CH278219A - Vorrichtung zum Ausbohren und zum Ausmauern von Tunnels. - Google Patents
Vorrichtung zum Ausbohren und zum Ausmauern von Tunnels.Info
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Description
Vorrichtung zum Ausbohren und zum Ausmauern von Tunnels. Die Auskleidung oder Ausmauerung von Tunnels mittels Platten oder Formsteinen er folgt bis heute aussehliesslich von Hand. was nicht nur sehr umständlich und zeitraubend ist, sondern auch entsprechend hohe Kosten bedingt. Diese Nachteile-sollen nun durch die vorliegende Erfindung beseitigt werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung zum Ausbohren und zum Ausmauern von Tunnels unter Verwendung von Form steinen mit Hilfe eines als Rohrstück ausge bildeten Schildes, für dessen Vortrieb von einem Druekmedium gespeiste Presszvlinder mit zur Abstützung an der Ausmauerung be stimmten Pressstempeln vorgesehen sind.
Die Erfindung zeichnet sieh dadurch aus, dass mindestens die obere Hälfte des rohr förmigen Schildes in einem wenigstens an genähert. der Höhe eines einzelnen Form steines entsprechenden radialen Abstand von der Innenseite der Sehildwand mit einer als Stütze für den innersten Formsteinkranz der Ausmauerung dienenden Doppelwand ver sehen ist, und dass im Innern des Schildes im Bereiche voll dessen Sohle mindestens ein Pressstempel mit einem im Schild abgestütz ten Presszylinder quer zur SehildUngsrich- tung verschiebbar gelagert ist, derart,
dass die Stempellängsachse mit der durch ihren Schnittpunkt mit der Sehildiz-and Gelegten Tangente einen spitzen Winkel einschliesst.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Vorrichtung im Längsschnitt, Fig. ? einen Querschnitt der Vorrichtung nach der Linie 11-II in Fig. 1 und Fig. 3 einen der Fig. ? entsprechenden Querschnitt mit einzelnen Teilen in einer andern Stellung.
In dem dargestellten Beispiel bezeichnet 1 den Schild in Form eines zylindrischen Eisen rohres.
Mit 2 ist eine koaxial zum Rohrschild 1 an geordnete kreisringsegmentförmige Doppel-, ixand bezeichnet, welche sich über etwas mehr als die obere Hälfte des Rohrschildes 1 er- streekt und an den beiden Enden 33 einwärts, das heisst nach der Sehildlängsachse 3 hin um -ebogen ist. Mit 1 sind die einzelnen Form steine der Tunnelausrnauerung bezeichnet. Die Doppelwand ? verläuft in einem radialen Ab stand von der Innenseite des Rohrsehildes 1, welcher wenig grösser ist als die Höhe 1I eines einzelnen Formsteines.
Mit 5 ist ein koaxial zum Rohrsehild 1 und in Abstand von diesem und der Doppelwand i.erlaufendes kreisförmiges Innenrohr be zeichnet., -elehes durch zwischen diesem und dem Schild 1 angeordnete Träger 6 in gleich- , mässigem radialem Abstand vom Sehild ge halten ist.
Mit 7 und 7' sind zwei Prela'zy linder be zeichnet, welche um Gelenkbolzen 8 je eines mit dem Innenrohr 5 fest verbundenen Sup ports 9 quer zur Schildlängsachse 3 ver- schwenkbar gelagert sind. In den Presszylindern 7 und 7' sind mit tels eines Druekmediums, beispielsweise mit tels Druelz-w asser oder Druekluft, betätigbare Kolben 10, 10' quer zur Sehildlänpachse 3 verschiebbar gelagert.
Die Kolben 10, 10' sind je mit einem Pressstempel 11 und 11' versehen, welche am freien Ende in eine schräg zur Stempellängsachse verlaufende Druckplatte 12, 12' ausmünden. Die Pressstempel 11, 11' liegen im Bereiche der Sohle des Schildes 1 und sind im übrigen so angeordnet, dass jede Stempellängsachse mit der durch ihren. Schnittpunkt 13 mit der Schildwand gelegten Tangente 14 einen spitzen Winkel a ein- schliesst (Fig. 2).
