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Elektrische Leiter und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung
betrifft elektrische Leiter und besteht darin, die metallische Seele mit einer Oberfläche
auf Aluminiumbasis (Aluminium, Aluminiumoxyd oder Aluminiumfluorid) und einer äußeren
Umhüllung aus polymerisiertem Chlorotrifltioroäthylen zu versehen, das unmittelbar
auf dein Kern aufgebracht ist.
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Einer der mit der Erfindung erreichbaren Erfolge tritt dadurch in
Erscheinung, daß der LTberzug aus polynterisiertein Chlorotrifluoroätliylen am metallischen
Kern festhaftet und weder reißt noch sich vom Kern abschält, wenn der Leiter höheren
Temperaturen ausgesetzt wird.
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Ein weiterer mit der Erfindung erreichbarer Vorteil besteht darin,
daß elektrische Kupferleiter mit einem gegen Erhitzung und chemische Angriffe wicierstandsf@iltigem
Churzug aus polvinerisiertem Clilorotrifluoroäthvlen hergestellt werden können,
die keine Risse erhalten oder sich von der Kupferseele abschälen, wenn der Leiter
auf höhere Temperaturen erhitzt wird, um reine glatte Oberflächen des polymerisierten
Isolierstoffes zu erzielen.
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Schließlich gestattet die Erfindung, isolierte elektrische Leiter
mit metallischer Seele und Umhüllung aus polyinerisierteni Chlorotrifluoroäthylen
herzustellen, die hohen Widerstand gegen Abrieb auf-@veisen.
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Weitere erreichbare Vorteile werden im nachfolgenden geoffenbart werden.
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Das Neue der Erfindung ist in den Ansprüchen umschrieben. Zur Verdeutlichung
Nvird auf die Zeichnung Bezug genommen. In dieser zeigt Fig. i einen Leiter finit
einer Kupferseele i, auf die ein dünner fcsthaftender Altiminitimiil)erztig 2 aUfgebracht
ist,
der als isolierenden Mantel einen dünnen Cberzug 3 aus polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen
trägt.
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In Fig. 2 ist eine Seele 4 aus Aluminium dargestellt mit einem Überzug
5 aus polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen.
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Die Fig. 3 zeigt eine Kupferseele 6 mit einem dünnen, festhaftenden
Aluminiumüberzug 7, auf dem ein weiterer dünner Überzug 8, und zwar aus Aluminiumoxyd
vorgesehen ist. Die polymerisierte Clilorotrifluoroäthvlenisolierung 9 umschließt
die Aluniiniumoxydumliüllung B.
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Es ist bereits bekannt, polymerisierte Tetrafluoroäthylenüberzüge
für elektrische Leiter zu verwenden, da sie sehr großen Widerstand gegen hohe Erhitzung
und gegen chemische Angriffe aufweisen und große Stabilität zeigen. An diesen Überzügen
elektrischer Kupferleitungen treten weder Risse auf, noch schälen sie sich ab, -,venn
der Leiter hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Anderseits zeigt derartiges Leitungsmaterial
jedoch den schwerwiegenden Nachteil, daß der Widerstand gegen Abrieb sehr klein
ist. Versuche, diesen Widerstand durch Zwischenschalten eines dünnen Überzuges,
wie Aluminium oder oxydiertem :1luminium, zwischen der metallischen Seele und dem
polymerisiertem Tetrafluoroäthylen zu beheben, waren ohne Erfolg. Sie ergaben sogar
eilte weitere Minderung in der Abriebfestigkeit. Außerdem verlangte die Verwendung
von Tetrafluoroäthylen als Isoliermaterial außergewöhnliche hohe Temperaturen und
sehr großen Zeitaufwand für die Herstellung des Überzuges. Polymerisiertes Chlorotrifltloroäthylen
erlaubt dagegen leichtere Ilerstellungsmöglichkeiten, da die in der Herstellung
notwendigen Temperaturen innerhalb einer mehr praktischen Temperaturspanne liegen
und dabei keine Einbuße im Widerstand gegen chemische Angriffe oder in der Beständigkeit
gegen Erhitzung in Kauf genommen werden müssen.
