CH286247A - Elektrischer Leiter. - Google Patents

Elektrischer Leiter.

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CH286247A
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Description


  Elektrischer Leiter.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen elektrischen Leiter, der dadurch       gekennzeichnet    ist, dass er aus einem metal  lischen, elektrisch leitenden Kern mit einer  Oberfläche aus Aluminium oder einer Alumi  niumverbindung und einem direkt auf die  ser     Oberfläche    aufliegenden, polymerisiertes       Chlortrifluoräthylen    aufweisenden     Isolier-          mantel    besteht.  



  Der Erfindungsgegenstand wird nun an  Hand von Ausführungsbeispielen unter Hin  weis auf die beiliegende Zeichnung ein  gehender beschrieben. In der beiliegenden  Zeichnung stellen die drei Figuren perspek  tivische Ansichten von drei verschiedenen  Ausführungsformen des erfindungsgemässen  elektrischen Leiters dar. In     Fig.    1 sieht man  einen metallischen Kern 1, beispielsweise aus  Kupfer, der von einem dünnen, festhaftenden  Aluminiumüberzug 2 umgeben ist, auf wel  chem ein polymeres     Chlortrifluoräthylen    ent  haltendes, synthetisches, harzartiges Isolier  material 3 direkt aufliegt. Der in     Fig.    2 dar  gestellte elektrische Kern 4 besteht aus Alu  minium und ist von einer Schicht aus poly  merem     Chlortrifluoräthylen    5. umgeben.

   In       Fig.    3 ist ein Kupferkern 6 zu sehen, der  einen dünnen, festhaftenden     Aluminiiunfilm     7 trägt, auf welchem ein dünner Aluminium  oxydfilm 8 aufliegt. Die Isolation 9 aus poly  merem     Chlortrifluoräthylen    bedeckt den Alu  miniumoxydfilm.  



  Polymeres     Tetrafluoräthylen    ist sowohl  seiner hervorragenden Wärmewiderstands-         fähigkeit    und Beständigkeit als auch seiner  Widerstandsfähigkeit gegenüber Lösungsmit  teln wegen als elektrisches Isoliermaterial für  elektrische Leiter verwendet worden. Das  polymere     Tetrafluoräthylen        kann    als Überzug       auf    blanke elektrische Kerne aufgebracht  werden, wobei keine Gefahr besteht, dass das  polymere     Isoliermaterial    unter dem Einfluss  der erhöhten Temperaturen, denen der über  zogene elektrische Leiter     unterworfen    wird,  rissig wird oder abblättert.

   Die auf diese  Weise isolierten elektrischen Leiter weisen  jedoch den beachtlichen Nachteil auf, dass  ihre     Abriebfestigkeit    sehr gering ist. Ver  suche, die     Abriebfestigkeit    beispielsweise  durch Einschieben eines     dünnen    Belages, z. B.  aus     Aluminium,    oder     anodisiertem    Aluminium,       zwischen    den elektrisch leitenden Kern und  das polymere     Tetrafluoräthylen    zu erhöhen,  haben nicht nur zu keiner Erhöhung, sondern  sogar zu einer Verminderung der Abrieb  festigkeit geführt.

   Schliesslich bringt die Ver  wendung von polymerem     Tetrafluoräthylen     zum Isolieren von elektrischen Leitern den  weiteren Nachteil mit sich, dass übermässig  hohe Temperaturen und lange Zeiten ange  wendet werden müssen, um die Isolierung auf  dem Leiter zu erzeugen.  



  Es ist     zweckmässiger,    polymeres     Chlor-          trifluoräthylen    für Isolationszwecke zu ver  wenden, da die zum Überziehen elektrischer  Leiter mittels dieser Substanz erforderlichen  Temperaturen innerhalb eines günstigeren       Bereiches    liegen als die     zum    "Überziehen elek-           trischer    Leiter mit polymerem     Tetrafluor-          äthylen    benötigten Temperaturen. Bei Ver  wendung von polymerem     Chlortrifluoräthylen     erleidet die chemische Widerstandsfähigkeit  und die     Wärmebeständigkeit    der Isolation  keine Einbusse.  



