CH277478A - Verfahren zur Herstellung von kristallinem Kalziumaskorbinat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kristallinem Kalziumaskorbinat.

Info

Publication number
CH277478A
CH277478A CH277478DA CH277478A CH 277478 A CH277478 A CH 277478A CH 277478D A CH277478D A CH 277478DA CH 277478 A CH277478 A CH 277478A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
calcium
crystals
ascorbinate
sep
water
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
L Ruskin Simon
Original Assignee
L Ruskin Simon
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by L Ruskin Simon filed Critical L Ruskin Simon
Publication of CH277478A publication Critical patent/CH277478A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/56Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/62Three oxygen atoms, e.g. ascorbic acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von kristallinem     Kalziumaskorbinat.       Bei den bisherigen Verfahren zur Herstel  lung von     Kalziumaskorbinat    stellt man das  Salz     entweder    in Form eines     diekflüssigell,          wässerigen        Sirups    oder aber in Form eines  amorphen Pulvers dar: so weit bekannt ist,  ist     askorbinsaures    Kalzium bisher nie in Kri  stallform erhalten worden.  



       Wasserfreies,    amorphes     askorbinsaures    Kal  zium     (C(i'1706)@Ca,    kann zum Beispiel in der   eise hergestellt werden, dass man einer wäs  serigen Lösung von     Askorbinsäure    einen     leiell-          ten        i'bersehuss    von     Kalziumkarbonat    zugibt  und die     Lösung    zur Trockene eindampft.

   Der  trockene     Rüekstand    wird mit Alkohol ausge  waschen, und es ergibt sieh ein neutrales Salz  von Massgelber Färbung,     welehes    in wässe  riger Lösung eine Drehung von     (a)    19     ---          D     <B>+</B>91 aufweist.  



  Das wasserfreie Salz ist hygroskopisch, das  heisst, es nimmt in Gegenwart feuchter Luft  Wasser auf, wird klebrig und zerfällt zu einem  orangefarbenen Produkt. Das bisher für den  Handel zubereitete     Kalziumaskorbinat    ist ein       eremefarbenes,    wasserfreies Pulver,     dessen          Hygroskopizität    einen grossen Nachteil dar  stellt, nicht nur weil sie zu einer unerwünsch  ten Änderung des Aussehens des Salzes führt  und eine luftdichte Verpackung zur Bedin  gung macht, sondern auch deshalb, weil sie  die Zersetzung des Salzes fördert.

   Diese Un  beständigkeit ist höchst unerwünscht, weil sie  die therapeutische     'Wirksamkeit    des Salzes be  einträchtigt und oft sogar die Bildung mehr    oder weniger giftiger Nebenprodukte zur Folge  hat.  



  Stabilisierte wässerige Lösungen von     Kal-          ziumaskorbinat    haben für therapeutische  Zwecke weitgehende Verwendung gefunden;  es ist. aber bisher keine trockene, beständige  Form von     Kalziumaskorbinat    handelsmässig  hergestellt worden, welche für die orale Thera  pie Anwendung finden konnte.  



  Nach dem Verfahren gemäss der vorliegen  den Erfindung     gelingt    es nun eine neue,       troekene,    beständige Form von     Kalziumaskor-          binat    zu erhalten, welche für die     perorale     Therapie verwendet werden kann, praktisch  nicht     hygroskopiseh    ist und keine     Verfärbung     zeigt, auch wenn sie längere Zeit einer feuch  ten Atmosphäre ausgesetzt wird.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Herstellung von kristallinem, nicht     hy        gro-          skopischem        Kalziumaskorbinat    der Formel       (C6H706)2Ca.2H@@0    ist dadurch gekenn  zeichnet,     dass    unter Impfung mit kristallinem       Kalziumaskorbinatdihydrat    aus einer wässe  rigen Lösung von     Kalziumaskorbinat        Kalzium-          askorbinatdihy        drat    zum Auskristallisieren ge  bracht wird, worauf. die     Kristalle    von der  Mutterlauge abgetrennt und getrocknet wer  den.  



