CH284089A - Verfahren zur Herstellung harter Zellkörper. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung harter Zellkörper.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung harter Zellkörper. Zellkörper, insbesondere mit geschlossenen Zellen, aus thermoplastischen Kunststoffen, werden meistens so hergestellt, dass man Gase unter hohem Druck und bei erhöhter Tempe ratur in den Kunststoffen löst. und dann nach -Abkühlen der Masse unter Zellbildung expan dieren lässt. Für die Ausführung dieser Verfahren ver wendet man im allgemeinen Weiehmaehungs- mittel enthaltende Kunststoffmischungen. Die so erhaltenen Zellkörper sind jedoch entspre chend ihrem Weichmachungsmittelgehalt weich und elastisch. Will man harte Zellkörper her stellen, die eine gewisse Festigkeit aufweisen, so müsste man Kunststoffe verwenden, die an und für sich hart sind und diese ohne Weieh- machungsmitt.el verarbeiten. Es wurde nun festgestellt, dass Weichmachungsmittel ein wichtiger Bestandteil der zu verarbeitenden Kunststoffmischungen sind. Die Weich machungsmitt.el wirken auf den Kunststoff plastifizierend, so dass sich die Mischung viel besser und formhaltiger unter Zellbildung expandieren lässt und Zellkörper mit gerin- Cerem spezifischem Gewicht ergeben als solche, die man aus Kunststoffen ohne Weich- maehungsmittel herzustellen versucht. blau hat nun, um den Vorteil des besse ren Expandierens mit Hilfe von Weieh- maehungsmitteln auszunützen, zunächst. den Weg beschritten, solche Weichmachungsmittel zu verwenden, die sieh nachträglich durch irgendeine -Methode härten lassen. Zu diesem Zweck ist z. B. die Kombination von Poly- vinylchlorid mit Diisocyanaten angewendet worden. Hierbei wirkt das Diisocy anat auf Polyv inylchl.orid zunächst wie ein Weich macher. Die damit hergestellten Zellkörper lassen sieh daher gut expandieren und sind von niedrigem spezifisehem Gewicht. Nach-, träglich lassen sich diese Isocyanverbindun- ,.gen härten, so dass der ganze Zellkörper die _ewünsebte Druckfestigkeit bekommt. Die Diisocyanverbindungen sind jedoch teuer sowie schwierig und sehr unangenehm in der Handhabung. Es wurde nun ein Verfahren gefunden, um harte Zellkörper mit niedrigem spezi fischem Gewicht, herzustellen. Dieses Verfah- --en besteht darin, dass man den zu verarbei tenden harten Kunststoffen solche flüchtige Lösungsmittel beimischt, welche sich ohne Zerstören des Zellmaterials aus dem fer tigen Zellkörper wieder entfernen lassen. (Im Gegensatz dazu kommen nichtflüchtige Lö sungsmittel, oder solche, die nur eine geringe Flüchtigkeit aufweisen, wie sie allgemein unter Weichmacher bezeichnet werden., für die vorliegende Erfindung nicht in Betracht.) Solche flüchtige Lösungsmittel. sind z. B. für, Polyvinylehlorid Chlorbenzol, Butanol, Tet.ra- hydrofuran, Cyclohexanon, llethyläthylketon, blethylisobutylketon u. a. m. Zur Herstellung von Zellkörpern können die hierfür bekannten Verfahren verwendet werden. So kann man z. B. die :Mischung aus Kunststoffen und flüchtigem Lösungsmittel unter hohem Druck mit Gasen, z. B. mit Stick stoff, in der Wärme behandeln, so dass die Mischung den Stickstoff aufnimmt, bzw. löst und dann nach dem Abkühlen die Masse unter Druckentlastung expandiert. Oder man kann der Mischung Treibmittel zusetzen, welche beim Behandeln derselben unter Hitze Gase entwickeln und die Gasbildung unter so hohem Druck vor sich gehen lassen, dass sieh die Gase in der Masse lösen, dass man dann die so behandelte Masse unter Druck ab kühlen lässt und durch Wiedererwärmen unter Zellbildung zum Expandieren bringt.. Während der genannten Operationen blei ben die flüchtigen Lösungsmittel im Kunst stoff, da ja bei der erhöhten Behandlungs temperatur unter Druck gearbeitet, wird, so dass weder die gelösten Gase noch die flüeh- tigen Lösungsmittel aus dem Kunststoff ent weichen können. Aus den so erhaltenen weichen Zellkör- pern, die, wie dargelegt, noch die zugesetzten Lösungsmittel enthalten, lässt man dann die letzteren verflüchtigen. Dies erfolgt am zw eck mässigsten durch Erwärmen des Zellkörpers während der erforderlichen Zeit bei gewöhn lichem oder vermindertem Druck und erhöhter Temperatur. Es bleibt ein harter Zellkörper zurück. Es ist überraschend, dass aus dem Innern von