CH274762A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren.

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CH274762A
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E Gowing Nelson
Norman John W E
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E Gowing Nelson
Norman John W E
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren.    Die Erfindung betrifft. ein Verfahren mir  Herstellung von Zementröhren durch Verfor  mung, wobei ein rotierender Kolben in einer  senkrechten Form axial bewegt wird, so dass  der Rohrkörper durch 'den Kolben zwischen  diesem und der Formwand gebildet wird.  



  Bei solchen Verfahren bietet die Bildung des       glockenförmigen    Endes für     eine        Anschluss-          ninffe    des Betonrohres Schwierigkeiten, und  es sind zu deren Beseitigung bereits     verschie-          clene        Versuche    unter Verwendung spezieller       Einlagestücke    am untern Ende der Form oder  besonderer Vorrichtungen am Kolben gemacht  worden.  



  Es ist klar, dass eine genügende Verdich  tung des Betons durch den Kolben allein nicht  erreicht werden kann, so     da.ss    es bei den be  kannten Verfahren schwierig ist, eine     genü-          gencle        Verdichtung    sowie auch eine genügend  glatte Innenfläche am     Muffenende    des Rohres  zu erhalten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren     bezweckt     die Beseitigung dieser     Schwierigkeiten    und  kennzeichnet sieh dadurch, dass zur Bildung  des glockenförmigen     Muffenendes    des Beton  rohres Betonmasse durch den rotierenden und  sich aufwärts bewegenden Kolben in einen vom  obern Ende der Form und einem     darin    einge  setzten     Formring    gebildeten Hohlraum ver  drängt und darin verdichtet wird.  



  Um ferner eine genügende     Verdichtung     und eine     Glättimg    der Innenfläche der Muffe         zu    erhalten, können Mittel vorgesehen sein,  die der innern Form eine Rotation in ent  gegengesetzter Richtung zum Drehsinn des  Kolbens erteilen.  



  Die zur Durchführung dieses Verfahrens  dienende Vorrichtung kennzeichnet sich da  durch, dass am Kolbenkopf angebrachte Or  gane derart vorstehend angeordnet     Emd    ausge  bildet sind, dass diese eine verdichtete Be  tonwandung     ain    Kolbenkopf formen,     ferner     dadurch, dass ein     muffenartiger        Formring,          konzentrisch    zum glockenförmigen     obern    Ende  der Form angebracht ist, welche zusammen  mit dieser Form das Profil .des Rohrendes  bestimmt, und dass der     Formring    in entgegen  gesetztem Drehsinn zum Kolben     rotiert,

      um  die Innenfläche der     Betonwandung    zu glät  ten und den Beton weiter zu verdichten.  



  Der Teil der Vorrichtung, gegen welchen  die Endwand der Muffe geformt. wird, kann  mit Löchern oder Schlitzen versehen sein,  durch welche die überschüssige Betonmasse       herausgepresst    wird.  



  Die am Kolbenkopf     vorstehenden    Organe  bestehen     vorzugsweise    aus Stäben, welche in  folge der Rotation des Kolbens aus dem Beton  am obern Ende der Form einen Ring mit  trichterförmiger Innenfläche formen können.  Die genaue Gestalt und Anordnung dieser  Stäbe hängt von verschiedenen Faktoren ab,  so von der Vorschub- und der Rotations-           geschwindigkeit    des Kolbens und von dem  Rohrdurchmesser.  



  Nachstehend wird an Hand der beiliegen  den Zeichnung eine beispielsweise Ausfüh  rungsform der erfindungsgemässen Vorrich  tung näher erläutert.  



       Fig.    1 ist eine Vorderansicht mit dem  Kolben in seiner untersten Lage,       Fig.2    eine Seitenansicht der     Fig.1;          Fig.    3 ist eine Seitenansicht des Kolbens,  teilweise im Schnitt;       Fig.    4 ist ein Grundriss des     Kolbens;          Fig.5    ist ein Grundriss des Formtisches  mit einer Zusatzform in der Arbeitsstellung,  und       Fig.    6 zeigt einen Längsschnitt durch den  Tisch, die     Zusatzform    und den obern Teil der       Hauptform.     