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UnerNvarteter-,veise zeigte sich bei der 'verwen-<hing von polymerisiertem
Chlorotrifluoroäthylen als isolierenden Überzug auf blanken Kupferleitungen, daß
in der Isolierung Risse auftraten und diese sich vom Kern abschälte, wenn der Leiter
höheren Temperaturen ausgesetzt wurde. Dieses \-erhalten des polymerisierten Chlorotrifluoroäthvlen
war besonders überraschend nach den mit polymerisiertem Tetrafluoroäthylen gewonnenen
Erfahrungen.
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Es wurde festgestellt, daß polymerisiertes Chlorotrifluoroäthylen
auf metallischen elektrischen Leitungen als Isoliermaterial aufgebracht werden kann,
ohne daß der Nachteil der Rißbildung oder des Abschälens beim Erhitzen des Leiters
auf höhere Temperaturen auftritt. Voraussetzung ist dabei, daß das Material, auf
welchem das polymerisierte Chlorotrifltioroäthylen unmittelbar aufliegt, aus einer
Aluminiumbasis, insbesondere aus Aluminium, Aluniinitimoxvd oder Aluminiumfluorid
besteht. Demgcmül.4 werden elektrische Leitungen aus Kupfer mit l)olvi,ierisierter
Chlorotrifluoroätliylenisolierung so hergestellt. claß zunächst die Kupferseele
einen dünnen festhaftenden Überzug zum Beispiel aus Aluminium erhält, der dann mit
polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen überzogen wird. Die gleich guten Resultate
ergaben sich bei `'erwendung von reinem Aluminium all Stelle aluininiuinüberzogenen
Kupfers. Die so hergestellten Leiter zeigten stets große Hitzebeständigkeit und
Biegsamkeit, auch waren sie frei von oben erwähnten Nachteilen.
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Obgleich Leitungen aus Nickel, Silber usw. und aus vernickeltem oder
versilbertem Kupfer in zufriedenstellender Weise mit polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen
isoliert werden konnten, hat sich gänzlich unerwarteter und überraschenderweise
gezeigt, daß weitaus bessere Resultate erhalten werden, wenn die die Isolierung
tragende Oberfläche des Leiters aus Aluminium, Alulniniumfluorid oder insbesondere
oxydiertem Aluminium besteht. Besonders hervorzuheben ist dabei die Tatsache, daß
die Verbesserung des Abriebwiderstandes ausschließlich durch die Verwendung voll
polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen bedingt ist. Ein anderes Isoliermaterial
aus Kunstharz ergibt keine Steigerung des Abriebwiderstandes, im Gegenteil, iii
einigen Fällen sogar eine Minderung. Stets wurde festgestellt, daß wenn Aluminium,
oxydiertes Aluminium oder Aluminiumfluorid als Träger für den polymerisierten Chlorotrifluoroüberzug
gewählt wird, ein isolierter Leiter erhalten wird, dessen Abriebwiderstand weit
besser ist, denn jener, der sich ergab, wenn der polymerisierte Chlorotrifluoroätliylenträger
aus einem anderen --Material bestand. Die elektrischen Leiter können entweder ganz
aus Aluminium bestellen oder Metallseelen aufweisen, die mit oxydiertem Aluminium
oder Aluminiumfluorid überzogen sind.
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Die neue Feststellung war überraschend und unerwartet, angesichts
der Tatsache, daß polymerisierte Tetrafluoroäthylenülterziige auf Oberflächen von
Aluminiumbasis minderwertig waren, gegenüber den mit polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen
erzielten und angesichts der weiteren Tatsache, daß Kupferleitungen mit Silber-,
Nickel- oder Kadmiumüberzügen geringen Abrielnviderstand zeigten. Die Aluminiumbasisschicht
kann auch über einer dünnen Metallplattierung aus Kadmium, Nikkel oder Eisen aufgebracht
werden. Die Überzüge aus oxydiertem Aluminium oder Aluminiumfluorid können durch
nachträgliche Behandlung einer aufgebrachten Aluminiumschicht oxydiert oder in Aluminiumfluorid
übergeführt werden.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird ein dünner Überzug von
polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen auf einem :@lumiliiuinkern dadurch aufgebracht,
daß dieser durch eine Lösung von polymerisiertem Chlorotrifluoroäthylen oder besser
durch eilte flüssige Dispersion von polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen gezogen
wird. Wird der Leiter dann durch einen Ofen geführt, der auf erhöhter Temperatur
gehalten wird, schmelzen die kleinen Partikelchen des polymerisierbaren Materials
zusammen, so daß eine glatte und dichte isolierende Hülle entsteht.
