CH276732A - Einrichtung zum Abdrucken des Spiegeloriginals bei Vervielfältigungsmaschinen. - Google Patents
Einrichtung zum Abdrucken des Spiegeloriginals bei Vervielfältigungsmaschinen.Info
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Description
Einrichtung zum Abdrucken des Spiegeloriginals bei Vervielfältigungsmasebinen. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Abdrucken des Spiegel originals bei Vervielfältigungsmaschinen auf vorher mit einer flüchtigen Flüssigkeit ange feuchtete Blätter, mit einer Anfeuchtevor- richtung und einer Andrückvorrichtung, die je in mindestens zwei Gruppen aufgeteilt sind.
Bei Vervielfältigungsmaschinen, besonders bei Zeilendruckmaschinen, tritt die Forde rung bzw. Notwendigkeit auf, eine ganze Zeilengruppe, z. B. den Kopf oder nur die einzelnen Zeilen zu drucken. Deshalb ist es notwendig, sowohl die Anfeuchtevorrichtung als auch die Andrückvorrichtung mindestens in zwei Gruppen aufzuteilen, von denen die eine z. B. breiter und die zweite wesentlich schmäler ist. Bei dem eigentlichen Abdrucken wird dann nur eine der Gruppen zur Wir kung gebracht, und zwar jeweils eine An feuchtevorrichtung und eine zugehörige An- drückwalze, während die zweite Gruppe voll kommen ausser Tätigkeit gebracht wird.
Bei Vervielfältigungsmaschinen bestehen der Ausführungen wurde jede Gruppe, d. h. die einzelnen Anfeuchtevorrichtungen und die zugehörigen einzelnen Andruckwalzen selbständig verstellt, wodurch es leicht vor kam, dass durch ein Versehen der Bedienung beide Gruppen der Anfeuchtevorrichtung in der Arbeitslage verblieben und die zum Be drucken bestimmten Blätter angefeuchtet ha- ben, wodurch das Original verunreinigt und die Spiegelschrift verwischt wurde.
In einem andern Fall bei der Einstellung beider Wal zen der Andrückvorrichtung in die Arbeits lage konnte es vorkommen, dass nur eine Walze die Blätter auf das Original, welches auf der Schablonenwalze aufgespannt war, angedrückt hat, während die zweite direkt auf das Original angedrückt wurde, wodurch die Spiegelschrift verunreinigt wurde, und diese Verunreinigung wurde dann beim wei teren Drucken durch diese Walze auf die ein gelegten Blätter übertragen. Hierbei ent stand hier noch die Gefahr einer Beschädi gung des Originals.
Ausserdem verbleibt bei bestehenden Ein richtungen die Zuleitung der flüchtigen Flüs sigkeit zu den Anfeuchteorganen in der Regel offen, ohne Rücksicht darauf, ob diese ange feuchteten Blätter ausser Tätigkeit gebracht werden, was zur Folge hat, dass sich die flüchtige Flüssigkeit in dem Anfeuchteorgan sammelt, welches derzeit ausser Wirkung ge bracht wurde. Beim Einschalten dieses Orga- nes in den Arbeitsprozess werden die ersten Blätter zuviel angefeuchtet, wodurch die Spie gelschrift des Originals zum grossen Teil auf gelöst wird, und zwar an der Druckstelle, und die abgedruckte Pause sowie auch die darauffolgenden Kopien sind dann sehr mangelhaft.
Diese Nachteile sollen nun durch die Ein richtung nach der vorliegenden Erfindung be seitigt werden, und zwar dadurch, dass sowohl die einzelnen Anfeuchteorgane als auch die einzelnen Andruckorgane durch je ein einzi ges Element von Hand in die Arbeitslage verstellbar sind unter gleichzeitiger Ausschal tung der übrigen Gruppen der Druckvorrich tung, wobei die Zuleitung der flüchtigen Flüssigkeit aus dem festen Teil. der Anfeuchte vorrichtung in ihre umstellbaren, in der Ruhelage befindlichen Teile unterbrochen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Einrichtung ist in der beigeschlosse nen Zeichnung schematisch dargestellt, in welcher die einzelnen Figuren folgendes be deuten: Fig. 1 die Druckvorrichtung mit einem Teil der Schablonenwalze im Aufriss, teilweise im Schnitt, Fig. 2 die Ansicht.
