Verfahren und Maschine zum Binden von Buchblöcken. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine Maschine zum Binden von Buchblöcken, bei dem die Bogen in mehre ren Brüchen gefalzt, in dem Falzbruch ver bunden, die Lagen zum Buchblock vereinigt und im Rücken verklebt werden.
Das Falzen der Druckbogen bezweckt, die auf dem bedruckten Bogen befindliche An zahl der Blätter - je nach demn Format: 2, 4, 8, 16 - so zu ordnen, dass ihre Kolumnen (Seiten) sich genau decken und die Seiten zahlen richtig aufeinanderfolgen.
Im Grossbetrieb findet die Herstellung von Buchblöeken ausschliesslich auf masehi- nellem Wege statt. Die Falzmaschine bewirkt das hassende Zusammenfalten der 'Druck bogen, die von Hand oder selbsttätig zuge führt werden. Die vom Greifer erfassten Bo gen gelangen unter das erste, über dem Tisch sehwebende Falzschwert und werden von die sem zwischen die Falzwalzen gedrückt. Der Bogen wird dann auf Bändern einem zweiten Walzenpaar zugeführt, wo ein weiteres Falz schwert den zweiten Bruch bewirkt; das wie derholt sieh so oft, als Brüche notwendig sind. Man kennt auch schwertlose Falz maschinen. Beide Maschinen lassen aber das Falzen der Bogen in engen Toleranzen nicht zu.
Die Heftung erfolgt auf Buclhdraht-Heft- mnaschinen oder für Einbände wertvollerer Bücher auf Buchfaden-Heftmaschinen. Diese scharf im Rüekenbruch jedes Bogens liegen- den Stoffteile bewirken ein bei der Weiter verarbeitung störendes Dickerwerden an die ser Stelle. Man hat auch bereits versucht, die Heftung durch Klebung zu ersetzen. Zu diesem Zweck hat man die gefalzten Bogen vor der Hefteng in den Rückenbrüchen auf- (eselinitten und erhielt so lose Blätter, die, weil sie nicht geheftet waren, durch beson dere Vorrichtungen zusammengeklemmt. wer den mussten.
Sodann hat man die Blätter im aufgeschnittenen Rückenbruch gefächert und hierbei beiderseitig finit Leim bestrichen und zusammengepr esst.
Der Nachteil dieses Klebeverfahrens ist der, dass die Falzbrüche im Rücken aufge schnitten werden müssen, uni sie zu beleinien. Die aufgeschnittenen Blätter können sich vor d.em Beleimen verschieben, wenn sie nicht richtig festgeklemmt sind. Ausserdem erfolgt die Beleimung ungleichmässig.
Im übrigen ist dieses Verfahren infolge der notwendigen Einschaltung von an sich bezüglieh des Hef- tens verfahrenswidrigen Massnahmen - das Aufschneiden der Rüekenbrüche - zeitrau bend und unzulänglich.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird gleichsam die Falzmaschine mit der Heftmaschine kombiniert.
Nach der Erfindung werden die Bogen vor dem Falzen des jeweiligen Falzes auf der zu falzenden Seite in den in den Buchrücken zu liegen kommenden Falzbrüchen je nach der Anzahl der Brüche mit nach dem Falzen in den Rückenbrüehen zur Deckung kommen den Klebstoffstreifen versehen, sodann ge falzt und dabei durch Kleben verbunden, der art, dass alle in den Klebstoffstreifen gefalz ten Falzbrüche im Rücken der Lage und alle nicht mit einem Klebstoffstreifen versehenen Falzbrüche an den Blatträndern liegen.
Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende Maschine zum Binden von Buch blöcken zur Ausübung des erfindungsge mässen Verfahrens besitzt in Richtung des durch Fördervorrichtungen bewirkten Durch laufes der Bogen liegende Leimwalzen, und zwischen den in Durchlaufrichtung aufein anderfolgenden Leimwalzen liegende Falz walzen, die je nach der Lage der herzustel lenden Falzbrüche zur Durchlaufrichtung an geordnet sind.
Das den Gegenstand der Erfindung bil dende Verfahren ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungen beispielsweise darge stellt, und zwar zeigen Fig. 1 bis 4 die Falzung und Anbringung der Klebstoffstreifen bei einer Lage von acht Blatt, Fig. 5 bis 9 die Falzung und Anbringung der Klebstoffstreifen bei einer Lage von sech zehn Blatt, Fig. 10 eine andere Ausführungsform der Anbringung der Klebstoffstreifen, die in einem Abstand von den Falzbrüchen und Blatträndern enden, Fig. 11 eine weitere Ausführungsform der Anbringung der Klebstoffstreifen, die in zwei Streifen beiderseitig der Rückenbruch linie in einem Abstand voneinander angeord net sind, Fig.
