CH275583A - Alkalische Trockenzelle. - Google Patents

Alkalische Trockenzelle.

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CH275583A
CH275583A CH275583DA CH275583A CH 275583 A CH275583 A CH 275583A CH 275583D A CH275583D A CH 275583DA CH 275583 A CH275583 A CH 275583A
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Description


  Alkalische Trockenzelle.    Die Erfindung betrifft eine alkalische       Troekenzelle    mit einer Zinkanode, einer Ka  thode aus einem leitenden und     depolarisie-          rend    wirkenden     Material    und einem ummobili  sierten Elektrolyten aus einer     Alkalihydro-          xyd    enthaltenden Lösung     rund    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass die Anode aus     einem          zweeks        Oberfläelienvergrösserung    mit viel  fachen Zwischenräumen     versehenen    Zinkkör  per besteht,

   wobei die     Zwisehenräume    mit  einer     wässrigen,        Alkalihy        droxy    d enthaltenden       Lösung-    gefüllt sind, um einen teilweisen       i\bertritt    von     Alkalihvdroxvd    enthaltender  Lösung in die     Anodenzwisehenräume    und  ein damit verbundenes Schwinden des  ummobilisierten Elektrolyten zu verhindern.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    1 einen Schnitt durch eine flache,  plattenförmige     Troekenzelle,          Fig.    2 eine perspektivische Ansicht des in  dieser Zelle verwendeten Elektrolyts,       Fig.    3 eine perspektivische Ansicht der in  der genannten Zelle verwendeten Anode,       Fig.    4 einen Schnitt durch eine Zelle, ähn  lich der in     Fig.    1 dargestellten, versehen mit  einer     honigwabenartigen    Anode,

   und       Fig.    5 eine Draufsicht mit Schnitt     dure!i     den Anodenbehälter der in     Fig.    4 dargestell  ten Zelle mit eingesetzter      Il=onigwaben -          ,lnode.       In     Fig.    1 bis 3 bezeichnet 10 einen     flachen,          sehalenförmigen    Kathodenbehälter aus einem  zweckmässigen     inerten    Material, z. B. Stahl.

    Innerhalb dieses Behälters ist der     Kathoden-          depolarisatorkörper    11     eingepresst,    der aus einer  elektrisch leitenden,     elektrolytisch-reduzier-          baren    Substanz mit der Fähigkeit, Sauerstoff  abzugeben, und einer geringeren Menge eines  Materials von höherer Leitfähigkeit besteht.  In den Kathodenbehälter kann z.

   B. ein     vor-          gepressterKörper,        bestehend        aus        95        %        Queck-          silberoxyd        und    5     %        Graphit,        eingesetzt        und     durch höheren Druck verdichtet werden.     Auf     der Oberfläche des Kathodenkörpers 11 liegt  ein Isolierring 12 aus     Styrol.     



  13 bezeichnet eine Scheibe aus     geliertein          Elektrolyt.material.    Der für die erfindungs  gemässe Zelle bevorzugte     Gel-Elektrolyt    be  steht aus der Mischung einer     wässrigen    Lö  sung eines     Alkalimetallhydroxyds    mit einem       Celiermittel    in Gestalt eines     Alkalimetallsalzes     der     Carboxymethyleellulose.    Die     Natrium-          carboxvmethvlcellulose    ist ein in Wasser leicht  lösliches und     dispergierbares        Cellulosederivat     und erhältlich in Form eines weissen, körnigen  Pulvers.

    



  Die vorzugsweise verwendete Konzentra  tion des     Alkalihy        droxyds    bei der Herstellung       des        Elektrolyts        liegt        zwischen        30        und        50%.     Ein geeigneter Elektrolyt ist z. B.  
EMI0001.0077     
      Die     Natriumcarboxymethylcellulose    wird  dem Elektrolyten zugesetzt im Verhältnis von  5 g je 100     ein'    Elektrolyt.