Jeder Presszy lincler 7, 7' kann mit. einem zu einer Winde 15 laufenden Seilzug 16 in Verbindung gebracht werden, um den einen oder andern oder aber beide Presszylinder in einer Aussergebrauclisstellun01 halten zu können, in welcher die Druckplat ten der Pressstempel finit der Ausmauerung ausser Berührung stehen.
Mit 17 ist ein das Innenrohr 5 in einer Verschalung 18 durchsetzendes Förderband für den Abtransport. des abgebaitteii Materials bezeichnet. Ein zweites, für den Antransport der für die Ausmauerung des Stollens bestimm ten Formsteine dienendes Förderband 19 en digt bei 20 im Innern der Doppelwand 2 und mündet in eine Rutsche 21 aus, die das Schild innenrohr 5 in seinem untern Scheitel bei 22 durchsetzt und an ihrem untern Ende mit einem verstellbaren, in der Nähe der Druclz- platte des einen Pressstempels endigenden Mündungsstückes 23 versehen ist.
Mit 24 ist ein auf der innern Stirnseite des Schildes 1 angeordneter Sehneidenkranz be zeichnet. Dieser ist an einem Ring 25 festge schraubt, welch letzterer mittels eines Tonnen lagers 26 im Schild 1 drehbar gelagert ist.
Mit 27 ist ein zwischen dem Rin-<B>25</B> und den Trägern 6 angeordnetes Kuo,el-Druek- lager bezeichnet, und 28 bezeichnet eine Kraft- maschine, beispielsweise einen Druckluft motor, welcher über ein Zahnradgetriebe 29, 30 mit dem Ring 25 und dem Schneidenkranz 24 in Antriebsverbindung steht. Je nach dem erforderlichen Kraftbedarf können mehrere solcher Kraftniascliinen angeordnet sein.
Mit 31 sind mehrere an den Trägern 6 befestigte und über den ganzen Sehildurnfang gleicliniäl,')i" verteilte Presszylinder mit Press- kolben 3\? \ bezeichnet. Die Betätigung der Presskolben erfol@"-t mittels eines Di-uckine- diums, beispielsweise mittels Druckluft oder Druekwasser.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung befindet sich beim Clesteinbohrbetriebe etwa 3 0 bis 40 Meter hinter der Stollenbrust. Zwischen dieser und der Vorrichtung sind Lademaschinen und der Bohrwagen ange ordnet. Nach erfolgter Sprengung wird das abgebaute Material mit Hilfe der Lademaschi nen auf das Förderband 17 gebracht und durch die Vorrichtung hindurch nach rück wärts abtransportiert. Das Förderband 17 ist vorn auf einer Län-e von etwa 15 Meter zusammenseliiebbar ausgebildet., um seinen vordern Teil während der Sprengung hinter einen Stahlseilvorhang zurückziehen zu können.
Das Ausmauern des Tunnels erfolgt in der nachstehend beschriebenen Weise. Die einzel nen Formsteine 4 "verden auf dein Förderband 19 antransportiert. Bei 20 gelangen die Form steine auf die Rutsche 21, auf welcher sie hin abgleiten und über das Mündungsstück 23 un mittelbar vor der Druckplatte 12' (Fig. 2) auf dem Zylinder 1 zur Auflage kommen.
Der Presszylinder 7' befindet sieh dabei in der aus Fig.3 eisichtlichen Stellung, in welcher das Ende der Drueli:platte 12' an der Innenseite des Rohrschildes 1 anliegt.
Sobald sich ein Formstein vor der Druckplatte 12' befindet, lässt man über ein ans der Zeieluiung nicht er- cielitliches Ventil Druekniedium in den über dem Kolben 10'befindlielien Zylinderraum ein strömen, wobei der Kolben 10' im Zylinder 7' nach unten -edi-ücl@t wird und der Press- stempel 11' aus dein Zylinder 7' heraustritt.
Zierbei wird der vor der Druckplatte 12' be- findlielie Formstein -1 auf der Innenwand des Schildes 1 in Fig. 2 nach links, das heisst in Richtung des Pfeils ;1, verschoben.
Durch ein aus der Zeichnung nicht. ersichtliches LTm- steuerventil lässt man nun Druehmedium in den unter dem Kolben 10' befindlichen Raum des Zylinders 7' einströmen, wobei gleichzeitig das ini Raum über dem Kolben 10' befindliche Druckmedium in die Atmosphäre entweichen kann.
