Motorisch angetriebene Maschine mit einem Satz von mindestens zwei auswechselbaren, motorlosen Arbeitsgeräten, von welchen das eine als Zerkleinerungs- und das andere als Saftgewinnungsvorrichtung ausgebildet ist. Es sind bereits verschiedene, mittels eines Elektromotors oder einer Wasserturbine allge triebene Maschinen bekannt und auf dem Markt erhältlich, welche nur für eine be stimmte Arbeitsverrichtung, wie Zerkleinern, Mischen, Emulgieren, Kneten, Rühren, Saft gewinnen von Nahrungs- und CTenussmitteln,
Drogen und Chemikalien oder Waschen von Wäsche verwendbar sind und je mit einem eingebauten Elektromotor bz-%v. Wasserturbine ausgerüstet. sind. Zur meehanisehen Verrich tung verschiedener Arbeiten mussten bis jetzt ebenso viele Maschinen mit einem der jewei- lig=en Maschine 1)ezüglieh Leistung und Dreh zahl angepassten Elektromotor bzw. Wasser turbine angeschafft werden.
Die Anschaffung mehrerer solcher vollständiger Maschinen ist jedoch mit erheblichen Kosten und mit einem relativ grossen Raumbedarf zu deren Unter bringung verknüpft.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und betrifft eine mo torisch angetriebene Maschine mit einem Satz von mindestens<I>zwei</I> auswechselbaren Arbeits geräten, von welchen das eine als Zerkleine- rungs- und das andere als Saftgewinnungs- vorrichtung ausgebildet ist. Es können ausser dem noch Arbeitsgeräte zum Mischen, Emul- glieren, Kneten und Rühren von Nahrungs uni Genussmitteln, Drogen und Chemikalien, zum Geschirrabwasehen oder zum Waschen von Wäsche vorgesehen sein.
Die erfindungs- gemässe Maschine ist gekennzeichnet durch eine mit. einem Motor versehene Antriebsein heit, welche eine einzige vertikal gelagerte An triebswelle und Mittel zur Änderung der Drehzahl dieser Antriebswelle besitzt, wobei die motorlosen Arbeitsgeräte Mittel aufweisen, um sie wahlweise mit der Antriebswelle kup peln zu können, und Sicherungsmittel vorge sehen sind, damit jedes der Arbeitsgeräte nicht über die ihm zukommende höchstzulässige Drehzahl hinaus betrieben werden kann.
Fer ner weist die Saftgewinnungsvorrichtung ein Gehäuse, ein in demselben um eine vertikale Welle drehbare Raffelseheibe und einen mit der Raffelseheibe eine Baueinheit bildenden Schleuderkorb auf.
Die Antriebseinheit kann einen Elektro motor oder eine Wasserturbine enthalten. Zweckmässig bestehen die Mittel zur Ände rung der Drehzahl des Antriebsmotors, wenn als solcher ein Elektromotor dient, aus einem über mechanische Mittel betätigten Kontakt regler oder aus einem mechanischen bzw. hydraulischen Wechselgetriebe. Ferner kann die Feldwicklung des als Kollektormotor aus gebildeten Elektromotors so ausgebildet und dimensioniert sein, dass durch Änderung der Felderregung eine Hinderung der Motordreh zahl bei praktisch gleichbleibendem Dreh moment bewirkt werden kann.
Mit Vorteil wird ferner der Elektromotor so ausgebildet, dass er ohne Zuhilfenahme eines Transforma- tors bzw. eines Vorschaltwiderstandes an ver schiedene Betriebsspannungen angeschlossen werden kann. Die Antriebseinheit ist zweck mässig mit einem Wandhalter lösbar verbun den, welcher dazu bestimmt ist, an einer Wand befestigt zu werden. Der MTandhalter dient als Konsole für die Antriebseinheit. und weist zweckmässig eine Aussparung zur Aufnahme einer elektrischen Steckdose auf, in welche der Stecker des Anschlusskabels der Antriebsein heit eingeführt wird.
Nachfolgend wird an Hand der beiliegen den Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Maschine näher beschrie ben.
Fig.l zeigt die Antriebseinheit von vorn, auf dem Wandhalter als Konsole aufruhend. Fig. 2 ist eine Ansicht der Antriebseinheit von unten, ohne Wandhalter.
Fig. 3 zeigt ein als Zerkleinerungs-, Misch- und Rührvorrichtung ausgebildetes motorloses Arbeitsgerät im Schnitt.
Fig.4 ist ein Axialschnitt durch ein als Frucht- und Gemüsepresse ausgebildetes Ar beitsgerät.
