'erfahren und Vorrichtung zur Herstellung biegsamer Rohre und nach dem Verfahren . hergestelltes<B>Rohr.</B> Es sind biegsame Rohre bekannt, welche aus bandförmigen Materialien hergestellt sind, die von umlaufenden Vorratsspulen mit über lappung zu einem steifen, glatten Rohrroh ling gewickelt werden, welcher dann durch ein um die Rohrachse rotierendes,
aus einem mit Aussengewinde versehenen Dorn und einer mit Spiel über diesen greifenden und mit Innengewinde versehenen Mutter bestehendes Gewindesystem schraubenlinienförmig gewellt wird, worauf diese WVellung in der Längs richtung des Rohres zu eng aneinanderliegen- den Falten zusammengepresst wird.
Die eng aneinanderliegenden Falten dieser Rohre bil den eine nahezu volle Rohrwandung, deren Aussen- und Innenseite bis auf die schrauben linienartigen Fugen glatt ausgebildet ist.
Für Verwendungszwecke, wo diese Rohre keiner hohen mechanischen Beanspruchung unterworfen sind, wie zum Beispiel bei Isolier- rohren und Schutzrohren für elektrische In- stallationen, ist aus wirtschaftlichen Gründen ein möglichst niedriges Rohrgewicht.
er- wünscht. Eine V erminderung des Rohrgew ieh- tes wurde bisher dadurch zu erreichen ver sucht, dass die Rohrwandung möglichst dünn ausgeführt wurde, ferner durch die kombi nierte Verwendung von Bändern aus verschie denen Materialien, zum Beispiel Stahlbänder mit Papierbändern, wobei letztere nicht nur als Isolationsschicht, sondern auch als leich tes und billiges Füllmaterial dienen.
Durch diese Massnahmen konnte jedoch das Rohrgewicht bisher nicht im gewünschten Aus mass gesenkt werden, so dass diese Rohre für die vorerwähnten Verwendungszwecke sich noch als zu schwer und zu teuer erwiesen. Wenn derartige Rohre zweelirs Verminde rung ihres Gewichtes nur aus einem einzigen, dünnen Band aus Stahl oder einem andern geeigneten Metall hergestellt werden, so wird die sich aus der Dicke des Bandes ergebende Steigung bei den gewindeartigen,
eng anein- anderliegenden Falten verhältnismässig sehr klein. Infolge der kleinen Steigung der zusam mengestauchten Falten ergibt sich bei unver- änderter Drehzahl des Gewindesystems zur Erzeugung der Faltung als weiterer Nachteil eine geringere Produktionsleistung.
Die Erfindung ermöglicht bei' entspre chender Ausbildung diese Nachteile zu be seitigen. Beim Verfahren zur Herstellung von aus Bandmaterial gewickelten, biegsamen Roh ren, die in bekannter Weise mindestens eine durch Erzeugung einer Faltung in der Wan dung eines zylindrischen Rohrrohlings gebil dete schraubenlinienförmig verlaufende Rippe aufweisen, wird erfindungsgemäss eine ein- oder mehrfache Faltung so vorgenommen, dass die erzeugte Rippe sich mit solcher Steigung um die Achse des Rohres windet,
dass ein durch glatte zylindrische Rohrwandungsteile überbrückter axialer Abstand zwischen be- nachbarten Windungen ein Mehrfaches ihrer Breite beträgt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist in be kannter Weise mit einem Körper mit zylin- drischem Hohlraum, der auf seiner Innen fläche mit mindestens einer schraubenlinien- förmig verlaufenden Rille versehen ist, und mit einem gleichachsig in dem Hohlkörper angeordneten,
an seiner Mantelfläche minde stens eine schraubenlinienförmig verlaufende und. in die Rille des Hohlkörpers eingreifende Rippe tragenden Dorn ausgerüstet, wobei er findungsgemäss zwischen benachbarten Win- dingen des durch die Rille und Rippe gebil deten Gewindes ein Abstand besteht, der ein Mehrfaches der Breite der Rillung beträgt..
