Biegsame, wetterfeste Folie. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf eine biegsame, wetterfeste Folie, die auch geneigt zu ihrer Ebene einfallende Licht strahlen grösstenteils in ihrer Einfallsrich tung zurüelwirft, und ein Verfahren zur Herstellung dieser Folie.
Die biegsame, wetterfeste Folie ist erfin dungsgemäss gekennzeichnet durch eine Lage kleiner durchsichtiger Kugeln, die in einer biegsamen, wetterfesten, die Kügelchen bin denden Sehicht teilweise eingebettet sind, und ein lichtreflektierendes Mittel, das mit den Kügelchen derart zusammenwirkt, dass auch geneigt zur Ebene der Folie einfal lende Lichtstrahlen grösstenteils in ihrer Einfallsrichtung zurückgeworfen werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her stellung einer biegsamen, wetterfesten Folie ist dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine curchsichtige, biegsame, auf der andern Seite fnit einer ebenen lichtreflektierenden Fläche verbundene Schicht ein flüssiges, durchsich tiges Bindemittel aufträgt und eine Lage kleiner durehsichtiger Kugeln in dieses Bindemittel teil- veise einbettet, wobei die Kügelchen einen Durchmesser aufweisen, der grösser ist als die Dicke der genannten Sehieht, die dazu dient, die Kügelchen in einem Abstandvonderlichtreflek- tierenden Fläche zu halten,
und dass man an schliessend las flüssige Bindemittel in den festen Zustand überführt, so dass die Kügel- ehen in einer biegsamen, wetterfesten Schicht festgehalten werden. Die erfindungsgemässe Folie eignet sich beispielsweise zur Herstellung von im Freien anzubringenden Signalen, Markierungen, Wegweisern und dergleiehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform be stehen die kleinen durchsichtigen Kugeln aus Glasperlen. Das lichtreflektierende Mittel kann z. B. in die Bindesehicht eingeführt oder unter einer durchsichtigen Bindeschicht ange ordnet werden, so dass es hinter die Glas perlen z u liegen kommt und ein einfallendes Lichtstrahlenbündel derart gebrochen und reflektiert wird, dass der grösste Teile der Lichtstrahlen selektiv in Form eines Kegels von kleinem Öffnungswinkel gegen die Licht duelle zurückgeworfen wird, selbst dann, wenn die Lichtstrahlen geneigt zur Ebene der Folie einfallen.
Diese Art der Lichtrückwerfung ist von derjenigen eines ebenen Reflektors (beispiels weise einer ebenen Metalloberfläche), an wel- ehem einfallende Lichtstrahlen nach dem Re flexionsgesetz reflektiert werden, zu unter- seheiden. Sie ist auch von jener Art der Lichtrüelverfung zu unterscheiden, die durch eine zerstreuende Fläche (beispielsweise durch die Oberfläche von Löschpapier) erzeugt wird, an welcher ein einfallendes Lichtstrahlenbün del nach allen Richtungen mit angenähert gleielimä.ssigYer Intensitätsverteilung innerhalb eines grossen Winkels reflektiert wird.
Im Falle der Spiegelreflexion muss sieh ein Be- obaelit.er in der Ausfallsriehtung befinden, uni das reflektierte Licht bei maximaler Inten sität wahrnehmen zu können. Bei diffuser Reflexion fällt infolge Streuung der Licht strahlen über einen grossen Winkel nur ein geringer Anteil der Lichtstrahlen in die Rieb- tung des Beobachters.
Im Falle der Licht- rückwerfung durch die erfindungsgemässe Folie wird sieh ein Beobachter selbst dann, wenn er etwas abseits der Einfallsrichtung eines Lichtstrahlenbündels steht und die Lichtstrahlen geneigt zur Ebene der Folie einfallen, innerhalb des reflektierten Licht kegels von hoher Intensität befinden. Da durch wird beispielsweise der Lenker eines Automobils, dessen Scheinwerfer ein mit der erfindungsgemässen Folie versehenes Signal beleuchten, das reflektierte Licht aus grosser Entfernung wahrnehmen können, selbst dann, wenn das Scheinwerferlicht geneigt zur Ebene der Folie einfällt.
Ein mittels der erfindungs gemässen Folie hergestelltes Signal ist deshalb für einen sieh nähernden Beobachter viel frü her sichtbar und leserlich als ein gewöhnliches Signal.
Die Anwendung dieses allgemeinen opti schen Prinzips für Signale und Markierungen im Freien ist an sich bekannt. Bei der Her stellung von mit Glasperlen versehenen Licht rückstrahlern, die für den Gebrauch im Freien bestimmt sind, ist aber als eine der wichtig sten Forderungen diejenige nach Wetter festigkeit zu berücksichtigen. Bei der Her stellung von fnit Glasperlen versehenen Rück strahlern bekannter Art wurden die Glas perlen auf einer praktisch starren Unterlage, z. B. auf Eisenblech, festgemacht. Dies er laubte die Verwendung solcher Bindemittel für die Glasperlen, die die Herstellung einer wetterfesten Bindung der Glasperlen ermög lichten.
Die Glasperlen wurden beispielsweise in die Emaille des Signals eingebettet, bevor diese bei hoher Temperatur gebrannt wurde. Solche Emaillematerialien sind für biegsame Unterlagen nicht verwendbar, insbesondere wenn wegen der stofflichen Zusammensetzung der Unterlage (z. B. Papier oder Tuch) die Anwendung hoher Temperaturen ausgeschlos sen ist. Zur Herstellung von Werbeeinrich- tunen mit beschränkter Gebrauchsdauer (wie z. B. Plakate) wurde auch vorgeschlagen, die Glasperlen mittels einer Tünche oder eines Lackes auf der Unterlage festzukleben. Solche vorübergehend benützte Rückstrahler müssen nicht dauernd wetterfest sein. Die mit Glas perlen besetzte Oberfläche solcher Rückstrah ler ist ausserdem keiner Biegungsbeanspru- ehung unterworfen.
Mit der vorliegenden Erfindung wird nun bezweckt, eine biegsame, wetterfeste, ge- braucllsfertige, durchgehend mit Glasperlen besetzte lichtrückstrahlende Folie schaffen zu können, die fortlaufend Hergestellt und in Rollenform geliefert werden kann, und die vorn Verbraucher leicht in Stücke der ge wünschten Form zerschnitten und durch Auf kleben mit einer beliebigen Unterlage ver einigt werden kann. Dies erlaubt dem Ver braucher, seine eigenen Signale ohne spezielle Ausrüstung herzustellen.
Es ist von beson derer Wichtigkeit, dass dadurch den Ver brancher ermöglicht wird, gewöhnliche Signale in solche umzuwandeln, die auch geneigt zu ihren Ebenen einfallende Lichtstrahlen gröss tenteils in ihre Einfallsrichtung zurückwerfen.
So können die gewöhnlichen und bereits im Gebrauch befindlichen emaillierten Land strassen- und Verkelii#ssig-nale und Markierun gen beibehalten und finit kleinem Kostenauf wand mit der erfindun;sgeniiiss < -,n Folie ver sehen werden, entweder in Form von Buch staben, Zahlen oder andern Zeichen, die über diejenigen des Signals aufgebracht werden.
plan kann die Folie aber auch derart zu schneiden und aufbringen, dass eine reflektie rende Einfassung- oder ein Hintergrund ent steht, wobei die aus der Folie aus-esehnit- teiien Öffnungen den. Buelistaben, Zahlen oder andern Zeichen des Signals angepasst sind.
