CH284043A - Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents
Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung.Info
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Description
Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung.
Bisher sind flaschenförmige Gefässe, die aus Papierstoff, Karton, Blech, Aluminium und andern billigen prel3-, spritz-und giesstähigen Materialien hergestellt wurden, innen mit einem Isolierlack, mit Paraffin und an- dern eine Isolierschicht gegen chemischen Angriff bildenden Materialien ausgekleidet worden, damit sie als Behälter für Flüssigkeiten dieht sind und der Flüssigkeitsinhalt keine chemische Veränderung erfährt. Das Isoliermaterial muss jeweils bei der Herstellung des Gefässes den Eigenschaften des aufzunehmen- den Flüssigkeitsinhaltes angepasst werden.
Für viele Flüssigkeiten, besonders für starke Säuren und Laugen, gibt es kaum geeignete, billige Isoliermaterialien. Auch hat die Imprägnierung der Innenseite der Flasche mit Isoliermaterialien den Nachteil, dass die Bekleidung nicht überall gleichmässig ausfällt.
Es bilden sieh Stellen, die rnehr oder weniger oder gar nicht imprägniert bzw. isoliert sind.
Auch besteht die Möglichkeit, dass die Isolierschicht beim Transport der Flasche durch äussern Druck oder Schock absplittert und brüehig wird oder bei längerem Lagern vom Flüssigkeitsinhalt zerstört wird und die Flüs- sigkeit durehsiekert und ausläuft. Man hat auch versucht, flasehenförmige Behälter aus Papierstoff, Karton und ähnlichem Material mit Polyäthylen auszugiessen. Eine praktische, billige Methode konnte aber nicht entwickelt werden, weshalb man davon wieder abgekommen ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Unzulänglichkeiten zu beheben und betrifft ein flaschenformiges Gefäss sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solehen Gefässes. Das flaschenformige Gefäss gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadruch gekennzeichnet, dass im Innern des Gefässkorpers ein zur Aufnahme des Gutes bestimmter Beutel angeordnet und am Hals des Gefässkorpers befestigt ist, weleher Beutel den Zweek hat, den Gefässkorper gegen die Einwirkung durch den Gefässinhalt zu schützen. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass man in einen fla schenförmigen Gefässkorper einen Beutel zu dem im Patentanspruch I genannten Zweick einsetzt und das offene Beutelende am Hals des Gefässkörpers befestigt.
Durch die vorliegende Erfindung ist es möglieh, den Gefässkorper aus unzerbrech- lichen, billigen und wirtschaftlichen Materalien, wie Karton, Papierstoff, Eisen-oder Aluminiumblech, sowie beliebigen press-. spritz-und giessfähigen Materialien herzustel- len, da diese Materialien mit dem einzufüllenden Gut nicht in Berührung kommen.
Ebenso kann der Beutel, der allein mit dem einzufüllenden Gut in Berührung kommt, aus zweckentsprechendem Stoff bestehen, insbesondere aus einer Kunststoff-Folie, vorzugs- weise einer Polyäthylenfolie. Letztere zeiehnet sich besonders dadurch aus, dass sie geruchlos und geschmacklos ist und daher als Verpak kungsmaterial für Lebensmittel, Genussmittel, Getränke sowie für ehemisehe Substanzen besonders geeignet ist. Der Stoff Polyäthylen ist an und für sich zwar teuer und würde sieh wirtschaftlich nicht benützen lassen, wenn man das ganze Gefäss asschliesslich aus diesem Stoff herstellen wollte.
Da jedoch im Falle der vorliegenden Erfindung nur der Beutel aus diesem Stoff zu bestehen brauch und dieser in Form einer feinen Folie vorliegen kann, so ist dadurch die Wirtschaftlichkeit der Verwendung von Polyäthylen ohne weiteres gesichert. Der Gefässkorper selbst kann ohne weiteres aus einem Material bestehen, das sieh, im Gegensatz zu Polyäthylen, für das Aufkleben von Etiketten bzw. für das unmittelbare Bedrucken eignet. Auf dem Beutel selbst bedarf es natürlich keiner solehen Massnahmen.