  Es wurde aber die     unerwartete    Feststel  lung gemacht, dass bei Aufbringen von     polt'-          merem        Chlortrifluoräthylen    in Form eines  Isolierbelages auf     .blanke    elektrische Kupfer  leiter     die    Isolation     rissig        wird    und vom elek  trischen     Kern    abblättert, wenn der     isolierte     Leiter erhöhten Temperaturen ausgesetzt  wird. Es     trifft    dies im Gegenteil nicht zu,.  wenn polymeres     Tetrafluoräthylen    als Isolier  material     verwendet    wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass man poly  meres     Chlortrifluoräthylen    auf metallische  elektrische Leiter als Isoliermaterial aufbrin  gen kann, ohne dass dabei bei erhöhten Tem  peraturen die Gefahr des     Rissigwerdens    oder       Abblätterns    der Isolation besteht, wenn- die  Oberfläche des elektrischen Kernes, die mit  dem polymeren     Chlortrifluoräthylen    unmit  telbar in     Berührung    kommt, eine solche aus       Aluminium,        Aluminiumoxyd    oder     Alumi-          niumfluorid    ist.. So hat man elektrische Lei  ter,- die einen metallischen     Kern,    wie z. B.

    aus Kupfer und eine polymeres     Chlortrifluor-          äthylen    enthaltende elektrische Isolation auf  weisen, durch Aufbringen eines dünnen, fest  haftenden Überzuges, beispielsweise aus Alu  minium, auf den     Kupferkern    und durch Auf  bringen des     polymeren        Chlortrifluoräthylens     auf diesen Überzug hergestellt.

   Bei Verwen  dung eines     aus        Aluminium    bestehenden       Kernes,    statt     eines        Kupferkernes    mit einem       Aluminiumbelag        zwischen    dem Kern und der  Isolation, wurden     gleichwertige    Resultate  erzielt. Auf diese Weise erhaltene Leiter be  sitzen hervorragende Wärmebeständigkeit und  Biegsamkeit und zeigen keine der oben       erwähnten    Fehler.  



  Während bei der Isolierung anderer     Me-          tallkerne,    wie z. B. solchen aus Nickel, Silber,       usw.,    und mit Metallen     (wie        Silber    und     Nik-          kel)        plattierten    Kupferkernen, mit polyme  rem     Chlortrifluoräthylen    schon befriedigende    Resultate erzielt     wurden,    gelangt man, wie  sich gezeigt hat, zu völlig unerwarteten und  überraschenden Resultaten, wenn die Ober  fläche des     elektrischen    Kernes entweder Alu  minium,

       Aluminiumfluorid    oder     anodisiertes          Aluminium    aufweist. Überdies     scheint    die  Erhöhung der     Abriebfestigkeit    für das poly  mere     Chlortrifluoräthylen    spezifisch zu sein,

    da bei Verwendung     eines    äussern     Isolierman-          tels    aus     einem    von polymerem     Chlortrifluor-          äthylen    verschiedenen Material keine Erhö  hung der     Abriebfestigkeit    erzielt wird und  in gewissen Fällen sogar eine     Verminderung     der     Abriebfestigkeit    erfolgt.  



  Es wurde insbesondere festgestellt, dass  dann, wenn eine Oberfläche aus Aluminium,       anodisiertem    Aluminium oder     Aluminium-          fluorid    direkt mit dem polymeren     Chlor-          trifluoräthylen    in Berührung gebracht wird,  ein isolierter Leiter erhalten     wird,    dessen Ab  riebfestigkeit viel grösser ist als diejenige, die  erzielt     wird,    wenn die unmittelbar unter  dem polymeren     Ohlortrifluoräthylen    liegende  Oberfläche' aus irgendeinem andern der aus  probierten Metalle besteht.

