Traktor für landwirtschaftliche Zwecke.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Traktor für landwirtschaftliche Zwecke, mit einer Mehrzahl von wahlweise und lösbar an demselben anbrnigbaren Bodenbearbei- tungsgeräten, wobei Mittel vorgesehen sind, um die Geräte relativ zum Traktor zu heben, und ein Steuergestänge, das durch den Zug auf das Gerät, wenn es durch den Boden bewegt wird, betätigt wird, wobei sich das Ge stänge zwischen dem Gerät und den Mitteln zum Anheben desselben erstreckt und so auf diese Mittel einwirlçt, dass das Gerätangeho- ben wird, wenn der darauf ausgeübte Zug eine vorherbestimmte Grosse erreicht.
Diese Gesamtanordnung eines Traktors und durch den Zug gesteuerte Geräte ist im amerikanischen Patent Nr. 1687719 dargestellt.
Ein Nachteil, der bisher bei allez durch den Zug gesteuerten Geräten, die der Erfinderin bekannt sind, auftrat, ist, dass der Steuer- mechanismus bestimmt war, nur mit Geräten zu arbeiten, die ungefähr gleich grosse Zugkräfte erforderten. Das heisst, wenn die Steuereinheit bestimmt war, ein Gerät zu steuern, das normalerweise 363kg Zugkraft erforderte, war diese Einheit nicht in der Lage, Geräte zu steuern, die norma. lerweise nur 91 kg Zugkraft ben¯tigen. Dies war der Hauptnachteil von zugkraftgestenerten GerÏten.
Zweck vorliegender Erfindung ist es, einen Steuermechanismus zu schaffen, der gleich gut arbeitet mit Geräten, die einen relativ gro ssen oder relativ kleinen Zug benötigen. Der erfinddngsgemässe Traktor ist deshalb durch eine Feder gekennzeichnet, die der Bewegung des Steuergestänges entgegenwirkt, welcher einen Hebel mit verstellbarer ¯bersetzung aufweist, das Ganze derart, dass beim Gebrauch von Geräten, die stark unterschiedliehe Zugkräfte erfordern, die Ubersetzung so eingestellt werden kann, dass die genannte Feder stets dann zusammengedrückt wird, um die genannten Mittel zum Anheben der Geräte zu betätigen, wenn die Zugkraft für die betref- fenden Geräte die entspreehende, vorher bestimmte Grösse erreicht hat.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus- führungsbeispieldesErfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt längs des hintern Teils des Traktors mit einem leichten Zuggerät, in diesem Falle einen Federarm- kultivator, befestigt am hintern Teil des Traktors, und
Fig. 2 einen ähnlichen Schnitt durch den Traktor mit einem schweren Zuggerät, in diesem Falle einen Zweischarpflug daran befestigt.
Gemäss der beiliegenden Zeichnung ist das hintere Aehsgehäuse 10 eines gebräuchlichen Traktors von einer Aehswelle 11 durehsetzt, an deren äussern Enden die I-Iinterräder 12 angebracht sind. Luftreifen 13 sind in der gebräuchlichen Weise auf liese Räder auf gezogen. Der Antriebsmechanismus für diese Rader ist in der Patentschrift nicht illustriert oder beschrieben, rda er keinen Teil der Erfindung darstelll, und da die Erfindung mit Traktoren gebraucht werden kann, die jede beliebige erhältliche Antriebsart aufweisen.
Im Gehäuse 10 ist ein Zylinder 14 angebracht, in dem ein hin-und herbewegliche r Kolben 15 angeordnet ist. Eine Querelle 16 ist iun Gehäuse 10 gleich hinter dem Zylinder 14 drehbar angebracht, und ein Arm 17 ist fest am mittleren Teil der Querelle 16 befestigt lmd erstreekt sieh von da nach unten. Eine e Schubstange 18 verbindet den Kolben 15 mit dem untern Ende des Armes 17.
Wenn der Kolben 15 im Zylinder 14 nach rechts gedrückt wird, so dreht sich die Querwelle im Gegenuhrzeigersinn. Geräthebearme 19 sind an den äussern Enden der Querelle 16 befestigt und, nat rlich, mit ihr beweglich.
Eine hydraulische Pumpe 20, die in den untern Teil des Gehäuses 10 eingebaut ist, wird durch den Traktormotor angetrieben, so dass sie Öl unter Druek von 35 bis 42 kg/em2 in den Zylinder 14 liefert. Der Ölfluss zum Zylinder wird durch ein hin-und herbewegli- ches Ventil 21 gesteuert, wobei das Ventil durch einen Hebel 22 betätigt wird. Dieser Hebel ist in vertikaler Stellung drehbar im Gehäuse 10 befestigt. Ausschläge des Hebels in der Richtung der Pfeile 23 betätigen das s Ventil 21 so, dass die Austrittsoffnung der Pumpe geöffnet wird, wobei sie dem unter Druck stehenden Öl gestattet, in den Zylinder zu fliessen und so den Kolben zwingt, die Arme 19 zu heben.
