CH284065A - Verfahren und Einrichtung zum Abbinden von Würsten. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Abbinden von Würsten.Info
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- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
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- A22C11/12—Apparatus for tying sausage skins ; Clipping sausage skins
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Abbinden von Würsten. Bei der Herstellung von Wurstwaren wer den die mit zerliaektem Fleisch usw. gefüllten Därme in regelmässigen Abständen eingedrückt und mit Sehnüren abgebunden. Dieses be kannte Verfahren zur Herstellung von Wurst waren ist sehr zeitraubend. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung umgeht. diesen Nachteil dadureh, dass der Wurstkör per in regelmässigen Abständen durch Ti,infüli- rung in einen Schlitz eingeschnürt und mit einer Klammer versehen wird.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Platten ein Klammerschieber und eine Klammergegenplatte beweglich an geordnet sind, die im Bereiche eines einseitig offenen Sehlitzes wirken, in welchen Schlitz der quer zu den Platten liegende, gefüllte Wurstkörper einzuführen ist zum Zweck, ihn an der Einschnürstelle mit, einer Klammer zu ersehen.
In der beiliegenden Zeichnung ist sche matisch eine beispielsweise Ausführungsform. der Einrichtung gemäss der Erfindung darge stellt.
Es <I>zeigt</I> Fig. 1 eine Seitenansicht, unter Weglas sung eines die 'Sieht versperrenden Teils, Fig. 2 einen Grundruss zu Fig. 1 und Fig. 3 eine Klammer, Fig. -I einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
In der Fig. 1 bedeutet 1 eine Tisehplatte, auf welcher die Einrichtung vor der Inbe- triebnahine befestigt wird. Diese Einrichtung besitzt zwei Platten 2, von denen in der Fig. 1 die vordere @veggenommen ssurdq, damit die zwischen den beiden Platten angeordneten Teile besser sichtbar werden.
Die beiden Plat ten 2 sind an den Stellen 3 vermittels Schrau- ben fest zusammengeschraubt. Sie weisen an den einander gegenüberliegenden Seiten spie gelbildliche Einfräsungen und Vertiefungen auf, die zur Führung und Lagerung v erschie- dener Teile dienen, welche zwischen diesen Platten angeordnet sind. Die Platten 2 stehen senkrecht. auf der Tisehplatte 1.
An ihrem linken Ende sind sie mit nach unten gerich- leten, winkligen Fortsätzen versehen, die um die Tischkante herumgreifen und zwischen denen eine Befestigungsschraube 4 angeordnet ist, vermittels welcher die Einrichtung in der dargestellten Weise an der Tischplatte 1 be festigt wird. Zwischen den beiden Platten be findet sieh ein in Ausfräsungen 5 längsver schiebbarer Klammerschieber 6. Letzterer ist vermittels Nieten 7 mit einem Führungsstück 8 fest verbunden. Das Führungsstück 8 weist zwei Flügel 9 und 10 auf, zwischen denen ein Einschnitt 11 freigelassen ist. Der Flügel 9 bewegt sieh in Einfräsungen 12 und der Flü gel 10 in Einfräsungen 13.
Das Führungs stück 8 kann von links nach reehts so weit bewegt werden, bis die Einsclmittkante 14 des Einsehnittes 11 auf die nicht eingefrästen Teile 1ä der Platte \? auftrifft. Das Führungs- stüek 8 steht unter der Wirkung einer Rück stellfeder 16, die in einer Vertiefung 17 der Platten 2 gelagert ist.
Ein Anschlag in Form eines quer im Flügel 9 gelagerten Stiftes 19, der beidseitig des Flügels 9 hervorsteht und somit in die Vertiefungen 17 hineinragt., be grenzt die Bewegung des Fühiningsstüekes 8 nach links. Die beiden Platten 2 weisen je einen'Schlitz 20 auf, welcher nach rechts spitz winklig erweitert ist. Ausfräsungen 21 dienen zur Führung einer Klammergegenplatte 22. Letztere steht in zwangläufiger Verbindung mit einem um eine Achse 23 drehbar gelager ten Doppelhebel 24, der unter der Wirkung einer Rückstellfeder 25 steht, die das Bestre ben hat, ihn im Gegenuhrzeigersinn zu ver drehen.