In Anbetracht der grossen Zahl von Signalen, die selbst in einer relativ kleinen Stadt ge braucht werden, spielen die Kosten natürlich eine wichtige Rolle, so dal> eine Herabset zung der Herstellungskosten für Signale mit Lichtrückstrahlung die Verwendung solcher Signale in grossem Umfang ermöglichen wird. Die Bindung der Glasperlen sollte den Wittertungseinflüssen widerstehen, damit die durch Erneuern oder Ersetzen cer Signale verursachten Kosten vermieden werden kön nen.
Daraus ergibt sieh die Forderung, dass die Bindesehicht, in welcher die Glasperlen eingebettet sind, den vereinigten Wirkungen des Sonnenlichtes, der Hitze, der Kälte, der Veränderliehen Feuchtigkeit und der meehani- schen Beanspruehtng durch Regen, Hagel und Staub, der dureh den Wind angeblasen wird, widerstehen muss. Die Bindesehieht muss unter Umständen auch der Wirkung des Frostes und des Tauens sowie der längeren Einwirkung extremer Temperaturen wider stehen können.
Die Bindesehieht muss unbe- sehädigt bleiben und sollte ihr Bindevermögen sowohl gegenüber der darunterliegenden Fläehe als auel gegenüber den Glasperlen beibe- hadten. Bei dauernder Einwirkung von Son nenlicht unterliegen Überzüge ans organischen Stoffen mehr oder weniger rasch dem Zerfall. Diese Wirkung wird dadurch verstärkt, dass die Glasperlen als Linsen wirken und so die Intensität des Sonnenlichtes erhöhen. Die Bindeschieht darf ausserdem nicht in einem solchen Massle dunkel werden, dass die Lielit- rüekstrahlung erheblich vermindert wird.
Es ist bekannt, cass Kinoprojektionssehirnie hergestellt worden sind, die eine mittels eines Firnisses oder eines Einaillaekes mit einer Tuchunterlage vereinigte Sehieht kleiner Glas perlen aufweisen. Solche Schirme sind natür lich nieht der Witterung ausgesetzt und sind auch tatsäehlieh nielt wetterfest. Dies wurde durch Priifversuee im Freien bewiesen, bei welchen die Bindesehieht rasch Sehaden erlitt und die Glasperlen abfielen. Bei der lerstel- lung soleller Schirme werden gewöhnlich Nitrozelluloselaeke verwendet. Prüfversuehc habel ergehen, dass derartige Bindeschiehten einem raschen Verfall unterliegen, wodurch das Abfallen der Perlen bei fortwährender lEinwirkung von Witterungseinflüssen be schleunigt wird.
Mit der vorliegenden Erfindung können nun die oben erwähnten Naehteile behoben werden. In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 eine Rolle der erfindungsgemässen Folie dar, während die Fig. '2 und 3 sehematisehe Schnitte durch verscliedene Ausführungsformen der erfin dungsgemässen Folie in vergrösserter Form darstellen. Fig. 2 stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher die Kügelehen in einer pig mentierten Bindesehieht eingebettet sind, wäh rend Fig. 3 eine Ausführungsform zeigt, bei welcher die Kügelehen in einer durehsichtigen Bindesehieht eingebettet und mittels einer durchsiehtigen Schieht von einem ebenen Re flektor getrennt sind.
Fig. 4 ist eine Draufsicht und Fig. 5 ein Quersehnitt eines Stopsig'nals , welches mit einem mittels der eirfindungsgemässen Folie hergestellten Untergrtund versehen ist.
Die in Fig. 2 dargestellte Folie weist eine biegsame Papierunterlage 10 auf, die mit einem wasserdiehtmaehenden Material imprä gniert und auf der Vorderseite nit einer bieg samen pigmentierten Sehieht 11 bedeckt ist, die ihrerseits eine biegsame, wetterbeständige, perlenbindende Sehielit 12 trägt, die lieht- reflektierende Pigmentteilchen enthält. und in welcher eine Sehieht kleiner Glasperlen 13 teilweise eingebettet ist. Dieses Sehieht- material stellt eine für den Verkauf ge- brauehsfertige Folie dar, die vom Verbraucher in beliebiger Weise auf einer Unterlage be festigt werden kann.
Die erfindungsgemässe Folie kann auch in einer Zun Aufbringen fer tigen Form hergestellt werden, indem plan an der Rückseite der Unterlage 10 eine wasser feste Klebstoffsehieht 14 aufbringt, welche elie Folie auf einer Unterlaue aufklebbar macht und auf welche eine entfernbare Schutzsehieht 15 zum Schutz der Klebefläche aufgebracht werden kann.
.11s biegsame, wasserfeste Unterlage kann ein beliebiges dünnes, biegsames, wasserbestän diges Material, das eine angemessene Festig keit aufweist Lind ein leichtes Zerschneiden der Folie ermöglicht, verwendet werden. Ein Faserstoffniaterial, wie z. B. Stoff oder Pa pier, das mit einer wasserdicht- oder wasser festmachenden Substanz imprägniert wurde, ist billig und gut zu gebrauchen.
Als Bei spiele anderer Materialien für die Unterlage sind zu nennen: filzartige oder gewobene Stoffe, hergestellt aus Pflanzen- oder Tier fasern, Metallfasern, Glasfasern, Fasern aus Zellulosederivaten, Fasern aus acety liertel- Zellulose, verschiedenen Kunstfasern, wie z. B. Polyamidfasern, ferner Leinenpapier, Per gamentpapier usw. Nichtfaserige Unterlagen können ebenfalls verwendet werden, wie z. B. Filme oder Folien aus Metall, Zelluloseazetat, Kautschukhydroehlorid, plastifizierten Poly- vinylacetalen, synthetisehem Kautsehuk, Poly amiden usw.
Es können auch Materialien mit geschiehteter Struktur verwendet werden, die aus verschiedenen faserigen oder nichtfaseri gen, miteinander verbundenen Blättern zu sammengesetzt sind. Ist die Unterlage porös, so kann sie mit einem abdichtenden Material imprägniert oder geleimt werden, wodureh ihr die gewünselten Eigenschaften, wie z. B. er höhte Festigkeit, Vereinigung der Fasern, Wasserbeständigkeit, glatte Oberfläche usw., verliehen werden, beispielsweise durch An wendung von Harzen, Gummi, künstliclem oder sy nthetisehem Kautschuk usw., und zwar einzeln oder gemischt.
Ein bevorzugtes Material für die Unter lage ist Zeitungspapier, das mit einem wasser- diehtmaclenden, das Papier nielt zäh maehen- den Material imprägniert ist. Ein Vorteil einer solchen Unterlage beruht, neben der ge ringen Kosten, darin, dass die Folie, nachdem sie auf eine Unterlage aufgebracht worden ist, rieht leicht abgerissen werden kann. Die Folie bricht oder reisst örtliclh, wenn sie all einer Kante abgehoben und abgezogen wird.
