CH282301A - Verfahren und Einrichtung zur Verfeuerung fester, stückiger Brennstoffe in Feuerungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verfeuerung fester, stückiger Brennstoffe in Feuerungen.

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CH282301A
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Aktiengesellschaft Walther Cie
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Walther & Cie Ag
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L1/00Passages or apertures for delivering primary air for combustion 
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23MCASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F23M9/00Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
    • F23M9/02Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields in air inlets

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Description


  Verfahren und Einrichtung zur     Verfeuerung    fester,     stückiger        Brennstoffe     in Feuerungen.    Die Erfindung betrifft. ein Verfahren und  eine Einrichtung zur Verfeuerung fester  Brennstoffe in Feuerungen. Das Verfahren  ermöglicht, wesentlich höhere     Feuerrungslei-          stungen    als bisher üblich zu erzielen. Darüber  hinaus wird bei diesem Verfahren auf die  Aufbereitung des Brennstoffes zu Kohlen  staub verzichtet. Durch die durch das Ver  fahren erzielbaren hohen Rost- und Feuer  raumleistungen ist es möglich, das Verfahren  für grösste Leistungen von Kesseln anzuwen  den, deren Abmessungen dadurch wesentlich  kleiner als bisher gehalten werden können.  



  Die Erfindung macht teils von bekannten,  teils von neuen Erkenntnissen Gebrauch, die  in ihrer Verbindung die neue Wirkung er  geben.  



  Das Verfahren zur Verfeuerung fester,       stückiger    Brennstoffe ist dadurch gekenn  zeichnet, dass eine gegen das Ende des den  Brennstoffvorschub bewirkenden Rostes zu  nehmende und so starke     lvnterwindzufuhr     und     -pressung    angewendet wird, dass die in  Verbrennung     befindliehe    Brennstoffschicht  auf dem Rost pneumatisch in Bewegung gerät  und brennende Brennstoffteilchen in den  Feuerraum und nach dem vordern Rostende  geschleudert     werden,    sowie dass der vorderste  Teil des Rostes mit einem Gemisch aus fri  schem, v     orgetroeknetem    Brennstoff und aus  in Verbrennung befindlichen Brennstoffteil  chen aus dem Feuerraum beschickt wird,

   wel-         ches        Clemiseh    durch freies Niederfallen seiner  Bestandteile über die ganze Rostbreite ent  steht. Die Einrichtung zur     Durchführung     des     Verfahrens    mit Brennstoffeinführung in  den Feuerraum durch ein Förderband ist ge  kennzeichnet durch die Anordnung einer       Kühlrohrwand,    die das annähernd in halber  Höhe des     Feuerraums    angeordnete Band ge  gen den Feuerraum hin abschirmt.  



  Die Feuerung nach dem neuen Verfahren  ist eine Rostfeuerung in Verbindung mit  einer Feuerung in der Schwebe. Hierbei wird  ein Rost, der den     Brennstoffvorsehub    bewirkt,       benutzt,    vornehmlich ein Wanderrost. Derar  tige Roste werden bisher nur zum kleinen Teil  wirklich ausgenutzt. Der vorderste Drittel des  Rostes dient. mehr der     Troeknung    und     allmäh-          liehen        Durchzündung    der Brennstoffschicht;  der hintere Teil des Rostes ist, zur Erzielung  eines guten     Ausbrandes,    in der Regel eben  falls sehr schwach belastet. Bei den Rosten  für das neue Verfahren fehlen diese schwach  belasteten Abschnitte.  



  Nach einem bevorzugten Verfahren wird  die Verbrennung in der Schwebe dadurch  beschleunigt, dass sie mit hocherhitzter Luft  erfolgt, während der Rost zweckmässig mit  kaltem Unterwind betrieben wird. Dieses Ver  fahren bietet zwei Vorzüge: Der Rost bleibt  einerseits bei höchster     Beanspruchung    vor  züglich gekühlt, anderseits kann der die Ober  luft bildende Anteil der gesamten Verbren-           nungsluft    auf weit höhere Temperaturgrade  erhitzt werden, als es bei der     Vorwärmung     der gesamten Luftmenge möglich wäre.  



