CH274761A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren.

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CH274761A
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CH
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piston
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E Gowing Nelson
Norman John W E
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E Gowing Nelson
Norman John W E
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/10Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means
    • B28B21/22Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means using rotatable mould or core parts
    • B28B21/24Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means using rotatable mould or core parts using compacting heads, rollers, or the like

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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementröhren.    Die     Erfindung    bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     Zementröhren     durch Verformung unter     Verwendung    eines  senkrecht beweglichen, rotierenden, in einer  Form axial bewegten Kolbens, sowie auf eine  Vorrichtung zur Durchführung dieses Ver  fahrens,     welcbe    einen in einer Form auf einer  senkrechten Welle drehbar und in axialer  Richtung verschiebbar gelagerten Kolben  aufweist.  



  Bei Rohren, die auf diese Weise hergestellt  werden, bildet sich nach Entfernung aus der  Form infolge der Verdichtungsarbeit des  Kolbens an der Innenwand des Rohres eine  Flüssigkeit, ein sogenanntes  Fett , und da  durch sowie     infolge    der     schraubenartigen     Bewegung des Kolbens entstehen an der  Innenwand Gräte oder Unebenheiten. Die  Bohrung des Rohres muss daher nachträglich  von Hand     mittels    eines Spachtels geglättet  werden; aber auch auf diese Art der Nachbe  arbeitung ist es schwierig, eine genügend  glatte Innenfläche zu erreichen.  



  Mit der vorliegenden     Erfindung    wird be  zweckt, die Nachteile und     Umständlichkei-          ten    dieser bekannten Verfahren zur Her  stellung von Zementröhren zu vermeiden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass der Kolben vom  Boden zum obern Ende der Form bewegt  wird, während der Beton daraufgegossen    wird, und dass während der Aufwärtsbewe  gung des Kolbens über dessen Mantel hinaus  ragende Verdichtungsorgane nach     Formung     des Rohrkörpers bis auf den Durchmesser  des Kolbens eingezogen werden, wonach der  rotierende Kolben auf den Boden der Form       zurückgeführt    wird, wobei die Geschwindig  keit der axialen und der     Rotationsbewegung     so verändert     wird,    dass eine     Glättung    der ,

    Innenwand -des Rohres erzielt     wird.       Die zur     Durchführung    dieses Verfahrens  dienende Vorrichtung kennzeichnet sich da  durch, dass der am obern Ende der Welle an  geordnete Kolben Verdichtungsorgane auf  weist, die zusammen     mit    dem Kolben den  Rohrkörper formen und verdichten, während  die     Betonmischung    dem Kolben zugeführt       wird,    und welche     während    der das Rohr for  menden Aufwärtsbewegung über den Kolben  mantel hinausragen, ferner dadurch, dass  der Kolben Mittel aufweist, um diese Organe  bei der Aufwärtsbewegung desselben bis auf  den Kolbendurchmesser zurückzuziehen, und  dass der Mechanismus für die axiale Bewe  gung des Kolbens derart ausgebildet ist,

   dass  der Kolben schneller abwärts als aufwärts  bewegt wird.  



  Zwecks Erläuterung des Erfindungsge  genstandes wird nachstehend     eine    beispiels  weise Ausführungsform der Vorrichtung an  Hand der Zeichnung näher. beschrieben.           Fig.    1 ist eine Vorderansicht     mit    dem  Kolben in seiner     untersten    Lage,       Fig.    2 eine Seitenansicht zu     Fig.    1.  



       Fig.    3 ist ein     Grundriss,    aus dem die Vor  richtung zum Antrieb der     axialen    Bewegung  des Kolbens zu ersehen ist.  



       Fig.    4 ist ein Grundriss des Kolbens in  grösserem Massstab.  



       Fig.    5 ist eine Seitenansicht des Kolbens,       teilweise    im Schnitt, und       Fig.    6 stellt einen Grundriss der Dreh  scheibe     mit    dem Trog dar, auf dem die  Scheibe ruht.  