Diese Drehbewegung wird durch das Auftreffen des linken Hebelarmes auf den nicht ausgefrästen Teil 15 der Platten 2 be grenzt. Der Flügel 10 des Führungsstüekes 8 weist ferner eine Leitfläehe 26 auf. Wird das Führungsstück 8 durch Ausübung eines Druckes auf eine mit ihm festverbundene Betätigungsplatte 2 7 von links nach rechts, entgegen der Wirkung der Rückstellfeder 16, verschoben, so schiebt sich die Leitfläche 26 unter den linken Arm des Doppelhebels 24 und dreht diesen, entgegen der -#Virkimg der Rückstellfeder 25, im Uhrzeigersinn.
Dadurch senkt sich die mit dem Doppelhebel 24 zwang läufig verbundene Klammergegenplatte 22 und ihr unterer Teil gelangt in den Bereieh des Schlitzes 20. Das freie Ende des Klammer- sehiebers 6 ist mit einer zylindrischen Ein buchtung 28 versehen. Die Klammergegen- platte 22 trägt an der in ihrer gesenkten Lage dem Klammerschieber 6 gegenüberliegenden Stelle eine ähnliche zylindrische Einbuch tung 29.
In der - Fig. 2, die einen Grundruss zur Fig. 1 darstellt, sind die gleichen Bezugszei chen, wie in der Fig. 1 verwendet worden, so dass die bereits beschriebenen Teile keiner wei teren Erläuterung bedürfen. An der vordern Platte 2 ist ein Klammermagazin 30, von an sich bekannter Ausführung, lösbar befestigt. Eine Schnappfeder 31, die in eine an der Oberseite vorgesehene Kerbe 32 des Klammer magazines 30 eingreift, drückt dasselbe fest gegen die Platte 2.
Die Unterseite des Klam- mermagazines 30 besitzt eine Nase, welche in einem vertieften Sitz der Aussenseite der be nachbarten Platte 2 liegt. Um das Klammer magazin 30 zwecks Neuladung zii entfernen. wird dasselbe nach unten geschwenkt, wobei die Feder 31 aus der Kerbe herausbewegt und von ihrem Sitz abgehoben wird, so dass das Klammermagazin weggenommen werden kann.
In der Fig. 3 ist. eine bei der besehriebenen Einrichtung zur Anwendung kommende Klam mer 33 dargestellt. Dieselbe hat. eine U-förmige Gestalt, wobei die beiden parallelen Schenkel durch einen halbkreisförmigen Steg miteinan der verbunden sind.
Gegenüber dem Klammermagazin 30 be findet sich in der vordern Platte 2 eine Öff nung, durch welche die unter der Wirkung einer Magazinfeder stehenden Klammern hin durchgedrückt werden. Sie gelangen dureli diese Öffnung in den durch die Ausfräsung 5 freigelassenen Raum und damit. in den Bereielr des Klammerschiebers 6. Der Klanrmersehie- ber 6 weist reehteekförmifl,en Querschnitt auf.
Die kleine Rechteckseite\ des Klammersehie- bers entsprieht angenähert der Dicke der Klammer 33, während dessen grosse Rechteck seite angenähert der Entfernung der beiden Schenkel der Klammer 33 entsprieht.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Ein richtung ist nun die folgende: Bei der Inbe triebnahme wird die besehriebene Einriehtung an die Tischplatte 1 vermittels der Befesti- gungsschraube 4 fixiert. Die Bedienungsper son setzt sich vor den Tisch, derart, dass die Betätigungsplatte 27 vor ihre Brust zu liegen kommt. Vor der Einrichtung und quer zu ihr liegt der durch einen gefüllten Darm gebil dete Wurstkörper. Dieser wird nun reit beiden Händen erfasst und gegen die spitzwinklige Erweiteruna des Schlitzes 20 geführt.
Da durch wird der Darm an der betreffenden Stelle flaehgedrüekt. Diese Bewegung wird so lange fortgesetzt, bis der ganze Darm sieb im Schlitz 20 befindet. Hierauf wird mit dem Oberkörper, oder auch mit einer Hand, gegen die Betätigungsplatte 27 ein Druclt ausgeübt und das Führungsstück 8 in die Einrichtung hineingedrückt. Sofort am Anfang dieser Be- wegung wird der Doppelhebel 24 im Uhrzeiger. sinn geschwenkt und die Klammergegenplatte 22 wird nach unten gesenkt.
