CH281560A - Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Wasserstandes in Dampfkesseln, Heisswasserspeichern und dergleichen. - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Wasserstandes in Dampfkesseln, Heisswasserspeichern und dergleichen.Info
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Description
Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Wasserstandes in Dampfkesseln, Heisswasserspeichern und dergleichen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorriehtung zur selbsttätigen Regelung des Wasserstandes in Dampfkesseln, Heiss wasserspeiehern und dergleichen. Bei derarti gen Vorrichtungen wird die Tatsache ausge nützt, dass eine elektrisch beheizte, auf Soll wasserstandshöhe angeordnete Heizpatrone eine wesentlich höhere Temperatur annimmt, wenn der Wasserstand zuriickgeht, so dass die in der Heizpatrone erzeugte Wärme nicht mehr an das Wasser abgegeben werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist da durch gekennzeichnet, dass in der Heizpatrone ein Temperaturfühler in Form eines tempera turabhängigen Widerstandes angeordnet ist, der mit einer ausserhalb des Kessels angeord neten Regelsehalteinrichtung elektrisch derart verbunden ist, dass bei Überschreiten einer vorbestimmten Fühlertemperatur, das heisst, wenn der Wasserstand im Kessel unter dem Sollniveau steht, die Regelschalteinrichtung die Zuleitung von Speisewasser zum Kessel auslöst.
Eine derartige Vorrichtung bietet. ins besondere den Vorteil, dass ein aus Material mit hohem Temperaturkoeffizienten, z. B. Kupfer oder Niekeldraht, bestehender Tem peraturfühler bedeutend weniger Masse auf weist als eine nach bekannten Vorschlägen in die Heizpatrone eingebaute Regelschaltein- richtung, wodurch ein schnelleres Reagieren erreicht werden kann, was besonders bei klei nen Speichern wichtig ist. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig.1 zeigt schematisch einen mit einer Regelvorrichtung ausgerüsteten Heisswasser speicher, wobei die Heizpatrone gegenüber den tatsächlichen Dimensionen stark vergrössert ist, Fig. 2 ein erstes und Fig. 3 ein zweites detailliertes Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung.
In Fig.1 ist ein Heisswasserspeicher r4 dargestellt, dessen vorgeschriebener Wasser stand bei der Linie s liegt, wobei dieser Was serstand auch einmal auf das Niveau t ab sinken kann. Zwischen diesen beiden Niveau linien ist im Innern des Speichers eine Heiz- patrone B enthalten, die einen Heizwiderstand C und einen Temperaturfühler D in Form eines Widerstandes aus Material mit hohem Temperaturkoeffizienten, beispielsweise Kup fer, in sich schliesst.
Der Heizwiderstand C sowie unter Umständen ein unten im Spei chergefäss angeordneter Hauptheizwiderstand sind an die Stromquelle E angeschlossen, die beispielsweise durch die Sekundärwicklung eines Heiztrafos gebildet sein kann.
Der Temperaturfühler ist elektrisch der art mit einer ausserhalb des Kessels angeord neten Regelschalteinrichtung F verbunden, dass bei Überschreitung einer vorbestimmten Fühlertemperatur, das heisst, wenn das Was ser im Kessel unter dem Heizblock steht (Niveau t), diese Regelschalteinrichtzmg die Zuleitung von Speisewasser zum Kessel aus löst.
Zu diesem Z,%veck ist hier in einfachster Weise vorgesehen, dass die ebenfalls strom- gespiesene Regelschalteinrichtung auf ein Magnetventil G einwirkt, welches direkt auf einen Hahn H einwirkt, wodurch Speisewas ser von der Druckleitung zum Kessel A ge leitet wird.
Wenn dann das Sollniveau im Kessel A wieder erreicht ist, kühlt sieh die Heizpatrone B und damit der Fühlwider- stand D wieder ab und bewirkt dadurch über die Regelschalteinriehtung F und das Magnet ventil G die Wiederschliessung der Speisewas- serzufuhr bei H.
In Fig. 2 wird die Heizpatrone B und die Regelschalteinrichtung F durch strichpunk tierte Umrahmungslinien angedeutet. Dem Nutzheizwiderstand C ist die Parallelschal tung eines Temperaturfühlers D und einer Heizwicklung f 1 seriegeschaltet, die beispiels weise auf einer Bimetallfeder f2 aufgewickelt ist. Diese Serieschaltung liegt zwischen den Stromv ersorgungsklemmen E.
Mit steigender Temperatur des Heiz- blockes B fliesst wegen des zunehmenden Fühlerwiderstandes ein grösser werdender Anteil des von dem Nutzheizwiderstand C verbrauchten Stromes durch die Heizwicklung f1, so dass sich die Bimetallfeder f2 durch biegt und die Kontaktstelle K schliesst, wo durch wie in Fig.1 das Magnetventil G unter Strom gesetzt und Frischwasserzufuhr aus gelöst wird.
