CH274840A - Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in Chloralkali-Elektrolysezellen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Im umlaufenden Quecksilber einer Chlor alkali-Elektrolysezelle reichern sich mit der Zeit verschiedene Verunreinigungen an. Man kann diese in bezug auf ihre Entstehung generell in drei Gruppen einteilen.
1. Chemische Fremdstoffe, die in Lösung mit der Salzsole in die Zellen gelangen und, wie das Alkalichlorid, der Elektrolyse unter worfen werden. Dabei bilden diese Verunrei- rzigungen mit dem Quecksilber teilweise Amalgame. Zu der gleichen Gruppe gehören die aus den Graphitelektroden herausgelösten Verbindungen. Auch diese können vorüber gehend Amalgambildung zeigen. Diese Amal- game scheiden sich aber teilweise als solche in fester Form ab und bilden so eine mecha nische Verunreinigung.
2. Rein mechanische Verunreinigungen, wie Eisenoxyd resp. reduzierte Oxyde des Eisens, welche teilweise als Schlamm und teilweise ebenfalls als Amalgam im Queck silber angereichert werden.
3. Mechanische Verunreinigungen, die aus den Graphitelektroden stammen, also feine Graphitteilchen, die sehr hartnäckig im Quecksilber suspendiert werden und zu un angenehmen Störungen führen können.
Da für einen einwandfreien Verlauf der Elektrolyse ein absolut sauberes Quecksilber notwendig ist, ist man gezwungen, von Zeit zu. Zeit eine Reinigung vorztmehmen, was bisher so geschah, dass das Quecksilber aus der Zelle genommen wurde und in einer separaten Destillationsanlage zur Destillation kam. Dieses Verfahren hat aber den grossen Nachteil, dass immer eine oder mehrere Zel len ausser Betrieb gesetzt werden müssen, was, abgesehen vom Produktionsausfall, eine Ge fährdung der Zellen bedeutet, da, wenn diese stillgelegt sind, sehr rasch schädliche Korro sionen auftreten.
Die Korrosionsprodukte aber können nie ganz entfernt werden und stellen also eine neuerliche Vertmreinigung der Zelle dar, wodurch die ganze Reinigung teilweise illusorisch wird. Dazu kommt,. dass eine Zelle, die mit unsauberem Quecksilber läuft, keine hochkonzentrierte Natronlauge liefert.
Erfindungsgemäss ist nun das Verfahren zur Reinigung des Quecksilbers in einer aus mehreren Chloralkali-Elektrolysezellen beste henden Anlage dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des umlaufenden Quecksilbers bei jeder Zelle kontinuierlich abgezweigt, einer Destillation unterworfen und nach der Reini gung wieder in die Zelle zurückgeführt wird.
Eine Einrichtung zur Durchführung die ses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zelle ein Destillationsapparat für Quecksilber zugeteilt ist, durch welchen ein Teil des Quecksilbers der Zelle kontinuierlich führbar ist.
Auf diese Weise ist eine individuelle Rei nigung für jede Zelle möglich. Ferner errei chen wir, dass, ohne die Zellen abzuschalten, die Verunreinigungen des Quecksilbers immer auf einem unschädlichen Niveau gehalten wer- den können, womit alle die beschriebenen Itnzulänglichkeiten, die beim Abstellen einer Zelle auftreten, vermieden sind.
Gleichzeitig wird durch diese Massnahmen erreicht, dass die Konzentration an NaOH wesentlich höher getrieben werden kann.
An Stelle der bisher üblichen, gewöhn lichen Reinigung kann zum Beispiel eine sol che unter vermindertem Druck vorgesehen werden, was einen höheren Reinigungsgrad und eine raschere Destillation bedingt. Die einzelnen Destillationsapparate können an einer gemeinsamen Vakuumleitung ange schlossen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Reinigung des Quecksil bers in einer aus mehreren Chloralkali-Elek- trolysezellen bestehenden Anlage, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des umlaufen- den Quecksilbers bei jeder Zelle kontinuier lich abgezweigt, einer Destillation unterwor fen und nach der Reinigung wieder in die Zelle zurückgeführt wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zelle ein Destilla- tionsapparat für Quecksilber zugeteilt ist, durch welchen ein Teil des Quecksilbers der Zelle kontinuierlich führbar ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Destillation unter vermindertem Druck ausgeführt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche De stillationsapparate an eine gemeinsame Va kuumleitung angeschlossen sind.
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Also Published As
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