DE806866C - Elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE806866C
DE806866C DEI16A DEI0000016A DE806866C DE 806866 C DE806866 C DE 806866C DE I16 A DEI16 A DE I16A DE I0000016 A DEI0000016 A DE I0000016A DE 806866 C DE806866 C DE 806866C
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copper
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Edward J Flynn
Gerald W Young
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
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Description

  • Elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft elektrische Leiter und besteht darin, die metallische Seele mit einer Oberfläche auf Aluminiumbasis (Aluminium, Aluminiumoxyd oder Aluminiumfluorid) und einer äußeren Umhüllung aus polymerisiertem Chlorotrifltioroäthylen zu versehen, das unmittelbar auf dein Kern aufgebracht ist.
  • Einer der mit der Erfindung erreichbaren Erfolge tritt dadurch in Erscheinung, daß der LTberzug aus polynterisiertein Chlorotrifluoroätliylen am metallischen Kern festhaftet und weder reißt noch sich vom Kern abschält, wenn der Leiter höheren Temperaturen ausgesetzt wird.
  • Ein weiterer mit der Erfindung erreichbarer Vorteil besteht darin, daß elektrische Kupferleiter mit einem gegen Erhitzung und chemische Angriffe wicierstandsf@iltigem Churzug aus polvinerisiertem Clilorotrifluoroäthvlen hergestellt werden können, die keine Risse erhalten oder sich von der Kupferseele abschälen, wenn der Leiter auf höhere Temperaturen erhitzt wird, um reine glatte Oberflächen des polymerisierten Isolierstoffes zu erzielen.
  • Schließlich gestattet die Erfindung, isolierte elektrische Leiter mit metallischer Seele und Umhüllung aus polyinerisierteni Chlorotrifluoroäthylen herzustellen, die hohen Widerstand gegen Abrieb auf-@veisen.
  • Weitere erreichbare Vorteile werden im nachfolgenden geoffenbart werden.
  • Das Neue der Erfindung ist in den Ansprüchen umschrieben. Zur Verdeutlichung Nvird auf die Zeichnung Bezug genommen. In dieser zeigt Fig. i einen Leiter finit einer Kupferseele i, auf die ein dünner fcsthaftender Altiminitimiil)erztig 2 aUfgebracht ist, der als isolierenden Mantel einen dünnen Cberzug 3 aus polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen trägt.
  • In Fig. 2 ist eine Seele 4 aus Aluminium dargestellt mit einem Überzug 5 aus polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen.
  • Die Fig. 3 zeigt eine Kupferseele 6 mit einem dünnen, festhaftenden Aluminiumüberzug 7, auf dem ein weiterer dünner Überzug 8, und zwar aus Aluminiumoxyd vorgesehen ist. Die polymerisierte Clilorotrifluoroäthvlenisolierung 9 umschließt die Aluniiniumoxydumliüllung B.
  • Es ist bereits bekannt, polymerisierte Tetrafluoroäthylenüberzüge für elektrische Leiter zu verwenden, da sie sehr großen Widerstand gegen hohe Erhitzung und gegen chemische Angriffe aufweisen und große Stabilität zeigen. An diesen Überzügen elektrischer Kupferleitungen treten weder Risse auf, noch schälen sie sich ab, -,venn der Leiter hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Anderseits zeigt derartiges Leitungsmaterial jedoch den schwerwiegenden Nachteil, daß der Widerstand gegen Abrieb sehr klein ist. Versuche, diesen Widerstand durch Zwischenschalten eines dünnen Überzuges, wie Aluminium oder oxydiertem :1luminium, zwischen der metallischen Seele und dem polymerisiertem Tetrafluoroäthylen zu beheben, waren ohne Erfolg. Sie ergaben sogar eilte weitere Minderung in der Abriebfestigkeit. Außerdem verlangte die Verwendung von Tetrafluoroäthylen als Isoliermaterial außergewöhnliche hohe Temperaturen und sehr großen Zeitaufwand für die Herstellung des Überzuges. Polymerisiertes Chlorotrifltloroäthylen erlaubt dagegen leichtere Ilerstellungsmöglichkeiten, da die in der Herstellung notwendigen Temperaturen innerhalb einer mehr praktischen Temperaturspanne liegen und dabei keine Einbuße im Widerstand gegen chemische Angriffe oder in der Beständigkeit gegen Erhitzung in Kauf genommen werden müssen.