Bewegungen des Hebels 22 in der entgegengesetzten Richtung nach Pfeil 24 erlauben dem Ventil, in eine Stellung zu gelangen, in der es den Ölzufluss von der Pumpe 20 abschliesst und eine Ausfliessöff nung des Zylinders 14 freigibt, so dass der Kolben sieh im Zylinder 14 nach links bewegen kann. Eine nicht gezeigte Feder drückt das Ventil 21 und den Hebel 22 beständig in Richtung des Pfeils 24. Wenn die Arme 19 ein Gerät tragen, bringt dessen Gewicht den Kolben zurück (nach links), wenn die Ausflu¯¯ffnung geöffnet ist.
Das obere Ende des Lebels 22 ist drehbar auf einer exzentrischen Kurbel 25 befestigt, die quer durch den obern Teil des Gehäuses 10 drehbar gelagert ist. Ein Ende der Kurbel ist mittels eines BetÏtigungshandhebels 26 gesichert. Dieser Handhebel ist über einen Vier telkreisbogen 27 verstellbar angeordnet. Wenn der Handhebel 26 aus der senkrechten Stellung in die in der Zeichnung gezeigte Lage gebracht wird, ist das obere Ende des Hebels 22 um 12 cm aus seiner hintersten Lage bewegt worden. Diese Bewegung des Lebels 22 gestattet dank des später noch beschriebenen Abstützpunktes 41, das untere Ende des Hebels 22 und das Ventil 21 in der Pfeilriehtung 24 Zll bewegen.
Die Auslassöffnung des Zylinders 14 wird dadurch geöffnet, um dem He belarm 19 und damit dem Gerät zu ermög- liehen, eine tiefere bzw. eine Arbeitsstellung einzunehmen.
Der Traktor ist so eingerichtet, dass eine Anzahl verschiedener Geräte wahlweise und lösbar an ihm befestigt werden können ; das Gerät, das in Fig. l gezeigt, ist, ist ein übli- cher Federarmkultivator. Dieser Kultivator ist mit einem Paar seitlich im Abstand voneinander befindlicher Drehzapfen 28 versehen, die mit dem Traktorgehäuse 10 durch ein Paar Zugstangen 29 verbunden sind. Das vordere Ende einer jeden Zugstange ist schwenkbar am Traktor befestigt, und das rückwärtige Ende greift an einem der Drehza. pfen 28 an.
So kann das Gerät als Ganzes auf und ab bewegt und seitlich relativ zum Traktor geschwenkt werden. Ein Hebeglied 30 ist mit dem mittleren Teil einer jeden Zugstange 29 verbunden, wobei sich diese Glieder aufwärts zu den entsprechenden Armen 19 erstrecken, an denen sie drehbar befestigt sind. Wenn daher die Arme 19 angehoben werden, werden die Zugstangen entsprechend angehoben, um das Gerät zu heben.
Über jedem Gerät erhebt sich ein Ständer 31, der einen Zapfen 32 trÏgt. Eine Druckstange 33 ist am Zapfen 32 angelenkt und erstreckt sich in der Mitte über den Zugstan- gen 29 nach vorn, wo sie durch den verbesser- ten Mechanismmms am Traktorgehäuse befestigt ist. Dieser Mechanismus ist dazu best. immt, den Steuerhebel 22 zu betätigen. Der Mecha- nismms besitzt, um diese Funktion zu erreiehen, einen Hebel 34, dessen unterstes Ende durch einen Stift 42 am Oberteil des Gehäu- ses 10 schwenkbar befestigt ist.
Der Hebel erstreckt sich vom Gehäuse aufwärts und ist mit einer Mehrzahl von im Abstand wenigstens annÏhernd vertikal übereinanderliegenden Öffnungen 35 versehen. Ein Stift 36 kann wahlweise in eine der Öffnungen 35 eingesetzt werden. Die Öffnungen 35 habeneinen solchen Abstand, class das vordere Ende der Druckstange 33 durch Einsatz des Stiftes 36 durch eine dieser Öffnungen und durch die Öffnung im vordern Ende der Stange 33 gelenkig mit dem Joch verbunden werden kann. Eine Steuerstange 37 ist gelenkig mit dem Lebel 34 an einer neben der untersten Öffnung 35 liegenden Stelle verbunden. Die Stange 37 ist mit einer Schulter 38 versehen, an der eine Druckfeder 39 anliegt.
