CH283399A - Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten alkylaromatischer Kohlenwasserstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten alkylaromatischer Kohlenwasserstoffe.

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CH283399A
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Herman S Bloch
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Universal Oil Prod Co
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Sulfonierungsprodukten        alkylaromatischer          Kohlenwasserstoffe.       Es sind Verfahren bekannt, bei denen aus       alkylaromatisehen        Kohlenwasserstoffen    durch  deren Behandlung mit einem     Sulfonierungs-          mittel    Monosulfate hergestellt werden, die als  Zwischenprodukte für die Herstellung ober  flächenaktiver Substanzen, insbesondere von  Reinigungsmitteln, verwendbar sind.

   Vor  liegende Erfindung befasst sich mit einem  verbesserten Verfahren dieser Art, bei dem  eine praktisch vollständige Umwandlung des       alkylaromatischen    Kohlenwasserstoffmaterials  in praktisch nur aus Monosulfaten bestehende       Sulfonierungsprodukte    erreicht wird und  diese Produkte in ungewöhnlich hoher Rein  heit anfallen.  



  Erfindungsgemäss arbeitet man mit einem       Sulfonierungsmittel,    das mindestens 30     Gew.-          Prozent    freies     Schwefeltrioxyd    enthält, wobei  man     mindestens    0,8 und nicht mehr als 1,6     Mol     freies     Schwefeltrioxyd    pro     Mol    Kohlenwasser  stoff verwendet und in Gegenwart eines       inerten    Verdünnungsmittels arbeitet, das  praktisch ausschliesslich aus     mindestens    einer  Verbindung besteht, die einen     Kohlen-,

  vasser-          atoffrest    mit höchstens 8     Kohlenstoffatomen     enthält, wobei man die Umsetzung so durch  führt, dass während derselben mindestens ein  Teil des Verdünnungsmittels in flüssiger  Phase ist, wonach man dasselbe vom Reak  tionsgemisch abtrennt.

   Besonders geeignete  Verdünnungsmittel sind     inerte    Paraffin  kohlenwasserstoffe mit 3-8 Kohlenstoff-         atomen,        inerte        Cy        cloparaffinkohlenwasser-          stoffe    mit 5-8     Kohlenstoffatomen    und     inerte          Halogenkohlenwasserstoffe    mit 1-8 Kohlen  stoffatomen.

      Gemäss einer Ausführungsform wird ein       alky        laromatischer    Kohlenwasserstoff mit einer       Alkylgruppe,    die etwa 9-18 Kohlenstoff  atome enthält, mit einem     Oleum    in Kontakt  gebracht, das     mindestens    30     Gew.-Prozent     freies     Schwefeltrioxyd    enthält, und zwar in  einem Mengenverhältnis von     mindestens    0,8,  vorzugsweise mindestens 0,9     Mol,    jedoch nicht  mehr als 1,6     Mol,    zweckmässig nicht mehr als  1,

  3     Mol    freiem     Schwefeltrioxyd    pro     Mol     Kohlenwasserstoff, ferner in Gegenwart eines       inerten    Verdünnungsmittels, das während der  Reaktion mindestens zum Teil in der flüssigen'  Phase gehalten wird und aus der Gruppe der       Paraffinkohlenwasserstoffe    mit     mindestens    3,  aber nicht mehr als 8     Kohlenwasserstoffen    im  Molekül,

   der     Cyeloparaffinkohlenwasserstoffe          aus    der     Cy        clopentan    und     Cyclohexanreihe    mit  nicht mehr als 8     Kohlenstoffatomen    im Mole  kül, sowie der     halogenierten,    nicht sulfonier  baren     Kohlenwasserstoffe    mit weniger als 8       Kohlenstoffatomen    im     iIolekül    ausgewählt ist,  wonach man das     inerte    Verdünnungsmittel  von den     Sulfonierungsprodukten    abtrennt.

      Gemäss einer weiteren Ausführungsform  wird ein     Alkylbenzolkohlenwasserstoff    mit  einem     Sulfonierungsmittel    zusammengebracht,      das mindestens 30, vorzugsweise mindestens  60     Gew.-Proz.    freies     Schwefeltrioxyd    enthält,  wobei man auf 1     Mol    des Kohlenwasserstoffes       mindestens    0,9 und nicht mehr     als    1,3     lUol     freies     Schwefeltrioxyd    verwendet und bei  einer Temperatur zwischen - 20 und + 20   C  in Gegenwart einer genügenden Menge der  oben genannten Verdünnungsmittel arbeitet,

    dass ein wesentlicher Teil derselben wäh  rend der Reaktion in flüssiger Phase  bleibt und jede wesentliche Zunahme  der Reaktionstemperatur durch Verteilung       überschüssiger    Reaktionswärme als     Ver-          dampfungswärme    ableitet, wobei bei einem  Druck gearbeitet wird, welcher diese Ver  dampfung steuert, wonach man die     inerten     Verdünnungsmittel von den     Sulfonierungs-          produkten    praktisch vollständig abtrennt.  



  Gemäss einer speziellen Ausführungsform  arbeitet man kontinuierlich, indem man einen  Strom des flüssigen     alkylaromatischen    Koh  lenwasserstoffes, zum Beispiel eine     Alkyl-          toluolfraktion,    die als Hauptkomponente       Dodecyltoluol    enthält und erhalten wurde  durch     Albylierung    von     Toluol    mit einer       Propylen-Tetramerfraktion,    mit einem Strom  flüssigen Butans vermischt, die     Mischung     einer Reaktionszone zuführt, der gleichzeitig       Oleum,    das mindestens 60     Gew.-Proz.    freies       Schwefeltrioxyd    enthält,

   mit einer Geschwin  digkeit zugeführt wird, die einer Menge von  0,9-1,3     Mol    freiem S03 pro     Mol        alkylaroma-          tischen        Kohlenwasserstoffes    entspricht, die  Komponenten in der Reaktionszone im Zu  stande der Vermischung hält, durch ent  sprechende Einstellung des Druckes die       Reaktionstemperatur        zwischen    -10 und  +15   C hält und :

  die Menge des Butans so     be-          misst,    dass zwischen 0,5-3,5     Volumteile    Butan  pro     Volumteil        alkylaromatischen    Kohlenwas  serstoffes in der Reaktionsmischung in flüssi  ger Phase verbleiben, die Reaktionsprodukte  kontinuierlich in eine     Fraktionierungszone     überführt, in der das flüssige Butan ver  dampft und vom flüssigen     Sulfonierungs-          produkt    abgetrennt aufgefangen und durch  Abkühlung und Kompression für den weite  ren Verbrauch wieder     verflüssigt    wird.

