Behälter mit mehreckigem Querschnitt.
Die Erfindung betrifft einen Behälter von mehreekigem Querschnitt, z. B. aus Papier oder Karton, mit einem Mantel, in den ein Boden und ein Deckel eingelassen sind, deren aufgestellte Ränder zur Erzielung eines dichten Abschlusses mit Flächen des Mantels verbunden sind.
Es sind Behälter ähnlicher Art bekannt, bei welchen dieser aus drei separaten Teilen (Mantel, Boden und Deckel) zusammengesetzt wird. Dies ist mit versehiedenen Nachteilen verbunden, die sich insbesondere bei der maschinellen Herstellung solcher Behälter ungünstig auswirken. Für jeden einzelnen der drei Bestandteile des Behälters sind besondere Zuführvorrichtungen vorzusehen. Demzufolge wird die entsprechende Maschine reeht kompliziert und teuer; anderseits sind jeweils drei Zuführbehälter naehzufüllen, was die Bedienung der Maschine umständlicher gestaltet.
Um eine einwandfreie Zentrierung von Boden und Deckel gegenüber dem Behältermantel zu gewährleisten, was unbedingt erforderlich ist, wenn ein befriedigender, möglichst störungs- freier Betrieb der Maschine erreicht werden soll, sind besondere Vorkehrungen notwendig.
Auch die zu diesem Zweck einzubauenden Vor richtungen verteuern die Maschine ganz er heblich.
Beim erfindungsgemässen Behälter, der aus einem einzigen gefalteten Zuschnitt besteht, fallen alle erwähnten Nachteile dahin.
Dank der einteiligen Ausbildung des : Be- hälters kann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel auf eine U-förmige Überlappung der Boden- und Deckelränder gegenüber dem Mantel verzichtet werden. Diese Überlappung war bei bekannten, aus mehreren Teilen zusammengesetzten Behältern notwendig. Der Wegfall dieser ijberlappung bringt eine wesentliche Vereinfachung des Schliessteils der Maschine mit sich. Gleichzeitig wird eine gewisse Einsparung an Material erzielt. In besonderen Fällen, wo aus irgendeinem Grunde cine solche Überlappung erwünscht sein sollte, kann sie aber ohne weiteres bei einem andern Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Behälters vorgesehen werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindimgsgemässen Behälters sowie der zur Herstellung des Behälters dienenden Zuschnitte schematisch veransehaulieht.
Fig. 1 zeigt den fertigen Behälter in einer ersten Variante.
Fig. 2 zeigt den flachen Zuschnitt, aus dem durch Faltung der Behälter entsprechend Fig. 1 gebildet wird.
Fig. 3 und 4 zeigen verschiedene Zwischen- stadien während der Bildung des Behälters entsprechend Fig. 1.
Fig. 5 zeigt eine zweite Variante des erfin- dungsgemässen Behälters.
Fig. 6 zeigt den flachen Zuschnitt, aus dem durch Faltung der Behälter entsprechend Fig. 5 gebildet wird.
Fig. 7 zeigt ein Zwischenstadium. während der Bildung des Behälters entsprechend Fig. 5.
Fig. 8 und 9 veranschaulichen die Verhält nisse, wie sie bei i, iberlappung an den Ver- sehlussstellen auftreten, und zwar zeigt Fig. 8 einen Schnitt durch den obern Teil des Behälters vor der Überlappung, und Fig. 9 denselben Schnitt nach Fertigstellimg des Behälters.
Der für die Bildung des Behälters 1 bestimmte Zuschnitt 2 aus Papier, Karton oder dergleichen besteht aus einem einzigen Stück.
Er umfasst den Mantelteil 3 sowie die Bodenund Deckelpartien 4 bzw. 5 des Behälters. In Fig. 2 sind alle Faltlinien punktiert angedeu tet. Diese Faltlinien werden mit Vorteil zum voraus gerillt oder geritzt. Durch Falten des Mantelteils um die Faltlinien 6 wird zunächst der Mantel des Behälters gebildet. An der überlappungsstelle wird der Sehlusslappen 7 mit der Manteifläche 8 auf bekannte Weise durch Verlciinung oder dureh Verheizung verbunden.
Im zweiten Fall müssen die zu verbindenden Teile mit einer geeigneten thermoplastischen Substanz versehen sein. Anschlie- ssend werden die äussern Lappen 9 bzw. 10 sowie die Lappen 11 bzw. 12, welche die Verbin dung mit dem Mantelteil herstellen, um die Faltlinien 13 bzw. 14 gegenüber den eigentlichen Boden- bzw. Deekelfläehen 15 bzw. 16 nach aussen aufgestellt. Hierauf werden die Lappen 11 bzw. 12 um die Kanten 17 bzw. 18 so umgefaltet, dass sie gegen die Innenseite der zugehörenden Mantelfläche 19 bzw. 20 zu liegen kommen. Durch Einschieben der Deckel bzw. Bodenpartien in den Mantelteil des Behälters werden dann die Lappen 9 bzw. 10 mit den übrigen zugehörenden Mantelfläehen in Verbindung gebracht.
Die Lappen 9, 10, 11 und 12 sowie die mit diesen den Absehluss bildenden Streifen der Mantelflächen sind mit einer geeigneten thcrmoplastischen Substanz versehen. Durch Druck- und Wärmeeinwirkung auf die fraglichen Teile wird ein dichter Abschluss erzielt. Die Verbindung könnte selbstverständlich auch durch Verleimung erfolgen.