  Der Rahmen der Vorrichtung besteht aus  vertikalen Stützen und horizontalen Ver  strebungen aus     I-Eisen,        Winkeln    und Flach  eisen, die in der Zeichnung kollektiv     mit    10  bezeichnet sind. Die Hauptstütze für den  Kolben 11, dessen Welle 12 und den Motor 13  besteht aus einem senkrechten Pfeiler 14 in  der Mitte des Rahmens und setzt sich aus       I-Profileisen        zusammen..    Der     Mechanismus     des Kolbens ist in senkrechter Richtung ver  schiebbar gelagert und enthält an einer       Grundplatte    16 gelagert den Elektromotor  13, der hinter dem genannten Pfeiler liegt,

    und ein Lager 15 für das untere Ende der  Kolbenwelle 12 und deren Mantel     12a,    das  vor dem Pfeiler angeordnet ist, wobei der  Motor die Kolbenwelle     mittels    Riemen und  Scheiben antreibt, welche gesamthaft     mit     17 bezeichnet     sind.    Die Grundplatte 16 ist       mit    Rollen 18 versehen, welche auf ent  sprechenden     senkrechten.    Schienen des Rah  mens laufen, so dass eine seitliche Bewegung       ausgeschlossen    oder auf ein Mindestmass be  schränkt ist.  



  Der Kolben 11 ist am obern Ende der  Welle befestigt, deren Länge so bemessen ist,  dass sie     die    jeweils verwendete Form voll  ständig     durchdringt.    Es ist besonders darauf  hinzuweisen, dass der Kolben am     obern    Ende  der Welle 12 starr befestigt ist, im Gegensatz  zu der     üblichen    Anordnung, bei welcher er  unten angeordnet ist. Die Kolbenwelle wird  in der äussern Hülse     12a    geführt, deren äu  sserer Durchmesser nur wenig kleiner als der       Durchmesser    des Kolbens zu     sein    braucht.

      Der Antrieb für die axiale Bewegung des  ganzen Kolbenmechanismus     befindet    sich  oben am Rahmen und besteht in der Haupt  sache aus einem     Elektromotor    19, dessen  Drehrichtung mittels eines Schalters umge  stellt werden kann und der über ein Getriebe  zum Einstellen verschiedener Geschwindig  keiten eine Querwelle 20 antreibt, die an je  dem Ende eine Trommel 21 mit Flansch  trägt.

   Ein über jede Trommel laufendes Ka  bel 22 ist mit dem Mechanismus     verbunden.     Ein Gegengewicht 23 bewegt sich an jeder  Seite des Rahmens in einer     senkrechten    Füh  rung     23a.    Ein Kabel ist an jedem der Gegen  gewichte befestigt, läuft über die entspre  chende Trommel und ist am andern Erde     mit     einem passenden Teil des Mechanismus ver  bunden, wie aus der     Fig.    2 klar ersichtlich ist.

    Ein     Überwinden    ist bei dieser Vorrichtung  nicht möglich, da entweder das Gegengewicht  oder aber der Kolbenmechanismus auf den  Boden bzw. auf einen Teil des Rahmens auf  stossen würde, wenn     die    Grenze der Bewegung  erreicht ist, was ein Lockern der Kabel um  die Trommeln zur Folge hätte.  



  Der Motor 19 treibt über die     Kettenräder     24, 25 und die Kette 26 eine querliegende  Zwischenwelle 27 an, die in entsprechenden  Lagern vorn auf dem Rahmen angebracht  ist. Die Welle 27 treibt über die Kettenräder  28, 29 und die Ketten 30, 31 die Kettenräder  32, 33 an, welche lose auf der Querwelle 20  sitzen. Ein auf einem Keil gleitendes Klauen     -          kupplungselement    34 (siehe     Fig.    3) ist zwi  schen den beiden Kettenrädern auf der Welle  20 angeordnet, das in die mit entsprechenden  Klauen versehenen Naben 35, 36 dieser Ket  tenräder eingreifen kann.