  Die Verbrennung im Schwebezustand hat  eine starke     Anreieherung    der Feuergase mit  Flugkoks und Flugasche zur Folge, so dass es  beispielsweise bei Kesseln mit Wanderrost  zweckmässig ist, die     Abscheidung    des     Flug-          koks    und der     Flugasche    aus den Kesselzügen  und in einem nachgeschalteten Rauchgas  filter vorzunehmen. Dieser     Flugkoks    und  diese Flugasche können mittels Heissluft als  Fördermittel über dem Wanderrost in Rich  tung auf das vordere Rostende hin in den  Feuerraum eingeblasen werden. Die Anwen  dung hocherhitzter Heissluft hat bereits eine  beginnende Vergasung der brennbaren Be  standteile noch innerhalb der Flugbahn zur  Folge.

   Sie schafft daher ganz andere und  wesentlich günstigere Verbrennungsbedingun  gen als bei den schon bekannten einfachen       Flugkoksrückführungen,    bei welchen ein gro  sser Teil des eingeblasenen Flugkoks noch       einverbrannt    auf den Rost fällt, ein meist  noch grösserer, aber wiederholt mit den Rauch  gasen umgewälzt werden muss.

   Bei entspre  chender Ausgestaltung des neuen Verfahrens  werden nur die gröbsten     Flugkoksbestandteile     bis in den niederfallenden frischen Brenn  stoff geschleudert, wodurch sie zur Vermeh  rung des     Gleitanteils    beitragen.     -Anderseits     entsteht durch die Rückführung, die auch in  bekannter Weise mit Rauchgas als     Förder-          mittel    betrieben werden kann, schon eine erste       Verwirbelung    der Feuergase, welche die voll  kommene Verbrennung einleitet.  



  Durch entsprechende Ausgestaltung des  Verfahrens wird trotz starker Vermehrung  des Anteils der Verbrennung in der Schwebe  eine weitgehende Verminderung der mit den       Ra-ichgasen    in die Züge mitgerissenen  Schwebeteile herbeigeführt. Zweckmässig wird  Oberluft von verschiedenen Seiten auf einen       Punkt    über der Rostmitte oder     tangential     auf einen mehr oder weniger grossen Kreis  um diesen     Punkt    gerichtet. Die Luftdüsen  werden zweckmässig     schwenkbar    eingerichtet,    uni die jeweils günstigste Einführung ein  stellen zu     können.     



  Die Oberluft wird     zweekmässig    mit ver  hältnismässig hoher Geschwindigkeit und ho  her Temperatur eingeblasen. Zwecks guter  Aufteilung kann diese Einführung in ver  schiedenen     übereinanderliegenden    Ebenen er  folgen. Bei     tangentialer    Einführung erzeugt  man den bei     Kohlenstaubfeuerungen    schon  bekannten Wirbel der Feuergase, der eine  starke Verlängerung des     Ausbrennweges    für  die schwebenden Teile bewirkt.

   Dadurch, dass  man diese Wirbel erzeugenden Lufteinfüh  rungen in verschiedenen     übereinanderliegen-          den    Ebenen jeweils entgegengesetzt vornimmt.,  wird die     Verwirbelung    noch intensiver und  der     Ausbrenneffekt    beträchtlich gesteigert.  



  Bei dem Verfahren wird zweckmässig eine  nach vorn, der     Rostbewegung    entgegengesetzt  gerichtete     Oberlufteinblasung    in die unter  halb der Brennstoffeinführung liegende Glut  rückführungszone vorgesehen und weitere  Oberluft zur     Verwirbelung    - zentral oder       tangential,    wie     vorstehend    beschrieben   darüber angewendet und dadurch eine ver  hältnismässig kurze     Ausbrennzone    geschaffen,  die eine niedrige Bauhöhe beispielsweise von  Kesselanlagen bei hoher Leistung ermöglicht.  