   Zunächst wird die       Natriuincarboxymethylcellulose    gemahlen und  durch ein Sieb von 0,4     mm    flaschenweite ab  gesiebt und unter ständigem Umrühren der  Lösung langsam zugesetzt. Man erhält eine  viskose Lösung, die durch Erhitzen auf min  destens 1000 C und vorzugsweise auf eine  Temperatur etwas unterhalb des Siedepunktes  der Mischung in ein Gel übergeführt wird. In  den meisten Fällen wird diese Temperatur  117 bis 1200 C betragen, wobei eine klare Flüs  sigkeit erhalten wird, welche nach dem Ab  kühlen ein klares, Homogenes, starres Gel  bildet.  



  Für die Herstellung der     Elektroly        tselieiben     oder Platten 13 wird vorzugsweise die klare  Lösung des heissen, flüssigen Elektrolyts mit  dem     Geliermittel    in eine geeignete Form ge  gossen, wo es zu einer flachen Scheibe er  starrt. Nach dem Abkühlen wird das steife  Gel aus der Form genommen und die     Elek-          trolytscheiben    aus der Masse ausgestanzt. Es  kann aber auch der heisse, flüssige     Elektrolyt     mitsamt dem     Geliermittel    direkt in auf die  vorgenannte Temperatur erwärmte Zellen  behälter gegossen werden, wo die Masse ab  kühlt und     zu    einem Gel erstarrt.  



  Der Anodenbehälter 14 hat die Form einer  flachen Schale, deren Rand einen sich     naeb     aussen erweiternden Flansch 15 bildet, welcher  aus einem gegenüber dem Elektrolyten     inerteri     Metall besteht und nach dem     Amalgamieret.     gegen Zink ein niedriges Kontaktpotential  aufweist. Geeignete Metalle sind z. B. für den  Anodenbehälter: Kupfer, silberplattiertes  Kupfer, Silber, Silberlegierungen mit andern  Metallen. Ausgezeichnete Ergebnisse liefern  Anodenbehälter aus handelsüblicher Bronze,       bestehend        aus        90%        Kupfer        und        10%        Zinn.     



  Vor der Montage der Zelle wird die innere  Bronzefläche 1.4 dadurch amalgamiert, dass in  den Behälter eine angesäuerte Lösung von 30/c  Quecksilbernitratlösung gegossen wird, mit  einer Temperatur von 530 C, die während  5 Minuten aufrechterhalten wird. Nach dein    Amalgamieren wird die Lösung abgegossen  und der Behälter gewaschen und getrocknet.  



  Im Anodenbehälter 14 befindet. sieh ein  gepresst ein     Presskörper    aus     Zinkpulver    7.6.  welcher die Zellenanode bildet. Eine bevor  zugte     Amal-ainiermethode    besteht darin, das       Zinkpulver        mit        einer        5%igen        HCl-Lösurig        zu          bedecken        und        10%        Quecksilber        in        einem        fei-          nen    Strahl zu addieren,

   wobei die     llisehun@     umgerührt wird, um die ganze     Masse    gleich  mässig zu     amalgamieren.    Die Mischung wird  während einer halben     Stunde    in einer Trom  mel behandelt und mit Wasser     ausgewaschen,     bis sie frei von Salzsäure ist. Das     airtal-          gamierte    Zink wird vom Wasser befreit und  einmal mit Alkohol und dann mit     Acetons          nachgewaschen,    worauf     niit    einem     Warinluft-          stroin        getroelmet    wird.

   Die fortgesetzte Um  drehung der Trommel während des     Troeknens     fördert. die Verdunstung und verhindert       Klumpenbildung.    Das amalgamierte Zink  pulver wird     ztt        Tabletten    v     erpresst,    die in den  Anodenbehälter eingebracht werden und so  dann durch einen höheren Druck als den       Tablettierdruek        weiterverdielitet    werden.  