   Durch Bewegung  des Kupplungselementes 34 nach der einen  oder andern Seite, so dass entweder das eine  oder das andere der beiden Kettenräder 32,  33 eingekuppelt wird, ändert sich das     Über-          setzungsverhältnis    zwischen dem Motor 19  und der Welle 20.  



  Das     Übersetzungsverhältnis    wird beim  Umschalten der Drehrichtung des Motors  automatisch geändert. Am Ende der Zwi  schenwelle 27 ist ein Element 37     einer    Rei-           bungskupplung    befestigt. Das zweite Ele  ment 38, das in axialer Richtung verschieb  bar auf der gleichen Welle befestigt ist, wird  durch die Feder 39 an das Element 37 ange  drückt.

   Das zweite Element 38 ist durch einen  Arm 40, dessen Kopf als     Ring    41 ausgebildet  ist, und ferner durch ein Hebelsystem 42 mit  der     Klauenkupplung    auf der Welle 20 verbun  den,     sodassbeim    Umschalten     derDrehrichtung     des Motors 19, infolge der Reibung zwischen  den beiden Elementen, der Ring 41 etwas  gedreht und der Arm 40 geschwenkt wird,  wodurch das Kupplungselement auf der  Welle 20 verschoben     wird    und in das andere       Kettenrad.eingreift.    Das Übersetzungsver  hältnis zwischen der Auf- und Abwärtsbe  wegung des     Kolbenmechanismus    ist vorzugs  weise mit 1 :

   3 gewählt, so dass der Kolben  sich dreimal schneller abwärts als aufwärts  bewegt.  



  Das untere Ende der Form ruht auf einer  Grundplatte 43; diese ist mit Dornen 44 ver  sehen, welche in     die    entsprechenden Löcher  des untern Ringes einer     üblichen        zweischa-          ligen    Form<B>*</B> eingreifen, während diese oben  durch einen Trog 45 festgehalten wird, der  auf der untern Seite mit einem Haltering 46  versehen ist. Der Trog 45 ist in vertikaler  Richtung verschiebbar, so, dass die Form her  ausgenommen und ausgewechselt werden  kann; diese Vorrichtung gestattet die Ver  wendung von Formen verschiedener Länge.  Eine runde Platte 47 ist drehbar an dem ge  nannten Trog angebracht und dient zur Auf  nahme einer weiter unten beschriebenen zu  sätzlichen Form.

   Der Trog 45 gleitet an  senkrechten Führungen 48, welche auf bei  den Seiten an senkrechten Stützen an der  Vorderseite des Rahmens in entsprechenden  Führungen gleitend gelagert sind. Zwei durch  Gewichte ausbalancierte Hebel 59     sind    auf  der Querwelle 49 angebracht und durch Ver  bindungsstangen 50 mit dem untern Teil des  Troges 45 verbunden. Der gebogene Hebel 51  ragt vorn aus der     Maschine    und ist     mit    der  Welle 49 starr verbunden, so dass beim He  ben bzw. Senken dieses     Hebels    der Trog  durch die Hebel 59 und die Stangen 50 ge-    hoben und gesenkt wird, wobei der Trog     die     Tendenz hat, sich aufwärts zu bewegen.

   Der  Trog weist an seiner untern Seite ein zen  trales Loch 52     mit        Befestigungsmitteln    83 für       die    Form auf.  



  Es sind zweckentsprechende     Arretierungs-          vorrichtungen    vorgesehen, um eine Aufwärts  bewegung des     Trogtisches    während der For  mung des Rohres zu verhindern. Die Vorrich  tung besteht aus zwei Stangen 53 an beiden  Seiten des Rahmens,     die    durch einen. mit  Handgriff versehenen Hebel 54 an der     vor-          dern    Seite der Maschine betätigt werden.  Der Hebel. 54 ist     mit    einer durch Gegenge  wicht ausgeglichenen Stange 55 verbunden,  die auf einer Querwelle 56 sitzt. Diese Welle  trägt an jedem Ende ein     Verbindungsglied     57 zu einem Hebel 58, von denen jeder an  einer der Stangen 53 schwenkbar gelagert ist.

