Petroleum-Verbrennungsapparat mit Zerstäubungsvorwärmer. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Petroleum-Verbrennungsapparat für Heiz-, Koch- oder Beleuchtungszwecke, mit einem Behälter für unter den Druck von Druckluft zu setzendes Petroleum und mit einem Ver gaserbrenner mit Düse, welcher das Petroleum von dem Behälter aus durch den Vergaser zu- gefülirt wird, wobei der Apparat mit einem Vorwärmer für den:
Vergaser versehen ist, welcher Vorwärmer mit Petroleumzerstäubung unter Verwendung besagter Druckluft und der Brennerdüse arbeitet.
Die Erfindung besteht darin, dass der Vor wärmer ein Flüssigkeitssteigrohr aufweist., durch welches jeweils Petroleum unter Umge hung des Vergasers in die Düse gelangt, und < lass ein Luftzuführungsrohr des Vorwärmers und der Vergaser miteinander verbunden sind und gemeinsam in die Düse einmünden, so, dass während des Zerstäubungsprozesses der Luftdruck sich durch den Vergaser fortpflan zen kann und dadurch ein Aufsteigen des Petroleums im Behälter zu dem Vergaser ver hindert.
Ilierdureh bekommt. man einen Apparat, der relativ grosse Betriebssicherheit aufweist und kurze , Erwärmungszeit benötigt. Man nutzt zum Vorwärmen im vollen Umfange die Vorteile eines Zerstäubers aus, wobei der Luft drnek dazu verwendet. wird, ein Aufsteigen des Petroleums zu dem Vergaser zu verhin- derii. Dadurch wird sowohl die Sicherheit er- höht als auch die Erwärmungszeit herabge setzt.
Bei einer zweckmässigen Ausführungsform kann die Einmündung der beiden erwähnten Rohre mit einer von der Aussenseite des Be hälters bedienbaren Absperrvorrichtung ver bunden sein, welche die beiden Rohre gleich zeitig zu sperren und zu öffnen gestattet.
Dies ermöglicht, dass der Apparat mit einem einzigen Bedienungsgriff versehen wer den kann, mittels welchem die Umstellung vom Zerstäubungs- oder Vorwärmungszustand zum normalen Betriebszustand vorgenommen wer den kann.
Beispiele des Gegenstandes der Erfindung werden im folgenden in Verbindung mit der Zeichnung erläutert, in welcher Fig. 1. einen vertikalen Schnitt durch einen Petroleumkocher, Fig. 2 einen Schnitt durch den Brenner des in Fig. 1 gezeigten Kochers, senkrecht zu der Schnittebene der Fig. 1, Fig. 3 den zentralen Teil des Apparates in etwas grösserem Massstab, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3, Fig. 7 einen teilweisen Schnitt, ähnlich dem in Fig.1 gezeigten, durch einen Bel.euch- tungsa.pparat, Fig. 8 in grösserem Massstab einen Teil dieses Apparates, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 8,
Fig. 11 eine perspektivische Abbildung der untern Teile des Flüssigkeitssteigrohres und endlich Fig. 12 einen Teil der in Fig. 7 darge stellten Ausführungsform in grösserem Mass- stabe zeigt.
In Fig. 1 ist ein Petroleumkocher darge stellt, welcher einen Behälter 10, der auf einer Anzahl Füsse angebracht ist, von denen in der Fig. 1 nur ein einziger (12) gezeigt ist, und eine Anzahl Träger zur Unterstützung des Kochtopfes aufweist. In der Fig.1 ist nur ein einziger Träger 14 gezeigt. Der Be hälter 10 hat oben einen Einfüllstutzen 16, der aussen ein Gewinde aufweist, auf welches eine Versehlusskappe 18 festgeschraubt ist.
In dieser ist eine Bohrung vorgesehen, in wel che eine Verschlussschraube 20 eingeschraubt ist, die mittels eines gerillten Kopfes 22 mit den Fingern gegen einen kegelförmigen Sitz 24 gepresst werden und dadurch einen engen Luftkanal 26 durch die Kappe 18 absperren kann.
Der Behälter wird in bekannter Weise mit Petroleum gefüllt, dessen höchster Flüs sigkeitsstand einigermassen dem in der Zeich nung dargestellten entspricht, so dass über der Flüssigkeit zwischen deren Oberfläche und einem gewölbten Teil 28 des Behälters ein luft gefüllter Raum freibleibt. In diesem luftge füllten Raum kann man auf bekannte Weise mittels einer im Behälter eingebauten Luft pumpe 30 einen Überdruck herstellen, der das Petroleum aus dem Behälter zur Verbren nungsstelle fördert. Der Bau der Luftpumpe ist nicht näher gezeigt. Sie hat eine Pumpen stange 32, die mit Hilfe eines ebenfalls nicht gezeigten Handgriffes betätigt. werden kann.
Im übrigen leuchtet es ein, dass, wenn auch der Apparat. als ein Petroleumkocher vom stehenden Typ dargestellt ist, die nachstehend beschriebenen konstruktiven Merkmale ebenso gut bei Apparaten von anderer Gestalt, wie z. B. bei Petroleumkoehern vom liegenden Typ, Anwendung finden können.
Von einer Stelle in der Nähe des Bodens des Behälters 10 geht ein Flüssigkeitssteirrolir 34 aus, das in einen über dem Behälter 1@0 an gebrachten röhrenförmigen Flüssigkeitsbehäl ter 36 einmündet, von wo zwei emporsteigende Kanäle 38, 40 (Fig. 2) eines Vergasers aus gehen, deren obere Enden durch einen hori zontalen Kanal 42 miteinander verbunden sind. Der Kanal 42 ist in einer unten gewölb ten Scheibe 52 ausgebohrt und kreuzt, einen in dieser Scheibe gebohrten andern Kanal 43, der durch zwei abwärtsgeriehtete Kanäle 44, 46 mit einer Düse 48 in Verbindung steht.
Das durch die während des Betriebes stark erhitz ten Vergaserkanäle 38, 40, 42, 43, 44 und 46 strömende Petroleum wird in diesen vergast und durch die Düse ausgestossen und ver brennt mit einer ringförnii-en, aussen vom Leitorgan 54 geführten Flamme um die wäh rend des Betriebes gleichfalls stark erhitzte Scheibe herum.