12 die schematische Darstellung der aufeinanderfolgenden Stationen einer Ma- schine zur Falzung einer Lage von acht Blatt, Fig. 13 und 14 zwei schematische Darstel- hungen der aufeinanderfolgenden Stationen einer Maschine zur Falzung einer Lage von sechzehn Blatt, Fig. 15 und 16 zwei Falzwalzenpaare und Falzschwert in zwei verschiedenen Stellun gen des Falzschwertes in Ansicht, Fig. 17 eine Aufsicht auf die Falzwalzen paare und Kerbsehienen nach den Fig. 15 und 16.
An Hand der Zeiehnung soll zunächst in den Fig.l bis 4 die Falzung und Anbrin gung der Klebstoffstreifen bei einer Lage von acht Blatt beschrieben werden.
Bei dem ganzen Bogen in Fing. 1 sind die Ecken mit 1, 1' und 2, 2' bezeichnet. Der Bogen wird in der Falzbruchlinie 3, 3' ge falzt und besitzt zwei parallele Klebstoffstrei fen 4, 4' und 5, 5', die in der Linie des spä teren dritten Falzbruehes, welcher der Rük- kenbruch ist, verlaufen, und beim Falzen auf einanderzuliegen kommen.
Der auf die Hälfte zusammengefaltete Bogen ist in der Fig. 2 dargestellt, wobei die Falzbruchlinie 3, 3' der Fie. 1 nunmehr die Kante mit den Ecken 3, 3' bildet. Die Ecken 1 und 2 liegen aufeinander. Dieser zusammen gefaltete Bogen besitzt auf der zu falzenden Seite, die oben liegt, den Klebstoffstreifen 6, 6' und wird in der senkrecht dazu liegenden zweiten Falzbruehlinie 7, 7' gefalzt, wobei die Teile des Klebstoffstreifens 6, 6' aufeinander zuliegen kommen, wie es in der Fig. 3 dar gestellt ist.
Der in der Fig.3 dargestellte Bogen ist auf einen Viertel seines ursprünglichen For mats zusammengefalzt. Die Falzbruchlinie 7, 7' der Fig. 2 bildet die Kante mit den Ecken 7 und 7' der Fig. 3. Die Ecken 3 und 3' und die Ecken 1' und 2' und 1 und 2 liegen auf einander. Die dritte Falzbruelilinie ist mit 8, 8' bezeichnet.
In dieser dritten Falzbruehlinie liegen alle Klebstoffstreifen des auf einen Achtel seines ursprünglichen Formats zu sammengefalteten Bogens. Die Falzbruchlinie 8, 8' wird zur Kante mit den Ecken 8, 8', die den Rückenbruch bildet. Es kommen dann die Ecken 1, 1', 2, '2' und 3, 3' zur Deckung, und ausserdem liegen die Ecken 7, 7' aufein ander.
In den Fig.4 bis 9 ist die Falzung eines Bogens zu einer Lage von sechzehn Blatt dargestellt.
Der ungefalzte Bogen hat die Ecken 10, 10' und 11, 11'. Die Linien des ersten Falz- Bruches sind mit 12, 12' bezeichnet. In der späteren Linie des vierten Falzbruches sind die beiden zueinander parallelen Klebstoff streifen 13, 13' und 14, 14' aufgetragen. Der auf die Hälfte seines ursprünglichen Formats zusammengefaltete Bogen ist in der Fig. 6 dargestellt. Die Falzbruchlinie 12, 12' der Fig. 5 wird zur Kante mit den Ecken 12, 12' in Fig.6. Die Ecken 10 und 11 sowie die Ecken 10' und 11' kommen zur Deckung, ebenso wie die beiden Hälften der Klebstoff streifen 13, 13' und 14, 14'. Die Linie des zweiten Falzbruches ist mit 15, 15' bezeich net.
In der Linie des späteren vierten Falz bruches sind auf der zu falzenden Oberseite dieses gefalteten Bogens zwei weitere, zuein ander parallele Klebstoffstreifen 16, 16' und 17, 17' aufgetragen, die beim Zusammenfalten ndes Bogens um die zweite Falzbruchlinie 15, 15' aufeinanderzuliegen kommen.