  Die schon bekannte Brennstoffeinführung  über die ganze Breite des Feuerraumes durch  ein     Redlerband,        Schleppenkettenförderer    oder  dergleichen Förderer erfolgt     zweckmässig    etwa  in halber Höhe des Feuerraumes. Der För  derer wird gegen den Feuerraum hin mit Vor  teil durch eine     Kühlrohrwand    abgeschirmt.

    Um zum Beispiel das Band auch von     -unten     vor den     Einwirkungen    der     Feuerraumstrah-          lung    zu schützen und     Rückzünd-ingen    zu ver  meiden, können oberhalb des Abgabeendes des  Förderbandes Mittel zur     Einblasung    von war  mer Luft, vorgesehen sein, die über die Ein  trittsstelle des Brennstoffes in den Feuerraum  gelangt und deren Temperatur durch Mischen  mit Kaltluft eingestellt wird. Diese warme  Zweitluft fördert auch die Brennstofftrock  nung und die Zündung und Verbrennung der  Schwelgase, die in der vordersten Zone der  Feuerung in reichem Masse frei werden.

        Dieser, hauptsächlich als Schutz wirkende  Zweitluftstrom, kann von dem Antrieb des       Brennstoff-Förderbandes    in der Art geregelt  werden, dass bei einer Verminderung seiner  Geschwindigkeiten, also während der     Schwach-          Iasten    der Feuerung, die     Kaltluftzuführung     verstärkt, beim     .Stillsetzen    des Bandes die  Heissluftbeimischung abgeschaltet und der  Kaltluftstrom auf die zum Schutz der     Brenn-          stoffzuführungsapparatur    nötige Menge abge  drosselt wird.  



  Wenn die Verbrennung mit möglichst ge  ringem     Luftübersehuss    durchgeführt wird,  wird im Feuerraum eine relativ hohe Tempe  ratur erreicht, so dass die Asche     grösstenteils     flüssig wird und auf dem hintersten Teil  des Rostes als schwerer Bestandteil mehr oder  weniger granuliert, während die koksartigen,       unausgebrannten    Teile, vom Luftstrom ange  hoben, in den Feuerraum geschleudert wer  den. Es erfolgt dadurch die bekannte selbst  tätige Aassichtung des Brennbaren vom     Un-          verbrennliehen.    Bei diesem Verfahren mass  der grösste Teil der Verbrennungsrückstände  vom Rost. ausgetragen werden.

   Zur Sicher  stellung eines unter allen Umständen v     oll-          kommenen    Aasbrandes kann man die Rost  rückstände über einen Abstreifer in einen       Ausbrennsehacht    hinter dem Rost führen.  



  Bei manchen Brennstoffen kann die an       sich    bekannte, nach rückwärts ansteigende  Neigung des Rostes vorteilhaft sein.  



  An Hand der Zeichnung wird im nach  folgenden ein Ausführungsbeispiel des erfin  dungsgemässen     Feuerungsverfahrens    erläu  tert.  



  Als     Feuerungsrost    wurde für das Beispiel  ein     Zonenwanderrost    gewählt.  



  Die     Fig.    1 zeigt eine Kesselanlage im  Längsschnitt.  



  Die     Fig.    2 ist ein Querschnitt nach Linie       A-B    der     Fig.    1 durch den Feuerraum ober  halb der     Flugkoksrückführung    und Zweitluft  zuführung.  



  Die     Fig.    3 und 4 sind Querschnitte nach  den Linien     C-D    und     E-F    der     Fig.1    in der       Ausbrandzone    der Schwebefeuerung.  



  Der Wanderrost a benötigt beim vorliegen-    den Beispiel des     Feuerungsverfahrens    nur  drei Zonen, eine vordere, um die intensive ;       Verbrennung    vorn auf dem Rost in Gang  zu setzen, eine mittlere     Häuptverbrennungs-          zone    und eine verhältnismässig kurze hintere  Trennzone, auf welcher die noch     unverbrann-          ten    Brennstoffteile von den ausgebrannten ;  Schlacken getrennt in den Feuerraum ge  schleudert werden. Die diesen Zonen zugeord  neten Luftkanäle sind mit     b,    c und     d    bezeich  net. Unterteilungen dieser Zonen sind möglich,  aber nicht unbedingt erforderlich.