Während Petroleumkocher der besehriebe- nen Art normalerweise dadurch in den Be triebszustand gebracht werden, dass die Ver gaserkanäle entweder - was am meisten vor kommt - mittels einer Spritflamme, welehe von Sprit herrührt, der in eine unter den) Vergaser angebrachte Schale gegossen und dort angezündet wird, oder von einem beson deren Vorwärmer erhitzt werden, durch wel chen Petroleum, das eventuell dem Behälter des Kochers entnommen ist, in so fein zer stäubtem Zustand ausgespritzt wird, dass es angezündet.
werden und verbrennen kann, ist der Kocher der Zeichnung dazu eingerichtet, in dein Betriebszustand mittels eines mit der Vergaserdüse 48 kombinierten Vorwärmers gebracht zu werden. Der Übergang zu diesem Zustand wird leichter, einfacher und wirk samer als es früher möglich war, aus dem Grunde, weil es nur eine Ausströmungsöffnung gibt, die für den Vorwärmungszerstäuber und den Vergaserbrenner gemeinsam ist.
Zu diesem Zweck \münden die Vergaser kanäle 44, 46 nicht direkt in die Düse 48, die -- wie in Fig. ') näher gezeigt - aus einem Körper besteht., der ein Gewinde hat und in einem zvlindrisehen Teil 58 festgeschraubt ist, der den obern Teil eines Rohres 64 bildet, sondern sie münden in einen Raum 60 zwi- schen der Unterseite des Körpers 48 und der Oberseite eines zweiten Körpers 62, welcher - was später näher erläutert wird - in dem Rohr 64 verschiebbar ist, das oben in eine durchgehende Bohrung an der Begegnun,-s- stelle der Kanäle 44 und 46 fest eingesetzt ist.
Der Körper 48 hat eine zentrale Bohrung 66, deren oberes Ende 68 eingeengt und deren Durchmesser nur wenige Hundertstelmilli- meter grösser ist als eine Nadel 70, die sieh - was unten beschrieben wird - auf und ab durch die Düse 48 bewegen und teils als Reini gungsnadel, teils zum Regulieren der Flamme im Betrieb dienen kann. Einige parallele Bob rungen 72 im untern Teil des Körpers 48 dienen zum Einschrauben desselben mittels eines Spezialschlüssels mit zugehörigen Zali- fen. Die Länge des eingeengten Teils 68 der Bohrung 66 ist relativ klein, zweckmässig nur 1 bis 2 mni.
Die Bohrun- 66 setzt sich durch den Kör per 62 in Forni\einer Bohrung 73 in demselben fort, der sieh vom obern Teil aus über einen eingeengten mittleren Teil 74 durch das Rohr 64 hinab erstreckt und unten mittels eines mit Gewinde versehenen Teils 76 in das obere Ende eines Rohres 78 eingeschraubt ist. Der untere Teil des Körpers 62 hat eine erweiterte Bohrung 80 zur Aufnahme einer Spindel 82, die sieh ganz dureli das Rohr 78 herab er streckt und welelie oben die Nadel 70 trägt.
Der Körper 62 hat. oberhalb des eingeeng ten Teils 74 zwei oder mehr durchgehende Bohrungen 84 (vgl. auch Fig. 5), welche in einen ringförmigen Kanal 86 oben in dem Körper 62 münden. Während der obere Teil des Körpers 62 mit den Kanälen 84 einen Durchmesser hat, der sehr nahe dem Innen- durehmesser des Rohres 64 entspricht, ist der Durchmesser des untern Teils des Körpers 62 und der äussere Durchmesser des obern Teils des Rohres 78 etwas kleiner als der Innen- durehmesser des Rohres 64, so dass sieh zwi schen den beiden Rohren ein ringförmiger Kanal 88 bildet, der nach oben über die Ka näle 84 an der Begegnungsstelle der Vergaser kanäle 44,
46 und der Düsenbohrung 66 mün det.
Das Rohr 64 erstreckt sich durch den röh renförmigen Behälter 36 hindurch, der oben von einem Schraubstück 89 abgeschlossen wird, das mit Innengewinde an den Mantel des Behälters 36 eingeschraubt ist und durch dessen zentrale Bohrung das Rohr 64 geführt ist. Das Rohr ist an dem Teil 89 dicht befe stigt, z. B. vorwiegend durch Verlöten, Schweissen oder auf andere zweckmässige Weise.
Der Mantel des Flüssigkeitsbehälters 36 besteht aus einem Rohr, das an einem nach oben ragenden Teil 90 des Behälterbodens an geschraubt und angelötet ist. Dieser Boden ist. mit dem Rand einer öffnung im Teil 28 des Behälters 1.0 verbunden und hat einen ab- wä.rtsgerichteten Teil 92, der sieh in einen nach oben ragenden Innenteil 94 fortsetzt. und schliesslich in einem einwärtsgerichteten Flansch 96 endet, durch den das Rohr 64 hin durchgeht.
Der Teil 94 hat ein Innengewinde, in welches eine Büchse 98 emporgeschraubt ist, und zwischen dieser und dem Flansch 96 ist eine Dichtung 100 - vorzugsweise aus sv nthetisehem Kautschuk - angebracht. Das Rohr 64 endigt etwas unter der Büchse 98, doch unter allen Umständen so hoch über dem höchsten Flüssigkeitsstand im Behälter 10, da.ss die Flüssigkeit niemals bis an das untere Ende des Rohres 64 empordringen kann. Seine Lage in vertikaler Richtung ist durch seinen Ansehluss an das Schraubstüek 89 festgelegt, der - wie erwähnt - zweckmässig durch Lötung ausgeführt ist.
Die Rohre 64 und 78 sind dadurch dreh bar miteinander verbunden, da.ss das Rohr 78 einen erweiterten Teil 102 hat., der aussen ein Gewinde besitzt, d'as in ein Innengewinde des Rohres 64 passt (vgl. aneh Fig. 6). In diesem erweiterten Teil sind durch Fräsen oder even tuell durch Bohrung Kanäle 1.04 in solcher Weise hergestellt (vgl. Fig. 7), dass auf der ganzen Strecke ein Durchgang über den ring förmigen Raum 88 von der Einmündung des Rohres 64 in den obern Teil des Behälters 7 0 nach dem Raum 60 zu freibleibt.
Das Rohr 78 setzt sich mit einem erwei terten Teil 77 die ganze Strecke hinab dureh den Behälter 10 fort und hat etwas über dem Behälterboden einen Flansch 106, von dessen unterer, senkrecht zur Rohrachse stehender Fläche ein Kanal<B>1.08</B> ausgeht, der zum Innern des Rohres führt. Das Rohr 78 setzt sieh durch den Boden des Behälters 10 fort, der eine Büchse 111 hat, worin ein Bodenstöpsel 110 mit einer Innenbohrung mit. Gewinde einge schraubt ist, in welches Gewinde eine Stopf büchse 112 geschraubt ist, die eine Dichtung 126 gegen den Stöpsel 11.0 auf solche Weise festspannt, dass diese Stelle gegen die Flüssig keit fest gedichtet ist. Die Dichtung 126 kann aus synthetischem Gummi oder dergleichen bestehen.
