CH279449A - Quecksilberschalter. - Google Patents

Quecksilberschalter.

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CH279449A
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Grass Alfred
Munsch Emil
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Grass Alfred
Munsch Emil
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H29/00Switches having at least one liquid contact
    • H01H29/02Details
    • H01H29/04Contacts; Containers for liquid contacts

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  • Resistance Heating (AREA)

Description


  Quecksilberschalter.    Es ist bekannt,     dass    metallische     Strom-          dLirchführungen    durch Glas hinsichtlich ihrer       Querschnittsgrösse    begrenzt sind. Die als Strom  durchführung in Frage kommenden Metalle       bzw.    Metallegierungen haben bekanntlich nicht  den vollkommen gleichen     Wärmeausdehnungs-          koeffizienten    wie das Glas, namentlich wenn  man den gesamten Temperaturbereich be  trachtet, innert welchem die     Metall-Glas-Ver-          bindungen    in der Praxis benutzt werden.

   Es  ergeben sich dadurch im Glas, selbst nach der  in üblicher Weise durchgeführten Transfor  mierung,<B>d.</B> h. Entspannung durch Erwärmen,  noch schädliche, mechanische Spannungen.  'Wird die     Stromdurehführung    nun' elektrisch  belastet, so erwärmt sich der betreffende  Stromleiter sehr rasch und erzeugt infolge  Wärmedehnung z. B. eine Druckspannung im  angrenzenden Glas. Diese führt<B>je</B> nach der  bereits vorhandenen permanenten Spannung,  der mechanischen und formbedingten Festig  keit und des Temperaturgefälles zwischen Me  tall und Glas zur Ermüdung, zu     Undichtigkeit     oder gar     z-um    Bruch des Glases.

   Massive Strom  leiter, wie sie bis jetzt für Quecksilberschalter  mit Glasgehäuse üblich sind, haben ferner den  Nachteil,     dass    sie eine relativ kleine Oberfläche  im Verhältnis zu ihrem Leiterquerschnitt auf  weisen und dementsprechend in vielen Fällen  einen ungenügenden elektrischen Kontakt mit  dem Quecksilber ergeben. Diese Gefahr besteht  insbesondere -bei     Quecksilberkippsehaltern,    die  elektrisch sehr hoch belastet werden müssen  und bei Spezialschaltern, bei welchen sieh der         Kippwinkel    durch zusätzliche Erwärmung in  folge schlechten Kontaktes in unerwünschter  Weise verändert.

   Diese zusätzliche Erwärmung  erhöht zudem die elektrische Leitfähigkeit des  Glases und setzt dadurch die     Funkenfestigkeit     und damit auch die Lebensdauer des Schalters  herab.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun  einen     Quecksüberschalter,    bei dem die die  Wand eines Glasgehäuses durchbrechenden,  mit den     Stromzuführungskabeln    verbundenen,  elektrisch leitenden Teile in das Glas einge  schmolzen sind und aus einem Metall     bzw.     einer Metallegierung     bestelien,    welches Mate  rial einen mittleren     Wärmeausdehnungskoef-          fizienten    aufweist, welcher von demjenigen des  Glases zwischen<B>150 C</B> (ungefähr Zimmertem  peratur) und der     Transformationstemperatur     um höchstens<B>11</B> % abweicht und sieh dadurch  auszeichnet,

       dass    die elektrisch leitenden Teile  mindestens an der     Wanddurehbrechungsstelle     als     *Rohr    ausgebildet sind.  



  Die Erfindung ermöglicht, die vorerwähn  ten Unzulänglichkeiten weitgehend zu ver  meiden.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt mehrere       Ausführungsbeispiele    des Erfindungsgegen  standes.         Flg.   <B>1</B> ist ein     Längsmittelschnitt    des ersten  Ausführungsbeispiels,         Fig.    2 ein Schnitt nach der Linie     A-A     in     Fig.   <B>1,</B>      Die     Fig.   <B>3-8</B> zeigen<B>je</B> einen     Teilsehnitt     analog     Fig.   <B>1 je</B> einer weiteren Ausführungs  form,

   und       Fig.   <B>9</B> zeigt eine Draufsicht zu     Fig.   <B>8.</B>  Gemäss     Fig.   <B>1</B> und 2 ist die Wand des Glas  gehäuses<B>1</B> durch elektrisch leitende Teile in  Form<B>je</B> eines Rohres 2,<B>3,</B> 4 und<B>5</B> durchbro  chen.     Auf    der Gehäuseaussenseite ist<B>je</B> ein       Stromzuführungskabel   <B>6</B> in diese Rohre ein  geführt und an die Rohrwandung angeschlos  sen.

