DE4006696A1 - Klemmschelle, insbesondere zum abklemmen menschlicher gliedmassen - Google Patents
Klemmschelle, insbesondere zum abklemmen menschlicher gliedmassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klemmschelle, insbesondere zum
Abklemmen menschlicher Gliedmaßen, mit einem zu einem offenen
Ring geformten Band, an dessen Enden eine Zahnung vorgesehen
ist.
Es ist eine Klemmschelle in Form eines Gummischlauches
bekannt, der um den Arm gebunden wird, um den Blutfluß
zu stillen. Das Blutstillen ist bei Blutuntersuchungen
vor der Einführung der Kanüle in die Vene notwendig. Eine
Blutflußstillung mit Hilfe des Gummischlauches wird z.B. auch
bei reich blutenden Wunden angewendet.
Diese bekannte Klemmschelle erweist sich dadurch als nach
teilig, daß der Gummischlauch in Linienberührung mit dem
Körper des Patienten steht, wodurch die Klemmung des Glied
maßes schmerzhaft ist. Außerdem bleibt die Klemmkraft außer
Kontrolle, da sie aus der Vorspannung des Gummischlauches
resultiert. Entweder ist die Klemmkraft zu gering und stillt
kaum den Blutfluß oder sie ist zu stark und verursacht somit
Schmerz. Eine zu große Klemmkraft des Gummischlauches kann
ferner zu Gefäß- und Gewebebeschädigungen führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemmschelle
der eingangs erwähnten Art so zu gestalten, daß bei geeigneter
Kontrolle der Klemmkraft ein schmerzfreies Klemmen des
abzuklemmenden Gliedes möglich wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
- - einen zylinderartigen Körper mit einem Flansch an seiner einen Stirnseite,
- - eine auf dem Körper aufgebrachte drehbare Hülse mit einem auf ihrer Innenfläche vorgesehenen Trapezgewinde,
- - zwei Längsaushebungen des Körpers, in denen sich die Enden des Bandes befinden,
- - rechteckige Vorsprünge, auf der der Hülse zugewandten Seite des Bandes, die mit Gewinderillen der Hülse verzahnt sind,
- - einen eine winklige Außenfläche aufweisenden Vorsatz auf einer Stirnseite des Körpers und durch
- - einen an der anderen Stirnseite des Körpers befestigten Deckel.
Vorzugsweise zeichnet sich die erfindungsgemäße Klemmschelle
weiterhin aus durch
- - einen Dorn, der längsachsig in einer sich durch den Körper längsachsig erstreckenden, abgestuften Bohrung des Körpers angeordnet ist, mit seinem spitzen Ende aus dem Vorsatz vorragt und an dem zu seiner abgewinkelten Außenfläche am spitzen Ende entgegengesetzten Ende eine Scheibe aufweist,
- - eine in der Bohrung angeordnete, die dem Vorsatz zuge wandte Seite der Scheibe beaufschlagende Feder und durch
- - einen auf der entgegengesetzten Seite der Scheibe an greifenden Stößel, der sich in der Bohrung des Körpers und einer mit dieser fluchtenden Gewindebohrung des Deckels erstreckt und in einen ein Gewinde aufweisenden, mit der Gewindebohrung des Deckels in Eingriff stehenden, drehbaren Kopf ausläuft.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Klemm
schelle ergeben sich aus den Patentansprüchen 3 bis 6.
Die erfindungsgemäße Klemmschelle ermöglicht eine stabile
Verklemmung des Gliedmaßes, wobei die Klemmkraft je nach
Gebrauch geregelt werden kann. Die Verklemmung, die mit
der erfindungsgemäßen Klemmschelle erreicht werden kann, ist
auf die gesamte Breite des Bandes verlegt, wodurch der
spezifische Druck auf den Körper des Patienten gering ist
und somit bei diesem kein Schmerzgefühl hervorgerufen
wird. Die erfindungsgemäße Klemmschelle verursacht keine
Beschädigung der Venen und des Gewebes. Ferner kann sie
auch zum Versteifen gebrochener Glieder verwendet werden.