  Nach diesem Verfahren lässt sieh das kri  stalline     Kalziumaskorbinat    auf billige V, eise  in grossen Mengen und mit hohem Reinheits  grad herstellen.      Das erfindungsgemäss hergestellte     Kal-          ziumaskorbinatdihydrat    hat die Form weisser  Kristalle. Wenn man die Kristalle in Wasser  löst, so ergibt. sieh eine Drehung von     (a)    D =       -f-95,6    (c = 2,4). Infolge seiner hohen Be  ständigkeit eignet sich das kristalline     Kal-          ziumaskorbinatdihydrat    zum Verkauf in Ta  blettenform für die     perorale    Therapie ausge  zeichnet.  



  Das für die Impfung benötigte     Kalzium-          askorbinatdihy        drat    kann in der Weise herge  stellt werden, dass man zuerst einer wässerigen  Lösung von     Kalziumaskorbinat    ein mit Was  ser mischbares organisches Lösungsmittel, wie       Azeton,    zusetzt, wobei eine amorphe Masse  ausfällt, wonach der Niederschlag v     orzugs-          cveise    nach ein- oder mehrmaliger     Behandlung     mit dem organischen Lösungsmittel, in einer  kleinen Menge Wasser aufgenommen wird.  Aus dieser konzentrierten wässerigen Lösung  des Salzes lässt sich durch Verdampfen das  kristalline     Dihydrat    gewinnen.

   Während bis  her die Vermischung des amorphen Kalzium  askorbinates mit Wasser eine klebrige  hasse ergab, werden auf diese Weise, an  scheinend infolge der Behandlung mit dem  organischen Lösungsmittel, die bisher die  Kristallbildung verhindernden Stoffe entfernt.  



  Als mit     Wasser    mischbares, organisches  Lösungsmittel können zum genannten Zweck  ausser Azeton auch niedrige     aliphatische    Alko  hole, wie     Äthyl-    und Methylalkohol, oder     aneli     Mischungen dieser Lösungsmittel verwendet  werden.

   Die Kristalle unterscheiden sich, ab  gesehen von ihrer kristallinen Natur, auch  durch andere physikalische Eigenschaften von  dem Salz, wie es zum Beispiel durch     Szent-          Györgyi,        Bioehemieal,    Journal, Band 22  (1928), Seiten 1387 bis 1409, und durch Her  bert et     a1,        Journal    of     the        Chem.        Soe.    (Lon  don), September 1933, Seiten 1278 bis 1279,  erhalten wurde.  



  Für die Herstellung der     Kalziumaskor-          binatdiliydrat-Kristalle        durch        Impfung    wird  zweckmässig eine ziemlich konzentrierte Lö  sung des Salzes in Wasser verwendet. Das  Salz wird vorzugsweise durch     Umsetzung    von       Askorbinsäure    mit einem Basisehen Kalzium-    salz, beispielsweise dem Karbonat oder dem       Hy        drolyd,    frisch     zubereitet.     



  Bei     der    Herstellung der Impfkristalle mit  Hilfe von mit. Wasser mischbaren organischen  Lösungsmitteln ist es     zweclzniässig,    Äthylalko  hol oder Azeton zu verwenden, da diese Lö  sungsmittel Kristalle von praktisch schnee  weisser     Farbe    ergeben;     Methylalkohol    seiner  seits liefert leicht cremefarbene Kristalle.       Auch    diese     letzteren    Kristalle liefern jedoch,  wenn sie zur     Impfung    einer gesättigten wäs  serigen Lösung von     Kalziumaskorbinat    ver  wendet werden,     praktisch        schneeweisse    Kri  stalle.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Die Impfkristalle wurden wie folgt her  gestellt: 60<B>g</B>     A.skorbinsäure    wurden in     1-10        em3     heissem Wasser gelöst und die Lösung auf  <B>300</B> abgekühlt. Dieser Lösung wurden unter       Umrühren    langsam 16,3g     Kalziumkarbonat     (etwas weniger als ?     3101)    zugegeben. Nach  Abklingen der     CO..-Entwieklung    wurde die       Mischung    unter Saugwirkung zwecks Entfer  nung des CO. (da sonst bei der     naehherigen     Zugabe von Azeton     Kalziumkarbonat    ausfal  len würde) filtriert.

