CH276263A - Venenstaubinde. - Google Patents
Venenstaubinde.Info
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Description
Venenstaubinde.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Venenstaubinde, wie sie erforderlich ist, um eine Vene durch Stauung des Blutes so stark aufsehwellen zu lassen, dass die Injektionsnadel einer Spritze in dieselbe eingeführt werden kann, um ein Medikament in die Blutbahn zu injizieren oder Blut aus ihr zu entnehmen.
Zur Stauung von Venen werden bisher meistens behelfsmässige Mittel verwendet, wie z. B. ein Tuch oder ein Gummisehlaueh, dessen Enden um das betreffende Körperglied gesehlungen und von Hand sehraubenförmig zusammengedreht oder mittels einer Klammer zusammengehalten wurden. Es existieren auch spezielle Venenstaubinden, die in der Hauptsache aus einem breiten Band bestehen, dessen Enden entweder von Hand oder dureh besondere Bänder zusammengehalten werden.
Alle diese bekannten Mittel zum Stauen einer Vene sind mit versehiedenen Naehteilen hehaftet. So ist ihre Handhabung umständ lich, zeitraubend und ohne Assistenz meist kaum durehführbar. Die Anwendung ist für den Patienten infolge Einklemmen der Haut oft sehmerzhaft und der erzielte Staueffekt mehr oder weniger mangelhaft. Überdies kann mit den bekannten Mitteln die Stauwir- kung schlecht oder gar nieht geregelt werden, was bei hohem Blutdruck oder bei sogenann- ten schlechten Venen ein grosser Nachteil ist.
Der Hauptnachteil der bisher gebräuchlichen Mittel ist jedoeh der, dass die Stauung meistens nicht gelöst werden kann, ohne das betreffende Korperglied zu bewegen oder zu ersehiittern, wodurch die Injektionsnadel in der leicht verletzbaren Vene scheuern oder aus derselben herausrutschen kann.
Die Erfindung bezweekt die Beseitigung der genannten Nachteile und betrifft eine Venenstaubinde mit einem aus zwei lösbaren Teilen bestehenden Versehluss, die sieh dadurch auszeiehnet, dass ein elastisches Band mit dem einen Ende an einem Riegelstüek befestigt ist und mit dem andern Ende in der Längsrichtung verschiebbar durch ein Ver schlussgehäuse geführt ist, welches einerseits einen Sehnappversehluss aufweist, um das Riegelstüek mit dem Verschlussgehäuse losbar zu verbinden und anderseits Mittel besitzt, die das hindurchgeführte elastisehe Band naeh einem Anziehen gegen Zurüekgleiten sichern, das Ganze derart,
dass die geschlossene und durch Anziehen des elastisehen Bandes gespannte Venenstaubinde bei Betätigung eines mit dem Schnappverschluss in Verbindung stehenden Auslöseorgans durch Freigabe des Riegelstiiekes plötzlich losbar ist.
Naehstehend wird an Hand der Zeichnung rein beispielsweise eine bevorzugte Ausfüh- rungsform des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Venenstaubinde von der Seite gesehen, wobei die beiden Teile des Verschlusses teilweise im Schnitt dargestellt sind ;
Fig. 2 ist eine Draufsieht auf einen Teil der Staubinde, teilweise im Schnitt ;
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht des einen Versehlussteils, teilweise im Schnitt.
Gemäss den Darstellungen ist ein breites, elastisches Band 1, das beispielsweise aus Gummi besteht, mit dem einen Ende um einen Stab 2 gesehlungen und an demselben befestigt. Der Stab 2 durchsetzt das Innere eines mansehettenartig ausgebildeten hohlen Riegelstückes 3 und ist in dessen schmalen Seitenwandungen gelagert. Eine der beiden andern Wandungen des Riegelstüekes ist mit einer Ausnehmung versehen, die aus einem kreisförmigen Teil 4 besteht, welche über einen engeren Teil 4a von dem dem Band 1 ab- gewendeten Rande der betreffenden Wandung zugänglieh ist.