Zusammen mit dem Führungsstück 8 bewegt sieh auch der Klammersehieber 6 nach vorn, wobei derselbe dem Klammermagazin 30 eine Klammer 33 entnimmt und sie mit den beiden Schenkeln voraus vor sich hinschiebt. Der sich im Schlitz 20 befindliche Darmteil wird nun durch diese Klammer erfasst und in Richtung des Schlitzes nach vorn zusammengerafft.
Gegen das Ende der Bewegung des Klammerschiebers stossen die freien Enden der Klammerschenkel gegen die Einbuchtung 29 in der Klammergegen- platte 22, wodurch sie gegeneinander gebogen und am Ende der Bewegung, die durch Auf treffen der Einschnittkante 14 auf den Teil 1.5 gegeben ist, zu einem den Darm in zusam- mengepresstem Zustand enthaltenden Ring ge formt werden. Hierauf wird der Druck auf die Betätigungsplatte 27 aufgehoben.
Unter der Wirkung der Rüekstellfeder 16 kehrt diese mit dem Klammersehieber 6 und dem Füh rungsstück 8 in ihre Ruhelage zurück, wobei am Ende dieser Bewegung die Klammer gegenplatte 22, vermittels des unter der Wir kung der Rückstellfeder 25 stehenden. Doppel hebels 24 wieder gehoben wird.
Hierauf wird der Darm wieder mit. beiden Händen erfasst und aus dem Schlitz 20 herausgeführt, dann um einen Abschnitt verschoben und an der neuen Unterteilungsstelle wieder in den Schlitz eingeführt umv. Aus dieser Beschrei bung ist. leicht ersichtlich, dass, insbesondere bei einiger Llbung, eine verhältnismässig sehr rasche Unterteilung eines Darmes resp. Wurst körpers in einzelne Abschnitte erzielt werden kann.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Abbinden von Würsten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wurstkörper in regelmässigen Abständen durch Einführung in einen Schlitz eingeschnürt und mit. einer Klammer versehen wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen zwei Platten ein Klammerschieber und eine Klammergegen- platte beweglich angeordnet sind, die im Be reiche eines einseitig offenen Schlitzes wirken, in welchen Schlitz der quer zu den Platten liegende, gefüllte Wurstkörper einzuführen ist, zum Zweck, ihn an der Einschnürstelle mit einer Klammer zu versehen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Schitz- ende spitzwinklig erweitert ist, derart, dass das Einführen des Wurstkörpers erleichtert ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Klammer schieber einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. 3, Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Klammerschiebers eine zylinderförmige Einbuchtung aufweist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Klammer schieber an einem Führungsstück befestigt ist, welches an der Betätigungsseite aus den bei den Platten hervorragt. und hier mit einer quer zu ihm angeordneten Betätigungsplatte fest verbunden ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Führungsstück unter der Wir kung einer R.ückstellfeder steht, durch welche es, bis zu einem Anschlag, aus den beiden Platten hinausgedrückt wird. 6.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Klammergegenplatte zwischen den beiden Platten quer zum Schlitz geführt ist und vermittels eines doppelarmi- gen Hebels, durch eine am Führungsstück des Klammerschiebers angeordnete Leitfläche der art gesteuert wird, dass sie sich bei der Betäti gung des Führungsstückes sofort senkt und in dieser Stellung verbleibt, bis das Führungs stück seine Ruhestellung wieder nahezu er reicht hat. 7.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Klammergegenplatte an der in ihrer gesenkten Lage dem Klammer schieber gegenüberliegenden Stelle eine der Einbuchtung des Klammerschiebers spiegel bildliche Einbuchtung aufweist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass der Doppelhebel unter der Wir kung einer Rückstellfeder steht, derart, dass derselbe die Klammergegenplatte, in der Ruhestellung der Einrichtung, aus dem Be reich des Schlitzes heraushebt. 9.Einrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des geschlossenen Schlitzendes ein Klarunrerrnaga- zin senkrecht zu den beiden Platten lösbar be festigt ist und in der entsprechenden Platte eine Öffnung vorgesehen ist, zum Zwecke, die Klammern der Reihe naelr in den Bereich des Klammerschiebers gelangen zu lassen. 10.Einrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet., dass die beiden Plat ten auf den einander zugekehrten Seiten Aus- fräsungen für die Führung des Klammer schiebers, eines Führungsstückes für den letz teren und der Klamrnergegenplatte und für die Aufnahme von Rückstellfedern für die Gegenplatte und das Führungsstück aufweist.
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