Schwenkbare, in einer Wandnische untergebrachte Treppe. Insbesondere in Siedlungshäusern wird häufig auf eine fest. eingebaute, zum Boden führende Treppe verzichtet, um den verfüg baren Raum soweit als möglich als Wohnraum auszunutzen. Um auf den Dachboden zu kom men, werden dann in der Regel Leitern be nutzt., die an eine verschliessbare Bodenluke angelegt werden.
Es ist auch bereits eine Bo dentreppe vorgeschlagen worden, die in einer Wandnische untergebracht ist und durch Schwenken um den Treppenfuss in die Ge brauchslage gebracht wird. Diese und ähnliche Treppen sind insofern nicht. viel besser als gewöhnliche Leitern, als ihre Begehung ebenso unsicher ist, weshalb sie von ängstlichen und älteren Personen gar nicht oder nur ungern benutzt werden und für Kinder eine Gefahr bilden.
Die Erfindung betrifft nun eine schwenk bare, in einer Wandnische untergebrachte Treppe, die sicher und gefahrlos zu benutzen ist. Die nach der Er findung ausgebildete Treppe ist dadurch gekennzeichnet, dass sie mit der Stufenseite nach vorn in der Wandnische an geordnet, an ihrem obern, längsbeweglich ge lagerten Ende schwenkbar und an ihrem mit Rollen versehenen Treppenfuss ausfahrbar ist. Die Stufenseite kann vorzugsweise mit zwei seitlich angelenkten Klappen ausgestattet sein, welche die Treppe in der Wandnische verklei den und in der Gebrauchslage als Geländer dienen.
Bei einer bevorzugten Ausführungs form sind die beiden Klappen zusammenklapp bar ausgebildet, wobei die Innenteile an ihren Längskanten durch geeignete Mittel an Quer stangen oder -schienen der Treppe geführt sein können.
Die für die Treppe notwendige Boden klappe kann bei einfacher Ausführung von Hand bedient oder auch so ausgeführt werden, . dass sie in an sieh bekannter Weise durch die Bedienung der Treppe sich selbsttätig öffnet und schliesst. Bei der Treppe nach der Erfin dung kann dies in der Weise geschehen, dass das obere Ende der Treppe durch über Rollen . laufende Seilzüge mit. einer in der Einsteig luke gegenüber der Treppe schwenkbaren Bodenklappe verbunden ist. Die Bodenklappe wird zweckmässig als Doppelklappe ausge führt, und die beiden Einzelklappen können durch gelenkig befestigte Streben miteinander gekoppelt werden.
Die Klappen werden ferner mit Vorteil durch eine oder mehrere Zug- oder .Druckfedern verbunden, die von der Schwenk achse der obern bzw. der untern Klappe aus an der andern Klappe angreifen und beim Öffnen der Bodenklappe unterstützend und beim Schliessen bremsend wirken.
Die nach der Erfindung ausgebildete Treppe kann mit einer Hand bedient werden, was von besonderem Vorteil ist, wenn die an dere Hand nicht frei ist.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeich nungen an zwei Ausführungsbeispielen dar gestellt.
Fig. 1 bis 4 zeigen eine einfache Ausfüh rung der Treppe mit einer getrennt zu bedie nenden Bodenklappe. Fig.1 zeigt die verkleidete Treppe in der Wandnische in einer Schrägansicht.
Fig. 2 stellt die Treppe in der Gebrauchs lage in einer Schrägansicht dar.
Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab den obern Teil der in der Wandnische befind lichen Treppe in Vorderansicht.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht nach der Schnittlinie A-B in Fig. 3.
Fig. 5 zeigt die Seitenansicht einer verbes serten Ausführung der Treppe mit einer durch die Bedienung der Treppe betätigten Bodenklappe, in einem senkrechten Schnitt.
Fig. 6 zeigt einen waagrechten Schnitt durch die Treppe.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 ragt die in der Wandnische befindliche Treppe 1 mit ihrem obern Ende durch eine Bodenluke und ist seitlich in den Führungsrollen 2 gelagert, die mit den in der Bodenluke befestigten Stützen 3 verbun den sind. Beim Ausschwenken der Treppe gleiten die Führungsrollen 2 in den an den Seiten der Treppe in deren Längsrichtung befestigten Führungsschienen 4. Die durch die Führungsschienen 4 gebildeten Gleit- schlitze sind oben durch die Anschlagwinkel 5 abgeschlossen, die die Auflager für die aus geschwenkte Treppe bilden. Der Treppenfuss gleitet beim Ausschwenken mittels der seit= lieh angebrachten Rollen 6 auf dem Fussboden.