In der dieser Wandung gegen überliegenden Wandung des Riegelstüekes 3 ist ein grösserer Aussehnitt 5 vorhanden, welcher ganz durchgehend sein kann, so dass das Riegelstüek die Gestalt eines Bügels mit einwärtsgebogenen Schenkelenden bekommt.
Das Riegelstüek 3 ist teilweise in ein aus einem untern Teil 6 und einem obern 7 bestehendes Verschlussgehäuse hineinschiebbar.
Die beiden je U-förmig ausgebildeten Teile 6, 7 des Versehlussgehäuses sind z. B. durch Punktschweissung fest miteinander verbunden, derart, dass das Gehäuse die Gestalt einer fohlen manchette besitzt. Im Gehäuseteil 7 ist eine Büehse 8 starr eingesetzt, in welcher ein Bolzen 9 in axialer Richtung versehiebbar r gelagert ist. Das sieh im Innern des Ver sehlussgehäuses befindende Ende des Bolzens stützt sich gegen eine Schraubendruckfeder 10 ab, die ihrerseits am untern Gehäuseteil 6 angreift. Das andere Bolzenende trägt einen Druckknopf 11.
Um den Bolzen gegen ein Herausrutsehen aus der Büehse 8 zu sichern, R'eist er eine Anfräsung 12 auf, in welche der Rand eines mit Hilfe einer Schraube 1 an cler Biichse 8 befestigten Plättehens 14 hineinragt, das erstens die Bewegungsbahn des Bolzens 9 begrenzt und zweitens denselben gegen Drehung sichert.
Etwa auf der Höhe der Gehäusewandung 7 besitzt der Bolzen 9 swei sieh diametral gegenüberliegende Quer- nuten 16, welche derart gerichtet sind, dass sie dureh den verengten Teil 4a in die Ausnehmung 4 des Riegelstüekes hineingleiten, wenn letzteres in das Verschlussgehäuse eingeseho- ben wird. Der gegen die Druckfeder 10 gewendete Rand der Quernuten 16 bildet je eine sehief zur Längsaehse des Bolzens stehende Ebene und dient als schräge Auflauffläche, die beim Einschieben des Riegelstüekes ein selbsttätiges Niederdrücken des Bolzens bewirkt.
Das freie Ende des Bandes 1 ist von der Rüekseite her in das Verschlussgehäuse 6, 7 eingeführt und durch einen Schlitz 17 im obern Teil 7 hindurehgesteekt. Ein Sperr- element 18 von der Form eines im Quersehnitt etwa ovalen Balkens ist mit Hilfe von zwei Ansatzschrauben 19 in den Seitenwan- dungen des Gehäuseteils 7 sehwenkbar gelagert und mit einem aus dem Gehäuse her ausragenden Bedienuyslappen 20 versehen, mit dessen Hilfe das Sperrelement geschwenkt werden kann.
Das Band 1 ist zwischen dem Sperrelement 18 und der Wandung des untern Gehäuseteils 6 hindurchgeführt, wobei zweck mässigerweise der das Band berührende Teil des Sperrelementes als gerauhte Klemmfläche ausgebildet ist. Ebenso kann die der Klemm- fläehe gegenüberliegende Wandung des Teils 6 gerauht sein. Das Sperrelement ist derart ausgebildet und angeordnet, dass sieh dessen Klemmfläche beim Ziehen des Bandes 1 an seinem freien Ende von der Wandung des Versehlussgehäuses wegbewegt und bei einem Zurüekgleiten des Bandes an die Wandung anlegt, so da# das Band festgeklemmt wird.
Die Wirkungs- und Gebrauchsweise der beschriebenen Venenstaubinde ist wie folgt :
Bei in der Zeichnung dargestellter Lage der Teile wird das Band 1 um den zu behandelnden Körperteil, beispielsweise um den Arm nahe bei der Ellbogenbeuge, herumgelegt und das Riegelstüek 3 in das Ver sehlussgehäuse 6, 7 eingeschoben. Dabei gleitet der Bolzen 9 an der 5telle der Quernuten durch den engen Teil 4a in die Ausnehmung 4 hinein, wobei gleichzeitig durch Auflaufen des sehrägen Nutenrandes am Rande des Rie gelstückes der Bol. zen entgegen der Wirkung der Feder 10 nach unten gedrüekt wird.