   Das klare Filtrat wurde  mittels einer Pipette unter     >\        inrühren    in  3000     eins        Azeton    gegeben. Es bildete sich am  Boden ein klebriger Schlamm und daneben  eine erhebliche     Menge    eines     flockenartigen          Niederschlages.    Der klebrige     Sehlamm    wurde  mit einem Glasstab im Azeton geknetet., wobei  er zu erhärten     anfing    und spröde wurde,  nachdem er die ganze     Nacht    stehen gelassen  worden war.     Ain        fol-enden    Tage wurde der  spröde     Niedersehla;

  -    aufgenommen. Das     Aze-          ton    wurde     ab=gegossen,    und es wurden dem       Niederschlag    etwa 300     em3        frisches    Azeton  zugegeben. , Darauf     wurde    filtriert und der  Niederschlag     vermahlen    und dann mit wei  teren 100     ein-    Aceton behandelt, nochmals  filtriert, im Mörser zerkleinert, zwecks Ent  fernung des     Azetons    in 200     em3    Äther auf  genommen und unter     ,aii;@wirkun-    filtriert.

    Nach Verdampfung des      < Wiens    wurde der       Rückstand    in einen Trockenofen gestellt. Das  Ergebnis war ein     reines,    amorphes Pulver  aus     Kalziumaskorbinat,    das im Gegensatz zu      der Analyse des in der Literatur beschrie  benen     Kalziumaskorbinates,    welches einen     Ca-          Inhalt        von        9,9         /o        aufwies,        9,3        %        Kalzium        ent-          hielt,

      während der theoretische Prozentsatz  im wasserfreien     Kalziumaskorbinat    1.0,2 % be  trägt..  



  1 g dieses Pulvers wurde zu 0,5     eins    Was  ser gegeben. Nach Verdampfung des Wassers  blieb eine steife Masse     zurück.    Dies war sehr  ungewöhnlich, denn nach der bisherigen, lang  jährigen Erfahrung des     Aninelders    hätte sich  bei Zugabe von Wasser zu     Kalziumaskorbi-          nat    eine klebrige Masse ergeben sollen, gleich  wie wenn das     Kalziumaskorbinat    der Feuch  tigkeit der Luft ausgesetzt wird.  



  Bei der mikroskopischen Untersuchung  erwies sich die steife     Masse    als ein     ;rosser     Klumpen von Kristallen, deren Aussehen sieh  von allem bisher Beobachteten unterschied.  Die Analyse ergab, dass die Kristalle     zwei     Moleküle Kristallwasser enthielten.  



  60 g     Askorbinsäure    wurden in 140     ema     heissem Wasser gelöst, welches alsdann auf 25  bis 200 C abgekühlt wurde, worauf 16,3     g          Kalziumkarbonat    zugegeben wurde. Die Mi  <B>r'</B> wurde unter     Saugwirkung    filtriert    und das Filtrat unter Vakuum zu einem  Sirup verdichtet. Der     Sirup    wurde nun mit  einer kleinen Menge der in der oben beschrie  benen Weise erhaltenen Kristalle geimpft.  Nach einigen Minuten festigte sieh der Sirup  zu einem festen Kristallklumpen.

   Nach etwa  einer Stunde wurde die     11utterlauge    unter  Saugwirkung     abfiltriert    und die Kristalle ab  gepresst, um möglichst viel Mutterlauge aus  denselben zu entfernen. Dann wurden die  Kristalle mit 100     em3        absolutem        Äthylalkohol     gespült, um alle     Feuchtigkeit.    zu entfernen.

    Nach dem Trocknen blieben die Kristalle weiss,  was ganz     ungewöhnlich    war, weil das amorphe       Kalziumaskorbinat    bei     Berührunn    mit der  Luft stets     blassgelb    oder cremefarbig und  ausserdem klebrig wird, weshalb es schwierig       7.u        handhaben        ist.        Die        Ausbeute        betrug        19,5        %     der theoretisch erzielbaren Ausbeute. Grössere  Ausbeuten wurden erzielt, als man die Lö  sung zu einem dickeren Sirup verdichtete.

    Die Kristalle blieben nach mehrmonatiger Auf  bewahrung an der feuchten Luft des Labora  toriums weiss und trocken.  



  Die Analyse dieser Kristalle ergab fol  gende W     erte     
EMI0003.0048     
  
    Festgestellt <SEP> Berechnet. <SEP> für <SEP> (CsH70e)2Ca.21 <SEP> L20
<tb>  Kalzium <SEP> 9,12 <SEP> 9,10
<tb>  Kohlenstoff <SEP> 33,18 <SEP> 33,81
<tb>  Wasserstoff <SEP> 4,24 <SEP> 4,25
<tb>  Spezifische <SEP> Drehung <SEP> (a) <SEP> 20 <SEP> = <SEP> +95,1 <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> (2,4 <SEP> g <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> eins).