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Bei einer anderen Ausfiihruligsform wird erst durch geeignete Mittel
auf die metallische Seele, z. B. Kupfer usw., eine dünne Lage Aluminium aufgebracht
und
dann der Draht durch die Dispersion von polymerisiertem Clilorotrifluoroätliylei:
geführt.
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Für die Herstellung der Altiininitimschicht kaini irgendeines der
bekannten \- erfahren, z. 1>. ein elektrochemisches, verwendet werden. Auch kann
der metallische Kern mit einem dünnen Aluminiummantel versehen Lind anschließend
durch eine Düse gezogen werden, so daß die Aluminiumschicht fest und dicht auf dem
Kern haftet.
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Die Dicke der Aluminiumschicht kann innerhalb weiter Grenzen gewählt
werden, jedoch in Abhängigkeit von dem besonderen Ver-,vendungszweck und den Bedingungen,
denen der elektrische Leiter genügen soll. Die Dicke der Schicht kann beispIelsweise
von o,0123 bis 0,5 min, vorzugsweise o,o 25 bis 0,25 tim ausmachen.
Selbstverständlich können aber auch andere Hüllendicken Anwendung finden. Der Aluminiumüberzug,
der dazu dient e@neAlum@n@umohyd- oder eine Alutniniumfluoridolierfl<iclie zu
liefern, erhält zweckmäßig eine Dicke von o,oo25 bis 0,05 mm.
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Die Dicke der polymerisierten Chlorotrifluoroäthylenisolierung kann
ebenfalls innerhalb weiter Grenzen abgewandelt werden, z. B. zwischen o,0125 bis
0,25 mnl. Um dickere isolierende Cberzüge zu erhalten wird der Leiter wiederholt
durch die Dispersion des polynicrisierten Chlorotrifluoroätlivlen geführt, wobei
vor (las Aufbringen der nächsten Schicht eine Hitzebehandlung im Ofen eingeschaltet
wird. Die notwendige Zahl von Wiederholungen des Aufbringens, um eine gewisse Dicke
des polymerisierten Chlorotrifluoroäthylen zu erzielen, hängt von der Konzentration
der Dispersion, der Zieligesehwindigkeit usw. ab. Entsprechend den besonderen Anforderungen,
denen der elektrische Leiter genügen soll, werden die einzelnen Herstellungsschritte
gewählt.
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Bei der Durchführung der Erfindung wird von in kleinen Stücken geschnittenen
polymerisierten Chlorotrifluoroäthvlen ausgegangen, das in einer Hammermühle zu
sehr feinem Pulver verarbeitet wird. Dieses wird mit einer dispersierenden Flüssigkeit
gemischt, dann in eine Kugelmühle gebracht und so lange gemahlen bis sich eine homogene,
sehr feine Dispersion ergibt. Sie ist ziemlich stabil und kann durch Ruhren im homogenen
Zustand erhalten werden.
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Für die Herstellung der Dispersion steht eine Reihe flüssiger organischer
Dispersionsinittel zur Verfügung. So können ver-,vendet werden: Naphtha mit hohem
Entflalnmungspunkt, Butylalkohol, Benzine, Toluole, Xylole, verschiedene Glykole,
wie Aethylenglykol, Diätliylcelluloselösung usw. Gute Ergebnisse wurden erzielt
durch Verwendung eines flüssigen Dispersionsmittels, das aus zwei Gewichtsteilen
Naphtha mit hohem Entflammungspunkt und einem Gewichtsteil n-Butvlalkohol besteht.
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Das Verhältnis der Mengen des fein verteilten polymerisierten Cliloi-otrifluoroäthy-lens
und des flüssigen Dispersionstnittels kann natürlich in weiten Grenzen geändert
werden. So können z. B. 6o bis 95 Gewichtsteile des flüssigen Dispersionsmittels
mit 5 bis 25 Gewichtsteilen des polymerisierten Chlorotrifluoroäthylens verwendet
werden. Jedoch sind auch gröfiere oder kleinere Anteilverhältnisse brauchbar.
