CH273394A - Verfahren zur Herstellung eines Polyaryläthylenderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Polyaryläthylenderivates.

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CH273394A
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Ag J R Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Polyaryläthylenderivates.       Es ist bekannt, dass sich     2,4-Dinitrotoluol     mit aromatischen Aldehyden unter dem  Einfluss von     alkalischen    Katalysatoren, wie       Piperidin,    zu     2,4-Dinitrostilbenderivaten    kon  densieren     .lässt.    Auch die     Herstellmig    von       1,4-Distyrylbenzolderivaten    aus     Terephthal-          aldehyd    ist bekannt.

   Ferner     wurde    schon  gefunden, dass man im     2,4-Dinitrotoluol    die  eine     Nitrogruppe    durch die     Cy        angruppe    er  setzen und     das    erhaltene     Nitrotolunitril    mit       aromatischen    Aldehyden zu entsprechenden       Styrylbenzolderivaten    kondensieren kann.

    Versucht man dagegen im     2,4-Dinitrotoluol     die eine Nitrogruppe durch die     Sulfonsä-Lue-          gruppe    zu ersetzen, um nach dieser Methode  durch Kondensation mit aromatischen Alde  hyden     Nitrostilbensulfonsäiiren    zu erhalten,  die     beispielsweise    als     Zwischenprodukte    für  .die Herstellung von Farbstoffen erwünscht  sind, so versagt die Methode.

   Versucht man  die saure Natur der     Sulfonsäuregruppe    abzu  schwächen durch Ersatz der einen     Nitro-          gruppe    im     2,4-Dinitrotoluol    durch die     Sul-          fonsäureamidgruppe,    oder sie ganz     aufzu-          heben    durch Verwendung einer     Sulfonsäure-          dimethylamid-    oder einer     Sulfonsäurealkyl-          estergruppe,    so ,

  verläuft die Kondensation  mit     aromatischen    Aldehyden unter     üblichen          Bedingungen        -Lind    mit den gebräuchlichen  
EMI0001.0042     
         alkalischen    Katalysatoren auch nicht im ge  wünschten Sinne, oder doch nur mit     technisch     uninteressant niederer Ausbeute.  



  Es     wurde    nun die überraschende Beob  achtung gemacht,     da.ss    man durch     Sulfon-          säurearylestergruppen    substituierte     Polyaryl-          äthylenderivate    in ausgezeichneten Ausbeu  ten erhalten kann, wenn man einen aroma  tischen Aldehyd, der keine mit der     Aldehycl-          gruppe    reaktionsfähigen     Substituenten    ent  halten darf, mit einem     Nitrotoluolderivat    der  allgemeinen Formel  
EMI0001.0055     
         worin    das eine X     eine    Nitrogruppe,

   das an  dere X eine     Sulfonsäurearylestergruppe    be  deuten soll, vorteilhaft mittels basischer Ka  talysatoren, z. B. insbesondere sekundären  Basen, wie     Piperidin,        NIorpholin,        Dibutyl-          amin    usw., und zweckmässig bei erhöhter  Temperatur von beispielsweise 130-170  C,  gegebenenfalls in Gegenwart von an der Kon  densation unbeteiligten     höhersiedenden    orga  nischen     Lösungsmitteln,    wie beispielsweise       Amylalkohol,        kondensiert.     



  Die     Reaktion    verläuft nach dem Schema:      wobei R den     Benzolkern    eines     aromatischen     Aldehyds, der keine mit der     Aldehydgruppe     reaktionsfähigen     Substituenten    enthalten. darf,  n die Zahl 1 bis 2 darstellt und X die oben  angegebene Bedeutung hat.  



       Als    aromatische     Aldehyde,    die für die       Kondensation        Verwendung    finden können,  seien beispielsweise erwähnt Monoaldehyde  mit kerngebundener     Aldehydgruppe,    wie Benz  aldehyd, und     Kernsubstitutionsprodukte    des       Benzaldehyds        insoweit,        als        diese    keine mit der       Aldehydgruppe    reaktionsfähigen     Substituen-          ten    enthalten,     Naphthaldehyd,

      ferner     Di-          aldehyde,    wie     Terephthalaldehyd    und     Iso-          phthalaldehyd,    usw.  



  Es verläuft also, wie sich zeigte,     erstaun-          licherweise    die     Stilbenkondensation    auch mit  den     verseifbaren        1\TitrotoluolsiiUonsäurearyl-          estern,        beispielsweise    den 4-     bzw.        2-Nitro-          tolnol-2-    bzw.

       -4-sulfonsäurearylestern    in vor  züglicher     Ausbeute,    ohne dass das basische       Kondensationsmittel        nennenswerte        Verseifang     hervorruft     und        umwirksam    wird.