      Das dabei anfallende flüssige     Sulfonierungs-          produkt    enthält dann vorwiegend     alkylaroma-          tische        Sulfonsäuren    und kann mit verdünnter  wässriger Natronlauge neutralisiert werden,  wobei das     Natriumsalz    des     alkvlaromatischen          Sulfonat-Reinigungsmittels    entsteht.  



  Weitere     Ausführungsformen    und Möglich  keiten der Durchführung der Erfindung er  geben sich aus der anschliessenden, detaillier  ten Beschreibung.  



  Für das vorliegende Verfahren zur     Sulfo-          nierung    von     alkylaromatisehen        Kohlenwasser-          stoffen    können mit. besonderem Vorteil solche       alkylaromatische    Kohlenwasserstoff e ver  wendet, werden, deren Kern monozyklisch ist,  das heisst     Alkylbenzolderivate.    Es können  aber auch     alky        laromatisehe        Kohlenwasser-          stoffe    mit polyzyklischem Kern mit gleichen  wesentlichen Vorteilen Verwendung finden.

    Zur letzteren Kohlenwasserstoffgruppe, die  als Reinigungsmittel verwendbares     Sulfonat     liefert, gehören beispielsweise     alkylierte          Naphthaline,        Dipheny        1e,        Phenanthrene,        An-          thraeene    und dergleichen Verbindungen, in  denen die     Alkylgruppe    5-10     Kohlenstoff-          atome    pro Gruppe aufweist,

   wie     Amylmethyl-          naphthalin    und     Nonylnaphthal.in.    Besonders  wertvolle Reinigungsmittel wurden aus     Alkyl-          benzollwhIenwasserstoffen    erhalten, die min  destens zwei     Alky        lgruppen    im Kern auf  weisen, von denen nicht mehr als eine etwa  9-18 Kohlenwasserstoffatome enthält, wäh  rend die übrigen     Alkylgruppen    nicht mehr  als zwei, vorzugsweise nicht, mehr als ein       Kohlenstoffatom    pro Gruppe enthalten.

   Es  wird ebenfalls bevorzugt, dass bei der  Herstellung von     Alkylbenzolsulfonaten     das     Alkylbenzolkohlenwasserstoffausgangsma-          terial    nicht mehr     als    zwei     Alky        lsubstit.uenten     mit. kurzer Kette aufweist und     da.ss    letztere,  sofern vorhanden, vorzugsweise     Methylgrup-          pen    sind.  



  Die Herstellung der     alkylaromatischen          Kohlenwasserstoffausgangsprodukte    vom     Ben-          zoltypus    kann zum Beispiel derart erfolgen,  dass ein aromatischer Kohlenwasserstoff wie  Benzol,     Toluol,        Xylol,        Methyläthylbenzol        oder          Diäthylbenzol    mit einem     Alkylierungsmittel,         das ein     Alkankohlenwasserstoffradikal    mit  etwa 9-18     Kohlenstoffatomen    enthält, kon  densiert bzw.     alkyliert    wird.

   Bei einer     ty        pi-          schen    Herstellung von     alkylaromatischem     Kohlenwasserstoff kann man     Toluol    mit einer       Monoolefinkohlenwasserstoff-Fraktion,    in wel  cher die Komponenten 9 bis etwa 18     Kohlen-          stoffatome    pro Molekül enthalten, in Gegen  wart eines geeigneten, der Fachwelt bekann  i     ten        Alkylierttngskatalysators        alkylieren.     Solche Katalysatoren sind zum Beispiel kon  zentrierte Schwefelsäure, praktisch wasser  freier     Fluorwasserstoff,

          Aluminiumhalogenid     und dergleichen. Für die     Alkylierung    kann  man auch     geeignete        Olefinkohlenwasserstoff-          Fraktionen,    deren Komponenten verhältnis  mässig gerade oder nur schwach verzweigte  Ketten aufweisen, verwenden, wie sie bei  spielsweise durch     Polymerisation    von     Olefinen     mit niedrigem     Molekulargewicht    wie     Propylen          und/oder        Butylen    erhalten wurden,

   oder die  sieh von bei geeigneter     Temperatur    siedenden  Fraktionen aus     gekrackten    Petroleumproduk  ten, zum Beispiel einer     Druckdestillations-          fraktion    eines     Wärmekrackvorganges,    die bei  140 bis etwa     3001>    C, vorzugsweise zwischen  etwa 7.70 und     2-1.01    C, siedet, ableiten.

   Eine  weitere Methode zur Herstellung der für die  Erzeugung von Reinigungsmitteln geeigneten       alkylaromatischen        Kohlenwasserstoffe    besteht  darin, ein     ha.logeniertes    Alken, zum Beispiel  ein chloriertes Kerosin, das von einer Kohlen  wasserstoff-Fraktion mit den ungefähren  Siedegrenzen von<B>170-9--100</B> C herstammt, mit    einem geeigneten aromatischen Kohlenwasser  stoff, in Gegenwart eines Kondensations  reagens, wie     wasserfreies        Aluminiumchlorid,

       zu     kondensieren.    Der gewünschte     alkylaroma-          tische    Kohlenwasserstoff wird durch Destil  lation von den     Alkylierungs-        tund/oder    Kon  densationsprodukten getrennt und eine Frak  tion, die einem     Alky        lat    entspricht, das eine       Alkylgruppe    mit etwa 9-18 Kohlenstoff  atomen enthält, abgetrennt. Diese siedet im  Falle von Benzol oder     Toluol    zwischen etwa  275 und etwa 345   C.  



  Bei :der Untersuchung geeigneter     Sulfo-          nierverfahren    wurde beobachtet, dass die nach  oben beschriebenem Verfahren hergestellte  Kohlenwasserstoffcharge ohne wesentliche       Entalkylierung    des Ausgangsproduktes     sul-          foniert    werden kann, wenn man ein     Oleum          @        erwendet,    das freies     Schwefeltrioxyd    enthält  (das heisst mehr     Schwefeltrioxyd    als in der  Schwefelsäure,     82S0,,    mit Wasser verbunden  ist)

   und die     Sulfurierung    im allgemeinen bei  Temperaturen unter 200 C durchführt. Es  wurde ferner beobachtet, dass bei Verwendung       von        Oleum        mit        weniger        als        30%        Schwefel-          trioxyd    ein grösser     Säureüberschuss    über die  zur     Monosulfonierung    erforderliche Menge  verwendet werden muss,

   um in einer einzigen  Kontaktperiode zwischen     Oleum    und     Alkyl-          kohlenwasserstoff    eine genügend vollständige       Sulfonierung    zu erhalten. Typische Resultate  der     Sulfonierung    eines     Alkyltoluolalkylats    bei       Verwendung        von        24        %igem        Oleum        bei        15                 C     sind aus nachstehender Tabelle ersichtlich  
EMI0003.0085     
  
    <I>Tabelle <SEP> I.</I>
<tb>  Mole <SEP> 

  Gesamtsäure/ <SEP> Mole <SEP> freies <SEP> S03; <SEP> Mole <SEP> Sulfonat/ <SEP> Mole <SEP> Sulfosäure/ <SEP> Mole <SEP> Sulfosäure/
<tb>  Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Gesamtsäure <SEP> Mol <SEP> freies <SEP> S03
<tb>  0,5 <SEP> 0,14 <SEP> 0,14 <SEP> 0,28 <SEP> _ <SEP> 1,00
<tb>  1,0 <SEP> 0,28 <SEP> 0,32.

