CH283135A - Schweisselektrode zum Auftragen von Hartmetall und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Schweisselektrode zum Auftragen von Hartmetall und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
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- B23K35/32—Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at more than 1550°C
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Description
Schweisselektrode zum Auftragen von Hartmetall und Verfahren zur Herstellung derselben. Elektroden zum Hartschweissen sind ge wöhnlich in vier Gruppen klassifiziert, und zwar in 1. niedriglegierte Elektroden; 2. hochlegierte Elektroden; 3. eisenfreie Elektroden und schliesslich 4. Hartmetallelektroden, auf welch letzteren Typus die vorliegende Erfindung sich bezieht. Elektroden der drei ersten Gruppen bestehen gewöhnlich aus be kleideten, massiven Drähten, die ein homo genes Schweissgut ergeben, zum Unterschiede von Elektroden der vierten Gruppe, die ein heterogenes Gut liefern. Dieser letztere Elek trodentypus wurde bisher rohrförmig ausge führt, wobei das Rohr aus weichem Stahl be steht und Hartstoffe, z. B.
Wolframkarbid, in nerhalb desselben in Form von mehr oder weniger fein zerkleinerten Körnern angebracht worden sind, indem die Körner von dem einen Ende nach dem Abschneiden der Rohre ein gefüllt worden sind. Falls die Rohre aus einem Band durch Umbiegen und zum Beispiel Längsschweissen hergestellt werden, können die Körner gleichzeitig mit dem Umbiegen ein gefüllt werden. Beim Schweissen darf die Tem peratur nicht so hoch sein, dass die Körner schmelzen, sondern die Körner sollen in der von dem geschmolzenen Stahlrohr gebildeten Masse fixiert werden. Der Stahl dient also als Bindemittel für die gegen Verschleiss sehr be ständigen Karbide. Zur Verbesserung der Schweisseigenschaften werden die Aussenseiten der Rohre gewöhnlich nach bekannten Metho den mit einem Belag versehen.
Die rohrförmigen Elektroden weisen je doch gewisse wirtschaftliche und schweisstech nische Nachteile auf, die durch Verwendung der erfindungsgemässen Elektroden beseitigt werden. Schweisselektroden gemäss der Erfin dung sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem metallischen Kern, z. B. aus Stahl, be stehen, der von einem Hartstoffteilchen, z. B. Wolframkarbidkörner, und ein nichtmetalli sches Bindemittel enthaltenden Belag um geben ist. Das Bindemittel soll vorzugsweise die Schweisseigenschaften fördern. Es wurde gefunden, dass man mit einer solchen Elek trode einen günstigeren Schweissverlauf als mit Rohrelektroden erhält, welch letztere ein schlechtes Wärmeleitungsvermögen besitzen, so dass die Rohre leicht überhitzt und glühend werden.
Man ist darum gezwungen, die Wand stärke der Rohre so hoch zu halten, dass der Gehalt an Stahl im Verhältnis zum Hartstoff vom Verschleissstandpunkt aus ungünstig hoch wird. Mit einem homogenen Kerndraht nach der vorliegenden Erfindung kann dieser Stahl gehalt niedriger gehalten werden.
Anlass zu Störungen beim Schweissen mit Rohrelektroden ergibt sich daraus, dass das Rohrende nicht immer beim Löschen des Lichtbogens zusammenschmilzt, was dazu füh ren kann, dass ein Teil der Körnerfüllung aus fliesst. Die Füllung in Rohrelektroden muss daher hart gepackt sein. Mit den erfindungs- gemässen Elektroden fallen diese Schwierig keiten weg.
In gewissen Fällen ist es erwünscht, Hart metallelektroden mit kleinen Durchmessern zu erhalten. Bei Verwendung von Rohren sind die Möglichkeiten zu einer wirtschaftlichen Herstellung durch die Schwierigkeit, die Kör- . nerfülung in enge Rohre einzubringen, be grenzt. Bei Verwendung eines homogenen Kerndrahtes liegt vom Herstellungsgesichts punkt aus keine Dimensionsbegrenzung nach unten vor. Die wirtschaftlichen Vorteile der Erfindung treten am meisten im Falle von kleinen Durchmessern hervor, sind jedoch im übrigen generell. Dies geht aus der folgenden beispielsweisen Herstellungsweise von Elektro den nach der vorliegenden Erfindung hervor.
Zerkleinerte Hartstoffkörner, z. B. aus Wolframkarbid, werden mit Wasserglas oder einem andern geeigneten, nichtmetallischen Bindemittel gemischt. Die Viskosität des Bindemittels ist mit erhöhter Korngrösse höher zu halten, damit die schweren Körner nicht nach unten sinken und in dem untern Teil der Elektrode vor der Trocknung angereichert werden. Falls es erwünscht ist, das Binde metall zu legieren, so dass die Körner in einem zäheren und/oder härteren Grundmaterial ge halten werden, kann Metallpulver zugesetzt werden.
