CH274574A - Verfahren zur Verarbeitung von Natur- und Kunstkautschuk. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Natur- und Kunstkautschuk.

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CH274574A
CH274574A CH274574DA CH274574A CH 274574 A CH274574 A CH 274574A CH 274574D A CH274574D A CH 274574DA CH 274574 A CH274574 A CH 274574A
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red mud
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synthetic rubber
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bauxite
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Ag Ketomo
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Ag Ketomo
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Verarbeitung von Natur- und Kunstkautschuk.    Russ ist wohl der älteste verstärkende Füll  stoff, der zur Herstellung von Natur- und       Kunstkautschuk-Vulkanisaten        Verwendung    ge  funden hat; die mechanischen Eigenschaften  der mit Russ hergestellten Gummiwaren haben  sich bis heute als unerreicht erwiesen. Da die  schwarze Farbe von Gummiwaren, die unter  Verwendung von Russ hergestellt sind, für  manche Zwecke jedoch     unerwünscht    ist, und  solche Waren, die     -unangenehme    Eigenschaft  besitzen,      abzukreiden ,    was zum Beispiel bei  Gummisohlen als störend empfunden wird,  wurden auch schon zahlreiche andere Stoffe  als verstärkende Füllmittel in Vorschlag ge  bracht.

   Unter ihnen haben die     Hydroxyde,     Oxyde,     Carbonate    und Silikate 2- und     3wer-          tiger    Metalle grössere Verbreitung gefunden.  Sie sind meist mehr oder weniger frei von  den genannten Nachteilen, erweisen sich aber  vielfach als nicht befriedigend in ihrer Wirk  samkeit, oder mit andern Nachteilen behaftet.  



  Es wurde nun die überraschende Beobach  tung gemacht, dass sich der beim Aufschluss  von Bauxit in grosser Menge anfallende     soge-          nannte    Rotschlamm     ausgezeiehnet    als Füll  stoff bei der Verarbeitung von     Kautschuk     eignet. Je nach dem     Zumischungsgrad    und  ,je nach der Zusammensetzung des Rotschlam  mes werden bestimmte mechanische Eigen  sehaften der unter     Verwendung    von Rot  schlamm als Füllstoff hergestellten Gummi  waren in höherem Masse verbessert,     als    dies  bei den bisher bekannten Ersatzstoffen für    Russ der Fall war.

   Darüber hinaus verleiht  Rotschlamm, der in jeder Menge wohlfeil zu  haben ist, den     Verarbeitungsprodukten    des       I1        autschuks    eine für bestimmte     Verwendungs-          zwecke    sehr geschätzte rote bis braune Fär  bung; er kann daher nicht nur als verstär  kender, sondern auch als färbender Füllstoff  Verwendung finden, wobei die     Tatsache    be  merkbar ist, dass die mit ihm hergestellten  Gummiwaren nicht die Eigenschaft haben,        abzukreiden .     



  Der Rotschlamm fällt beim     Aufsehluss    von  Bauxit, entweder auf nassem Weg oder in  einem     Glühprozess,    an und enthält neben  Resten von     unaufgeschlossenem    Bauxit in der  Hauptsache eine Reihe von     Metall-Oxyden,          Alkalisalze    und Silikate. Das in ihm in grö  sserer Menge vorhandene     Eisen-(III)-Oxy-          hydrat    wurde, wie auch     Titanoxy'd,    als Füll  stoff für Kautschukmischungen schon vorge  schlagen, wenn auch sich beide Oxyde in der  Praxis, nicht zuletzt wegen     ihres    hohen Prei  ses, hierfür nicht     durchzusetzen    vermochten.

    Neu und in hohem     Grade    überraschend ist  aber, dass Rotschlamm, als solcher zur Fül  lung von Gummiwaren verwandt oder vor der  Verwendung zu diesem Zweck in geeigneter  Weise aufbereitet, dem Natur-     und    Kunst  kautschuk-Vulkanisat erheblich bessere mecha  nische Eigenschaften, wie Reissfestigkeit usw.,  verleiht als die in ihm enthaltenen Oxyde  des     Eisens    und -Titans für sich.

       Diese    gün  stige Wirkung des Rotschlammes dürfte auf      die     gleichzeitige        Anwesenheit    der in ihm an  sieb wie auch nach seiner Reinigung noch vor  handenen Beimengungen zurückzuführen sein,  wobei deren prozentuales Mengenverhältnis je  nach Herkunft und Beschaffenheit der Bau  xite und den angewandten Aufschluss- und       Reinigungsverfahren    offensichtlich weitgehend  variieren kann.  