         Beim     Titrieren    von 0,1 g des Kalzium  askorbinates mit Jod in 100     cm3        n-EssigSäUre-          lösung    wurden     37,3-1        eins        n'10-Jodlösung    ver  braucht, was einen     Askorbinsäuregehalt    von       82,15        %        entspricht,        während        der        theoretische     Wert beim     Dihvdrat    82,63 % beträgt.  



  Zur Entfernung der an den Kristallen haf  tenden Feuchtigkeit kann auch     Isopropylalko-          hol    Anwendung finden.  



  <I>Beispiel</I>     ?:     60 g     Askorbinsäure    wurden in 140     eins     heissem Wasser gelöst und die Lösung auf  250 C abgekühlt. Dieser Lösung wurden 16,3 g       Kalziumkarbonat        (1/@        :@1ol)    zugegeben, wonach    die     Mischung    zur Entfernung des Kohlen  stoffdioxyds unter     Saugwirkung    filtriert  wurde. Dann wurden unter Umrühren lang  sam 235     eins        Äthylalkohol    zugegeben. Die  Lösung wurde mit     Kalziumaskorbinatkristal-          len    geimpft und gerührt.

   Nachdem sie     zwei     Stunden stehen gelassen worden war, bildeten  sieh schöne, farblose, prismatische Kristalle.  Die Kristalle wurden filtriert. und dreimal mit  35     eins    verdünntem Alkohol (170     eins    Alko  hol absolut auf 100     ein-    1120) dann zweimal.  mit. 35     eins    Alkohol absolut gewaschen. Es  bildeten sich klare, weisse Kristalle.  



  Die     Titration    mit Jod ergab einen     Askor-          binsäuregehalt    von 81,8      /o.    Zu beachten ist,      dass bei der Herstellung der Impfkristalle  nach Beispiel 1 eine solche Menge des orga  nischen Lösungsmittels     (Azeton)    verwendet  wurde, dass das     Kalziumaskorbinat    ausgefällt  wurde, während hier die Menge des zugege  benen, mit Wasser mischbaren, organischen  Lösungsmittels     (Äthylalkohol)    an sieh noch  keinen Niederschlag des Salzes verursachte.  



  Das so erhaltene kristalline     Kalziumaskor-          binat    ist praktisch unlöslich in Äthyl- und  Methylalkohol. Beispielsweise verloren 10 g  des kristallinen     Kalziumaskorbinatdihydrats     bei Behandlung mit 100     cm3    Äthylalkohol  während 30 Minuten, nachfolgender Filtra  tion in heissem Zustande und Trocknung des  Rückstandes über Nacht nur 0,1 g. Ferner  betrug der Verlust, als 10 g des kristallinen  Materials auf dem Dampfbad während     3011i-          nuten    mit 100     ems    Methylalkohol behandelt  und der Rückstand im heissen Zustand fil  triert und über Nacht getrocknet wurde, nur  0,3 g.  



  Eine Untersuchung der     kristallographi-          schen    und optischen Eigenschaften des     Kal-          ziumaskorbinatdihydrates    wurden an zwei  Proben vorgenommen, von ,denen die eine  trocken und die andere eine übersättigte  Lauge war, in der sich Kristalle gebildet hat  ten. Die trockene Probe bestand     aus    gleich  förmigen Kristallen, die ziemlich scharfe Kri  stallkanten zeigten. Eine Beeinträchtigung der  Kristallkanten trat auch dann nicht ein, als  die Kristalle einen Monat lang in Berührung  mit der Luft. gestanden hatten.

   Im allgemei  nen handelte es sich uni längliche,     trikline     Kristalle, wobei die optischen Achsen schräg  zu allen Kanten sowie zur     Längsriehttin-    der  Kristalle waren. Die Kristallflächen schienen  in auf gegenüberliegenden Seiten der Kri  stalle angeordneten Paaren aufzutreten.  