    Wenn der Handhebel 54 nach     innen.    gescho  ben     wird,    werden die Anschläge 53 um ihre.  obern Drehpunkte     rückwärtsgeschwenkt,    so  dass der Tisch gehoben werden kann, was das       Auswechseln    der Form gestattet. Die An  schläge 53 können vorzugsweise aus zwei  Teilen zusammengesetzt sein, die     mit    Schlitz  und Bolzen und mit einem Riegel versehen  sind, so dass die Länge dieser Teile eingestellt  werden kann.    Der in den     Fig.    4 und 5 dargestellte Kol  ben besteht in der Hauptsache aus dem  Körper 11     mit    einer zentralen hohlen Nabe  60, dessen unterer Teil bei 61. abgeschrägt ist.

    Die Aussenwand 62 besteht vorzugsweise aus  einem Mantel aus widerstandsfähigem und  zähem Metallblech. An der obern Stirnseite  des Kolbens sind zwei Verdichtungsorgane  angebracht. Jedes von ihnen besteht aus  einem Flügel oder schaufelartigen Blatt 63,  das an einer vertikalen Achse oder Spindel  64 drehbar befestigt ist, wobei das untere  Ende der Spindel bei     64a    am Kolben und das  obere bei 64b in einer Lasche gelagert ist,  welche parallel über der     Stirnfläche    des  Kolbens     mittels    zweier Distanzschrauben 87  befestigt ist.

   Die äussern Flächen der genann  ten Flügel sind     senkrecht,    während die     obern         Kanten von vorn nach hinten (im     Drehsinn,          wie        in        Fig.    4 angegeben) abwärts geneigt sind.  Die beiden Flügel sind mittels eines     Knie-          hebelsvstems    verbunden und werden durch  eine senkrechte Stange 66 betätigt, welche im       Innern    der Kolbenwelle frei drehbar gelagert  ist.

   Der Kopf dieser Stange ist bei 66 als  Platte ausgebildet, an deren jeder Seite ein  Hebel 67     angelenkt    ist, der je mittels     eines     starren, gekrümmten Armes 68 mit dem       entsprechenden    Flügel nahe der betreffenden  Spindel verbunden ist.  



  Wie aus     Fig.    1 ersichtlich ist, ragt die       Betätigungsstange    65 an ihrem untern Ende  über     die    Kolbenwelle 12 hinaus und wird hier       zweckdienlich    gelagert. Ein Bügel 69 ver  bindet einen Ring 70 am Ende der Stange       mit    einem Hebel 71, der bei 72 schwenkbar  gelagert ist, so dass beim Herabdrücken des  Hebels die Stange 65 gehoben und .umge  kehrt beim Heben des Hebels die Stange ge  senkt     wird.    Das Ende des Hebels 71 kommt       mit    verstellbaren Anschlägen 73 und 74 in  Berührung, welche seine Auf- und Abwärts  bewegung begrenzen.  



  Während der Aufwärtsbewegung des Kol  bens stehen die Flügel 63 der Verdichtungs  organe mit ihren hintern     Kanten    an der Wand  des Kolbens um ein gewisses Mass,     nämlich     etwa drei Millimeter, hervor. Wenn aber der  Kolben die Grenze seiner Aufwärtsbewegung  und das Ende des Hebels 71 den Anschlag 74  erreicht hat, so wird die Stange 65 gehoben.

    Infolge der     Kniehebelwirkung    der Hebel 67  und der Arme 68 dreht sich diese Stange da  bei um einen kleinen Winkel,. und     die    Ver  dichtungsflügel werden durch das genannte  Hebelsystem in ihrer     Spindellagerung    so weit  gedreht, dass die     bintern    Kanten der Flügel  auf den Durchmesser des     Kclbens    eingezogen  werden. Wenn der Kolben die untere Grenze  seiner Bewegung und der Hebel 71 den untern  Anschlag erreicht hat, wird die Stange 65  gesenkt und dreht in analoger Weise die  Flügel     in    ihre hervorstehende Stellung.  