An dem untern Ende des Rohres 78, mit demselben fest verbunden, ist ein Ring 116 angebracht, welcher von einem zwei ten Ring 118 umschlossen wird, der mit dem Ring 116 z. B. mittels einer Schraube 120 verbinden ist.. Die Spindel 82 erstreckt sich ganz durch das Rohr 78 herab und hat an dem untern Ende desselben ein Auge 122. An dem untern Ende der Spindel 82 ist in glei cher Weise wie an dem untern Ende des Rohres 78 mittels einer Stopfbüchse 124 und einer Dichtung 114 ein flüssigkeitsdichter Ver- schluss vorgesehen. Um den Flansch 106 unten an dem erweiterten Teil 77 des Rohres 78 ist eine Überwurfmutter 128 mit einem einwärts gerichteten Flansch 130 angebracht.
Oben auf diesem Flansch liegt eine Dichtung 132, und in ein Innengewinde der Mutter 128 ist ein Rohrstück bzw. eine Hülse 134 eingeschraubt, die nicht gegen Flüssigkeit abgedichtet zu sein braucht und welche an einer Stelle in der Nähe des obern Endes einen einwärtsgerich- teten Flansch 136 und zuoberst einen aus wärtsgerichteten Flansch 138 hat..
Mittels Ge winde ist oben in die Hülse 134 ein Rohrstüel.: 140 eingeschraubt, das oben einen einwärts- gerichteten Flanschen 142 hat, dessen Öffnung so gross ist, dass sie freien Durchgang für das untere Ende des Rohres 64 gestattet. Unter dem Flansch 142 liegt eine Dichtung 144, vor- wiegend aus synthetischem Kautsehuk beste hend, die imstande sein soll, luftdicht gegen das untere Ende des Rohres 64 zu schliessen.
Die Dichtung 132, deren Aufgabe dagegen ist, den Kanal 108 flüssigkeitsdicht zu ver schliessen, kann aus Fiberstoff oder derglei chen bestehen. Die Diehtung 14.1 ist in einer Muffe 146 mit einem einwärtsgerichteten Flansch 148 angebracht. Die Höhe\derMuffe 146 ist so bemessen, dass sie nicht, gegen den Flansch 142 stösst, selbst wenn die Kautschuk dichtung in der Höhenriehtung zusammenge- presst ist.
Zwischen dem Innenflanseh 136 im Rohr stück 134 und dein Flansch 148 der Muffe 146 ist eine relativ schwache Feder 150 ange bracht, und zwischen der Unterseite des Flan- sehes 136 und der Oberseite des Flansches 106 an dem erweiterten Teil 77 des Rohres 78 ist eine Feder 152 angebraeht, die etwas kräfti ger als die Feder 150 ist..
Daraus ist. zu er sehen, dass die Feder 152 die Dielitung 132 gegen die Unterseite des Flansches 106 ein- porpressen und dadurch den Kanal 108 ab sperren wird, während die Feder 150 die Dichtung 144 gegen das untere Ende des Rohres 64 emporpresst und dieses Rohr da durch unten sperrt.
An einem Halter 154, der sieh im Behälter 10 von dessen oberem Teil nach unten erstreckt und z. B. am Teil 92 befestigt ist, ist unten in einem Locli das eine Ende einer Welle 1.56 gelagert, die sich horizontal durch eine am Behälter 10 angebrachte Muffe 158 hinaus er streckt, in welcher auf ähnliche Weise wie unten am Rohr 78 mittel; einer eingresehraub- ten Stopfbüchse 160 und einer Dichtung 162 eine flüssigkeitsdichte 1)urehführung herge stellt ist.
Das innere Ende 164 der Welle 156 ist- abgekröpft und liegt über dem Flansch 138, und aussen am andern Ende der Welle ist z. B. mittels einer Schraube 166 ein Be dienungshandgriff 168 angebracht. Es ist klar, dass eine entsprechende Drehung der Welle 156 mit Hilfe des Handgriffes 158 be wirken wird, dass das gekröpfte Ende 164 beim Zusammenwirken mit dem Flansch 138 die beiden zusammenhängenden R.ohrstüeke 134 und 140 abwärts verschiebt, so dass prak tisch gleichzeitig der Kanal 108 zum Innern des Rohres 78 und das untere Ende des Roh res 64 geöffnet werden.
An Stelle des ge kröpften Endes 164 könnte auch ein Nocken an der Welle 156 angebracht sein.
Auf dem Ring 118 ist ein Rohr 170 ange bracht, das sich unter dem Boden des Behäl ters 10 nach aussen erstreckt. und bei dessen äusserem Ende ein drehbarer Handgriff 1.72 vorhanden ist., der mit, einer biegsamen Welle 17-1 verbunden ist, die an ihrem innern Ende, das im Innern des Ringes 118 liegt, eine kur belähnliche Abkröpfung 176 hat, die mit dem Auge 122 am untern Ende der Spindel 82 in Eingriff ist. Die Abkröpfung ist so gross, dass eine Drehung des Handgriffes 172 um 180 die Nadel 70 ganz unter den eingeengten Teil 68 der Bohrung 66 in der Düse 48 her unterziehen kann.
Wie oben erwähnt, sind das Rohr 78 und (las Rohr 64 mittels eines Gewindes an der Erweiterung 102 des Rohres 78 drehbar mit einander verbunden, woraus ersichtlich ist, dass der am obern Ende des Rohres 78 ange brachte Körper 62 mit den Bohrungen 84 durch Drehung des Rohres 78 entweder dem festen Düsenkörper 48 näher gebracht oder von ihm entfernt, werden kann, was eine grössere oder kleinere Höhe des Raumes 60 ergibt. Diese Drehung wird am untern Ende des Rohres 78 mittels des am Rohr angebrach ten Ringes 1.16 und des um denselben ange brachten Ringes 118 mit dem daran ange brachten Rohr 170 hervorgerufen, da letzteres in einer Ebene winkelrecht zur Achse des Rohres 78 gedreht werden kann.
Zur Begren zung der Drehung sind an der Unterseite des Bodens des Behälters 10 zwei Anschläge 178 vorgesehen, von denen auf der Zeichnung nur ein einziger dargestellt ist. Wenn z. B. das t tewinde am Teil 102 ein Rechtsgewinde ist, bewirkt eine Drehung des Rohres 170 gegen die Uhrzeigerrichtung von oben gesehen eine Reduktion der Höhe des Raumes 60.