   Durch nach  trägliche     Verseifimg    können aus den     Nitro-          stilbensulfonsäurearvlestern    bzw. den     Di-          nitrodistyiylbenzolsulfonsäiirearylestern    gege  benenfalls einheitliche und wohldefinierte       Nitrostilbensulfonsäiiren        bzw.        Dinitrodistyryl-          benzolsulfonsäuren    gewonnen werden,

   wäh  rend die direkte     Sulfonierung    von     Nitro-          stilbenderivaten        bekanntlich    in unübersicht  licher Weise zu schlecht definierten Produk  ten     führt.     



  Die neuen     Nitrostilbensulfonsäuren    bzw.       Distyrylbenzolderivate    sind     wohlkristallisierte          Verbindungen.    Sie     lassen    sich aus geeigneten  organischen     Lösungsmitteln,        beispielsweise     aus Nitrobenzol oder aus Eisessig     umkristalli-          sieren    und zeigen in     Lösung    teilweise eine  grüne     Fluoreszenz.    Sie sollen     als    Zwischen  produkte,     beispielsweise    bei der Herstellung  von Farbstoffen,

       Verwendung        finden.     



  Gegenstand vorliegenden Patentes     ist        ein          Verfahren        zur    Herstellung eines     Polyaryl-          äthylenderivates,    welches dadurch     gekenn-          zeichnet    ist,     .dass    man     Benzaldehyd    mit einem       4-Nitro-toluol-2-sulfonsäurearylwter    konden-         siert    und den erhaltenen     Stilbensulfonsäure-          arylester    verseift.  



  Die neue Verbindung, die     4-Nitro-stilberi.-          2-sulfonsäure,    kristallisiert als     Natriumsalz    in  gelben     Kristallen.    Sie     soll        als    Zwischenpro  dukt Verwendung finden.     a,     <I>Beispiel:</I>  15 Teile 4 -     Nitro    -     toluol    - 2 -     sulfonsäure-          phenylester        und    5,8 Teile     Benzaldehyd    wer  den mit 0,5 Teilen     Piperidin    während einer       Stunde    auf 135-145  erhitzt.

   Unter lebhafter       Wasserabspaltung    erstarrt das     anfänglich     flüssige     Reaktionsgemisch        zu    einer gelben,       kristallinen    Masse von     4-Nitro-stilben-2-sul-          fonsäiirephenylester.    Das     Produkt    schmilzt  nach dem     Umkristallisieren        aus        Eisessig    bei  147 . Die Ausbeute beträgt 16 Teile, das sind       84        %        der        Theorie.     



  15,2 Teile dieses Esters werden in 320  Teilen Äthanol (95 0/0) suspendiert und     ziun     Sieden erhitzt. Dann wird eine     Lösung    von  3,2 Teilen     Natriumhydroxyd    in 8 Teilen  Wasser im Verlaufe einer Stunde tropfen  weise     hinzugegeben    und weiter während 1-2  Stunden unter     Rückfluss    gekocht, bis eine  Probe in Wasser löslich ist. Unter Rühren  wird erkalten gelassen, abgetrennt,     mit    Al  kohol gewaschen und getrocknet. Das Na  triumsalz der erhaltenen     Sulfonsäure    bildet  gelbe     Kristalle,    die sich in heissem Wasser gut  lösen.  



  In analoger     Weise    lassen sich     äquivalente     Mengen anderer     4-Nitro-toluol-2-sulfonsäure-          arylester    mit     Benzaldehyd    kondensieren. Ge  nannt seien     beispielsweise    die Ester, welche  aus     4-Nitro-toluol-2-sulfochlorid    und dem Al  kalisalz     .des    Chlorphenols,     Kresols    oder dem  technischen     Rohkresol    erhältlich sind.

   Die er  haltenen     4-Nitro-stilben-2-sulfonsäurearyl-          ester    liefern bei .der     Verseifung    dieselbe     4-Ni-          tr        o-stilben-2-sulfonsäure.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Polyaryl- äthylenderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzaldehyd mit einem 4-Nitro-toluol-2- sulfonsäurearylester kondensiert und den er haltenen Stilbensulfonsäurearylester verseift. Die neue Verbindung, die 4-1\Titro-stilben- 2-sulfonsäure, kristallisiert als Natriumsalz in gelben Kristallen.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Arylester den 4-Nitro-toluol-2-sulfonsäurephenylester ver wendet.
CH273394D 1948-08-13 1948-08-13 Verfahren zur Herstellung eines Polyaryläthylenderivates. CH273394A (de)

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