  • UnerNvarteter-,veise zeigte sich bei der 'verwen-<hing von polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen als isolierenden Überzug auf blanken Kupferleitungen, daß in der Isolierung Risse auftraten und diese sich vom Kern abschälte, wenn der Leiter höheren Temperaturen ausgesetzt wurde. Dieses \-erhalten des polymerisierten Chlorotrifluoroäthvlen war besonders überraschend nach den mit polymerisiertem Tetrafluoroäthylen gewonnenen Erfahrungen.
  • Es wurde festgestellt, daß polymerisiertes Chlorotrifluoroäthylen auf metallischen elektrischen Leitungen als Isoliermaterial aufgebracht werden kann, ohne daß der Nachteil der Rißbildung oder des Abschälens beim Erhitzen des Leiters auf höhere Temperaturen auftritt. Voraussetzung ist dabei, daß das Material, auf welchem das polymerisierte Chlorotrifltioroäthylen unmittelbar aufliegt, aus einer Aluminiumbasis, insbesondere aus Aluminium, Aluniinitimoxvd oder Aluminiumfluorid besteht. Demgcmül.4 werden elektrische Leitungen aus Kupfer mit l)olvi,ierisierter Chlorotrifluoroätliylenisolierung so hergestellt. claß zunächst die Kupferseele einen dünnen festhaftenden Überzug zum Beispiel aus Aluminium erhält, der dann mit polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen überzogen wird. Die gleich guten Resultate ergaben sich bei `'erwendung von reinem Aluminium all Stelle aluininiuinüberzogenen Kupfers. Die so hergestellten Leiter zeigten stets große Hitzebeständigkeit und Biegsamkeit, auch waren sie frei von oben erwähnten Nachteilen.
  • Obgleich Leitungen aus Nickel, Silber usw. und aus vernickeltem oder versilbertem Kupfer in zufriedenstellender Weise mit polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen isoliert werden konnten, hat sich gänzlich unerwarteter und überraschenderweise gezeigt, daß weitaus bessere Resultate erhalten werden, wenn die die Isolierung tragende Oberfläche des Leiters aus Aluminium, Alulniniumfluorid oder insbesondere oxydiertem Aluminium besteht. Besonders hervorzuheben ist dabei die Tatsache, daß die Verbesserung des Abriebwiderstandes ausschließlich durch die Verwendung voll polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen bedingt ist. Ein anderes Isoliermaterial aus Kunstharz ergibt keine Steigerung des Abriebwiderstandes, im Gegenteil, iii einigen Fällen sogar eine Minderung. Stets wurde festgestellt, daß wenn Aluminium, oxydiertes Aluminium oder Aluminiumfluorid als Träger für den polymerisierten Chlorotrifluoroüberzug gewählt wird, ein isolierter Leiter erhalten wird, dessen Abriebwiderstand weit besser ist, denn jener, der sich ergab, wenn der polymerisierte Chlorotrifluoroätliylenträger aus einem anderen --Material bestand. Die elektrischen Leiter können entweder ganz aus Aluminium bestellen oder Metallseelen aufweisen, die mit oxydiertem Aluminium oder Aluminiumfluorid überzogen sind.
