CH284043A - Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH284043A
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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    • B65D25/00Details of other kinds or types of rigid or semi-rigid containers
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    • B65D3/00Rigid or semi-rigid containers having bodies or peripheral walls of curved or partially-curved cross-section made by winding or bending paper without folding along defined lines
    • B65D3/22Rigid or semi-rigid containers having bodies or peripheral walls of curved or partially-curved cross-section made by winding or bending paper without folding along defined lines with double walls; with walls incorporating air-chambers; with walls made of laminated material

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Description


  



  Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung.



   Bisher sind   flaschenförmige    Gefässe, die aus Papierstoff, Karton, Blech, Aluminium und andern billigen   prel3-,      spritz-und    giesstähigen Materialien hergestellt wurden, innen mit einem Isolierlack, mit   Paraffin und an-    dern eine Isolierschicht gegen chemischen Angriff bildenden Materialien ausgekleidet worden, damit sie als Behälter für Flüssigkeiten dieht sind und der Flüssigkeitsinhalt keine chemische Veränderung erfährt. Das Isoliermaterial muss jeweils bei der Herstellung des Gefässes den Eigenschaften des   aufzunehmen-    den Flüssigkeitsinhaltes angepasst werden.



  Für viele Flüssigkeiten, besonders für starke Säuren und Laugen, gibt es kaum geeignete, billige Isoliermaterialien. Auch hat die Imprägnierung der Innenseite der Flasche mit Isoliermaterialien den Nachteil, dass die Bekleidung nicht überall gleichmässig ausfällt.



  Es   bilden sieh Stellen,    die rnehr oder weniger oder gar nicht imprägniert bzw. isoliert sind.



  Auch besteht die Möglichkeit, dass die Isolierschicht beim Transport der Flasche durch äussern Druck oder Schock   absplittert    und brüehig wird oder bei längerem Lagern vom   Flüssigkeitsinhalt zerstört    wird und die   Flüs-      sigkeit durehsiekert    und ausläuft. Man hat auch versucht, flasehenförmige Behälter aus Papierstoff, Karton und ähnlichem Material mit Polyäthylen auszugiessen. Eine praktische, billige Methode konnte aber nicht entwickelt werden, weshalb man davon wieder abgekommen ist.



   Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Unzulänglichkeiten zu beheben und betrifft ein flaschenformiges Gefäss sowie ein Verfahren zur   Herstellung    eines   solehen    Gefässes. Das flaschenformige Gefäss gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadruch gekennzeichnet, dass im Innern des   Gefässkorpers    ein zur Aufnahme des Gutes bestimmter Beutel angeordnet und am Hals des   Gefässkorpers    befestigt ist, weleher Beutel den Zweek hat, den   Gefässkorper    gegen die Einwirkung durch den   Gefässinhalt zu schützen.    Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,

   dass man in einen fla  schenförmigen      Gefässkorper    einen Beutel zu dem im Patentanspruch I genannten Zweick einsetzt und das offene   Beutelende    am Hals des Gefässkörpers befestigt.



   Durch die vorliegende Erfindung ist es möglieh, den   Gefässkorper    aus   unzerbrech-    lichen, billigen und wirtschaftlichen Materalien, wie Karton, Papierstoff, Eisen-oder Aluminiumblech, sowie beliebigen press-.    spritz-und giessfähigen Materialien herzustel-    len, da diese Materialien mit dem einzufüllenden Gut nicht in Berührung kommen.

   Ebenso kann der Beutel, der allein mit dem einzufüllenden Gut in Berührung kommt, aus zweckentsprechendem Stoff bestehen, insbesondere aus einer Kunststoff-Folie,   vorzugs-    weise einer   Polyäthylenfolie.    Letztere   zeiehnet    sich besonders dadurch aus, dass sie geruchlos und geschmacklos ist und daher als Verpak   kungsmaterial    für Lebensmittel, Genussmittel, Getränke sowie für ehemisehe Substanzen besonders geeignet ist. Der Stoff Polyäthylen ist an und für sich zwar teuer und würde sieh wirtschaftlich nicht benützen lassen, wenn man das ganze Gefäss asschliesslich aus diesem Stoff herstellen wollte.

   Da jedoch im Falle der vorliegenden Erfindung nur der Beutel aus diesem Stoff zu bestehen brauch und dieser in Form einer feinen Folie vorliegen kann, so ist dadurch die Wirtschaftlichkeit der Verwendung von Polyäthylen ohne weiteres gesichert. Der   Gefässkorper    selbst kann ohne weiteres aus einem Material bestehen, das sieh, im Gegensatz zu Polyäthylen, für das Aufkleben von Etiketten bzw. für das unmittelbare Bedrucken eignet. Auf dem Beutel selbst bedarf es natürlich keiner solehen Massnahmen.