   Die Rohre<B>2-5</B> bestehen aus einem Metall       bzw.    einer Metallegierung, welches Material  einen mittleren     Wärmeausdehnungskoeffizien-          ten    besitzt, welcher von demjenigen des Glases  zwischen     Zi-mmertemperatur        (1511        C)    und       Transformationstemperatur    des Glases -am  höchstens<B>11</B> % abweicht. Die Rohre<B>2-5</B> sind  an der     Wanddurchbrechungsstelle    in das Glas  eingeschmolzen.

   Die Rohre 2 und 4 bilden  einen     geschlosseiien    Zylindermantel, wogegen  die Rohre<B>3</B> und<B>5 je</B> einen Längsschlitz<B>7</B> auf  weisen, der sich mindestens über den Bereich  der     Wanddurchbrechung    erstreckt und in dem  dargestellten Falle bis an das im Gehäuse  innern befindliche Rohrende durchgeht. In  allen Rohren<B>9,5</B> ist an der     Wanddurehbre-          chungsstelle    ein     zapfenförmiger        Glaskörper   <B>8</B>  vakuumdicht eingeschmolzen.

   Im Falle der mit  dein Längsschlitz<B>7</B> versehenen Rohre<B>3</B> und<B>5</B>  verschmilzt der Glaskörper<B>8</B> durch den       Sehlitz   <B>7</B> hindurch an dieser Stelle gleichzeitig  mit der Wand des Glasgehäuses<B>1.</B> Der Längs  schlitz<B>7</B> hat vorerst den Vorteil,     dass    er das  Einführen des     Glaskörpers   <B>8</B> in den     rohrför-          migen    Stromleiter<B>2-5</B> und die genaue     Placie-          rung    des Glaskörpers vor dem Verschmelzen  mit der     Rohrinnenwand    erleichtert.

   Ausserdem  setzt das geschlitzte Rohr einer mechanischen  Deformierung geringeren Widerstand ent  gegen als     ein    geschlossener Zylindermantel.  Infolgedessen kann sieh das geschlitzte Rohr  leichter etwa auftretenden Spannungen im  Sinne eines Spannungsausgleichs anpassen, so       dass    die Gefahr des Springens des Glases     bzw.     eines     Undichtwerdens    der     Stromdurchfüh-          rungsstelle    stark herabgemindert ist.  



  Im Innern des Gehäuses<B>1</B> befindet sieh die  übliche Quecksilbermasse<B>9.</B> Wird zwecks    Schaltung das Gehäuse<B>1</B> nach links geneigt,  dann fliesst die Quecksilbermasse nach dieser       tieferliegenden    Seite     und    verbindet dadurch  die Teile 2 und<B>3</B> miteinander. Hierbei dringt.  das Quecksilber sowohl in den Ringraum zwi  schen dem     napfförmigen    Teil<B>1.0</B> und dem       Stron-Aeiter    2     bzw.   <B>3</B> hinein als auch in das  Innere des     Stromleiterrohres,    welches bis zum  Glaskörper<B>8</B> mit Quecksilber gefüllt wird.

   Die       Stromübergangsfläehe    Teil 2     bzw.        3-Queck-          silber    ist damit, da das Rohr 2     bzw.   <B>3</B> gegen  das Gehäuseinnere zu offen ist, im Vergleich  zu einer massiven Durchführung erheblich  vergrössert. Eine solche Vergrösserung der  Kontaktfläche, ist sehr erwünscht, um eine ge  ringere Erwärmung an der Übergangsstelle  zwischen Quecksilber Lind stromleitendem  Teil 2     bzw.   <B>3</B> zu erhalten.