Dieser auf einen Viertel seines ursprüng lichen Formats zusammengefaltete Bogen ist in Fig.7 dargestellt. Der zweite Falzbruch 15, 15' wird demgemäss zur Kante mit den Ecken 15, 15'. Die Ecken 12, 12' kommen zur Deckung, und die Ecken 10 und 11 fallen mit den Ecken 10' und 11' zusammen. Die Linie des dritten Falzbruches ist mit 18, 18' bezeich net. Senkrecht dazu verläuft in der Linie des vierten Falzbruehes auf der zu falzenden Seite des Viertelbogens ein weiterer Kleb stoffstreifen 19, 19', dessen beide Hälften beim Zusammenfalten um die dritte Falz bruchlinie 18, 18' zur Deckung kommen.
Dieser nunmehr auf einen Achtel seines ursprünglichen Formats zusammengefaltete Bogen ist in der Fig. 8 dargestellt. Der dritte Falzbruch 18, 18' wird zur Kante mit den Ecken 18, 18' in Fig.8. Die Ecken 10, 11, 10', 11' fallen mit den Ecken 12, 12' zusam men, ebenso fallen die Ecken 15, 15' aufein ander. Die Linie des vierten Falzbruches ist mit 20, 20' bezeichnet. In ihr liegen sämtliche Klebstoffstreifen 13, 13' und 14, 14' und 16, 16' und 17, 17' und 19, 19' des zusammen gefalteten Bogens.
Wird der auf einen Achtel seines For mats gemäss Fig.8 gefaltete Bogen in der Linie des vierten Falzbruches 20, 20' auf einen Sechzehntel seines ursprünglichen Formats zusammengefaltet, wie es in Fig. 9 dargestellt ist, so bildet der vierte Falzbrueh 20, 20' nun mehr den Rückenbruch mit den Ecken 20, 20' in Fig. 9. Die Ecken 10, 11, 12, 15, 10', 11', 12', 15' fallen zusammen ebenso wie die Ecken 1S und 18'.
Die zu einer Lage von acht Blatt gemäss Fig.4 oder zu sechzehn Blatt gemäss Fig. 9 gefalzten Bogen können nach dem Falzen und Kleben im Rückenbruch 8, 8' bzw. im Rücken bruch 20, 20' aufgeschnitten werden, ohne dass die Blätter der Lage sich verschieben oder auseinanderfallen. Auf diese Weise lässt sich verhindern, da.ss sich Leimfäden bilden, die ein Dickeiwerden des Rückenbruches be wirken.
In den Fig. 10 und 11 sind Einzelheiten einer andern Ausbildung der Klebstoffstrei- fen dargestellt, die zweckmässig sind und dem gleichen Zweck dienen, nämlich die Bil dung von Leimanhäufungen in der Falzbruch linie zu verhindern.
Zu diesem Zweck werden die Klebstoff streifen derart auf den Bogen aufgetragen, dass sie im Abstand von den rechtwinklig ver laufenden Falzbrüchen und den Blatträndern enden. Gemäss Fig.10 sind die Klebstoff streifen 4, 4' und 5, 5' in der Falzbruchlinie 7, 7' auf die Distanz b unterbrochen und enden ausserdem in einem Abstand a von den Blatträndern, um ein Austreten des Kleb stoffstreifens an den Blatträndern zu ver meiden. Zu dem gleichen Zweck können die Klebstoffstreifen ausserdem in zwei Steifen beiderseitig des Rückenbruches aufgetragen werden, so dass die Rückenbruchlinie kleb- stoffrei bleibt.
Gemäss Fig. 11 ist der Klebstoffstreifen in zwei schmale, zueinander parallele Strei fen 22 und 23 unterteilt, die beiderseitig des Riickenbruches 21 verlaufen.
In der Fig. 12 ist -die Aufeinanderfolge der Stationen einer Maschine zum Falzen einer Lage von acht. Blatt gemäss Fig.1 bis 4 schematisch dargestellt. Die Bogen liegen in einem Stapel 24. Die Transportvorrichtungen, die aus Greifern bestehen können, sind mit 25 bezeichnet. In der ersten Station der Ma schine befinden sich zwei Leimwalzen 26 und <B><U>27,</U></B> in der zweiten Station die Falzwalzen 28 und 29, in der dritten Station die Leimwalze 30, in der vierten Station die Falzwalzen 31 und 32, in der fünften Station die Falzwal zen 33 und 34. Der Stapel der Lage ist mit 35 bezeichnet.
