Einrichtung mit gegen unabsichtliche Berührung geschützter elektrischer Stromleitung und mit Stromabnehmer. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Ein- riehtung mit gegen unabsiehtliehe Berührung gesehützter elektrischer Stromleitung Lind mit Stroinabnehmer für Stromabnahme an jeder Stelle längs der Stromleitung. Derartige Ein- riehtungen sind bekannt, und zwar werden meist mehrere Stromleiter offen lieben- oder übereinander verlegt.
Das Bestreben, die lebensgefährliche Be- rührting- der Stromleiter zu verhindern, führte zur Verlegung der Stromleiter in U-Rinnen mit hohen Seitenwänden oder in kastenförmi gen Sehutzgehäusen mit schmalen Schlitzen für die Stromentnahme.
Gremäss der Erfindung sind mehrere Stronileiter auf einer mindestens teilweise flachen Tragsehiene isoliert verlegt, wobei die Längskanten der Tragsehiene die Lauf- und Führun,-sbahn für Laufwagen mit stron-iab- nehmenden Organen bilden, und wobei eine nur dem Berührungssehutz dienende Ab- deekung in Form einer Rinne,
deren senkreeht zur Rinnenlän-sachse liegender Quersehnitt U-förmig ist, abnehmbar an der Tragschiene angebraeht ist, wobei die Abdeekung die Stromleitung derart überragt, dass der Zugang zu den Stromleitern nur noch dLireh einen Sehlitz möglich ist.
Bei dieser Anordnung der Tragschiene als Träger der Stronileitun'gen und als Führungsbahn für die Stromabnehmer ist die gegenseitige Lage von Stromleitung und Stromabnehmerführung unveränderlich ge- ,geben und Störungen durch unsichere Kon taktführung können vermieden werden.
Überdies kann eine solche Einrichtung mit entsprechenden Aufhängevorrichtungen oder d.-1. zunächst ohne Schutzabdeekung am Ver wendungsort montiert werden und so auch nach Anschluss der Stromleiter an eine Strom quelle probeweise<B>-</B> also auch öhne Sehutzab- deekung <B>-</B> in Betrieb genommen werden, um den Lauf der Stromabnehmerwagen, die Kon taktverhältnisse usw. unbehindert genau beob achten zu können. Ein Sehutzgehäuse behin dert also die Sicht nicht.
Die Schutzabdeekung zum Schutze gegen <B>n</B> unabsiehtliehe Berührung der Stromleiter kann aus Teilstüeken bestehen.
Infolge der einfachen Zweckbestimmung kann die Form der Abdeekung auch einfach gestaltet werden und an die Genauigkeit der Ausführung brauchen deshalb keine hohen Anforderungen gestellt zu werden. Auch für Stromleitungseinrichtungen, die in Kurven bahnen verlaufen, kann ohne Schwierigkeiten eine Schutzabdeckung in Kurvenform herge stellt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in ver- sehiedenen Ausführunggsbeispielen schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> eine Ausführungsform der Strom leitung im Schnitt mit ganz flachen Trag schienen, Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Stromleitung im Schnitt, bei welcher die Trag- kn schiene abgebogene Kanten aufweist, Fig. <B>3</B> eine weitere Ausführungsform, eben falls im Schnitt,
jedoch mit Uförmig abge bogenen Kanten Fig. 4 die Ansieht eines Stroniabnehnier- Laufwagens mit verschiedenen Ausführungen der Stromabnehmer-Kontakte, Fig. <B>5</B> eine andere Ausführungsform des Laufwagens, ohne Stromabnehmer-Kontakte <B>2</B> C#ezeiehnet, mit Gelenken zum Durchfahren enger Kurven, Fig. <B>6, 7,
8</B> Draufsiehten auf den Lauf wagen gemäss Fig. <B>5,</B> in der geraden Strecke und in verschiedenen Kurven dargestellt, Fig. <B>9</B> die Ansieht einer Verbindungsstelle #D zweier Teilstücke der Stromleitung, Fig. <B>10</B> einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. <B>9</B> durch die Stromleitung an der Ver bindungsstelle.
<B>g</B> Bei der Ansführtingsform der Einrichtung nach Fig. <B>1</B> sind mehrere Stromleiter flach auf einer Tragschiene verlegt. Die Tragsellielie be steht aus einem glatten hochgestellten flachen Bleehstreifen <B>1</B> mit geeigneter Breite, auf welchem die aus dünnen Metallstreifen be stehenden Stromleiter 2, gegen die Tragschiene <B>1</B> durch dünne Streifen oder Bänder aus Isolier stoff<B>3</B> elektrisch getrennt, befestigt sind. Die Befestigung kann z.