Das erfindungsgemässe, nach dem erfin- dungsgemässen Verfahren hergestellte bieg same Rohr ist in bekannter Weise mit min destens einer schraubenlinienförmig verlau fenden Rippe versehen, wobei erfindungsge mäss zwischen benachbarten RippenwindLin- gen zylindrische Rohrwandungsteile auf einer Strecke vorhanden sind,
die ein Mehrfaches der Breite der Rippe beträgt.
Das Rohr kann entweder so ausgeführt sein, dass schraubenlinienförmig verlaufende Rippen nach,der Aussenseite weissen oder dass sie nach der Innenseite weisen. Für elektrische Installationszwecke dürfte sich die letztge nannte Ausführung weniger eignen, da die nach innen weisenden Rippen eine Stauung beim Durchziehen der Drähte bewirken kön nen.
Dagegen sind Fälle denkbar, bei denen auf eine glatte äussere Mantelfläche Wert ge legt wird. Durch geeignete Wahl der Stei gung und der Höhe der gewindeartigen Rippe kann die Biegsamkeit und Festigkeit des Roh res den Anforderungen anpassbar sein. Zur Herstellung des glatten, ungewellten Rohr rohlings können die bekannten Vorrichtungen mit umlaufenden Vorratsspulen verwendet werden.
Für die Herstellung von als Isolierrohr für elektrische Installationen dienenden Rohren ist es zweckmässig, einen durch Aufwickeln eines oder mehrerer Papierbänder und durch harüberwickeln eines oder mehrerer Bänder aus Stahl oder einem andern Metall, zum Bei spiel Leichtmetall, hergestellten Rohrrohling zu verwenden.
In diesem Fall ist es vorteil haft, auf der Wandung des Rohrrohlings ge bildete Falten durch Zusammenquetschen in Achsrichtung des Rohres zu schliessen, um ein Festklemmen der Papierauskleidung zu errei chen und dadurch ein Herausreissen derselben beim Hindurchziehen der Leitungsdrähte zu verhindern.
Beiden bisher bekanntgewordenen Rohren mit eng aneinanderliegenden Falten wurde das Schliessen der Falten dadurch er reicht, dass die Vorwärtsbewegung des Roh res bei seinem Austritt aus dem genannten Gewindesystem zu seiner Herstellung gehemmt. wurde. Die Anwendung dieses Verfahrens für das Schliessen -der Faltung eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Rohres würde die Gefahr mit.
sieh bringen, dass die zwischen den einzelnen Windungen der Faltung liegenden zylindrischen Stücke des Rohrrohlings durch die auf das Rohr ausge übte Hemmung deformiert würden. Zum Zu sammendrücken der Faltung kann ein zweiter rotierender Hohlkörper vorgesehen sein, der an seiner Innenwandung mit einer einfachen oder mehrfachen schraubenlinienförmigen Ril- lung versehen sein kann, wobei die Weite der Rille bzw. Rillen nach dem hintern Körper ende progressiv abnimmt.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Rohres und der Vor richtung nach der Erfindung, an Hand von denen auch beispielsweise das erfindungsge- mässe Verfahren nachfolgend erläutert wird.