  Der Rahmen der Vorrichtung besteht aus  vertikalen Stützen und horizontalen Verstre  bungen aus     I-Eisen,    Winkeln und Flacheisen,  die in der Zeichnung kollektiv mit 10 be  zeichnet sind. Die Hauptstütze für den Kol  ben 11, dessen Welle 12 und den Motor 13  besteht aus einem senkrechten Pfeiler 14 in  der -litte des Rahmens und setzt sich aus       I-Profileisen    zusammen.

   Der     Mechanismus    des  Kolbens ist in senkrechter Richtung verschieb  bar gelagert und enthält, an einer Grund  platte 16 gelagert, den Elektromotor 13, der  sich hinter dem genannten Pfeiler befindet,  Lind ein Lager 15 für das untere Ende der  Kolbenwelle 12 und deren Mantel 12a, das  vor dem Pfeiler angeordnet ist, wobei der  Motor die Kolbenwelle mittels Riemen und  Scheiben antreibt, welche gesamthaft mit 17  bezeichnet sind. Die     Grundplatte    16 ist mit.  Rollen 18 versehen, welche auf den entspre  chenden senkrechten Schienen des Rahmens  laufen, so dass     eine    seitliche Bewegung aus  geschlossen oder auf ein Mindestmass be  schränkt wird.  



  Der Kolben 11 ist am obern Ende der  Welle 12 befestigt, deren Länge so bemessen  ist, dass sie     die    jeweilen verwendete Formvoll  ständig durchdringt.  



  Der Antrieb für die axiale Bewegung des  ganzen Kolbenmechanismus befindet sich oben    am Rahmen und besteht in der Hauptsache  aus einem Elektromotor 19, dessen Drehrich  tung mittels eines passenden Schalters um  gestellt werden kann, und der über ein Ge  triebe zum Einstellen verschiedener Geschwin  digkeiten eine Querwelle 20 antreibt, die an       jedem.    Ende eine Trommel 21 mit. Flansch  trägt. Ein über jede Trommel laufendes Kabel  22 ist mit dem Mechanismus     verbunden.    Ein  Gegengewicht 23 bewegt sich an jeder Seite  des Rahmens     in    einer senkrechten Führung  23a.

   Ein Kabel ist an jedem der Gegenge  wichte befestigt, läuft über die entsprechende  Trommel und ist am andern Ende mit einem  passenden Teil des     Mechanismus    verbunden,  wie aus     Fig.    2 klar ersichtlich ist. Ein Über  winden ist bei dieser Vorrichtung nicht mög  lich,, da. entweder das Gegengewicht oder der  Kolbenmechanismus auf den Boden bzw. auf  einen Teil des     Rahmens    aufstossen, wenn die  Grenze der Bewegung erreicht ist, was ein  Lockern der Kabel um die Trommel zur Folge  hat.  



  Der Antrieb ist so gebaut, dass die axiale       Bewegungsrichtung    des Kolbens umgesteuert  werden kann, so dass, nachdem der Rohrkör  per geformt worden ist, der Kolben in seine  Ausgangslage zurückkehren kann.  



  Das untere Ende der Form ruht, wie aus  den     Fig.    1 und 2 ersichtlich ist, auf einer  Grundplatte 43. Diese ist mit Dornen 44 ver  sehen, welche in die entsprechenden Löcher  des untern Ringes     einer    üblichen     zweischaligen     Form eingreifen, während diese oben durch  einen Trog 45 festgehalten wird, der auf seiner  untern Seite mit einem Haltering 46 ver  sehen ist. Der Trog 45 ist in vertikaler Rich  tung verschiebbar, so dass die Form heraus  genommen und ausgewechselt werden kann;  diese Einrichtung gestattet die     Verwendung     von Formen verschiedener Länge. Eine runde  Platte 47 ist drehbar an dem genannten Trog  angebracht und dient zur Aufnahme einer  weiter unten beschriebenen zusätzlichen Form.