  Es ist. zweckmässig, die obere Seite des  Anodenbehälters     1.1    auf solche Weise     zn    ver  formen, dass nach dem. Verdichten der ein  gebrachten amalgamierten Zinktablette die  Arbeitsfläche der Anode in geringem Aus  masse konvex gewölbt ist.  



  Es hat sieh herausgestellt,     dass    zur Erzie  lung der besten Resultate die gepresste, poröse       Zinkpulv        eranode    mit dein Elektrolyten vor  der Montage der Zelle gesättigt sein muss,     an-          sonst    Elektrolyt aus der     Gelplatte    13 absor  biert wird, wodurch diese austrocknet und  schrumpft, da das Volumen der     Gelplatte     seinem     Elektrolytgehalt    proportional. ist.  



  Das     Schrumpfen    der     Gelplatte    würde auf  den guten elektrischen Kontakt zwischen dem  Anodenkörper und der     Gelplatte    einen un  günstigen Einfluss ausüben und könnte im  extremen Fall sogar die Zelle unbrauchbar  machen. Diese Schwierigkeit wird vollständig  behoben durch die vorherige Imprägnierung  der Anode mit dem Elektrolyten. Im allge-           meinen        wird        hierfür        etwa.    7     %        vom        Volumen     der Anode an     Elektrolyt    verbraucht.  



  Etwas     hlektrolyt    wird ferner absorbiert an.  der Berührungsfläche zwischen der     (lelplatte     13 und dein     Kathodendepolarisierkörper    11.  Da jedoch die     Gelplatte    unter Druck steht,  wird der Kontakt mit dem Kathodenkörper  gewährleistet. Dieser Kontakt wird ferner  verbessert     durch    die hohe Adhäsion zwischen  der     Gelplatte    und dein Kathodenkörper.  



  Der zur Imprägnierung der porösen Zink  pulveranode dienende Elektrolyt kann dieselbe       Zusammensetzung    aufweisen wie der zur Her  stellung der Vielplatte verwendete Elektrolyt,  das heisst zusammengesetzt sein aus 100       KOH    und 100     ein','        H.0,    da in diesem Fall  kein     C'elierinittel    zugesetzt werden muss. Man  hat jedoch gefunden,     dass    bessere Resultate  erhalten werden durch Zusatz einer beträcht  lichen     Menge    an     Alkalimetall-Zinkat    zum Im  prägnierungselektrolyten.

   Folgende     Zusa,in-          tnensetzungen    für     Imprägnierungselektrolyte     haben sieh bewährt:  
EMI0003.0026     
  
    A. <SEP> Atzkali, <SEP> techn. <SEP> (88% <SEP> KOH) <SEP> 125 <SEP> g
<tb>  Zinkoxyd <SEP> 30 <SEP> g
<tb>  Wasser <SEP> 100 <SEP> cm:\
<tb>  B. <SEP> Ätzkali, <SEP> teehn. <SEP> (88% <SEP> KOH) <SEP> 100 <SEP> g
<tb>  Zinkoxy <SEP> d <SEP> 7.6 <SEP> g
<tb>  Wasser <SEP> 100 <SEP> <B>cm'</B>       Die Gegenwart einer beträchtlichen     Menge     eines     Alkalimetallzinkats    (z.

   B.)     Kalziumzin-          kat)    im     Imprägnierungselektrolyt    ist ein  wirksames Mittel zur Ermässigung der Aktivi  tät der Zellenmaterialien bei offenem Strom  kreis auf einem     vernachlässigbaren    Betrag.  Dies ist wichtig für die Verlängerung der  nützlichen Lebensdauer und der Lagerfähig  keit der Zelle und wird von ausschlaggeben  der Bedeutung, wenn die Zelle bei erhöhten  Temperaturen gelagert werden soll, z. B. in  den Tropen.