In dieser zeigt: Fig. 1 einen axialen Schnitt durch ein Rohr mit durch einfache Faltung gebildeter Rippe, Fig. 2 einen axialen Schnitt durch ein Rohr mit je durch Doppelfalten gebildeten Rippen, Fig.3 das Rohr gemäss Fig. 9 in An sicht und teilweisem Schnitt,
Fig.4 einen axialen Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung mir Herstellung des Rohres zusammen mit dem Rohrrohling bzw. dem mit einer durch zwei Falten gebildeter Rippe versehenen Rohr, Fig. 5 eine Stirnansicht der zum Schliessen der Falten dienenden Mutter der Fig. 4, Fig. 6 einen axialen Schnitt durch die zum Schliessen der Falten dienende Mutter gemäss Fig. 5, nach Linie I-1,
Fig. 7 eine Abwicklung der Bohrung mit der schraubenlinienförmigen Rille der in Fig. 5 und 6 dargestellten Mutter, aufgeschnitten nach Linie II-II in Fig. 5; Fing. 8 und 9 zeigen axiale Schnitte durch die Rille der in Fig.5 und 6 dargestellten Mutter, an den in den Fig. 5 und 7 mit III-III und IV-IV bezeichneten Stellen.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung ist ein zylindrischer, rotierender Dorn 1 auf einem Teil seiner Mantelfläche mit einem Paar schraubenlinienförmig verlaufenden Rip pen versehen, von denen jede in eine Rille eines in der zylindrischen Innenwandung eines gleichachsig um den Dorn angeordneten Kohlkörpers 2 vorgesehenen schraubenlinien- förmig verlaufenden Rillenpaares mit Spiel eingreift.
Die durch das Rippen- und Rillen paar gebildeten Gewindegänge besitzen solche Steigung, dass der Abstand zwischen benach barten, je durch das Rippen- bzw. Rillenpaar gebildeten Windungen ein Mehrfaches der Breite der einzelnen Rillen, zum Beispiel etwa das Zwei- bis Fünffache beträgt. Zwischen den benachbarten Windungen der Rippen auf dem Dorn 1 und ebenso zwischen denen. der Rillen im Hohlkörper 2 befinden sieh glatte, zylindrische Mantel- bzw.
Wandstücke, die sich in einem der Wandstärke des Rohrroh lings entsprechenden Abstand gegenüberstehen und bei der Bildung der Falten im Rohrroh ling die nicht zu deformierenden Teile des selben vor Deformation schützen und zugleich glätten. Über den Dorn 1 wird der aus band förmigem Material gewickelte, glatte Rohrroh ling 4 in Pfeilrichtung geschoben. Der in Fig.4 linke Teil des Dorns 1 ist zwecks Er leichterung des Vorschubs des glatten Rohr rohlings mit. einem flachen Transportgewinde 5 versehen.
Der Rohrrohling 4 selbst ist am Drehen um seine Achse durch nicht gezeieh- nete Vorrichtungen verhindert. Bei Verwen dung von zum Wickeln des Rohlings umlau fenden Vorratsspulen für das bandförmige Material wird diese Drehung des Rohrroh- lings am einfachsten dadurch verhindert, däss die Drehrichtung der Spulen zur Drehrich tung des Dorns 1 entgegengesetzt gewählt wird.
Durch die Drehung des aus dem Dorn 1 und dem Hohlkörper 2 gebildeten, in. axialer Richtung feststehenden Gewindesystem wird der Rohrrohling 4 kontinuierlich vom Dorn 5 abgezogen, dabei seine Wandung mit einem Paar schraubenlinienförmig verlaufenden of fenen äussern Falten 3 versehen und mit die sen in die Rille 6 des ebenfalls rotierenden zweiten, zum Körper 2 gleichachsigen Hohl körpers 7 gleichen Innendurchmessers gescho ben.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, ist diese Rille beim Einlauf 8 von solcher Weite, dass die im Hohlkörper 2 erzeugte Doppelfalte in ihrer ganzen Breite in ihr Platz findet.
Durrh die progressive Abnahme dieser Weite gegen das hintere Ende des Körpers 7 bis auf die Breite der einzelnen Rillen im Körper 2 werden die im Hohlkörper 2 gebildeten Falten in der Achsrichtung des Rohres zusammen- und an- einandergedrückt, so dass die von den geschlos senen Falten gebildete Rippe 9 entsteht, zwi schen deren benachbarten Windungen zylin drische Rohrwandungsteile der erwähnten Breite vorhanden sind.
Der Dorn 1 kann auch mit einem gewindelosen zylindrischen Ansatz versehen sein, der sich bis in die Mutter 7 er streckt und als innere Rohrführung beim Schliessen der Falten sowie zur Glättung der innern Rohrwandung dient.