   Ferner ist die Be  rührungsfläche des Stromleiters 2     bzw.   <B>3</B> mit  dem Glas im Vergleich zu einem     Massivteil    2       bzw.   <B>3</B> vergrössert, wodurch die im Leiter 2       bzw.   <B>3</B> entstehende Wärme besser abgeleitet  wird, wodurch weniger örtliche Spannungen  auftreten. Es hat sich ergeben,     dass    daher der       Leiterquerschnitt    gegenüber einer massiven  Durchführung wesentlich vergrössert werden  kann, was sieh wegen der geringeren Erwär  mung weiter günstig auswirkt.  



  Im Falle der Ausführungsform nach     Fig.   <B>3</B>  sind die stromleitenden Teile als     ungeschlitzte     Rohre,<B>11</B> ausgebildet. Die     Wanddurühbre-          ehungsstelle        beiindet'sieh        auf    der Oberseite des  Gehäuses<B>1.</B> Das Rohr<B>11</B> ist jedoch bis zur  Unterseite durch das Gehäuse hindurchgeführt  und ragt dort in eine     napfförmige    Wandaus  buchtung 12 hinein, in welche beim Schalten  das Quecksilber hineingelangt. Das Ende des  Rohres<B>11.</B> ist     duireh        Einsehmelzen    eines Glas  körpers<B>13</B> geschlossen.

   Das     Stromzuführungs-          kabel   <B>6</B> ist durch das aussen offene Rohr<B>11</B>  bis zu einer hinter der     Wanddlirehbrechungs-          stelle    liegenden Stelle frei hindurchgeführt  und an der letzteren, mit 14 bezeichneten Stelle  stromleitend mit dem Rohr verbunden, z. B.  durch Schweissen oder Löten.

   Hierdurch wird  erreicht,     dass    das Rohr<B>11</B> nur im untern, in  das Quecksilber eintauchenden Teil durch den       Stromfluss    beansprucht -wird     und    eine direkte,      durch den     Stromfluss    bewirkte     Erw.ärmung     der     Einschmelzstelle    vollkommen vermieden  wird.  



  Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach       Fig.    4 weisen die stromleitenden Teile die  Form eines einseitig, nämlich nach innen ge  schlossenen Rohres 14 auf. Dadurch ist ein       vaku-Lundichter        Verschluss    erreicht, ohne     dass     es hierzu des Einschmelzens eines Glaskörpers  in das Rohr an der     Wanddurchbrechungsstelle     bedarf. Das     Stromzuführungskabel   <B>6</B> ist nach  demselben Prinzip, wie an Hand der     Fig.   <B>3</B>  beschrieben, mit dem Rohr 14 verbunden;<B>je-</B>  doch ist dies unter Zwischenschaltung eines  massiven Metallstiftes<B>15</B> erfolgt, der mit dem  Bodenteil des Rohres 14 verbunden ist, z. B.

    durch Schweissen oder Löten, im übrigen aber  mit Spiel aus dem Rohr herausgeführt und  am freien Ende mit dem Kabel<B>6</B> verbunden ist.  



  Die     Ausführungsform    nach     Fig.   <B>5</B> ent  spricht im allgemeinen derjenigen nach     Fig.   <B>3</B>  mit z. B. dem Unterschied,     dass    die     Wand-          durehbrechungsstelle    stirnseitig liegt und die  die stromleitenden Teile bildenden Rohre<B>16</B>  gebogen sind.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.   <B>6</B> sind  die die den Strom leitenden Teile bildenden  Rohre<B>17</B> ebenso, wie im Falle der     Fig.   <B><I>A--</I></B> be  schrieben, nach innen durch einen Boden ge  schlossen, wobei das Kabel<B>6</B> direkt mit der  Bodenpartie stromleitend verbunden ist. Zu  sätzlich ist die     Innenwand    des Rohres<B>17</B> an  der     Wanddurchbrechungsstelle    mit einem Fut  termantel<B>18</B> aus Glas versehen.

   Dieser bewirkt  eine gewisse     Rohrversteifung    an der     Wand-          durchbruehstelle,    welche jedoch keine schäd  liche Wirkung auf das Glasgehäuse<B>1</B> ausübt,  da er aus demselben Material besteht wie letz  teres und infolgedessen den gleichen     Wärme-          ausdehnungskoellizienten    hat. Eine ähnliche  Wirkung kommt übrigens dem bereits erwähn  ten Glaskörper<B>8</B> zu, der im übrigen zum va  kuumdichten Verschliessen des Rohres dient.  