Das Gefäss gemäss der Erfindung lasst sich auch den Anforderungen an den praktischen Gebrauch aufs beste anpassen, indem der Beutel im Innern des Gefässkorpers vor zer- störenden äussern Einflüssen, wie Stossen oder Sehlägen, geschiitzt ist. Solehe hat ledig- lieh der Gefässkorper aufzunehmen, der aneth dementsprechend in seiner mechanischen Fe stigkeit und seinen Abmessungen ausgeführt werden kann. Einem etwaigen Verbiegen des Gefässkorpers kann sieh der Beutel weitgehend anpassen, ohne Sehaden zu erleiden, da er hierzu dehnbar und geschmeidig genug sein kann.
Flascheuförmige Gefässe nach der vorlie- genden Erfindung eignen sich besonders als Flaschen für Lebensmittel und getränke, z. B.
Olflaschen für den Haushalt, die bisher aus Glas bestehen mussten, um allen Anforderun- gen zu genügen, jedoch anderseits wegen ihres verhältnismässig grossen Gewiehtes für den Transport teuer kamen, ausserdem wegen ihrer Zerbrechlichkeit ungünstige Verhältnisse auf- wiesen und zum Reinigen für die Wiederver- wendung ganz beträchtliche Aufwände an Zeit und Geld erforderten, ganz abgesehen von den durch den Bruch eines gewissen Prozentsatzes an Flaschen noch verursachten Sonderkosten.
Im Gegensatz hierzu kann das Gefäss gemäss der vorliegenden Erfindung weg des verhält nismässig geringen Materialaufwandes für den Beutel so billig hergestellt werden, dass die Investitionskosten im Verhältnis zu den
Transportkosten und dergleiehen gar nieht in
Betraeht fallen, so dass das Gefäss nach Ge- braueh weggeworfen werden kann und gar nicht zu einer mehrmaligen Benützung ge- langt.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gefässes nach der vorliegenden Erfindung dargestellt, und zwar in Form einer Ölflasche. einer Ölflasehe. senkrechten Mittellängssehnitt dargestellte Gefäss weist einen Gefässkörper l, z. B. aus Papierstoff, auf, der mit einem Boden 2 und einem Hals 3 versehen ist. Im Innern des Gefässkörpers befindet sich ein Beutel 4 aus Polyäthylenfolie. Dieser Beutel wird zweckmässigerweise dadurch hergestellt, dass eine Kunstharzfolie der Gefässkorperform angepasst zugesehnitten wird.
Hierauf werden die einzelnen Stüeke zusammengesetzt und die Sehnittränder mittels elektriseh geheizter Eörper miteinander verschweisst, so dass ein nahtloser Beutel entsteht. Dieser wird nun entweder dureh den Hals 3 eingesehoben, wobei der Beuterlarnd 5 des offenen Endes auf der Aussenseite des Halses 3 heruntergestülpt wird, was wegen der Dehnbarkeit der Polyäthylenfolie keine Schwierigkeiten bereitet. Man kann jedoeh auch vor Einsetzen des Bodens 2 den Beutel von unten her mit dem offenen Ende voran einsehieben, das offene Ende aus dem Hals 3 herausziehen und den Rand, wie erwähnt, umstülpen.
Nach Einsetzen Einsetzen Bodens Bodens ist dann der gleiche Zustand erreieht wie beim erstbesehriebenen Verfahren. Zweekmässig ist der Beutel, wie dargestellt, so bemessen, dass er in gefülltem Zustand auf dem Boden 2 und an der Wandung des Gefässkorpers l möglichst weitgehend aufliegt. Im vorliegenden Fall ist lediglieh in den untern Ecken des Gefässkörpers bei der Abrundung 6 der Beutel nicht am Gefässkörper anliegend. Es wird dureh diese Formgebung erreicht, dass der Beutel in gefülltem Zustande keine erheblichen Eigenbewegungen unter Stössen und Schlägen gegenüber dem Gefässkörper ausführen kann und dadurch vor entsprechenden Überbean- spruchungen geschützt ist.
tuber den Hals 3 ist nun zum Schutze des Beutels an der Mündung ein doppelwandiges Mundstüek 7 mit den beiden Wandungen 8 und 9 gestülpt, so dass die Innenwand 8 den Gefässkorperhals nebst dem Beutel auf der Innenseite einfasst, wogegen die Aussenwand 9 in gleicher Weise die äussere Einfassung bewirkt. Es kann nun noeh eine besondere Sicherung zur Befestigung des Mundstüekes 7 vorgenommen werden, z.
