CH274840A - Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH274840A
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/34Simultaneous production of alkali metal hydroxides and chlorine, oxyacids or salts of chlorine, e.g. by chlor-alkali electrolysis
    • C25B1/36Simultaneous production of alkali metal hydroxides and chlorine, oxyacids or salts of chlorine, e.g. by chlor-alkali electrolysis in mercury cathode cells

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Description


  Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in     Chloralkali-Elektrolysezellen     und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.    Im umlaufenden Quecksilber einer Chlor  alkali-Elektrolysezelle reichern sich mit der  Zeit verschiedene Verunreinigungen an. Man  kann diese in bezug auf ihre Entstehung  generell in drei Gruppen einteilen.  



  1. Chemische Fremdstoffe, die in Lösung  mit der Salzsole in die Zellen gelangen und,  wie das     Alkalichlorid,    der Elektrolyse unter  worfen werden. Dabei bilden diese     Verunrei-          rzigungen    mit dem Quecksilber teilweise  Amalgame. Zu der gleichen Gruppe gehören  die aus den     Graphitelektroden    herausgelösten  Verbindungen. Auch diese können vorüber  gehend     Amalgambildung    zeigen. Diese     Amal-          game    scheiden sich aber teilweise als solche  in fester Form ab und bilden so eine mecha  nische Verunreinigung.  



  2. Rein mechanische Verunreinigungen,  wie Eisenoxyd     resp.    reduzierte Oxyde des  Eisens, welche teilweise als Schlamm und  teilweise ebenfalls als Amalgam im Queck  silber angereichert werden.  



  3. Mechanische Verunreinigungen, die aus  den     Graphitelektroden    stammen, also feine       Graphitteilchen,    die sehr hartnäckig im  Quecksilber suspendiert werden und zu un  angenehmen Störungen führen können.  



  Da für einen einwandfreien Verlauf der  Elektrolyse ein absolut sauberes Quecksilber  notwendig ist, ist man     gezwungen,    von Zeit  zu. Zeit eine Reinigung     vorztmehmen,    was  bisher so geschah, dass das Quecksilber aus  der Zelle genommen wurde     und    in einer    separaten     Destillationsanlage    zur Destillation  kam. Dieses Verfahren hat aber den grossen  Nachteil, dass immer eine oder mehrere Zel  len ausser Betrieb gesetzt werden müssen, was,  abgesehen vom Produktionsausfall, eine Ge  fährdung der Zellen bedeutet, da,     wenn    diese       stillgelegt    sind, sehr rasch schädliche Korro  sionen auftreten.

   Die Korrosionsprodukte aber  können nie ganz entfernt werden und stellen  also eine neuerliche     Vertmreinigung    der Zelle  dar, wodurch die ganze Reinigung teilweise  illusorisch wird. Dazu kommt,. dass eine Zelle,  die mit unsauberem Quecksilber läuft, keine  hochkonzentrierte Natronlauge liefert.  



       Erfindungsgemäss    ist nun das Verfahren  zur Reinigung des Quecksilbers in einer aus  mehreren     Chloralkali-Elektrolysezellen    beste  henden Anlage dadurch     gekennzeichnet,    dass  ein Teil des umlaufenden Quecksilbers bei  jeder Zelle kontinuierlich abgezweigt, einer  Destillation unterworfen und nach der Reini  gung wieder in die Zelle zurückgeführt wird.  



  Eine Einrichtung zur Durchführung die  ses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,  dass jeder Zelle ein     Destillationsapparat    für  Quecksilber zugeteilt ist, durch welchen ein  Teil des Quecksilbers der Zelle kontinuierlich  führbar ist.  



  Auf diese Weise ist eine individuelle Rei  nigung für jede Zelle möglich. Ferner errei  chen wir, dass, ohne die Zellen abzuschalten,  die Verunreinigungen des Quecksilbers immer  auf einem     unschädlichen    Niveau gehalten wer-      den können, womit alle die beschriebenen       Itnzulänglichkeiten,    die beim Abstellen einer  Zelle     auftreten,    vermieden     sind.     



  Gleichzeitig wird durch diese     Massnahmen     erreicht, dass die Konzentration an     NaOH     wesentlich höher getrieben werden kann.  



  An Stelle der bisher üblichen, gewöhn  lichen Reinigung kann zum Beispiel eine sol  che unter     vermindertem    Druck vorgesehen  werden, was einen höheren Reinigungsgrad  und eine raschere     Destillation    bedingt. Die       einzelnen        Destillationsapparate    können an  einer gemeinsamen     Vakuumleitung    ange  schlossen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Reinigung des Quecksil bers in einer aus mehreren Chloralkali-Elek- trolysezellen bestehenden Anlage, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des umlaufen- den Quecksilbers bei jeder Zelle kontinuier lich abgezweigt, einer Destillation unterwor fen und nach der Reinigung wieder in die Zelle zurückgeführt wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zelle ein Destilla- tionsapparat für Quecksilber zugeteilt ist, durch welchen ein Teil des Quecksilbers der Zelle kontinuierlich führbar ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Destillation unter vermindertem Druck ausgeführt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche De stillationsapparate an eine gemeinsame Va kuumleitung angeschlossen sind.
CH274840D 1948-07-10 1948-07-10 Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. CH274840A (de)

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