  • Die neue Feststellung war überraschend und unerwartet, angesichts der Tatsache, daß polymerisierte Tetrafluoroäthylenülterziige auf Oberflächen von Aluminiumbasis minderwertig waren, gegenüber den mit polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen erzielten und angesichts der weiteren Tatsache, daß Kupferleitungen mit Silber-, Nickel- oder Kadmiumüberzügen geringen Abrielnviderstand zeigten. Die Aluminiumbasisschicht kann auch über einer dünnen Metallplattierung aus Kadmium, Nikkel oder Eisen aufgebracht werden. Die Überzüge aus oxydiertem Aluminium oder Aluminiumfluorid können durch nachträgliche Behandlung einer aufgebrachten Aluminiumschicht oxydiert oder in Aluminiumfluorid übergeführt werden.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird ein dünner Überzug von polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen auf einem :@lumiliiuinkern dadurch aufgebracht, daß dieser durch eine Lösung von polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen oder besser durch eilte flüssige Dispersion von polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen gezogen wird. Wird der Leiter dann durch einen Ofen geführt, der auf erhöhter Temperatur gehalten wird, schmelzen die kleinen Partikelchen des polymerisierbaren Materials zusammen, so daß eine glatte und dichte isolierende Hülle entsteht.
  • Bei einer anderen Ausfiihruligsform wird erst durch geeignete Mittel auf die metallische Seele, z. B. Kupfer usw., eine dünne Lage Aluminium aufgebracht und dann der Draht durch die Dispersion von polymerisiertem Clilorotrifluoroätliylei: geführt.
  • Für die Herstellung der Altiininitimschicht kaini irgendeines der bekannten \- erfahren, z. 1>. ein elektrochemisches, verwendet werden. Auch kann der metallische Kern mit einem dünnen Aluminiummantel versehen Lind anschließend durch eine Düse gezogen werden, so daß die Aluminiumschicht fest und dicht auf dem Kern haftet.
  • Die Dicke der Aluminiumschicht kann innerhalb weiter Grenzen gewählt werden, jedoch in Abhängigkeit von dem besonderen Ver-,vendungszweck und den Bedingungen, denen der elektrische Leiter genügen soll. Die Dicke der Schicht kann beispIelsweise von o,0123 bis 0,5 min, vorzugsweise o,o 25 bis 0,25 tim ausmachen. Selbstverständlich können aber auch andere Hüllendicken Anwendung finden. Der Aluminiumüberzug, der dazu dient e@neAlum@n@umohyd- oder eine Alutniniumfluoridolierfl<iclie zu liefern, erhält zweckmäßig eine Dicke von o,oo25 bis 0,05 mm.
  • Die Dicke der polymerisierten Chlorotrifluoroäthylenisolierung kann ebenfalls innerhalb weiter Grenzen abgewandelt werden, z. B. zwischen o,0125 bis 0,25 mnl. Um dickere isolierende Cberzüge zu erhalten wird der Leiter wiederholt durch die Dispersion des polynicrisierten Chlorotrifluoroätlivlen geführt, wobei vor (las Aufbringen der nächsten Schicht eine Hitzebehandlung im Ofen eingeschaltet wird. Die notwendige Zahl von Wiederholungen des Aufbringens, um eine gewisse Dicke des polymerisierten Chlorotrifluoroäthylen zu erzielen, hängt von der Konzentration der Dispersion, der Zieligesehwindigkeit usw. ab. Entsprechend den besonderen Anforderungen, denen der elektrische Leiter genügen soll, werden die einzelnen Herstellungsschritte gewählt.
  • Bei der Durchführung der Erfindung wird von in kleinen Stücken geschnittenen polymerisierten Chlorotrifluoroäthvlen ausgegangen, das in einer Hammermühle zu sehr feinem Pulver verarbeitet wird. Dieses wird mit einer dispersierenden Flüssigkeit gemischt, dann in eine Kugelmühle gebracht und so lange gemahlen bis sich eine homogene, sehr feine Dispersion ergibt. Sie ist ziemlich stabil und kann durch Ruhren im homogenen Zustand erhalten werden.
  • Für die Herstellung der Dispersion steht eine Reihe flüssiger organischer Dispersionsinittel zur Verfügung. So können ver-,vendet werden: Naphtha mit hohem Entflalnmungspunkt, Butylalkohol, Benzine, Toluole, Xylole, verschiedene Glykole, wie Aethylenglykol, Diätliylcelluloselösung usw. Gute Ergebnisse wurden erzielt durch Verwendung eines flüssigen Dispersionsmittels, das aus zwei Gewichtsteilen Naphtha mit hohem Entflammungspunkt und einem Gewichtsteil n-Butvlalkohol besteht.