Um auch in den Ecken eine ganz hochwertige Abdichtung zu erzielen, wird am Zuschnitt zwischen den kleinen Deckellappen 9 und 11 und den kleinen Bodenlappen 10 und 12 in den Ecken nicht alles Material ausgestanzt. Die verbleibenden Werkstoffspickel 21 bzw. 22 ergeben im gefalteten Zustand des Behälters eine Verbindung zwischen den einzelnen zusammenstossenden Lappen und damit auch in den Ecken eine zuverlässige Abdichtnng.
Die Fig. 5, 6 und 7 beziehen sich auf eine zweite Variante des erfindungsgemässen Behälters, bei welcher die Deckel bzw. die Bodenpartien des fertigen Behälters durch zwei kreuzweise übereinanderliegende Lappen gebildet werden. An jedem dieser Ilauptlappen sind je zwei Schlusslappen - wovon einer die Verbindung mit dem zugehörenden Mantelteil herstellt - vorgesehen. Diese Schlusslappen werden wie bei der ersten Variante mit den Enden der zugehörenden Mantelfläche zusam- mengebracht irnd mit diesen auf gleiche Weise verbunden. Dabei entsteht der Behälter 23 entsprechend Fig. 5.
Der für die Bildung dieser Behältervariante bestimmte Zuschnitt 24 aus Papier, Karton oder dergleichen besteht ebenfalls aus einem einzigen Stück. Er umfasst wiederum den eigentlichen Mantelteil 25 sowie die Bo den und Deckelpartien, die hier je aus zwei Xauptlappen 26 und 27 bzw. 28 und 29 bestehen. Die Lappen 26 und 27 bzw. 28 und 29 stehen je mit zwei nebeneinanderliegenden Flächen des Mantelteils in Verbindung.
Auch hier wird zunächst durch Falten des Mantelteils um die Faltlinien 30 der Mantel des Behälters gebildet, genau wie bei der ersten Variante. Dann werden die kleinen Aussen- und Innenlappen 31, 32 bzw. 33, 34 des Deckelteils und 35, 36 bzw. 37, 38 des Bodenteils um die Faltlinien 39, 40, 41 und 42 gegenüber den zugehörenden Hauptlappen 26, 27, 28 und 29 gefaltet und nach aussen aufgestellt. Anschliessend erfolgt nacheinander das Umlegen der Lappen 33 und 34 auf der Deckelseite und 37 und 38 auf der Bodenseite um die Faltlinien 43 und 44 bzw. 45 irnd 46, und zwar so, dass die erwähnten Lappen gegen die Enden der zugehörenden Mantelfläche zu liegen kommen.
Durch aufeinanderfolgendes Einschieben der zugeordneten llauptlappen 26 und 27 auf der Deekelseite bzw. 28 und 29 auf der Bodenseite werden die äussern Sehlusslap- pen 31 und 32 bzw. 35 und 36 mit den zugehörenden Mantelflächen in Verbindung gebracht. Wie bei der Variante 1 sind auch hier die miteinander in Berührung stehenden Flä chen mit einer thermoplastischen Substanz versehen, so dass durch Druck- und Wärmeeinwirkung ein dichter Abschluss erzielt wird.
In den meisten Fällen dürften die beschriebenen Behälter den Anforderungen in bezug auf Dichtheit vollständig genügen. In ganz extremen Fällen oder dort, wo der Verschluss durch Verleimung geschehen soll, kann eine Überlappung der Enden der Mantelfläche durch die Randteile der Boden- und Deckel partien vorgesehen werden. In solchen Fällen kann sich der Mehrbedarf an Karton oder dergleichen und die umständlichere Herstellung des Behälters unter Umständen rechtfertigen.
Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen diese besondere Art des Verschlusses. Hier werden die Aussenlappen 47 der Deckel- und Bodenpartien so lange gehalten, dass sie nach Einschieben des Deckels bzw. des Bodens in den Mantel über die entsprechende Mantelfläehe hinausragen. Der vorstehende Teil der Lappen wird dann um die Aussenkante der betreffenden Manteliläehe umgefaltet und an die Aussenseite dieser Fläche angelegt. Die Verbindung zwischen den aufeinanderliegeladen Fläehen erfolgt hier durch Verleimung oder aber auch durch Heizung.
In der Zeichnung wurde davon abgesehen, die Zwischenstadien bei der Bildung der Bodenfläche darzustellen, nachdem dies auf genau gleiche Weise erfolgt, wie für den Behälteroberteil veranschaulicht worden ist.
Aus der Zeichnung und aus der Beschrei bung geht eindeutig hervor, dass das Einschieben der Deckel- und Bodenpartien in den Mantel des Behälters mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden ist. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass Boden- und Deekelpartien mit dem Mantel unmittelbar verbunden sind, so dass beim Umlegen der beiden erwähnten Teile selbsttätig eine richtige Zentrierung erfolgt.
Die dargestellten Behälter weisen einen rechteckigen Querschnitt auf. Es braucht kaum besonders betont zii werden, dass ohne weiteres irgendwelcher anderer mehreckiger Querschnitt vorgesehen werden könnte.
Bei den zwei dargestellten Zuschnitten sind die Deckel- und Bodenpartien gegeneinander versetzt. Dies erlaubt bei der Herstellung der Zuschnitte, Material einzusparen. Selbstver- ständlich könnte für die Deckel und Bodenteile ebenso gut irgendwelche beliebige Anordnung gegenüber dem Mantelteil vorgesehen werden.