CH276150A - Verfahren zur Herstellung eines Oberflächendeckharzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Oberflächendeckharzes.

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CH276150A
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Oberflächendeckharzes.       Die Reaktionsprodukte von     Methylol-          melaminen    mit Alkoholen haben im Zusam  menhang mit dem Auftragen eines Kunst  stoffes auf einen Körper, insbesondere in Ver  bindung mit üblichen     Oberflächendeekharzen,     an Wichtigkeit zugenommen. Die modifizier  ten     1Iethylolmelamine    beschleunigen das   Altern  bzw. Festwerden der bekannten  Harze und verbessern deren     Farbbeständig-          keit,    chemisches Widerstandsvermögen und  Abnutzungsbeständigkeit.

   Indessen besitzen  die bekannten modifizierten     Alkohol-1lethvlol-          melamin-Verbindungen    eine begrenzte Ver  träglichkeit mit andern     Oberflächendeckhar-          zen    und vermögen bei Anwendung in grösseren  Mengen zur Erzielung einer maximalen Ver  besserung dieser Harze den Glanz der letzt  endlich erzielten Deckschicht wesentlich zu  verschlechtern. Ferner ist bei Verwendung  mit sauren Harzen, zum Beispiel mit hoch  sauren     Alkydharzen,    der anfallende Lack un  beständig und springt beim Lagern leicht ab.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Ober-          1'läehendeckharzes,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass     Melamin,    Formaldehyd und  ein aus p- und     o-Toluolsnlfonamiden    be  stehendes     Gemisch    miteinander umgesetzt und  hierauf das entstandene Produkt unter sauren  Bedingungen mit     Butanol    zur Umsetzung ge  bracht wird.  



  Das neue farblose bis leicht. bernsteinfar  bene Harz ist durchsichtig und in aromati-    sehen     Kohlenwasserstoffen,        Ketonen,    Alko  holen und deren Mischungen löslich und er  weicht bei 45-500 C.  



  Die folgenden Beispiele dienen zur Er  läuterung der Erfindung. Die Teile bedeuten  Gewichtsteile.  



       Beispiel   <I>1:</I>  
EMI0001.0022     
  
    Melamin <SEP> 100 <SEP> Teile
<tb>  Gemisch <SEP> aus <SEP> o- <SEP> und <SEP> p-Toluol  sulfonamiden <SEP> 43 <SEP> "
<tb>  Formalin <SEP> (37o/oiges <SEP> Formal  dehyd) <SEP> 463 <SEP> "
<tb>  92%iges <SEP> Butanol <SEP> 505 <SEP> "       Das     Melamin,    das Gemisch aus o- und p  Toluolsulfonamiden und Formalin, wurde in  ein Reaktionsgefäss eingetragen und der     pH-          Wert    des Gemisches mittels     51/oigem        wässrigem          Natriumhy        droxy    d auf ungefähr 8-9 einge  stellt.

   Das Gemisch wurde bei Atmosphären  druck so lange unter     Rückfluss    erhitzt, bis die  gebildete Lösung eine schwache Trübung zu  zeigen begann (nach etwa einer Stunde rück  fliessenden     Koehens).    In diesem Moment  wurde das     Butanol    und genügend     0,5n-Amei-          sensäure    dem Reaktionsgemisch zugegeben,  um die Lösung sauer zu stellen, worauf das  Gemisch während etwa zwei Stunden bei  Atmosphärendruck am     Rückfluss    erhitzt  wurde.

   Dann wurde das überschüssige     Buta-          nol    und das Wasser durch     azeotrope    Destilla  tion unter Zusatz von trockenem     Butanol     während der Destillation entfernt, bis das      Destillat nur noch eine einzige Phase aufwies.  Die entstandene Lösung wurde hierauf bei  einem Druck von etwa     58,-1    cm Quecksilber so  lange eingeengt, bis die Temperatur der  Lösung     ungeführ    980 C erreichte.

   Hierauf  wurde     Xylol    zugesetzt, um eine Lösung zu er  halten, welche     601/o    Feststoffe in einem aus  50<B>:50</B> Teilen bestehenden Gemisch von     Xylol     und     Butanol    aufwies. Die entstandene Lösung  war klar und farblos und liess sich auf ver  schiedene Flächen unter Bildung eines klaren,  farblosen Films auftragen. Die erzielte  Deckschicht bzw. der entstandene Überzug war  ausserordentlich hart, besass einen sehr     guten     Glanz und war recht spröde.  



  <I>Beispiel</I>  Es     wurde    in der gleichen Weise gearbeitet       wie    in Beispiel 1 mit der Ausnahme jedoch,  dass kein Gemisch aus o- und     p-Toluolsulfon-          amiden        zu    Anbeginn zugesetzt wurde; in die  sem Beispiel wurde dieses letztere Material  erst nach der     Umsetzung    des     Melamins    mit  dem Formalin, das heisst nach der Bildung  an     Methy        lolmelamin,    hinzugefügt. Das er  zielte Harz war etwas weicher als dasjenige  des     Beispiels    1, doch war es     sonst    mit jenem  identisch.  