  • Das Verhältnis der Mengen des fein verteilten polymerisierten Cliloi-otrifluoroäthy-lens und des flüssigen Dispersionstnittels kann natürlich in weiten Grenzen geändert werden. So können z. B. 6o bis 95 Gewichtsteile des flüssigen Dispersionsmittels mit 5 bis 25 Gewichtsteilen des polymerisierten Chlorotrifluoroäthylens verwendet werden. Jedoch sind auch gröfiere oder kleinere Anteilverhältnisse brauchbar.
  • Das Führen des metallischen Kerns durch die Dispersion ka:in ebenfalls innerhalb Nv eiter Grenzen Abänderungen erfahren. So wurde z. 1)'. der elektrische Leiter durch die Dispersion und hinterher durch den Ofen mit einer Geschwindigkeit von i,5 liis 4,.3 in je Mititite geführt, in Abhängigkeit von der Ofenlänge, dein Drahtdurchmesser und der Ofentemperatur. Es erscheint wünschenswert, die Eintrittstemperatur im Ofen auf ungefähr ioo bis 200° C zu halten, damit der flüssige Dispersionsanteil verdampft, und in der Nähe des Austritts aus dem Ofen eine Temperatur von 4oo bis 6oo° C einzuhalten, so daß die Partikelchen des polymerisierten Chlorotrifltioroiitlivlen zusainnienschinelzen und einen zusammenhängenden hcimogenen und glatten Cberzug liefern. Soll eine dickere isolierende Schicht geschaffen werden, dann wird der Leiter nochmals durch die Dispersion und den Ofen geführt. Wie schon ollen angedeutet, kann diese 1MaLinahnie ohne weiteres so lange wiederholt werden, 1>1s die gewünschte f'1>erztigsdicke erreicht ist.
  • lin nachstehenden \\ erden -einige .ltisfülirungsbeispiele gegeben, die lediglich der Klarstellung und in keinem Fall der ller;i-cnztuig der Erfindung dienen sollen. _\11e Anteile sind dabei in Gewichtsanteilen aufgeführt.
  • Beispiel 1 Herstellung der Dispersion Polymerisiertes Clilorotrifluoroiitliylen wurde111e iner I ianiineriniilile so lange behandelt, bis ein außerordentlich feines Pulver erhalten wurde. Ungefähr 15 "feile des polymeren Pulvers -,wurden mit 85 Teilen eines flüssigen Dispersionsmittels gemischt, (las zu zwei Dritteln aus Naphtha mit hohem Entflannnungspunkt und zu einem Drittel atis n-Butylalkoliol bestand. Diese Mischung wurde hinterher in einer Kugelmühle ungefähr 108 Stunden gemahlen.
  • Beispiel 2 1),ehandlung der elektrischen Leiter Verschiedene elektrische Leiter wurden in der Form blanker Drähte mit einer Gescliwindigl:eit von ungefähr 2,-t bis 3 in je .Minute durch das polvnierisierte Clilorotrifluoi-oätliylen geführt und dann durch einen Ofen geleitet, dessen Eingangstemperatur ungefähr 13o° C und dessen @usgan gstemperatur 5oo° C betrug. Dieser Verfahrensschritt wurde mehrere -Male wiederholt, bis eine Dicke des polymerisierten Clilorotrifluoroätliylenüllerzuges von ungefähr o,o5 inm erreicht war. Die Dicke der fertigen Leiter schwankte zwischen ungefähr 0,8 und 0,87.5 nim.
