Verfahren zum Bücbereinbinden und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens: Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren zum Büchereinbinden, bei wel chem zu Bogensätzen gefaltete Druckbogen mit Perforationen im Rücken des Buches ver sehen werden und wobei auf die Rücken der Bogensätze Klebstoff aufgetragen wird. Fer ner bezieht sich die Erfindung auf eine Vor richtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Einbinden von Büchern nur mit Leim oder mit einem ähnlichen Klebstoff, ohne Hef ten, Klammern oder dergleichen, bekannt; aber sie sind entweder kostspielig, oder dann sind die eingebundenen Bücher von geringerer Qualität, vergleichen mit nach den üblichen Bucheinbindeverfahren hergestellten Büchern.
Beim Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung werden zu Bogensätzen gefaltete Druckbogen mit Perforationen im Rücken des Buches versehen, wobei auf die Rücken der Bogensätze Klebstoff aufgetragen wird. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Bogen wiederholt zu Bogensätzen gefaltet wer den, die eine Mehrzahl innerer Bogenblätter aufweisen, welche durch einen äussern Bogen eingeschlossen sind, wonach eine Mehrzahl Perforationen entlang der gesamten Rücken länge eines jeden Bogensatzes angebracht wer den, die durch sämtliche Bogenblätter eines jeden Bogensatzes hindurchgehen und jede Perforation so begrenzt ist,
dass die Perfora tionskanten der Bogenblätter ineinandergrei- fen und nur das äusserste Bogenblatt eines jeden Bogensatzes durch Leim mindestens in direkt mit der Decke verbunden wird, wäh rend jedes innere Bogenblatt durch den Leim, der durch die Perforation zwischen den Per forationskanten hindurchtritt, am nächstlie genden äussern Blatt befestigt wird.
Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens besteht aus einer mit einer Mehr zahl von Faltwalzenpaaren versehenen Falz maschine und zeichnet sich dadurch aus, dass die eine Walze des zweitletzten Falzwalzen paares mit einem Perforierungszahnring in der Linie der letzten Faltbahn versehen ist und dass die mit dieser Walze zusammenwirkende Walze entsprechende Aussparungen besitzt.
Gemäss durchgeführten Versuchen spielt die Abmessung der Per forationen zur Erzielung einer wirkungsvollen Verbindung der Bogen sätze und der Druckbogen der einzelnen Bo gensätze eine wichtige Rolle, wenn sich das Papier um die Perforationen herum nicht ver ziehen und der Leim durch die Perforationen nicht in das Innere des Buches eindringen soll, was das Buch unansehnlich macht und ein flaches Aufliegen nach dem öffnen er sehwert.
Die Perforationen können rund ausgeführt werden, mit einem Durchmesser von etwa 1 bis 2 mm. Vorzugsweise werden sie aber in Richtung der Rückenfalte in einer Länge von 4 bis 12 mm, höchstens aber 8 bis 12 mm, aus- geführt. Die unberührten Teile zwischen den Perforationen sind ebenfalls sehr wichtig.
Die (lesamtlänge dieser unberührten Teile kann 40 bis 70% betragen; sie soll aber vorzugsweise wenigstens 60% der gesamten Länge der Riik- kenfalte ausmachen.
Die Ausführung der Perforationen lässt sich relativ einfach gestalten; sie werden zweckmässig auf der Falzmaschine gleichzeitig mit dem Zusammenfalten der Bogen ausge führt. Bei der erfindiungsgemässen Vorrichtung ist eine der Falzwalzen des Falzwalzenpaares, welches das vorletzte Falzen vornimmt, mit. einem Perforierungszahnring versehen, der aus zwei auf der einen Falzwalze festge schraubten Ringhälften bestehen kann und entsprechend der letzten Faltlinie angeordnet. ist. Die andere Walze des Walzenpaares ist mit einer entsprechenden Aussparung für die Zähne der Perforierwalze versehen.
Zur Durchführung des Verfahrens wird keine Spezialmaschine benötigt, und der Per forierungsprozess erfordert keinen besonderen Zeitaufwand, weil die Bogen auf alle Fälle durch die Falzmaschine hindurchgehen müs sen. Die Kosten einer Vorrichtung zur Aus führung der Perforationen lassen sieh rela tiv gering halten, weil nur ein Locher benötigt wird, welcher praktisch auf alle bestehenden Falzmaschinen ohne Umbau montiert, z. B. in zwei Hälften aufgeschraubt werden kann. Die gefalzten und gelochten Bogen gelangen von der Falzmaschine zweckmässig unmittelbar zum Leimen, Abpressen und Packen, was eine bedeutende Reduktion der Einbindkosten er möglicht.
Die beigefügte Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes.
Fig.1 zeigt einen Querschnitt durch zwei Bogensätze.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt die erfindungs gemässe Vorrichtung zur Durchführung der Perforierung in schematischer Darstellung.
