Einrichtung für die erdlose Pnanzenkultur.
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für das unter verschiedenen Namen, wie zum Beispiel Hydroponik , Tankfar ming , Subirrigation , Nährkulturo usw., bekannte erdlose Ziehen von Pflanzen.
Bei bekannten Systemen der erdlosen Pflanzenkultur sind Treibbeete in wasserdich- ten, teilweise mit Kies, Sehlacke oder Ïhnlichem Schuttmaterial gefüllten Bänken angeordnet, wobei Gässchen vorgesehen sind, um den Zugang zu den Beeten zu erleichtern, welche durch Rohren mit einem Sammelbehälter f r eine nährende chemische Losung ver bunden sind. Diese Lösung wird durch die Röhren zu den Treibbeeten gepumpt, von wo sie zum Sammelbehälter zurückfliesst, sobald das Pumpen aufhört.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung für die erdlose Pflanzenkultur mit mindestens zwei Paaren von durch einen durchlÏssigen Zwischenboden getrennten Ober-und Unterteilen, dadurch gekennzeiehnet, dass die Schuttmaterial als Ziehmittel für die Pflanzenwurzeln enthaltenden Oberteile Treibbeete und die Unterteile Be hälter f r die Nährlösung zum Nähren der Pflanzen bilden, wobei die Behälter unter sich und mit reversiblen Pumpmitteln verbunden sind zwecks Xbertragung der Nährlösung von der einen Seite der Pumpmittel auf die andere Seite, um so die Subirrigation der Pflanzen in den Treibbeeten auf beiden Seiten der Pumpmittel abwechselnd zu bewirken.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung lässt sich relativ billig herstellen und bei geeigneter Ausbildung mit einem Minimum an Ausgaben und Arbeit unterhalten und betäti- gen. Die Verwendung dieser Einrichtung erm¯glicht es, die Wurzeln der Pflanzen und ihre Treibbeete auf einer geeigneten Temperatur zu halten und den Kies oder andere in den Treibbeeten verwendete Ziehmittel relativ schnell und wirksam wu spülen. Ferner hat sich gezeigt, dass die Verwendung dieser Einrichtung separate Sammelbehälter f r die Nährlösung und damit auch die sich daraus ergebende Einrichtung eines Speiserohren- systems zwischen diesen Sammelbehältern und den Treibbeeten überflüssig macht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der beiliegenden Zeichnungen, welche beispielsweise Ausführungsformen darstellen, näher erklärt.
Fig. 1 ist eine Endansicht, teilweise im Sehnitt und
Fig. 2 eine bruehstüekweise Draufsicht auf ein mit einem Behälter kombiniertes Treibbeet der erfindungsgemässen Einrichtung.
Fig. 3 und sind schematische Darstellun en in kleinerem Massstab von mit Behältern kombinierten Treibbeeten in Verbindung mit einer Pumpanlage, welche in einem in der llitte liegenden, mit einem Behälter kombinierten Treibbeet angeordnet ist ; dabei ist
Fig. 3 eine schematische Draufsicht und
Fig. 4 ein schematischer Vertikalsehnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Fig. 5 ist ein vertikaler Querschnitt und
Fig. 6 ein bruchstückweiser Grundriss, beide in grösserem Ma¯stab, der abgeänderten Konstruktion des in Fig. 3 und 4 gezeigten lTittelbeetes, welches mit einer Pumpanlage ausgerüstet ist, an deren einander gegen berliegenden Seiten die Behälter jeweils einer Gruppe von mit Behältern kombinierten Treibbeeten von ungefähr gleicher volumetri- scher Kapazität verbunden sind, zweeks Sub- irrigation der Treibbeete, das heisst Bewässe rung von unten, durch Uberleitung der NÏhrl¯sung von den Behältern der Treibbeete auf der einen Seite des Mittelbeetes zu denjenigen der auf der andern Seite befindlichen Treib beete, und umgekehrt.
Fig. 7 ist ein vertikaler Querschnitt naeli der Linie VII-VII in Fig. 6 und stellt die Anordnung und Unterbringung der in Fig. 6 gezeigten, reversiblen Umlaufpumpe und ihres Rotors dar.
Fig. 8 ist eine detaillierte Aussenansieht nach der Linie VIII-VIII der Fig.4 und veranschaulicht näher die Konstruktion des vordern Endes des in Fig. 3,4,6 und 7 gezeigten Mittelbeetes.
Die in den Zeichnungen gezeigte Anordnung der mit Behältern kombinierten Treibbeete weist rechteckige Trogne aus Beton, n, auf, welche innen durch einen Zwischenboden oder eine horizontale Scheidewand 3 in einen obern Teil 1 und einen untern Teil @ unter- teilt sind. Der gezeigte Zwischenboden wird zweckmässig durch Querteile 3a aus Glas, Zement, Metall oder andern passenden Materia- lien gebildet, die so zusammengefügt sind, dass @ sie in und um die Verbindungsstellen zwischen solchen Querteilen und ihren Stützen Íffnungen bilden, damit die Nährlösung oder andere Flüssigkeiten durch den Zwisehenboden hindurch zu dem entsprechenden Treibbeet und zurückfliessen können.