   Es     wurde    fest  gestellt, dass man entweder elektrische     Kerne     aus     Aluminiiun    oder     Metallkerne    mit einem  Überzug aus Aluminium,     anodisiertem    Alumi  nium oder     Aluminiumfluorid,    der die Isola  tion aus polymerem     Chlortrifluoräthylen    un  mittelbar berührt, verwenden kann.  



  Diese Entdeckung war völlig unerwartet  und nicht vorauszusehen, da bei Verwendung  von polymerem     Tetrafluoräthylen    als Isolier  material an Stelle von polymerem     Chlortri-          fluoräthylen    schlechtere Resultate erzielt  werden, wenn eine Oberfläche aus Alumi  nium, Aluminiumoxyd oder     Aluminium-          fluorid    mit dem polymeren     Tetrafluoräthylen     in -direkte     Berührung    kommt, und da ferner  bei     Verwendung    anderer Metalle, wie Silber,  Nickel und Kadmium,

   zur Erzeugung von mit  der -Isolation direkt in     Berührung    kommen  den Metallüberzügen auf Kupferkernen eine  geringere     Abriebfestigkeit    erzielt wird. Der  Überzug aus Aluminium kann auch über einen       vorgängig    auf den     Kupferkern    aufgetragenen  dünnen metallischen Belag, beispielsweise      einen solchen aus     Kadmium,    Nickel, Eisen  usw.

   aufgebracht     werden,    wobei dieser     Belag          zwischen    den Kupferkern und den     Überzug     aus     Aluminium        und    in direkte     Berührung     mit letzterem zu liegen kommt.

   Es gilt dies  auch bei     Verwendung    eines Überzuges aus       anodisiertem    Aluminium oder     Aluminium-          fluorid.    Diese Überzüge     können    durch eine die  Umwandlung des Aluminiums an der Aussen  oberfläche des     genannten    Aluminiumüber  zuges in     anodisiertes        Aluminium    oder     Alu-          miniumfluorid    verursachende Behandlung  erhalten werden.  



  Gemäss einer Ausführungsart der vorlie  genden Erfindung     wird    ein dünner Belag aus  polymerem     Chlortrifluoräthylen    auf einen  elektrischen Kern aus     Aluminium    aufge  bracht, indem man diesen     Aluminiumkern     durch eine Lösung von polymerem     Chlor-          trifluoräthylen    oder vorzugsweise durch eine       flüssige    Dispersion des polymeren     Chlortri-          fluoräthylens    zieht.

   Der überzogene Leiter  wird hierauf durch einen Ofen geführt, in  welchem eine erhöhte Temperatur herrscht,  welche das Schmelzen der Panikelchen des  polymeren     Materials    zwecks     Erzeugung    eines  glatten, kontinuierlichen     Aussenisoliermantels     erleichtert.  



  In einer     andern    Ausführungsart der vor  liegenden     Erfindung    wird ein dünner Belag  aus Aluminium unter Verwendung geeigneter       ?Mittel    auf den metallischen elektrischen Kern,  beispielsweise     einen    solchen aus Kupfer, nie  dergeschlagen, worauf der Kern, wie oben be  schrieben, durch die Dispersion von polyme  rem     Chlortrifluoräthylen    geführt     wird.     



  Zum     Aufbringen    des dünnen Aluminium  überzuges auf den Metallkern kann man, wie  der Fachmann leicht     einsehen    wird, irgend  eine der vielen bekannten Methoden anwen  den. Man kann     beispielsweise    einen dünnen  Aluminiummantel auf den     metallischen    gern  aufbringen     und    das     zusammengesetzte    Gebilde  durch eine     Drahtziehvorrichtung    führen, wo  durch bewirkt wird, dass das Aluminium am       Metallkern    bündig und fest anhaftet. .  



  Die Dicke     des    Aluminiumüberzuges kann je  nach dem besonderen     Verwendungszweck    des    fertigen     elektrischen        Leiters.        und    den an     ihn          gestellten        Anforderungen        innerhalb        weiter     Grenzen     schwanken.    So kann man beispiels  weise einen Überzug von 0,0125 bis 0,5 mm  oder mehr,     vorzugsweise    von 0,025 bis 0,25     mm     Dicke verwenden.