   <SEP> 0,32 <SEP> 1,14
<tb>  2,0 <SEP> 0,56 <SEP> 0,57 <SEP> 0,28 <SEP> 1,02
<tb>  3,0 <SEP> 0,84 <SEP> 0,81 <SEP> 0,27 <SEP> 0,97
<tb>  4,0 <SEP> 1,12 <SEP> 0,90 <SEP> 0,23 <SEP> 0,80
<tb>  5,0 <SEP> 1,40 <SEP> 0,92 <SEP> 0,<B>1</B>8 <SEP> 0,66
<tb>  7,0 <SEP> 1,96 <SEP> 0,95 <SEP> 0,14 <SEP> 0,49              Beim        Arbeiten        mit        24%igem        Oleum        und     mit einem Verhältnis von     Oleum        zrr        Alkylat,     bei welchem der grösste     Wirkungsgrad    hin  sichtlich des Säureverbrauchs erreicht wird,

    das heisst weniger als 3     Mol    Säure pro     Mol          Alkylat,    ist die     Sulfonierung    unvollständig,  und das nichtsulfonierte     Alkv        lat    muss aus  Wirtschaftlichkeitsgründen aus dem Reak  tionsgemisch zurückgewonnen werden, so dass  man es wieder in den Prozess zurückführen  kann.

   Doch selbst unter diesen Bedingungen,  wo das nicht umgesetzte     Alkylat    wieder ver  wendet wird, ist die untere Grenze des Säure  verbrauchs für die vollständige     Alkylatum-          wa.ndlung,    wie sich zeigte, bei etwa     3,6-4        Mol     Säure pro     Mol        Alkylat.    Verwendet man ein  Verhältnis der Gesamtsäure zum     Alkylat,    die  in einem Durchsatz eine Umwandlung von  weniger als 95     0/a    des     Alky    lots in     Sulfosäuren     zur Folge hat, wird das restliche     unsulfonierte     Produkt,

   wenn man es am Schluss der Reak  tion nicht entfernt. (zum Beispiel durch  Extraktion) in den oberflächenaktiven     Sul-          fonsäuren        emulgiert,    und es tritt schliesslich  im fertigen, durch Neutralisieren und Trock  nen hergestellten     Reinigungsmittel    auf. Ein  solches Produkt zeigt dann im Gebrauch als  Reinigungsmittel einen störenden     Kohlen-          wasserstoffgerueh,    der dasselbe zum Beispiel  für die Haushaltwäsche ungeeignet macht, wo  es mit heissem Wasser vermischt wird und die  sich bildenden Dämpfe eingeatmet werden.  



       Olerun    mit einem höheren Gehalt an freiem       Schwefeltrioxyd        als        30%,        zum        Beispiel          60o/oiges        Oleum,    erhöht bei der direkten An  wendung als     Sulfonierungsmittel    in Abwesen  heit von Verdünnungsmitteln die Ausbeute an       Sulfonsäuren    pro     Mol    der im Reaktionsraum  anwesenden     Gesamts'äuremenge,    wie aus folgen  der Tabelle für     60o/oiges        Oleum    ersichtlich.

    
EMI0004.0049     
  
    <I>Tabelle <SEP> IL</I>
<tb>  Mole <SEP> Gesamtsäure/ <SEP> Mole <SEP> sulfoniert/
<tb>  Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Alkylat
<tb>  1.,0 <SEP> 0,29
<tb>  2,0 <SEP> 0,74
<tb>  3,0 <SEP> 0,83       Die vorstehenden Ergebnisse bei der       Sulfonierung        mit        Oleum,        das        24%        freies          Schwefeltrioxyd    enthält, zeigen, obschon sie  denjenigen mit konzentrierter     Schwefelsäure     ohne freies     SO;

  ,    überlegen sind, dass zur Er  zielung einer mindestens annehmbar voll  ständigen Umwandlung (das heisst einer       95%igen        Sulfurierung        des        Alkylats)        die        er-          forderliche    Säuremenge etwa 7     Mol    pro     Mol          Alkylat    beträgt, was vom ökonomischen  Standpunkt allein aus gesehen prohibitive       Reaktionsmittelkosten    bedeutet.

   Die Aus  drucksweise      Mol    Säure  bedeutet in den. vor  liegenden Unterlagen die Anzahl Mole     titrier-          barer    Säure, also die Summe :der Mole freies       Schwefeltrioxyd    und Schwefelsäure). Um den.

    Säureverbrauch pro     Mol    sulfoniertes     Alkylat     herabzusetzen, wäre es erforderlich, bei     Ver-          wendung        von        24        %igem        oder        schwächerem          Oleum,    nur einen Teil des     Alkylats    zu sulfo  nieren, das nichtsulfonierte     Alkylat    abzu  trennen und mit     frischem        Sulfonierungsmittel     wieder in den Prozess einzuführen.

   Diese  Arbeitsweise erfordert offensichtlich zusätz  liche     Verfahrensschritte    und     Ausrüstungen     und ist im allgemeinen weniger wirtschaftlich  als ein Verfahren, bei dem bei einem Durch  satz eine praktisch vollständige Umwandlung  erhalten wird. Aus vorstehenden Resultaten  ergibt sich auch, dass zur Neutralisierung des       überschüssigen        Sulfonierungsmittels    grosse       Alkalimengen    erforderlich sind, oder dass man       durch    sorgfältiges Verdünnen des Reaktions  gemisches mit Wasser und Ausfällen des     Sul-          fonierungsproduktes    letzteres aus dem Säure  überschuss abtrennen muss.

   Es ist für die       Sulfonierungsmethode    mit schwach konzen  triertem     Oleum    auch charakteristisch, dass  gewöhnlich keine vollständige Trennung der       Sulfonsäuren    vom     Sulfonierungsmittel    statt  findet und dass, wenn man     versrecht,    das     Sul-          fonierungsmittel    aus einer verdünnten Lösung  desselben zurückzugewinnen, zusätzliche Ver  fahrensstufen, wie Verdampfung des Wassers,  erforderlich sind, um die Schwefelsäure zu  konzentrieren. In jedem Falle wird deshalb  eine übermässige Säuremenge verbraucht, und  es werden zusätzliche     Arbeitsstufen    benötigt.