Hierauf wird der Kolben 10' und der Pressstempel 11' wieder in den Zylinder 7' zurüekbezog-en. Gleichzeitig gelangt ein wei terer Formstein auf dem Förderband 19 zum Antransport und gleitet über die Rutsche 21 und das lIüncltuigsstück 23 vor die Druck platte 12' des zurückgezogenen Pressstempels. Nun wird wieder Druckmedium in den über dein Kolben 10' befindlichen Raum des Press- zylindern 7' eingelassen und der vor der
Druckplatte 12' liegende neue Formstein in Richtu n#- des Pfeils -1 vorgeschoben, welche Beweguri . aueli dein vor diesem letzt antrans portierten Formstein liegenden Stein mitge teilt wird. In gleielier Weise werden die weiter angeförderten Formsteine mittels des Press- stenipels 11' in Richtung des Pfeils A fortge schoben.
Bei 33 treten die Formsteine zwi schen das Rohrschild 1 und die Doppelwand 2, welch letztere die Aufgabe hat, die über der durch die Schildlängsachse 3 verlaufenden Horizontalen liebenden Formsteine in richt.i- t;er Lage zu halten.
Der in Fib. 2 rechts liebende Presszylinder wird in der vorstehenden Weise so lange be tätigt, bis in der durch die Presszylinder ver laufenden Ebene die linke Hälfte des Rohr schildes,wie in Fib. 3 bezeigt, vollständig mit. Formsteinen auso#efüllt ist.
Hiernach wird durch Herausheben eini--er in der Sohle des Rohrschildes lie;ender Formsteine eine Lücke 3-I (Fig. 3) geschaffen, in welche die Druck platte 12 des linken Presssteinpels 11 nach Lösen des Seilzuges 16 einfallen kann.
Der Seilzug<B>16</B> wird nun an dem rechten Press- zylinder 7' angehängt und dieser in die aus Fig.3 ersichtliche Ausserggebrauclistellimg hochgehoben. Nachdem auch das Mündungs stück 23 in die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung gebracht -orden. ist, erfolgt der Antransport der Formsteine unmittelbar vor die Druck platte 12.
Es wird nun der in Fig.3 linke Presszylinder 7 in der vorstehend geschil derten Weise mit Druckmedium bespeist, wo bei, wie beschrieben, das Druckmedium ab- weclislun-s-,veise in den über und den unter dein Kolben 10 befindlichen Raum eingelassen wird.
Die einzelnen Formsteine werden dabei in der beschilderten Weise in Richtung des Pfeils B (Fib.3) fortbesehoben, bis in der durch die Presszylinder verlaufenden Ebene auch die rechte Hälfte des Rohrschildes 1 mit Formsteinen ausgefüllt ist. Die an der Sohle des Rohrschildes 1 verbleibende Lücke wird nach Hochwinden auch des linken Presszylin- ders 7 durch Einfügen der fehlenden Form steine von Hand geschlossen.
Nach Schliessen des so her gestellten Formsteinkranzes wird durch Inbetriebsetzung der Kraftmaschine 28 der Sehneidenkranz 24- in Rotation versetzt und bleichzeitig Druckmedium in die Press- rylindei- 31 einneführt. Hierbei werden die Presskolben 32 aus den Presszylindern 31 her ausgetrieben,
wobei sie an dein eben fertig gestellten Formsteinkranz zur Anlage kommen und beim weiteren Einblasen vom Druck- medium in die Presszylinder 31 den ganzen Schild 1 in Richtung des in Fig. 1 eingezeich neten Pfeils C im Stollen S verschieben, wo bei durch den Sehneidenkranz 21 gleichzeitig der Stollen S auf das vorbestimmte Mass fer tig ausgebohrt wird.
Der zwischen der Ausmauerung und der beim Vorschieben des Schildes z #isehen der Ausmauerung und der Stollenwa.nd verblei bende Zwischenraum 35 wird in bekannter Weise mit Hilfe von Injektionsmaschinen mit Beton und rasch abbindendem Zement aus-e- füllt, um allfällige Bodenbewegungen zu ver hindern.