   Der     Aluminiumüberzug          kann    derart -behandelt werden, dass entweder  eine Oberfläche aus     anodisiertem        Aluminium          cder    eine solche aus     Aluminiumfluorid    ent  steht. Die beiden letzteren Oberflächenbeläge  werden vorzugsweise,     wenn    auch nicht     not-          wendigerweise,    eine Dicke von 0,0125 bis  0,5 mm     aufweisen.     



  Die Dicke der Isolation     aus    polymerem       Chlortrifluoräthylen    kann ebenfalls inner  halb weiter Grenzen,     beispielsweise    zwischen  0,0125 und 0,25 mm,     schwanken.    Man kann  mit Überzügen aus     Aluminium,        Aluminium-          oxyd    oder     Aluminiumfluorid    versehene elek  trische Leiter auch     mit    dickeren Belägen     aus     Isoliermaterial überziehen, indem man den  Leiter wiederholt durch die     Dispersion    des  polymeren     Chlortrifluoräthylens    führt,

   vor  zugsweise unter     Einsschaltung    einer Wärme  behandlung in einem Ofen bei erhöhten Tem  peraturen     zwischen    den     einzelnen    Behandlun  gen in der Dispersion. Die zur Erzielung       eines    Überzuges aus polymerem     Chlortrifluor-          äthylen    von     bestimmter    Dicke erforderliche  Anzahl der Einzelbehandlungen     in    der Di  spersion wird von, bestimmten Faktoren,     bei-          spielsweise    von der Konzentration der Di  spersion, der Durchgangsgeschwindigkeit des  elektrischen Leiters usw., abhängen.

       Alle     diese Faktoren können je nach dem beson  deren Zweck, für welchen der elektrische Lei  ter     verwendet    werden soll,     Änderungen    unter  worfen sein.  



  Zur     Herstellung    der Dispersion von poly  merem     Chlortrifluoräthylen    wird z. B. poly  meres     Chlortrifluoräthylen    in     kleine    Stücke  geschnitten und in dieser Form durch ein  Hammerwerk durchgelassen, um in noch klei  nere Partikel zerteilt zu werden. Hierauf  wird das gepulverte Polymer mit einem     di-          spergierenden        flüssigen    Medium vermischt,  worauf das     Gemisch    in eine     Kugelmühle    ver  bracht und so lange gemahlen wird, bis eine      homogene, feine Dispersion     entstanden    ist.

    Die auf diese Weise erhaltene Dispersion ist  ziemlich beständig und     kann    durch     Bewe-          gung    in einem homogenen Zustand gehalten  werden.  



  Zur Herstellung der Dispersion kann eine  grosse Zahl von     flüssigen    organischen     Disper-          gierungsmedien    verwendet werden. So     eignen     sich     beispielsweise        organische        Flüssigkeiten,          -wie    Naphtha von hohem     Flammpunkt,        Butyl-          alkohol,    Benzol,     Toluol,        gylol,    verschiedene  Glykole, z. B.     Äthylenglykol,        Glykoldiäthyl-          äther    usw.

   Gute Resultate wurden bei Ver  wendung     eines        gewichtsmässig    2 Teile Naph  tha mit hohem     Flammpunkt    und 1 Teil       n-Butylalkohol    enthaltenden flüssigen     Disper-          gierungsmediums    erzielt.  



  Das     Mengenverhältnis    zwischen fein ver  teiltem polymerem     Chlortrifluoräthylen    und  flüssigem     Dispergierungsmedium        kann    inner  halb weiter Grenzen     schwanken.    So kann man       beispielsweise    für 5 bis 25     Gewichtsteile    poly  meres     Chlortrifluoräthylen,    60 bis 95 Teile  des     flüssigen        Dispergierungsmediums:    ver  wenden. Es können jedoch auch grössere oder  kleinere Mengenverhältnisse von Polymer zu       Dispergierungsmedium        verwendet    werden.  