B. durch Umbör- deln der freien Ränder der Wandungen 8 und 9, oder aber dadurch, dass der Ringkörper auf der freien Oberfläehe der Wand 8 bzw. 9 in montiertem Zustand eingepresste oder eingerollte Rillen aufweist, welchem auf der andern Ringkorperwandseite Wülste entsprechen, die den Beutelrand in Einbuchtungen des Gefässkörperhalses 3 hineindrüeken und darin festklemmen. Das doppelwandige Mund- stiiek 7 kann z. B. aus Metallbleeh oder aus Plastikmaterial bzw. aus Karton oder dergleichen bestehen.
An Stelle des doppelwandigen Mundstük- kes 7 kann auch ein einwandiger Ringkörper Verwendung finden, wenn eine Einfassung des Beutels 4 und Halses 3 nur ent. weder auf der Innenseite oder auf der Aussenseite erforderlich ist. So kann z. B. ein Ringkörper aus Kork an Stelle der Wand 8 eingesetzt werden, welcher durch beliebige Massnahmen mit dem Beutel verbunden werden kann und z. B. bei entsprechender Bemessung durch Reibungsdruck im Gefässkorperhals 3 festhaftet. Die Ringöffnung dieses Ringkörpers kann dann durch einen entsprechend geformten Stopfen geschlossen werden, wodurch das Gefäss nach Belieben durch Herausziehen des Stöpsels ge öffnet und durch Einsetzen des Stöpsels wieder geschlossen werden kann.
Im übrigen kann auch in anderer Weise ein Verschluss den jeweiligen Verhältnissen entsprechend vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Flaschenförmiges Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Gefässkörpers ein zur Aufnahme des Gutes bestimmter Beutel angeordnet und am Hals des Gefässkörpers befestigt ist, welcher Beutel den Zweck hat, den Gefässkorper gegen die Einwirkung durch den Gefässinhalt zu schützen.II. Verfahren zum Herstellen eines fla schenförmigen Gefässes gemäss Patentansprueh I, dadruch gekennzeichnet, dass man in einen flaschenförmigen Gefässkörper einen Beutel zu dem im Patentanspruch I genannten Zweck einsetzt und das offene Beutelende am Hals des Gefässkörpers befestigt.UNTERANSPROCHE : 1. Gefäss nach Patentanspruch I, dadureh gekennzeiehnet, dass der Beutel so bemessen ist, dass er im gefüllten Zustand auf dem Boden des Gefässkörpers lose aufliegt.2. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel so bemessen ist, dass er in gefülltem Zustand mindestens an einem Teil der Gefässkorperwandung anliegt.3. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Ende des Beutels zwischen der Gefässhalswandung und einem Ringkörper festgeklemmt ist.4. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadureh gekennzeichnet, dass der Ringkorper den Gefässkörperhals mindestens auf der Innenseite unter Zwischenklemmen des Beutels einfasst.5. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutelrand über die Aussenseite des Gefässkörperhalses heruntergestülpt ist und der Ringkörper den Gefäss körperhals unter Zwischenklemmen des Beutelrandes mindestens auf der Aussenseite einfasst.6. Gefäss nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper als doppelwandiges Mundstüek ausgebildet ist, das den Gefässkörperhals auf der Aussen-und Innenseite einfasst.7. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper auf der freien Oberfläche in montiertem Zustand eingepresste Rillen aufweist, welchen auf der andern Ringkorperwandseite Wülste entsprechen, die den Beutelrand in Einbuchtungen des Gefässkorperhalses hineindrücken und darin festklemmen.8. Gefäss nach Unteransprueh 3, dadureh gekennzeichnet, dass der Ringkörper aus Metallblech besteht.9. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeiehnet, dass der Ringkörper aus Plastikmaterial besteht.10. Gefäss nach Patentansprueh I, da dureh gekennzeiehnet, dass der Beutel aus Kunststoff-Folie besteht.11. Gefäss nachUnteranspruchJO,da- durch gekennzeichnet, dass der Beutel aus Polyäthylenfolie besteht.12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadruch gekennzeichnet, dass der Beutel durch den Gefässkorperhals hindureh eingesetzt wird.13. Verfahren nach Patentanspruch II. dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel vor dem Bilden des Gefässkorperbodens durch die Bodenoffnung hindureh eingesetzt und alsdann der Boden gebildet wird.1. Verfahren nach paentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel aus Kunstoff-Folie der Gefässkorperform angepasst zugeschnitten wird und die Sclnittran- der mittels elektrisch beheizter Korper miteinander versehweisst werden.
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