        Man sieht aus vorstehenden Beobachtun  gen, dass die     Ausbeutesteigerung    an     Sulfon-          säure    aus dem     Alkylat,    welche durch Zu  nahme     des    freien     Schwefeltrioxy        ds    um etwa       35%        bewirkt        wird,        nur        gering        ist,        und        es     wird angenommen, dass gleichzeitig die Bil  dung der Zersetzungsprodukte des     Alkylats     zunimmt, welche Teere,

   Harze und andere un  erwünschte Nebenprodukte liefert. Das Pro  dukt enthält überdies bei Verwendung von       hoelikonzentriertem        Oleum    in Abwesenheit  von Verdünnungsmitteln mehr unerwünschte  gefärbte Stoffe, und seine Reinigungskraft  ist beträchtlich geringer, als dem Optimum für       Produkte        dieser        Klasse        entspricht,        was     eine Folge von Nebenreaktionen ist,  die während der     Sulfonierttng    stattfinden,

   wie  zum     Beispiel    Oxydation oder Abspaltung von  Teilen oder der ganzen     Alkylgruppe    mit lan  ger Kette aus dem     Alkylat    und insbesondere  aus     Alky        ltohaolalky    Taten, welche zu Reini  gungsmitteln führen, :deren Reinigungswir  kung und deren Oberflächenaktivität geringer  ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zur  Durchführung der     Sulfonierung    von     alkyl-          aromatischen        Kohlenwasserstoffen,    zwecks  Erzeugung praktisch farbloser, qualitativ       hoelasteliender        Kohlenwasserstoffe    in prak  tisch quantitativen Ausbeuten,     hoelakonzen-          triertes        Oleum    verwenden kann, wenn man das         Oleum    mit dem     Alky    Tat in Gegenwart eines  geeigneten     inerten    Verdünnungsmittels von  der eingangs erwähnten Art in Kontakt  bringt.

   In Gegenwart des Verdünnungsmittels  und bei Verwendung eines     Sulfonierungs-          mittels,    das     mindestens        3011/o    freies Schwefel=       trioxy    d enthält, und bei Einhaltung geregelter       Sulfonationsbedingungen    ist das Ausbeute  verhältnis an     Sulfonsäuren    pro     Mol    freies       Schwefeltrioxy    d nahezu eins.

   Nimmt man zum  Beispiel ein an     Schwefeltrioxyd    bis zu min  destens 30 oder mehr     Gew.-Proz.    angereicher  tes     Oleum,    so wird die     Gesamtsäuremenge,    die  zur vollständigen Umwandlung in einer ein  zigen Kontaktperiode erforderlich ist, im Ver  gleich zur     Arbeitsweise    ohne Verdünnungs  mittel. drastisch herabgesetzt.

   Der Vorteil dieses  Vorgehens wird sogleich ersichtlich, indem es  nicht notwendig ist, aus dem     Sulfonations-          produkt        unausgenützte    Säure abzutrennen,  und man die ganze     Sulfosäure-Sulfoniersäure-          anischung    direkt neutralisieren kann, ohne  dass man zwischendurch das überschüssige       Sulfonierungsmittel    oder nicht umgewandel  tes     Alkylat    abtrennen müsste. Ferner sind  keine übermässigen     Laugenmengen    erforder  lich, da keine grossen Überschüsse an Schwe  felsäure vorhanden sind.

   Die bei der Ver  wendung von hochkonzentriertem     Oleum    zur       Sulfonierung    in Gegenwart eines Verdün  nungsmittels erhaltenen Resultate ergeben  sich aus der Tabelle     III.     
EMI0005.0067     
  
    <I>Tabelle <SEP> III.</I>
<tb>  Sulfonierung <SEP> von <SEP> alkylaromatischem <SEP> Kohlenwasserstoff <SEP> mit <SEP> 60 <SEP> %igem <SEP> Oleum <SEP> in <SEP> Gegenwart
<tb>  von <SEP> Butan <SEP> als <SEP> Verdünnungsmittel <SEP> bei <SEP> - <SEP> 5  <SEP> 0
<tb>  Mole <SEP> 60 /o <SEP> Oleum/ <SEP> Molefreies <SEP> SO,/ <SEP> Mole <SEP> Sulfonsäure/ <SEP> Mole <SEP> Sulfonsäure/ <SEP> Mole <SEP> Sulfonsäure/
<tb>  Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Alkylat <SEP> Mol <SEP> Gesamtsäure <SEP> Mol <SEP> freies <SEP> S03
<tb>  1,0 <SEP> 0,65 <SEP> 0,

  62 <SEP> 0,62 <SEP> 0,96
<tb>  1,4 <SEP> 0,91 <SEP> 0,95 <SEP> 0,68 <SEP> 1,04
<tb>  1,8 <SEP> 1,17 <SEP> 0,99 <SEP> 0,55 <SEP> 0,85
<tb>  2,4 <SEP> 1,56 <SEP> 0,99 <SEP> 0,41 <SEP> 0,63       Die in der Tabelle     III    angeführten  Resultate zeigen, dass 95 % des     Alkylats    in die  entsprechenden     Sulfonsäuren    übergeführt    werden können, wenn man nur 1,4     Mol    Ge  samtsäure,     entsprechend   <B>0,91</B>     Mol    freies SO?,  verwendet, und dass die Umwandlung prak-           tiseh    quantitativ verläuft     (991/o),    wenn man  nur 1,

  8     Mol        60o/oiges        Oleum    pro     Mol        Alkylat,     entsprechend 1,17     Mol    freies S03 verwendet.  Es lässt sich ebenfalls erkennen, dass alle über  die letztgenannte Menge hinausgehenden Men  gen und insbesondere Mengen, die mehr als  1,3     Mol    freiem S03 (äquivalent zu zwei     Mol          60o/oigem        Oleum)    pro     Mol        Alkylat    ent  sprechen,

   für die     Bewirkung    einer weitern       Sulfonierung    nur in geringem Masse nutzbar  gemacht werden, obschon auch Verhältnisse  von     Sulfonierungsmitteln    zu     Alkylat,    die  einem     Molverhältnis    von freiem     S03    zu  Kohlenwasserstoff von 1,6:1 entsprechen, An  wendung finden können und von der Erfin  dung     mitumfasst    werden.