  Der     PH-Wert    des Reaktionsgemisches soll  auf der alkalischen Seite, das heisst. auf etwa  8-9, gehalten werden, bis die Umsetzung des       Melamins    mit dem Formaldehyd unter Bil  dung von     Methylolmelaminen    ,praktisch be  endet ist. Hierauf sollte der     PH-Wert    auf  sauer gestellt werden. Um diesen sauren     pH-          Wert    zu erreichen, kann man sieh verschiede  ner Säuren, zum Beispiel Ameisensäure, Essig  säure,     Salzsäure,    Phosphorsäure usw., bedie  nen.

   Die     Umsetzung    kann auch bei niedrige  ren Temperaturen als der     Rüekflusstempera-          tur,    zum Beispiel bei     25-400    C, erfolgen,  sofern dies gewünscht, wird, wobei man in der  Hauptsache     monomere,        niedrigmolelulare     Harze erhält.  



  Das erfindungsgemässe Produkt kann mit  andern     Oberflächendeeklösungsmitteln    oder  Verdünnungsmitteln, wie zum Beispiel     Dipen-          ten,        Glykolmonobutyläther,    Glykolmonophe-         nyläther,        Dibutylphtlialat,    Benzol,     Toluol     usw., verdünnt werden. Ist die Anwesenheit  von     Butanol,        lIethanol    oder andern niedrig  siedenden Lösungsmitteln nachteilig, so lassen  sich dieselben durch Vakuumdestillation ent  fernen, worauf das so anfallende Harz in  höher siedenden     Lösungs-    und Verdünnungs  mitteln gelöst werden kann.  



  Das erfindungsgemässe Harz kann als sol  ches als     Oberfläehendeekharz    verwendet wer  den oder durch übliche     Zusätze,        zum    Beispiel  durch natürliche oder synthetische Harze oder  andere Materialien, einschliesslich     Kopal,          hauri,        Gummitragant,        Methoiyeellulose,    Ka  sein usw., und Farbstoffe, Pigmente, Lacke,  Füllmittel usw. modifiziert werden.  



  Das     erfindungsgemässe    Harz eignet sieh  besonders für den     Gebrauch    zusammen mit       Alkydharzen    für Oberflächenüberzüge, wobei  diese     Alky        dharze    modifiziert werden.

   Schliess  lich lässt sich das erfindungsgemässe Harz in  beliebigen Mengenverhältnissen mit     Alkyd-          harzen    mischen, einschliesslich der ungesättig  ten     Alky        dharze,    und verbessert die Farbe,  Härte, den Glanz, die chemische Widerstands  fähigkeit und     Abnutzungsbeständigkeit    der       Alky        dliarze,    ohne die     physikalischen    Eigen  schaften der auf diese Weise erhaltenen Über  züge zu beeinträchtigen.  



  Werden die     Melaminharze    mit.     AryIsulfon-          amid    modifiziert, so lassen sie sieh mit     niedrig-          molekularen    Polymeren des     a-llethylstyrols     plastisch gestalten, wobei verformbare Verbin  dungen entstehen, welche gegen Alkali ausser  gewöhnlich widerstandsfähig sind. Solche Ver  bindungen eignen sieh insbesondere für die  Erzeugung von     L        berzügen    auf Rührwerken  für Waschmaschinen oder auf andern Gegen  ständen, welche oft. mit alkalischen Lösungen  in Berührung     gelangen.     



  Wie oben erwähnt, können die Lösungs  mittel aus dem     erfindungsgemässen    Harz  durch Vakuumdestillation oder mit Hilfe  anderer geeigneter Mittel unter Bildung<B>voll</B>  Materialien, welche bei gewöhnlichen Tempe  raturen fest und     zerreibbar    sind, entfernt  werden. Diesbezüglich ist das neue Harz von  den üblichen     alkylierten    Melaminformaldehyd-      Produkten, welche sich nicht zu harten, festen,       zerreibbaren    Harzen ohne     Lösliehkeitsverlust     trocknen lassen, vollständig verschieden.

   Das  so erhaltene Harz kann     finit        versehiedenen          Plastif        izierungsmitteln,    Harzen,     trocknenden     und nichttrocknenden ölen     usw.    vermischt  werden. Es kann zum Lamellieren, Behandeln  von Textilien und dergleichen     Vetivendung    fin  den.     Gewünsehtenfalls    kann es vor dessen Ver  wendung als     Lamellierungs-    oder Textilbe  handlungsmittel in geeigneten     Lösungsmitteln          nelöst    werden.  



  Das neue Harz kann     aueh    in Verbindung       finit        1=larnstoff,        Harnst.offmelamin,    Melanin,       Thioharnstoff    und     Phenolharzen    verwendet  und in Trägern für Drucktinten, Öle und    Harze enthaltende Lacke, öle und Öllacke usw.  eingearbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Ober- fläehendeckharzes, dadurch gekennzeichnet, dass Melamin, Formaldehyd und ein aus p und o-Toluolsulfonamiden bestehendes Ge- iniseh miteinander umgesetzt und hierauf das entstandene Produkt unter sauren Bedingun gen mit Butanol zur Umsetzung gebracht wird.
    Das neue farblose bis leicht bernstein farbene Harz ist durehsichtig und in aroma tischen Kohlenwasserstoffen, Ketonen, Alko holen Lind deren Mischungen löslich und er weicht bei 45-500 C.
CH276150D 1946-12-24 1948-02-27 Verfahren zur Herstellung eines Oberflächendeckharzes. CH276150A (de)

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