Wie ersichtlich, werden die Querteile 3a des Zwisehenbodens von innen befindlichen Absätzen a1 getragen, die, wie in den Fig. 1 und 5 gezeigt, an den gegenüberliegenden Längsseiten des Troges a, an den Verbin- dungsstellen zwischen den verhältnismässig dicken Unterteilen und den verhältnismässig dünnen Oberteilen der Längswände des Troges angebracht sind.
Der durch den Oberteil I des Troges a begrenzte Zwischenboden 3 des Treibbeetes eig- net sieh zum Tragen von Kies, Schlacke oder ahnlichem Schuttmaterial, welches als Ziehmittel oder Halt für die Wurzeln der zu ziehenden Pflanzen passend ist. Dieses Ziehmate- rial ist mit la bezeichnet und füllt ungefähr zwei Drittel des Fassungsvermögens oder Volumens des Treibbeetes aus, in welchem es sicli befindet.
Solehe mit Behältern kombinierte Treibbeete sind zweckmässig in miteinander verbun- denen Gruppen und in Verbindung mit einer reversiblen Pumpe oder dergleichen angeord- net, wie zum Beispiel in Fig. 3 und 4 der Zeiehnung gezeigt, so dass die Nährlosung von den Behältern der zur Gruppe X gehörenden Treibbeete zu den Behältern der Treibbeete, die zurGruppeYgehören,übergeleitetwer- den kann, die ebenfalls mit der gleichen Pumpe verbunden ist, um so abwechselnd die Pflanzen in den zu den entsprechenden Be hältern gehörenden Treibbeeten jeder Gruppe zu subirrigieren.
Wie in den Zeichnungen gezeigt, ist eines der mit Behälter kombinierten Treibbeete, b, so abgeändert, dass eine Pumpe und ihr Antriebsmotor darin untergebracht werden kann und die erforderliehen Ansehlüsse für die Verbindung der betreffenden Gruppen X und und Y an den gegenüberliegenden Seiten der so gebildeten Pumpanlage vorhanden sind.
Der Motor ist dabei wasserdicht in einem aus Quer-und Längswänden gebildeten Abteil untergebraeht. Dieses Abteil kann mit aussen angebraehten T ren versehen sein, um den Zugang dazu zu gestatten. Die Umlaufpumpe steht in bekannter Weise durch Wellen mit dem Motor in Verbindung und ist zusammen mit entspreehenden Lagern in einem Querkanal durch die Längswand untergebracht.
Dieser Kanal verbindet sogenannte Sumpfkammern, welche an den gegenüberliegenden Seiten einer solchen Wand angeordnet sind und welche mit den Behältern der in Gruppen angeordneten Treibbeete verbunden sind bzw. mit den an den gegenüberliegenden Seiten der Pumpe befindliehen Behältern.
Zu diesem Zweek ist das abgeänderte Alittelbeet b durch eine Längswand 4 unterteilt, so dass zwei nebeneinanderliegende, mit Behältern kombinierte Treibbeete von gleichem Fassungsvermögen entstehen, wie in den Fig. 3,4,5 und 6 gezeigt. Die vordern Enden dieser mit Behältern kombinierten Mittelbeete sind durch Querwände 5 und 6 und kurze Längswände 7 und 8 unterteilt. Das vordere Ende eines solchen Mittelbeetes b ist tiefer angelegt als der übrige Teil der in Treibbeete und Behälter unterteilten Troge, wie bei 9 angedeutet, um so auf jeder Seite der kurzen Längswand 7 S mpfe 10 zu bilden. In n dieser Längswand 7 ist ein Querkanal 7a vorgesehen, in dem eine reversible Pumpe e und ihr Gestell untergebracht sind.
Diese Pumpe ist in bekannter Weise durch eine Triebwelle f mit einem elektrisehen oder andern geeigneten Motor g verbunden, der wasserdicht in einer innerhalb des vordern Endes eines Mittel- beetes b zwischen den kurzen innern Querwänden 5 und 6 und der kleinen Längswand 8 befindliehen Vertiefung untergebracht ist, wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt ist.
Die Sümpfe sind mit Niederwasserstand abflüssen 11 versehen, so dass die Nährlösung aus den Behältern der in Gruppen X und Y angeordneten Treibbeete, welche durch R¯hren 12 mit dem Alittelbeet b verbunden sind, abgezogen werden kann.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, können die Behälter 2 der Treibbeete 1 mit Heizmitteln, wie zum Beispiel röhrenförmigen elek trischen Heizkörpern 14 versehen sein, welche zweckmässig innerhalb der Behälter angeordnet und mittels Schalter 15 mit einer elektrisehen Stromquelle verbunden sind.