   Die durch die vor  stehende Arbeitsweise erhaltenen, praktisch  quantitativen     Ergebnisse    müssen im Gegen  satz zu     denjenigen    gestellt werden, :die mit       '4o/oigem        Oleum    in Abwesenheit eines Ver  dünnungsmittels erhalten wurden, wo eine  9 5     o/oige    Umwandlung bei einem Verhältnis  der Gesamtsäure zum     Alkylat    von 7     1M1    zu  1.

       1lol    erhalten wurde, und wo bei einem  Säureverbrauch von 2     Mol    pro     Mol        Alky        lat    eine  nur 57     o/oige        Umwandlung    stattfand. Obschon  die vorstehenden     Ergebnisse    auf einer  Arbeitsweise beruhen, bei der der Kontakt, des  Ausgangsmaterials mit dein     Oleum        kont.i-          ntiierlieh    erfolgt, wurden gleiche Ergebnisse  auch mit: andern Verdünnungsmitteln     Lind     mit     Chargeverfahren    erhalten.  



  Im vorliegenden Verfahren kann man das  freie     S03    in irgendeiner seiner verschiedenen       physikalischen    Modifikationen für sich allein  als     Sulfonierungsmittel    verwenden. So kann  man die a- und     fl-Form    des     S03,    die bei den  Arbeitstemperaturen normalerweise fest sind,  sowie das normalerweise flüssige     y-Schwefel-          trioxyd    verwenden, um     alkylaromatisehe          Kohlenwasserstoffe    in Gegenwart von     inerten     Verdünnungsmitteln mit nahezu quantitativer  Umwandlung     zui    sulfonieren,

   bei Anwendung  von     Molverhältnissen    von     S03    zu     Alkylat    bis  s hinab zu etwa 1,1:1. Obschon höhere     Molv        er-          hältnisse        zwischen        S03    und     Alkylat    ver  wendet werden können, werden solche, die  wesentlich höher liegen als. etwa l,1:

  1, nicht    quantitativ ausgenützt Lind können zu     Poly-          sulfonierungen    führen, was im allgemeinen  unerwünscht ist, besonders wenn man     alkyl-          aromatische        Kohlenwasserstoffe    durch     Sulfo-          nierung    in     Reinigungsmittelzwisehenprodukte     überführen will.  



  Die vorteilhaften Ergebnisse, die bei Ver  wendung eines     Sulfonierungsmittels    mit     min-          destens        30%        freiem        803,        wie        zum        Beispiel     Hochkonzentriertes     Oleum,    in Gegenwart eines  Verdünnungsmittels bei selektiven     Siilfonie-          rungsbedingungen    erzielt werden,

   sind wahr  seheinlieh mindestens teilweise der     Dispergier-          wirkung    des     Verdünnungsmittels    auf das       Öleum    beim     Zus.ammenbrina-en    des     Alkylats     mit demselben zuzuschreiben.

   Führt man das       Oleum    in einen Reaktionsraum ein, der das       Alkylat    ohne     Verdünnungsmittel    enthält, so  scheint es, dass der direkte Kontakt des       Oleums    mit dem zu     sulfonierenden    Produkt  zu lokalen Überhitzungen führt, welche dazu  neigen, die lange     Alkylkette    aufzuspalten und  auch Oxydation und     mindestens    teilweise       Polymerisation    der     olefinisehen,    von der Auf  spaltung herrührenden Bruchstücke zu be  wirken.

   Diese     Polymerisation    liefert harz  artige, teeiige Produkte von unerwünschter  Farbe und bildet wasserunlösliche organische  Stoffe, welche in das     seliliessliehe    Reinigungs  mittel übergehen und demselben sowie den  damit gewaschenen Artikeln ein     klebriges     Anfühlen verleihen.

   Ausserdem sind die       Sulfonsäuren    aus     entalky        lierten        alkylaromati-          sehen    Ausgangsprodukten von geringerer  Reinigungskraft,     Lind    da sie mit dem fertigen  Endprodukt vermischt, werden, hat letzteres  eine geringere     Gesamtreinigungswirkung.    In  Gegenwart des Verdünnungsmittels anderseits  sind das     Oleum    und das     Alkylat        dispergiert,     so dass die     Reaktion    glatter verläuft und ver  hältnismässig kleinere Mengen des     Alkylats     mit dem     Oleum,

      gleich nach     dessen    Einführung  in das     Alkvlat-Verdünnungsmittelgemiseh,    in  Berührung kommen.     Zweekmässigerweise    ist  das genannte     inerte    Verdünnungsmittel eine  tiefsiedende Verbindung, so dass die bei der       Sulfonierung    entstehende Wärme einen Teil  des Verdünnungsmittels verdampft und die      dadurch bewirkte Kühlung oder Selbstküh  lung die Hitze aus der     Sulfonierungsreaktion     entfernt und die Reaktionstemperatur prak  tisch konstant bleibt, wodurch die in Ab  wesenheit eines Verdünnungsmittels auf  tretenden lokalen Überhitzungen vermieden  werden.  



       1)as    erwähnte Verdünnungsmittel für das       Reaktionsgeiniscli    der     Sulfonierung    kann  eine bei gewöhnlicher Temperatur     flüssige     Substanz sein, welche bei den Bedingungen  der     Sulfonierung    vollkommen     inert    ist und  aus dein     Reaktionsgemisch    der     Sulfurierung     bei Temperaturen in der Nähe der     Sulfurie-          rungstemperatur    durch Verdampfen wieder  entfernt werden kann.

   Das Verdünnungs  mittel kann also ein Material sein, das bei  einer Temperatur siedet, die der     Sulfurie-          rungstemperatur    entspricht oder unter dieser  liegt, oder es kann sieh um ein Material  handeln, das durch geeignete Regelung des  Druckes bei einer Temperatur zum. Kochen  gebracht werden kann, die der     Sulfonierungs-          temperatur    entspricht oder niedriger ist, so  dass es sich in jedem Falle auch durch  Regelung des     Druckes    in der flüssigen Phase  halten lässt.

   Bevorzugte Verdünnungsmittel  sind     inerte        Paraffinkohlenwasserstoffe    mit  mindestens drei und nicht mehr als acht       Kohlenstoffatonien        iin    Molekül, wie flüssiges       Propen,    Butan,     Pentan    und     Isomere,    Homo  loge oder Mischungen solcher, die bei     solchen     Temperaturen und Drücken sieden, dass sie  als Innenkühlmittel wirken, wenn sie bei der  gewünschten     Sulfonierungstemperatur    ver  dampfen.

   Solche     Paraffinkohlenwasserstoffe     eignen sich besonders bei Verwendung eines       Sulfonierungsmittels,    das mindestens 60     Gew.-          Prozent    freies     Schwefeltrioxyd    enthält, in  einem     Mengenverhältnis,    das pro     Mol        alkyl-          aromatischen    Kohlenwasserstoff 0,9-1,3     Mol     freies     Schwefeltrioxy:

  d    vorsieht, wobei bei  Temperaturen von -10 bis     -i-15     C gearbeitet       und        95        %        des        alkylaromatisehen        Kohlen-          lvasserstoffes    sulfoniert werden, wonach man  die     Paraffinkohlenwasserstoffe    aus dem  Gemisch verdampft.