B. derart sein, dass die Stromleiter mittels dünner Klammern oder Nieten auf einem steifen, aber dünnen Streifen isolierstoff angeklammert sind, welch letzterer -unter Isolierung der Klammern mit der Trag schiene<B>1</B> verbunden ist.
Eine solche Tragschiene<B>1</B> init darauf iso liert befestigten Stromleitern 2 stellt eine sehr stabile Stromleitung dar, wobei die Trag schiene<B>1</B> nicht nur als Träger für die Strom <B>]</B> eiter 2 dient, sondern in bekannter Weise auch als Berührungssellutz und als Fahrbahn für Laufwagen, die sowohl für die Stromabnahnie von den Stromleitern als auch gleichzeitig zum Verfahren von Lasten dienen können.
-Abweichend von den bekannten Ausführungen bildet jedoeb die Trii,--#-seliieiie nur einen Teil des Berühri-in",ssehiitzes und als Fahrbahn sind die schmalen Mii-skanten der Trag- s -eliiene benutzt. Dadurch -wird es erniö,-lieht, dass eine solche Einrielitunc-- nach Belieben als offene Stroinleitun--- in Betrieb genommen und der Zustand und das Verhalten jedes Teils während des Betriebes beobachtet werden kann.
Ferner ist es ein leichtes, die Längs kanten der Tra-sehienen genau gleichlaufend (parallel) mit 'den Stroinleitern zu machen, so dass sie als Führungsorgane<B>für</B> die Strom- abnehmer-Laufwa-en ain besten "-eeignet sein dürften.
Die flache Tragsehiene ist bei geeigneter A-Lifhäii,-,uii--- züm Tragen verhältnismässig grosser Gewichte indeni sie sehr widerstandsfähilg gegen Forinveränderungeii durch in der Sehielienebene wirkende Ge- wiehtsbelastan- ist.
In Fig. <B>1</B> ist beispielsweise gezeigt, wie ein Laufwaglen auf den Kanten der Tragsehiene geführt werden kaiiii, indem auf einer Grund platte 4 des Laufwagens obere und untere Rollenaehsen <B>5</B> befesti",-t sind., auf welchen iiiit Führungsrillen versehene Laufrollen<B>6</B> ge lagert sind.
Die Grundplatte 4 wird vermittels der Laufrolleii genau parallel an den >Strom leitern 2 entlanggeführt ', so dass die auf der Grundplatte 4 isoliert 'gela-erten Kontakte<B>7</B> mit -leielirnässi#,em Druck auf den Stroin- leitern -leiten oder rollen können.
Ist auch eine Einrichtung schon ohne Be- rührungssehutz betriebsfähig- Lind benutzbar, so erfordert doch die (lefährliehkeit des elek- trisehen Stromes einen zuverlässigen Schutz -e-'en -Linbeabsiehti-te Berührun- der Strom- e -- -- leiter, <B>d.</B> h.
die Stronileiter müssen allseitig so umhüllt werden, dass eine Stromabnahme durch besondere Stroniabnehrner-Laufwagen und d-, <B>.</B> zwar möglich ist, jedoch sonst der ,i Zugang für nicht besonders zureehtgebogene Werkzeuge und Gliedmassen verwehrt ist.
Ein solcher Berührun-ssehutz ist beim <B>C</B> Beispiel nach Fi--g. <B>1</B> durch eine einfache<B>Ab-</B> deckung<B>12</B> in Form einer Rinne mit U-förmi- gern Querschnitt vorhanden.,
welche Rinne zu- sawineii init der Tra-sehiene <B>1</B> die Stromleiter <B>C</B> initsamt den Stromabnehmer-Laufwagen 4 bis <B>7</B> -ewisserinassen umsehliesst. Die offen- bleibenden Schlitze sind so gelegt und be messen, dass eine unabsichtliche Berührung der Stronileiter ausgeschlossen ist und nur durch Sondereinriehtungen und besondere Werkzeuge eine Kontaktnahme möglich ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Längskanten der Tragsehiene nach innen abgebogen. Dadurch wird einerseits eine liiiiiere Veiivindun.-Sfesti,-keit der Tragsehiene erreicht, anderseits eine geringere Bauhöhe bzw. eine gedrängtere Ausführung, da die e liaufrollen nunmehr nicht über und unter der Tragschiene, sondern neben dem flachen Teil, derselben laufen können.