   Der Rost ,  ist, durch den Wegfall der bisher üblichen  vordern Trocken- und Entzündungszone und  der     rüek-#värtigeii        Ausbrandzone    wesentlich  kürzer, so dass eine besondere Führung des  rückkehrenden     Trams    e des Rostbandes     ent-        d          behrlich    ist und der freie Durchgang  eine besondere     Rostspannvorrichtung    unnötig  macht. Dadurch gewinnt der Rost wesentlich  an Betriebssicherheit. Am Rostende wird  zweckmässig ein Abstreifer f vorgesehen, der,  den Abschluss des Rostes erleichtert.

   Es ist  auch noch ein     Ausbrennschacht    g vorhanden,  der bei Verfeuerung besonders     aschereicher          Brennstoffe        vorteilhaft    ist., weil es bei solchen  Brennstoffen vorkommen kann, dass     Koksteile          ausgebrannten    Schlacken anhaften und mit  diesen     unausgenützt    verlorengehen könnten.  Ein solcher Schacht g könnte indessen auch  fehlen.  



  Die Beschickung des Rostes erfolgt durch  ein Förderband     h.,    das zweckmässig in halber  Höhe des Feuerraumes angeordnet ist. Seit  lieh gegen den Feuerraum hin ist das Förder  band oder die Beschickungsvorrichtung durch  eine     Kühlrohrwand    i abgeschirmt.     i     Der Feuerraum ist ringsherum mit Kühl  rohrsystemen des Kessels ausgekleidet.  



  Der in den Zügen des Kessels an den Um  lenkstellen der Rauchgase bei m und im       R.auehgasfilter        n    bei o ausfallende     Flugkoks,     und die Flugasche werden in bekannter Weise  durch     injektorartig    wirkende Düsen, von  denen einige bei o mit dem Buchstaben p an  gedeutet sind (vgl.

       Fig.    1), durch einen     För-          derluftstrom    aus der Heissluftleitung     erfasst     und durch die Rohrleitung q     zii    den Düsen 1      befördert, die sich im untern Teil der     Feuer-          raiunrückwand        k    befinden und durch die der  Flugkoks und die Flugasche gegen das     Rost-          beschiekungsende    hin eingeblasen werden.  



  In der     Feuerraumrüekwand    sind oberhalb  der     Flugasehenrüekführung    die Zweitluft  düsen     r    angeordnet, die ebenfalls nach dem       Rostbeschickungsende    gerichtet sind und mit  hocherhitzter Luft betrieben werden.

      Weiter oberhalb dieser     Zweitlufteinfüh-          rLmg    sind eine oder, wie gezeigt, mehrere über  einanderliegende Gruppen von     Drittluftzu-          iührungen        si_,   <I>32,</I>     s3,    s     (Fig.    3),     t1,    t2,     t3,        ti          (Fig.    4) und     u1,        n2,        icp,        ic.l    vorgesehen, die,  abweichend von der Darstellung,

   von verschie  denen Seiten - am besten von den Ecken des       Feuerraumes    aus -, zum Beispiel auf einen       Punkt,    nämlich den Schnittpunkt der Verti  kalachse des Feuerraumes mit der     Einblas-          ebene,    gerichtet sein können. Die Drittluft  düsen, die ebenfalls mit hocherhitzter Luft  betrieben werden, sind zweckmässig in den  horizontalen     Einblasebenen        schwenkbar    ein  gerichtet.

   Man kann auf diese Weise die       Richtung    der     Drittluftstrahlen    auch     tangen-          tial    auf einen mehr oder weniger grossen Kreis  um die     Feuerraumachse    einstellen und da  durch den bekannten Drall der Feuergase er  zeugen. Es können hierbei die Einstellungen  derart vorgenommen werden, dass die     tangen-          tiale    Strömungsrichtung der     Dritthiftstrahlen     in den     übereinanderliegenden    Ebenen ab  wechselnd entgegengesetzt gerichtet ist.  