  • Einer der so 1>e11 andelten Leitungsdrähte war aus ungefähr o,"' itini starkem Alulniniunldraht hergestellt und dadurch mit einem o,o5 mm starken Überzug von polymerisiertem Cliloroti-iflti<"ro<itliy-leil versehen worden, daß er achtmal durch den Ofen und die Dispersion geführt wurde. Der fertige Leiter hatte einen Durchmesser von o,9 1111n. I>ei einem anderen in der eben angeführten Weise behandelten Leiter wurde von einem Kupferdraht von ungefähr o,625 mm Durchmesser ausgegangen. Er war vorher durch geschmolzenes Aluminium und dann durch eine Düse gezogen worden, um einen 0,125 mm starken Aluminiumüberzug zu schaffen. Der Kupferdraht war zunächst durch eine starke alkalische Lösung, etwa Natronlauge, und dann durch eine Schwefelsäurelösung geführt worden, um eine glänzende Kupferoberfläche, frei von Oxyden, zu erhalten. Lm jede Säurespur zu entfernen, wurde ein Wasserbad angeschlossen. Während des Durchzieliens des Kupferdrahtes durch das geschmolzene Aluminium wurde dieses durch eine Stickstoffatmosphäre blank gehalten, der eine geringe -.Menge Wasserstoff zugesetzt war, um das Oxydieren des Kupfers zu vermeiden.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wurde von einem aluminiumplattierten Kupferdraht ausgegangen, der durch ein oxydierendes Mittel, z. B. eine Lösung von Oxalsäure, Chromsäure, Schwefelsäure, Natronlauge usw., oberflächlich oxydiert wurde. Der Draht bildete dabei die Anode in dem oxydierenden Bad. Der auf diese Weise mit einem oberfl$chlichen Aluminiumoxydüberzug versehene Kupferleiter wurde hinterher in der bereits beschriebenen Weise mit dem isolierenden polymerisierten Clilorotrifluoroäthylenmantel versehen.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wurde ein Draht durch eine zu io°/a wäßrige Flußsäurelösung geführt und dann getrocknet. Damit wurde dem Aluminium an der Oberfläche ein Film von Aluminiumfluorid gegeben.
  • In gleicher Weise wie vorgeschrieben wurden andere Leitermaterialien gemäß der Erfindung behandelt, z. B. Drähte aus Nickel, vernickeltem, verchromtem, verzinktem, verbleitem, verzinntem, versilbertem, kadmiumglattiertem Kupfer, blankem Kupfer und Eisen.
  • Beispiel 3 Prüfung der fertigen elektrischen Leiter Jede der im Beispiel 2 beschriebenen Leitungsdrähte wurde auf Alterung durch Erhitzen, Biegsamkeit und Widerstand gegen Abrieb geprüft. Letzterer wurde wie folgt festgestellt: Eine runde Stahlnadel von ungefähr o,45 mm Durchmesser wurde senkrecht zum Leiter angeordnet und gegen die Isolation hin und zurück geführt, wobei sie mit einem Gewicht belastet wurde. Zwischen der Nadel und dem elektrischen Leiter wurde eine Spannung gelegt, so daß wenn die Isolation durchgebrochen war, ein Kurzschluß zustande kam, was die Nadel zum Stillstand brachte und im Apparat dann die Zahl der Nadelbewegungen abgelesen werden konnte.
  • Die Versuche zur Feststellung der Alterung und Biegsamkeit wurden so durchgeführt, daß der isolierte Leiter in einen Ofen gebracht wurde, der für eine gewisse Zeit auf hoher Temperatur gehalten war. Nach dem Entfernen aus dem Ofen wurde die isolierende Schicht zunächst daraufhin untersucht, ob irgendeine Änderung der Farbe eingetreten war. Zur Prüfung der Biegsamkeit wurde anschließend der Leiter um einen dünnen Dorn mit kleinem Durchmesser gewickelt, tim so an dem in der Hitze gealterten Leiter den kleinsten Biegungsdurchmesser festzustellen, bis zu dem herunter der Leiter gelogen werden konnte, ohne dafl Pisse auftraten oder die Isolierung sich schälte.