  Bei der Untersuchung der Kristalle aus  der konzentrierten Lauge wurde festgestellt,  dass die an den Seiten und am Boden des     Ge-          fässes    sich bildenden Kristalle grösser waren  als die der trockenen Probe. Ferner besassen  sie keine gut ausgebildeten Aussenflächen.  Optisch verhielten sie sich gleich wie diejeni-    gen der trockenen Probe, und man kann an  nehmen, dass sie die gleiche     trikline    Kristalli  sation aufweisen. Auch an der Oberfläche der  Flüssigkeit, bildete     sieh    eine dünne Kristall  schicht. Eine     Untersuchung    dieser Kristalle  ergab, dass sie sieh von den andern vollstän  dig unterschieden.

   Sie      -aren    deutlich läng  lich; ihre Länge betrug das 5- bis     10fache     ihrer Breite. Der     Querselinitt    dieser prisma  tischen Kristalle schien quadratisch zu sein,  so dass man annehmen kann, dass es sieh um       tetragonale    Kristalle handelt. Die Enden  waren in der Regel einfache     Pinakoide;    in  einigen Fällen wurden aber auch teilweise  entwickelte Pyramiden festgestellt.

   Obwohl  sieh die     Kristallform    mit dem     Troekeiiheits-          grad    zu verändern schien,     lieferten    alle Kri  stalle bei der -Untersuchung mit Röntgen  strahlen identische     Spektren.     



  Bei den meisten     cler        Kalziumaskorbinat-          kristalle        trikliner    Form ist die.     Scliwin-ungs-          riehtung    der Welle mit     dem    grössten Bre  chungsindex quer zum Kristall und die der  Welle mit dem kleinsten Brechungsindex eher  parallel zur     Längsaelise.    In einigen Fällen ist  jedoch die     Längsausdehnung    des Kristallex  eher parallel zu der     Sehwingungsriehtung    der  dem     Brechungsindex    n     ,3        entspi-eelienden    Welle.

    Die grösste     Abmessung-    quer zur Längsachse       liegt    der     Sehwinrungsrichtun\,    von     n@,    am  nächsten, und die kürzeste     Abmessung    ist       näherungsweise    parallel zu der Schwingungs  richtung von na.

   Es wurde     versucht,    die       Brechungsindizes    mittels der     Inimersions-          methode    zu bestimmen, was natürlich infolge  dieser Orientierung der     Seliwingungsriehtun-          gen        Schwierigkeiten    bietet.     .Jedenfalls    kann  mit einiger Sicherheit gesagt werden, dass na  zwischen 1,530 und 1,53:

  i     wahrscheinlich    näher  bei<B>1,530</B>     liegt.    Sollten diese Zahlen nicht       stimmen,    so können sie jedenfalls nur zu hoch  sein.     riY    ist sehr nahe bei 1,680.     n@    wurde  nicht direkt Beinessen, dürfte aber ziemlich  in der Mitte zwischen     n.,    und n     lieren.    Die       Doppelbreehungszahl    hat somit den sehr ho  lien Wert von 0,150 was durch die     Interferenz          farben    der untersuchten kleinen Kristalle be  stätigt wurde.

        Die     Interferenzbilder,    die mit den Kristal  len erhalten     wurden,    ergeben eindeutig, dass  es sich     uni    optisch zweiachsige, und zwar je  denfalls negative Kristalle handelt. Die Ach  senfiguren zeigten ferner, dass die     Isogyren     in der     Diagonallage    nur eine geringe Biegung  aufweisen. Somit. beträgt der Achsenwinkel  fast     S30 .    Die     Isogyreil    und Farbstreifen sind  scharf, was auf eine geringe Dispersion       scbliessen    lässt.  



  Im Falle der     tetragonalen    Kristalle liegt  die     Schwingungsrichtung    des grösseren In  dexes parallel zu der Längsachse der Prismen  und scheint etwas grösser als 1,535 zu sein.  Der kleinere Index liegt dicht bei 1,530. Die       I)oppelbreehung    liegt jedenfalls zwischen  0,005 und 0,010. Die     Interferenzfarben    stim  men mit dieser     Bestimmung    überein, indem  sie für die meisten Kristalle einen tiefen  Grauwert     aufweisen.    Es     wurden    keine befrie  digend deutbaren optischen Figuren beobach  tet.

   Dieses Ergebnis stimmt mit der     Schluss-          folgerung    überein, dass es sieh hier um optisch       einachsige    Kristalle handelt, deren C Achse    in der Schwingungsebene des     Feldes    liegt.  Nach den Brechungsindizes zu schliessen,       dürften    die Kristalle einachsig negativ sein.  