  Kann man den getrockneten und gemah  lenen Rotschlamm je nach seiner Zusammen  setzung und Beschaffenheit in geeigneten Fäl  len ohne weiteres in den     Kalitschllk    einarbei  ten, so hat es sich doch in andern Fällen  wieder als zweckmässig und gegebenenfalls  notwendig erwiesen, ihn einem Wasch- oder       Schlämmprozess,    im einfachsten Fall mit Was  ser - es können aber auch Säuren oder an  dere geeignete Mittel angewandt werden   zu unterwerfen, wobei insbesondere etwa noch  vorhandene lösliche     Alkalisalze    wenigstens in  ihrer Hauptmenge herausgelöst werden.

   Durch  eine sich einem     Waschprozess    mit     Wasser    vor  teilhaft anschliessende     Säurebehandhlng    kön  nen dem Rotschlamm weitere     Ballaststoffe     oder den Verarbeitungsprodukten gegebenen  falls abträgliche     Beimengungen    noch mehr  oder weniger entzogen werden.  



  In jedem Fall empfiehlt es sich, den Rot  schlamm, gleichgültig, ob er unmittelbar oder       naeh    weiterer Aufbereitung     als    Füllstoff für       KaLitschuk        verwendet    werden soll, nach seiner       Trocknung    fein zu mahlen und gegebenenfalls  einer     Windsichtung    zu     unterwerfen,    um eine  möglichst feine und gleichmässige Verteilung  zu gewährleisten.

   Er kann im übrigen für  sich oder im Gemisch mit bekannten Farb  stoffen oder verstärkenden     Füllstoffen    in  üblicher Weise bei der Verarbeitung von     Na-          tuir-    oder     Kunstkautschuk,    wie     Polymerisate     von     Butadien        und    dergleichen, angewandt  werden.  



       Beispiel:     Ein beim alkalischen     Nassaufschluss    von  Bauxit     gewonnener    Rotschlamm mit einem  Gehalt von rund  
EMI0002.0029     
  
    13 <SEP> Teilen <SEP> unaufgeschlossenem <SEP> Bauxit,
<tb>  40 <SEP> Eisenoxyd,
<tb>  5 <SEP> Titanoxyd,
<tb>  34 <SEP> Natrium-Ahiminium-Silikat,
<tb>  5 <SEP> gebundenem <SEP> Wasser,
<tb>  1-2 <SEP> löslichen <SEP> Alkalisalzen <SEP> und       geringen Mengen Ca-, Mg-,     Cr-,    V-, P- und  anderer Oxyde wird     mehrmals    mit Wasser ge  waschen und- geschlämmt, wobei neben den  löslichen     Alkalisalzen    ein Teil des     unaufge-          schlossenen    Bauxits,

   vornehmlich dessen grö  bere Bestandteile, entfernt wird, hierauf einer  Behandlung mit verdünnten Säuren, gege  benenfalls bei erhöhter Temperatur, unter  worfen, anschliessend getrocknet     und        feinst     gemahlen und dann bei der in bekannter Weise  erfolgenden Verarbeitung von Kautschuk zu-

Claims (1)

  1. gesetzt. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Verarbeitung von Natur- und Kunstkautschuk, unter Verwendung von Füllstoff, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff der beim Aufschluss von Bauxit an fallende Rotschlamm verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspri.eh, da durch gekennzeichnet, da.ss als Füllstoff ein Rotschlamm verwendet wird, der beim alka lischen Nassaufschluss von Bauxit anfällt. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotschlamm vorher einem Waschpro zess unterworfen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprilch 1., dadurch gekennzeichnet, da.ss der Rotschlamm vorher einem Schlämm- prozess unterworfen wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotschlamm vorher einer Säurebe handlung unterworfen wird. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotschlamm fein gemahlen und ge trocknet verwendet wird.
CH274574D 1949-03-21 1949-03-21 Verfahren zur Verarbeitung von Natur- und Kunstkautschuk. CH274574A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953011C (de) * 1952-08-14 1956-11-22 Sued Chemie Ag Verfahren zum Fuellen von Kautschuk mit Tonerdegel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE953011C (de) * 1952-08-14 1956-11-22 Sued Chemie Ag Verfahren zum Fuellen von Kautschuk mit Tonerdegel

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