  Die     Art    und     Weise,        wie    der     Metallkern     durch die Dispersion des polymeren     Chlor-          trifluoräthylens    geführt wird, kann     sehr        ver-          fichieden        sein.    Nach der einen Methode wird  der     elektrische    Leiter durch die Dispersion  und dann in     einen    Ofen     geführt,    und zwar  mit einer Geschwindigkeit von 1,5 bis 4,5 m  pro Minute:

   Die     Geschwindigkeit    hängt von  -der Länge des Ofens, der Drahtdicke     und    der  im Ofen herrschenden Temperatur ab. Es ist       zweckmässig,    am Eingang des     Ofens    eine  Temperatur von 100 bis 200  C aufrecht  zuerhalten, um die flüssige     Phase        zum    Ver  dampfen zu bringen, und die Temperatur in  der Nähe des Ausgangs des Ofens auf 400 bis  600  C zu halten, um das Schmelzen der Teil  chen     das    polymeren     Chlortrifluoräthylens    ein  treten zu lassen. und einen     kontinuierlichen,     homogenen, glatten     überzug    bzw. Film zu  erhalten.

   Zur     Erzielung        eines    dickeren     Iso-          lierüberzuges        kann    man den aus dem Ofen    austretenden überzogenen Leiter erneut durch  die Dispersion und dann nochmals durch den  Ofen führen. Wie     bereits    erwähnt, kann die  ser     aus    dem Durchgang durch die Dispersion  und dem Durchgang durch den Ofen beste  hende     Kreislauf    so oft wiederholt werden, als  dies für die Erzielung der     gewünschten          Schichtdicke    erforderlich     ist.     



  Im folgenden Beispiel, in welchem alle  Teile     gewichtsmässig    angegeben sind, wird  die Erfindung näher erläutert.         Beispiel          Herstellung   <I>der</I>     Dispersion:          Polymeres        Chlortrifluoräthylen    wurde  durch ein     Hammerwerk        hindurchgeführt,    bis  ein feines Pulver entstanden war.

   Etwa  1.5 Teile des gepulverten     Polymers    wurden  mit 85 Teilen eines gewichtsmässig aus 2l3  Naphtha von hohem Flammpunkt und 113       n-Butylalkohol    bestehenden flüssigen     Disper-          gierungsmediums        vermischt.    Das Gemisch       wurde    hierauf in eine     Kugelmühle        eingeführt     und während etwa 168 Stunden gemahlen.  



       Behandlung   <I>elektrischer Leiter:</I>  Verschiedene elektrische Leiterkerne, wel  che Drahtform     aufwiesen    und keine äussere  Isolation trugen, wurden mit einer Geschwin  digkeit von 2,4 bis 3 m pro     Minute    durch die  flüssige     Dispersion    des polymeren     Chlortri-          fluoräthylens    geführt. Hierauf     wurde    der  überzogene Leiter in einen Ofen eingeführt,  dessen Temperatur in der     Eingangszone    etwa  150  C und in der Ausgangszone etwa 500  C  betrug.

   In jedem Fall wurde der Leiter meh  rere Male durch die     Dispersion    und den Ofen  geführt, bis ein Überzug aus polymerem       Chlortrifluoräthylen    einer Dicke von etwa  0,05 mm entstanden war. Die     isolierten    Leiter  wiesen alle     Durchmesser    von etwa 0,8 bis  0,975     mm    auf.  



  Einer der in der oben beschriebenen     Weise     überzogenen elektrischen Leiter bestand aus  einem Aluminiumdraht     von    etwa 0,8 mm  Durchmesser, der mit polymerem     Chlortri-          fluoräthylen    in einer Dicke von etwa 0,05 mm      überzogen wurde, indem der Leiter     8mal     durch die Dispersion des     Polymers    und den  Ofen hindurchgeführt wurde, um einen iso  lierten Leiter mit einem Gesamtdurchmesser  von 0,9 mm zu erhalten.  