       Lm    von unten her durch die Beschickungs  öffnung den Einfluss der     Feuerraumstrah-          lung    auf die Beschickungsapparatur auszu  schalten und auch     Brennstoffrückzündungen     gegen den Bunker zu vermeiden, wird eine  von oben nach unten gerichtete Luftströmung       aus    Düsen     v    hinter der Rohrwand i erzeugt.  Diese Schutzluft darf, wenn auch nicht auf  die     Höchsttemperatur,    so doch vorgewärmt  sein. Die Temperatur kann um so höher sein,  je gasärmer der verfeuerte Brennstoff ist.

    Die Temperaturanpassung dieses im nachfol  genden      Viertluftstrom     genannten Luftstro  mes erfolgt durch     Zumischung    von Kaltluft    zu dem vom Lufterhitzer kommenden Heiss  luftstrom.  



  Solange das Band oder die Beschickungs  vorrichtung läuft, kann ohne 'Schaden für  die Konstruktion die für den     Brennstoff     höchst zugelassene Temperatur der Schutzluft  aufrechterhalten werden. Erst bei einer stär  keren Drosselung der Brennstoffzufuhr wird  die     Schutzlufttemperatur    in Abhängigkeit von  der Bandgeschwindigkeit herabgesetzt. Dies  kann in einfacher Weise durch die     Einwir          kung    eines von der Bandgeschwindigkeit ab  hängigen Regelorganes auf die Drosselklappen  in der Heiss- und     Kaltluftleitung    erfolgen.  



  Bei völliger Unterbrechung der Brenn  stoffbeschickung wird automatisch die Heiss  luftzufuhr ganz abgeschaltet und gleichzeitig  die Luftmenge auf einen minimalen Wert ab  gedrosselt.  



  Der Betrieb und die     Wirkungsweise    der  v     orbeschriebenen    Kessel- und     Feuerungsan-          lage    gestaltet sich wie folgt:  Der Rost wird zur Inbetriebnahme des  Kessels mit Zündmaterial     besehiekt,    oder es  werden für diesen Zweck vorgesehene     Gas-          oder        ölzündbrenner    angestellt, die den von  der Beschickungsvorrichtung auf dem     vor-          dern    Rostende     aufgegebenen    Brennstoff ent  zünden,

   so     da.ss    nach dem Anlaufen des Rostes  die Bedeckung der beiden vordern Rostab  schnitte mit einer brennenden     Kohlensehiclit     erreicht wird. Jetzt wird der Unterwind in  dem mittleren Abschnitt so stark     gesteigert,     dass die pneumatische     Sehürung    einsetzt. So  bald auch der hintere     Rost.abselmitt    bedeckt  ist, wird die Druckluft auf diesem langsam  weiter verstärkt, gleichzeitig die     Flugasehen-          riiekführung    und die     Zweitluftzuführung,     bald danach auch die Dritt- und Viertluft  zuführungen eingeschaltet.  



  Durch die Steigerung der Luftzuführung  und     -pressung    auf den drei Rostabschnitten  von vorn nach hinten entsteht die schon be  kannte, aber unter diesen Betriebsverhältnis  sen noch sehr gesteigerte     Wirkung    des Fun  ken- bzw.     Glut-Kornfluges    von hinten nach  vorn, eine     V4'irkung,    die noch bedeutend ver  stärkt wird durch den Einfluss der Flugstaub-           rückführung    und der gleichgerichteten     Zweit-          lufteinblasiuig.        I:

  s    werden daher von diesem  Zeitpunkt ab auf dem vordern Rostende  gleichzeitig mit dem frischen Brennstoff  Glutteile frei niederfallen und der Rost über  seine ganze Breite mit einem     Frisclikohleil-          Glutgeiniseh    beschickt.- Dieses Genfisch wird  so von unten angeblasen, dass es sofort zu  lebhafter Verbrennung, die also bei diesem  Verfahren schon am vordersten Rostende ein  setzt, kommt, wobei die Kohlenschicht, auf       dein    ersten Rostabschnitt     imhend,    brennt.  