Die Wirkungsweise ist folgende: Will man Bogen zu einer Lage von acht Blatt falzen, so bildet der dritte Falzbruch den Rückenbruch, und demzufolge erhalten die Bogen auf der zu falzenden Seite zuerst zwei Klebstoffstreifen in den Linien des drit ten Falzbruches und werden im ersten Falz- bnuch gefalzt, so dass dabei die soeben auf getragenen Klebstoffstreifen zur Deckung kommen;
sodann erhält der nunmehr auf hal bes Format zusammengelegte Bogen auf der zu falzenden Seite auf der Linie des dritten Falzbruches einen weiteren Klebstoffstreifen und wird danach in dem rechtwinklig zu die sem Klebstoffstreifen verlaufenden zweiten F alzbruch gefalzt, so dass der Klebstoffstrei- fen beider Bogenseiten zur Deckung kommt, wobei der Bogen auf einen Viertel seines ur sprünglichen Formats zusammengelegt ist, wonach der Bogen nunmehr im dritten Falz bruch gefalzt wird, in welchem also alle Klebstoffstreifen liegen.
Danach kann die durch mehrfaches Falzen des Bogens ent standene, mit allen Falzbrüchen versehene Lage sogar im Rückenbruch aufgeschnitten werden, da die einzelnen Blätter der Lage im Rückenbruch miteinander verklebt sind. Man schneidet dadurch die Leimfäden fort, die sich gegebenenfalls im Falzbruch gebildet haben.
Zu diesem Zweck werden die Bogen vom Stapel 24 durch Greifer 25, oder auch von Hand abgenommen und den Leimwalzen 26 und 27 zugeführt, welche die Klebstoffstreifen L, 4' und 5, 5' auf die Oberseite des Bogens auftragen. Die Greifer bringen den Bogen sodann in die zweite Station zwischen die in Durchlaufrichtung des Bogens liegenden Falzwalzen 28 und 29, die den Bogen in der Falzbruchlinie 3, 3' falzen. Die Greifer 25 bringen den auf halbes Format zusammen gefalteten Bogen sodann unter die Leim walze 30, die auf der zu falzenden Oberseite den Klebstoffstreifen 6, 6' aufträgt.
Danach gelangt der Bogen durch die Greifer 25 zwi- schen die reehtwinklig zur Durehlaufrichtung angeordneten Falzwalzen 31 und 32, welche den Bogen in der Linie des zweiten Falz- bruehes 7, 7' falzen. Die Greifer 25 bringen den Bogen sodann in die fünfte Station zwi- sehen die in der Durchlaufriehtung des Bo gens liegenden Falzwalzen 33 und 34, die den Bogen in der Linie des dritten Falzbruches 8, 8' falzen und die den nunmehr zu einer Lage von acht Blatt gefalteten Bogen auf den Stapel 35 ablegen.
In der Fig.13 ist die Aufeinanderfolge von Stationen einer llasehine nun Falzen einer Lage von sechzehn Blatt gemäss den Fig. 5 bis 9 schematisch dargestellt. Die Bo gen liegen in einem Stapel 36. Die Transport vorrichtung, die aus Greifern bestehen kann, ist mit 37 bezeichnet.
In der ersten Station der Maschine befinden sieh zwei Leimwalzen 38 und 39, in der zweiten Station zwei recht winklig zur Durchlaufriehtung liegende Falz walzen 40 und 41, in der dritten Station zwei Leimwalzen 42 und 43, in der vierten Sta tion eine mit Greifern ausgestattete Schwenk- vorriehtung 44, die den Bogen um 90 schwenkt, in der fünften Station zwei recht winklig zur Durehlaufrielitung lie-ende Falz walzen 45 und 46, in der sechsten Station eine Schwenkvorrichtung 47, die wie die Schwenk vorrichtung 44 arbeitet, in der siebenten Sta tion eine Leimwalze -48, in der achten Sta tion.
zwei rechtwinklig zur Durchlaufriehtung liegende Falzwalzen 49 und 50, in der neun ten Station zwei in der Durehlaufrichtung liegende Falzwalzen 51 und 52. Die von die sen Walzen abgegebene Lage gelangt auf den Stapel 53.