   Es wird darauf hingewiesen,  dass bei der Bereitung des     Gelplatten-Elektro-          lyts    13 kein Zinkoxyd verwendet wurde, so  dass genannte Platte mindestens anfänglich  praktisch frei ist von     Alkalimetallzinkat.    Eine  Zelle mit einer     Elektrolytplatte    der beschrie  benen Zusammensetzung zeichnet sich aus    durch einen sehr geringen innern Widerstand  und demzufolge durch einen sehr hohen Ent  ladungsstrom. Dieses Phänomen tritt beson  ders deutlich auf bei sehr     niedrigen    Arbeits  temperaturen, etwa in der Gegend     von-30"    C,  und wird im nachfolgenden näher     erläutert     werden.

   Durch die Imprägnierung der Anode  mit einem Elektrolyten mit. einem beträcht  lichen Gehalt an     Alkalimetallzinkat    und durch  Verwendung eines gelierten Elektrolyts, ur  sprünglich frei von     Zinkaten,    wird der Vor  teil einer verbesserten Lagerfähigkeit bei er  höhten Temperaturen und eines erhöhten Ent  ladungsstromes sowie eines geringeren innern  Widerstandes bei niedrigen Arbeitstempera  turen erreicht.  



  ' Bei der Montage der Zelle wird die     Gel-          platte    13 in den Anodenbehälter eingesetzt im  Oberflächenkontakt mit der     elektroly        t-iinprä-          cynierten        Zinkpulveranode    16. Ein     Isolierring     17 ans Polyäthylen spannt. sieh um den Rand  15 des Anodenbehälters, und dieser Behälter  ist in das offene Ende des Kathodenbehäl  ters 10 eingesetzt und stützt sieh auf einer  Schulter 18 des Kathodenbehälters ab.  



  Der obere Rand des Kathodenbehälters  wird sodann gegen die     ringförmige    Fläche des  Anodenbehälters gepresst, wodurch man den  in     Fig.l    gezeigten Verschluss erhält. Der  Isolierring 17 wird zwischen den entsprechen  den Flächen des Anoden- und Kathodenbehäl  ters stark zusammengepresst und bildet einen  praktisch flüssigkeitsdichten Verschluss der  Zelle.  



  Bei einer praktischen     Ausführungsform     der     erfindungsgemässen    Zelle bestand der  Anodenbehälter ans einem handelsüblichen  Bronzeblech von 0,026 mm Dicke. Der Durch  inesser war 31 mm und die Gesamthöhe 7 mm.  Die aus amalgamiertem Zinkpulver gepresste  Anode bestand aus 90 Gewichtsteilen Zink  und 10 Gewichtsteilen Quecksilber. Der     Press-          körper    hatte ein Gewicht von 4,7 g. Der  Durchmesser betrug 27 min und die Dicke  3,5 mm. Der     Pressdruek    betrug 310 atü.  Nachträglich wurde dieser     Presskörper    im  Anodenbehälter unter einem Druck von  475 atü nochmals verdichtet.

   Vor dem Ein-      bau in die Zelle wurde die     Zinkpulveranode     mit einem Elektrolyten imprägniert, und zwar  mit einer Menge zwischen 0,25 und 0,30     cin@.     Der     Imprägnierungselektrolyt    wurde erhalten  durch Reaktion von     1\35    Gewichtsteilen     KOH,     100     Gewiehtsteilen    Wasser und 30 Gewichts  teilen Zinkoxyd, oder durch Reaktion von  100     Gewiehtsteilen        KOH    mit 100 Gewichts  teilen Wasser und 16 Gewichtsteilen Zink  oxyd.  



  Der     Gel-Elektrolyt    wurde in Form einer  runden Platte mit, einem Durchmesser von       ?4    mm bei einer Dicke von 6,8 mm und einem  Gewicht von 4,5 g verwendet. Er wurde her  gestellt durch Auflösen von 100 Gewichts  teilen     KOH    in 100     Gewiehtsteilen    Wasser und  durch Überführen der Lösung in ein zähes,  gummiartiges Gel durch den Zusatz von 5 g       ?N        atriumcarboxymethy        lcelltilose    zu je 100     ein'     der Lösung.