In Fig. 2 ist eine solche Stromleitung dargestellt, bei wel- eher ein an den Längskanten um etwa<B>1350</B> abgebo.gener Bleehstreifen <B>10</B> als Tragsehiene für die Stronileiter Verwendung findet, und zwar derart, dass die Tragsehiene <B>10</B> nach der den Stromleitern 2 abliegenden Seite abge bogen ist.
Iii Fig. <B>3</B> ist eine weitere Ausführungs- forin der Erfindung dargestellt, und zwar sind Ider die Längsränder eines als Tragsehiene dienenden Bleehstreifens <B>11</B> nach der Seite der Stronileiter '22 Uförmig abgebogen,
so dass die LaLifrollen <B>6</B> neben dem flachen Teil der Tra-sehiene e 11 auf den Kanten rollen können.
Da die Längsränder der Tragsehiene <B>11</B> nur zu einem schmalen Flanseh abgebogen sind, bleibt die Tragsehiene flach genug, um sieh in nicht allzu engen Kurven leicht biegen zu lassen.
Das Anbringen einer rinnenförmigen Berührtin.-Ssehutzabdeekung 12 mit U-förmi- gein Querschnitt ist denkbar einfach dureh Aufschrauben derselben auf einer Seite der Tragsehiene <B>11</B> (Fig. <B>3).</B>
Dieses Stromleitungssv tem gestattet eine gefahrlose Stromentnahme an jeder Stelle der Stromleitung, und zwar durch ruhende oder der Leitun- entlan- eitende Stroniabnehiner. e -, el <B>1</B> Die Laufwagen, haben zwei verschiedene Auf- cgaben zu erfüllen.
sie folgen einmal den Stromleitern 2 und ermögliehen eine ununter- broeliene Stromentnahme an jeder Stelle auch beim Entlanggleiten, zum andern sollen sie in der Lage sein, die Gewichte kleiner Maschi nen, Werkzeuge oder Apparate zu tragen ent sprechend der Belastbarkeit der Tragsehiene.
Eine z-weekmässige, Ausführung eines Lauf wagens zeigt Fig. 4. Auf der Laufwagen- Grundplatte 4 sind obere und -untere Rollen- aehsen <B>5</B> befestigt für die Laufrollen<B>6,</B> die mit ihren Führungsrillen auf den Kanten der Tragsehiene <B>11</B> abrollen. Die obern Rollen- aehsen <B>5</B> sind beispielsweise in einem Schlitz <B>18</B> verstellbar angeordnet, so dass die Rollen<B>6</B> von der Führungsbahil abgehoben und der Laufwagen somit an jeder Stelle herausge nommen werden kann.
Das Herausheben der Lauf-wagen braucht also nicht nur an be stimmten Stellen der Stromleitung oder durch eine Veränderung an derselben zu erfolgen, sondern kann an jeder beliebigen Stelle durch cin Verstellen der Rollen geschehen.
Die Grundplatte 4 hat in der Mitte einen <B>A</B> Lissehnitt für die Stromabnehmer-Kontakte <B>7.</B> Die Kontakte<B>7</B> können in bekannter Weise als federnd angedrüekt.c Sehleifkontakte oder Rollkontakte ausgeführt sein; sie können ein zeln oder doppelt auf jedem Leiter angeordnet werden, wie die verschiedenen Kontakte in Fig. 4 andeutungsweise zeigen. Die Kontakte <B>7</B> sind in Führungsorganen<B>8</B> geführt bz-,v. gelagert, die von Isolierkörpern<B>9</B> getragen werden. Von den Kontakten<B>7</B> führen isolierte Leitungen an der Grundplatte 4 entlang zu den Stromverbrauchern.
Laufwagen nach Fig. 4 sind hauptsächlich für gerade oder mässig gebogene Stromleitun gen geeignet; für starke Krümmungen ist ein Laufwagen erforderlich, dessen Laufrollen naeh der Krümmung einstellbar sind. Einen solchen Laufwagen zeigen die Fig. <B>5</B> bis<B>8.</B> Das Besondere dieses Laufwagens besteht darin, dass dieser in der Mitte, wo die Strom- abnehiner-Kontakte angebracht sind, bei jeder, Kurvenform und bei 'jeder Krümmung den gleichen Abstand von den Stromleitern beibe hält, so dass der Kontaktdruck unverändert bleibt und eine zuverlässige Stromabnahme er folgen kann;
auch kann ein solcher Laufwagen i in den Krümmungen nicht klemmen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Laufrollen <B>6</B> nicht an der Gruindplatte 4 gelagert sind, sondern in seharnierartig angelenkten Flü geln<B>17,</B> -und dass sie an diesen Flügeln<B>17</B> nicht genau übereinander, sondern in Richtung der Führungskanten in einem bestimmten Massverhältnis gegeneinander versetzt ange ordnet sind.