   Ferner kann man nicht  reaktionsfähige     Cycloparaffine    mit höchstens    8     Kohlenstoffatomen,    zum Beispiel solche der       Cy        clopentan-    und     Cyclohexanreihe,    die im  gleichen Bereiche sieden, verwenden.

   Eine  weitere als Verdünnungsmittel verwendbare  Verbindungsklasse sind die ein- oder mehr  fa,eh     halogenierteri        Kohlenwasserstoffe    mit  nicht mehr als S     Kohlenstoffatoinen    im Mole  kül, wie fluorierte,     bromierte    und chlorierte       Kohlenwasserstoffe,    zum Beispiel     Trichlor-          äthan,        Hexaehloreyelohexan,        Diehlordifluor-          inethan    oder ein     halogenierter    Kohlenwasser  stoff,

   bei dem alle     Wasserstoffatome    des       Kohlenwasserstoffes    durch Halogen ersetzt.  sind, wie die     Fluorkohlenstoffe    oder Tetra  ehlorkohlenstoff,     Perfluorpropan    und Per  fluorbutan. Ein besonders wünschenswertes       inertes    Verdünnungsmittel. ist     n-Butan    oder  eine Mischung der verschiedenen     Butane     und/oder Propan, welche bei Temperaturen  zwischen -15' und etwa 0   C bei Atmosphä  rendruck sieden.  



  eitere bevorzugte Verdünnungsmittel       sind    die     Fluorkohlenstoffe    mit bis zu 5     Koh-          lenstoffatomen    im Molekül, wie     Perfluor-          propan    und     Perfluorbutan.    Die vorgenannten  bevorzugten Verdünnungsmittel lassen sich  leicht aus der     Sulfonierungsmischung    aus  treiben und sind leicht wiederzugewinnen, in  dem man die Dämpfe in einen Kondensator  pumpt, dessen Druck höher ist als der Dampf  druck des Verdünnungsmittels bei der     Sulfo-          nierungstemper        atur.     



  Die im Reaktionsbehälter für die     Sulfonie-          rung    aufrechterhaltenen Arbeitsbedingungen  richten sich nach der Art des zu     sulfonieren-          den        alkylaromatisehen    Kohlenwasserstoffes.

    Für die meisten     alkylaromatisclien    Kohlen  wasserstoffe und insbesondere für diejenigen  der     Benzolreihe    wird die     Sulfonierungstempe-          ratur    etwa zwischen -20 und     -i-    20   C, vor  zugsweise zwischen -15 und     -f-15     C, und,  wie bereits gesagt, der Druck auf einer     genü-        i          genden    Höhe gehalten, damit mindestens ein  Teil des Verdünnungsmittels in flüssiger  Phase bleibt.

   Diese Drucke werden aber auch  vorzugsweise so hoch gehalten, dass ein Teil  des Verdünnungsmittels verdampfen kann  und dadurch eine Kühlung bewirkt, wenn das           Sulfonierungsgemisch    eine zu hohe Tempera  tur annimmt. Bei Verwendung von zum Bei  spiel Butan kann man die     Sulfonierung    im  wesentlichen bei Atmosphärendruck durch  führen, wenn man bei etwa     011    C arbeitet.  Eine Reaktionszeit von     5-45    Minuten ist im  allgemeinen genügend, um eine     praktisch    voll  ständige     Sulfonierung    des     alkylaromatischen     Ausgangsmaterials zu erreichen. Die bevor  zugte Reaktionszeit ist etwa 15-20 Minuten.

    Das Volumenverhältnis von flüssigem Ver  dünnungsmittel zu     alkyliertem    Ausgangs  material während der     Sulfonierung    im Re  aktionsraum hängt etwas vom besondern Ver  dünnungsmittel ab und hält sich im Bereich  zwischen etwa 1,6:1 und etwa 5:1, wenn man  Butan verwendet, wobei sich diese Zahlen auf  flüssige Materialien beziehen.

   Im allgemeinen  wird man es vorziehen, bei Verdünnungs  mitteln, die irgendwelche der     Paraffinkohlen-          wasserstoffe    mit 3-8     Kohlenstoffatomen    ent  halten, ein Verhältnis von mehr als 1,5 oder 2  flüssigen     Volumteilen    desselben auf einen  flüssigen     Volumteil        Alkylat    zu verwenden, so  dass nicht nur genügend Verdünnungsmittel  für die Verdampfung während der Reaktion  zur     Verfügung    steht, um die gewünschte  Selbstkühlung zu bewirken, sondern auch  genügend Verdünnungsmittel in flüssiger  Phase bleibt, um die Verdünnung zu be  wirken.

   Diese Verhältniszahlen eignen sich be  sonders bei Verwendung eines     Sulfonierungs-          mittels,    das mindestens 60     Gew.-Proz.    freies       Schwefeltrioxyd    enthält, in solcher Menge,  dass pro     Mol        alkylaromatischen    Kohlenwasser  stoff 0,9-1,3     Mol    freies     Sehwefeltrioxyd    zur  Verfügung steht,

   wobei man bei -10 bis       --r        15                 C        arbeitet        und        95        %        des        alkylar        omati-          sehen        Kohlenwasserstoffes    sulfoniert,     wonaeb     man den Paraffinkohlenwasserstoff aus dem  Gemisch verdampft. Diese sind für jedes Ver  dünnungsmittel anders und hängen von  dessen     Verdampfungswärme    ab.

   Weiterhin  ist bei den oben angegebenen     bevorzugten     Mengenverhältnissen die Menge des bei Be  endigung der     Sulfonierung    aus dem Gemisch  zu verdampfenden Verdünnungsmittels nicht  übermässig gross, erfordert keine übermässigen    Wärmemengen zur Verdampfung und keine  übermässige     Kompressorarbeit    zur -Wiederver  flüssigung des Verdünnungsmittels.  



  Das Verfahren kann entweder als Charge  verfahren oder kontinuierlich durchgeführt.  werden, wobei letzteres vorgezogen wird, da  alle verschiedenen im Prozess auftretenden  Faktoren während des ganzen     Vorgangs    prak  tisch im Gleichgewicht gehalten werden kön  nen.