Das Metall wird zweckmässig mit gleichzeitiger Rücksicht auf die die Schwei ssung fördernden Eigenschaften gewählt oder aber so, dass es das zu schweissende Material legiert. Überdies kann es zweckmässig sein, ausser Zusätzen, welche mit zu schweissendem Material eine Legierung ergeben, noch Zusätze hinzuzufügen, welche sich auf den Schweiss verlauf förderlich auswirken.
Ein Belag aus Wasserglas und Karbidkörnern allein gibt je doch sehr gute Schweisseigenschaften, wenn umgekehrte Polarität verwendet wird, und bie tet den Vorteil gegenüber einer Mischung mit gewöhnlichen Ingredienzien für Elektroden beläge, dass der Gehalt an Hartstoff im Schweissgut maximal gehalten werden kann und die Trocknungsbedingungen innerhalb weiter Grenzen mit Rücksicht auf Zeit und Temperatur variiert werden können, und zwar zwischen 2 bis 15 Stunden bei l.00 bis 200 C. Der Belag auf dem Schweissdraht. kann ent weder durch mehrmaliges Eintauchen dessel ben in eine aus Bindemittel und Hartstoffteil chen bestehende Mischung oder durch Auf pressen erzielt werden.
Bei der ersteren Me thode, das heisst beim Eintauchen, hat das Bindemittel zweckmässigerweise eine dünnere Konsistenz, ferner empfiehlt es sich, das Ar beitsgut zu rühren, um die Körner gleichför mig im Bindemittel verteilt zu erhalten.
Ausser den oben geschilderten Vorteilen des vorliegenden Verfahrens sei noch hervor gehoben, dass es viel billiger und leichter ist, Drähte zu beschaffen als Rohre, und ausser dem eignen sich Drähte besser für das Auf bringen eines Belages durch Pressen, wobei Drähte leichter vollständig gerade hergestellt werden können.
Ausführungsbeispiel: 5 kg zerkleinertes Wolframkarbid mit einer Korngrösse von 0,15 bis 0,30 mm wurden zusammen mit 1,5 kg Kali wasserglas mit einer Viskosität von 475 cP nach Höppler gemischt.
Schweissdraht mit einen Kohlenstoffgehalt von 0,101/o und einem Durchmesser von 3 mm wurde in die Mischung getaucht und bei 150 C während 3 Stunden getrocknet, worauf dieser Tauch- und Trocknungsvorgang zweimal wie derholt wurde, so dass schliesslich ein äusserer Durchmesser von 7 mm erhalten wurde. Beim Schweissen mit Gleichstrom von 130 Ampere brannte der Lichtbogen stabil, wobei man eine vollkommen porenfreie Sehweissfuge erhielt. Am Mikrogefüge wurde festgestellt, dass die Karbidkörner durch den Lichtbogen unbe schädigt waren.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Schweisselektrode zum Auftragen von Hartmetall, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem metallischen Kern besteht, der von einem Hartstoffteilchen und ein nichtmetalli sches Bindemittel enthaltenden Belag umgeben ist. II. Verfahren zur Herstellung -von Schweiss elektroden nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen metallischen Kern ein Belag aufgetragen wird, der ein nichtmetallisches Bindemittel und Teilchen aus Hartstoff enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schweisselektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern aus Stahl besteht. 2. Schweisselektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartstoff aus Wolframkarbid besteht. 3.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Kern aus Stahl verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Hartstoff Wolframkarbid verwendet wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Zusätze, die den Schweissverlauf fördern, hinzugesetzt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Zusätze, welche mit dem zu sehweissenden Material eine Legie rung ergeben., hinzugesetzt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Zusätze, welche mit dem zu schweissenden Material eine Legierung ergeben, und ferner Zusätze, welche sich auf den Schweissverlauf förderlich auswirken, hinzugefügt werden. 8.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass massive Schweiss drähte in eine Mischung aus Hartstoffkörnern und einem nichtmetallischen Bindemittel ge taucht werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass auf massive Schweissdrähte eine aus Hartstoffkörnern und einem nichtmetallischen Bindemittel beste hende Mischung aufgepresst wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE283135X | 1949-02-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH283135A true CH283135A (de) | 1952-05-31 |
Family
ID=20307065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH283135D CH283135A (de) | 1949-02-08 | 1950-02-07 | Schweisselektrode zum Auftragen von Hartmetall und Verfahren zur Herstellung derselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH283135A (de) |
-
1950
- 1950-02-07 CH CH283135D patent/CH283135A/de unknown
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