    Der Trog 45 gleitet an senkrechten Führun  gen 48, welche auf beiden Seiten an senkrech  ten Stützen an der Vorderseite des Rahmens  in     entspreehenden    Führungen gleitend gela-           ger    t sind. Zwei durch Gewichte ausbalan  cierte Hebel 59 sind auf der Querwelle 49 an  gebracht und durch Verbindungsstangen 50  mit dem     untern    Teil des Troges 45 verbun  den. Der gebogene Hebel 51     ragt    vorn aus  der Maschine und ist mit der Welle 49 starr  verbunden, so dass beim Heben bzw.     Senken     dieses Hebels der Trog durch die Hebel 59  und die Stangen 50 gehoben und gesenkt     wird,     wobei der Trog .die Tendenz hat, sich aufwärts  zu bewegen.

   Der Trog weist an seiner untern  Seite ein zentrales Loch 52 mit Befestigungs  mitteln für die Form auf.  



  Es sind zweckentsprechende     Arretierungs-          mittel    vorgesehen, um eine     Aufwärtsbewegung     des     Trogtisches    während der Formung des  Rohres zu verhindern.     Diese    bestehen aus zwei  Stangen 53 an beiden Seiten des Rahmens,  die durch einen mit Handgriff versehenen He  bel 54 an der vordern Seite der Maschine be  tätigt werden. Der Hebel 54 ist mit     einer     durch Gegengewicht ausgeglichenen Stange 55  verbunden, die auf einer Querwelle 56 sitzt.  Diese Welle trägt an jedem Ende ein Verbin  dungsglied 57 zu einem Hebel 58, von denen  jeder an einer der Stangen 53     schwenkbar     gelagert ist.

   Wenn der Handhebel 54 nach  innen geschoben wird, werden die Anschläge  53 um ihre obern     Drehpunkte    rückwärts ge  schwenkt, so dass der Tisch gehoben werden  kann, was das     Auswechseln    der Form ge  stattet. Die Anschläge 53 können vorzugsweise  aus zwei Teilen zusammengesetzt sein, die mit  Schlitz und Bolzen und mit einem Riegel ver  sehen sind, so dass die Länge dieser Teile ein  gestellt werden kann.  



  Der in den     Fig.    3 und 4 dargestellte Kol  ben besteht in der Hauptsache aus dem Kör  per 11 mit einer zentralen, hohlen Nabe 60,  dessen     unterer    Teil bei 61 abgeschrägt ist.  Die Aussenwand 62 besteht vorzugsweise aus  einem Mantel aus     widerstandsfähigem    und  zähem Metallblech. An der obern Stirnseite  des Kolbens sind zwei Verdichtungsorgane  angebracht; jedes von ihnen besteht aus einem  Flügel oder schaufelartigem Blatt 63, das an  einer vertikalen Spindel 64 drehbar befestigt  ist, wobei das untere Ende der Spindel bei    85 am Kolben und das obere bei     85a    in einer  Lasche 86 gelagert ist, welche parallel über  der Stirnfläche des Kolbens mittels zweier  Distanzschrauben 87 befestigt ist.

   Die äussern  Flächen der genannten Flügel sind senkrecht,  während die     obern    Kanten von vorn nach  hinten (im Drehsinn, wie in     Fig.    1 angegeben)  abwärts geneigt sind. Die beiden Flügel sind  mittels eines     Kniehebelsystems    miteinander  verbunden und werden durch eine senkrechte  Stange 65 betätigt, welche im Innern der Kol  benwelle 12 frei drehbar gelagert ist. 'Am ver  jüngten Ende 66 der Stange ist beidseitig  ein Hebel 67     angelenkt,    der je mittels eines  starren, gekrümmten Armes 68 mit dem ent  sprechenden Flügel, nahe der Spindel, ver  bunden ist.  



  Wie aus     Fig.1    ersichtlich ist, ragt die Be  tätigungsstange 65 an ihrem untern Ende über  die Kolbenwelle 12 hinaus und ist hier zweck  dienlich gelagert. Ein Bügel 69 verbindet  einen Ring 70 am Ende der     Stange    mit einem  Hebel 71, der bei 72     schwenkbar    gelagert ist,  so dass beim Herabdrücken des Hebels die  Stange 65 gehoben     und    umgekehrt, beim  Heben des Hebels die Stange gesenkt wird.  Das Ende des Hebels 71 kommt mit verstell  baren Anschlägen 73 und 74 in Berührung,  welche seine Auf- und     Abwärtsbewegung    be  grenzen.  