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Das Führen des metallischen Kerns durch die Dispersion ka:in ebenfalls
innerhalb Nv eiter Grenzen Abänderungen erfahren. So wurde z. 1)'. der elektrische
Leiter durch die Dispersion und hinterher durch den Ofen mit einer Geschwindigkeit
von i,5 liis 4,.3 in je Mititite geführt, in Abhängigkeit von der Ofenlänge, dein
Drahtdurchmesser und der Ofentemperatur. Es erscheint wünschenswert, die Eintrittstemperatur
im Ofen auf ungefähr ioo bis 200° C zu halten, damit der flüssige Dispersionsanteil
verdampft, und in der Nähe des Austritts aus dem Ofen eine Temperatur von 4oo bis
6oo° C einzuhalten, so daß die Partikelchen des polymerisierten Chlorotrifltioroiitlivlen
zusainnienschinelzen und einen zusammenhängenden hcimogenen und glatten Cberzug
liefern. Soll eine dickere isolierende Schicht geschaffen werden, dann wird der
Leiter nochmals durch die Dispersion und den Ofen geführt. Wie schon ollen angedeutet,
kann diese 1MaLinahnie ohne weiteres so lange wiederholt werden, 1>1s die gewünschte
f'1>erztigsdicke erreicht ist.
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lin nachstehenden \\ erden -einige .ltisfülirungsbeispiele gegeben,
die lediglich der Klarstellung und in keinem Fall der ller;i-cnztuig der Erfindung
dienen sollen. _\11e Anteile sind dabei in Gewichtsanteilen aufgeführt.
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Beispiel 1 Herstellung der Dispersion Polymerisiertes Clilorotrifluoroiitliylen
wurde111e iner I ianiineriniilile so lange behandelt, bis ein außerordentlich
feines Pulver erhalten wurde. Ungefähr 15 "feile des polymeren Pulvers -,wurden
mit 85 Teilen eines flüssigen Dispersionsmittels gemischt, (las zu zwei Dritteln
aus Naphtha mit hohem Entflannnungspunkt und zu einem Drittel atis n-Butylalkoliol
bestand. Diese Mischung wurde hinterher in einer Kugelmühle ungefähr 108 Stunden
gemahlen.
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Beispiel 2 1),ehandlung der elektrischen Leiter Verschiedene elektrische
Leiter wurden in der Form blanker Drähte mit einer Gescliwindigl:eit von ungefähr
2,-t bis 3 in je .Minute durch das polvnierisierte Clilorotrifluoi-oätliylen geführt
und dann durch einen Ofen geleitet, dessen Eingangstemperatur ungefähr 13o° C und
dessen @usgan gstemperatur 5oo° C betrug. Dieser Verfahrensschritt wurde mehrere
-Male wiederholt, bis eine Dicke des polymerisierten Clilorotrifluoroätliylenüllerzuges
von ungefähr o,o5 inm erreicht war. Die Dicke der fertigen Leiter schwankte zwischen
ungefähr 0,8 und 0,87.5 nim.
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Einer der so 1>e11 andelten Leitungsdrähte war aus ungefähr o,"' itini
starkem Alulniniunldraht hergestellt und dadurch mit einem o,o5 mm starken Überzug
von polymerisiertem Cliloroti-iflti<"ro<itliy-leil versehen worden, daß er
achtmal durch den Ofen und die Dispersion geführt wurde. Der fertige Leiter hatte
einen Durchmesser von o,9 1111n.
I>ei einem anderen in der eben
angeführten Weise behandelten Leiter wurde von einem Kupferdraht von ungefähr o,625
mm Durchmesser ausgegangen. Er war vorher durch geschmolzenes Aluminium und dann
durch eine Düse gezogen worden, um einen 0,125 mm starken Aluminiumüberzug zu schaffen.