Der ge zeigte Anschlag 178 ist so angebracht, dass er die Drehung des Rohres 170 und dadurch auch die Höhe des Raumes 60 bei einer sol- chen Einschraubung des Rohres 78 in Rich tung nach oben im Rohr 64 begrenzt, so dass dauernd ein Durchgang durch die Kanäle 84 des Körpers 62 und den Raum 60 nach den Vergasungskanälen 44, 46 gesichert ist. Eine Drehung des Rohres 170 in Uhrzeigerrichtung - auch von oben gesehen - bewirkt eine ent sprechende Vergrösserung der Höhe des Raumes 60, indem das Rohr 78 aus dem Rohr 64 ausgeschraubt wird.
Zweckmässig ist die Steigung des Gewindes des Teils 102 so gross, da.ss eine Drehung des Rohres 78 von etwa 120 , das heisst eine Verschiebung des Hand griffes 172 zwischen zwei Füssen des Behäl ters 10, eine Änderung der Höhe des Raumes 60 innerhalb der zur Regulierung des Appa rates erforderlichen Grenzen ermöglicht.. Die nähere Erläuterung folgt.
Schliesslich sei bemerkt, dass unmittelbar unter den Vergasungskanälen 44, 46 und der Düse 48 eine Schale<B>180</B> angebracht ist.
Diese Schale darf mit der gewöhnlich an Petroleumkochern unter den Vergasungskanä len angebrachten Schale nicht verwechselt werden, die der Erwärmung des Vergasers mittels einer Spritflamme dient, die von Sprit herrührt, der in die Sehale gegossen und an gezündet wird, indem sowohl der Ort der An- bringling als auch die Wirkung der Schale 180 grundsätzlich von dem bereits Bekannten abweicht.
Bei dem vorliegenden Apparat darf nämlich die Schale nicht so weit unten wie bisher unter dein Vergaser liegen, sondern sie muss oben in demselben möglichst. nahe der Düse 48 angebracht sein, was nachstehend in Verbindung mit der Wirkungsweise des Ap parates noch näher erläutert werden wird.
Der oben beschriebene Apparat funk tioniert auf folgende Weise: Der Handgriff 168 wird so gestellt, dass das abgekröpfte Ende 164 der Welle 156 die Rohrstücke 134 und 140 abwärts gegen die Wirkung der Feder 152 verschiebt, wobei idie Abkröpfung 164 mit dem Flansch 138 zu sammenwirkt. Die Feder 150 schiebt hier durch die Flanschmuffe 146, 148 mit der darin liegenden Dichtung 144 relativ auf- wärts im Rohrstück 140 zum Anschlag gegen den Flansch 142.
Die Abkröpfrmg 164 ist so ausgebildet und bezüglich der Stellung des Handgriffes 168 so angeordnet, dass man durch die von ihr bewirkte Abwärtsverschie- bung der Rohrstücke 134, 140 sowohl den Kanal 108 zum Innern des Rohres 178 als auch das untere Ende des Rohres 64 zum Behälter 10 öffnet. Der Handgriff 172, auf welchem zweckmässig ein Indikationszeichen, z.
B. ein Pfeil, angebracht ist, befindet :sieh in der in Fig.1 gezeigten Stellung, wo die Spin del 82 mit der Nadel 70 die in Fig. 3 angege bene Lage einnimmt und die Nadel 70 die äussere enge Bohrung 68 der Düse 48 sperrt.
Bei dieser Stellung der verschiedenen Teile wird mittels der Pumpe 30 Luft. in den Behälter 10 eingepumpt, so dass über der Oberfläche der Flüssigkeit im gewölbten Teil 28 ein Überdruck entsteht. Derselbe bewirkt, dass Druckluft in den ringförmigen Kanal 88 und von dort weiter durch die Bohrungen 84 zum Raum 60 in die Vergasungskanäle 46, 44, 43, 42, 40 und 38 und in den Flüssigkeits behälter 36 strömt. Anderseits wird die Flüs sigkeit durch den Kanal. 108 in das Innere des Rohres 78 gepresst.
Nach genügendem Aufpumpen des Appa rates, das heisst in der Praxis bis zu einem Luftüberdruck von r/3 bis i/2 Atm., wird der Handgriff 172 so weit gedreht, bis der Indi- katorpfeil zeigt, dass die kurbelähnliche Ab kröpfung 176 auf der biegsamen Welle 174 die Spindel 82 mit. der Nadel 70 zum Öffnen der äussern engen Bohrung 68 der Düse 48 abwärtsgezogen hat., und gleichzeitig wird der Apparat angezündet.
Beim Öffnen der engen Bohrung 68 unter dem oben beschriebenen Luft- und Flüssigkeitsdruck steigt die Flüs sigkeit durch das Innere des Rohres 78 hinaus zur Düse 48, und gleichzeitig tritt. die Luft mit hoher Geschwindigkeit. durch, den ring förmigen Raum 88, die Kanäle 84 und den Raum 60 hindurch und begegnet am obern Ende des Körpers 62 der Flüssigkeit., mit wel cher sie zusammen durch den Ausströmungs- kanal 66, 68 der Düse 48 strömt, wodurch die Flüssigkeit fein zerstäubt wird.
Die Dimen- sionen des Raumes 60 und der Durchmesser und. die Länge der Ausströrnun@gaöffnung 68 in Verbindung mit dem eingeengten Teil 73 des Flüssigkeitskanals sind so bemessen, dal während des Zerstäubungsvor,#-an#",es auf der Seitenwand des Kanals 66 und auf .der Ober fläche der Nadel 70 ein Häutchen aus Petro leum sich bilden kann, wobei die durchströ mende Luft von der Oberfläche des Flüssig- keitshäutchens in mikroskopisch feinen Par tikelchen Flüssigkeit, losreisst,
die wie ein Dampf - mit der Luft vermischt - mit. hoher Geschwindigkeit durch die Düse ausge spritzt wird und mit einer stark heizenden Flamme verbrennt. Die Flamme trifft die oberhalb der Düse liegenden Wandungsteile der Vergasungskanäle und erhitzt diese Teile mit Hinblick auf den kommenden Betriebs zustand stark. Da die V ergasungshanäle im Moment der Zündung der Zerstäubungs- flamme kalt sind, ist es unvermeidlich, dass zu Anfang ein wenig Petroleumdampf aussen an den Vergasungsrohren kondensiert und an denselben herunterläuft..
Zum Auffangen des so kondensierten Petroleums dient. aber die Schale 180, die nur zur Aufnahme von 1 bis 2 cma dimensioniert zu sein braucht. Nach kurzer Zeit - z. B. nach nicht. mehr als 15 bis 20 Sekunden - hört diese Kondensation auf, weil die oberhalb der Düse 48 liegenden Teile des Vergasers genügend warm geworden sind. Die Saugwirkung der Düse bewirkt, dass längs der Oberfläche de in der Schale 180 aufgefangenen Petroleums eine Luftströmung erzeugt und letzteres von der Zerstä1-zbrings- flamme her angezündet. wird.