   Der isolierende     Versehlussring    be  stand     aus-Poly        äthylen.    Der     zwischen    dem     Gel-          ElektrolYten    und dem     Kathoden-Depolarisator     eingelegte     Styrolring    hatte einen innern  Durchmesser von 23 mm und einen äussern  Durchmesser von 30 mm und war 0,12 mm  dick.  



  Der Kathodenbehälter bestand aus Stahl  blech von etwa 0,40 mm Dicke und war       41;'.    mm tief, gemessen vom Boden bis zur Schul  ter. Der     Kathodendepolarisator    wurde her  gestellt durch Mischen von 95     Gewiehtsteilen     Quecksilberoxyd mit 5 Gewichtsteilen Graphit.  Diese Mischung wurde zu Tabletten mit einem  Durchmesser von 27 mm und einem     Gewieht     von 1.6 g     -unter    einem Druck von 810     Atm.        ver-          presst;    dann wurde die in den Kathodenbehäl  ter eingebrachte Tablette weiter     -unter    einem  Druck von 2000     Atm.    verdichtet.

   Die fertige  Zelle hatte bei offenem Stromkreis ein Poten  tial von 1,35 Volt.  



  Während die beschriebene Zelle einen  Anodenbehälter aus amalgamierter Bronze  und einen Kathodenbehälter aus Stahl auf  weist, wird es in einigen Fällen wünschens  wert sein, beide Behälter aus nichtmagneti  schem Material zu verfertigen. Es können  beide Behälter aus Kupfer oder Silber ge  formt werden, oder aus     nichtmagnetisehen            Legierungen    von Kupfer oder     Silber    mit- an  dern Metallen. Beide Behälter können z. B.  aus     silberplattiertem    Kupfer bestehen, wo  durch eine Zelle von vollständig-     unniagneti-          schen        Eigensehaften    erhalten     wird.     



  Eine der     wiehti--sten        Aufgaben    der Erfin  dung ist die     Einiö-"-lichung    der Herstellung  einer verschlossenen alkalischen     Troekenzelle     mit einem Elektrolyten von fester Konsistenz,  erhalten aus der     wässrigen    Lösung eines     Al-          l@aliinetall-IIy        droxy        ds    ohne Zinkoxyd.

   Der  praktisch feste     Elektrolyt    kann ein     Gel-Elek-          trolyt    sein, in welchem die vorgenannte     wäl-          rige    Lösung irrmobilisiert wird durch den Zu  satz einer kleinen Menge von     Natriumearboxy-          methyleellulose    oder einer behandelten     Ta-          pioka-Stärke.     



  In Zellen mit einem irrmobilisierten Elek  trolyten von fester Konsistenz     der        besehrie-          benen    Art, bei deren     Herstellung    kein Zink  oxyd verwendet wird, wird ein gesättigter       Zn(OH),-Gehalt    aufgebaut. in der     Grenz-          schicht    zwischen dem innmobilisierten Elektro  lyten und der Anode,     wobei    dieser Vorgang  während der Lagerung der Zelle innere Reak  tionen einschränkt und auch die Gasentwick  lung stark vermindert.  



  Elektrolyte ohne     Zinkoxydgehalt    können  mit steifen Gelen verwendet werden, weil die  primäre Reaktion    Zn<B>+</B> ?     KOH    = Zn K,0, +     H,       die Kontaktflächen des     innmobilisierten    Gels  mit     Kaliumzinkat    sättigt, während die Masse  des Elektrolyts von solchen     Zinkaten    prak  tisch frei bleibt.     Ir-endwelelle    weitere Oxyda  tion des Zinks wird unterdrückt zufolge des  Kontaktes mit dem gesättigten     Zinkat    Lund  dem irrmobilisierten Elektrolyten.  