verhältnismässig dicken Zellkör- pern das flüchtige Lösungsmittel relativ schnell, an die Oberfläche wandert. bzw. her ausdiffundiert, ohne die Gasdichtigkeit der Zellen nachteilig zu beeinflussen. Der Zell- körper behält bei dieser Prozedur seine volle Grösse. Dabei konnte gewichtsmässig fest gestellt werden, dass das flüchtige Lösungs mittel weitgehend bis vollständig aus dem Zellkörper wieder verschwindet; die Zellen bestehen aus dem ursprünglichen harten Kunststoffmaterial und enthalten eventuell nur noch Reste des abgebauten Treibmittels. Als thermoplastische Kunststoffe kommen vor allem hochmolekulare harte Polyviny 1- verbindungen, wie z. B. Polyviny lehlorid, Polyv iny lidenchlorid, Polymethylmetha.cryl- säureester, Polystyrol, in Betracht. Für jedes dieser Polymerisate wird man das geeignete flüchtige Lösungsmittel suchen und anwenden müssen. Man wird je nach der Arbeitsweise und der Beschaffenheit des herzustellenden Zellkörpers das bestgeeignete Lösungsmittel in bezug auf Siedepunkt, Lösefähig:li:eit und Flüchtigkeit aussuchen und auch die verwen deten Mengen desselben entsprechend bemes sen. Man kann auch Gernisehe verschiedener Lösungsmittel verwenden, wie auch Gemische aus flüchtigen Lösungsmitteln und Nicht lösungsmitteln. Es lässt sieh z. B. eine aus Polyvinylehlorid und 1N1etlry-lä.tlrylketon hergestellte Misehung- etwa, in dem Verhältnis von 70/30 und mit einem Zusatz von ?0 Teilen Treibmittel genau wie eine weiche, mit Trili:r esy-lphosphat her-, gestellte Mischung verarbeiten. Die Mischung kann man auf bekannte Art unter Druck und Temperatur erhitzen, wobei sieh das Treib mittel zersetzt und die Gase in der Masse lösen; dann lässt man sie abkühlen und danach auf ein spezifisches Gewicht von 0,01 treiben bzw. expandieren. Schon während der Expan sion, die zwischen 70-100 C vorgenommen wird, kann ein grosser Teil der flüelrtigen Lösungsmittel entweichen, der restliche Teil lässt sich dann durch weitere Erwä.rrrrting, z. B. hei der gleichen erhöhten Temperatur innerhalb von etwa ?-10 Stunden, entfernen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellun" harter Zell- F körper, insbesondere mit geschlossenen Zellen, aus thermoplastischen Kunststoffen, wie Poly-- vinylverbindungen, durch Lösen von CTasen in den Kunststoffen bei erhöhter Temperatur und unter Druck, Abkühlen der die gelösten f Gase enthaltenden Kunststoffmassen unter Druck und nachfolgendem Expandieren unter Zellbildung, dadurch gekennzeichnet, dass narr harten thermoplastischen Kunststoffen min destens ein flüchtiges Lösungsmittel zugibt,S welches sich ohne Zerstörung des Zellmaterials aus dem fertigen Zellkörper wieder entfernen lä.sst, dass man dann unter Anwendung von Druck sowie erhöhter Temperatur in der Hasse ein Gas löst, die Masse darauf abkühlt, vom Druck entlastet und expandieren lässt, so da1? Zellbildung eintritt und das im Zellkör- per vorhandene flüchtige Lösungsmittel ohne Zerstörun- des Zellmaterials entfernt. I-:1TERANSPRVCIIE 1.Verfahren naeli Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die flüchtigen Lösungsmittel durch Erwärmen der Zellkör- per entfernt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch verschiedener Lösungsmittel verwendet. 3.Verfahren nach Paten.tansprtich, da durch gekennzeichnet, dass man der Kunst- stoffmisehung Treibmittel zusetzt, welche sich bei erhöhter Temperatur unter Gasentwick- h eng zersetzen, wobei man unter so hohem Drllek arbeitet, dass sich die dabei entwickel ten Gase in der Masse lösen. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Kunst stoffmischung bei erhöhter Temperatur unter so hohem Druck Gase von aussen zuführt, dass sie sich in der Masse lösen. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als thermo plastische Kunststoffe Polv v invlchlorid ver wendet.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH284089T | 1949-04-14 |
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| CH (1) | CH284089A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1176844B (de) * | 1959-08-11 | 1964-08-27 | Basf Ag | Verfahren zum Herstellen von geschaeumten Folien aus thermoplastischen Kunststoffen |
-
1949
- 1949-04-14 CH CH284089D patent/CH284089A/de unknown
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