Die Wirkungsweise ist. folgende Wenn man Bogen zu einer Lage von seeh- zehn Blatt falzen will, bildet der vierte Falz bruch den Rückenbi-Lieh. Die Bogen erhalten demzufolge zuerst zwei Klebstoffstreifen in den Linien des vierten Falzbruches und wer den im ersten Falzbruch gefalzt, sodann in den beiden Linien des vierten Falzbruches auf der zu falzenden Seite mit zwei weiteren Klebstoffstreifen versehen,
hierauf im zwei ten Falzbruch gefalzt und erhalten danach in der Linie des vierten Falzbruches der nun- mnehr zu falzenden Seite einen weiteren Kleb stoffstreifen und werden im dritten Falz- brttclh und danach im vierten Falzbruch ge falzt.
Zu diesem Zweck werden die Bogen vom Stapel 36 durch Greifer 37 oder auch von Hand abgenommen und den Leimwalzen 38 und 39 zugeführt, welche die Klebstoffstrei fen 13, 13' und 14, 14' auftragen. Sodann gelangt der Bogen durch die Greifer 37 zwi schen die Falzwalzen 40 und 41, die den Bogen in der Linie des ersten Falzbruches 72, 12' (Fig.5) falzen. Der nunmehr auf halbes Format zusammengefaltete Bogen ge langt durch Greifer 37 unter die Leimwalzen 42 und 43, die auf der zu falzenden Seite die Klebstoffstreifen 16, 16' und 17, 17' auf tragen. Nunmehr wird der auf halbes Format, zusan mmnengefaltete Bogen durch die Greifer 37 an die Wendevorrichtung 44 abgegeben, die ihn unm 90 wendet.
Darauf gelangt der Bogen durch Greifer 37 zwischen zwei Falz walzen 45 und 46, die den Bogen in der zweiten Falzbruchlinie 15, 15' (Fig.6) fal zen. Der nunmehr auf einen Viertel seines ursprünglichen Formats zusammengefaltete Bogen gelangt durch die Greifer 37 in die Wendevorrichtung 47 und wird nochmals um 90 gewendet, damit der in der nächsten Station aufzutragende Klebstoffstreifen 19, 19' wieder in der Durehlaufrichtung des Bo gens liegt. Die Greifer 37 geben den Bogen nunmelhr an die Leinwalze 48 ab, die den Klebstoffstreifen 19, 19' auf der zu falzenden Oberseite des Bogens auftragen. Nunmehr gelangt der auf ein Viertelformat zusammen gefaltete Bogen durch Greifer 37 zwischen die Falzwalzen 49 und 50, die den Bogen in der Linie des dritten Falzbruches 18, 18' auf einen Achtel seines ursprünglichen Formats falzen.
Nunmehr wird dieser Bogen durch Greifer 37 an die Falzwalzen 51 und 52 ab gegeben, die den vierten Falzbruch 20, 20' (Fig. 8) bewirken, der den Rückenbrueh dar stellt. Der nunmehr auf einen Sechzehntel seiner ursprünglichen Grösse zusammenge legte Bogen gelangt als Lage von sechzehn Blatt sodann auf den Stapel 53.
Man kann die Maschine zur Herstellung einer Lage von sechzehn Blatt auch mit nur sieben Stationen ausführen, wie es in Fig. 14 schematisch dargestellt ist, in der keine Schwenkvorrichtungen Verwendung finden. In der ersten Station befinden sich die Leim walzen 38 und 39, in der zweiten Station die senkrecht zur Durchlaufrichtung angeord neten Falzwalzen 40 und 41, in der dritten Station die Leimwalzen 42 und 43, in der vierten Station die in der Durchlaufrichtung liegenden Falzwalzen 45 und 46, in der fünf ten Station die Leimwalze 48, in der sechsten Station die rechtwinklig zur Durchlaufrich- tung angeordneten Falzwalzen 49 und 50,
in der siebenten Station die in der Durchlauf- riehttung liegenden Falzwalzen 51 und 52. Die Wirkungsweise ist dann folgende: Die Bogen gelangen durch Greifer 37 vom Stapel 36 unter die Leimwalzen 38 und 39, welche die Klebstoffstreifen 13, 13' und 14, 14' auftragen. Die Falzwalzen 40 und 41 stellen den ersten Falzbruch 12, 12' her. Die Leimwalzen 42 und 43 tragen die Klebstoff streifen 16, 16' und 17, 17' auf. Von dieser dritten Station gelangt der auf halbes Format zusammengefaltete Bogen durch die Greifer :37 zwischen die in Durehlaufriehtung liegen den Falzwalzen 45 und 46 und wird in dei Linie des zweiten Falzbruches 15, 15' gefalzt.