Hinter dem Schild bzw. der vor stehend beschriebenen Vorrichtung befinden sieh ein Waben finit der Beton-Injektions- anlage und einem Mischplatz, ferner ein 3Iatei-ialwagen für die Injektionsanlage, wei ter ein oder mehrere Kompressorwagen, ein Werkstättewagen, ein Ventilationswagen, ein Wohnwagen mit Büro und Essraum,
ferner ein Kabelreservetrommel- und Ansehluss-. wagen sowie verschiedene Eisenbahnwagen für die Aufnahme und den Abtransport des über das Förderband 17 angeförderten abge kauten Materials.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Ausbohren und zum Aus mauern von Tunnels mittels Formsteinen unter Verwendung eines als Rohrstück aus gebildeten Schildes, für dessen Vortrieb von einem Druckmediuiii gespeiste Presszylinder mit zur Abstützung an der Ausmauerung be stimmten Pressstempeln vorgesehen sind, da durch gekennzeichnet,dass mindestens die obere Hälfte des rohrförmigen Schildes in einem wenigstens angenähert der Höhe eines einzelnen Formsteines entsprechenden radia len Abstand von der Innenseite der Schild wand mit einer als Stütze für den innersten Formsteinkranz der Ausinauerung dienenden Doppelwand versehen ist, ferner dadurch ge kennzeichnet, dass im Innern des Schildes im Bereiche von dessen Sohle mindestens ein Pressstempel mit.einem im Schild abgestütz ten Presszylinder quer zur Schildlängsrieh- tung versehiebbar gelagert ist., derart, dass die Stempellängsachse mit der durch ihren Schnittpunkt mit der Schildwand gelegten '@ angente einen spitzen Winkel einschliesst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Doppelwand an ihrem untern Ende nach einwärts gegen die Schildlängsachse hin umgebogen ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei Presszylinder vorgesehen sind, die in einem koaxial zum Aussenrohr des Schildes und in Abstand von diesem und der Doppelwand verlaufenden In nenrohr v erschwenkbar gelagert sind, und dass die Stempel je an dem freien Ende mit. einer schräg zur Stempellängsachse verlaufenden Druckplatte versehen sind.3. Vorrichtung nach Unter ansprueh ?, da durch gekennzeichnet, dass Aussen- und Innen- rohr je einen kreisförzuigen Querschnitt auf- neisen, während die Doppelwand im Quer sehnitt als hreisringseginent ausgebildet ist, und das Innenrohr durch eine Anzahl von zwischen diesem und dein Aussenrohr ange ordneten Trägern in gleichmässigem radialem Abstand vom Aussenrohr gehalten ist. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeiehnet, dass der Sehild auf der innern Stirnseite mit einem Schneidenkranz versehen ist, der iin Schild drebbar gelagert ist und über ein Zahnradetriebe mit einer Iiraftmasehine in Antriebsverbindung steht. 5. Vorriehtung nach U nteranspruelr 4, da durch gekennzeiehnet, dass die Kraftmaschine durch einen I)ruekluftir-,otor gebildet. ist. 6.Vorrichtung nach Unteransprueli ', da durch gekenuzeielinet, dass zwei Fördervor- riehtun g;en vorgesehen sind, von denen die für den Abtransport des abgebauten Materials be stimmte Fördervorrichtung das Innenrohr des Schildes durchsetzt, während die für den An transport der Formsteine für die Ausmaue- rung bestimmte Fördervorrichtung im Innern der Doppelwand endigt. 7.V orrichtun- nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeiehnet, dass das letzte Stück der iin Innern der Doppelwand endigenden Förderv orriehtung als das Schildinnenrohr in seinem untern Seheitel durchsetzende Rutsche ausgebildet ist, die an ihrem untern Ende mit einem verstellbaren Mündungsstück versehen ist, um die Formsteine wahlweise vor den einen oder andern Pressstempel leiten zu können.S. Vorriehtung naeli Unteranspruch 2, da durch gekennzeiehnet, dass jeder Presszylinder finit einer Hebe-Vorriclitung in Verbindung gebracht werden kann, um die Presszylinder ausser Gebrauch in einer Sehwebestellung lial- ten zu können.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2804754A (en) * | 1954-11-22 | 1957-09-03 | Bridge Eric Kenneth | Apparatus for tunnelling |
| US3325217A (en) * | 1963-12-28 | 1967-06-13 | Karl A Enz | Tunneling and excavation through rock by core forming and removal |
-
1950
- 1950-03-15 CH CH278219D patent/CH278219A/de unknown
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