  Das     Muffenende    des Zementrohres wird  oben     gebildet,    während das untere Ende der    Form mit einem Ring oder einem andern geeig  neten Element versehen ist, um das einzu  schiebende Ende des Rohres zu formen. Die  Platte 47 kann, wenn nötig, zur Aufnahme einer  zylindrischen Zusatzform ausgebildet werden,  deren äussere Form das Profil der Innenwand  der Rohrmündung bestimmt. Dabei     wird    die  Betonmischung zwischen die Haupt- und die  Zusatzform gepresst, während sich der Kol  ben seiner obersten Lage nähert. Es     kann    jede       beliebige    Form des     Muffenendes    hergestellt  werden, und die Zusatzform ist in den Zeich  nungen nicht dargestellt.

   Es ist indessen zu  empfehlen, der Zusatzform eine Drehbewe  gung entgegen derjenigen des Kolbens zu er  teilen, und zu diesem Zweck ist die Platte 47  als Drehscheibe ausgebildet und mit einer  in ihrem Profil U-förmigen Aussenkante 75       (Fig.6)    versehen, die auf entsprechenden  Rollen 76 ruht. Die Verbindung zwischen der  Zusatzform und der Drehplatte 47 kann da  durch hergestellt werden, dass man beispiels  weise die Zusatzform mit vorstehenden An  sätzen versieht, die in entsprechende Ansätze  der Platte 47 eingreifen, welch letztere mit  den     Knaggen    83 angedeutet sind.

   Die Platte  47     wird    von einem unter dem Trog 45 befind  lichen Elektromotor 77 über eine ausziehbare  Welle 78 und eine exzentrisch gelagerte Rolle  79     angetrieben.    Diese Rolle 79 wird mittels  eines Handhebels 80 und     Hebelsystems    81,  welche unter dem Tisch angebracht sind, an  die Aussenkante 75 der Platte 47 angedrückt  oder von ihr abgehoben, wobei eine Gegen  druckrolle 82 vorgesehen ist. Selbstver  ständlich ist eine Rotation der Zusatzform  (d. h. der Platte 47) nur notwendig, wenn der  Kolben sich der Platte, d. h. seiner obersten  Stellung nähert. Ein     Mitdrehen    der Platte 47  im     Drehsinn    des Kolbens wird durch die  radialen Querstreben 84 und eine Klinken  sperre 85 verhindert.  



  Wie oben erwähnt, ist die Gestalt der  Zusatzform abhängig von der gewünschten  Ausbildung der     Rohrmündung,    und sie kann  insbesondere eine für die Herstellung von  Rohren. mit Kupplungsmuffe     geeignete    Form  aufweisen.      Zur Herstellung eines Zementrohres mit  dieser beschriebenen Vorrichtung wird die  Form bei tiefster     Stellung    des Kolbens in  ihre richtige Lage gebracht, der Motor     für     die Kolbenrotation eingeschaltet (die geeignete  Geschwindigkeit ist 200 bis 300     T/min)    und  die Betonmischung der Form zugeführt, wor  auf der Motor für die vertikale Bewegung  des Kolbenmechanismus eingeschaltet wird.

    Durch die     Zentrifugalkraft        -wird    die Beton  mischung nach aussen gegen die Form ge  schleudert. Die     Verdichtungsscbaufeln    ragen  mit ihren Hinterkanten etwas über die Kol  benwand vor, und ihre Höhe ist so bemessen,  dass die Betonmischung in der Form zu einer  Rohrschale aufgebaut     wird,    um durch den  nachfolgenden Kolben verdichtet zu werden.  Sobald sich der Kolben der     obern    Zusatzform       nähert,    wird dieselbe in Drehung, entgegen  dem Drehsinn des Kolbens, versetzt. Der  Kolben durchdringt schliesslich die Form und  die Zusatzform, und wenn sein Kopf diese  verlassen hat, werden die Verdichtungsorgane  automatisch eingezogen.  