Die Schieht 11 dient aueh als Abdichtungs mittel und verhindert, dass das nacliträgliclh aufgetragene Bindematerial 12 während des Auftragens in das Papier eindringt und er starrt. Für diese Schicht kann ein Material gewählt werden, das im frisch aufgetragenen Bindematerial und in dessen Lösungsmittel un löslich oder nur wenig löslich ist. Die Sehiel 11 erleichtert die Herstellung eitler Binde schicht von gleielmässiger Dicke und die Er zielung einer gleichmässigen Bindung der Perlen. Die Sehieht 11 enthält vorzugsweise ein lichtreflektierendes Pigment und wirkt dabei lichtreflektierend, wenn die Perlen durch die Bindeschicht 12 gedrungen sind und die Sehieht 11 berühren oder nahezu berühren.
Die pigmentierte Bindesehicht 12 hält die Perlen in wasserdiellter Bindung in ihrer Lage fest und dient gleichzeitig als reflektie rendes Medium, das durch die Perlen einfal lende Lichtstrahlen zurückwirft, ohne dabei die Folie steif oder brüchig zu machen.
Die Glasperlen sollten vorzugsweise einen Brechungsindex besitzen, der im Bereich von 1,5 bis 2',0 liegt, und können passenderweise aus Bleiglas bestehen. Sie werden vorzugs weise zu 3/8 bis 5/8 ihres Durchmessers einge bettet. Infolge Kapillarwirkung kriecht das Bindematerial an den Perlenoberflächen bis zu eirein Niveau hinauf, welches höher liegt als dasjenige der Bindesehichtoberfläele zwi- selen den Perlen. Zwecks Sicherstellung einer festen Bindung sollte das Bindematerial die Perlenoberfläclen bis über deren Hälfte hinaus berühren, so dass die Perlen wie in Fassungen mechanisch festgehalten werden, wodurch neben der Bindung durch Klebwirkung eine zusätzlicle Bindung zustande kommt.
Die Perlen sollten durehsichtig sein und keine Oberfläehenmattierun g aufweisen, damit die Absorption und die Streuung von Lieht mög- liclist klein bleiben. Man kann auch farbige Perlen verwenden, un bei der Rüekstrahlung farbiges Liebt zu erhalten.
Der obere praktisele Grenzwert für die Perlengrösse kann bei 0,065 bis 1,168 nun Durellmesser liegen, während der untere prak tische Grenzwert bei 0,007 niln liegt. Diese Grössen ergeben sieh aus der Zweektnässigkeit, eine glatte Perlendecke mit gleiebmässiger Ein bettungstiefe zu erzielen.
Die bevorzugte Perlengrösse liegt. im Bereieli voll 0,010 bis 0,025 min. Die Verwendung voll kleinen Per len bringt folgende Vorteile:
Erzielung einer äusserst biegsamen Folie, die beim Biegen eine minimale Aufloekerun-- der Perlen aufweist, Erzielung einer stärkeren Bindung der Perlen infolge Erhöhung des Wertes des Verhält nisses voll Fläche zu Gewicht für die einzel- nen Perlen, Verminderung, des Gewichtes an Glas und Bindematerial pro Fläelieneinheit, Erzielung einer dünneren Bindesehieht, die bicgsan er ist und weniger leicht rissig wird, Erzielung einer gleichmässigeren Rüekstrah- lung,
ferner scheint die Oberfläche der Folie infolge der Kleinheit der Zwischenräume zwi- sehen den einzelnen Perlen selbst auf kurze lntfernung glatt zu sein, und die mit Perlen versehene Oberfläche lässt sieh zwecks Ver dunkelung oder Färbung gewisser Flächenteile leicht bedrucken oder bemalen.
Die an der Rüekseite der Folie ange brachte Klebstoffsehieht kann aus irgend einen biegsamen, wasserfesten Klebematerial bestehen, das durch Lösungsmittel oder Wärme aktiviert werden kann, unter normalen Bedin gungen klebrig ist oder bei Druckanwendung klebt.
Fig. 3 stellt eine andere Ausfihrungsform der erfindungsgemässen Folie dar, bei welcher die wässerfeste, imprägnierte Papierunterlage 1() mit einer Schicht 16 überzogen ist, die zwecks Erzeugung von Reflexion ein Pigment enthält. Das lichtreflektierende Pigment kann ein metallisehes Pigment sein, wie z. B. sehup- penförniges Aluminium, wobei ein liehtreflek- t irrender Film mit semispiegelnder Wirkung erhalten wird. Zur Erzeugung einer liclt- reflektierenden Fläehe kann man auel eine Metallfolie (z.
B. ans Aluminium) auf die Unterlage 10 aufbringen. Ist die Metallfolie genügend starb, so kann das Papier 10 weg gelassen werden. Über der lichtreflektieren den Schicht 16 befindet sieh eine biegsame durchsichtige Abstandsschicht 17, die durch Giessen einer oder mehrerer Teilsehichten in situ bergestellt oder aber in Form eines vor gebildeten biegsamen, durchsiectigen Films (z.ss. aus Zelluloseazetat oder einem plastifi- zierten Polyvinylacetal) auf die liehtreflek- tierende Schieht 16 aufgebracht werden kann. In der dlurchsichtigen Bindeschicht 18, die die Abstandssehicht 17 bedeckt, sind die Glas perlen 13 eingebettet, die die Trennungs schicht 17 berühren.
In dieseln Fall durchlaufen die auf die Glesperlen auftreffenden Lichtstrahlen die Bindeschielht 18 und die Abstandsschicht 17 und werden an der reflektierenden Schiehe 16 reflektiert. Infolge des Abstandes der Perlen 13 von der reflektierenden Fläche 16 tritt eine Steigerung der Rückstrahlung der Folie ein, wobei eine höhere Intensität des zurückge strahlten Lichtes erzielt wird.
Die für die Er zielung optimaler Resultate erforderliche Dicke der Abstandssehicht 17 hängt vom Dureh- messer der Glasperlen, den Breelungsindex des Glases und ferner von den Breehungs- indiees der Bindeschicht 18 und der Abstands- sehieht 17 ab, wobei es allerdings zweckmässig ist, die Breehungsindices der beiden letzt genannten Schichten den Brechungsindex des Glases möglichst anzugleichen. Durch den Abstand wird eine bemerkenswerte Steigerung der Rückstralhlung erzielt, wenn aus gewöhn lichem Glas hergestellte Perlen (Brechungs index 1,5 bis 1,6) verwendet werden.
Bei Verwendung von Perlen mit einem Brechungs index von etwa 1,5 werden mit einer Abstands- scehieht, deren Dicke etwa 20 bis 40% des Per- lendurehmessers beträgt, gute Resultate er zielt, wobei die Breehungsindiees der Binde- sehieht und der Abstandsschieht ungefähr gleich dem Brechungsindex des Glases sind. Eine Folie dieser Art kann noch mit einer hintern Klebeschicht versehen werden, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist.
Fig. 4 stellt als Beispiel für eine Anwen- dlungsmögliehkeit der erfindungsgemässen Folie ein Landstrassen- Stop-Signal dar. Fig. 5 ist ein in vergrösserter und schema tischer Weise dargestellter Schnitt durch ein solches Signal. Die Unterlage dieses Signals ist eine reguläre, getriebene, emaillierte, starre Signaltafel 20, die ein sehon im Gebrauch be- findliebes Signal sein kann. Die Tafel 0 weist eine über das Niveau des Hintergrundes er habene Bloekbesehriftung auf, wie dies durch Ziffer ?1 angegeben ist.