Auf das gebrochene Glied wird eine steife Schiene gelegt,
worauf zwei Klemmschellen auf das Glied so aufgebracht
werden, daß sie sowohl das Glied wie auch die Schiene um
fassen.
Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Klemm
schelle werden nun anhand der Zeichnungen erläutert. In
diesen sind:
Fig. 1 ein Längsschnitt einer Ausführungsform der Klemm
schelle,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Deckels der Klemmschelle,
Fig. 3 eine Querschnittansicht des Körpers der Klemm
schelle,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Bandabschnittes der Klemm
schelle,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Hülse der Klemmschelle,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform der Klemmschelle,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht des Bandes der Klemmschelle
und
Fig. 8 eine Querschnittsansicht des Bandes der Klemmschelle
mit Rundscheiben.
Wie aus der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungs
form hervorgeht, weist die Klemmschelle einen zylinderartigen
Körper 1 auf, auf dem eine Hülse 2 drehbar aufgesetzt ist.
Der Körper 1 besitzt zwei im Querschnittsprofil rechteckige
Längsaushebungen, die einander gegenüberliegend symmetrisch
vorgesehen sind. In diesen Längsaushebungen sind die Enden 19
eines zu einem offenen Ring geformten Bandes 3 der Klemm
schelle angeordnet, das auf einer Seite rechteckige Vorsprünge
4 aufweist. Die Hülse 2 besitzt auf ihrer Innenfläche ein
Trapezgewinde, in das die Vorsprünge 4 des Bandes 3 eingreifen.
Das restliche Teil des Bandes 3, das sich außerhalb des
Körpers 1 der Klemmschelle befindet, bildet den Ring, der auf
ein Gliedmaß eines Patienten geklemmt wird. Beim Drehen der
Hülse 2 verschieben sich die Enden 18 des Bandes 3, wodurch
der Umfang des Ringes verkleinert und der Druck des Bandes 3
auf das Glied des Patienten bewirkt wird. Der Körper 1 weist
an einer Stirnseite einen mit dem fest verbundenen Flansch 5
und an seiner anderen Stirnseite einen Deckel 6 auf. Der
Flansch 5 und der Deckel 6 weisen mit den Längsaushebungen 18
des Körpers 1 fluchtende Bohrungen auf, in denen die Enden 19
des Bandes 3 geführt sind. Der Außendurchmesser des Deckels 6
ist gleich dem Außendurchmesser der Hülse 2. An der flansch
seitigen Stirnseite des Körpers 1 ist ein Vorsatz 7 mit einer
winkligen Außenfläche vorgesehen, deren Breite gleich der
Breite des Bandes 3 ist. Die Hülse 2 weist auf ihrem Außen
mantel in Längsrichtung verlaufende Rillen auf, die das
Erfassen der Klemmschelle während des Verklemmens erleichtern
und ein Abgleiten der Hand verhindern.
Bei einer anderen Ausführungsform ist längsachsig des
Körpers 1 ein Dorn 9 in einer sich in dem Körper 1 längs
achsig erstreckenden abgestuften Bohrung 8 angeordnet, dessen
spitzes Ende aus dem Körper 1 und dem Vorsatz 7 nach außen
vorragt. In dem Deckel 6 ist eine mit der Bohrung 8 des
Körpers 1 fluchtende Gewindebohrung 23 vorgesehen. An
dem zu seinem spitzen Ende entgegengesetzten Ende reißt
der Dorn 9 eine Scheibe 10 auf, deren dem Vorsatz 7 zugewandte
Seite von einer Feder 11 beaufschlagt ist. An der gegenüber
liegenden Seite der Scheibe 10 greift ein Stößel 12 an,
der sich in der Bohrung 8 des Körpers 1 und der mit dieser
fluchtenden Gewindebohrung 23 des Deckels 6 erstreckt und
in einen ein Gewinde aufweisenden, mit der Gewindebohrung 23
des Deckels 6 in Eingriff stehenden drehbaren Kopf 13 aus
läuft. Der Deckel 6 ist mittels zweier Schrauben 14 an dem
Körper 1 befestigt. Beim weiteren Eindrehen des Kopfes 13
in die Gewindebohrung 23 des Deckels 6 wird eine Verschiebung
des Stößels 12 längs der Bohrung 8 des Körpers 1 bewirkt, d.h.