  Im Ausführungsbeispiel nach     Fig.   <B>7</B> ist ein  Mittel dargestellt, das     daza    dient, das Ein  fliessen des Quecksilbers in das Innere des  Rohres zu verbessern. Gemäss dieser Ausfüh  rungsform sind die die stromleitenden Teile    bildenden Rohre<B>19</B> am freien Ende mit     zak-          kenförmigen    -Ausschnitten 20 versehen. Im  Ausführungsbeispiel nach     Fig.   <B>8</B>     und   <B>9</B> ist  noch ein Mittel dargestellt, das dazu dient,  dem Rohr eine oberflächenvergrössernde Ge  stalt zu erteilen, damit die     Kontaktfläehe    mit  dem Quecksilber noch mehr vergrössert wird.

    Im Falle der     Ausführungsform    nach     Fig.   <B>8</B>  und<B>9</B> sind dazu zwei gesonderte Mittel ver  wendet, nämlich vorerst eine wellenförmige  Oberfläche.     Zu    diesem Zwecke sind die die       stronileitenden    Teile bildenden Rohre 21 im  Gehäuseinnern als     Wellrohre   <B>23</B> ausgebildet.

    Ferner ist im Innern des     WeHrohres   <B>23,</B> wie  auch in der     Ausführungslorm    nach     Fig.   <B>1</B>  und 2 für die Stromleitungen 4 und<B>5</B> gezeigt,  eine     stabförmige    Säule 24 angeordnet, welche  aus elektrisch leitendem Metall besteht und  in den Glaskörper<B>8,</B> welcher an der     Wand-          durchbrechungsstelle    in das Rohr 21 einge  schmolzen ist, ebenfalls eingeschmolzen ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Quecksilberschalter, bei dem die die Wand eines Glasgehäuses durchbrechenden, mit den Stromzuführungskabeln verbundenen, elek trisch leitenden Teile in das Glas eingeschmol zen sind und aus einem Metall bzw. einer Me tallegierung bestehen, welches Material einen mittleren Wärmeausdehnungskoellizienten aufweist, der von deiüjenigen des Glases zwi schen 15 < 1 <B>C</B> und der Transformationstempera- tur um höchstens 111/o abweicht, dadurch ge kennzeichnet,
    dass die elektrisch leitenden Teile mindestens an der Wanddurchbrechungsstelle als Rohre aLisgebildet sind. UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitenden Teile als einseitig offene Rohre ausgebildet sind. 2. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrmantel der Länge nach geschlitzt ist. <B>3.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekermzeichnet,.dass in die Rohre<B>je</B> ein zap fenförmiger Glaskörper vakuumdicht einge schmolzen ist.
    <B>-i.</B> Schalter nach Unteranspruch<B>3,</B> dadurch gekenn eichnet, dass der Glaskörper an der Wanddurchbrechungsstelle angeordnet ist. <B>5.</B> Schalter nach Unteransprucli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführungs- kabel durch die nach aussen offenen Rohre bis zu einem hinter der Wanddurchbrechungs- stelle liegenden Ort geführt und an letzterer Stelle stromleitend mit den Rohren verbunden sind.
    <B>6.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitenden Teile -im Gehä-Liseinnern eine wellenförmige Oberfläche aufweisen. <B>7.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitenden Teile<B>je</B> aus einem gegen das Gehäuseinnere offenen Rohr und aus einem in diesem Rohr angeordneten, elektrisch leitenden MetaUstift bestehen. <B>8.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitenden Teile rohrförmig und gegen das Gehäuseinnere zu offen sind.
    <B>9.</B> Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der im Innern der Glas röhre sich befindende Teil der elektrisch lei tenden Teile Ausschnitte aufweist, welche das Einfliessen des Quecksilbers in diese Teile er leichtern. <B>10.</B> Schalter nach Unteranspruch<B>3</B> und<B>7,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der im Rohr innern sich befindende Metallstift im zapfen förmigen Glaskörper eingeschmolzen ist. <B>11.</B> Schalter nach Unteranspruch<B>5,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Innenwand der Rohre 'mindestens an der Wanddurchbre- chungsstelle einen Pattermantel aus Glas auf weist.
CH279449D 1949-05-27 1949-05-27 Quecksilberschalter. CH279449A (de)

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