Ein Stüel,: der lielitrüekstrahlenden Folie 9 wird so zureehtgesehnitten, dass es innerhalb der erhabenen Umrandung des. Signals einge- passt werden kann und die ausgeschnittenen Öffnungen den erhabenen Buelistaben (oder andern Zeichen) entsprechen. Das zugesehnit- tene Folienstück wird hierauf auf dem Signal. befestigt, z. B. mittels eines Kittes.
Ist die Folie mit einer Klebeschicht versehen, so wird sie durch Entfernen des Schutzüberzuges (15) in eine zum Aufbringen fertige Form umge- wandelt und das Klebemittel aktiviert, wenn nicht ein bei Anwendung von Druck wirken des Klebemittel verwendet wird.
Die erhabenen Buehstaben öder andern Zeichen ragen durch die Öffnungen der Folie heraus und sind in gleicher Weise sichtbar wie vor dem Aufbringen der Folie. Die Glas perlen 13 bilden einen liehtrückstrahlenden Hintergrund, der nachts für die Lenker von sieh dem Signal nähernden Fahrzeugen, deren Lieht das Signal beleuchten, aus grosser Ent fernung sichtbar ist. Zuerst wird ein nicht differenziertes Leuchten siebtbar, das jedoch als Warnung wirkt, dass man sieh einem Si gnal nähert.
Allmählieh werden die Bueh- staben oder Zeichen als dunkle Fläelenteile auf hellem Hintergrund sichtbar werden, und schliesslieh tritt die emaillierte Oberfläche der Buchstaben in Erscheinung.
Ist die lichtrilekstrahlende Folie genügend dünn und biegsam, so kann sie einfach auf die Signaltafel gelegt und zwecks Anpassung an die erhabenen Stellen angedrückt werden, so dass sieh las Ausschneiden von Öffnungen erübrigt. Die erhabenen Teile des Signals kann man alsdann durch Bedrueken oder Überziehen der erhabenen Flächenteile mit einem schwarzen oder farbigen Anstrich material verdunkeln , um Buchstaben oder andere Zeichen, die gleich aussehen wie bei einem gewöhnlichen Signal, auf einem lieht- rüekstrahlenden Hintergrund zu erzeugen.
Aus der licltriickstrahlenden Folie können natürlich auch Buchstaben, Zahlen, Pfeile und andere Zeichen ansgeschnitten werden, die durch Aufkleben auf irgendeiner Unterlage befestigt werden können. Es kann eine Folie mit einer Kontrastfarbe als Hintergrund ver wendet werden. So kann eine weisse Folie auf die Signaltafel aufgebracht werden, während aus einer gefärbten Folie ausgeschnittene Zei- ehen auf der Oberfläche der weissen Folie be festigt werden können. Es ist ratsam, die Glasperlen gründlich zu reinigen, bevor sie aufgebracht werden, um deren Verankerung in der Bindeschieht zu er leichtern.
Die Perlen können beispielsweise mit einer heissen 5 % igen Lösung von Tri- natriunphosphat gewaschen und dann mit Wasser gespült werden, bis sie alkalifrei sind, worauf sie getroelnet werden. Dachsreh wird die Wetterbeständigkeit der Folie erhöht.
Die Perlen können vor len Gebrauch ge- wiinsehtenfalls mit einen durcbsichtigen Film überzogen werden, nm die Verankerung und die Wetterbeständigkeit noch mehr zu ver bessern. Die Perlen können beispielsweise nit einer Lösung eines Phenol-Formaldehyd-Har zes überzogen und hierauf zwecks Erzeugung eines hydrophoben Überzuges ans unlöslichem Plenol-Formaldehyd-Harz erhitzt werden. Die Perlen können auch mit einem dünnen Über zug aus plastifiziertem Polyvinylbutyral, las in einem flüchtigen Lösungsmittel, wie z. B. Ätlylenglykol-monoäthyläther, gelöst ist, ver seben werden. Nachdem die Perlen bei der Herstellung der lichtrüekstrahlenden Folie aufgebracht worden sind, kann der Überzug auf den freiliegenden Teilen der Perlen weg gerieben werden.
Anf die mit Perlen versehene Oberfläche der Folie kann ein Sclutzüberzug aufgebracht werden, um die Perlen zu festigen und die Einwirkung der Witterung auf die Binde- sehicht abzuschwächen. Dieser Schntzüberzug soll so diinn sein, dass er sieh den Perlenober flächen genau anpasst, und sollte ferner wet terbeständig sein. Zur Herstellung des Schutz überzuges eignet sieh beispielsweise das in Beispiel 6 beschriebene Polyvinylbutyral- material.
Beispiel 1: Zeitungspapier ans leiehtem porösen und saugfähigem Holzfaserpapier wird zwischen einem Paar senkrecbt übereinanderliegender, horizontaler Walzen bin(lureh geführt und uni ctie ollere Walze leeruni znrüehezogen. Die untere Walze tauelit in eine Firnislösung ein, die auf das Papier übertraen wird.
Die Wal- Z" zen sind so eingestellt, dass das Papier (hireli die Lösung vollständig, durchtränkt und ge- sättigt und der Überschuss der Lösung abge quetscht wird. Das imprägnierte Papierband wird über Gestelle gelegt und durch einen Troeknungsofen geführt, in welehen es wäh rend 48 Stunden einer Temperatur voll 79 C ulterworfen wird, um das Lösungsmittel zu vertreiben und das Inprägniermittel fest wer- del zu lassen.
Die Imprägnierlösung besitzt die folgende Zusammensetzung in Gewiehts- teilen:
EMI0007.0005
Teile
<tb> 1'lienol- <SEP> Alcleliyd-Harz <SEP> 11,0
<tb> Flüellti"-e <SEP> Petroleumkohlenwasserstoffe <SEP> 30,0
<tb> (Siedeintervall <SEP> 134 <SEP> bis <SEP> 185" <SEP> C)
<tb> Firnlstil <SEP> A <SEP> 47,5
<tb> 13'/4 /o <SEP> Tung-ol
<tb> ?5 <SEP> /o <SEP> Soy-abohneniil <SEP> 70-9:5 <SEP> Centipoisen
<tb> # <SEP> 25 <SEP> p <SEP> C
<tb> 6'2' <SEP> /s <SEP> /o <SEP> Leinöl <SEP> hei
<tb> Firnisöl <SEP> B <SEP> 8,7
<tb> 50% <SEP> @lilig@l
<tb> 210-350 <SEP> Celitipoisen
<tb> \' <SEP> i <SEP> /o <SEP> Soyaüohnenöl
<tb> :
<tb> :
.i.) <SEP> / <SEP> Fl<B>s</B>f#lllll <SEP> hei <SEP> 6 <SEP> a,5" <SEP> (_,
<tb> Rizinusöl <SEP> 1-1,0 Das Plenol-Aldelivd-Harz wird in Lö sungsmittel aufgelöst und mit den vorher zu bereiteten Firnisölen und den Rizinusöl ver mischt.
Mit dieser Papierbehandlung wird der Zweck verfolgt, (las Papier wasserdicht zu machen. Das behandelte Papier kann zu Rol len aufgewiekelt und gelagert werden, bis es gebraueht wird, oder kann direkt der näch sten Operation unterworfen werden.