Der aus diesen Falzwalzen. kommende Bogen wird von (sreifern 37 erfasst und in seiner bisherigen. Durchlaufriehtung unter die Leim walze 48 befördert, die den Klebstoffstreifen 7.9, 19' aufträgt. Die Falzwalzen 49 und 50 stellen sodann den senkrecht zur Durchlauf richtung liegenden dritten Falzbruch 18, 18' her, und die Falzwalzen 51 und 52 falzen den Bogen im Rückenbruch 20, 20'. Abgesehen von den Greifern 37 können als Fördervorrichtungen an sich bekannte Trans portbänder oder -walzen Verwendung finden.
In den Fig. 15 bis 17 sind Falzwalzen mit einer durch ein nicht dargestelltes Gestänge zwangläufig gesteuerten Kerbschiene zur Er zielung eines Vorbruches dargestellt. Es ist wünschenswert, dass die Falzbrüche in enge ren Toleranzen liegen, damit der Falzbruch, der den Rückenbiach bildet, genau parallel und mutig in den vorher aufgetragenen Kleb stoffstreifen liegt. Zu diesem Zweck wird der Bogen durch ein Falzschwert in eine Falz kerbe einer gesteuerten Kerbschiene gedrückt und gelangt hiernach zwischen die Falzwalzen und wird von diesen gefalzt. Zur Anbrin gung des Falzes genügt es, wenn die Falz- walzen in mehrere, axial zueinander liegende Falzwalzenpaare geringerer Breite unterteilt sind, die mit Zwischenräumen zueinander an geordnet sind.
In diesen Zwischenräumen sind in Abhängigkeit vom Bogenvorschub ge steuerte, einen Aufwärts- und Niedergang ausführende Kerbschienen, die eine Falzkerbe oberhalb der Berührungslinie der Falzwalzen enthalten, und über den Kerbschienen ein Falzschwert angeordnet, welches den zuge führten Bogen in die Falzkerbe drückt, und beim Niedergang der Kerbschienen den mit Vorbruch versehenen Bogen zwischen die Falzwalzen bringt.
Die Falzwalzen sind mit 54 und 55 be zeichnet, die aus einzelnen Walzen geringerer Breite bestehen, wie es aus Fig. 17 zu ersehen ist. Diese Walzen sind mit 54', 54" und 54"' bezeichnet und sind in einem Abstand vonein ander auf der gleichen Drehachse 56 ange ordnet. Analog besteht die Falzwalze 55 aus den drei Falzwalzen 55', 55", 55"', welche auf der Drehachse 57 angeordnet sind.
Zwischen den Falzwalzenpaaren 54', 55' und 54", 55", bzw. zwischen den Walzenpaaren 54", 55" und 54"', 55"' befinden sich die durch ein nicht dargestelltes Gestänge senkrecht auf- und niederbewegten Kerbschienen 58 und 59, die so angeordnet sind, dass ihre Falzkerben 60 und 61 genau senkrecht über der Berüh rungslinie 62 der Falzwalzen 54 und 55 lie- gen. Das auf- und niedergehende Falzschwert ist mit 63 und der zu falzende Bogen mit 64 bezeichnet.
In der Fig.15 ist mit 63' das auf die Kerbschienen niedergehende Falzschwert in einer Stellung dargestellt, in der es den Bogen in die Falzkerben 60 und 61 der Kerbschienen 58 und 59 drückt. Der Bogen 64 erhält auf diese Weise den Vorbruch, wie es gestrichelt dargestellt ist. Durch die Anbringung eines Vorbruches und darauffolgendes Falzen mit tels Falzwalzen lassen sich sehr enge Toleran zen für den Falzbruch einhalten, so dass die im Rücken zu liegen kommenden Falzbrüche, die Rückenbrüche, genau axial und mittig in den aufgetragenen Klebstoffstreifen lie gen.
Ausserdem wird der Vorteil erzielt, dass die Kohimnen genauer als vorher zueinander ausgerichtet sind.
Bei dem weiteren Niedergang des Falz schwertes 63 werden die Kerbsehienen 58 und 59 abwärts bewegt und nehmen den mit Vor bruch versehenen Bogen 64 mit, bis er zwi schen die Falzwalzen 5.1 und 5.5 gelangt. Diese Stellung von Falzschwert und Falzschienen. ist in der Fig. 16 dargestellt.
Gegebenenfalls können ausser in den Zwi schenräumen der Falzwalzen auch an den beiden Enden weitere Kerbschienen 65 und 66 anLyeordnet sein.