Der Kupferdraht war zunächst durch eine starke alkalische Lösung, etwa Natronlauge,
und dann durch eine Schwefelsäurelösung geführt worden, um eine glänzende Kupferoberfläche,
frei von Oxyden, zu erhalten. Lm jede Säurespur zu entfernen, wurde ein Wasserbad
angeschlossen. Während des Durchzieliens des Kupferdrahtes durch das geschmolzene
Aluminium wurde dieses durch eine Stickstoffatmosphäre blank gehalten, der eine
geringe -.Menge Wasserstoff zugesetzt war, um das Oxydieren des Kupfers zu vermeiden.
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Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wurde von einem aluminiumplattierten
Kupferdraht ausgegangen, der durch ein oxydierendes Mittel, z. B. eine Lösung von
Oxalsäure, Chromsäure, Schwefelsäure, Natronlauge usw., oberflächlich oxydiert wurde.
Der Draht bildete dabei die Anode in dem oxydierenden Bad. Der auf diese Weise mit
einem oberfl$chlichen Aluminiumoxydüberzug versehene Kupferleiter wurde hinterher
in der bereits beschriebenen Weise mit dem isolierenden polymerisierten Clilorotrifluoroäthylenmantel
versehen.
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Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wurde ein Draht durch eine
zu io°/a wäßrige Flußsäurelösung geführt und dann getrocknet. Damit wurde dem Aluminium
an der Oberfläche ein Film von Aluminiumfluorid gegeben.
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In gleicher Weise wie vorgeschrieben wurden andere Leitermaterialien
gemäß der Erfindung behandelt, z. B. Drähte aus Nickel, vernickeltem, verchromtem,
verzinktem, verbleitem, verzinntem, versilbertem, kadmiumglattiertem Kupfer, blankem
Kupfer und Eisen.
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Beispiel 3 Prüfung der fertigen elektrischen Leiter Jede der im Beispiel
2 beschriebenen Leitungsdrähte wurde auf Alterung durch Erhitzen, Biegsamkeit und
Widerstand gegen Abrieb geprüft. Letzterer wurde wie folgt festgestellt: Eine runde
Stahlnadel von ungefähr o,45 mm Durchmesser wurde senkrecht zum Leiter angeordnet
und gegen die Isolation hin und zurück geführt, wobei sie mit einem Gewicht belastet
wurde. Zwischen der Nadel und dem elektrischen Leiter wurde eine Spannung gelegt,
so daß wenn die Isolation durchgebrochen war, ein Kurzschluß zustande kam, was die
Nadel zum Stillstand brachte und im Apparat dann die Zahl der Nadelbewegungen abgelesen
werden konnte.
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Die Versuche zur Feststellung der Alterung und Biegsamkeit wurden
so durchgeführt, daß der isolierte Leiter in einen Ofen gebracht wurde, der für
eine gewisse Zeit auf hoher Temperatur gehalten war. Nach dem Entfernen aus dem
Ofen wurde die isolierende Schicht zunächst daraufhin untersucht, ob irgendeine
Änderung der Farbe eingetreten war. Zur Prüfung der Biegsamkeit wurde anschließend
der Leiter um einen dünnen Dorn mit kleinem Durchmesser gewickelt, tim so an dem
in der Hitze gealterten Leiter den kleinsten Biegungsdurchmesser festzustellen,
bis zu dem herunter der Leiter gelogen werden konnte, ohne dafl Pisse auftraten
oder die Isolierung sich schälte.
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Bei Kupferdraht, der keine Zwischenschicht erhalten hatte, zeigten
sich in dem isolierenden Überzug Risse, wenn er über einen Dorn von seinem eigenen
Durchmesser (o,8 nini) gebogen wurde, und zwar nach einer 24stiincfigen I-fitzebehandlung
bei i75° C oder bei einer solchen von i5o° C und 65 Stunden Dauer. Bei der Durchführung
der Abriebprüfung zeigte sich, daß die Isolierung im Mittel nach ungefähr fünf Stößen
der Stahlnadel unbrauchbar geworden war. Schließlich wurde festgestellt, daß das
lohfarbene Aussehen des Leiters nach der Hitzebehandlung sich in dunkelbraunes gewandelt
hatte, ein deutliches Zeichen, daß eine Zersetzung in der isolierenden Schicht stattgefunden
hatte.