  Zellen der beschriebenen Art, in     welehen     kein Zusatz von Zinkoxid zu dem gelierten  Elektrolyten von fester Konsistenz     erfoln1,     zeichnen sich aus durch einen kleineren     innern     Widerstand und einen vergrösserten     Eilt-          ladungsstrom,    wobei dies besonders ausgespro  chen ist.

   beim Gebrauch der Zellen bei sehr  niedrigen     Temperaturen.    In Vergleichsver  suchen mit Zellen, die einen gelierten Elektro-           lyten    mit Zinkoxyd (100     Gewiehtsteile        KOH,     16 Gewichtsteile     ZnO    und 100     Gewiehtsteile     Wasser mit einem kleinen Zusatz an     Natrium-          carboxynret.hylcellulose)    enthielten, wurde ein  Entladungsstrom von 1,0     Amp.    bei     -30'C     erhalten,

   während Zellen identischer Kon  struktion ohne     Zinkoxydzusatz    im Elektro  lyten (l.00     Gewiehtsteile        KOH,    100 Gewichts  teile Wasser mit einem kleinen Zusatz an     Na-          triumcarboxymethylcellrilose)    durchschnitt  lich einen     Entladungsstrom    von 2,0     Amp.    bei  derselben niedrigen Temperatur lieferten.  



  Kurz gesagt, das Weglassen von Zinkoxyd  im Elektrolyten von gewöhnlich fester Konsi  stenz führte zu einer 100     o/o-Zunahme    des     Ent-          ladurrgsstromes    bei niedriger Arbeitstempera  tur.  



       Fig.4    und 5 zeigen eine Primärzelle     ähn-          lieh    der in     Fig.l    gezeigten Art, aber mit  einer Anode modifizierter Konstruktion. Es  ist ersichtlich, dass die     phy        sikalisehe    Konstruk  tion mit     Ausnahme    der Anode sehr ähnlich  ist     cler    in     Fig.1    gezeigten Zelle, und aus die  sem Grunde wurden zur Bezeichnung ent  sprechender Teile dieselben Zahlen verwen  det.

   Es erscheint nicht notwendig, eine     Be-          sehreibtrng    der für     Fig.1    und 4 (oder 5)  gemeinsamen Teile     ztr    wiederholen,<I>auch</I> sieht  man, dass die Lage der in     Fig.4    gezeigten  Zelle umgekehrt ist im Vergleich     zyr    der Zelle  nach     Fig.    1, da der Kathodenbehälter aus den       naelrstelrenden    Gründen sich oben befindet.  



  Die modifizierte Anode ist in Form einer  Scheibe vorhanden und zeigt. eine einer Honig  wabe ähnliche Struktur, die über die ganze  Dicke eine Anzahl von kleinen Öffnungen oder  Kanälen aufweist. Wie aus     Fig.    5     ersiehtlich     ist, kann eine solche Struktur erhalten wer  den     durch    gemeinsames spiralförmiges     Aufwik-          kein    eines glatten Zinkstreifens 30 und eines       Zinkwellblechstreifens    31.

   Die Spirale wird       zusammengehalten    durch einen Ring 32 aus  geeignetem Isoliermaterial, wie beispielsweise       Styrol.    Es wurde in einer Ausführungsform  die Spirale aufgebaut aus glatten und ge  wellten     Zinkblechstreifen    von 0,25 mm Dicke  und 2,5 rum Breite.