Jeder Bogensatz (Fig.1) weist eine Mehr zahl ineinanderliegender Papierbogen auf, deren äusserster mit 1 und die folgenden mit. 2, 2', 2" usw. bezeichnet sind. Jeder Papier- bogen des Bogensatzes weist eine Perforation 3 auf, und die Perforationskanten der Bogen blätter greifen ineinander. Die Perforierungs- kanten sind mit. 10, 20', 20" usw. bezeichnet. Der durch die Perforierung 3 eingebrachte Leim bildet Abzweigungen 4, 4', 4" usw. zwi schen den Perforierungskanten und verbindet. mittels der Schicht 5 den ganzen Bogensatz mit der Decke oder dem Buehrüeken 6.
In Fig. 2 bezeichnet 31 ein erstes Paar Faltwalzen mit Falzmesser 32 von bekannter Konstruktion für ein erstes Falten eines Pa pierbogens 33. Unterhalb der Walzen 31 lau fen Transportbänder 34, die den Zweck haben, den einmal gefalteten Bogen 35 über ein zwei tes, rechtwinklig zum ersten Walzenpaar 31 angeordnetes Faltwalzenpaar 36 mit zugehöri gem Falzmesser 37 für ein zweites Falten des einmal gefalteten Bogens 35 zu führen.
Unter dem Walzenpar 36 laufen Transportbänder 38 für den Transport des zweimal gefalteten Bo gens 39 in eine Stellung über ein rechtwinklig zum zweiten Walzenpaar angebrachtes, drittes Faltwalzenpaar 40 mit. zugehörigem Falzmes ser 41 für ein drittes und letztes Falten des zweimal gefalteten Bogens 39.
Auf. einer der Walzen 36 des zweiten Falt- walzenpaares ist ein Ring von Perforierungs- zähnen 42 in der Linie, die der letzten Falt- linie des Bogens entspricht, angeordnet, und die andere dieser Walzen ist mit dementspre chenden Aussparungen versehen, so dass gleich zeitig mit dem zweiten Falten durch Eindrin gen der Perforierungszähne in den Riickenfalz eine Perforation in der Linie des letzten Fal- tens erhalten wird.
Der Perforationszahnring besteht aus zwei Ringhälften, die auf der einen Faltwalze festgeschraubt sind.
Gemäss dem beschriebenen Verfahren wer den die Rückenfalten der Bogensätze weit gehend unberührt gelassen, da die Perforatio nen über den ganzen Rücken verteilt sind. Da der Leim nur von aussen aufgetragen wird, sind die innern Bogenblätter dem Leim nicht direkt ausgesetzt; sie können durch die Leim bürste nicht berührt werden und unterliegen ebenfalls keiner direkten mechanischen Leim- auftragung. Das wirkungsvolle Eindringen des Leimes wird jedoch durch die Kombination einer Mehrzahl ineinanderliegender Bogenblät ter eines jeden Bogensatzes und durch die begrenzte Ausdehnung der Perforationen er zielt,
indem eine kapillare Absorption des Lei- mes in den Perforationen stattfindet. Die in- nern Bogenblätter verhindern wirkungsvoll, dass der Leim mechanisch in das Buch einge- presst wird.
Die Verhinderung eines mechani schen Eindringens oder Einpressens des Lei- mes, kombiniert mit den ineinandergreifenden Perforationskanten, verursacht eine Verbin dung nur der äussersten Blätter eines jeden Bogensatzes unmittelbar mit der Decke oder dem Verstärkungsstreifen, während jedes in nere Blatt des Bogensatzes am nächstliegenden äussern Blatt durch Leim befestigt ist, welcher zwischen den Perforationskanten hindurch getreten ist.
Das Hindurchdringen des Leimes vermindert sich sukzessive von den äussern zu den innern Blättern des Bogensatzes infolge der von aussen erfolgten Verleimung. Prak tisch kann jede Leimsorte, die in der Buchbin derei gebraucht wird, zur Anwendung gelan gen. Es besteht keine Gefahr, dass der Leim in das Buch selbst eindringt. Mit Kartonumschlag versehene wie auch eingebundene Bücher, wel che hergestellt werden, liegen nach dem öff nen flach auf. Es können alle Papiersorten, glänzend und matt, verwendet werden.
Method for binding books and apparatus for carrying out the method: The present invention relates to a method for binding books, in which printed sheets folded into sets of sheets are provided with perforations in the spine of the book and with adhesive being applied to the spine of the sheet sets. Fer ner, the invention relates to a device for performing the method.
There are already various methods of binding books only with glue or a similar adhesive, without th Hef, clips or the like, known; but they are either expensive, or the bound books are of poor quality compared to books produced by the usual book binding methods.
In the method according to the present invention, printed sheets folded into sets of sheets are provided with perforations in the spine of the book, with adhesive being applied to the spine of the sets of sheets. The method is characterized in that the sheets are repeatedly folded into sets of sheets who have a plurality of inner sheets of sheets which are enclosed by an outer sheet, after which a plurality of perforations are made along the entire length of the spine of each set of sheets who through pass through all sheets of each sheet set and each perforation is so limited
that the perforation edges of the sheets interlock and only the outermost sheet of each sheet set is at least directly connected to the ceiling with glue, while each inner sheet is closest by the glue that passes through the perforation between the perforation edges attached to the outer sheet.