Die entspre chende Flamme trägt noch zur Verkürzum: der Zeit bei, welche die Erwärmung des Ver gasers in Ansprtreh nimmt. Zur Erzielung der hierfür erforderlichen Saugwirkung ist es not wendig, dass der Abstand von der Düse bis zur Sehale möglichst, klein ist..
Das Petroleum in der Schale brennt. mit einer nicht leuelr- tenden Flamme, die zur wirksamen Erwär mung desjenigen Wandungsteils der Ver gaserkanäle beiträgt., der nicht unter der direkten Einwirkung der Zerstänberflamme liegt.
Es hat sich in der Praxis an einem Beispiel erwiesen, dass die Temperatur des Vergasers den zum normalen Betriebszustand erforderlichen Wert erreicht hat, wenn die beim Kondensieren gebildete, in der Schale 180 :iuf < ,efeingene Petroleummenge fast, aus gebrannt ist, und eine Beobachtung der Schale kann daher als Merkmal dafür dienen, wann der Apparat, auf den normalen Be- triebszustand umgestellt werden kann, was in. der Praxis z. B. nach 40 bis 50 Sekunden geschehen kann - im Gegensatz zu den bis her bekannten Apparaten, wo eine genügende Erwärmung \? bis 3 Minuten in Anspruch nimmt.
Die Umstellun,- von dem, beschriebenen Vorwärnumgszustand zum Betriebszustand gescliielit durch Drehung des Handgriffes 168, so dass die Welle 156 mit dein abgekröpf- teii Teil 161 den Flansch 138 freigibt, wo durch die Rohrstücke 131 und 1.10 unter Einwirkung der Feder<B>152</B> nach oben verscho ben werden. Die Dichtung 13? sperrt den Kanal 108 und dadurch die Flüssigkeitszu fuhr zum Innern des Rohres 78,
während gleielizeitig die etwas schwächere Feder 150 die 31uffe 116, 14\8' mit der Dichtung 141 gegen das untere Ende des Rohres 64 presst und dieses abgeschlossen. wird. Nun wirkt die Druckluft im gewölbten Teil<B>28</B> des Behälters 10 lediglich in dein Sinne auf das Petroleum, dass dieses durch das Steigrohr 31, den Be hälter 36 und die Vergasungskanäle, die nun mehr genügend erwärmt worden sind, gepresst wird, um zu bewirken, dass der Apparat wie ein gewöhnlicher Petroleumkoelier arbeiten kann.
Es hat sich erwiesen, dass eine Umstellung des Handgriffes 168 unmittelbar vor dem Ausbrennen des restlichen Petroleums in der Schale 180 einen völlig gleichmässigen C'ber- gang zum normalen Betriebszustand ergibt, indem der restliche Teil der Flamme von der Sehale 1.80 als Zündflamme des nunmehr in den Vergaserkanälen erzeugten, aus der Düsenöffnum;
, 68 austretenden Petroleum- dampfes wirkt, inid Prüflingen haben grzeirt, class der bei der VOpwäi-nl.llilg und der Zer-. stüubnn@, allgewandte 1,nftiibei#di#uel> sich so stark durch die Vergaserkanäle in den te- h.ä.lter 36 herab fortpflanzt, dass die Flüssig keit.
während der Vorwärmung nicht höher als ungefähr zur Mitte desselben kommt. Ander seits bewirkt die Umstellung zum Betriebs zustand mit der plötzlichen Sperrung des Rohres 61 und des Rohres 78, dass das Petro leum tatsächlich ;sofort in die Vergaserkanäle gelangt und dort in Dampfform übergeführt wird.
Mit Bezug auf die Stellung des Handgrif fes<B>172</B> und somit. die Stellung des Rohres 170, das heisst die Höhe des Raumes 60 unter den oben beschriebenen Umständen, sei be merkt, dass der Handgriff 172 im Moment der Zündung der Vorwärmerflamme vorzugs weise möglichst weit gegen die Uhrzeigerrich tung, das heisst his zum gezeigten Anschlag 178, gedreht werden soll, was der kleinsten Höhe des Raumes 60 entspricht,
das heisst der kleinsten Luftmenge im Verhältnis zu der durch das Innere des Rohres 78 ausströmen den Flüssigkeitsmenge. Hierdurch wird näm lich das Gemisch für die Vorwärmerflamme iin Zündungsmoment am flüssigkeitsreichsten und somit am leichtesten zündbar. Sobald die Flamme angezündet ist und wenige Sekunden gebrannt hat, kann man durch Drehung des Handgriffes 172 in Uhrzeigerrichtung und somit durch Vergrösserung der Höhe des Raumes 60 und also auch der Luftzufuhr ein etwas weniger flüssigkeitsreiches Gemisch und eine Flamme von höherer Temperatur erzeugen.
Nach der Umstellung zum Betriebszustand bewirkt. eine Bewegung des Handgriffes 172 in horizontaler Richtung eine grössere oder kleinere Öffnung des Raumes 60 zwischen den Ver-aserkanälen 44 tuend 46 und der Düse 48, so dass man während des Betriebszustan des mit derselben Bewegung des Handgriffes 17?, die während der V orwärmung zum Regu lieren des Verhältnisses zwischen zugeleiteter Flüssigkeit und Luft und dadurch der Tem peratur der Flamme dient, ein einfaches und wirksames Mittel zum Regulieren der Grösse der Flamme hat,
Glas heisst man kann den Ap parat irider Praxis sehr fein regulieren, fast. in gleicher Weise wie einen gewöhnlichen Gaskocher.
Diejenige Dimension, innerhalb welcher der Austrittsquerschnitt aus dem Raum 60 reguliert werden soll, soll von dem Durch strömungsquerschnitt des ringförmigen Rau mes 88 herab bis zu Bruchteilen desselben liegen. Dabei soll fortwährend eine so grosse Luftdurchströmung im Verhältnis zu der bei dem angewandten Überdruck hergestellten Flüssigkeitsausströmung durch die Düsenöff nung 68 ermöglicht sein, dass eine für die Zündung hinreichende Zerstäubung erzielt werden kann.
Die Grösse der Flamme während des Be triebszustandes kann ausser durch eine hori zontale Bewegung des Handgriffes 172, also durch eine Variierung der Höhe des Raumes 60, auch zugleich durch eine Drehung des Handgriffes 172 innerhalb enger Grenzen reguliert werden, wobei das obere Ende der Nadel 70 in der Nähe derjenigen Stellung ist, in welcher sie in den engen Ausströmungs- kanal 68 empordringt und diesen absperrt.