   Der     Wellbleehstreifen     hatte Rillen, die 2,3     rum    breit und 1,5 mm tief    waren; der Durchmesser der fertigen Anode  war der Grösse der Zelle     angepasst.    Es können  natürlich ähnliche      Honigwaben -Strukturen     mit durch die ganze Dicke hindurchgehenden,  eng aneinander gelagerten Kanälen und einer  im Verhältnis zum Volumen grossen Ober  fläche auch auf anderem Wege erhalten wer  den, beispielsweise durch     Spritzguss,        Verpres-          sen    von Zinkblech, Verarbeiten von Zink auf  der Prägepresse, oder     dureh    Methoden der  Pulvermetallurgie.  



  Bevor die      Honigwaben -Anode    in die  Zelle montiert wird, wird sie in einem Bad,       bestehend        aus        einer    3     %        Quecksilbernitrat-          lösrrng,    amalgamiert, alsdann gewaschen und  getrocknet. Die amalgamierte Anode wird in  den Anodenbehälter eingesetzt, nachdem die  ser mit dem offenen Ende nach oben gestellt  worden ist. Ein Elektrolyt wird beispiels  weise hergestellt durch Auflösen von 100 g       KOH    in 100     ein'    Wasser mit Zusatz von  5 g     Natriumcarboxymethylcellulose    je 100 g  Lösung.

   Die erhaltene Mischung wird auf  niedrige Temperatur gekühlt, etwa 0  C, und  flüssig in den Anodenbehälter eingefüllt, bis  dieser mitsamt den Zwischenräumen der        Honigwaben -Anode    bis zum Rand gefüllt ist.  Der montierte Anodenteil wird zwecks Bil  dung eines steifen Gels in einem Ofen wäh  rend 5 Minuten auf eine Temperatur von  117 bis l20  C erwärmt. Nachher wird der  Verschluss- und Isolierring 17 um den ge  flanschten Rand des Anodenbehälters 14 ge  legt, und der Kathodenteil, der aus dem Ka  thodenbehälter 10, dem     Kathodendepolarisator-          körper    11 und dem     Styrolring    15 besteht,       dureh    einen     Pressversehluss    mit dem Anoden  teil verbunden.  



  Es ist auch möglich, das     Elektrolyt-Gel     noch flüssig in den Anodenbehälter auf eine  Höhe derart, anzufüllen, dass die      Honig-          waben -Struktur    bedeckt wird. Nach dem Er  starren des Elektrolyts wird eine vorbereitete       Elektrolytscheibe    geeigneter Grösse auf die  Anode gelegt.

   In diesem Falle wird vorge  zogen,     Zinkoxy    d für die Herstellung des Elek  trolyts zu verwenden, der zum Ausfüllen der       Zwischenräume    der  Honigwaben  - Anode      dient, aber kein Zinkoxyd für die Herstellung  des     Elektrolytkörpers.    In jedem Fall ist es       ;.weckmässig,    die Zellenelemente im montierten  Zustand unter mässigem Druck zu halten, um       guten    Kontakt der Anode und der Kathode  mit dem     Elektrolytkörper    und auch einen  guten Kontakt zwischen der      Honigwaben -          Anode    und dem Anodenbehälter zu erzielen.

    Der Kontakt zwischen der untern Fläche der        Honigwaben -Anode    und dem Anodenbehäl  ter wird durch die zwischen beiden gebildete       Amalgamschicht    verbessert.  