der Dorn 9 wird vom Körper 1 aus nach außen verschoben. Hier
durch wird eine Verklemmung des Bandes 3 um einen Twist-Off-
Deckel ermöglicht und sein Aufdrehen erleichtert. Bei einigen
Umdrehungen des Kopfes 13 in entgegengesetzter Richtung wird
auch der Stößel 12 verschoben und der Dorn kehrt infolge der
beaufschlagenden Wirkung der Feder 11 auf die Scheibe 10 in
seine anfängliche Lage in der Bohrung 8 des Körpers 1 zurück.
Die Klemmschelle kann auch zum Öffnen von Twist-Off-Gläsern
angewendet werden. Wie aus der in den Fig. 6 bis 8 darge
stellten Ausführungsform hervorgeht, weist das Band 3 auf
seiner Innenseite eine - gesehen im Querschnitt - rechteckige
Längsrille 16 auf, in der kreisförmige Aussparungen ausge
führt sind, in denen Rundscheiben 17 eingesetzt sind. Die
Rundscheiben 17 bestehen aus Gummi. Die kreisförmigen Aus
sparungen sind gleichmäßig beabstandet, wobei der Abstand
zwischen ihnen dem Sechsfachen des Durchmessers der Rund
scheiben 17 entspricht.
Claims (6)
1. Klemmschelle, insbesondere zum Abklemmen menschlicher
Gliedmaßen, mit einem zu einem offenen Ring geformten
Band, an dessen Enden eine Zahnung vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
- - einen zylinderartigen Körper (1) mit einem Flansch (5) an seiner einen Stirnseite,
- - eine auf dem Körper (1) aufgebrachte drehbare Hülse (2) mit einem auf ihrer Innenfläche vorgesehenen Trapez gewinde,
- - zwei Längsaushebungen (18) des Körpers (1), in denen sich die Enden (19) des Bandes (3) befinden,
- - rechteckige Vorsprünge (4), auf der der Hülse (2) zugewandten Seite des Bandes (3), die mit Gewinderillen (20) der Hülse (2) verzahnt sind,
- - einen eine winklige Außenfläch (21) aufweisenden Vorsatz (7) auf einer Stirnseite (22) des Körpers (1) und durch
- - einen an der anderen Stirnseite (23) des Körpers (1) befestigten Deckel (6).
2. Klemmschelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
- - einen Dorn (9), der längsachsig in einer sich durch den Körper (1) längsachsig erstreckenden, abgestuften Bohrung (8) des Körpers (1) angeordnet ist, mit seinem spitzen Ende aus dem Vorsatz (7) vorragt und an dem zu seiner abgewinkelten Außenfläche am spitzen Ende entgegengesetzten Ende eine Scheibe (10) aufweist,
- - eine in der Bohrung (8) angeordnete, die dem Vorsatz (7) zugewandte Seite der Scheibe (10) beaufschlagende Feder (11) und durch
- - einen auf der entgegengesetzten Seite der Scheibe (10) angreifenden Stößel (12), der sich in der Bohrung (8) des Körpers (1) und einer mit dieser fluchtenden Gewindebohrung (24) des Deckels (6) erstreckt und in einen ein Gewinde aufweisenden, mit der Gewindebohrung (24) des Deckels (6) in Eingriff stehenden, drehbaren Kopf (13) ausläuft.
3. Klemmschelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (6) an dem Körper (1) mit Schrauben (14)
befestigt ist.
4. Klemmschelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (2) auf ihrem Außenmantel (25) länglich an
geordnete Rillen besitzt.
5. Klemmschelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Band (3) auf der Innenfläche eine Längsrille (16)
mit rechteckigem Querschnittsprofil aufweist, in der
kreisförmige Aussparungen (26) vorgesehen sind, in denen
Rundscheiben (17) eingesetzt sind, wobei die kreisförmigen
Aussparungen (26) auf dem Band (3) so verteilt sind, daß
die Abstände zwischen ihnen jeweils mindestens gleich dem
Durchmesser der Rundscheiben (17) sind.
6. Klemmschelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rundscheiben (17) aus Gummi sind.
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