Das Papier wird dann weiterbehandelt, indem es zwischen Walzen hindurchgeführt wird, von denen die untere in eine Lösung eintaueht, die beim Aufbringen auf das im prägnierte Papier schnell trocknet und nicht in das letztere eindringt. Die Lösung wird in einer Menge von etwa 8,2 ng/en2 aufgebraeht. Das überzogene Papier wird zwecks Entfer nung des Lösungsmittels während 20 Minuten bei etwa 60 C getrocknet. Die Dicke des trok- kenen Überzuges beträgt etwa 0,3 nne.
Diese Lösung weist die folgende Zusammensetzung auf:
EMI0007.0011
Teil <SEP> 1: <SEP> Teile
<tb> Nitrozellulose <SEP> (Viskosität <SEP> 1/2 <SEP> Sek.) <SEP> 19,2
<tb> Äthylenglykol-nonoäthyläther <SEP> 38,3
<tb> Petrol <SEP> eumkohlenw <SEP> asserstoffe
<tb> (Siedeintervall <SEP> 134-18ä <SEP> C) <SEP> 20,8
<tb> Teil <SEP> 2: <SEP> Teile
<tb> Flüssiges <SEP> Alkydharzgemisch <SEP> (65 <SEP> %
<tb> Alkydharz <SEP> und <SEP> 35 <SEP> % <SEP> Weiehmaeher) <SEP> 46,0
<tb> Trikresyl-phosphat <SEP> 5,8
<tb> Petrol <SEP> eumkohlenwasserstof <SEP> fe <SEP> 15,0
<tb> Titandioxydpigment <SEP> 30,7
<tb> Ultramarinblau <SEP> (Weiss-Verstärker) <SEP> Spuren Die Bestandteile von Teil 2 werden ver mischt und mit dem Pigment vermahlen, um dieses gleielmässig zu verteilen.
Die Bestand teile von Teil 1 werden gelöst, worauf die Lösung dem Teil 2 zugesetzt und das Ganze zwecks Erzielung eines homogenen Gemisches gut gemischt wird.
Das zur Hersstellung von Teil 2 verwen dete flüssige Alky dharzgemiseh ist aus 65% eines AlkYdharzes und 35% eines Weieh- maehers, der aus, einem niehttroeknenden Öl oder einer nichttrocknenden Fettsäure be steht, zusammengesetzt. Dieses Hlarzgemiseh kann durch ein ähnliches Material ersetzt werden. Es können beispielsweise jene Alkyd- harze verwendet werden, die aus Phtlalsäure- anhydrid lnd Glyzerin hergestellt werden. Rizinusöl ist ein Beispiel eines niehttroeknen- den Öls, und Rizinusöl ist die davon ableit bare Säure, die z.
B. dadureh erhalten werden kann, dass das Glyzerin zusammen mit dem Rizinusöl erhitzt wird, bevor das Phthalsäure- anhydrid zugesetzt wird.
Das überzogene Papier wird hierauf mit der Bindemittellösung überzogen, indem es zwischen Walten hindurchgeführt wird, von denen die untere in die Lösun-- eintaucht und diese auf die Papieroberfläche überträgt, wo bei der Harzüberzu- als Seheidesehieht wirkt: die das Eindrin-en@der L ösun- in das Papier verhindert. Die Walten sind so eingestellt, dass eine Bindemittelselliellt mit einer Dicke erhalten wird, die auf die CTrösse der zu ver wendenden Clasperlen abgestimmt ist.
Für Perlen finit. einem Durchmesser von 0,17 mm kann das Bindemittel in einer Menge von 7,5 bis 10 mg/em2 verwendet werden, so dass die Perlen ungefähr bis zur Hälfte eingebettet werden können. Das mit der Bindemittellösung überzogene Papier läuft über die obere Walze zurück und unter einer Vorriehtung durch, in weleher die Perlen gleichmässig einer rotie renden Walze zugeführt werden, von welcher sie auf das laufende Papierband fallen. Es kann eine Sehüttelvorriehtung unter den Pa pierband angeordnet sein, um das letztere der art zu schütteln, dass die Perlen unter Bil dung einer dicht gepackten und gleichmässigen Schicht verteilt werden und rieltig in die Bindeschicht eindringen.
Das Papierband läuft dann über eine Walze nach unten, so dass die überschüssigen Perlen abfallen. Das Band wird hierauf über Gestelle gelegt und durch einen Ofen geschoben. Durch das Er hitzen wird das Lösungsmittel vertrieben, wo- darelr das Bindemittel zum Erhärten gebraeht wird. Das Erhitzen kann während 48 Stunden bei 74 bis 85 C durchgeführt werden.
Die Bindemittellösung kann folgende Zusammen setzung aufweisen:
EMI0008.0006
Glyptalharzlösung <SEP> (öllösliches, <SEP> luft- <SEP> Teile
<tb> troelnendes <SEP> Alkvdharz <SEP> in <SEP> 50 <SEP> % <SEP> iger
<tb> Lösung <SEP> in <SEP> einem <SEP> Kohlenwasser stoff) <SEP> 53,6
<tb> Antimonoxyd <SEP> 10,1
<tb> Titandioxyd <SEP> 15,2
<tb> Xylol <SEP> 11,7
<tb> Flüchtige <SEP> Petroleumkohlenwasser stoffe <SEP> 7,9
<tb> 2% <SEP> Kobaltnaphtlrenat <SEP> in <SEP> flüchtigen
<tb> Petrolenmkohlenwasserstoffen <SEP> 0,071
<tb> 16% <SEP> Bleinaphthenat <SEP> in <SEP> flüchtigen
<tb> Petroleumkohlenwasserstoffen <SEP> 0,174 Das oben erwähnte Glyptalharz ist ein öl- lösliches Alkydharz, das ans Glyzerin,
Phthal- säureanhydrid und einem trocknenden Öl oder einer trocknenden Ölsäure hergestellt wird. Diese Harze sind im Emaillackierungsgewerbe bekannt und werden für die Herstellung von Emaillacken verwendet, die bei tieferen Tem peraturen gebrannt werden können als die jenigen, die ans nicht modifizierten Alkyd- harzen hergestellt werden. Das Titandioxyd wirkt als leuehtend weisses Pigment. Das Antinonozyd dient ebenfalls als weisses Pi ment und erhöht die Weiterbeständigkeit. Die 4letallnaplrthenate wirken als Troekenmittel und erleiehtern die Härtung des Harzes bei tieferen Temperaturen und in kürzeren Zeiten. Das Harz wird in den Lösungsmitteln gelöst und mit den Pigmenten vermischt.
Die Trok- kenmittel werden kurz vor den Aufbringen der Lösung zugesetzt.
Damit ist die Herstellung der Folie be endet, wenn nicht noel ein Klebemittel auf die Rückseite der Folie aufgebracht wird. Die Rückseite kann, wenn dies erwünscht ist, mnit einem Klebemittel überzogen werden, um eine gebrauehsfertige liehtrückstrahlende Folie zu erhalten, die dureh den Verbraucher ohne Anwendung eines Klebstoffes aufgebracht werden kann. Dieses Klebemittel kann ein durch Lösungsmittel oder Wärme aitivier- barer oder bei Anwendung von Druck wirken der Klebstoff sein.