auf die Anfeuehtevor- richtung in Richtung des Pfeils S aus Fig. 1, Fig. 3 die Betätigungsorgane der Andrüek- v orrichtimg und Fig. 4 den Schnitt, nach Linie II-II in Fig. 2.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Schablo- nenwalze 1, auf welcher das Original mit. der Spiegelschrift aufgespannt ist, auf der Welle 2 gelagert und beherrscht mittels der Hebel übersetzung 3 die in dem Behälter 5 mit der flüchtigen Flüssigkeit angeordneten Ausla.ss- ventile. Der Behälter 5 ist auf bekannte Art. durchlaufend entlang der ganzen Länge der Schablonenwalze angeordnet, und sein Boden bildet die Führung für den Reiter 6 der An feuchtevorrichtung.
Die Anfeuchtevorrich- tung ist mit dem Reiter 6 mittels der Auf hängezapfen 8, welche durch den Stift 9 gesi chert sind, lösbar verbunden. Der Hebel 4 drückt das schwenkbare Ende der Anfeucht.e- sorriehtung zu dem Reiter 6 an. In dem Ge häuse 7 der Anfeuchtevorrichtung ist die Fül lung 7' aus Filz gelagert (Fig. 4), auf welche durch eine nicht dargestellte Öffnung die flüchtige Flüssigkeit aus dem Behälter 5 ge- langt.
Auf dem Filz 7' sind in dem angedeu teten Beispiel die zwei umstellbaren Organe der Anfeuchtevorrichtung, und zwar 10 und 1.3 verschiebbar, die ebenfalls durch Filze 10' lind 13' ausgelegt sind, und zwar derart, dass die beiden Filze 10' und 13' dicht auf dem Filz 7' sitzen. Die Verstellung der beiden um stellbaren Teile 10 und 13 erfolgt mittels der Zugstangen 11 und 12, welehe mit Hilfe der Stifte 15 und 16 an den einzelnen Armen des zweiarmigen Hebels 14, welcher schwenkbar auf dem Zapfen 17 in der Konsole 18 gela gert ist, gelenkig befestigt sind.
Durch das Einstellen des Hebels 14 in die obere Endlage wird in dem gegebenen Bei spiel der schmälere Anfeuchteteil 10 in die Arbeitslage gebracht (zum Abdrucken einzel ner Zeilen), während gleichzeitig der breitere Teil 13 in die Ruhelage gebracht wird. Durch das Niederdrücken des Hebels 14 in die in Fig. 2 dargestellte Lage wird eine entgegen gesetzte Einstellung, die für das Abdrucken der Zeilengruppe, z. B. des Kopfes, bestimmt. ist, erzielt.
Um die Zuleitung der flüeht.igen Flüssig keit in den ausgeschalteten Teil der An- feuchtevorriehtung zu unterbrechen, sind die Filze mit. Ausnehmungen versehen, und zwar das Filzstück 13' mit der Ausnehmung 13" und das Filzstüel,: 7' mit der Ausnehmung 7". Die Ausnehmung des Filzes in dem Teil 10' ist strichliert angedeutet und nicht näher be zeichnet, da sie ganz analog den vorgenannten AiLsnehmungen ausgeführt ist.
Durch das Herausschieben des Teils 13 in die Arbeits lage kommen beide Filzstüeke in der Berüh- rungsfläehe 33 dicht. aufeinanderzuliegen, wodurch die flüchtige Flüssigkeit leicht aus dem Filzstüek 7' des festen Gehäuses 7 in das Filzstück 13' des umstellbaren Teils 13 über geht. Durch Ausschalten des Teils 13 wird der volle Teil des Filzstückes 13' gegen die Aus- nehmung 7" gebracht und der volle Teil des Filzstückes 7' gegen die Ausnehmung 13" des Teils 13.
Dadurch wird die direkte Berüh rung beider Teile unterbrochen und somit wird auch die Zuführung der flüchtigen Flüs- sigkeit aus dem Filzstück 7' in das Filzstück 13 unterbrochen. Damit dieses Unterbreehen vollkommen ist, wird vorteilhaft in einer der Ausnehmungen in dem angedeuteten Falle in die Ausnehmung 7" eine Blechdichtung 32 eingelegt, welche den ganzen Boden der Aus- nehmung 7" verdeckt. Diese Blechdichtung 32 stellt ein Element aus einem undurchlässigen und gegen flüchtige Flüssigkeit widerstands fähiges Material dar.