   Das Gefäss gemäss der Erfindung lasst sich auch den Anforderungen an den praktischen Gebrauch aufs beste anpassen, indem der Beutel im Innern des   Gefässkorpers    vor   zer-    störenden äussern Einflüssen, wie Stossen oder   Sehlägen,    geschiitzt ist. Solehe hat   ledig-    lieh der   Gefässkorper    aufzunehmen, der   aneth    dementsprechend in seiner mechanischen Fe  stigkeit    und seinen Abmessungen ausgeführt werden kann. Einem etwaigen Verbiegen des   Gefässkorpers    kann sieh der Beutel weitgehend anpassen, ohne Sehaden zu erleiden, da er hierzu dehnbar und geschmeidig genug sein kann.



   Flascheuförmige Gefässe   nach der vorlie-    genden Erfindung eignen sich besonders als Flaschen für Lebensmittel und getränke, z. B.



     Olflaschen    für den Haushalt, die bisher aus Glas bestehen mussten, um allen   Anforderun-    gen zu genügen, jedoch anderseits wegen ihres   verhältnismässig grossen Gewiehtes für    den Transport teuer kamen, ausserdem wegen ihrer   Zerbrechlichkeit    ungünstige Verhältnisse   auf-    wiesen und zum Reinigen für   die Wiederver-    wendung ganz beträchtliche Aufwände an Zeit und Geld erforderten, ganz abgesehen von den durch den Bruch eines gewissen Prozentsatzes an Flaschen noch verursachten   Sonderkosten.   



   Im Gegensatz hierzu kann das Gefäss gemäss der vorliegenden Erfindung weg des verhält   nismässig geringen Materialaufwandes für    den Beutel so billig hergestellt werden, dass die Investitionskosten im Verhältnis zu den
Transportkosten und   dergleiehen    gar nieht in
Betraeht fallen, so dass das Gefäss   nach Ge-    braueh weggeworfen werden kann und gar nicht zu einer   mehrmaligen Benützung ge-    langt.



   In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gefässes nach der vorliegenden Erfindung dargestellt, und zwar in Form einer Ölflasche. einer Ölflasehe. senkrechten Mittellängssehnitt dargestellte Gefäss weist einen   Gefässkörper l,    z. B. aus Papierstoff, auf, der mit einem Boden   2    und einem Hals 3 versehen ist. Im Innern des Gefässkörpers befindet sich ein Beutel 4 aus Polyäthylenfolie. Dieser Beutel wird zweckmässigerweise dadurch hergestellt, dass eine Kunstharzfolie der   Gefässkorperform    angepasst   zugesehnitten    wird.

   Hierauf werden die einzelnen   Stüeke    zusammengesetzt und die   Sehnittränder    mittels elektriseh geheizter   Eörper    miteinander verschweisst, so dass ein   nahtloser    Beutel entsteht. Dieser wird nun entweder dureh den Hals 3 eingesehoben, wobei der Beuterlarnd 5 des offenen Endes auf der Aussenseite des Halses 3 heruntergestülpt wird, was wegen der Dehnbarkeit der   Polyäthylenfolie    keine Schwierigkeiten bereitet. Man kann   jedoeh    auch vor Einsetzen des Bodens   2    den Beutel von unten her mit dem offenen Ende voran   einsehieben,    das offene Ende aus dem Hals 3 herausziehen und den Rand, wie erwähnt,   umstülpen.

   Nach Einsetzen    Einsetzen Bodens Bodens ist dann der gleiche Zustand   erreieht    wie beim erstbesehriebenen Verfahren.   Zweekmässig ist    der Beutel, wie dargestellt, so bemessen, dass    er in gefülltem Zustand auf dem Boden 2 und    an der Wandung des   Gefässkorpers l möglichst    weitgehend aufliegt. Im vorliegenden Fall ist lediglieh in den   untern    Ecken des Gefässkörpers bei der Abrundung 6 der Beutel nicht am Gefässkörper anliegend. Es wird dureh diese Formgebung erreicht, dass der Beutel in gefülltem Zustande keine erheblichen Eigenbewegungen unter Stössen und Schlägen gegenüber dem Gefässkörper ausführen kann und dadurch vor entsprechenden   Überbean-      spruchungen    geschützt ist.

      tuber    den Hals 3 ist nun zum Schutze des Beutels an der Mündung ein doppelwandiges Mundstüek 7 mit den beiden Wandungen 8 und 9 gestülpt, so dass die Innenwand 8 den   Gefässkorperhals    nebst dem Beutel auf der Innenseite einfasst, wogegen die Aussenwand 9 in gleicher Weise die äussere Einfassung bewirkt. Es kann nun noeh eine besondere Sicherung zur Befestigung des   Mundstüekes    7 vorgenommen werden, z.

