CH282416A - Mechanik an Blechblasinstrumenten mit Drehventilen. - Google Patents
Mechanik an Blechblasinstrumenten mit Drehventilen.Info
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Description
Mechanik an Blechblasinstrumenten mit Drehventilen. Die Erfindung betrifft die unter der Fachbezeichnung Maschine bekannte Mecha nik an Blechblasinstrumenten, bei denen zur Übertragung der Tastenbewegung auf den Drehkörper des Ventils ein die Taste tra gender Winkelhebel und ein Lenker vorge sehen sind.
Bei bekannten Maschinen dieser Art ist zur Rückdrehung des Tastenhebels nach Be tätigung des Ventils eine in einem besonde ren Federgehäuse des Kipphebels angeordnete Spiralfeder verwendet, wobei ein jeder Ta stenhebel an einem eigenen, in seitlichen Trä gern unverdrehbar gehaltenen Achsbolzen gelagert ist. Zur Begrenzung des Kippweges des Tastenhebels, bzw. der Drehbewegung des Ventilkörpers sind am Ventilgehäuse An schläge für den Ventilexzenter angeordnet.
Diese bekannte Maschinenausbildung ist nicht nur baulich umständlich und relativ teuer, sondern erschwert die Zerlegung und den Zusammenbau, z. B. bei Reinigung und Reparaturen, da nach jeder Zerlegung zur Vermeidung von Verklemmung die Mechanik und der Tastenanschlag neu einreguliert wer den muss.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer diese Nachteile beseiti genden, baulich einfacheren Ventilmechanik oder Maschine an Blechblasinstrumenten.
Gemäss der Erfindung sind die Winkel hebel auf einer gemeinsamen, in seitlichen Tragbügeln unverdrehbar gehaltenen Achse gelagert und in jeden eine Taste tragenden, als Hülse ausgebildeten Arm des Winkel hebels ein unter Einfluss eines federnden Or gans stehender, in eine unterhalb der Dreh- axe angeordnete, den obern Begrenzungs anschlag des Tastenhebels bildende Vertie fung der Achse eingreifender Bolzen einge setzt, welcher beim Niederdrücken der Taste unter weiterer Spannung des elastischen Or gans in den hülsenförmigen Winkelhebelarm zurückgedrückt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes.
Fig. 1 stellt die Mechanik eines Blechblas instrumentes im Seitenriss und teilweisen Schnitt nach Linie I-1 in Fig. 2 und Fig. 2 dieselbe im Grundriss mit Horizon talschnitt nach Linie II-II in Fig. 1 dar. Fig. 3 ist ein vertikaler Längsschnitt durch einen Tastenhebel und dessen Drehachse nach Linie III-III in Fig. 2.
Mit 1 ist die die Drehaxe für die Tasten winkelhebel 2 bildende Hohlwelle bezeichnet, welche beiderends in je einer Kappe 3 eines an einer Brücke 4 angeschraubten Bügels 5 unverdrehbar gehalten ist. Der mit Taste 6 versehene Arm des Winkelhebels ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, als Hülse 2a ausgebildet. In diese Hülse 2a ist ein der Lichtweite die ser Hülse angepasster Bolzen 7 eingesetzt, an dessen innerem Ende eine vorgespannte Schraubenfeder 8 angreift, deren anderes Ende an einer Verschlussschraube 9 der Hülse 2a abgestützt ist.
Das vordere Ende des Bol- zens 7 greift in eine unterhalb der Tasten- hebel-Drehaxe angeordnete Aussparung 10 der Hohlwelle 1 ein. Diese Aussparung ist so bemessen, dass der Bolzen 7 in der horizon talen Ausgangsstellung des Tastenhebels stirnseitig und oben je an einer durch die Aussparung 10 gebildete Flanke im Hülsen mantel ansteht, wodurch der obere Begren zungsanschlag des Tastenhebels gebildet ist.
Die Länge des Bolzens und die Feder 8 sind so bemessen, dass beim Niederdrücken der Taste 6 in die in Fig. 3 strichpunktiert ange deutete Ventil-Betätigungsstellung der Bolzen 7 in den Hebelarm 2a geschoben wird und dabei die Feder 8 völlig zusammendrückt, wodurch der untere Begrenzungsanschlag für den Tastenhebel gebildet ist.
Zur Übertragung der Tastenbewegung auf den Drehkörper 11 (Fig. 1) des Ventils dient ein mittels Kugelgelenken einerends am untern Ende des Hebelarmes 2b und andernends am Exzenter 12 des Ventildreh körpers angreifender Lenker 13. Der das eine Lenkerende bildende kugelige Kopf 14 ist in einem als Kugelgelenkpfanne ausgebil deten, in das untere Ende des Hebelarmes 2b eingeschraubten Gelenkstück 23 gehalten.
Der kugelige Kopf 15 des andern Endes des Len kers 13 greift in eine oben durch einen stirn- seitig eine Kugelkalotte bildenden, in den Ventilexzenter 12 eingeschraubten Stellbol zen 16 begrenzte Gelenkpfanne ein, aus wel cher der Lenker nach teilweisem Heraus schrauben des durch eine Gegenmutter 17 in seiner richtigen Lage gesicherten Stellbolzens auf einfache Weise gelöst werden kann.