Bezeichnet man das Mass der Grundplatte ni,-isehen den beiden Seharnieraehsen mit b und den Abstand von den Seharnieraehsen zu der Mitte zwischen den 7wei Laufrollenaehsen einer Seite mit<B>e,</B> dann besteht die Beziehung C. =
EMI0004.0015
<B>,</B> wenn der Abstand a der Grundplatte von den Stromleitern 2 in allen Krümmungs- radien gleichbleiben soll.
Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> zeigen deutlich, wie die Latifrollen <B>6</B> infolge ihrer versetzten Anordnung sieh in<U>Richtung</U> der Krümmungstangenten einstellen und wie der Abstand a der Grundplatte 4 von den Strom- ]eitern 2 in allen Fällen unverändert bleibt, (Y eieligültig ob die Tragschiene mit den t' #DJ Stromleitern gerade, nach aussen oder nach innen gebogen ist.
Das Herausnehmen des Laufwagens nach Fi#-1. <B>5</B> kann in der einfachen Weise erfolgen, dass der Achsbolzen eines Scharniergelenkes herausgezogen wird, so dass ein Flügel<B>17</B> mit Rollen<B>6</B> für sieh herausgenommen werden kann, wonach die Grundplatte 4 auszusehwen- ken und mit dem zweiten Flügel<B>17</B> ebenfalls herauszunehmen ist.
Stromleitungen werden in verschiedenen Längen benötigt, die durch Aneinanderfügen kürzerer Bauteile erreicht werden können. In Fig. <B>9</B> und<B>10</B> ist eine Verbindung zweier Stromleitungen dargestellt. Die starre Ver- binduno, der Tragsehiene <B>11</B> erfolgt durch Aufschrauben eines Bleehstreifens oder einer Hülse<B>13</B> mit einem Ausschnitt in der Mitte für die Verbindung der Stromleiter 2.
Da aber die Stromleitang aus Teilen besteht, die nicht alle die gleiehe Wärmeausdehnungsziffer haben, muss diesem Umstand beim Aneinan- derfügen Rechnung getragen werden. '#Väh- rend die Isolierungen keine Verbindung be nötigen, sind die mechanisch bzw. durch Gre- C wiehte beanspruchten Teile,<B>d.</B> h. die Trag schienen starr miteinander zu verbinden.
Die nur der elektrischen Stromführung dienenden Stronileiter dürfen daher nicht ebenfalls starr miteinander verbunden werden, inüssen jedoch elektrisch leitend so verbunden sein, dass der Stroindurehfluss unter normalen Umständen keine Unterbreehung erleidet. Eine nur -unter Federdri-ielz stehende Verbindung mit gleiten den Kontaktstellen bietet diese Sicherheit nicht.
Die Trausehienen <B>11</B> und Isolierungen<B>3</B> sind an den Enden ausgeschnitten, um die Stromleiterenden von hinten zugänglich zu niaehen. Aus Fig. <B>9</B> ist zu ersehen, dass die Stromleiter 2 eine Auisdehnungsmöglichkeit in <B>C</B> der Länge haben..
Uin die S',troinleiterenden miteinander leitend züi verbinden., sind diese im Beispiel nach Fig. <B>9</B> und<B>10</B> durch gefloeh- tene Litzenstreifen aus leitendem Metall ver bunden; sie könnten aber auch durch gedrehte, Metallseile, wellenförinü,- gebogene Metallplätt chen oder dgl. miteinander verbunden sein.
Die Litzenstreifen oder dgl.. können aufgelötet oder autigesehraubt werden oder sonstwie fest und sicher leitend mit den Stronileitern ver bunden werden. In Fig. <B>9</B> und<B>10</B> ist die Ver- binduin--" mit aufgelöteten oder aufgesehweiss- ten Schrauben<B>15,</B> Muttern<B>16</B> und dazwischen geklemmten Litzenbändehen 14 dargestellt.
Eine solche dehnbare Verbindung der Strom leiter ermöglicht auch die Ausführung von IN'eiehen mit beweglichen Stromleitungs- schienen.