The device also forming the subject of the invention for exercising the process consists of a folding machine provided with a plurality of pairs of folding rollers and is characterized in that the one roller of the penultimate pair of folding rollers is provided with a perforation toothed ring in the line of the last folding path and that the roller cooperating with this roller has corresponding recesses.
According to tests carried out, the dimension of the perforations plays an important role in achieving an effective connection between the sheet sets and the printed sheet of the individual sheets, if the paper around the perforations does not warp and the glue does not penetrate the inside of the perforations Book should penetrate, which makes the book unsightly and a flat lying after opening it is worth seeing.
The perforations can be made round, with a diameter of about 1 to 2 mm. However, they are preferably designed in the direction of the back fold with a length of 4 to 12 mm, but at most 8 to 12 mm. The untouched parts between the perforations are also very important.
The total length of these untouched parts can be 40 to 70%; however, it should preferably make up at least 60% of the total length of the back fold.
The execution of the perforations can be made relatively simple; they are conveniently performed on the folding machine simultaneously with the folding of the sheets. In the device according to the invention, one of the folding rollers of the pair of folding rollers that performs the penultimate folding is also included. provided a perforation toothed ring, which can consist of two halves of the ring Festge screwed on a folding roller and arranged according to the last fold line. is. The other roller of the roller pair is provided with a corresponding recess for the teeth of the perforating roller.
No special machine is required to carry out the process, and the perforation process does not require any special expenditure of time, because the sheets must go through the folding machine in any case. The cost of a device for imple mentation of the perforations let see rela tively keep low because only one hole punch is required, which is mounted on practically all existing folding machines without modification, eg. B. can be screwed on in two halves. The folded and perforated sheets are expediently sent directly from the folding machine to gluing, pressing and packing, which enables a significant reduction in binding costs.
The accompanying drawing illustrates an embodiment of the subject matter of the invention.
Fig.1 shows a cross section through two sets of sheets.
Fig. 2 of the drawing shows the fiction, according to the device for performing the perforation in a schematic representation.
Each sheet set (Fig.1) has a plurality of nested sheets of paper, the outermost with 1 and the following with. 2, 2 ', 2 ", etc. Each sheet of paper of the set of sheets has a perforation 3, and the perforation edges of the sheets interlock. The perforation edges are designated with. 10, 20', 20", etc. . The glue introduced through the perforation 3 forms branches 4, 4 ', 4 ″, etc. between the perforation edges and connects the entire set of sheets with the ceiling or the wall 6 by means of the layer 5.
In Fig. 2, 31 denotes a first pair of folding rollers with folding blades 32 of known construction for a first folding of a paper sheet 33. Below the rollers 31 run fen conveyor belts 34, which have the purpose of the once folded sheet 35 over a two th, at right angles to guide the first pair of rollers 31 arranged folding roller pair 36 with associated folding knife 37 for a second folding of the sheet 35 once folded.
Under the Walzenpar 36 conveyor belts 38 run for the transport of the twice-folded Bo gene 39 in a position via a third pair of folding rollers 40 attached at right angles to the second pair of rollers. associated folding knife ser 41 for a third and final folding of the twice folded sheet 39.
On. one of the rollers 36 of the second pair of folding rollers has a ring of perforating teeth 42 arranged in the line which corresponds to the last folding line of the sheet, and the other of these rollers is provided with corresponding recesses so that at the same time After the second folding, a perforation in the line of the last fold is obtained by penetrating the perforation teeth into the back fold.
The perforation toothed ring consists of two ring halves that are screwed onto one of the folding rollers.
According to the method described, the back folds of the sets of sheets are largely left untouched, since the perforations are distributed over the entire back. Since the glue is only applied from the outside, the inner sheets of the sheet are not directly exposed to the glue; they cannot be touched by the glue brush and are also not subject to any direct mechanical glue application. However, the effective penetration of the glue is achieved through the combination of a plurality of nested sheets of sheets of each sheet set and the limited extent of the perforations.
in that a capillary absorption of the glue takes place in the perforations. The inner sheets effectively prevent the glue from being mechanically pressed into the book.
The prevention of mechanical penetration or pressing in of the glue, combined with the interlocking perforation edges, causes only the outermost sheets of each sheet set to be connected directly to the cover or the reinforcement strip, while each inner sheet of the sheet set passes through to the closest outer sheet Glue is attached, which has passed between the perforation edges.
The penetration of the glue gradually decreases from the outer to the inner sheets of the sheet set as a result of the gluing carried out from the outside. In practice, any type of glue that is used in the book binding can be used. There is no risk of the glue penetrating the book itself. Books with a cardboard cover and bound books that are produced lie flat after opening. All types of paper, glossy and matte, can be used.