Die normale Aufgabe der Nadel 70 im Kocher ist, auf an sich bekannter Weise als Reini gungsnadel zu wirken; aber in der beschrie benen Konstruktion kann die Nadel zugleich als Regulator der Flammengrösse während des Betriebszustandes und ferner als Ver- schluss wirken, teils während des Aufpumpens des Kochers vor der Zündung - wie es oben beschrieben wurde - teils zur Verhinderung des Ausstosses von Petroleumdämpfen vom Vergaser während des Löschens.
Das Löschen geht in der Weise vor sich, dass der Hand griff 172 zunächst so gedreht wird, dass die Nadel 70 in die Düsenöffnung 68 eindringt und dieselbe verschliesst, wonach der Bedie nungshandgriff 168 zur Startstellung umge stellt wird, so dass das Flüssigkeitsrohr 78 und das Luftrohr 64 geöffnet werden. Hierdurch dringt die Luft durch das Luft rohr 64 empor und in die Vergaser kanäle 46, 44, 43, 42, 40 und 38 hinein und drängt das Petroleum dhzrch den Behäl ter 36 in den Behälter 10 zurück. Damit wird auch etwaiges in den Vergaserkanälen vorhandenes vergastes Petroleum kondensiert..
Etwaige in den Vergaserkanälen übrigblei- s bende Tröpfchen werden, wenn die Luft nach der Ausführung der vorher geschilderten Ope rationen durch Lockern der Schraube ?? aus gelassen wird, durch das Flüssigkeitsrohr 78 in den Behälter 10 herablaufen. Hierdurch ; wird erstens vermieden, dass der Kocher nach dem Löschen russt, und zweitens befinden sich die verschiedenen Bedienungshandgriffe nach diesen Operationen in der zum Start des Kochers richtigen Stellung.
Eine abgeänderte Ausführungsform ist in Fig. 7 bis 12 in Form einer Petroleumlampe gezeigt. Dieselbe hat wie der Kocher einen Be hälter 10 mit, einem Einfüllstutzen 1.6 für das Petroleum sowie eine am Einfüllstutzen ange brachte Verschlusskappe 18 mit zugehörender Verschlussschraube 20, ?? sowie eine Pumpe, deren Handgriff hier gezeigt und durch 182 bezeichnet ist. Statt Träger zur Unterstützung eines Kochtopfes hat der Behälter 10 der Lampe oben einen Zylinder 18.1, der zuoberst einen Flansch 186 aufweist.
Am Umfangsteil des Flansches sind an diametral gegenüber liegenden Stellen vertikale Stangen 188 und 1.90 angebracht, welche oben an einem ring förmigen Teil 192 befestigt sind, auf welchem eine Haube 1.94 angebracht ist. Die obern Teile der Stangen 188 und 190 haben unmit telbar unter den Anschlusspunkten mit dem Ring 192 auswärtsgerichtete Ausbiegungell 196 und 198, worin Augen 200 und 202 eines bügelförmigen Handgmiffes <B>205</B> eingreifen, an dem man die ganze Lampe tragen kann.
Während das Flüssigkeitssteigrohr 34 in Fig. 1 in einen Behälter 36, der um das Rohr 64 herum liegt, einmündet, ist dies bei der Lampe nicht der Fall, indem das Flüssigkeits steigrohr hier nach oben in ein Rohr 206 ver längert ist, das parallel zum Rohr 64 ausser halb demselben liegt.
Etwas unterhalb dem obern Ende des Rohres 64, wo dasselbe die Düse 48 trägt, geht das Rohr 206 in ein schraubengangförmigesVergaserrohr 208 über, das im obern Teil der Lampe liegt und dessen von dem Rohr 206 entfernter liegendes Ende oben in das Rohr 64 mündet - entsprechend (-lein einen der Vergaserkanäle 44 oder 46 der Fig. 1.
Etwas über der Düse ist ein [J-föriniges Rohr 2l_0 angebracht, dessen einer offener Zweig koaxial zum Rohr 64 angeordnet ist und dessen zweiter abwärtsgekehrter Zweig in der vertikalen Mittelachse der Lampe liegt und unten den Lampenteil. 212 mit zugehöri- geni Glühnetz 214 trägt.
Diese Teile sind im Innern des vom Vergaserrohr 208 gebildeten Ringes angebracht, so dass letzteres während des Betriebszustandes genügend warm gehal tert wird, um zu bewirken, dass das durch das Rolir 206 emporsteigende Petroleum in dem Rohr 208 verdampfen kann. Zum Schutz gegen Berühren der während des Betriebes der Lampe glühenden Teile sowie zur Erzie lung einer genügend hohen Temperatur im Innern der Lampe während des Betriebes ist zwischen dem Flansch 1.86 und dem Ring 192 ein Glasrohr 216 vorgesehen.
Das obere Ende der Düsenanordnung in der in Fi-. 7 bis 12 gezeigten Ausführungs form weicht von der in Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsform ab, indem die Düse 48 statt Bohrungen 72 zu haben, welche Spezial werkzeuge zum Einschrauben in das obere Ende 58 des Rohres 64 erfordern - an. dem nielit mit Gewinde versehenen Teil seeliseclhig ist (Fig. 9) und einen so viel kleineren Durch messer als die innere Lichtung des Rohres 64 hat, dass die Düse 48 mittels eines gewöhn liehen Steckschlüssels emporgesehraubt wer den kann.
Auch der ganz oben am Rohr 78 angebrachte Körper 218 unterscheidet sich von (ler Anordnung der Fig. 1. Nach Fig. 8 ist in den obern Teil des Rohres 78 ein Kör per 218 eingeseliraubt, welcher zur Ermög lichung einer konzentrischen Lage des Rohres 78 im Rohr 64 oben einen erweiterten Teil 220 hat., worin Kanäle 222 zum Durchgang der Luft vom ringförmigen Raum 88 zum Raum 60 zwischen dein obern Ende des Körpers \?18 und dem untern Ende des Körpers 48 einge fräst sind.
In gleicher Weise wie in Fig. 1 bis 5 endet das Rohr 64 unten im Behälter 10 über dem höelistein Flüssigkeitsstand in demselben.
Gemäss Fig. 7 ist das Rohr 64 durch ein Muffenstück 224 geführt, in welchem es gegen Längsverschiebung gesichert ist und an dem es gleichzeitig auf dieselbe Weise wie das Schraubstück 89 der Fig. 1 luftdicht befestigt ist, vorwiegend mittels Verlötung. Die Muffe 224 hat unten einen äussern Flansch 226, der etwas innerhalb seines Umfanges einen zylin drischen, abwärtsgerichteten Teil 228 trägt.