An den Längsseiten der Treppe sind die Klappen 7 gelenkig befestigt, welche die in die Wandnische eingeschwenkte Treppe ab decken und dadurch unsichtbar machen. In der Gebrauchslage der Treppe dienen die Klappen 7 als Geländer. Die Bodenluke trägt die Bodenklappen 8, die vor dem Ausschwen ken der Treppe geöffnet und nach dem Ein schwenken mittels des Verschlusses 9 ge schlossen werden. Die Bodenklappen 8 können, wie Fig.2 und 3 erkennen lassen, durch Schwenken nach unten geöffnet werden, da die Treppe in eingeschwenkter Stellung in folge Unterbringung in der Nische 11 sieh ausserhalb des von den Klappen 8 bestriche nen Raumes befinden. Um das Herabsteigen zu erleichtern, ist auf dem Boden das Gelän- der 10 vorgesehen.
Die Klappen 7 der Treppe können ähnlich wie Fensterflügel in der auf geklappten Lage gesichert werden.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Treppe unterscheidet sich von der des vorigen Bei spiels dadurch, dass die Einführungsrollen 3 unter Fortfall eigener Führungsschienen un mittelbar in den seitlichen Führungsschlitzen 11 der Treppe gelagert sind. Wie Fig. 6 zeigt, sind weiterhin die zur Abdeckung der Treppe und als Geländer dienenden Seitenklappen zusammenklappbar ausgebildet. Die äussern Hälften 12 sind durch die Scharniere 13 mit den innern Hälften 14 verbunden, an deren Innenkanten die gelenkigen Hülsen 15 be festigt sind, die an den Querstangen 16 ge lagert sind.
Werden die Klappen mittels der Handgriffe 17 geöffnet, so klappen die Hälf ten 12 und 14 balgartig nach aussen zusam men, wie in der gestrichelt gezeichneten Lage dargestellt, bis die Hülsen 15 an den Seiten teilen der Treppe anstossen und die Klappen gegen senkrechten Stützdruck selbsthemmend in dieser Lage halten. Diese Ausbildung der Klappen hat den Vorteil, dass die geöffneten Klappen weniger Platz beanspruchen und da bei als Geländer eine zum Festhalten und zur Sicherung ausreichende Höhe besitzen. An den vordern Stirnflächen der Seitenteile der Treppe sind die Handgriffe 18 befestigt, die zum Aus- und Einfahren der Treppe dienen.
In Fig. 5 sind die eingefahrene Treppe und die geschlossene Bodenklappe in ausgezogenen Linien gezeichnet lind die ausgefahrene Treppe und die geöffnete Bodenklappe gestri chelt dargestellt. Die Bodenklappe besteht aus den beiden übereinanderliegenden Klap pen 19 und 20, die mittels der gelenkig be festigten Streben 21. gekoppelt sind und da durch beim Öffnen und Schliessen annähernd parallel geführt werden. Die Doppelklappe ist in der Einsteigluke gegenüber der Treppe nach oben schwenkbar und durch zwei seitlich angeordnete gleiche Seilzüge mit der Treppe verbunden.
Die Seile 22 sind vom obern Ende der Treppe über die an den beiderseitigen Ge ländern 23 befindlichen Rollen 24 und 25 zur Bodenklappe geführt. Die Seilzüge sind so angelegt., dass das zum Öffnen nötige Dreh moment in jeder Lage der Bodenklappe durch gleichmässigen Zug von der ausfahrenden Treppe aufgebracht werden kann. Die beiden Klappen sind ferner durch die von der Schwenkachse der obern Klappe aus an der untern Klappe angreifende Zugfeder 26 ver bunden, deren aufgespeieherte Zugkraft einen Teil des Drehmomentes liefert und dadurch die Treppe entlastet und das Ausfahren er leichtert. Beim Einfahren der Treppe wirkt die sich spannende Feder dem von der fal lenden Bodenklappe ausgeübten Drehmoment entgegen und bremst das Einfahren der Treppe.
Am vordern Ende der untern Klappe ist die zurückfedernde Abschlussleiste 27 an gebracht, um zu verhindern, dass die ausfah rende Treppe an der sich gerade anhebenden Bodenklappe klemmt.
Die nach der vorliegenden Beschreibung ausgebildete und angeordnete Treppe kann nicht nur als Treppe zum Dachboden, sondern bei beschränkten Raumverhältnissen ebenso gut auch als Treppe vom Erdgeschoss zum Obergeschoss, beispielsweise von der Diele aus, Verwendung finden.