DE128251C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/10—Blowing glass cylinders for sheet manufacture
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei bekannten Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern geht man von der Ausbreitung
einer Schicht flüssigen Glases auf einer beliebigen, am besten umkippbar angeordneten
Unterlage aus. Auf diese Schicht wird ein ringartiger, formgebender, mit Handgriffen
versehener Rahmen, Rand oder Reifen aufgelegt bezw. eingedrückt, dann die Unterlage
mit der Glasschicht und dem formgebenden Rahmen umgekippt und zwischen Glasschicht
und Unterlage ein elastisches Druckmittel, z. B. Prefsluft, eingeführt, welches die
Glasschicht durch den formgebenden Rahmen hindurch zu einem Hohlkörper aufbläst. Bei
vorliegendem Verfahren dagegen wird nach dem Umkippen die Platte, welche beim Ausbreiten
der Glasmasse als Unterlage gedient hat, entfernt, so dafs man den formgebenden Rahmen mit darauf liegender glühender Glasschicht
zur Verfügung hat. Die Glasmasse wird in bekannter Weise durch aufgelegte Rahmen, schwalbenschwanzförmige Nuthen
oder dergl. festgehalten, haftet aber unter Umständen auch ohne Weiteres genügend fest an
dem Rahmen.
Die nunmehr innerhalb dieses Rahmens infolge ihres zähflüssigen glühenden Zustandes
sich senkende (sackende) Glasschicht bildet sich zu einem Hohlkörper aus, der von selbst diejenige
schalenförmige Gestalt annimmt, die hinsichtlich ihrer oberen Mündung durch die Form
des Rahmens und hinsichtlich ihrer Wandung und Tiefe durch das Sacken des Glases in Verbindung
mit der Rahmenform bedingt wird.
Auf diese Weise können Glashohlkörper von gewisser Gestaltung in freier Luft ohne Anwendung
von Druck (Blas-, Dampf-, Gas-, Luft- oder Prefsdruck) fertig hergestellt werden.
Es können aber auch zur Herstellung dieser Körper offene Hohlformen zur Anwendung
kommen, in denen man das Fertigsacken des an dem formgebender) Rahmen hängenden
Glasbeutels sich vollenden läfst oder in denen der fertig gesackte Glasbeutel sich anlegt; durch
Anlegen an die Wände der Hohlform wird dem Hohlkörper eine ganz bestimmte Gestalt
ohne irgend welche Anwendung eines Druckmittels ertheilt.
Es ist zu bemerken, dafs man bereits fertige Glastafeln zu Hohlkörpern dadurch verwandelt
hat, dafs man die Tafeln in einem horizontalen Rahmen festhielt und sie mit demselben
in einen Anwärmofen einbrachte, mit dem Erfolge, dafs die Tafel sich erweichte und frei
oder in eine unter dem Rahmen angeordnete Form durchsank. Dies Verfahren hat aber
dem vorliegenden gegenüber den grofsen Nachtheil, dafs eine nochmalige Erhitzung der
schon starren Tafel stattfinden mufs und dafs die nöthigen Rahmen, ebenfalls beständig der
Hitze ausgesetzt, bald unbrauchbar werden müssen.
Für gewisse Glashohlkörper, bei denen die Tiefe das Ausmafs der Mündung weit überschreitet,
oder für solche Glashohlkörper, deren Aufsenwände besonders gestaltet bezw. bemustert
werden sollen, kann auch an die angegebene Herstellungsweise anschliefsend ein Druckmittel zur Anwendung kommen.
In diesem Falle wird, nachdem der Glasbeutel unter dem Einflufs der Schwere genügend
durchgesunken ist, der den Beutel
haltende Rahmen bezw. die Oeffnung des Beutels oben mit einer Platte bedeckt, um ein
Druckmittel in den Glasbcutel einzuführen, so dafs er sich ausdehnt und sich iin Freien oder
in der Hohlform ausbildet.
Als·- Druckmittel kann Luft, Gas, Dampf u. s. w. aus beliebiger Quelle benutzt werden.
Es ist zwar bekannt, geschmolzenes Glas auf einer Unterlage zu einer Schicht auszubreiten,
auf die Schicht einen Metallrahmen aufzulegen, von welchem die Glasschicht, sei
es durch Anpressen an die Unterlage oder auf andere Weise, gehalten wird, das Ganze um
i8o° zu kippen und die nunmehr auf dem
Rahmen aufliegende Glasschicht durch ein zwischen die Schicht und die Unterlage eingeführtes elastisches Druckmittel aufzublasen.
Demgegenüber bietet das Verfahren nach Anspruch ι den grofsen Vortheil, dafs man des
Druckmittels entrathen oder, wenn man gemäfs Anspruch 3 arbeitet, erheblich daran sparen
kann.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern
durch Ausbreiten geschmolzenen Glases zu einer Schicht, Aufbringen dieser Schicht auf einen Rahmen, der die Ränder
der Glasschicht festhält, und Ausdehnen der Schicht innerhalb des Rahmens zu
einem Hohlkörper, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ausdehnung der Glasschicht durch
das eigne Gewicht derselben erfolgt.
2. Ausführungsform des Verfahrens gemäfs An-, spruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs das
Durchsinken der Glasschicht durch eine untergestellte Hohlkörperform begrenzt wird.
3. Ausführungsform des Verfahrens gemäfs Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der
durch Durchsinken hergestellte Hohlkörper durch einen auf die Mündung aufgelegten
Deckel abgeschlossen und durch Einführung eines elastischen Druckmittels (Prefsluft
u. s. w.) in den Hohlraum noch weiter ausgedehnt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT8855D AT8855B (de) | 1900-12-04 | 1901-04-29 | Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE128251C true DE128251C (de) |
Family
ID=396787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1900128251D Expired - Lifetime DE128251C (de) | 1900-12-04 | 1900-12-04 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE128251C (de) |
-
1900
- 1900-12-04 DE DE1900128251D patent/DE128251C/de not_active Expired - Lifetime
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