So bald das Riegelstüek ganz eingesehoben ist, schnappt der Bolzen unter dem Einfluss der Feder nach oben, wodurch der unterhalb der Quernuten liegende Bolzenteil hinter die neben der engen Ausnehmung 4a vorhandenen Teile der Wandung des Riegelstüekes 3 greift und dasselbe dadureh im Verschlu#gehäuse festhält.
Nun wird das freie Ende des Bandes 1 erfasst, letzteres angezogen und das Versehluss- gehäuse so fest gegen den Arm geschoben, bis die notwendige Abschnürung des Körperteils auftritt, um die Venen zu stauen. Beim Loslassen des Bandendes lockert sieh das Band praktiseh kaum, da sofort das Sperrelement 18 mit seiner Klemmfläche sich gegen die Wandung des Gehäuseteils 6 schwenkt und dabei das Band festklemmt. Wenn die be treffende Vene durch die Blutstauung stark genug hervorgetreten ist, kann die Injektions- nadel eingeführt werden.
Durch einen leich- ten Druck auf den Knopf 1. 1 wird darauf der Bolzen 9 entgegen der Wirkung der Feder 10 etwas verschoben, wodurch das Riegelstück 3 freigegeben wird und unter dem Einfluss der Elastizität des Bandes 1 sofort aus demYer- schlussgehäuse herausgleitet. Die Stauung der Vene löst sieh dabei augenblicklich, ohne dass das betreffende Körperglied bewegt oder beansprucht werden muss. Um das Band 1 wieder in seine ursprüngliche Lage zurüekzubrin- gen, drüekt man auf die Betätigungslasche 20, so dal3 das Sperrelement 18 sich von der Wandung des Gehäuseteils 6 wegsehwenkt und das Band 1 zum Zurückziehen freigibt.
Der Hauptvorteil der beschriebenen Venen staubinde ist der, dass die Stauung auf ein fache Weise plötzlich gelöst werden kann.
Die Handhabung der Binde kann vom Arzt ohne fremde Hilfe vorgenommen werden, und d zwar zur Stauung der Vene und zu deren
Lösung. Die Stauung kann durch mehr oder weniger starkes Anziehen des Bandendes bzw.
Lösen desselben durch Betätigung der mit dem Sperrelement 18 verbundenen Lasehe 20 oder auch durch Versehieben des Ver schlussstüekes auf dem zu behandelnden Kör perteil gut reguliert werden, und der Druck bleibt beim Loslassen des Bandendes praktisch unverändert, da das Sperrelement das Band sofort festklemmt. Da die Binde bei Be tätigung des Druekknopfes vollständig vom betreffenden Körperteil wegspringt, kann die Injektionsnadel durch die herabfallende Binde nicht berührt und in ihrer Sterilität gefähr- det werden, und die Binde kommt aueh nieht mit Venenblut in Berührung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Venenstaubinde mit einem aus zwei lös- baren Teilen bestehenden Versehluss, dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisches Band mit dem einen Ende an einem Riegelstüek be festigt ist und mit dem andern Ende in der Längsrichtung versehiebbar durch ein Ver sehlussgehäuse geführt ist, welches einerseits einen Schnappversehluss aufweist, um das Riegelstüek mit dem Verschlussgehäuse los- bar zu verbinden, und anderseits Mittel besitzt, die das hindurehgeführte elastische Band naeh einem Anziehen gegen Zurüekgleiten siehern, das Ganze derart,dass die geschlossene und durch Anziehen des elastischen Bandes gespannte Venenstaubinde bei Betätigung eines mit dem Schnappverschluss in Verbindung stehenden Auslöseorgans durch Freigabe des Riegelstückes plötzlich lösbar ist.UNTERANSPRÜCHE : 1. Venenstaubinde naeh Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass das Riegelstüek mindestens teilweise in das Verschlussgehäuse hineinschiebbar ist.2. Venenstaubinde naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dal3 das Riegelstüek wenigstens eine Ausnehmung aufweist, in welche ein am Versehlussgehäuse angeordneter Sehnapper unter der Wirkung einer Feder zum Festhalten des