  Unter dem Einfluss der sehr hoch erhitz  ten Luft von etwa 350 bis     450     C kommt es  in der untern Verbrennungszone der Schwebe  feuerung zu überaus lebhafter     Verbrennung     auf     deni    Rost und in der Schwebe. Leichtere  Brennstoffteile, die in die obere     Ausbrand-          zone    der     Schwebefeuerung    mitgerissen sind,  werden durch die Drittluft auf dem durch  die Lufteinführung erzeugten sehr langen       Ausbrennweg    weitgehend verbrannt.

   Dadurch,  dass der Rost mit Kaltluft betrieben wird  und dass     finit    viel höheren     Unterwindpressun-          gen    als bisher gearbeitet wird, unterliegt er  kaum irgendwelcher Abnutzung. Auch der  Rostdurchfall ist praktisch ausgeschaltet.  



  Schon im freien Fall wird der frische  Brennstoff unter der Einwirkung der sehr  hohen     Feuerraumtemperatur-Strahlung    ge  trocknet und teilweise entgast. Die     Schwel-          gase    werden durch den Viertluftstrom, der  zum Schutz der Beschickungsvorrichtung von  oben her eingeführt wird, verbrannt. Dieser  Viertluftstrom hat aber auch noch eine wei  tere Wirkung, er verhindert, dass     staubför-          mige    Teile im Brennstoff sofort nach dem  Eintritt in den Feuerraum durch den leb  haften Auftrieb der Gase nach oben abgetrie  ben werden und in den Einfluss der obern       Feuerraumzone    gelangen, wo sie nicht zur  Verbrennung auf dem Rost beitragen können.

    Durch die Viertluft vollzieht sieh diese   Staub  verbrennung  unmittelbar über dein vorder  sten Rostende und nahe der frischen Brenn  stoff-Glut.seliicht auf dem Rost. Sie trägt hier  also zu einer weiteren Steigerung der Rost  leistung bei.    Die Leistungen der Kessel und Feuerun  gen, die in der beschriebenen Ausführung ge  baut und nach dem beschriebenen Verfahren  betrieben werden, sind beträchtlich höher als  die der bekannten Kessel mit Rost- und     Koh-          lenstaubfeuerungen.    Die Feuerräume können  viel niedriger sein, wodurch sich auch die  Kessel nicht so hoch bauen und die Gesamt  kosten für Kesselanlagen, nicht zuletzt auch  bedingt durch Kesselhäuser mit niedriger  Bauhöhe, wesentlich billiger stellen.

   Dies wird  veranschaulicht durch die strichpunktierte  Linie w     (Fig.1),    die den     Mindestraumbedarf     eines Kessels gleicher Leistung, jedoch be  kannter Bauart in der Tiefe wiedergibt, wäh  rend der Kessel mit erfindungsgemässer     Ein-          rieht.ung    nur die halbe Höhe der bekannten  Kessel aufzuweisen braucht. Trotz der An  wendung bedeutend höherer Luftpressung  und höherer     Rauchgasgeschwindigkeiten,    die  einen stärkeren Zugverlust verursachen, ge  staltet sich der Betrieb im ganzen viel wirt  schaftlicher.

   Der hohe Energieaufwand für  die     Bremistoffvermahlung    bei     Kohlenstaub-          feuerungen    und der     llühlenverschleiss    fehlen.  Nur sehr     grobstückige    Kohlen müssen     vorge-          broehen    werden, sonst können die Brenn  stoffe verfeuert werden, wie sie sind, feucht  oder trocken. Die bei Rostfeuerungen meist  notwendige Anfeuchtung zu trockener Koh  len ist nicht erforderlich; der dann unver  meidliche Wärmeverlust durch Verdampfung  des zugeführten Wassers tritt nicht ein.  Einem Verschleiss ist weder der von Wasser  rohren bedeckte Feuerraum, noch der unter  günstigen Bedingungen arbeitende Rost un  terworfen.