Es wird vorzugsweise ein solcher Klebstoff verwendet, der entweder mit einem Lösungsmittel oder dureh Wärme aktiviert werden kann und der beispielsweise folgende Zusammensetzung aufweisen kann:
EMI0008.0016
Teile
<tb> Grundmaterial <SEP> auf <SEP> K < illtseluil@gr@ulldlag.e <SEP> 102
<tb> '15% <SEP> Regenerations- <SEP> in <SEP> einem
<tb> kautschuh <SEP> liautsehuki <SEP> .
<tb> -15% <SEP> Zinkozvc1 <SEP> kneter <SEP> ver 10% <SEP> Crepekautselinh <SEP> ::
relrQt
<tb> Kolophonium. <SEP> 39
<tb> Hydriertes <SEP> Indeir-Cllnlaroilli#ii'z,
<tb> Smp. <SEP> 150" <SEP> <SEP> 1
<tb> Flüelrtiges <SEP> Petroleumkohlen <SEP> wasserstoff mniseh <SEP> rnit <SEP> einem <SEP> Siedeintervall <SEP> von
<tb> 1.53 <SEP> bis <SEP> ''18" <SEP> C <SEP> 80
<tb> Äthvlalkolrol <SEP> (finit <SEP> Petrolätber
<tb> denaturiert) <SEP> 1 Die Komponenten werden in einem Miseher vermischt, bis eine homogene Lösung erhalten wird. Der Äthylalkohol dient zur Verminde rung der Viskosität.. Er ist überflüssig-, wenn eine grössere 11errg-e des Petroleunrkoblenwas- serstoffgemiselles verwendet wird.
Das oben angeführte, durch Hydrierung eines Inden-Cumaronharzes erhältliche Harz ist ein im wesentlichen gesättigtes durchsich tiges und praktisch farbloses Harz.
Die Klebstofflösung wird auf die Hinter seite der mit Perlen versehenen Folie aufge bracht. Die überzogene Folie wird hierauf über Gestelle gelegt und durch einen Trock nungsofen geführt, um das Lösungsmittel zu vertreiben. Eine Dauer von 6 Stunden und eine Temperatur von 74 C sind geeignete Be dingungen für diese Trocknungsoperation. Die aus den Ofen kommende Folie wird zu Rollen aufgewiekelt, wobei gleichzeitig ein Schutzblatt aus regenerierter Zellulose derart mitgewiekelt wird, dass es wegnehmbar an der Klebefläche haftet, um das Festkleben der mit. Perlen versehenen Oberfläche an der Kleb- fläele zu verhindern und die Handhabung der Folie beim Gebrauch zu erleichtern.
Das Schutzblatt kann nach Befeuchten mit Wasser durch Abziehen leicht entfernt werden, nach dem die Folie für die Herstellung von Si gnalen zugesehnitten worden ist oder in einem andern Zeitpunkt.
Der Klebstoff kann durch Anfeuchten fnit Napltla, Heptan oder Petroläther usw. akti viert werden. Die Folie wird dann auf eine Signaltafel aufgebracht und mittels des in folge der Verdampfung des Lösungsmittels er härtenden Klebstoffes festgeklebt.
Die Folie kann auch direkt auf die Signal tafel aufgebracht werden, worauf der Kleb stoff durch Wärme, beispielsweise in einem Ofen (während etwa 5 Minuten bei 107 C), aktiviert und die Folie angepresst wird.
Die in diesem Beispiel beschriebene Folie weist ein Bindemittel auf, das ein weisses Pig ment enthält, so dass das zurückgestrahlte Licht weiss ist, Gefärbtes zuückgestrahltes Liebt kann dadurch erhalten werden, dass das weile Pigment teilweise oder ganz durch ein gefärbtes Pigment ersetzt wird. So kann man beispielsweise die Zusammensetzung des Binde mittels verändern, indem man das Antimon oxyd und das Titandioxyd durch 21 Teile Chromgelb ersetzt, um eine gelbe Lichtrück- stralhluung zu erhalten. Die biegsame Folie wird auf einem Stab von 7,6 cn Durchmesser aufgewickelt, um für den Handel geeignete Rollen herzustellen. Die Folie ist derart biegsam, dass sie sogar auf einen Stab von nur 2,5 en Durchmesser auf gewickelt werden könnte.
Beispiel 2: An Stelle eines aus drei Komponenten er haltenen, lufttroeknenden Alkydharzes kann für das im Beispiel 1 beschriebene Binde mittel ein aus 5 Komponenten erhaltenes luft trocknendes Harz verwendet werden, das ausser den drei im Beispiel 1 genannten Kom ponenten noch Phenol-Aldehyd-Harz enthält, um die Wasserbeständigkeit zu erhöhen und die Bindeschieht härter zu machen. In der folgenden Tabelle sind die Mengenverhält nisse für ein derartiges Harz angegeben.
EMI0009.0006
Bereich <SEP> vorzugs weise
<tb> Phenol-Formaldehyd-Harz <SEP> 0-40% <SEP> 20%
<tb> Trocknendes <SEP> Öl <SEP> oder
<tb> trocknende <SEP> Ölsäure <SEP> 18-60% <SEP> 37%
<tb> Glyzerin-Phthalsäure anhydrid-Harz <SEP> 24-70% <SEP> 43% Zur Herstellung eines weissen Bindemittels werden z.
B. 26,8 % Harz, 69 % Titandioxyd und 4,2% Kohlenwasserstoffgemisch verwen det. Zur Herstellung einer gelben Paste wer den 30,8% Harz, 58,5% Bleieliromat und 10,7% Kohlenwasserstoffgemisch verwendet. <I>Beispiel.</I> ,3: las können noch andere modifizierte Alkyd- harze verwendet werden, z.
B. ein aus vier Komponenten erhaltenes Harz, das durch Ver mengen eines Glyzerin-Phthalsä.ureanhydrid- Harzes mit einem Harnstoff-Formaldehyd- Harz (z. B. eine 50%i("e Lösung dieses Harzes in einem aus 601/u Butvlalkohol und 401/o Xylol zusammengesetzten Lösungsmittel) her gestellt wird, Man kann die Komponenten in solchem Verhältnis vereinigen,
dass auf einen Teil des Harnstoff - Formaldehyd - Harzes 4 Teile des Alky dharzes kommen, indem 2 Teile des Alky dharzes mit einem Teil der Harn stoff-Formaldehyd-Harzlösung gemischt wer- den. Die erhaltene Harzlösung kann die zur Hersstellung des im Beispiel 1 beschriebenen Bindemittels verwendete Glyptalharzlösung ersetzen, wobei die Lösungsmittelmengen nach Belieben verändert werden können.
In diesem Fall wird das Fehlen des trocknenden Öls oder der trocknenden Ölsäure durch das Vor handensein des Harnstoff-Formaldehyd-Har- zes kompensiert, durch welches bewirkt wird, dass das Harzprodukt bei mässigen Tempera turen fest wird. Gegebenenfalls kann jedoch ein trocknendes Öl oder eine trocknende Öl säure zugesetzt werden, beispielsweise durch Verwendung eines ölmodifizierten Alkydharzes zusammen mit einem Harnstoff-Formaldehyd- Harz.
<I>Beispiel</I> In diesem Beispiel ist ein Bindemittel be schrieben, das ein farbiges Pigment enthält. 50 %ige Alky dharzlösung in Xylol 5 Teile Bleiclromat (gelbes Pigment) 2,5 # Die Bestandteile werden in einer Farben mühle vermischt. Das Gemisch ist gebrauehs- fertig. Für das Brennen eignen sich eine Brenndauer von 48 Stunden und eine Tem peratur von 79 C.