  Ein anderer Leiter, der in der oben be  schriebenen Weise überzogen wurde, bestand  aus Kupferdraht von etwa 0,625 mm     Durch-          messer,    welcher zuerst durch ein Bad     aus    ge  schmolzenem Aluminium und anschliessend  durch einen     Drahtziehring    gezogen wurde,  um auf dem Kupferkern einen Aluminium  mantel von 0,125 mm Dicke zu erzeugen. Der  Kupferdraht wurde zuerst in einer starken       Alkalilösung    und     dann    in einer Schwefel  säurelösung gewaschen, um eine glänzende       oxydfreie    Kupferoberfläche zu erzeugen, und  schliesslich mit Wasser, um alle Spuren von  Säure zu entfernen.

   Während der Kupfer  draht durch das geschmolzene Aluminium  gezogen wurde, war     das,    Aluminiumbad in  einer reduzierenden Atmosphäre, die aus  Stickstoff und einer kleinen Menge Wasser  stoff zur Verhinderung der Oxydation des  Kupfers     bestand,    eingeschlossen.  



  Ein weiterer isolierter     elektrischer    Leiter  wurde dadurch erhalten, dass ein mit     Alumi-          niiun        plattierter    Kupferkern durch Hindurch  leiten durch ein     anodisierendes    Medium, wie  z. B. eine Lösung von     Oxalsäure,    Chromsäure,  Schwefelsäure,     Natriumhydroxyd    usw.,     anodi-          siert    wurde, wobei der Leiter derart angeord  net wurde; dass er im     Anodisierbad    als Anode  wirkte. Durch diese Behandlung wurde auf  dem Aluminium eine     Oxydschicht    erzeugt.

         Dieser        besonders    behandelte elektrische Leiter  wurde ebenfalls mit polymerem     Chlortri-          fluoräthylen    überzogen, indem man den Leiter  in der oben beschriebenen Weise durch eine  Dispersion des     Polymers        hindurchführte.     



  Ein anderer elektrischer Leiter     wurde    in  der Weise hergestellt, dass Aluminiumdraht  durch eine 10     o/oige        wässrige        Fluorwasserstoff-          lösung    hindurchgeleitet und     anschliessend    ge  trocknet wurde. Man erhielt     auf    diese Weise  einen Aluminiumdraht, - der einen     Film    aus       Aluminiumfluorid        aufwies.     



  Es wurden noch andere elektrische Leiter    in der oben beschriebenen Weise mit einer  Isolation aus polymerem     Chlortrifluoräthylezi     versehen.     Diese        elektrischen    Leiter bestanden  aus     festem    Nickeldraht,     mit    Nickel     plattier-          tem    Kupferdraht, mit Chrom plattiertem  Kupferdraht, mit Zink plattiertem Kupfer  draht, Eisendraht, mit     Kadmium        plattiertem     Kupferdraht, mit Blei plattiertem Kupfer  draht, mit Zinn plattiertem Kupferdraht, mit  Silber plattiertem Kupferdraht und Voll  kupferdraht.

           Prüfung   <I>der</I>     überzogenen        elektrischer,        Leiter:     Jeder der isolierten     elektrischen    Leiter       wurde    auf Wärmealterung, Biegsamkeit     und          Abriebfestigkeit    geprüft.

   Die     Abriebfestig-          keitsprüfung,    welcher jeder     einzelne    isolierte  Leiter unterworfen wurde, wurde wie folgt       durchgeführt:     Eine runde Stahlnadel von etwa 0,45 mm       Durchmesser    wurde senkrecht zu jedem ein  zelnen zu prüfenden Leiter angeordnet und  in eine Hin- und     Herbewegung    gegen die  Oberfläche der Isolation versetzt, während  auf die Nadel ein Gewicht gesetzt wurde.

   Zwi  schen der Nadel und dem .elektrischen Leiter  wurde eine Spannung angelegt, so dass bei       Durchbrechung    der Isolation ein     Kurzschlüss          entstand,    durch welchen der     Kratzvorgang     unterbrochen und die die Anzahl der     Kratz-          bewegungen    registrierende Apparatur     ausser     Funktion     gesetzt    wurde.  