Riegelstüekes hineingreifen kann.3. Venenstaubinde nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnapper mit einer sehrägen Auflauffläehe versehen ist, welche beim Einschieben des Riegelstückes in das Versehlussgehäuse den Schnapper selbsttätig entgegen der Wirkung der Feder zuriiek- sehiebt, bis derselbe in die Ausnehmung hin eingleiten kann.4. Venenstaubinde nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich- net, dass das Auslöseorgan ein mit dem Schnapper wirkverbundener Druckknopf ist, durch dessen Betätigung der Sehnapper entgegen der Wirkung der Feder zurückschiebbar ist.5. Venenstaubinde nach Patentanspruch. und Unteransprüehen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnapper ein mit mindestens einer Quernute versehener, im Ver schlussgehäuse in axialer Richtung versehieb- bar gelagerter Bolzen ist, der sieh mit dem einen Ende Linter Zwischenschaltung einer Druckfeder gegen einen Teil des Verschlu#- gehäuses abstützt und am andern Ende den Druckknopf trägt.6. Venenstaubinde nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelstüek hohl ausgebildet ist und die Ausnehmung an einer Wandung derart geformt ist, dass der Bolzen an der Stelle der Quernute beim Einsehieben des Riegelstüekes in das Verschlu#gehäuse dureh einen engeren Teil der Ausnehmung in dieselbe hineingleiten und nachher mit dem vollen Material in einen erweiterten Teil der Ausnehmung einschnappen kann.7. Venenstaubinde naeh Patentansprueh und Unteranspriiehen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der der Druckfeder zuge- wendete Rand der Quernutung des Bolzens dureh eine schief zur Bolzenaehse stehende Ebene gebildet ist.8. Venenstaubinde nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ende des elastisehen Bandes zwischen einer Wandung des Versehlussgehäuses und einer Klemmfläehe eines in demselben um eine Achse schwenkbar gelagerten Sperrelementes hindurchgeführt ist, welches derart angeordnet ist, dass sieh dessen Klemmfläehe beim Anziehen des Bandes von der Wandung des Ver sehlussgehäuses wegbewegt und bei einem Zu rüekgleiten des Bandes zur Festklemmung desselben gegen die Wandung anlegt.9. Venenstaubinde naeh Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich- net, dass die Klemmfläehe des Sperrelementes gerauht ist.10. Venenstaubinde naeli Patentanspruch und Unteransprueh 8, dadurch gekennzeich- net, dass die der Klemmfläehe des Sperrelementes gegenüberliegende Wandung des Verschlussgehäuses gerauht ist.11. Venenstaubinde naeh Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich- net, dass am Sperrelement ein aus dem Ver schlussgehäuse herausragendes Betätigungs- organ vorhanden ist, mit dessen Hilfe das Sperrelement zum Lösen des festgeklemmten Bandes so schwenkbar ist, da# die Klemmfläehe sieh von der Wandung des Versehluss- gehäuses wegbewegt.12. Venenstaubinde nach Patentanspruch und Unteransprüehen 8 und ll dadureh gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan eine am Sperrelement befestigte Lasche ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH276263T | 1949-10-08 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH276263D CH276263A (de) | 1949-10-08 | 1949-10-08 | Venenstaubinde. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH276263A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3450136A (en) * | 1966-09-26 | 1969-06-17 | Chester Sig Anderson | Emergency hemostatic patch bandage |
| FR2321264A1 (fr) * | 1975-08-16 | 1977-03-18 | Praemeta | Garrot pour produire des effets de stase sur des parties du corps |
-
1949
- 1949-10-08 CH CH276263D patent/CH276263A/de unknown
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