Der Exzenter 12 ist in bekannter Weise auf das mit kantigem Profil ausgebildete obere Ende des Drehzapfens 11a (Fig. 1) aufgesetzt und durch eine Schraube gesichert. Zur Gewährleistung einer stets genauen konzentrischen Lagerung des Drehkörpers 11 des Ventils und zur Ermöglichung der Nach stellung weist dieser Drehkörper oben einen in einer konischen Aussparung des Ventil deckels 19 geführten, als Konus ausgebildeten Halsansatz 18 und unten eine konische Aus drehung auf, in welche ein durch den Boden des Ventilgehäuses 20 hindurchgeschraubter Bolzen 21 mit konischer Passfläehe eingreift. Durch diesen höhenverstellbaren und durch Gegenmutter 22 sicherbaren Bolzen 21 kann je nach Notwendigkeit, rasch das Spiel des Drehkörpers im Ventilgehäuse passend regu liert werden. Auch die Zerlegung dieses Ven tils, z.
B. zwecks Reinigung, ist durch diese beschriebene Ausbildung sehr vereinfacht, indem nach Lösen der Verschraubung am Drehzapfen lla und Abheben des Exzenters 12 bloss der Deckel 18 ist, um den Drehkörper aus dein Ventil herausheben zu können, ohne die Ventileinstellung am Ko- nusbolzen 21 verändern zu müssen.
An Stelle der Hohlwelle für die Tasten hebel könnte ein massiver Achszapfen mit. einer längsverlaufenden, im Profil keilför migen Ausfräsung oder ein Rohrstück mit entsprechendem, den Anschlag für den Bol zen bildenden Profil verwendet sein. Zur Ab federung des Bolzens 7 könnte im hohlen Hebelarm 2a ein anderes elastisches Organ, z. B. ein Gummizapfen angeordnet sein.
Die beschriebene Ventilmechanik für Blechblasinstrumente ist bekannten Mecha nismen gegenüber nicht nur konstruktiv we sentlich einfacher - da z. B. für die Tasten- und Ventilstellungs-Begrenzung besondere Anschlagorgane am Ventil selbst sich erübri gen -, sondern auch leicht durch blosses Lö sen eines einzigen seitlichen Lagerbügels und der Exzenterbolzen zerlegbar, wobei die Fe der- und Ventileinstellung nicht verändert und bei der Montage nicht wieder neu einge stellt werden müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mechanik an Blasinstrumenten mit Dreh ventilen, bei der zur Übertragung der Tasten bewegung auf den Drehkörper des Ventils ein die Taste tragender Winkelhebel und ein Lenker vorgesehen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die W inkelliebel. auf einer ge meinsamen, in seitlichen Tragbügeln unver- drehbar gehaltenen Achse gelagert sind, und dass in jeden der eine Taste tragenden, als Hülse ausgebildeten Arme der Winkelhebel ein unter Einfluss eines federnden Organs ste hender, in eine unterhalb der Drehaxe ange ordnete, den obern Begrenzungsanschlag des Tastenhebels bildende Vertiefung der Achse eingreifender Bolzen eingesetzt ist,welcher beim Niederdrücken der Taste unter weiterer Spannung des elastischen Organs in den hülsenförmigen Winkelhebelarm zurückge drückt wird. UNTERANSPRÜCHE : 1. Mechanik nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der in eine Vertie fung der Tastenhebel-Drehachse eingreifende Anschlagbolzen unter Einfluss einer in den hülsenförmigen Winkelhebelarm eingeschobe nen, andernends an einer Verschlussschraube dieses hohlen Hebelarmes abgestützten Schrau benfeder steht, wobei die Länge des Bolzens und die Feder so bemessen sind,dass beim Niederdrücken der Taste die Feder durch den dabei weiter in den hohlen Hebelarm hineingesehobenen Bolzen völlig zusammen gedrückt wird und so den untern Tasten ansehlag bildet. 2. Mechanik nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das eine Ende des durch Kugelgelenke mit dem Tastenhebel und dem Ventilexzenter verbundenen Lenkers in einem eine Kugelpfanne bildenden, in das Ende des nach unten gerichteten Winkel hebelarmes eingeschraubten Gelenkstück und das andere Lenkerende in einer nach oben durch einen stirnseitig eine Kugelkalotte bil denden, in den Ventilexzenter eingeschraub ten Stellbolzen begrenzte Kugelgelenkpfanne gehalten ist,aus welcher der Lenker nach Herausschrauben des durch eine Gegenmutter in seiner richtigen Lage gesicherten Stellbol- zens gelöst werden kann. 3. Mechanik nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Drehkörper des Ventils oben durch aufeinanderpassende Konusflächen im Ventildeckel beziehungs weise an einem Halsansatz des Drehkörpers und unten durch einen in den Boden des Ven tilgehäuses eingeschraubten, eine zur unter seitigen konischen Aussparung des Drehkör pers passende Konusfläche aufweisenden ver stell- und feststellbaren Bolzen geführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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