   Vorzüglicher     Ausbrand    der Gase  bei sehr geringem     Luftüberschuss    und nied  riger     Aschfallverlust    ergeben einen sehr hohen       Wirkungsgrad.    Die vollkommene Verbrennung  bei höchsten Temperaturen verändert die  Flugasche in günstiger Weise, so dass in Ver  bindung mit, der     Flugaselienrüekführung    und  bei den hohen Gasgeschwindigkeiten die     ge-          füreht.eten    äussern Verschmutzungen der  Nachheizflächen nicht eintreten können und  sehr lange Dauerbetriebszeiten der Kessel er  möglicht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Verfeuerung fester, stücki- ger Brennstoffe in einer Feuerung, dadurch gekennzeichnet, dass eine gegen das Ende des den Brennstoffvorschub bewirkenden Rostes zunehmende und so starke Unterwindzufuhr und -pressung angewendet wird, dass die in Verbrennung befindliche Brennstoffschicht auf dem Rost pneumatisch in Bewegung gerät und brennende Brennstoffteilchen in den Feuerraum und nach dem vordern Rostende zu geschleudert werden,
    sowie dass der vor derste Teil des Rostes mit einem Gemisch aus frischem vorgetrocknetem Brennstoff und aus in Verbrennung befindlichen Brennstofftei len aus dem Feuerraum beschickt wird, wel ches Gemisch durch freies Niederfallen seiner Bestandteile über die gesamte Rostbreite hin entsteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Beaufschlagung des Rostes mit Kaltluft und die Anwendung von erhitzter Luft als Oberheft für die Verbren nung von Brennstoffteilchen in der Schwebe und der Gase. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, in Anwendung bei einer Kesselanlage mit.
    Wanderrost, dadurch ge kennzeichnet, dass der Flugkoks und die Flug asche, die hinter dem Feuerraum zur Abschei- dung gekommen sind, über dem Wanderrost in Richtung auf das vordere Rostende hin mit Heissluft als Fördermittel in den Feuer raum eingeblasen werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberluft von verschie denen Seiten her auf eine bestimmte Stelle gerichtet wird. 4. Verfahren nach Patentanspi-Lich I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberluft von verschie denen Seiten her tangential auf einen Kreis gerichtet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Einführung der Oberluft in ver schiedenen übereinanderliegenden Ebenen. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass abwechselnd in entgegen gesetzten Richtungen rotierende Oberluft- schichten erzeugt werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine entgegen der Rostbewegung nach vorn gerichtete Oberlufteinführung in die unterhalb der Brennstoffzuführung liegende Zone der Glutrückführun(Y, sowie durch eine Oberlufteinführung in der darüber befind lichen Ausbrennzone. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass von einer Stelle oberhalb des Austragendes eines den Brennstoff zur Brennstoffeinführungsstelle des Feuerraumes fördernden Bandes ein von oben nach unten gerichteter warmer Luftstrom zum Schutz des Förderbandes vor Feuerraurneinstrahlung und zum Schutz gegen Brennstoffrückzün- dung eingeblasen wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I lind den Unteransprüchen 1 bis 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Schutzluft selbsttätig in Abhängigkeit von der Bandgesehwindigkeit geregelt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, 8 und 9, da durch gekennzeichnet, dass beim Stillsetzen des Bandes eine Umschaltung des Schutzluft stromes auf Kalthaft und gleichzeitig eine Drosselung der Luftzufuhr auf einen Mini malwert vorgenommen wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit Brenn stoffeinführung in den Feuerraum durch ein Förderband, gekennzeichnet durch die Anord nung einer Kühlrohrwand, die das annähernd in halber Höhe des Feuerraumes angeordnete Band gegen den Feuerraum hin abschirmt.
CH282301D 1948-11-01 1949-09-19 Verfahren und Einrichtung zur Verfeuerung fester, stückiger Brennstoffe in Feuerungen. CH282301A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3200194A1 (de) * 1982-01-07 1983-07-14 Saarbergwerke AG, 6600 Saarbrücken Verfahren zum verfeuern eines festen brennstoffes und feuerungseinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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DE3200194A1 (de) * 1982-01-07 1983-07-14 Saarbergwerke AG, 6600 Saarbrücken Verfahren zum verfeuern eines festen brennstoffes und feuerungseinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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