  Die     Wärmealterungs-        und        Biegsamkeits-          prüfungen    wurden in der Weise ausgeführt,  dass die     isolierten    Leiter in einen Ofen ein  gebracht wurden, der während einer bestimm  ten Zeit auf einer erhöhten Temperatur ge  halten     wurde.    Nach Ablauf dieser Zeit     wurde     der Leiter     herausgenommen    und die Isolation  auf     Farbveränderungen    hin untersucht.

   Über  dies wurde jeder durch Wärme gealterte  Leiter um einen Dorn von     kleinem    Durch  messer herumgebogen, um die Biegsamkeit der  Isolation nach erfolgter     Wärmealterung    zu be  stimmen und den minimalen     Durchmesser     festzustellen, um     welchen    der     isolierte    Leiter  ohne     Rissigwerden    und Abblättern der Isola  tion gebogen werden     konnte.         Der Kupferdraht ohne     Metallbelag    zwi  schen dem     Kupferkern    und der Isolation     wies     Risse auf,

   wenn er nach einer     Alterungs-          behandlung    von 24     Stunden    bei 175  C oder  von 65 Stunden bei 150  C um annähernd       seinen    eigenen     Durchmesser    herumgebogen       wurde.    Die     Abriebfestigkeitsprüfung    ergab,  dass die Isolation durchschnittlich nach etwa  5     Kratzbewegungen,der    Stahlnadel durchbro  chen war.

   Ferner hatte die Farbe des     Kup-          ferdrahtes,    die vor der     Wärmealterungsprü-          fung    gelbbraun gewesen war, nach dunkel  braun     umgeschlagen,    was auf eine Zersetzung  der Isolation schliessen liess.  



  Der isolierte elektrische Leiter aus Alumi  nium     wies    keine Spur von     Rissen    auf, wenn  er nach einer     Alterungsbehandlung    von 165       Stunden    bei 200  C oder von 24 Stunden  bei 250  C     iun    einen Durchmesser von  0,8 mm herumgebogen wurde. Überdies hatte  sich die Farbe der Isolation während der       Wärmealterangsbehandlung    nicht verändert.  Die     Abriebfestigkeitsprüfung    ergab bei die  sem Leiter, dass 24     Bewegungen    der Stahl  nadel erforderlich waren, um die Isolation zu  durchbrechen.

   Angenähert die gleichen Resul  tate     wurden        mit    einem elektrischen Leiter  erzielt, der     einen    Kupferkern mit einem     zwi     sehen dem Kupfer und der Isolation aus poly  merem     Chlortrifluoräthylen    angeordneten       Aluminiumbelag        diüwies,    ebenso mit einem       Aluminiumdraht,    der einen     Alüminium-          fluoridüberzug        aufwies.     



       Hinsichtlich    des     elektrischen    Leiters, wel  cher     einen        Kupferkern    und Einen     zwischen     dem. Kupferkern und der Isolation aus poly  merem     Chlortrifluoräthylen        angeordneten          Film.    aus     anodisiertem        Aluminiiun    aufwies,       wurde    festgestellt, dass dieser Leiter ebenso  wärmebeständig war     wie    die beiden vorge  nannten elektrischen Leiter mit Aluminium  kern und Kupferkern mit Aluminiumüberzug.

    Interessant war die Feststellung, dass die Ab  riebfestigkeit des eine Oberfläche aus     anodi-          siertem    Aluminium aufweisenden elektrischen  Leiters von den geprüften die höchste war.  So wurde festgestellt, dass etwa 100     Bewe-          gungen    der     Stahlnadel    erforderlich waren,    um ein - Versagen der Isolation herbei  zuführen.  



  Bezüglich der andern     isolierten    elektri  schen Leiter     wurde    festgestellt, dass bei der       Abriebfestigkeitsprüfung    nur 1 bis 8 Bewe  gungen der Stahlnadel erforderlich waren,  um die Isolation zu durchbrechen.