  Während der Aufwärtsbewegung des Kol  bens stehen die Flügel 63 der Verdichtungs  organe mit ihren     hintern    Kanten an der Wand  des Kolbens um ein gewisses Mass, nämlich  etwa drei Millimeter, vor.     Wenn    aber der  Kolben die Grenze seiner Aufwärtsbewegung  und das Ende des Hebels 71 den     Anschlag     7 4 erreicht hat, so wird die Stange 65 gehoben.  Infolge der     Kniehebelwirkung    der Hebel 67  und der Arme 68 dreht sich diese Stange da  bei um einen kleinen Winkel, und die Ver  dichtungsflügel werden durch das genannte  Hebelsystem in ihrer     Spindellagerung    so weit       gedreht,    dass die hintern Kanten der Flügel  auf den Durchmesser des Kolbens eingezogen  werden.

   Wenn der Kolben die     -untere    Grenze  seiner     Bewegung    und der Hebel 71 den un  tern     Anschlag    erreicht hat, so     wird    die      Stange 65 gesenkt und dreht in analoger  Weise die Flügel in ihre hervorstehende Stel  lung.  



  Die horizontale Querlasche 86 trägt zwei       aufrechtstehende    Stäbe     86a.    Diese können  auch in bezug auf die Drehachse     geneigt    sein  und besitzen     u-förmigen    Querschnitt, mit nach  aussen     gekrümmten    Flächen; in der Zeichnung  sind sie senkrecht angeordnet. Ihre Aussen  flächen liegen innerhalb der Aussenwand 62  des Kolbenkopfes.  



  Die Anordnung des     Formrings    und der  Trog sind in den     Fig.    5     -Lind    6 im Detail dar  gestellt, und die Konstruktion unterscheidet  sich von der in     Fig.1    und 2 gezeigten Gesamt  darstellung     hauptsächlich    darin,     dass,das    obere  Ende der Form 93 über den Trog 45 hinaus  ragt, anstatt dass sie an dessen Unterseite  befestigt ist. Die in den     Fig.    5 und 6 gezeigte       modifizierte    Form hat den Vorteil, dass sie  die notwendige Höhe des Formrings     vermin-          dert.     



  Die Platte 47     wird    von einem     U-förmigen          Aussenkranz    und dein Rand 75 getragen und  ist als Drehscheibe oder Drehtisch ausgebildet.  Dieser wird von einem unter dem Trog 45  befindlichen Elektromotor 77 über eine aus  ziehbare- Welle 78 und     eine    exzentrisch ge  lagerte Rolle 79 angetrieben. Der Drehtisch  wird auf     zweckdienlichen    Rollen 88 getragen,  und gegenüber der Antriebsrolle 79 befindet  sich eine     Gegendruckrolle    82.

   Die Antriebs  rolle 79 kann durch einen     Handhebel    80 und  ein Hebelsystem 81, welche unter dem Tisch  angeordnet sind, in ihrer     exzentrischen    Lage  rung so bewegt werden, dass sie gegen den  Rand 75 der Drehscheibe     angedrückt    wird,  um ihr die Rotation zu erteilen.  



  Der zusätzliche     Formring    besteht aus einem       hülsenartigen    Ring 89, welcher zur zum       glockenförmigen        obern    Ende     93a    -der Form 93  konzentrischen     Befestigung    an der Platte 47  an seiner obern Kante einen Flansch 90  trägt. Im in den     Fig.    5 und 6 dargestellten  Falle ist der Formring mittels Platten 91 an  der Platte 47 befestigt; aber für die Herstel  lung dünnerer Rohre kann der Flansch 90  mit -einer Anzahl flacher Ansätze versehen    sein, welche in entsprechende Ansätze der  Platte 47 eingreifen.