  • Bei Kupferdraht, der keine Zwischenschicht erhalten hatte, zeigten sich in dem isolierenden Überzug Risse, wenn er über einen Dorn von seinem eigenen Durchmesser (o,8 nini) gebogen wurde, und zwar nach einer 24stiincfigen I-fitzebehandlung bei i75° C oder bei einer solchen von i5o° C und 65 Stunden Dauer. Bei der Durchführung der Abriebprüfung zeigte sich, daß die Isolierung im Mittel nach ungefähr fünf Stößen der Stahlnadel unbrauchbar geworden war. Schließlich wurde festgestellt, daß das lohfarbene Aussehen des Leiters nach der Hitzebehandlung sich in dunkelbraunes gewandelt hatte, ein deutliches Zeichen, daß eine Zersetzung in der isolierenden Schicht stattgefunden hatte.
  • Ein Aluininiumleitungsdralit nach der Erfindung zeigte dagegen ein gänzlich anderes Verhalten, wenn er in gleicher Weise wie der Kupferdraht um einen Dorn von o,8 mm gebogen wurde, und zwar nach einer Hitzebehandlung bei 200° C und 165 Stunden oder 25o° C und 24 Stunden Dauer. Das Auftreten von Rissen konnte ebensowenig beobachtet werden wie eine Veränderung der Farbe der isolierenden Hülle. Bei der Feststellung des Abriebwiderstandes ergab sich, daß 24 Stöße der Stahlnadel notwendig waren, bevor die Isolation durchbrochen war. Wesentlich gleiche Ergebnisse wurden erhalten, wenn der elektrische Leiter aus Kupfer bestand und an seiner Oberfläche mit Aluminium überzogen war oder ein Aluminiumdraht mit einer Aluminiumfluoridoberfläche verwendet wurde.
  • Für elektrische Leiter mit einer Kupferseele und einer anoxydierten Aluminiumoberfläche zwischen dieser und der polymerisierten Chlorotrifluoroäthylenisolation wurde festgestellt, daß ein derartiger Leiter hinsichtlich Alterung in der Hitze sich ebenso verhielt wie die beiden vorerwähnten aus reinem Aluminium bzw. aus Kupfer init :\lttininiuniüberzug. Höchst überraschend war jedoch die Feststellung, daß der _Uhriebwiderstand des Leiters mit oxydierter Aluniinittinoberfläche höher war als bei irgendeinem anderen, der geprüft wurde. Es waren ungefähr ioo Stöße der Stahlnadel notwendig, bis die isolierende Hülle unbrauchbar geworden war.
  • Bei den mit in anderer Weise mit isolierender Hülle überzogenen Leitern wurde bei der Prüfung des Abriebwiderstandes festgestellt, daß nur ein bis acht Stöße der Nadel ausreichten, um die Isolierung zu zerstören. In keinem Falle näherten sich die Werte des Abriebwiderstandes jenen, die sich für Leiter nach der Erfindung ergaben. Mit Ausnahme isolierter Nickel- und Stahldrähte traten bei allen Leitern Risse auf, wenn sie auf einen o,8 mm starken Dorn nach 24stündigem Erhitzen auf 25o° C gewickelt wurden. Auch zeigten diese Drähte stets eine deutliche Änderung im Aussehen nach der Wä rriebehandlung, ein sicheres Zeichen für in der Isolation vorgegangene Zersetzungen.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Leitungen ermöglichen elektrische Geräte, in denen diese Leiter verwendet werden, mit einer höheren Temperatur zu betreiben, als es bisher möglich war, ohne Gefahr zu laufen, daß die Isolation zerreißt oder sich abschält, was zu Kurzschlüssen oder BeschädiguMgen der elektrischen Anlage führen würde. Auticrdem ist es ohne weiteres möglich, elektrische Geräte längere Zeitspannen finit erhöhten Temperaturen zu betreiben. Dadurch, daß polymerisiertes Chlorotrifluoroätliylen als Isolationsmaterial für elektrische Geräte verwendet wird, wird auch die Möglichkeit gegeben, die damit hergestellten Leiter in ätzenden oder sonstwie schädlichen Atmosphären zu verwenden. Schließlich sei noch betont, daß der erhöhte Abriebwiderstand es möglich macht, beim Bewickeln elektrischer Geräte mit höheren Geschwindigkeiten und geringerer Sorgfalt zu arbeiten.
