CH273886A - Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge. - Google Patents

Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge.

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CH273886A
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benzalaniline
benzaldehyde
aniline
combating animal
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Oesterreichs Chemisc Industrie
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Chemisches Forschungsinstitut
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/34Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • A01N43/40Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom six-membered rings

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Description


  Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge.         Den    Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren     ,zur    Bekämpfung tierischer Schäd  linge mit Hilfe von Mitteln, die sich durch       ilin,    hohe Wirksamkeit und durch ihre Wir  kungsbreite auszeichnen.  



  Es ist schon vorgeschlagen worden, Ver  bindungen von der allgemeinen Formel  
EMI0001.0004     
         icoriii        Iti    und     R.z    gleiche oder verschiedene       A1ky1-,        Cykloalkyl-,        Alkenyl-,        Aralkyl-    oder       _1r@-lr@ruppen    bedeuten oder einen geschlosse  nen     lIetliylen-    oder     Polymethylenring    bilden  und einer der Reste, aber nicht beide zugleich,       Wasserstoff    sein können, und     R3    eine     Alkyl-,          Cykloalkyl-,

          Alkenyl-    oder     Arylgruppe    oder  ein     Substitutionsprodukt    dieser Gruppen sein  kann, zur     Schädlingsbekämpfung        zii    verwen  den. Diese Verbindungen sind jedoch, wie       siele        -gezeigt.    hat, nur     schwaelie    Insektizide.

    Auch die meisten der     Sabstitutionsprodukte,           -elche    zu der     g;ekennzeiehneten    Gruppe von  Verbindungen gehören, sind     unzureichend     wirksam, was insbesondere für die in der sonst  zur Erzielung     insektizider    Effekte bevorzug  ten     p-Stellung    substituierten Verbindungen  gilt.  



  Das     Verfahren        -emäss    der Erfindung zur       Bekämpfung    tierischer Schädlinge ist     da,-          d11reh        gekennzeichnet,    dass als wirksame     Sub-          stanz    ein     Benzalanilin        verwendet    wird, das im       Benzaldehydrest    in mindestens einer CH-    Gruppe einen -die     insektizide    Wirkung akti  vierenden     Substituenten    enthält,

   wobei eine  der der     Azomethingruppe    benachbarten     CH-          Gruppen    frei von     Substituenten    ist. Ein akti  vierender     Substituent    ist z. B. eine Halogen-,       Kitro-,        Amino-,    Cyan-,     Carbonsäurechlorid-,          Sulfinsäurechlorid-,        Sulfhydryl-,        Alkoxy-,    Al  kyl- oder     Hydroxylgruppe.     



  Sehr bewährt. haben sich insbesondere       Benzalaniline    der oben genannten Art, die  auch im     Anilinkern    mindestens eine der ge  nannten aktivierenden Gruppen enthalten.  



       überraschenderweise    wurde festgestellt,  dass bei diesen Verbindungstypen entgegen  sonstiger Erfahrungen die Substitution in  der     Ortho-iStellung    des     Benzaldehydrestes    zu  einer     hoehwirksamen    Verbindung führt. Fer  ner     wurde    festgestellt, dass die Substitution  mit Halogen, z. B.

   Chlor oder einer der sonst  genannten Gruppen, in beiden Kernen zu  wirksamen Verbindungen führt, wobei die       1Tetasubstitution    im     Anilinrest    die     Frassgift-          wirkung,    die     Ortho-Substitution    hingegen die       Kontakt.giftwirkung    begünstigt.  



       Disu'bstitutionsprodukte    in     Ortho-Stellung     zur     Azomethingruppe    entsprechen nicht der  obigen Kennzeichnung, da es Bedingung ist,  dass eine der der     Azomethingruppe    benach  barten     CII-Gruppen    frei von     Substituenten     ist. Wenn beide Kerne in     o-Stellung    zur     Azo-          niethingruppe    substituiert sind, z. B. im     [2-          Clilor-beirzal]-2-Chlor-anilin    oder ein Kern in       o-Stellung        disubstituiert    ist, z.

   B. im [2,6-Di-      chlor     benzal]-anilin    oder im     [2,6-Dichlor-          benzal].-4-Chlor-anilin,    geht jedoch, wie ge  funden wurde, .die     insektizide    Wirkung ver  loren. Dies kann durch     sterische    Hinderung       (Orthoeffekt)        erklärt    werden, wodurch die       Reaktionsfähigkeit    der verankernden Gruppe  gestört ist.  



  Die Verbindungen, welche gemäss der Er  findung     zur    Schädlingsbekämpfung verwen  det werden, sind teils in der Literatur be  schrieben, ein anderer Teil wurde erstmalig  hergestellt. Die Herstellung ist ungemein ein  fach; meist. genügt schon     Zusammenmischen     von entsprechend substituierten     Benzaldehyd     und Anilin, Stehenlassen am     Wasserhad    und  Reinigen durch     Umkristallisieren.     