  Die     Drehrichtung    des Motors für die  Hubvorrichtung wird jetzt umgeschaltet, und  der Kolben kehrt mit grösserer Geschwindig  keit wieder in die Ausgangslage zurück. Da  durch wird mit     Hilfe    des abgeschrägten un  tern Randes des Kolbens ein Glätten der  Innenwand des Rohres erreicht.  



  Soll an dem Rohr ein Innenfutter ange  bracht werden, so     wiederholt    sich der Vor  gang, nachdem der Kolben seine Ausgangs  lage erreicht hat, während dem Kolbenkopf  ein geeignetes Futtermaterial von oben zuge  führt wird. Dieses Material kann aus Sand       and    Zement, mit oder ohne andere Füllmate  rialien, wie z. B. pulverisiertes Glas, Kohle  usw., bestehen. Auch nach diesem Vorgang  kehrt der Kolben in seine Ausgangslage zu  rück, wobei er das Futter glättet und aus  schleift.  



  Bei diesem     Ausfütterungsvorgang    wird  das Futtermaterial durch die Verdichtungs  schaufeln in die     Innenwand    des Rohres hin  eingestrichen, was die     Betonstruktur    weiter  verdichtet. Auf diese Weise wird eine ausser-         ordentlich    harte innere Oberfläche erreicht.

    Die verwendete Betonmischung setzt sich  aus recht     grobkörnigem    Steinmaterial. zu  sammen, was eine rauhe     und        durchlöcherte     innere Oberfläche ergeben     würde.    Durch das  Ausfüttern insbesondere wird eine     Innenwand     erzielt, die keine grösseren Vertiefungen auf  weist; ausserdem kann das Futtermaterial  so gewählt werden, dass eine für jede normale       Verwendung    wasserdichte Röhre entsteht.  