   Bei einem typischen kontinuierlichen       Prozess    kann man das erwähnte Verdünnungs  mittel der     Alkylverbindung,    auf die ge  wünschte     Sulfonieiiingstemperatur    gekühlt  oder erwärmt, in der erforderlichen Menge zu  setzen und     anschliessend    mit dem     Oleum    zu  sammenbringen, um die     Sulfonierung    durch  zuführen, wobei die verschiedenen Materialien  in einem strömenden     CTemisch    derselben mit  einander vermischt werden.

   Während der  Reaktion kann das Gemisch mit Hilfe geeig  neter Mischvorrichtungen, zum Beispiel     Rüh-          rern    oder Schikanen, vermischt werden, um  die Reaktionsteilnehmer und das Verdün  nungsmittel miteinander in Kontakt zu brin  gen. Nach der gewünschten Kontaktzeit kann  die Mischung in einen geeigneten Trennturm  übergeführt werden, der bei höheren Tempe  raturen     und/oder    niedrigeren Drücken be  trieben wird als die     Sttlfonierungszone,    um  das     Sulfonierungsprodukt    vom Verdünnungs  mittel zu trennen.

   Der     Rüel,:stand        aus    diesem  Trennvorgang, der die     alky        lar        omatisehen        Sul-          fonsäuren    und das restliche     Sulfonierungs-          mittel    enthält, kann direkt. einem     Neutrali-          siergefäss    zugeführt     werden    oder kann vorher  mit     Wasser    verdünnt werden,     um    die Tempe  ratur besser regeln zu können.

           Beispiel:       Eine     alkvlaromatische        Sulfonat-Reini-          gungsmittelmischung    mit einer     Ilauptkompo-          nente    aus     dodecyltoltiolsulfonsaurem    Natrium  und ferner Natriumsulfat als     Buildersalz     wurde hergestellt     auf:    Grund einer Reihe von  Arbeitsstufen, die sieh wie folgt zusammen  setzen:

   Kontinuierliche     Alkylierung    von       Toluol    mit einer     Tetramerenfraktion    des           Propylens,        Sulfonierung    einer ausgewählten       Fraktion        dieses        Toluolalkylats        mit        65%igem          Oleum,    Neutralisation des     Suffonierungs-          gemisclies,    Vermischen der erhaltenen     wäss-          rigen    Lösung mit Natriumsulfat,

   um die  Konzentration der letzteren Komponente auf  ihren optimalen Wert     ztt    vergrössern, und       Troeknung    der erhaltenen     wässrigen    Mi  schung. Die     Arbeitsweise    wird nachstehend  beschrieben.  



       Alkylierung:     Technisches     Toluol    mit einem     Reinheits-          grad        von        97%        wurde        kontinuierlich        mit        einer          Propylen-Tetramerfraktion    vom Siedepunkt  etwa 170<B>-2251</B> C vermischt, die erhalten  wurde durch     Polymerisation    einer     Propan-          Propylenfraktion    über einem festen Phosphor  säurekatalysator (das heisst einem Katalysa  tor,

   der erhalten wurde durch     Kalzinieren     einer     Mischung    aus     Kieselgur    und Phosphor  säure). Die Strömungsgeschwindigkeiten der  verschiedenen     Kohlenwasserstoffströme    wird  dabei so eingestellt, dass ein Verhältnis von       Aromaten    zu     Olefin    von etwa 7 besteht.

   Diese       12ischung    wurde mit einer mittleren     Ge-          gchwindigkeit    von 488,7     cm3/h    in einen       Alkylierautoklaven    eingeführt, wo sie mit       Schwefelsäure    in Kontakt gebracht wurde,  um die     Alkylierung    des     Toluols    durch die in  der     Propylentetramerfraktion    enthaltenen       Olefine    zu bewirken.

   Die frische     Schwefel-          säure        mit        einer        Konzentration        von        98,5%          H,S04    wurde dem     Autoklaven    mit einer  Geschwindigkeit von     44,4        cm3/h    zugeführt  und mit in den Kreislauf mit einer Geschwin  digkeit     von121,2,cm3/h    zurückgeführter Schwe  felsäure vermischt, worauf die entstandene  Säuremischung bei Atmosphärendruck und  einer Temperatur von 2,5   C unter Rühren,  während einer Gesamtzeit von 30 Minuten,

    mit dem     Kohlenwasserstoffausgangsmaterial     in Kontakt gebracht wurde. Die aus der       Reaktionszone    abfliessenden Reaktionsprodukte  wurden stehengelassen, damit sich die     Koh-          lenwasserstoffe    von der     Alkylierungssäure     trennen konnten. Die obere     abdekantierte     Kohlenwasserstoffschicht wurde mit     Wasser     gewaschen und fraktioniert.

   Eine     zwischen       etwa 275 und 345   C siedende Fraktion des       alkylierten        Toluols    wurde vom überschüssigen       Tohzol    abgetrennt und die     Toluolfraktion          wieder    der     Alkylierungszone    zugeführt. Das       Alkylat    wurde in einer Menge von 1,332 kg  pro kg eingesetztes     Olefin    gebildet.

           Sulf        onierung:     Ein     Volumteil        Toluolalkylat,    das wie  oben beschrieben hergestellt wurde, wurde in  1,6     Vol.-Teilen        n-Butan    gelöst, wobei die Tem  peratur auf etwa 0   C gehalten wurde, indem  man das Butan in einem     Rückflusskühler,    der  mit Trockeneis gekühlt wurde, kühlte.

   Die  Mischung wurde rasch gerührt und 1,8     Mol          65        %iges        Oleum        pro        Mol        Alky        lverbindung,     was 1,25     Mol    freiem     Schwefeltrioxyd    pro     Mol     der     Alkylverbindung    entsprach, langsam der  Mischung zugesetzt. Bei     Zusatz    des     Oleums     wurde das     n-Butan    rückgekühlt, wodurch die  Temperatur der Mischung praktisch konstant  auf etwa 0   C gehalten wurde.

   Das     Oleum     wurde während etwa 15 Minuten zugesetzt  und die Mischung nachher noch weitere 30  Minuten gerührt. Eine     Bestimmung    der Menge  des nicht. sulfonierten     Alkylats    im Reaktions  gemisch, durch Extraktion desselben mit     Pen-          tan    und Eindampfen des Extraktes, zeigte,

         dass        99        %        des        Alkylats        sulfoniert        wurden.        Das          Sulfonierungsgemisch    wurde in eine     Fraktio-          nierkolonne    gebracht und bei etwa +10  C  behandelt, wobei das Butan     abdestillierte    und  für den weiteren Gebrauch     kondensiert    wurde.

    Der     Rückstand    wurde mit 0,5     Vol.-Teilen     Wasser pro     Vol.-Teil    Säuremischung     ver-          dünnt        und        das        Gemisch        mit        20        %iger        Natron-          lauge    bis zur Erreichung eines     pH    von etwa 7  versetzt.