  • Selbstverständlich kann an Stelle der Kupferseele von der im vorhergehenden die Pede war, eine andere Metallseele verwendet werden, z. B..eine aus Nickel, Silber, Eisenmetallen usw. Alle diese Metalle können, wie im vorstehenden ausgeführt wurde, mit einer dünnen, festhaftenden Schicht von Aluminium oder Aluminiumoxyd oder Aluminiumfluorid überzogen %verden, bevor die isolierende Schicht aus polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen aufgebracht wird. Bei der Verwendung von Aluminium kann diese oberflächlich oxydiert oder entsprechend behandelt werden, damit eine Aluminiumfluoridoberfläche erhalten wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Elektrischer, Leiter, dadurch gekennzeichnet, daß seine metallische Seele mit einer Oberfläche auf Aluminiumbasis versehen ist und seine isolierende unmittelbar auf dieser Oberfläche aufliegende Hülle aus polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen besteht.
  2. 2. Elektrischer Leiter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Seele aus Aluminium besteht.
  3. 3. Eelektrischer Leiter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Seele aus einem anderen Metall als Aluminium besteht und mit einem dünnen, festhaftenden Aluminiumüberzug versehen ist.
  4. 4. Elektrischer Leiter nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Seele aus Kupfer besteht.
  5. 5. Elektrischer Leiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Kupferkern ein festhaftender metallischer Überzug aufgebracht ist, der den Aluminiumüberzug trägt.
  6. 6. Elektrischer Leiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht aus Kadmium besteht.
  7. 7. Elektrischer Leiter nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorotrifluoroäthylenhülle auf oxydiertem Aluminium ruht. B. Elektrischer Leiter nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorotrifluoroäthylenhülle von einer dünnen Schicht Aluminiumfluorid getragen wird. g. \-erfahren zur Herstellung der elektrischen Leiter nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine metallische Seele mit einer Oberfläche auf Aluminiumbasis durch eine flüssige Dispersion von polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen und anschließend einen Ofen gezogen wird, zur Bildung einer glatten zusamnienhängenden isolierenden Hülle. io. Verfahren nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß am Austrittsende des Ofens eine höhere Temperatur als am Eintritt eingehalten wird, um zunächst den flüssigen Anteil der Dispersion zu verflüchtigen und dann die Chlorotrifluoroäthylenteilchen miteinander zu verschmelzen. i i. Verfahren zur Herstellung der Leiter nach Anspruch 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seele zunächst zur Bildung einer dünnen Aluminiumhaut durch ein Bad geschmolzenen, mittels reduzierender Atmosphäre blank gehaltenen Aluminiums und dann durch die polymerisierte Clilorotrifluoroäthylendispersion geführt wird. 12. Verfahren zur Herstellung von Leitern nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, die Seele durch ein Oxydbad vor dem Hindurchführen durch die polymerisierte Chlorotrifluoroäthylendispersion oxydiert wird. 13. Verfahren zur Herstellung der Leiter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seele vor dem Aufbringen des polymerisierten Clilorotrifluoroäthylenüberzuges durch eine Flußsäurelösung geführt wird. 14. Verfahren zur Herstellung der Leiter nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupferseele zunächst mit Kadmium überzogen und dann durch ein Bad mit geschmolzenem Aluminium gemäß Anspruch ii geführt wird.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017233B (de) * 1954-06-30 1957-10-10 Siemens Ag Biegsamer Leiter aus Kupfer oder Kupferlegierung, insbesondere elektrischer Leiter mit einem temperaturbestaendigen, insbesondere siliciumorganischen Isolierueberzug
DE1031389B (de) * 1956-01-30 1958-06-04 Dow Corning Verfahren zur Herstellung eines isolierten elektrischen Leiters
DE972888C (de) * 1952-07-18 1959-10-22 Gen Electric Verfahren zur Herstellung eines Kupferleiters mit einer Isolierhuelle

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