  Die in der Zelle vorhandene Menge an  Zink wird     zw        eckmässigerweise    nicht grösser ge  wählt, als für den Betrieb der Zelle bis zur  Erschöpfung des     Depolarisators    der Kathode  notwendig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Alkalische Trockenzelle mit einer Zink anode, einer Kathode aus einem leitenden und depolarisier end wirkenden Material lind einem irrmobilisierten Elektrolyten aus einer Alkalihydroxyd enthaltenden Lösung, da durch gekennzeichnet, dass die Anode aus einem zwecks Oberflächenvergrösserung mit vielfachen Zwischenräumen versehenen Zink körper besteht, wobei die Zwischenräume mit einer wässrigen, Alkalihydroxyd enthaltenden Lösung gefüllt sind, um einen teilweisen Über tritt von Alkalihydroxyd enthaltender Lösung in die Anodenzwischenräume und ein damit verbundenes Schwinden des irrmobilisierten Elektrolyts zu verhindern.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode ein poröses Gefüge aufweist. 2. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode eine einer Honigwabe ähnliche Struk tur aufweist. 3. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der irr mobilisierte Elektrolyt aus einer wässrigen Lösung von Kaliumhy droxy d in einem Gel von Natriumcarboxy methylcellulose besteht. 4.
    Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ka thode aus einem aus einer Mischung von Quecksilberoxyd und Graphit hergestellten Presskörper besteht. 5. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode aus einem porösen Presskörper aus amal gamiertem Zinkpulver besteht, der mit einer wässrigen Lösung von Kaliumhydroxyd im prägniert ist. 6.
    Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode aus einem porösen Presskörper aus amalgamiertem Zinkpulver besteht, der mit einer wässrigen Lösung von Kaliumhy droxyd und Kaliumzinkat imprägniert ist.. 7. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode Scheibenform aufweist und mit einer Mehrzahl von durch die ganze Dicke der Scheibe laufenden Kanälen versehen ist, wobei der Querschnitt der einzelnen Kanäle grösser ist als die Wandstärke der Trennungswände benachbarter Kanäle. B.
    Alkalische Trockenzelle nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode aus einem Streifen von amalgamiertem glattem Zinkblech, aufgewunden zu einer Spirale mit Zwischenräumen zwischen den Windungen, sowie aus einem Streifen von amalgamiertem Zinkwellblech, welches eben falls zu einer Spirale aufgewickelt und zwi schen den Windung-en der -latten Zinkblecli- spirale eingelegt ist, besteht. 0. Alkalische Trockenzelle nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenräume der Anode mit einer durch ein Gel irrmobilisierten wässrigen, Alkalibyclroxyd enthaltenden Lösung gefüllt sind. 1.0.
    Alkalische Trockenzelle nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume der ,Anode mit einer Kalium- hy droxy dlösung in einem Gel von Natrium- carboxy metliylcellulose gefüllt sind. 11.
    Alkalische Trockenzelle nach Patent- ansprucli, gekennzeichnet durch schalenför mige Anoden- und Kathodenbehälter aus lei- tendem Material, einen porösen Presskörper, hergestellt aus amalgamiertem zerkleinertem Zink und imprägniert mit der wä,ssrigen Lö sung eines Alkalihydroxyds im Anodenbehäl ter, einen Presskörper, bestehend aus einer Mischung von einem Depolarisator mit einem leitenden Material im Kathodenbehälter, eine wässrige Lösung eines :
    llkalihydroxy ds in einem Gel zwischen den vorerwähnten Kör pern und mit, diesen in Kontakt gepresst, fer ner durch einen Verschluss zwischen den ent sprechenden Flächen der offenen Enden der beiden Behälter in Gestalt eines eingepressten elektrisehen Isoliermaterials. 12. Alkalische Troekenzelle nach Unter anspruch 1.1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aus Kupfer bestehen. 13. Alkalische Trockenzelle nach Unter- ansprueh 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aus Silber bestehen. 14.
    Alkalische Trockenzelle nach -Unter- anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aus einer Kupferlegierung bestehen. 15. Alkalische Trockenzelle nach Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aus einer 'Silberlegierung bestehen. 16.
    Alkalische Trockenzelle nach Unter anspruch 11., dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung aus einer Kaliumhy droxyd- lösung besteht, wobei die in der Zelle vor handene Menge an Zink nicht grösser ist, als für den Betrieb der Zelle bis zur Erschöp fung des Depolarisators der Kathode notwen dig ist. 17. Alkalische Trockenzelle nach Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Zinkpresskörper mit einer Lösung von Kaliumhy droxyd imprägniert ist, die noch Kaliumzinkat enthält.
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