   Das Verhältnis zwischen Natrium  sulfat und     alky        ltoluolsulfosaurein    Natrium in  der     wässrigen    Lösung der     Neutralsalze    betrug  ungefähr ein Teil Natriumsulfat auf 3     Ge-          w        ichtsteile        sulfosauren        Natriumsalzes.    Dieses  Verhältnis wurde durch Auflösen von zusätz  lichem Natriumsulfat in der     Neutralsalzlösung     auf zwei Gewichtsteile Natriumsulfat pro Ge  wichtsteil     sulfosauren    Natriums erhöht,

       wo-          bei        eine        Lösung        mit        66        %        Gehalt        an        Gesamt-          feststoffen    entstand.      <I>Trocknen:</I>  Die durch Neutralisation und     Vermischen,     wie vorstehend beschrieben, erhaltene Lösung  wurde bei einer Temperatur von etwa<B>1000</B> C  in einem     Zerstäubungstrockner    eingedampft,  wobei man praktisch kugelförmige Teilchen  des     Reinigungsmittelgemisches    erhielt.

   In den       Zerstäubungstrockner    wurde Luft von etwa  300   C im Gegenstrom zur zerstäubten Lösung  eingeblasen. Die Korngrösse des anfallenden  Produktes entsprach einem     Durchmesser    von  etwa 0,15-0,08 mm.     Wenn    man das erhaltene  Produkt in Wasser von     6011    C auflöste, hatte  die Lösung eine bessere Reinigungswirkung als       Natriumstearat    unter den gleichen Prüfungs  bedingungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von praktisch nur aus Monosulfonaten bestehenden Sulfo- nierungsprodukten alkylaromatischer Kohlen wasserstoffe durch Behandlung der letzteren mit einem Sulfonierungsmittel, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Sulfonierungs- mittel verwendet, das mindestens 30 Gew.- Proz. freies Schwefeltrioxyd enthält, wobei man mindestens 0,8 und nicht mehr als 1,
    6 Mol freies Schwefeltrioxyd pro Mol Koh lenwasserstoff verwendet und in Gegenwart eines inerten Verdünnungsmittels arbeitet, das praktisch ausschliesslich aus mindestens einer Verbindung besteht, die einen Kohlen wasserstoffrest mit höchstens 8 Kohlenstoff atomen enthält, wobei man die Umsetzung so durchführt, dass während derselben min ; destens ein Teil des Verdünnungsmittels in flüssiger Phase ist, wonach man dasselbe vom Reaktionsgemisch abtrennt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man mit Oleum arbeitet, das mindestens 30 Gew.-Proz. freies Schwefeltrioxyd enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man mit Oleum arbeitet, das mindestens 60 Gew.-Proz. freies Schwefeltrioxyd enthält, wobei das Verhältnis so gewählt wird, dass pro Mol alkylaromati- schen Kohlenwasserstoffes mindestens 0,9 und nicht mehr als 1,
    3 Mol freies Sehwefeltrioxyd zugegen sind. 3. Verfahren nach Patentanspruch,- da durch gekennzeichnet, dass man ein Sulfo- nierungsmittel verwendet, das im wesentlichen aus Schwefeltrioxy d besteht, wobei das Ver hältnis ungefähr 1,1 Mol des Sulfonierungs- mittels pro Mol Kohlenwasserstoff ist. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung im Temperaturbereich zwischen -20 und + 200 C durchgeführt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass man die ge wünschte Sulfonierungstemperatur durch Selbstkühlung des Reaktionsgemisches infolge Verdampfung eines Teils des inerten Ver dünnungsmittels während der Reaktion auf recht hält. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Verdün nungsmittel einen inerten Paraffinkohlen wasserstoff mit 3-8 Kohlenstoffatomen ver wendet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Verdün nungsmittel einen inerten Cycloparaffin- kohlenwasserstoff mit 5-8 Kohlenstoff atomen verwendet. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Verdün nungsmittel einen inerten Halogenkohlen wasserstoff mit 1-8 Kohlenstoffatomen ver wendet. 9.
    Verfahren nach Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mischung aus dem alkylaromatisehen Kohlen wasserstoff und dem vorwiegend aus einem Paraffinkohlenwasserstoff mit 3-8 Kohlen stoffatomen bestehenden Verdünnungsmittel mit einem Sulfonierungsmittel in Kontakt bringt, das mindestens 60 Gew.-Proz. freies Sehwefeltrioxyd enthält, wobei ein Verhältnis von mindestens 0,9 und nicht mehr als 1,
    3 Mol freies Schwefeltrioxyd pro Mol alkylaroma- tischen Kohlenwasserstoffes eingehalten wird und bei einem Druck gearbeitet wird, dass so viel Paraffinkohlenwasserstoff verdampft, dass durch Selbstkühlung des Reaktionsge- misehes eine Temperatur zwischen -10 und + 15 C konstant aufrechterhalten wird, und dass snan die Reaktion beendigt, wenn min destens 95' /o des alkylaromatischen Kohlen wasserstoffes sulfoniert sind,
    wonach man den Paraffinkohlenwasserstoff aus dem Gemisch verdampft. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man mehr als 1,5 Volumteile flüssiges inertes Verdünnungs mittel pro Volumteil alkylaromatischen Koh lenwasserstoffes verwendet. 11. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man als Verdün nungsmittel 1,6-5 Volumteile flüssiges Butan pro Volumteil alkylaromatischen Kohlen wasserstoffes verwendet. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass man im kontinuier lichen Verfahren arbeitet, indem man einen Strom des flüssigen alkylaromatischen Koh lenwasserstoffes mit einem Strom flüssigen Butans vermischt, die Mischung einer Re aktionszone zuführt, der gleichzeitig Oleum mit mindestens 60 Gew.-Proz. freiem S03 mit einer Geschwindigkeit zugeführt wird, die einer Menge von 0,9-1,3 Mol freiem S03 pro .)Hol alkylaromatisehen Kohlenwasserstoffes entspricht, die Komponenten in derReaktions- zone im Zustande der Vermischung hält,
    die Reaktionstemperatur durch entsprechende Einstellung des Druckes zwischen -10 und -I-15 C hält und die Menge des Butans so bemisst, dass zwischen 0,5 und 3,5 Volumteile Butan pro Volumteil alky laromatischen Koh lenwasserstoffes in der Reaktionsmischung in flüssiger Phase verbleiben, die Reaktions produkte kontinuierlich in eine Fraktionie- rungszone überführt,
    in der das flüssige Butan verdampft und vom flüssigen Sulfo- nierungsprodukt abgetrennt aufgefangen und durch Abkühlung und Kompression für den weiteren Gebrauch wieder verflüssigt wird.
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