Bewegungen des obern Endes des Hebels s 34 nach vorn relativ zum Traktor setzt sich dabei die Feder 39 ent- gegen. Die Stange 37 erstreckt sich durch die Feder 39 hindurch und in das Gehäuse 10, wo sie nach unten abgebogen ist. Eine Ver längerung 40 an der Stange 37 ragt gegen den Hebel 22, um einen Stützpunkt 41 ni bilden.
Aus dem Vorangegangenen ist es ersicht- lieh, dass die Bewegung des obern Endes des Hebels 34 vorwärts entgegen dem Widerstand der Feder 39 den Stützpunkt 41 nach vorn bewegt, so dass das untere Ende des Hebels 22 um die Kurbel 25 verschwenkt wird. Der Hebel 22 bewegt das Ventil 21 einwärts, um öl von der Pumpe 20 zum Eintritt in den Zylinder 14 freizugeben und den Arm 19 und damit entsprechend das Gerät anzuheben.
Der Pflug nach Fig. 2 ist mit denselben Zugstangen 29 und Druckstange 33 verbunden, wie sie gebraucht werden, um den Kultivator zu verbinden, und ist gleicherweise mit einem Ständer 31 versehen, der das hintere Ende der Druckstange 33 trägt.
Es ist ersichtlich, dass, wenn der Pflug ocler Kultivator in normalem Gebrauch verwendet wird, der Zug am Gerät durch die Zugstangen 29 ausgeübt wird. Der Widerstand des Gerätes bei Vorwärtsbewegung wird hervorgerufen an oder in der Nähe der Erd- oberfläche, und so neigt der Widerstand dazu, das Gerät vorwärts un die Drehzapfen 28 zu kippen, und dadurch auf die Druckstange 33 zu drüeken. Der Druckkraft an der Druckstange 33 wird im Normafibetrieb durch die Feder 39 vollständig Widerstand geleistet.
Diese Feder muss so stark sein, dass sie einem grossen Druck Widerstand leistet. Wenn dementsprechend nur einem leichten Druck Widerstand zu leisten ist, wird die Feder nicht an sprechen. Natürlieh können verschiedene Fe- dern gebraucht werden, um den einzelnen Ge räten, die gezogen werden, zu entsprechen, aber die Anpassung dieser Federn ist sehr kritisch, und der Wechsel der Feder wird beim schnellen Befestigen und Lösen der Geräte, wie es in einem gewöhnlichen Bauernhof not wendig ist, nicht zweckmässig sein.
Die Verbesserung besteht in der Schaffun g des Hebels 34 mit in Abständen wenigstens annähernd vertikal übereinanderliegenden Íffnungen 35, in die das vordere Ende der Druckstange 33 wahlweise eingreifen kann.
Wenn die Druckstange 33 in die oberste Öff- nung 35 eingreift, ist im wesentlichen eine He belübersetzung 3 zu l auf die Feder erreicht, um das Steuerventil zu betätigen. Wenn das vordere Ende der Druckstange 33 in der da zwischenliegenden Öffnung 35 angeordnet ist, ist eine 2 zu 1 Hebelübersetzung auf die Fe- der 39 erreicht. Gleieherweise, wenn das vordere Ende der Druekstange 33 in der voter- sten Öffnung gesichert ist, ist eine Hebel ber setzung l zu 1, das heisst keine Übersetztmg erreicht.
So mag die Feder 39 so bemessen sein, dass sie einer Druckkraft Widerstand leistet, die gleich ist der normalen Kraft, die beim Arbeiten der schweren Zuggeräte, mit der Druckstange 33 in der untersten Stellung angeordnet, hervorgerufen wird. Wenn mn ein leichtes Zuggerät am Traktor befestigt werden soll, kann die Druckstange in einer der obern Íffnungen angebracht werden, um die Druckkraft auf die Feder zu vervielfälti- gen und das Steuerventil richtig zu-betätigen.
Zum Beispiel, wenn eine Druckkraft von 407 kg von der normalen Wirkung eines zwei seharigen Pfluges resultiert, muss die Feder 39 fähig sein, dieser Kraft zu widerstehen, da sonst der Pflug vorzeitig aus dem Boden ge hoben wird. Weinn nun ein leichtes Zuggerät, wie z. B. etwa ein Kultivator am Traktor be festigt ist, muss das vordere Ende der Verbindungsstange 33 in der obersten Íffnung 35 befestigt sein, und ein Zug von nur 135 kg auf das Gerät wird eine Druckkraft von 407 kg auf die Feder hervorrufen, um die Einheit im Gleichgewicht zu. hatten.
Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass eine einzige vorherbestimmte Druckfeder ge nügt, die, wenn sie in Verbindung mit dem Lebel 34 verwendet wird, die richtige Arbeitsweise von Geräten mit weit variierenden Zug- anforderungen gestattet.
Einige Änderungen in der Anordnung, Konstruktion und Kombination des Aufbanes sind möglieh, ohne vom Rahmen der Erfin dung abzugehen.