   Wie aus     Fig.    6 ersicht  lich, ist ein abnehmbarer Ring 92 am Trog 45  befestigt, dessen innerer Durchmesser so be  messen ist, dass er das obere Ende der Form  93 aufnehmen kann, und dessen Unterseite auf  auf einem an der Aussenseite der Form an  gebrachten, rechtwinklig geflanschten Ring 94  aufliegt. Der     innere    Durchmesser der Zusatz  form ist so bemessen,     dass    der Kolben mit den       Verdichtungsorganen    in ihrer äussern Stellung  hindurchgeht.  



  Das Profil der äussern Wand der Zusatz  form 89 entspricht dem     gewünschten    innern  Profil des hergestellten Rohres. In der dar  gestellten Ausführung dient die     Zusatzform     89 zur Herstellung des glockenförmigen     Muf-          fenendes    eines Zementrohres mit     Muffenver-          schluss,    nach Art des bekannten     Selbstkupp-          lungs-    oder Umkehrverschlusses, und zwar ent  steht in diesem Falle eine abgestufte Muffe.

    Es können auch mehrere kleine Stufen oder  Rillen vorgesehen werden, so dass beim Rohr  anschluss auch ein geeignetes Packungsmate  rial, Mörtel oder ein Futter     verwendet    wer  den kann. Die äussere Wand der Zusatzform  kann natürlich in beliebiger Weise gerippt  oder in     Kehlleistenform    oder einem andern       Profil        ausgeführt    sein.  



  An der untern Seite des Flansches 90 sind  zwei keilförmige Packungselemente 95 ange  bracht. Der Flansch 90 kann auch mit Lö  chern oder Schlitzen versehen sein, durch  welche das überschüssige Betonmaterial nach  aussen gedrückt wird.  



  Zur Herstellung eines     Zementrohres    wer  den die Hauptform 93 und die Zusatzform 89  in ihre Arbeitsstellung gebracht und der ro  tierende Kolben beginnt- sich aus seiner Aus  gangsstellung nach oben zu bewegen, wäh  rend die Betonmischung daraufgegossen wird.  Durch die     Wirkung    der Verdichtungsorgane  wird entlang der innern Formwand der Rohr  körper aufgebaut, und die Stäbe     86a    bilden  über dem Kolben einen mehr oder weniger  zylindrischen Betonwulst. Die Menge des auf  diese Weise durch den Kolben vorgeschobenen  Betons hängt     hauptsächlich    von der Form      dieser Stäbe und der Umlaufgeschwindigkeit  des     Kolbens    ab.  



  Sobald sich der Kolben der     Zusatzform    89  nähert, wird der über dem Kolben befind  liche Beton in den Zwischenraum     nvischen     Haupt- und Zusatzform gepresst. Das untere  Ende der Zusatzform befindet sich ungefähr  auf der Höhe, bei welcher sich die Hauptform  trichterförmig zu erweitern beginnt, und be  zeichnet somit das obere Ende der     zylinder-          förmigen    Bohrung des Rohres, wie aus der       Fig.    6 hervorgeht. Sobald die Betonmasse in  den Hohlraum zur Bildung des     Muffenendes     eintritt,     wird    der Antrieb des Drehtisches  eingeschaltet, wobei der Drehsinn des Tisches  demjenigen des Kolbens entgegengesetzt ist.

    Um zu verhindern, dass der Drehtisch durch  die vorrückende     und    rotierende Betonmasse  mutgedreht wird, ist die Platte 47 mit radialen  Querstreben 83 versehen, in welche eine Klinke  84 durch eigene Schwerkraft eingreift.  



  Der keilförmige Packungsring 95 dient  in Zusammenarbeit mit dem Kolben dazu, den  Beton, der die Muffe bildet, von oben zu ver  dichten. Dabei sind die Abmessungen so ge  wählt, dass die     -Tand    des Kolbens sieh noch  im     zy        lindrischen    Teil der     Bohrring    des Roh  res befindet, wenn der     Kolbenkopf    die Höhe  der Platte 47 erreicht hat, in welcher Lage  dessen Aufwärtsbewegung zum Stehen kommt.  In diesem Moment wird auch der Antrieb des  Drehtisches ausgeschaltet.  