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Ein Aluininiumleitungsdralit nach der Erfindung zeigte dagegen ein
gänzlich anderes Verhalten, wenn er in gleicher Weise wie der Kupferdraht um einen
Dorn von o,8 mm gebogen wurde, und zwar nach einer Hitzebehandlung bei 200° C und
165 Stunden oder 25o° C und 24 Stunden Dauer. Das Auftreten von Rissen konnte ebensowenig
beobachtet werden wie eine Veränderung der Farbe der isolierenden Hülle. Bei der
Feststellung des Abriebwiderstandes ergab sich, daß 24 Stöße der Stahlnadel notwendig
waren, bevor die Isolation durchbrochen war. Wesentlich gleiche Ergebnisse wurden
erhalten, wenn der elektrische Leiter aus Kupfer bestand und an seiner Oberfläche
mit Aluminium überzogen war oder ein Aluminiumdraht mit einer Aluminiumfluoridoberfläche
verwendet wurde.
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Für elektrische Leiter mit einer Kupferseele und einer anoxydierten
Aluminiumoberfläche zwischen dieser und der polymerisierten Chlorotrifluoroäthylenisolation
wurde festgestellt, daß ein derartiger Leiter hinsichtlich Alterung in der Hitze
sich ebenso verhielt wie die beiden vorerwähnten aus reinem Aluminium bzw. aus Kupfer
init :\lttininiuniüberzug. Höchst überraschend war jedoch die Feststellung, daß
der _Uhriebwiderstand des Leiters mit oxydierter Aluniinittinoberfläche höher war
als bei irgendeinem anderen, der geprüft wurde. Es waren ungefähr ioo Stöße der
Stahlnadel notwendig, bis die isolierende Hülle unbrauchbar geworden war.
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Bei den mit in anderer Weise mit isolierender Hülle überzogenen Leitern
wurde bei der Prüfung des Abriebwiderstandes festgestellt, daß nur ein bis acht
Stöße der Nadel ausreichten, um die Isolierung zu zerstören. In keinem Falle näherten
sich die Werte des Abriebwiderstandes jenen, die sich für Leiter nach der Erfindung
ergaben. Mit Ausnahme isolierter Nickel- und Stahldrähte traten bei allen Leitern
Risse auf, wenn sie auf einen o,8 mm starken Dorn nach 24stündigem Erhitzen auf
25o° C gewickelt wurden. Auch zeigten diese Drähte stets eine deutliche Änderung
im Aussehen nach der Wä rriebehandlung,
ein sicheres Zeichen für
in der Isolation vorgegangene Zersetzungen.
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Die gemäß der Erfindung hergestellten Leitungen ermöglichen elektrische
Geräte, in denen diese Leiter verwendet werden, mit einer höheren Temperatur zu
betreiben, als es bisher möglich war, ohne Gefahr zu laufen, daß die Isolation zerreißt
oder sich abschält, was zu Kurzschlüssen oder BeschädiguMgen der elektrischen Anlage
führen würde. Auticrdem ist es ohne weiteres möglich, elektrische Geräte längere
Zeitspannen finit erhöhten Temperaturen zu betreiben. Dadurch, daß polymerisiertes
Chlorotrifluoroätliylen als Isolationsmaterial für elektrische Geräte verwendet
wird, wird auch die Möglichkeit gegeben, die damit hergestellten Leiter in ätzenden
oder sonstwie schädlichen Atmosphären zu verwenden. Schließlich sei noch betont,
daß der erhöhte Abriebwiderstand es möglich macht, beim Bewickeln elektrischer Geräte
mit höheren Geschwindigkeiten und geringerer Sorgfalt zu arbeiten.
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Selbstverständlich kann an Stelle der Kupferseele von der im vorhergehenden
die Pede war, eine andere Metallseele verwendet werden, z. B..eine aus Nickel, Silber,
Eisenmetallen usw. Alle diese Metalle können, wie im vorstehenden ausgeführt wurde,
mit einer dünnen, festhaftenden Schicht von Aluminium oder Aluminiumoxyd oder Aluminiumfluorid
überzogen %verden, bevor die isolierende Schicht aus polymerisiertem Chlorotrifluoroätliylen
aufgebracht wird. Bei der Verwendung von Aluminium kann diese oberflächlich oxydiert
oder entsprechend behandelt werden, damit eine Aluminiumfluoridoberfläche erhalten
wird.