Fig.5 zeigt einen Axialschnitt durch ein als Teigrührwerk ausgebildetes motorloses Ar beitsgerät.
Die in der Fig. 1 in Ansicht dargestellte Antriebseinheit 1 weist ein kegelstumpfför- miges Gehäuse mit Ventilationsschlitzen 2 auf. Am Boden des Gehäuses ist mittels Dämp- fungskörpern ein nicht sichtbarer Kollektor motor gelagert. Der Elektromotor könnte auch am Gehäusemantel gelagert sein. Die ver tikal angeordnete Motorwelle durchsetzt in einem reibungsarmen Lager die obere Ab schlussplatte 4 des Gehäuses. Das über die Abschlussplatte vorstehende Ende 5 der Mo torwelle besitzt achteckigen Querschnitt.
Dieses Ende greift bei auf die obere Abschlussplatte der Antriebseinheit aufgesetztem Arbeitsgerät in einen Bund der ihren Bodenkörper durch setzenden Welle ein. Der Bodenkörper ist mit tels einer magnetischen Kupplung auf der er wähnten Abschlussplatte befestigt. Am andern Ende der Motorwelle sitzt ein nicht sichtbares Ventilationsrad. Der von ihm erzeugte Luft- Strom dient zur Betätigung eines Drehzahl reglers und zur Kühlung des Motors. Ein Hebel 6 des Drehzahlreglers ragt unten am Gehäuse über dessen Mantelfläche hervor und arbeitet mit Einstellmarken 7 zusammen, welche am Gehäusemantel vorgesehen sind.
Mit Hilfe dieses Drehzahlreglers kann die Drehzahl des Motors auf jeden beliebigen Wert zwischen Null und maximaler Motordrehzahl eingestellt werden. Ferner sind an diesem Drehzahl regler Sicherungsmittel vorgesehen, welche verhindern, eine grössere Drehzahl des l1otors einzustellen, als für das betreffende Arbeits gerät vorgesehen ist. Dies ist der Fall für das als Saftgewinnungsvorrichtung ausgebil dete Arbeitsgerät, dessen Drehzahl bei Leer lauf bloss ungefähr ein Zehntel der maximalen Motordrehzahl bei Leerlauf betragen darf.
Eines der Arbeitsgeräte ist als Zerkleine- rungs-, Misch- und Rührvorrichtung für Nah- rungs- und Genussmittel, Drogen und Chemi kalien ausgebildet und besitzt einen Behälter aus Metall, Glas oder Kunstharz für die Auf nahme des Bearbeitungsgutes. Dieser Behälter besteht aus einem konischen, einerends mit einem Aussengewinde versehenen Rohr 8 aus Metall, Kunstharz oder Glas. Vorteilhaft ist es, als Material für dieses Rohr temperaturbestän diges Glas zu verwenden. In der Mitte des Bodenkörpers, in welchen das Rohr 8 einge schraubt wird, ist mittels reibungsarmen La gers die die Bearbeitungsorgane, z.
B. einen Messersatz 9, tragende Welle gelagert. Dieses Arbeitsgerät. kann je nach der eingestellten Motordrehzahl zum Schlagen von Rahm und Eiweiss oder Zerkleinern, Mischen und Rüh ren von Gemüse und Obst. dienen.
Das als Saftgewinnungsvorrichtung die nende Arbeitsgerät besitzt ein zylindrisches Gehäuse 10, z. B. aus Aluminiumgussmaterial. In dessen Boden ist mittels zweier reibungs armer Lager 11 und zweier Dichtungen 12a und 12b eine zum Boden vertikale Welle 13 gelagert. Die lose auf der Welle 13 sitzende Trägerscheibe 14 besitzt einen zentralen ring förmigen Ansatz 15, welcher mittels einer auf das mit Aussengewinde versehene Ende der Welle 13 festgeschraubten Mutter 13c auf die Dichtung 12a niedergepresst wird.
Auf der Trägerscheibe 14 ruht. eine Raff elseheibe auf, welche in einen zylindrischen, oben einen etwas eingezogenen Rand aufweisenden Mantel über geht, welcher mit gleichmässig verteilten Öff nungen durchsetzt ist und mit der Raffel- seheibe den Sehleuderkorb bildet.
Die Raffel- scheibe wird durch eine Überwurfmutter auf die Trän erselieibe niedergepresst. Zu diesem Zwecke weist die Mutter 13a einen mit der Welle 13 fluchtenden Gewindebolzen auf, auf welchen die Überwurfmutter von Hand aufge schraubt wird. In eine Öffnung der Raffel- seheibe greift ein an der Trägerseheibe be festigter Prisonsstift ein.