   In keinem  Fall erreichte die     Abriebfestigkeit    annähernd  diejenige der elektrischen Leiter mit einer       direkt    mit der Isolation aus polymerem     Chlor-          trifluoräthylen    in Berührung befindlichen  Oberfläche aus Aluminium, Aluminiumoxyd  oder     Aluminiumfluorid.    Mit     Ausnahme    des  isolierten Nickeldrahtes und Stahldrahtes  wiesen alle     andern    isolierten elektrischen Lei  ter Risse in der Isolation auf, wenn sie nach  einer     Alterungsbehandhurig    von 24 Stunden  bei 250  C um einen Durchmesser von 0,8 mm  herumgebogen wurden.

   Ausserdem war bei  allen jenen isolierten Leitern, die bei der       Biegsamkeitsprüfung    Risse     aufwiesen,    nach  erfolgter     Wärmealterungsbehandlung    auch  eine deutliche Veränderung der ursprüng  lichen Farbe der Isolation festzustellen, was  auf eine     Zersetzung    der Isolation zurück  zuführen ist.  



  Elektrische Apparate, die erfindungs  gemässe Leiter mit einem     Kern    aus Kupfer  oder     Aluminium    aufweisen, können bei höhe  ren Temperaturen arbeiten gelassen werden,  als     dies    bisher möglich war, wobei keine Ge  fahr besteht, dass das Isoliermaterial rissig  wird oder abblättert und als Folge davon ein  Kurzschluss oder eine Beschädigung des elek  trischen Apparates erfolgt. Ferner kann  man elektrische Apparate, welche die bean  spruchten Leiter enthalten, während längerer  Zeit bei erhöhten Temperaturen ohne Gefahr  eines Versagens des Isolierüberzuges arbeiten  lassen.

   Die Möglichkeit,     polyfiteres        Chlortri-          fluoräthylen    als Isoliermaterial für elektrische  Leiter zu verwenden, öffnet den Weg für die       Verwendung    solcher Leiter in korrodierenden  und schädlichen Atmosphären, durch welche  das obengenannte Isoliermaterial nicht ange  griffen wird.

   Schliesslich ist es infolge der  erhöhten     Abriebfestigkeit    der erfindungs  gemäss hergestellten isolierten elektrischen      Leiter nun möglich geworden, zahlreiche elek  trische Apparate mit solchen Leitern bei grö  sseren     Wicklungsgeschwindigkeiten    zu     wik-          keln,    während bisher infolge der geringen       Abriebfestigkeit    der in üblicher Weise iso  lierten elektrischen Leiter langsam und sehr  sorgfältig gewickelt werden musste.  



  Es ist klar, dass man an Stelle des in den  obigen Beispielen angeführten Kupferkernes  auch andere Metallkerne verwenden kann,  beispielsweise solche aus Nickel., Silber, eisen  haltigen Metallen usw. Jeder dieser Kerne  kann in der oben beschriebenen Weise mit  einem dünnen festhaftenden Film aus Alu  minium, Aluminiumoxyd (beispielsweise durch  Oxydation der Aluminiumoberfläche erhält  lich) oder     Aluminiumfluorid    (beispielsweise  durch Behandlung der Aluminiumoberfläche  mit HF erhältlich) überzogen werden, bevor  das Isoliermaterial aus polymerem     Chlortri-          fluoräthylen    aufgebracht wird.

   Die Ober  fläche des Aluminiums kann auch     anodisiert     oder     derart    behandelt werden, dass eine Alu-         miniumfluoridschicht    als Überzug entsteht,  wie dies oben beschrieben     wurde.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3 Elektrischer Leiter, dadurch gekennzeich net, dass er aus einem metallischen elektrisch leitenden Kern mit einer Oberfläche aus Alu minium oder einer Aluminiumverbindung und einem direkt auf dieser Oberfläche auflie genden, polymerisiertes Chlortrifluoräthylen aufweisenden Isoliermantel besteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Leiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des metal lischen Kernes aus Aluminiumoxyd besteht. 2. Leiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des me tallischen Kernes aus Aluminiumfluorid be steht.
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