Dieser Teil bildet die Führung einer Feder 230, die mit ihrem obern Ende gegen die an den zv lindrischen Teil 128 anschliessende Brust am Flansch 226 anliegt.
Zum Verschliessen des untern Endes des Rohres 64 ist wie in Fig. 3 eine Dichtung 144 an einer verschiebbaren Muffe 146, 148 ange bracht. Diese Muffe ist in einem Rohrstück 232 angeordnet, das unten einen Flansch 234 bildet., welcher an der einen Seite eine Ver längerung 236 aufweist, worin eine Bohrung 238 vorgesehen ist, durch welche das Steig rohr 34 verläuft. Eine im Innern des Rohr stückes 232 angebrachte Feder 240 presst die Dichtung l.44 gegen einen am obern Ende des Rohrstückes angebrachten Flansch 244, der wie der Flansch 142 in Fig. 1 eine Bohrung hat, deren Durchmesser ein wenig grösser ist als der Aussendurchmesser des Rohres 64.
Unter dem Flansch 234 ist ein Rohrstück 246 um das Rohr 78 angebracht. An dem untern Ende hat das Rohrstück 246, das koaxial mit dem Rohr 78 angebracht, gegen über diesem drehbar und durch den Flansch 236, dessen Bohrung 238 das Steigrohr 34 um schliesst, gegen Drehung gesichert ist, an der einen Seite eine Aussparung 248 (Fig. 11). Die Seitenwände 250 dieser Aussparung ver laufen schräg. Unter dem Rohrstück 246 ist auf dem Rohr 78 ein Ring 254 fest angebracht, der an seiner obern Stirnseite eine empor stehende Partie 256 trägt,von deren Oberseite eine Bohrung 258 zum Innern des Rohres 78 führt.
Die Höhe der Partie 256 ist um so viel geringer als die Tiefe der Aussparung 248, dass - wenn die Teile die Stellung der Fig. 7 und 11 einnehmen, wo die erhöhte Partie 256 maximal in der Aussparung liegt - ein freier Zugang zum Innern des Rohres 78 durch den Kanal 258 gegeben ist.
Analog wie nach der Fig. 1 am untern Ende des Rohres 78 ein Ring angebracht ist, mittels dessen das Rohr 78 im Innern des Rohres 64 durch eine horizontale Bewegung des Handgriffes 172 gedreht werden kann, ist auch gemäss Fig. 7 an dem unter dem Be hälter 10 liegenden Ende des Rohres 78 ein Ring 260 angebracht, der das Rohr 170 mit der in seinem Innern befindlichen, mit dem Handgriff 172 verbundenen drehbaren Welle trägt, deren innerer gekröpfter Teil gleich wie in Fig. 1 mit dem Auge 122 am untern Ende der Spindel 82 verbunden ist.
Zwischen dem Rohrstück 246 und dem Ring 254 ist unten an demjenigen Teil des Rohrstückes 246, der nicht ausgespart ist, eine Dichtung 262 angebracht.
Während bei der Anordnung nach Fig. 1 bis 6 ein besonderer Umstellungshandgriff 168 zum Umstellen des Apparates vom Vorwär- mungszustand zum Betriebszustand erforder lich war, wird in der Anordnung gemäss Fig. 7 bis 11 diese Umstellung allein mittels des Handgriffes<B>172</B> ermöglicht, indem die Lampe auf folgende Weise wirkt: Vor dem Anzünden der Lampe wird der Handgriff 172 mit dem daran angebrachten Indikationszeichen so um seine eigene Achse gedreht, dass die Nadel 70 die Düse 48 ab sperrt.
Ferner wird der Handgriff 172 in horizontaler Richtung so verschoben, dass die Erhöhung 256 am Ring 254 maximal in der Aussparung 248 am untern Ende des Rohr stückes 246 liegt. Damit ist sowohl der Zugang für die Flüssigkeit durch den Kanal 258 zum Innern des Rohres 78 als auch der Zugang für die Luft in das untere Ende des Rohres 64 frei, indem die Feder 230, die mit ihrem untern Ende gegen den Flansch 234 anliegt, die Rohrstücke 232 und 246 nach unten presst.
Bei dieser Stellung der Teile im Verhältnis zueinander wird der Apparat aufgepumpt, und wenn der Luftdruck einen angemessenen Wert erreicht hat, wird der Handgriff 172 tun seine Achse gedreht, bis der Indikatorpfeil zeigt, dass die Nadel 70 herabgezogen ist, und gleichzeitig wird der Apparat an der Düse 48 angezündet, durch welche - wie in Ver- bindung mit Fig. 1 beschrieben - feinzer stäubtes Petroleum ausgespritzt wird, das mit einer stark heizenden Vorwärmungsflamme verbrennt. Diese Flamme steigt durch das U-Rohr 210 empor und durch den Lampen teil 212, 214 herunter und erwärmt dadurch das Glühnetz 21.4 der Lampe,
von welchem ans sich die Hitze in dem innern geschlossenen Raum innerhalb des Glaszylinders 216 nach dem Vergaserrohr 208 fortpflanzt. Indem die Rohre 78 und 64 in gleicher Weise wie in Fig. 3 miteinander mittels Gewinde an dem erweiterten Teil 102 miteinander verbunden sind, kann man auch bei der in Fig. 7 be schriebenen Ausführungsform eine Regulie rung der Luftzufuhr während des Zerstäu- bungsvorganges vornehmen. Die Aussparung 248 am untern Ende des Rohrstückes 246 ist.
so angeordnet, dass der erhöhte Teil 256 am Ring 254 maximal in der Aussparung liegt, wenn der Handgriff 172 soweit. wie möglich gegen die Uhrzeigerrichtung von oben gesehen gedreht ist, entsprechend der kleinsten zu lässigen Höhe des Raumes 60, wodurch die zerstäubte Mischung im Zündmoment - wie bei dem Kocher - am fettesten geworden ist.
Die schrägen Flächen 250, die die Aussparung 248 begrenzen, sind zusammen mit der Form des erhöhten Teils 256 so bemessen, dass eine Drehung des Ringes 254 und damit auch des Rohres 78 gegenüber dem Rohrstück 246 im Freigang gestattet wird, ohne dass dieses zum Verschliessen des untern Endes des Rohres 64 gehoben wird, wodurch in entsprechender Weise wie in Fig. 1 bis 6 mittels einer hori zontalen Bewegung des Handgriffes 172 eine Regulierung der Luftzufuhr während der Zer- stäubung zur Erzeugung eines magereren Ge misches und einer Flamme von höherer Tem peratur vorgenommen werden kann.
