CH275869A - Verfahren zur Herstellung von einschlussarmen Stählen im basisch betriebenen Elektroofen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von einschlussarmen Stählen im basisch betriebenen Elektroofen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von einsehlu & armen Stählen im basisch betriebenen Elektroofen. Es ist allgemein bekannt, dass die Güte jeder Stahlqualität durch ihren Gehalt an l#',insehlüssen, seien sie nun endogener oder exogener Natur, entscheidend beeinflusst wird.
Nach den bisher üblichen Elektrostahlverfah- ren wird im basischen Lichtbogenofen an die Oxydationsperiode eine Feinungsperiode zur Desoü-dation und Entschwefelung ange- schlossen.#Wie die Erfahrung gezeigt hat, ge lingt es dabei aber nicht, praktisch vollkom- Ynen einsehlussfreie Stähle herzustellen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfah ron, mit welchem es gelingt, diese Einschlüsse auf ein bisher nicht erreichtes Mindestmass lierabzudrüeken und dadurch eine wesentliche Steigerung der Stahlgüte zu erzielen. Dabei kann diese ausserordentliche Steigerung des Reinheitsgrades ohne Erhöhung der Herstel- 1 nngskosten unter Wahrung aller sonstigen bekannten Vorteile des basischen Elektro- stahlschmelzens erreicht werden.
Es gelingt, auf diesem Wege Stähle zu erzeugen, die be sonders hohen Anforderungen an Reinheit entsprechen, wie solche insbesondere für Ku- gellagerstähle erforderlich sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist da durch gekennzeichnet, dass im basisch betrie benen Elektroofen das nach der Entschwefe lung vollkommen abgeschlackte Bad über den im Endprodukt gewünschten Kohlenstoff gehalt aufgekohlt und nunmehr bis zur Er- reiehun u des aewünsehten Endkohlenstoff- gehaltes gefrischt wird, wobei die gebildete Oxydschlacke bis zum Abstich auf dem Bade verbleibt. Vor dem Abstich kann noch legiert werden.
Durch die lebhafte Badbewegung werden während dieses Frisehens die oxy disehen Ver bindungen aufgeworfen, und ausserdem tritt auch eine merkliche Entgasung ein, so dass dabei eine wesentliche Verminderung des ge gebenenfalls vom Elektrostahl okkludierten Wasserstoffes erzielt wird.
Bei den bisher üblichen Verfahren konnte eine weitgehende Abscheidung der Einschlüsse nicht. erfolgen, weil während der Feinungs- periode eine Kochbewegung fehlt.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Ar beit über die Zusammensetzung der Ofenatmo- sphär e im Liehtbogenofen und über ihren Einfluss auf den Stickstoff- und Wasserstoff gehalt des Stahlbades wurde schon versucht, an die Feinungsperiode im basischen Licht bogenofen eine Frischperiode anzuschliessen, und zwar mit der Absieht, Kochgase zu er zeugen und aus diesen den M'asserstoffgehalt der Stahlschmelze festzustellen. Bei dieser lediglich als analytischer Kunstgriff angewen deten Arbeitsweise wurde aber an die Koch periode eine weitere Feinungsperiode ange schlossen.
Durch die mit dieser Feinungsperi- ode verbundene Kalkaufgabe gelangt aber neuerlich Wasserstoff in das Bad. Darüber hinaus ist. bei dieser Arbeitsweise eine Ab- Scheidung der Einschlüsse nicht möglich, weil sich mit der letzten Feinungsperiode ein ruhi ges Bad ergibt, aus welchem die (einst sus pendierten Einschlussteilchen nicht zur Ab scheidung gebracht werden können.
Zur praktischen Durchführung des Ver fahrens wird beispielsweise üblicher Schrott eingesetzt, niedergeschmolzen sowie alsdann gefrischt und hierauf mit Hilfe einer Karbid schlacke entschwefelt. Nach der richtigen Entschwefelung wird die Karbidschlacke voll ständig abgezogen und nach dem erfindungs gemässen Verfahren das Bad mit Hilfe eines üblichen Aufkohhingsmittels, beispielsweise Elektrodengriess oder Koksmehl, so weit, auf gekohlt, dass sein Kohlenstoffgehalt höher liegt als der im Endprodukt gewünschte Koh lenstoffgehalt.
Die Aufkohlung hiebei kann zweckmässig so weit erfolgen, dass der Kohlen stoffgehalt der Schmelze um etwa 0,21/o höher liegt als im Fertigerzeugnis, so dass also zum Beispiel bei einem im Fertigerzeugnis gewünschten Kohlenstoffgehalt von 0,9 auf 1.,10 /o C eingestellt wird. Nun wird kurze Zeit, etwa 15 Minuten lang, durch Zugabe von Oxydationsmitteln, wie Erz oder Sinter, bzw.
durch Einleiten von Sauerstoff neuerlich ge- frischt, bis der erforderliche Endkohlenstoff- gehalt erreicht. ist, wobei die gebildete Oxyd schlacke bis zum Abstich auf dem Bade ver bleibt. Vor dem Abstich wird beispielsweise (furch Zusatz von Ferroehrom legiert und schliesslich in der Pfanne Ferrosilizium und eine Aluminiumlegierung zugesetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von einsehluss- armen Stählen im basisch betriebenen Elek troofen, dadurch gekennzeichnet, dass das nach der Entschwefelung vollkommen abgesehlaekte Bad über den im Endprodukt gewünschten Kohlenstoffgehalt aufgekohlt und nunmehr bis zur Erreichung des gewünschten End- kohlenstoffgehaltes gefrischt wird, wobei die gebildete Oxydsehlaeke bis zum Abstich auf dem Bade verbleibt. L NTER AN SPRCCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Frischen bis zum Erreichen des gewünschten Endkohlen- stoffgehaltes durch Zugabe oxydierend wir kender Mittel erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass (las Frischen bis zum Erreichen des gewünschten Endkohlen- stoffgehaltes durch Einleiten von Sauerstoff erfolgt. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das nach der Ent schwefelung vollkommen abgesehlaekte Bad auf einen Kohlenstoffgehalt gebracht. wird, der etwa um 0,2% höher liegt, als er im End- produkt betragen soll.
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| CH275869D CH275869A (de) | 1948-06-10 | 1949-06-06 | Verfahren zur Herstellung von einschlussarmen Stählen im basisch betriebenen Elektroofen. |
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