CH284208A - Verfahren zum Brennen keramischer Massen, insbesondere zahnkeramischer Massen. - Google Patents
Verfahren zum Brennen keramischer Massen, insbesondere zahnkeramischer Massen.Info
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Description
Verfahren zum Brennen keramischer Massen, insbesondere zahnkeramiscber Massen.
( > egenstanl der TSrfindung bildet ein neuartiges und besonders vorteilhaftes Verfahren zum Brennen keramiseher Massen, insbesondere zahnkeramischer Massen.
Keramische Körper, insbesondere Zähne, werden im a] lgemeinen in der Weise berge- stellt, dass man keramisebe Massen auf Feld spathasis oder ähnliche Materialien mit Wasser und organischen Plastizierungsmftteln zu einem Teig anmacht, diesen Teig in Quetsehformen presst und durch einen Baekprozess das Wasser austreibt, wodurch man zunächst den sogenannten Rohling oder Biskuitzahn erhält, der dann dem Brennprozess unterworfen wird. In diesem Brennprozess brennen zn- nächst die organischen Bestandteile heraus, wonach ein poröser Körper zurückbleibt.
Bei weiterer Temperatursteigerung sintert die Masse dann zusammen, und es entsteht ein verglaster Körper, der von zahlreiehen Luftbläschen durchsetzt ist, jedoch eine verhältnismässig glatte Oberfläche besitzt.
Es ist auch bekannt, diesen Brennprozess unter weitgehend vermindertem atmosphärischem Druck hzw. unter Vakuum vor sich gehen zu lassen. Hierbei wird die in dem porösen halhgaren Brennt eingeschlossene Luft entfernt und schliessen sieh infolgedessen die in dem Brenngut vorhandenen Hohlräume unter der Wirkung der Oberflächenspannung mehr oder minder weitgehend. Das Mass des Verschwindens der Hohlräume hnv. eingeschlossenen Blasen hängt dabei, abgesehen von der Höhe des angewandten Unterdruckes, vor allem von der Viskosität der Masse und diese wiederum von der Höhe der angewandten Brenntemperatur ab.
Da man anderseits bestimmte äussere Formen des Brenngutes aufrechterhalten muss, sind aber der Steigerung der Temperatur Grenzen gesetzt, indem bei darüber hinausgehender Temperatursteigerung ein Zerfliessen der Konturen eintreten würde.
Den obigen bekannten Verfahren haften verschiedene, teilweise recht empfindliche Mängel an. Im Rahmen des üblichen Vorgehens lässt es sieh nicht vermeiden, dass beim Einschichten der Massen grössere Luftmengen miteingesehlossen werden und dass die organischen Bindemittel eine nicht völlig gleichmässige Verteilung erfahren bzw.
an einzelnen Stellen in grösseren Partikelchen zn- rückbleiben. Da ferner beim Austreiben des Wassers während des Backprozesses, insbesondere an den Rändern des Backgutes, häufig ein Brodeln der Masse stattfindet, zeigen sich auf Grund aller dieser Umstände in den Rohlingen hz,v. im Biskuitzahn vereinzelte Hohlräume solchen Ausmasses, dass sich diese bei dem übliehen Brennprozess und auch beim Brennen unter Vakuum nicht oder zumindest nicht völlig schliessen können.
Im Gegenteil werden bei einem Brennen unter Vakuum die sich erst bei höheren Temperaturen lösen den Gasreste oder auch die durch ehemisehe Umsetzung der Massen gegebenenfalls frei werdenden Gase aus dem inzwischen zähflüssig und dicht gewordenen Brennkörper herausgezogen, wobei sie an der Oberfläche aufplatzende Bläschen und hierdurch bedingte Wra- terbildungen hinterlassen. Die Folgen aller dieser Erscheinungen sind entsprechende Beeinträchtigungen der Oberflächenglätte und entsprechende Strukturfehler im Innern der Brennkörper.
Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens gelingt es nun, alle diese Mängel weftest- gehend, wenn nicht sogar vollständig auszuschalten, und zwar dadurch, dass das Brennen der keramischen Massen, insbesondere von zahnkeramischen Massen, zwar ebenfalls unter weitgehend vermindertem atmosphärisehem Druck vorgenommen, die Druekmindcrung aber mit Beginn der Glattbrandperiode aufgehoben wird. Im Sinne des erfindungsgemässen Verfahrens wird also nur die sogenannte Sinterungsperiode unter weitgehend vermindertem atmosphärisehem Druck bzw. im Vakuum durchgeführt. Ist dann eine dichte Oberflächenhaut entstanden, die ein Rückströmen von Luft in die noch im Innern vorhandenen Hohlräume verhindert, so hebt man die Druckminderung auf.
Man kann dann die Glattbrandperiode bei atmosphärisehem Druck oder auch bei einem höheren als atmosphäri schen Druek durchführen.
Durch ein solches Vorgehen werden die zunächst nur unter Wirkung der Oberflächen- spannung stehenden Hohlräume nun auch noch unter atmosphärischen oder noch höheren Druck gesetzt und dadurch zu einem schnellen Schliessen veranlasst. Ausserdem können die bei höherer Temperatur oder bei chemischer Umsetzung der keramischen Masse frei werdenden Gase nicht mehr an die Oberfläche der Brennkörper gezogen werden. und es liefert so das erfindungsgemässe Verfahren Produkte mit wesentlich besserer Oberfläche und mit wesentlich geringeren oder gar keinen Strukturfehlern im Innern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Brennen keramischer Mas- sen, insbesondere zahnkera.mischer Massen, unter weitgehend vermindertem atmosphäri schein Druck, dadurch gekennzeiehnet, dass die Druekminderung mit Beginn der Glattbrandperiode aufgehoben wird.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das Brenngut nach Aufhebung der Druekminderung unter einen höheren als atmosphärischen Druck gesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE284208X | 1950-08-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH284208A true CH284208A (de) | 1952-07-15 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH284208D CH284208A (de) | 1950-08-31 | 1950-10-09 | Verfahren zum Brennen keramischer Massen, insbesondere zahnkeramischer Massen. |
Country Status (1)
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1950
- 1950-10-09 CH CH284208D patent/CH284208A/de unknown
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