  Die Kristalle wurden bei starker Vergrösse  rung unter einem     Bausch-Lomb-Gesteinmikro-          skop    unter Verwendung von     Immersionsflüs-          sigkeiten    untersucht., deren Brechungsindizes  auf  0,001 genau bekannt waren.  



  Die Kristalle aus der trockenen Probe wie  sen Längen von etwa 0,01 bis 0,05 mm  und Breiten von etwa 0,005 bis 0,03 mm auf.  Die     triklinen    Kristalle aus der übersättigten  Lauge waren viel grösser; die     tetragonalen    Kri  stalle waren in der Grösse ungefähr mit den       triklinen    Kristallen aus der trockenen Probe  vergleichbar.  



  Brechungsuntersuchungen mit Hilfe von  Röntgenstrahlen ergaben folgendes Bild:  Das Salz ist deutlich kristallin. Das Dia  gramm wurde mit einer Kamera von 57,3 mm  Radius aufgenommen, und zwar bei nickel  filtrierter Kupferstrahlung (2 = 1,54 A).  Die Abstände der ersten 16 Linien in     Ang-          strömeinheiten    waren wie folgt (etwa     i-        lo/o):

       
EMI0005.0032     
  
    d!\11 <SEP> 7,20 <SEP> <B>5,73</B> <SEP> 5,3<B>8</B> <SEP> -1,82 <SEP> -1,67 <SEP> -1,19 <SEP> -1,05 <SEP> 3,92
<tb>  Intensität <SEP> ss. <SEP> sehwm. <SEP> scliw. <SEP> m. <SEP> sches. <SEP> s. <SEP> m. <SEP> schwm.
<tb>  <B>(</B>1/11 <SEP> 3,72 <SEP> 3,49 <SEP> <B>3,27</B> <SEP> 3,16 <SEP> 2,99 <SEP> 2,95 <SEP> 2,79 <SEP> 2,71
<tb>  Intensität <SEP> 111s. <SEP> ms. <SEP> ins. <SEP> in. <SEP> sches. <SEP> sehw. <SEP> s. <SEP> sches.
<tb>  ( <SEP> I@:rklärtln@; <SEP> :

   <SEP> ss. <SEP> = <SEP> sehr <SEP> stark, <SEP> schwin. <SEP> = <SEP> sehwach <SEP> bis <SEP> mittelstark, <SEP> sches. <SEP> = <SEP> schwach,
<tb>  t11. <SEP> = <SEP> mittelstark, <SEP> s. <SEP> = <SEP> stark.)            :Ingesichts    der bekannten Tendenz der As  korbinsättre-Lösungen sich zu oxydieren und  weiter zu     zersetzen,    empfiehlt es sich, ein zu  langes Stehenlassen von Lösungen des     Kal-          ziumaskorbinates    in     Wasser    oder     .Alkohol    zu  vermeiden.  