  Die im Sinne der Erfindung zur Anwen  dung gelangenden     s.ubstitttierten!Benzalanidine     können in bekannter Weise in Mischung mit  geeigneten Trägerstoffen, Haftmitteln, Netz-,       Emulgierungs-,    Streck- oder Lösungsmitteln       als        Stäubemittel,    Spritz- oder Sprühmittel be  nützt werden.  



       Beispiel.   <I>1:</I>       [2-Chlor        benza,l]-anilin    wird     naeh    der     Pe-          trischalenmethode    50 Kornkäfern     (Calandra          granaria.)    vorgesetzt. Nach 48 Stunden ist  100     o/oige        Abtötung    der Schädlinge festzu  stellen.

   Die parallel angestellten gleichartigen  Versuche unter Ausschliessung einer Berüh  rung der Versuchstiere mit der behandelten  Fläche, die zur     Feststellung    der     Atemgiftwir-          kung    .dienten,     zeigten,    dass die     Atemgiftwir-          kung    sehr gering ist, so dass es sich     tats@äehlicli     um reine     Kontaktgiftwirkung        handelt.    2-.C1  Benzal-anilin wird in der Praxis in Form  eines     Spritzmittels    oder als     Stäubemittel    ver  wendet.  



  <I>Beispiel</I>  5     Gew.-Teile    von     [3-Chlor-#benzal]-2-Chlor-          anilin    werden mit 95     Gew.-Teilen    bekannter  pulverförmiger     Streekmittel,    wie     Talkiun,     Kaolin, Kreide usw., gut     vermischt.    Dieses       Stäubemittel    wirkt 100     o/oig    gegen     Erdflöhe          (Malticinen),        Rübenblattwespenlarven        (Atha-          lia        spinarum),

      weisse Fliege     (Trialeurodes          vaporarium)    und andere tierische Schädlinge.    <I>Beispiel 3:</I>  Die prüf     uxig    von     [2-Chlor-benzal]-3.-ehlor-          anilin    nach der     Sandvich-Methode    unter Aus  schluss der Kontaktwirkung gegen Goldafter  raupen     (Euproctis        elii-ysorrlioea.    L.) sowie  gegen     Kartoffelkäferlarven        (Leptinotarsa          decenilineata)

      und Kartoffelkäfer ergab schon       naeh    kurzer Zeit 100     o/oige        Abtötung.     



  <I>Beispiel</I>     -f:     10     Gew.-Teile    von     [3-Chlor-benzal]-4-elilor-          anilin    werden mit 5     Gew.-Teilen    eines     Harzes     (z. B. Kolophonium) und 4 Teilen eines     Einul-          gators,    z. B.     Triäthanolamin,    in einem über       3001)    überdestillierenden Weissöl gelöst.

   Emul  sionen dieses Produktes wirken     sehon    bei       einem        Gehalt        von        0,75        %        des        wirksamen        Stof-          fes    durchschlagend gegen     Aphiden.     



  <I>Beispiel</I>  5     Gew.-Teile    von     [2-Chlor-benzal]-4-clilor-          anilin    werden mit 3     Gew.-Teilen    eines be  kannten Netzmittels, z. B.     Saponin,    6 Teilen  eines Haftmittels, z.

   B.     Sulfitablauge,    und 86       Teilen        Kreide        fein-st        vermahlen.        1%        ige        Sus-          pensionen        wirken    gegen     Fruehtschädlinge,     wie     Apfelwiekler,        Pflaumenwickler,    ferner  gegen Milben, wie rote Spinne und Blatt  sauger.  



  <I>Beispiel 6:</I>  4     Gew:    Teile von     [2-Nitro-benzal]-3-ehlor-          anilin    oder     [3-Niti-o-lienzal]=3-clilor-anilin          werden    mit 5 Teilen eines     bekannten    Haftmit  tels, z. B. Leim, und<B>91</B> Teilen Talkum     feinst     vermahlen. Das so     erhaltene        Stäubemittel     zeigt z.

   B.     durehsehla.gende    Wirkung gegen       Rapsglanzkäfer,    Erdflöhe,     Kartoffelkäferlax-          ven,    Kartoffelkäfer und gegen Heu-     und     Sauerwurm des     Rebstoekes.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRU C11: Verfahren zur Bekämpfung tierLeher Sehädlixi;-e, dadurch gekennzeiehnet, dass als wirksame Substanz ein Benzalanilin verwen det wird, .das im Benzaldehy drest in minde stens einer C11-,Gruppe einen die insektizide Wirkung aktivierenden Substituenten enthält,
    wobei eine der der Azoniethingruppe benach- harten CH-Gruppen frei von Substituenten ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Benzal- anilin im Benzaldehydrest mindestens ein Halogen als Substituent enthält. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Benzalanilin ausser im Benzaldehydrest auch im Anilin kern mindestens eine aktivierende Gruppe enthält. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass das Benzal- anilin mindestens eine aktivierende Gruppe im Benzaldehydrest und mindestens eine H & logengruppe im Anilinkern enthält.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Benzalanilin mit einem Trägerstoff vereinigt angewendet wird.
CH273886D 1949-03-09 1949-03-09 Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge. CH273886A (de)

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