   B. durch   Umbör-    deln der freien Ränder der Wandungen 8 und   9,    oder aber dadurch, dass der Ringkörper auf der freien Oberfläehe der Wand 8 bzw. 9 in montiertem Zustand eingepresste oder eingerollte Rillen aufweist, welchem auf der andern   Ringkorperwandseite    Wülste entsprechen, die den Beutelrand in Einbuchtungen des   Gefässkörperhalses    3   hineindrüeken    und darin festklemmen. Das doppelwandige   Mund-    stiiek 7 kann z. B. aus Metallbleeh oder aus Plastikmaterial bzw. aus Karton oder dergleichen bestehen.



   An Stelle des doppelwandigen   Mundstük-    kes 7 kann auch ein einwandiger Ringkörper Verwendung finden, wenn eine Einfassung des Beutels 4 und Halses 3 nur ent. weder auf der Innenseite oder auf der Aussenseite erforderlich ist. So kann z. B. ein Ringkörper aus Kork an Stelle der Wand 8 eingesetzt werden, welcher durch beliebige Massnahmen mit dem Beutel verbunden werden kann und z. B. bei entsprechender Bemessung durch Reibungsdruck im   Gefässkorperhals    3 festhaftet. Die Ringöffnung dieses Ringkörpers kann dann durch einen entsprechend geformten Stopfen geschlossen werden, wodurch das Gefäss nach Belieben durch Herausziehen des   Stöpsels    ge öffnet und durch Einsetzen des   Stöpsels    wieder geschlossen werden kann.

   Im übrigen kann auch in anderer Weise ein Verschluss den jeweiligen Verhältnissen entsprechend vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Flaschenförmiges Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Gefässkörpers ein zur Aufnahme des Gutes bestimmter Beutel angeordnet und am Hals des Gefässkörpers befestigt ist, welcher Beutel den Zweck hat, den Gefässkorper gegen die Einwirkung durch den Gefässinhalt zu schützen.
    II. Verfahren zum Herstellen eines fla schenförmigen Gefässes gemäss Patentansprueh I, dadruch gekennzeichnet, dass man in einen flaschenförmigen Gefässkörper einen Beutel zu dem im Patentanspruch I genannten Zweck einsetzt und das offene Beutelende am Hals des Gefässkörpers befestigt.
    UNTERANSPROCHE : 1. Gefäss nach Patentanspruch I, dadureh gekennzeiehnet, dass der Beutel so bemessen ist, dass er im gefüllten Zustand auf dem Boden des Gefässkörpers lose aufliegt.
    2. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel so bemessen ist, dass er in gefülltem Zustand mindestens an einem Teil der Gefässkorperwandung anliegt.
    3. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Ende des Beutels zwischen der Gefässhalswandung und einem Ringkörper festgeklemmt ist.
    4. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadureh gekennzeichnet, dass der Ringkorper den Gefässkörperhals mindestens auf der Innenseite unter Zwischenklemmen des Beutels einfasst.
    5. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutelrand über die Aussenseite des Gefässkörperhalses heruntergestülpt ist und der Ringkörper den Gefäss körperhals unter Zwischenklemmen des Beutelrandes mindestens auf der Aussenseite einfasst.
    6. Gefäss nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper als doppelwandiges Mundstüek ausgebildet ist, das den Gefässkörperhals auf der Aussen-und Innenseite einfasst.
    7. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper auf der freien Oberfläche in montiertem Zustand eingepresste Rillen aufweist, welchen auf der andern Ringkorperwandseite Wülste entsprechen, die den Beutelrand in Einbuchtungen des Gefässkorperhalses hineindrücken und darin festklemmen.
    8. Gefäss nach Unteransprueh 3, dadureh gekennzeichnet, dass der Ringkörper aus Metallblech besteht.
    9. Gefäss nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeiehnet, dass der Ringkörper aus Plastikmaterial besteht.
    10. Gefäss nach Patentansprueh I, da dureh gekennzeiehnet, dass der Beutel aus Kunststoff-Folie besteht.
    11. Gefäss nachUnteranspruchJO,da- durch gekennzeichnet, dass der Beutel aus Polyäthylenfolie besteht.
    12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadruch gekennzeichnet, dass der Beutel durch den Gefässkorperhals hindureh eingesetzt wird.
    13. Verfahren nach Patentanspruch II. dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel vor dem Bilden des Gefässkorperbodens durch die Bodenoffnung hindureh eingesetzt und alsdann der Boden gebildet wird.
    1. Verfahren nach paentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel aus Kunstoff-Folie der Gefässkorperform angepasst zugeschnitten wird und die Sclnittran- der mittels elektrisch beheizter Korper miteinander versehweisst werden.
CH284043D 1950-06-09 1950-06-09 Flaschenförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung. CH284043A (de)

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