Beispiel 5: In diesem Beispiel ist ein Bindemittel be schrieben, das keine synthetischen Harze ent hält.
EMI0010.0013
Teile
<tb> Pflanzengummi <SEP> 68
<tb> Tungöl <SEP> 250
<tb> Titandioxyd <SEP> (weisses <SEP> Pigment) <SEP> 500
<tb> Flüchtiges <SEP> Petroleumkohlen wasserstoffgemisch <SEP> 50
<tb> Kobaltnaphthenat <SEP> (4%ige <SEP> Lö sung <SEP> in <SEP> einem <SEP> Petroleum kohlenwasserstoffgemiseh) <SEP> 15 <SEP> Tropfen Mit Ausnahme des Trockenmittels werden die Komponenten in einer Farbenmühle ver mischt. Das Trockenmittel wird in einem be liebigen Zeitpunkt vor dem Aufbringen der Lösung unter Rühren zugesetzt. Für das Brennen eignen sich eine Brenndauer von 48 Stunden und eine Brenntemperatur von 79 C.
Beispiel 6: In diesem Beispiel ist ein Bindemittel be schrieben, das als Harz ein Polyvinylacetal enthält. Harze dieser Art entstehen durch Lnsetzung von Polyvinylalkohol mit einem Aldehyd (Formaldehyd, Aeetaldehyd, Butyr- aldehyd usw.) und können für die Erzeugunn von zähen und biegsamen Filmen und Über zügen, die der Einwirkung des Sonnenlichtes und der Witterung sehr gut wicerstelen, plastifiziert werden.
EMI0010.0018
Teile
<tb> Polyvinyl-butyral <SEP> 25,0
<tb> Trikresyl-phosphat <SEP> 2,5
<tb> Athylenglykol-monoäthyläther <SEP> 75,0 Das Polyvinylbutyralwiral wird im Äthylenglykol- monoäthyläther gelöst, worauf die Lösung mit dem Weiehmaeher versetzt wird. Diese Lö sung kann verwendet werden, um eine durch sichtige Bindeschicht zu erzeugen. Durch Zu gabe eines Pigmentes zu dieser Lösung kann eine pigmentierte, reflektierende Bindesehicht hergestellt werden, die zwecks Entfernung, des Lösungsmittels durch Erhitzen während 1 oder 2 Stunden bei 74 C getrocknet wird. <I>Beispiel</I> In diesem Beispiel wird eine andere Va riante der Behandlung zum Wasserdicbt- machen der Papierunterlage beschrieben.
Es werden zwei Lösungen hergestellt, die vor der Papierbehandlung vereinigt werden und fol gende Zusammensetzung in Gewichtsteilen aufweisen
EMI0010.0023
Teile
<tb> Keutschuk-Harz-Lösung
<tb> Crepekautschuk <SEP> 100
<tb> Kolophonium <SEP> 160
<tb> Zinkoxyd <SEP> 100
<tb> ss-Naphthol <SEP> (Oxy(lationsverzögerer)
<SEP> 1
<tb> Flüchtiges <SEP> Petrolkohlemwasserstoff gemisch <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Siedeintervall
<tb> von <SEP> 152 <SEP> bis <SEP> 218 <SEP> C <SEP> 200
<tb> Vulkanisierlösung
<tb> Dipentanietliylen-tliiurani-tetrasulfid <SEP> 3
<tb> Crepekautsehuk <SEP> 3
<tb> Flüchtiges <SEP> Petrolkohlen\vasserstoff gemiseh <SEP> 24 Bei der Herstellung der Kautschuk-Harz- Lösung werden der Crepekautsehuk und das Zinkoxyd während 30 Minuten bei etwa 66 C gewalzt, worauf das Produkt in einen Mi scher gebracht wird, dessen Heizmantel mit Dampf von 2,8 kg/cm2 Druck beschickt wird. Der Mischer wird vor dem Gebrauch aufge heizt.
Ein Teil des Kolophoniums (etwa 10 bis 25%) wird zwecks Schmierung zugesetzt, worauf die Masse während 8 bis 10 Stunden oder so lang durchgemischt wird, bis sie eine halbflüssige Konsistenz angenommen hat, wo bei der Gummi in seinen Eigenschaften ver ändert und plastischer, jedoch weniger ela stisch wird. Der Rest des Kolophoniums wird zugesetzt, und zwar langsam, um eine über mässige Schelaumbildung zu verhindern, die durch das bei der Reaktion zwischen dem Kolophonium und dem Zinkoxyd entwickelte Wasser verursacht wird. Das Mischen wird während einer weiteren Stunde fortgesetzt. Das ss-Naphthol wird zugesetzt, worauf die Dampfzufuhr unterbrochen und Kühlwasser in den Reizmantel des Mischers eingeführt wird. Hierauf wird das Petrolkohlenwasser- stoffgemiseh zugesetzt.
Das Mischen wird während einer halben Stunde oder so lange fortgesetzt, bis die Mischung homogen ist. Die erhaltene Lösung kann dann abgelassen und bis zu ihrem Gebrauch gelagert werden.
Die Vulkanisierlösung kann durch Walzen des Crepekautsehuks mit dem Dipentamethy len-tliiuram-tetrasulfid und Lösen des Ge misches im Petrolkohlenwasserstoffgemiseh hergestellt werden. Bei dieser Arbeitsweise wird die Vermischung des Vulkanisators mit der Kautschuk-Harz-Lösung erleichtert.
Die Vulkanisierlösung wird mit der Kau- tseluk-Harz-Lösung vermischt, und zwar un mittelbar vor der Papierbehandlung, da das Gemisch innerhalb weniger Stunden, selbst bei Raumtenperatur, ein Gel bildet.
Nach der Imprägnierung wird das Papier über Gestelle gelegt und durch einen Trock nungsofen geführt, un das Lösungsmittel zu vertreiben und den Kautschuk zu vulkani sieren. Es können verschiedene Kombinatio nen von Temperatur und Zeit angewendet werden, un im wesentlichen gleichwertige Re sultate zu erzielen. Eine Troeknungsbehand- lung von 12 Stunden bei 77' C zeitigt gute Resultate.
Durch diese Behandlung des Papiers wird ein wasserdichtes Produkt erhalten, das eine lange Lebensdauer besitzt. Ferner wird die Zugfestigkeit des Papiers in vorteilhafter Weise erhöht. Die Vulkanisierung ist ungenügend zur Erzielung einer guten Elastizität. Das Papier ist unelastisch streckbar.
Bei Verwendung einer derartigen Unter lage ist es möglich, liehtrüelstrahlende Folien herzustellen, die den erhabenen Teilen eines Signals ohne vorheriges Zuschneiden angepasst werden können. Die erhabenen Flächenteile können dann geschwärzt werden, indem eine Druckw alte über das Signal geführt wird. Auf diese Weise wird eine Beschriftung erhalten, die sieh von einem hellen Hintergrund ab hebt.