Die Andrückvorriehtung, welche einen Be standteil der Druckvorrichtung der Zeilen druckmaschine bildet, besteht in dem ange deuteten Falle aus dem Reiter 19, welcher synchron mit der Anfeuchtevorriehtung an der Führung 20 umgestellt wird, welche ent lang der ganzen Länge der Schablonenwalze 1 verläuft. Die obere Fläche des Reiters bildet eine Unterlage für die Führung und Anfeuch tung einzelner Blätter. In dem Reiter sind an dem Zapfen 21 in dem angedeuteten Falle die zwei Träger 24 und 25 der Andruckwalzen 22 und 23 schwenkbar gelagert, von denen die Walze 23 mit dem Träger 25 in der Arbeits lage steht, wogegen die zweite ausser Betrieb ist.
Diese Einstellung wird durch Verschwen- kung des Hebels 30 durchgeführt, welcher auf der Welle 31 schwenkbar gelagert ist, und zwar in die untere Lage, wodurch die Dau men 28 und 29 derart ausschwenken, dass der Daumen 29 den Träger 25 mit der Walze 23 in die Arbeitslage ausschwenkt, während es der Daumen 28 zulässt, dass die Walze 22 mit dem Träger 24 durch Wirkung einer nicht dargestellten Feder in die Ruhelage aus schwenkt. Die Grösse der Schwenkbewegung kann durch einstellbare Anschläge 26 und 27 geregelt werden, welche in jedem der Trä ger angeordnet sind. Durch Ausschwenken des Hebels 30 in die obere Lage wird eine umgekehrte Einstellung erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Abdrucken des Spiegel originals bei Vervielfältigungsmasehinen auf vorher mit einer flüchtigen Flüssigkeit ange feuchtete Blätter, mit einer Anfeuchtevor- riehtung und einer Andruckvorrichtung, die je in mindestens zwei Gruppen aufgeteilt sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die ein zelnen Anfeuchteorgane (10 und 13) als auch die einzelnen Andruckorgane (22 und 23) durch je ein einziges Element (14 bzw.30) von Hand in die Arbeitslage verstellbar sind, unter gleichzeitiger Ausschaltung der übrigen Gruppen der Druekvorrichtung, wo bei die Zuleitung der flüchtigen Flüssigkeit aus dem festen Teil (7, 7') der Anfeuchtevor- richt.ung in ihre umstellbaren, in der Ruhe lage befindlichen Teile unterbrochen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die umstellbaren Teile (10 und 13) der Anfeuchtevorrichtung, die durch Filz (10' und 13') ausgelegt sind, durch das Ausschwenken eines Hebels (14) verstellbar sind, welcher Hebel schwenkbar auf dem festen Gehäuse (7) der Anfeuchte vorrichtung gelagert ist und mit jedem seiner Arme mit einem umstellbaren Teil (10 bzw.13) der Anfeuchtevorrichtung verbunden ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass sowohl der Filz (T) des Gehäuses (7) der Anfeuchtevorrich- tung als auch die Filze (10' und 13') der um stellbaren Teile (10 und 13) jeder Gruppe an der Berührungsfläche (33) auf eine solche Länge ausgenommen sind, dass in der Ruhe lage des umstellbaren Teils (10 bzw. 13) der volle Teil des Filzes (10' bzw. 13') sich gegen über der Ausnehmung (7") des festen Filzes (7') und gegenüber dem vollen Teil des Fil zes (7') des Gehäuses (7) die Ausnehmung (13" bzw. 10") des umstellbaren Teils (13 bzw.10) befindet, während nach Einstellung des umstellbaren Teils in die Arbeitslage an der Berührungsfläche (33) die vollen Teile der Filze (T, 13' bzw. T, 10') der Anfeuchte vorrichtung aufsitzen. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung 7" des festen Filzes (7') des Gehäuses (7) mit einem Element aus einem undurchlässigen und gegen flüchtige Flüssigkeit widerstands fähigen Material (32) versehen ist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Teile (22, 24 und 23, 25) der Andrückvorrichtung durch auf einer gemeinsamen Welle (31) schwenkbare Daumen (28 und 29) derart einstellbar sind, dal; dureh Betätigung eines einzigen Organes (30) jeweils nur ein Teil der Andrückvorrichtung (22, 24 oder 23, 25) in die Arbeitslage gebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
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