Nach Fig. 3 ist dem Temperaturfühlwider- stand <I>D</I> eine Relaisspule<I>f 3</I> seriegesehaltet, wobei diese Serieschaltung an die Klemmen E geschaltet sein kann,. an welche auch der Heizwiderstand C angeschlossen ist.
Das Re lais F, in diesem Fall die Regelschalteinrich- tung darstellend, soll so dimensioniert sein, dass es bei einem vorbestimmten Stromwert, das heisst bei einer vorbestimmten Tempera tur des Fühlwiderstandes D, der auch hier aus Kupferdraht bestehen kann, seinen Schaltkontakt f4 umschaltet und dadurch einen Stromkreis schliesst, der hier zur Ein schaltung eines Motors dient, wodurch dieser Motor J über eine nicht. dargestellte Pumpe Speisewasser in den Kessel pumpt.
Nach Er reichen des vorbestimmten Sollwasserstandes kühlt sich die Heizpatrone B wieder ab, so da.ss infolge der Stromänderung im Kreis der Relaisspule f 3 der Speisekreis für den Pum penmotor J wieder aus--geschaltet wird.
Zur Erreichung einer genügenden Arbeits genauigkeit wird das Relais F praktisch als Differentialrelais ausgebildet werden müssen, das bei positivem Widerstandskoeffizienten des Temperaturfühlers D, beispielsweise wenn dieser aus Kupfer besteht, bei einem höheren Stromwert (niederer Widerstand von D) seine Kontaktstelle f,1 öffnet und bei einem nie deren Stromwert (höhere Temperatur) diese Kontaktstelle zwecks Einschaltung des Pum penmotors J schliesst.
Als Temperaturfühlerwiderstand kann ent weder ein Metallwiderstand mit positivem Tem peraturkoeffizienten von etwa + 3 = 4 o;ool C oder einer der nun unter dem Namen Ther- mistor bekanntgewordenen Halbleiterwider stände mit negativem Temperaturkoeffizien ten von etwa - 3 -.-4() !o! C verwendet. werden, in welchem Fall das Relais F bei einem vorbestimmten Maximalwert des Tem- peraturfühlerstromes die Einleitung von Speisewasser auslösen muss.
Eine Vereinfachungsmöglichkeit der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Reguliervorrichtun gen ist dadurch möglich, dass in beiden Aus führungsbeispielen der Temperaturfühler- widerstand D gleichzeitig als Heizwiderstand für die Heizpatrone verwendet wird. Im. Schaltbild nach Fig.2 hätte also dann der Widerstand C den Wert 0, wobei<I>D</I> und <I>f</I> l <I>in</I> Serie zu schalten sind; im Schaltbild nach Fig. 3 wäre er unendlich gross, das heisst der Widerstand C würde einfach weggelassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Wasserstandes in Dampfkesseln, Heisswas serspeichern und dergleichen mit einer elek trisch beheizten, auf dem Sollniveau des Wasserstandes angeordneten Heizpatrone, durch deren Heizwärme eine Regelschaltein- richteng betätigt wird, wenn der Wasserstand nicht dem Sollniveau entspricht, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Heizpatrone ein Temperaturfühler in Form eines temperatur abhängigen Widerstandes angeordnet ist, der mit.einer ausserhalb des Kessels angeordneten Regelschalteinrichtung derart elektrisch ver bunden ist, dass bei Lbersehreiten einer vor bestimmten Fühlertemperatur, das heisst beim Sinken des Kesselinhaltes unter das Soll niveau, die Regelschalteinrichtung die Zulei tung von Speisewasser zum Kessel auslöst. UNTERANSPRÜCHE: 7.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Temperatur- fühlwiderstand dem Heizwiderstand der Heizpatrone in Serie geschaltet ist und dass ihm die Heizwicklung eines Bimetallschalters parallel liegt, so dass der durch die Bimetall- schalterheizwicklung geleitete Teil des Heiz stromes bei Überschreitung der vorbestimm ten Grenztemperatur des Fühlwiderstandes so verändert wird, dass der Bimetallschalter anspricht und dadurch die Wasserzufuhr aus löst. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Temperatur fühlwiderstand zusammen mit einer Relais spule einen besonderen Stromkreis bildet, der art, dass das Relais durch die Widerstands veränderung des Temperaturfühlvriderstandes zu entsprechender Regelung der Frischwas- serzufuhr beeinflusst wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Temperatur- fühlwiderstand aus Metalldraht mit positivem Temperaturkoeffizienten besteht. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Temperatur- fühlwiderstand ein Halbleiter mit negativem Temperaturkoeffizienten ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Temperatur- fühlwiderstand zugleich als Beheizungswider- stand für die Heizpatrone dient.
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