Dipentamethylen-thiuram-tetrasulfid ist ein Beispiel eines selbstvulkanisierenden Beschleu nigers der Thiuram-poly-sulfid-Gruppe. Als weiteres Beispiel ist Tetramethyl-thiuram-di- sulfid zu nennen. Wird das letztere verwen det, so muss zur Erzielung gleichwertiger Re sultate eine grössere Menge verwendet werden, da nur ein Schwefelatom (statt drei) pro Molekül für die Vulkanisierung zur Verfügung steht. Durch Verwendung einer grösseren Menge an Vulkanisiermittel (etwa 10 Teile l)ipentanieth@-len-thiuram-tretrasulfid pro 100 Teile Crepekautsehuk) kann eine Unterlage mit elastischer Streekbarkeit erhalten werden.
Das Zinkoxyd wirkt als Vulkanisierungsakti- v ator sowie als Verstärkungsmittel für das Imprägniermittel und reagiert ferner mit, dem Kolophonium unter Bildung von Zinkabietat (gehärtetes Kolophonium), in welcher Form das Harz in Wirklichkeit in das Papier ein dringt. Das Harz hilft mit, die Fasern des Papiers zu verkitten und das Imprägnier mittel eindringfähiger und weniger elastisch zu machen. Es können auch andere feste Harze verwendet werden, wie z. B. hydriertes Kolophonium, hydriertes Inden - Cumaron- Harz sowie flüssige Harze, wie z.
B. hydriertes Methylabietat, ferner Methylabietat und poly meres Isobutylen. Es können auch Gemische von zwei oder mehreren dieser Harze ver wendet werden. Der bevorzugte Mengenanteil des Harzes liegt zwischen 25 und 400 Teilen pro 100 Teile Crepekautschuk. Beispiel 8: In diesem Beispiel ist eine Ausführungs form der Folie beschrieben, bei welcher über einer lichtreflektierenden Schicht eine durch sichtige Abstandsschicht und eine durchsiel- tige Bindeschicht angeordnet sind (siehe Fig. 3).
Die Papierunterlage wird in der in Bei spiel 1 beschriebenen Weise imprägniert, un wasserdicht gemacht zt werden, und mit einem Gemisch der folgenden Zusammenset zung überzogen:
EMI0012.0003
Firnis <SEP> Teile
<tb> Tungöl <SEP> 90,0
<tb> Leinöl <SEP> 30,0
<tb> Gummiharz <SEP> 12,5
<tb> Kolophonium <SEP> 12,5
<tb> Modifiziertes <SEP> Phenol <SEP> -Formaldehyd Harz <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Smp. <SEP> von <SEP> 121 <SEP> bis
<tb> 127 <SEP> C <SEP> und <SEP> einer <SEP> Säurezahl <SEP> von
<tb> 12 <SEP> bis <SEP> 16 <SEP> 37,5
<tb> Mennige <SEP> 1,1
<tb> Kobalt-linoleat <SEP> 0,5
<tb> Pulverisiertes <SEP> Manganoxy <SEP> d <SEP> 0,01
<tb> Petroleumkohlenwasserstoffgemisch
<tb> (Verdünnungsmittel) <SEP> 190,0 Diese Komponenten werden vermengt und ge kocht, bis sie Firniskonsistenz annehmen.
150 Teile dieses Firnisses werden mit 15 Teilen fein zerteiltem Aluminiumbroncepulver durch Rühren vermischt. Das Glemisch ist ge brauchsfertig und kann in der im Beispiel 1 erläuterten Weise aufgebracht werden, worauf der Überzug während 4 Stunden bei 74 C er hitzt wird. Die Aluminiumpartikel steigen an die Oberfläche der noch feuchten Schicht und legen sich parallel zum Papier. Auf dies Weise wird ein trockener Überzug erhalten, dessen Oberfläche metallische Reflexion auf- weist, die nahezu gleich derjenigen von ebenen polierten Metallflächen ist.
Dieser reflektierende Überzug wird dann mit einer durchsichtigen Abstandsschicht be deckt. Dazu kann man beispielsweise ein Polyvinyl-btttyralgenisch, z. B. das im Bei spiel 6 beschriebene, in einer solchen Menge aufbringen, dass beim Trocknen eine Schicht entsteht, deren Dicke 20 bis 40% des mitt leren Perlendurchmessers beträgt für den Fall, dass Perlen mit einem Brechungsindex von etwa 1,5 verwendet werden.
Über die trockene Abstandsschicht wird eine Bindeschicht aus den gleichen Material in einer zur Erzielung einer guten Veranke rung der Perlen genügenden Menge aufge bracht, worauf die Perlen aufgetragen und in die Bindeschicht ein uebettet werden. Hierauf wird die Bindeschielt im Ofen einer Trock nungsbehandlung unterzogen, so dass die Bindeschicht trocken ist, bevor die Abstands- scliielit. einen Grad der Erweichung erreicht hat, bei welchem die Perlen in sie eindrin gen würden. Gegebenenfalls kann für die Herstellung der Abstandsschicht ein Material verwendet werden, das von demjenigen der Bindeschicht verschieden und im Lösungs mittel, das für die letztere verwendet wird, praktisch unlöslich ist.
Alle beschriebenen Bindemittel sind luft- troelnend , worunter zt verstehen ist, dass, die feuchte Schicht bei Rauntenperatur oder bei mässig erhöhter Temperatur trocknet (bei gleichzeitiger Erhärtung des Harzes, wenn ein härtbares Harz vorhanden ist).
Zur Beschleu- nigung des Trocknung svorganges und zur Steigerung der Härte und der Dauerhaftig keit werden vorzu--sweise itiälli@, erhöhte Tem peraturen, die 1.2l. C nicht übersteigen, an gewendet.
Die erhaltenen Folien weisen eine solche Biegsamkeit auf, dass sie auf Trägerstücke mit Durchmessern von wenier als -16 em auf gewickelt und wieder abgewickelt -erden können, ohne Schaden zu leiden. Alle Bei spiele beziehen sieh auf bevorzugte Ausfüh rungsformen der erfindungsgemässen Folie, die auf Trägerstüel@e mit einem Durchmesser von 7,6 en oder selbst weniger aufgewickelt werden können.
Eine zuverlässige Bewertung der Wetter beständigkeit von Liehtrückstrahlern kann nun auf Grund von im Freien durclgeführten. Prüfversuchen erfolgen. Ein Lichtrückstrah ler kann nur dann als wetterfest bezeichnet werden, wenn er im Freien, der Witterung setzt, nach Ablauf eines Jahres einen <B>z</B> ausges Perlenverlust von höchstens 25% aufweist oder nicht derart verfärbt ist, dass er mehr als 25% seiner Leuchtkraft eingebüsst hat. Livhtrückstrahlende Folien, die gemäss den obigen Beispielen bergestellt wurden, waren diesen Anforderungen bezüglich der Wetter- bestündigkeit völlig gewachsen.
Vergleiehsweise wurden Proben von verschie denen Arten von mit Glasperlen versehenen, herkömmlichen Kinoprojektionsschirmen an den gleichen orten der Witterung ausgesetzt, wobei die Prüfversuelie für alle Proben im gleichen Zeitpunkt begonnen wurden. Diese Proben fielen rasch dem Verfall anheim und wiesen naeh einem Jahr einen totalen (oder über 99%igen) Perlenverlust auf. Ferner war die Bindeschicht in allen Fällen ent weder vollständig verschwunden oder so arg zersetzt, dass sie unbrauchbar war.
Die erfindungsgemässe Folie kann bei spielsweise in Streifen geschnitten werden, die zur Herstellung von Mittellinien auf Land strassen, zur Markierung von Abgrenzungen usw. verwendet werden können.