  Die Rohrwand     kann    durch Metalleinlagen,  die in     die    Form eingesetzt werden, verstärkt  werden, da die Flügel am Kolben nicht so  weit hervorstehen, um diese zu berühren.  Es     können    also Rohre hergestellt werden, die  gegenüber     bekannten    Zementröhren     einen     relativ hohen Druck aushalten, ohne undicht  zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Zement röhren durch Verformung und unter Verwen dung eines senkrecht beweglichen, rotieren den, in einer Form axial bewegten Kolbens, dadurch gekennzeichnet, dass der, Kolben vom Boden zum obern Ende der Form be wegt wird, während der Beton daraufge gossen wird, und dass während der Aufwärts bewegung über den Kolbenmantel hinaus ragende Verdichtungsorgane nach Formung des Rohrkörpers bis auf den Durchmesser des Kolbens eingezogen werden, wonach der rotierende Kolben auf den Boden der Form zurückgeführt wird,
    wobei die Geschwindig- keit der axialen und der Rotationsbewe gung so verändert wird, dass eine Glättung der Innenwand des Rohres erzielt wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, mit einem in einer Form auf einer senkrechten Welle drehbar und in axialer Richtung verschieb bar gelagerten Kolben, dadurch gekennzeich net, dass der am obern Ende der Welle ange ordnete Kolben Verdichtungsorgane auf weist,
    die zusammen mit dem Kolben den Rohrkörper formen und verdichten, während die Betonmischung dem Kolben zugeführt wird, und welche während der das Rohr for- tuenden Aufwärtsbewegung über die Wand des Kolbens hinausragen, dass er Mittel auf weist, um diese Organe für die Abwärtsbe wegung bis auf den Kolbendurchmesser zu rückzuziehen, und dass der Mechanismus für die axiale Bewegung des Kolbens derart ausgebildet ist, dass der Kolben schneller ab wärts als aufwärtsbewegt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren zur Herstellung von Zement röhren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zusätzlich, zwecks Aus kleidung des Rohres, der Kolben abschlie ssend an den Glättungsvorgang unter fort gesetzter Rotation durch die Rohrschale wie der aufwärts bewegt wird, während das Ma terial für die Auskleidung dem Kopf des Kolbens zugeführt wird, wobei es durch die Verdichtungsorgane nach aussen geschleudert und durch den Kolben an die Innenwand des Rohres gepresst wird,
    und dass der Kolben mit eingezogenen Verdichtungsorganen zum Glätten der Auskleidung wieder abwärts be wegt wird. 2. Vorrichtung nach Patentarspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die am Kopf des Kolbens angebrachten Verdichtungs organe aus zwei sich diametral gegenüber liegenden, an senkrechten Drehachsen befe stigten, gebogenen Platten bestehen, welche durch eine innerhalb der Kolbenwelle frei drehbare Stange betätigt werden, deren oberes Ende über dem Kolben hervorsteht und mittels Kniehebel mit den Verdichtungs organen verbunden ist, während das untere Ende der Betätigungsstange an der Kolben welle hervorsteht und mit einem Betätigungs arm verbunden ist,
    ferner durch am Rahmen angebrachte Anschläge, die mit dem Betäti gungsarm zusammenarbeiten, sobald der Kolben eine Grenzlage erreicht, um die Stange gegenüber der Welle axial zu verschieben und die Verdichtungsorgane um ihre senkrechten Achsen so zu schwenken, dass hintere Teile in bezug auf die Kolbenwand vorstehen, wenn der Kolben seine unterste Lage erreicht, und wieder .einwärtsgeschwenkt werden, wenn der Kolben seine oberste Lage erreicht. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der obere von den mit dem Betätigungsarm zu sammenarbeitenden Anschlägen verstellbar ist. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben am obern Ende einer senkrechten Welle be festigt ist, deren unteres Ende an dem einen Ende einer Plattform drehbar gelagert ist, an deren anderem Ende ein Motor zum An trieb des Kolbens befestigt ist, wobei die Plattform am Rahmen senkrecht verschieb bar und mittels zweier Kabel mit einer Welle oben an der Maschine verbunden ist, welche Welle durch einen Motor unter Zwischenschaltung eines Getriebes mit zwei Geschwindigkeiten angetrieben wird. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass jedes Wellenende seitlich über den Rahmen hervorragt und je eine mit Flanschen versehene Trommel trägt, über die ein Kabel geführt ist, dessen eines Ende an einem Gegengewicht und dessen anderes Ende an der Plattform befestigt ist. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor für die Verschiebung der Plattform eine parallel zur Antriebswelle für die Kabeltrommel lie gende Zwischenwelle antreibt, welche mittels Kettenräder und Ketten zwei lose auf der Trommelwelle sitzende weitere Kettenräder treibt, wobei an der Trommelwelle eine Klauenkupplung vorgesehen ist, mütels wel cher das eine oder das andere Kettenrad mit dieser Welle gekuppelt werden kann, so dass zwei verschiedene Geschwindigkeiten eingestellt werden können. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehrich tung des Motors mittels eines Schalters um kehrbar ist, wobei das Umschalten automa tisch Mittel zum Bewegen der Kupplung zwecks Änderung des Übersetzungsverhält- nisses betätigt. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Bewegung der Kupplung einen durch ein Friktionsgetriebe der Zwischenwelle ange triebenen Arm aufweisen, welcher durch ein Hebelsystem mit der Kupplung verbunden ist.. 9.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Eude der Form durch Mittel gehalten ist, die auf einer am Rahmen in senkrechter Richtung verschiebbaren Platte angeordnet sind und die ein Auswechseln der Form ermöglichen. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte an einem Hebelsystem montiert ist, das mit einem ausgewuchteten Betätigungsarm ver bunden und so ausgebildet ist, dass die Platte in senkrechter Richtung bewegt werden kann. 11.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass einstellbare Anschläge vorgesehen sind, die die Bewegung der Platte während der Bildung des Rohr körpers nach oben begrenzen, wobei die An schläge so angeordnet und mit einem Betä tigungshebel verbunden sind, dass sie aus ihrer Stellung geschwenkt werden können, so dass die Platte gehoben werden kann.
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