An der Wand der die Dichtung 7.2b enthaltenden Eindrehung des (Tehäusebodens sind zwei diametral zuein ander angebraehte Einkerbungen vorgesehen, in welche zwei Schrauben der obern Abschluss platte der Antriebseinheit eingreifen und da durch eine relative Drehung des Gehäuses 10 gegenüber der Antriebseinheit ausschliessen. Am obern Rand des Gehäusemantels ist. ein Einschnitt 16 vorhanden, in welchen ein Vor sprung 17 an der Unterfläche des Gehäuse- deekels eingreift. Im Deckel ist ein Zufüh rungsrohr 18 angebracht, welches unmittelbar über der Raffelscheibe endigt.
Das zu ver arbeitende Gut wird durch das Zuführungs rohr mittels eines einen Bedienungsknopf auf weisenden Stöpsels 19 der Raffelscheibe zu geführt. Radial auf der Oberfläche des Dek- kels verlaufend, ist eine Rippe 20 vorgesehen, welche vom einen Rand des Deckels ansteigt und eine Rast 21 zur Aufnahme der Rolle 22 eines Arretierbügels 23 aufweist, welcher zu- gleieh einen Teil der Sicherungsmittel dar stellt. Die Enden des U-förmigen Bügels sind rechtwinklig abgebogen und verlaufen par allel zum Verbindungsstück der Schenkel. Diese Enden durchsetzen am Boden der An triebseinheit vorgesehene Lagerböcke.
Das längere Ende greift. in einen Schlitz einer Abdeekplatte des Drehzahlreglers ein, welche mit dessen Einstellhebel fest verbunden ist. Das längere Ende des Bügels kann nur dann in diesen Schlitz eingeführt. werden, wenn der Einstellhebel auf eine bestimmte Einstellmarke eingestellt ist. Zum Schluss sei bemerkt, dass das Zuführungsrohr 18 beliebigen Querschnitt besitzen kann, wenn auch aus praktischen Gründen ein runder Querschnitt bevorzugt wird. Um die ausgeschleuderten Frucht- und Gemüseresten selbsttätig aus dem Schleuder korb zu entfernen, kann z.
B. ein am Gehäuse 10 schwenk- und lösbar angeordneter Stau rechen vorgesehen sein, der durch eine Schwenkbewegung zur Anlage an die Innen wand des rotierenden Schleuderkorbes bring bar ist und in dieser Stellung die an letzterer angepressten Frucht- und Gemüseresten aus dem Schleuderkorb in ein bereitgestelltes Ge fäss auswirft.
Das als Teigrührwerk ausgebildete Arbeits gerät besitzt ein kegeliges Gehäuse 24, dessen Boden 25 eine kegelige Einstülpung besitzt, in welche ein Reduktionsgetriebe hineinragt, auf dessen Hals sieh das Gehäuse abstützt. Ein am Gehäuse befestigter Prisonsstift 27 greift in eine hiezu vorgesehene Bohrung im Hals des Reduktionsgetriebes 26 ein und ver hindert eine relative Drehung von Getriebe und Gehäuse. Das Getriebe ist mittels einer magnetischen Kupplung auf der Antriebs platte der Antriebseinheit festgehalten.
Eine über einen den Gefässboden durchsetzenden Gewindebolzen geschraubte Flügelmutter 28 hält das Gefäss fest. Auf die den Getriebe hals durchsetzende Welle sind die Arbeits organe 29, welche als Rührschaufeln ausge bildet sind, aufgesteckt und durch eine Mut ter 30 festgehalten.
Zum Reinigen des Rührwerkes wird das Getriebe vom Gefäss getrennt und kommt des halb mit dem Reinigungswasser nicht in Be rührung.
Zur Befestigung der beschriebenen Ma- sehine an einer senkrechten Wand dient ein -Wandhalter. Dieser besteht. aus einer Auflage platte, welche mittels Schrauben an einer Wand befestigt wird. Von dieser Auflage platte erstreckt sich ein Arm beliebigen Quer schnittes zu einem schalenförmigen, als Kon sole für die Antriebseinheit dienenden Körper 3 (Fig.1). Im Arm ist eine Ausnehmung für eine elektrische Steckdose vorgesehen, wäh- rend in der Mitte des schalenförmigen Kör pers ein Bolzen befestigt ist, welcher andern- ends in eine Platte endigt.
Bevor der Stecker des Anschlusskabels der Antriebseinheit in die Steckdose gesteckt wird, wird das Kabel um den Bolzen gewickelt.