  Die Temperatur der Lösungen soll nicht  beträchtlich über<B>300</B> C steigen. Die Trock  nung der Kristalle mit absolutem oder annä  hernd absolutem Alkohol     %vurde        zwecks    Be  schleunigung des     Trocknungsvorganges    vorge  nommen     und    der Alkohol wurde schnell ent  fernt, um eine     Ozyclation    der Kristalle mit  darauffolgender Verfärbung im nassen Zu  stande zu     verhüten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von kristalli- nein, nicht hygroskopischem KaIziumaskorbi- nat, dadurch gekennzeichnet, dass unter Imp fung mit. kristallinen Kalziumaskorbinat- dihydrat aus einer wässerigen Lösung von Kalziumaskorbinat Kalziumaskorbinatdihydrat zum Auskristallisieren gebracht wird, worauf die Kristalle von der Mutterlauge abgetrennt und getrocknet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine praktisch gesättigte wässerige Kalziumaskorbinatlösung verwendet. . Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die anfallenden Kristalle abfiltriert und hierauf zwecks Ent fernung der da.ranhaftenden Mutterlauge ab gepresst und alsdann mit einem mit Wasser mischbaren, flüchtigen, organischen Lösungs mittel behandelt werden.
    3: Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine wässerige Kal- ziumaskorbinatlösung mit einer solchen Menge eines mit Wasser mischbaren organischen Lö sungsmittels versetzt wird, die zu gering ist, um die Ausfällung des Kalziumaskorbinates zu verursachen, worauf die Lösung geimpft wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impfkristalle dadurch gewonnen werden, da.ss man zuerst einer wässerigen Kalziumaskorbinatlösung ein mit Wasser mischbares organisches Lösungs mittel zusetzt, hierauf die entstandene Fäl lung wieder in Wasser löst und schliesslich aus der wässerigen Lösung das zum Impfen bestimmte Kalziumaskorbinatdihv drat auskri stallisieren lässt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als organisches Lö- sungsmittel Azeton verwendet und die durch Zugabe desselben erhaltene Ausfällung ge trocknet wird. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet., dass die Ausfällung mit einer geringen Menge Wasser behandelt und die aus der erhaltenen Lösung auskristalli sierten Impfkristalle getrocknet werden. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet., dass der Niederschlag abfiltriert und mit Äther zur Entfernung des überschüssio,en Lösungsmittels gewaschen wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser unge fähr die hälfte des Gewichtes des Nieder schlages beträgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kristalle vor dem Trocknen mit Alkohol gewaschen wer den. 10.
    Verfahren nach L nteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der Niederschlag mit einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel extrahiert, der Rückstand in einer geringen Wassermenge gelöst wird, um eine konzentrierte Lösung des Salzes herzu stellen und die Lösung bis zur Bildung von Kristallen eingedampft wird. 11. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungsmittel Alkohol ver -endet wird.
CH277478D 1946-10-03 1948-02-28 Verfahren zur Herstellung von kristallinem Kalziumaskorbinat. CH277478A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US277478XA 1946-10-03 1946-10-03
US280347XA 1947-03-28 1947-03-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH277478A true CH277478A (de) 1951-08-31

Family

ID=26702838

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH277478D CH277478A (de) 1946-10-03 1948-02-28 Verfahren zur Herstellung von kristallinem Kalziumaskorbinat.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH277478A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2900025C2 (de) Sesquinatriumsalz von N-Phosphonomethylglycin, Verfahren zu seiner Herstellung und dieses Salz enthaltende Zubereitung
DE3782576T2 (de) Morphologisch homogene formen von famotidin und verfahren zu deren herstellung.
DE911729C (de) Ammonnitrat und Verfahren zu seiner Herstellung
AT408884B (de) Verfahren zur herstellung einer therapeutisch wirksamen kristallinen form von glucosaminsulfat
CH277478A (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Kalziumaskorbinat.
DE2019308C3 (de) Kristallines Cytidin-5&#39;-diphosphatcholinmonohydrat und Verfahren zu seiner Herstellung
AT214577B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Calciumascorbinat
DE69333618T2 (de) Verfahren zur herstellung von lactuloseanhydrid
DE69813793T2 (de) Ein verfahren zur kristallisation von lactitol
DE881190C (de) Verfahren zur Herstellung von Kochsalz geringen Schuettgewichtes nach dem Siedeverfahren
DE956976C (de) Verfahren zum Einbringen von organischen Saeuren in Gewebezellen zu kosmetischen Zwecken und bei Algen
AT376984B (de) Verfahren zur herstellung eines neuen sesquinatriumsalzes von n-phosphonomethylglycin
DE877446C (de) Herstellung von Pyrophosphat-Perhydrat
DE680595C (de) Verfahren zum Herstellen kristallisierter Citronensaeure
CH255252A (de) Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates mit verlängerter Wirkung.
DE735452C (de) Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmitteln
DE830995C (de) Verfahren zur Trennung von Penicillinsalzen
DE574452C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat oder Aluminiumacetat in wasserloeslicher kristallisierter Form
DE873696C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumtriformiat oder anderen neutralen Salzen des Aluminiums mit wasserloeslichen organischen Saeuren
DE2909707C2 (de) Fominoben-Theophyllin-Komplex und Verfahren zu seiner Herstellung
DE566136C (de) Verfahren zur Herstellung eines Dinatriumphosphats mit 2 Molekuelen Kristallwasser
DE469235C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer, leicht loeslicher Verbindungen von essigsaurer Tonerde
AT115777B (de) Verfahren zur Trennung des herzwirksamen Meerzwiebelglykosids in zwei Komponenten.
CH208445A (de) Verfahren zur Herstellung von Hexylresorcinmonosulfonsäure.
DE3128509A1 (de) Torf, mit torf versetzter oder torfartiger duenger mit verbesserter wiederbenetzbarkeit