  Die untere Kante     75a    des Drehtisches ruht  auf den Rollen 88, und da der rotierende obere  Teil während der     Bildtrog    der Rohrmuffe das  Bestreben hat, sich zu heben, ist ein genügen  des Spiel zwischen den Rollen 88 und dem  Kranz     75a    vorgesehen, um dies zu ermögli  chen.  



  Die Verdichtungsorgane am Kolben werden  ,jetzt eingezogen, und dieser kehrt rotierend  in seine     untere    Ausgangslage zurück, wobei  er die Innenwand des Rohres glättet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Zement röhren durch Verformung, wobei ein rotie- render Kolben (11) in einer senkrechten Form (93) axial bewegt wird, während die Beton mischung dem Kopf des Kolbens zugeführt.
    wird, so dass der Rohrkörper durch den Kol ben (11) zwischen diesem und der Formwand (93) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des glockenförmigen Muff en- endes des Betonrohres, Betonmasse durch den aufwärts bewegten und rotierenden Kolben (11) in einen von dem obern Ende (93a) der Form und einem in dieses Formende einge setzten Formring (89)
    gebildeten Hohlraum verdrängt und darin verdichtet wird. II. Vorrichtung zur Durchfühnuig des Verfahrens nach Patentanspruch I, .dadurch gekennzeichnet, dass am Kopf des Kolbens (11) angebrachte Organe (63) derart vorste hend angeordnet und gestaltet sind, dass sie eine verdichtete Betonwandung am Kolben kopf formen, find weiter dadurch gekennzeich net, dass ein muffenartiger Formring (89) konzentrisch zum glockenförmigen obern Ende (93a) der Form angeordnet ist,
    welcher zusammen mit dieser Form das Profil des hruffenendes des Rohres bestimmt, und dass der Formring (89) in entgegengesetztem Dreh sinn zum Kolben (11) rotiert, um die Beton wandung weiter zu verdichten und ihre Innen fläche zu glätten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass. zwischen dem Formring (89) und dem obern Ende (93a) der Form Packungselemente (95) angeordnet sind, zwecks Ausübung eines Druckes auf die zu bildende Betonrohrmuffe von oben. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, .da durch gekennzeichnet, dass das Lager für das obere Ende der Form (93) von einem hori zontalen Tisch (45) gebildet ist, welcher eine horizontale Platte (47) trägt, die in bezug auf den Tisch (45) um ihre Achse rotieren kann, find wobei die Platte (47) mit einer Öffnung (52) versehen ist, um den Formring (89) kon zentrisch zu der Form (93) aufzunehmen. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Platte (47) mit einem kreisförmigen Rand (75) versehen ist, welcher drehbar gelagert ist und an seiner Peripherie angetrieben wird.
    4. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass. der innere Durch messer des Formringes (89) grösser ist als der Durchmesser :des Kolbens (11) und die Aussenfläche des Formringes dem Profil der Innenfläche der herzustellenden Beton-Rohr- muffe entspricht. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dein Ende (93a) der Form und dem Formring (89) Packungselemente (95) angeordnet sind, wel che dazu dienen, den Beton bei der Bildung der Rohrmuffe. während der Rotation des Formrings (89) nach unten zu pressen. 6. Vorrichtung nach Unteransprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel am Kolben zur Bildung der Betonwandung aus wenigstens zwei aufrechtstehenden Stäben (86a) bestehen, deren Aussenflächen sieh in nerhalb der Aussenwand (62) des Kolben kopfes befinden.
    7. Vorrichtung nach Unteransprueh 6, da durch gekennzeichnet, dass der Kolben (11) am obern Ende der ihn antreibenden Welle (12) befestigt und mit einer horizontalen Querlasche (86) versehen ist, welche an jedem Ende einen der Stäbe (86a) trägt. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Stäbe (86a) in bezug auf die Drehachse des Kolbens (11) geneigt sind.
CH274762D 1948-12-24 1949-06-17 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren. CH274762A (de)

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