zum Bei  spiel Kreide, Asbest usw.,     zugefügt    werden.  



  Das Verfahren zur     Herstellung    einer bitu  minösen Schmelzmasse ist dadurch     -ekenn-          zeichnet,    dass man eine     hoehsehmelzende    bitu  minöse Grundmasse mechanisch zu einem  schüttfähigen Material, zum Beispiel zu einem  Pulver oder einem. Korn, zerkleinert und dass  man poröse Zuschlagstoffe mit einem Weich  macher tränkt und dann die zerkleinerte  schüttfähige Grundmasse mit den     vorbehan-          delten    Zuschlagstoffen mischt.  



  Die     Zerkleinerung    der hochschmelzenden  Grundmasse erfolgt     zweekmässigerweise    in  einer Schlagmühle.  



  Die Vorteile der     erfindungsgemässen          Schmelzmasse    liegen vor allem darin, dass bei  deren Herstellung in der Fabrik kein Schmelz  vorgang erforderlich ist, so dass dem Grund  stoff nicht schon durch eine erste     Schmelzung-          wertvolle    Stoffe entzogen werden ,ferner ent  stehen beim Aufschmelzen der     Mischung    auf  dem Bauplatz im Kessel keine örtlichen Über  hitzungen und Verbrennungen, da die schütt  fähige Mischung von Beginn des     Sehmelzvor-          ganges    an umgerührt werden kann.

   Ausserdem  ergeben sich zahlreiche wirtschaftliche Vor  teile, nämlich kleinere Spesen durch den     -'V        eg-          fall    von teuren Eisenbehältern, die zerstört  werden, kleinere Transportkosten, da die       schüttfähige    Schmelzmasse in     Papiersäcken     zur Gebrauchsstelle geliefert werden kann,  kleinerer Arbeitsaufwand beim Aufschmelzen  und leichte     Verteilunrsmögliehkeit    an der  Baustelle selbst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Bituminöse Schmelzmasse, gekennzeichnet durch eine schüttfähige bituminöse Grund masse und schüttfähige Zuschlagstoffe, welche einen W eichmaeher enthalten, wobei der Er- weichungspunkt der Grundmasse so hoch ist., class bei normaler Temperatur kein Zusammen kleben der wliüttfäliigen Einzelteile erfolgen kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Bituminöse Schmelzmasse nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie weitere schüttfähige Füllstoffe enthält. z. Bituminöse Schmelzmasse nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der \Veichniaeher aus Mineralöl besteht. 3. Bituminöse Schmelzmasse nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Weichmacher aus Teeröl besteht. 4. Bituminöse Schmelzmasse nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, class der Weicliniaeher aus hoehinolekularen Estern be steht. 5.
    Bituminöse Sehmelzinasse naeh Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Weiehmaeher aus chlorierten Paraffinen be steht. 6. Bituminöse Schmelzmasse nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Weielimaeher ans substituierten Aromaten besteht. PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellun- einer bitumi nösen Schmelzmasse nach Patentairsprueli I, dadurch gekennzeichnet,
    dass man eine hoch schmelzende bituminöse Grundmasse meelia- niscli zu einem schüttfähigen Material zerklei nert und dass man poröse Zuschlagstoffe mit einem Weiehniaeher tränkt und darauf die s:eliüttfähige Grundmasse mit den vorbehan- deIten Znsehla-Stoffen miselit.
CH272835D 1949-03-04 1949-03-04 Bituminöse Schmelzmasse und Verfahren zur Herstellung einer solchen. CH272835A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196344B (de) * 1961-11-18 1965-07-08 Asphalt Und Tiefbau G M B H De Verfahren zum Herstellen einer waerme- und schalldaemmenden, als Schuettung auf den Rohboden aufgebrachten Unterlage fuer heiss zum Verguss kommende Estriche
DE1465842B1 (de) * 1963-05-09 1970-06-25 Lechler Bautenschutzchemie Kg Verfahren zum Verfüllen von Kabelmuffen mit bitumin¦sen Vergussmassen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196344B (de) * 1961-11-18 1965-07-08 Asphalt Und Tiefbau G M B H De Verfahren zum Herstellen einer waerme- und schalldaemmenden, als Schuettung auf den Rohboden aufgebrachten Unterlage fuer heiss zum Verguss kommende Estriche
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