Wenn die Behälter 2 in den Gruppen X und Y mit Nährlosung gefüllt sind, ist der Wasserstand dieser Lösung in jedem der Be hälter gerade unterhalb der Unterseite des Bodens 3 des obern Teils 1, wie bei s in Fig. 1 und links in Fig. 4 angegeben.
Nach der Betätigung der Pumpe zur Überleitung der Nähr- l¯sung von den Behältern der einen Gruppe X, in diejenige der andern Treibbeetgruppe Y ist die Venge der übergeleiteten Losung un geiahr ein Drittel der in den Behältern be findlichen, wie rechts in Fig. 4 durch entsprechende Hoch-und Niederwasserstandlinien s und s'angegeben ; denn ungefähr zwei Drittel des Fassungsvermögens jedes Treibbeetes wird von dem Kies oder anderem Ziehmaterial la eingenommen, durch welches die Lösung hindurchsteigt, um so die gezogenen Pflanzen zu subirrigieren, wenn diese Lösung durch die Pumpe in die Treibbeete geleitet wird.
Die mit Behältern kombinierten Treibbeete können in versehiedener Form hergestellt und in versehiedener Weise verbunden sein. So können zum Beispiel, wie in gebrochenen Linien rechts in Fig. 3 gezeigt ist, zwei nebeneinanderliegende Trogne a, von denen jeder, wie oben beschrieben, Ober-und Unterteile hat, durch einen Quertrog j aus Beton oder anderem passenden WIaterial verbunden sein, und zwar können sie zusammen mit diediesem hergestellt oder an diesem befestigt sein, anstatt mit Röhren, wie bei p zwischen den Troyen angeordnet, verbunden zu sein.
Fig. 3 zeigt weiter in gebrochenen Linien und beispielsweise, wie die Zahl der zu einer Gruppe vereinigten, mit Behältern kombinier.ten Treibbeete ohne weiteres erhöht und funktionell mit dem restlichen Teil der Gruppe oder Batterie durch Röhren p verbunden werden kann, so dass solche zusätzliche Beete leicht wieder abgelost und nach Wunsch anderswohin gebracht werden können.
Wie ferner in Fig. 3 gezeigt, sind die einzelnen Troue der mit Behältern kombinierten Treibbeete durch Glässehen k voneinander getrennt, um in bekannter Weise einen leichten Zugang zu den Treibbeeten zu ermöglichen.
Die Röhren p, durch welche die den Unterteil der Trogne a bildenden BehÏlter miteinander verbunden sind, sind eben in den Erdboden eingelassen oder sonstwie geschützt. Jeder dieser Behälter ist mit einem Ausfluss n (Fig. 1 und 2) versehen, so dass die darin be findliche Nährflüssigkeit (Nährlosung) auf WunschabgelassenundlernerjederBehälter und das dazu gehörige Treibbeet je nach Bedarf separat gespült werden kann, zusätzlich zu dem Spülen der mit dem Mittelbeet b verbundenen Gruppen von Treibbeeten, welches durch die Niederwasserstandsümpfe 10 am vordern Ende dieser Beete mittels der Nieder- wasserstandabflüsse 11 erfolgen kann.
Um ein Verschwenden der Nährlosung im Falle von Überlaufen oder unbeabsichtigtem Nichtanhalten der Pumpe zu vermeiden, durch welche der Umlauf der Nährlosung kontrolliert wird, sind querliegende Überfliesskanäle 4α lÏngs des Oberteils der Längswand 4 in dem abgeÏnderten Mittelbeet b vorgesehen, wie in Fig. 5 gezeigt, so class überfliessende l ösung in das Treibbeet und den Behälter an der Niederwasserstandseite des Mittelbeetes 5 fliesst, von wo sie in die Behälter der betreffenden Treibbeete der entsprechenden Gruppe zurückfliesst.
AVenn die mit Behältern kombinierten Treibbeete in GewÏchshÏusern oder Ïhnlichen Anlagen verwendet werden, dienen sie dazu, die Innentemperatur f r eine betrÏchtliche Zeit beizubehalten, wodurch plötzliches Fallen der Temperatur infolge der weiten Verteilung der Nährlösung in den versehiedenen Behäl- tern vermieden wird und diese somit leicht und sparsam auf jeder gewünschten Tem peratur gehalten werden können, um so die Pflanzen und deren Wurzeln mit relativ wenig Arbeit und Unkosten zu schiitzen.
Die aus Treibbeet und Sammelbehälter bestehenden Troge können aus Beton, Stahlplat- ten oder anderem passenden Material hergestellt und das Innere davon mit bituminösem Anstrieh usw. in bekannter Weise berzogen sein ; sie können in verschiedenen Grössen, je nach Bedarf, hergestellt werden.