Nachdem die Lampe eine kleine Weile, z. B. 3/.4 bis 1 Minute, mit der Zerstäuber flamme gebrannt hat, wird sie zum Betriebs zustand umgestellt, was dadurch geschieht, dass der Handgriff 172 in der Uhrzeigerrich tung weitergedreht wird. Hierdurch hebt der erhöhte Teil 256 das Rohrstück 246, wodurch die Dichtung 144 unter der Einwirkung der Feder 240 gegen das untere Ende des Rohres 64 gepresst wird und dasselbe sperrt. Gleich zeitig wird der Kanal 258 gesperrt, weil sein oberes Ende unter der ganz unten am Rohr stück 246 angebrachten Dichtung 262 zu liegen kommt. Hierdurch wird der Apparat plötzlich umgestellt, und der einzige Zugang der Flüs sigkeit ist nunmehr dureh das Steigrohr 34 und das Rohr 206 zum Vergaser 208 und von dort hinaus durch die Düse 48 gegeben.
Da die Umstellung zu einem Zeitpunkt erfolgt, wo der Vergaser auf eine so hohe Temperatur erwärmt worden ist, dass das Petroleum in Dampf (Gas) verwandelt wird, vollzieht sich der weitere Betrieb ganz wie bei einer übli chen Petroleumlampe.
Zum Regulieren der Stärke der Flamme kann man eine Drehung des Handgriffes 172 um seine eigene Achse innerhalb der engen Grenzen vornehmen, die mittels der Nadel 70 eine grössere oder kleinere Sperrung des untern Endes des engen Ausströmungskanals 68 ergeben.
Während der Kocher nach Fig. 1 bis 6 mit Füssen versehen ist, ruht die Lampe nach der Fig. 7 auf einem unter dem Behälter 10 angebrachten Ring 270, durch welchen das Rohr 170 sieh hinaus erstreckt, wobei die Be wegung des Rohres von einem waagerechten Spalt 272 in dem Ring 270 begrenzt wird.
Bei der oben beschriebenen Ausführungs form ist die Drehung des Rohres 170 zwischen den beiden Stellungen begrenzt, in denen die untern Enden der Rohrstücke 64 und 78 ganz offen oder ganz gesperrt sind, und die Regu lierung während des Betriebszustandes erfolgt nur mittels der Nadel 70.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung zu ersehen, enthalten die beschriebenen Appa rate folgende Merkmale: Der mit Flüssigkeits- zerstäubung arbeitende Vorwärmer ist so mit der Brennerdüse kombiniert, dass die zum Zer stäuben erforderliche Luft zugleich Gelegen heit hat, durch die Vergaserkanäle, die sonst durch das Flüssigkeitssteigrohr strömende Flüssigkeit zurückzuhalten bis zu dem Zeit punkt, wo die Zerstäuberflamme die Vergaser kanäIe erwärmt hat und der Apparat umge- stellt wird.
Für den Betrieb der Apparate mit einem Zerstäuber, der zum Aussenden einer Flamme von einer zerstäubten brennbaren Flüssigkeit dient, entscheidend ist es ferner, das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und Luft zur Erzielung eines fetten Gemisches für die Zündflamme und späterer Regulierung eines Gemisches, das magerer ist und eine höhere Flammentemperatur ergibt, einstellen zu kön nen.
Dieses Problem ist auf einfache und wirk same Weise in den beschriebenen Konstruk tionen durch die Möglichkeit einer Änderung der Höhe des Raumes 60 gelöst. Dieser Um stand ist von sehr grosser Bedeutung, weil eine Bewerkstelligung des Zerstäubungsvorganges in der beschriebenen Weise durch das Gleich gewichthalten der Luft und der Flüssigkeit im Verhältnis zueinander, wobei die mit hoher Geschwindigkeit durchströmende Luft feine Flüssigkeitspartikelchen von der Oberfläche der als ein Häutchen im Innern des Kanals 66 liegenden Flüssigkeit losreisst,
ein ganz spezielles Verhältnis zwischen den Dimensionen der Flüssigkeits- und der Luftkanäle zur Er zielung der theoretisch möglichst feinen Zer- stäubung erfordert.
Bei den bisher bekannten derartigen Zerstäubungsanordnungen musste man im voraus theoretisch die Dimensionen der Kanäle berechnen und die Düse mit grosser Präzision ausführen, um ein bestimmtes Quan tum zerstäubter Flüssigkeit je Leiteinheit zur Erzielung einer stabilen, nicht russendien Flam me zu erhalten, weil selbst. kleinere Abweichun gen in den Dimensionen der Kanäle eine in der Praxis unbrauchbare Zerstäubung er geben.
Wenn man aber in der beschriebenen Weise eine Variation der Höhe des Luft raumes 60 ermöglicht, wird die Kanaldimen- sionierung weit weniger kritisch, da man durch eine Änderung der Höhe des Luftrau mes 60 denselben immer in ein derartiges Ver hältnis zur Dimension des Flüssigkeitskanals einstellen kann, dass die bestmögliche Vorwär- mungsflamme erzeugt wird.
Es mag in diesem Zusammenhang erwähnt werden, da.ss die Begrenzungen der Bewegung der äussern Reguliermittel, und zwar die hori- zontale Drehung des Handgriffes 172, so ein gerichtet sind, dass der Luftraum 60 nicht ganz gesperrt werden kann, das heisst, dass die Körper 62 und 48 hzw. 220 und 48 nicht ganz zusammengeschraubt werden können, was besonders vorteilhaft ist, weil hierdurch keine Möglichkeit einer mechanischen Beschä digung der relativ kleinen Teile im Innern des Apparates gegeben wird.
In diesem Zu sammenhang sei weiterhin bemerkt, dass viele Teile der beschriebenen Apparate sehr ein fache Teile sind, die als gedrehte Teile in Massenherstellung erzeugt werden können, wie auch die Ausbildung der fraglichen Teile derart ist, dass dieselben ohne weiteres inein- andergeschraubt werden können. Diese Teile werden selbstredend mit einer passenden Toleranz hergestellt, In diesem Zusammen hang ist das ganze konzentrische Arrange ment des obern Teils des Zerstäubers beson ders bedeutungsvoll.
Es ist zrr verstehen, da.ss die konstruktiven Einzelheiten des beschriebenen Kochers und der beschriebenen Lampe in bezug auf die bei derartigen Apparaten gewöhnlich angewand ten Konstruktionen verschiedentlich inner halb des Rahmens der Erfindung abgeändert werden können und dass sie nicht auf die Ausführungsformen der Zeichnung beschränkt sind.